S-Bahn: Mauerbau am 13. August 1961: Berliner S-Bahn-Museum präsentiert Dokumentation im Internet, aus DBV

Welche Auswirkungen hatte der #Mauerbau am 13. August 1961 auf das Leben und die bis dahin selbstverständlichen #Verkehrsbeziehungen der Berliner Bevölkerung? Wer als „Grenzgänger“ in Spandau wohnte und in Hennigsdorf arbeitete musste sich genauso neu orientieren wie die junge Dame, die in Pankow wohnte und ihren Ausbildungsplatz in Tempelhof hatte.

Zum 60. Jahrestag des Mauerbaus empfiehlt das Berliner #S-Bahn-Museum zum Nachlesen und Nachschauen seine virtuelle #Ausstellung auf www.s-bahn-museum.de. Passend zum Thema wird in dieser Ausstellung auch der Sprung 28 Jahre weiter, zum #Mauerfall, gewagt.

Mit freundlichen Grüßen

Udo Dittfurth
Geschäftsführer

E-Mail-Kontakt: info@s-bahn-museum.de

Regionalverkehr: Erster Spatenstich 31 Jahre nach dem Mauerfall Berlin und Brandenburg reaktivieren die Heidekrautbahn, aus Der Tagesspiegel

https://www.tagesspiegel.de/berlin/erster-spatenstich-31-jahre-nach-dem-mauerfall-berlin-und-brandenburg-reaktivieren-die-heidekrautbahn/26709042.html

Ein Zug soll kommen, aber erst 2023: Drei Jahrzehnte nach dem #Mauerfall gab es den ersten Spatenstich für die #Heidekrautbahn – damit das #Baurecht nicht verfällt.

Berlin plant nicht mehr, Berlin baut. Bei Eisenbahnstrecken ist das außergewöhnlich. Am Freitagvormittag feierten Bahn und Politik den #Wiederaufbau der Heidekrautbahn. Ende 2023 sollen von #Berlin-Wilhelmsruh über #Schildow bis zur Einbindung in die bestehende Strecke am Abzweig #Schönwalde wieder Züge fahren.

Auf der 14 Kilometer langen Strecke entstehen acht neue Stationen. Die „#Stammstrecke“ der #NEB war mit dem Bau der Mauer stillgelegt worden für den Personenverkehr. Das Gleis dient seitdem nur zur Anbindung der Firma #Stadler, die unter anderem die neuen #U-Bahn-Züge für die BVG baut.

Der Chef der #Niederbarnimer Eisenbahn (#NEB), Detlef #Bröcker, sagte, dass als erste Baumaßnahme der #Bahndamm verbreitert wird, auf der später die #Regionalbahn fahren wird.

Ein echter Baubeginn war es nicht am Freitagvormittag. Aber der „#Spatenstich“ war nicht nur symbolisch wichtig, er war auch juristisch …

Bahnverkehr: Viele Lücken im deutsch-deutschen Schienennetz Teilung ist auf den Gleisen nicht überall überwunden / Vorschläge für Reaktivierungen, aus Allianz pro Schiene

https://www.allianz-pro-schiene.de/presse/pressemitteilungen/viele-luecken-im-deutsch-deutschen-schienennetz/

Berlin, 3. Oktober 2020. Im #Schienennetz sind die Folgen der Teilung auch 30 Jahre nach der Einheit an zahlreichen Stellen spürbar. Zwar wurden nach 1990 wichtige Hauptstrecken zwischen Ost und West #ausgebaut und #modernisiert. Auch kamen bedeutende #Neubaustrecken wie Berlin-Wolfsburg oder Erfurt-Bamberg als #Schnellverbindungen zwischen Ost und West hinzu. Doch die #Wiedervereinigung ist bis heute im Schienennetz nicht abgeschlossen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden durch die deutsch-deutsche #Teilung laut dem gemeinnützigen Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene rund 40 Eisenbahnstrecken stillgelegt. Nur sieben davon gingen in den drei Jahrzehnten nach 1990 wieder in Betrieb. Bei allen anderen teilt die alte innerdeutsche Grenze das Schienennetz weiter. Nicht mitgezählt sind dabei die Strecken in und um Berlin.

„Mit der Einheit auf der Schiene könnten und müssten wir weiter sein“
„Nicht bei jeder vor langer Zeit stillgelegten Eisenbahnstrecke ist es dringlich oder überhaupt sinnvoll, die Verbindung wieder in Betrieb zu nehmen“, sagte Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, am Samstag in Berlin. „Dennoch sollten wir mit der Einheit auf der Schiene im Jahr 2020 deutlich weiter sein. An zu vielen Stellen teilt die alte innerdeutsche Grenze bis heute auf der Schiene Ost und West, obwohl Bedarf für eine Schienenverbindung besteht. Wir brauchen dringend mehr Reaktivierungen, um auf den Gleisen 30 Jahre nach der Einheit die Folgen der Teilung zu überwinden“, so Flege.

Vier Vorschläge für mehr #Einheit auf der Schiene
Die Allianz pro Schiene nennt dazu am Tag der Deutschen Einheit vier konkrete Beispiele. Eine Reaktivierung dieser vier Strecken über die alte innerdeutsche Grenze bzw. die Berliner Mauer hinweg ist besonders dringlich. Diese vier Verbindungen stehen beispielhaft für durch die Teilung stillgelegte Strecken, deren Reaktivierung sinnvoll ist.

Thüringen – Bayern: Blankenstein – Marxgrün
Wenn die nur sechs Kilometer lange Lücke zwischen Blankenstein in Thüringen und dem bayerischen Marxgrün geschlossen wird, würde – endlich – eine Folge der deutsch-deutschen Teilung beseitigt. Die Region bekäme mit dem Comeback der Höllentalbahn eine massive Entlastung vom Lkw-Verkehr. Eine große Papierfabrik in Blankenstein hat wiederholt ihr Interesse an der Reaktivierung angemeldet. Im Personenverkehr würde wieder eine direkte Verbindung zwischen Saalfeld und Hof möglich.

Brandenburg-Berlin: #Basdorf /Abzweig #Schönwalde – Berlin- #Wilhelmsruh
Auch im Norden Berlins warten die Menschen seit der Wiedervereinigung auf die Wiederbelebung einer alten Verbindung. Die Strecke von Basdorf bis Berlin-Wilhelmsruh und weiter nach Berlin Gesundbrunnen wurde durch den Mauerbau 1961 unterbrochen. In den 30 Jahren seit dem #Mauerfall ist es nicht gelungen, die nur einen Kilometer lange Lücke im Schienennetz zu schließen. Dabei ist der Bedarf immens, wie die Pendlerströme und der intensive #Ausflugsverkehr zeigen. Inzwischen laufen die Planungen für die #Wiederinbetriebnahme und Ende 2020 soll es den ersten Spatenstich geben.

Brandenburg-Berlin: Potsdam- #Griebnitzsee#Berlin Potsdamer Platz
Im Süden Berlins ist es ganz ähnlich: Berlin und sein Brandenburger Umland wachsen immer mehr zusammen. Daher wird die #Reaktivierung der alten „Potsdamer #Stammbahn“ für die Entlastung der Berliner Stadtbahn dringend gebraucht. Diese Strecke ist auch im Zielfahrplan Deutschlandtakt 2030 enthalten.

Thüringen – Bayern: Eisfeld – Coburg
Für die Reisenden und die Wirtschaft im südlichen Thüringen brächte die Reaktivierung der Strecke den großen Vorteil, dass sie eine direkte Anbindung an den ICE-Bahnhof Coburg bekämen. Diese Strecke ist daher ebenfalls im Zielfahrplan Deutschlandtakt 2030 enthalten.

Regionalverkehr + S-Bahn: Endlich wieder direkt nach Potsdam Nach dem Mauerfall war das Umland durch die gekappten Bahnverbindungen schwer erreichbar., aus Der Tagesspiegel

https://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-nach-der-wende-endlich-wieder-direkt-nach-potsdam/25456532.html

Nach dem #Mauerfall war das Umland durch die gekappten Bahnverbindungen schwer erreichbar. Vor 30 Jahren startete die erste #Direktverbindung nach #Potsdam.

Plötzlich war Potsdam wieder um die Ecke, vor 30 Jahren. Am 22. Januar 1990 brachte die erste direkte Zugverbindung seit 1961 beide Städte wieder näher zusammen. Der kleine Mauerfall auf der Schiene begann morgens um 5.29 Uhr, als sich eine Diesellok der Reichsbahn mit #Doppelstockwagen vom Potsdamer Bahnhof aus in Bewegung setzte. Um die 40 Minuten brauchte der Zug damals für die vier Stationen bis zum Bahnhof Wannsee, von wo aus ein zweiter Zug in umgekehrte Richtung gestartet war.

Die Hälfte der Fahrzeit ging durch die #Grenzkontrollen in #Griebnitzsee verloren, wie der Tagesspiegel damals berichtete. Im Stundentakt wurde diese erste Pendlerverbindung bedient, vom frühen Morgen bis nach Mitternacht.

Das große Ziel, die Wiederinbetriebnahme einer Verbindung auf der #Stadtbahn, ließ noch mehr als zwei Jahre auf sich warten. Es war viel Arbeit nötig, um die in den Jahrzehnten der Teilung verrosteten oder im Gestrüpp verschwundenen Gleise …

Bahnverkehr: Weihnachten 1989 – eine Sternstunde der Bahn, aus Berliner Morgenpost

https://www.morgenpost.de/berlin/article227989291/Weihnachten-1989-eine-Sternstunde-der-Bahn.html

Wie die #Bundesbahn (West) und die #Reichsbahn (Ost) die riesige Feiertags-#Reisewelle nach dem #Mauerfall bewältigten.

Die Lage war dramatisch. Am 9. November 1989 hatten die DDR-Bürger die Öffnung der bis dahin fast unüberwindbaren Grenzanlagen erzwungen. Seither strömten sie zu Hunderttausenden in den anderen, ihnen bis dahin versperrten Teil Deutschlands. In endlosen Kolonnen tuckerten Trabis und Wartburgs in Richtung Westen. Denn Zugverbindungen gab es zwischen beiden deutschen Staaten damals so gut wie keine. Und die wenigen Interzonenzüge, die von Berlin nach Hamburg, Frankfurt am Main, Köln und München fuhren, waren schnell hoffnungslos #überfüllt.

Doch zur Weihnachtszeit 1989 drohte der Kollaps. Angesichts des zu erwartenden Ansturms könnte der Verkehr auf der Schiene komplett zusammenbrechen, befürchteten damals nicht wenige Experten. Dass es dazu nicht kam, ist einer inzwischen weitgehend vergessenen organisatorischen #Meisterleistung der heute so oft gescholtenen Bahn zu verdanken.

Experten aus Ost und West besprachen #Sofortmaßnahmen

Bereits am 13. und 14. November 1989 hatten Experten der Deutschen Bundesbahn (West) und der Deutschen Reichsbahn (Ost) erste Sofortmaßnahmen für den Reiseverkehr besprochen. Zu den 70 Fernzügen, die damals zwischen Ost und West fuhren, kamen bereits am 16. November 28 tägliche Verbindungen …

Tarife: Geteilte Freude Berlin feiert 30 Jahre friedliche Revolution und Mauerfall. aus BVG

Berlin feiert 30 Jahre friedliche #Revolution und Mauerfall. An sieben historischen Orten – verbunden durch eine „#Route der Revolution“ – sind eine Woche lang #Open-Air-Ausstellungen und Events geplant. Die BVG lädt ein, diese Orte, aber natürlich auch unsere ganze Stadt und die zahlreichen weiteren Veranstaltungen zum Jahrestag des Mauerfalls am 9. November zusammen mit Freunden, Bekannten oder Verwandten zu erleben.

In Zusammenarbeit mit der S-Bahn Berlin und dem Verkehrsverbund VBB hat die BVG dafür ein spezielles #Mauerfall-Ticket entwickelt. Für 30 Euro, dem Preis eines normalen 7-Tage-Tickets für den Tarifbereich AB, können vom 4. bis 10. November 2019 jederzeit ein weiterer Erwachsener und bis zu drei Kinder kostenlos mitfahren. „Früher war Berlin geteilt, heute teilst du Berlin“, steht auf den Plakaten zum Mauerfall-Ticket, die ab dem morgigen Dienstag in der Stadt zu sehen sind.

Das Ticket ist erhältlich an allen BVG-Fahrausweisautomaten und in den Kundenzentren der BVG sowie den Kundenzentren der S-Bahn Berlin. Der Verkauf startet ab sofort, unverzüglich.

Mehr Informationen zum Mauerfall-Ticket unter BVG.de/mauerfallticket.

Mehr Informationen zum Festival-Programm „30 Jahre friedliche Revolution – Mauerfall“ unter mauerfall30.berlin.
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Mit freundlichen Grüßen

BVG-Pressestelle

Tel. +49 30 256-27901

www.bvg.de/presse

pressestelle@bvg.de

Straßenbahn + Straßenverkehr: Bösebrücke Umleitung wird nach mehr als zwei Jahren aufgehoben – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehr/boesebruecke–umleitung-wird-nach-mehr-als-zwei-jahren-aufgehoben-28103344?dmcid=nl_20170802_28103344

Regen bringt Segen – aber nicht den Leuten vom Bau. Die Unwetter der vergangenen Tage haben den Arbeitern auf der #Bösebrücke zu schaffen gemacht. Darum wird sich die #Freigabe der wichtigen #Ost-West-Verbindung, die zwischen den Bezirken Mitte und Pankow Gleise überspannt, um eine Woche verzögern. Das teilte die Senatsverkehrsverwaltung auf Anfrage mit.
Doch ab Dienstag soll der Verkehr wieder in beiden Richtungen über die Brücke rollen. „Wetterbedingt könnte es auch der 9. August werden“, sagte Sprecher Matthias Tang. Dann steht nach mehr als zwei Jahren Umleitung wieder der direkte Weg über die #Bornholmer Straße in den Osten Berlins zur Verfügung.
Eine lange Geschichte
Viele Berliner kennen das Bauwerk als „Bornholmer Brücke“. So hieß die 138 Meter lange Überführung aber nie offiziell. Die erste genietete Stahlbrücke der Stadt trug bei ihrer Eröffnung 1916 den Namen Hindenburgbrücke. 1948 wurde sie nach Friedrich Wilhelm Böse benannt – einem Widerstandskämpfer gegen das Nazi-Regime, der 1944 hingerichtet wurde.
1989 wurde die Brücke berühmt: Dort nahm in Berlin der #Mauerfall seinen Lauf, die #DDR-Grenzübergangsstelle Bornholmer Straße wurde in der Nacht zum 9. November 1989 als erste geöffnet. Kurz nach 22.30 Uhr gab Stasi-Oberstleutnant Harald Jäger den Befehl, die Menschen passieren zu lassen.
Später sang David Bowie: „Twenty thousand people cross Bösebrücke.“ Auch in der Soap Opera „Gutes Wedding, schlechtes Wedding“, spielt dieses Bauwerk eine wichtige Rolle – als „böse Brücke“.
In der Stahlplatte klaffte ein Riss
Doch der geschichtsträchtige Ort wurde über die Jahrzehnte nicht gepflegt. Die DDR-Grenze hatte die Bösebrücke geteilt, das Bauwerk lag in zwei verschiedenen Staaten. Wenn es Instandsetzungsarbeiten gab, wurden sie nach unterschiedlichen Standards ausgeführt. Zuletzt bekam die denkmalgeschützte Überführung nur noch die Note 3,0. Das heißt: nicht ausreichender Zustand, Standsicherheit und Verkehrssicherheit sind beeinträchtigt.
Schon 2005 hieß es im Senat, dass das Bauwerk dringend saniert werden muss. Aber erst 2015 war es endlich soweit. Die Brücke wurde zum Teil gesperrt, in Richtung Osten müssen Autofahrer eine …