Bahnindustrie: Eine Lok als Symbol der Einheit, aus Berliner Morgenpost

https://www.morgenpost.de/berlin/article233470529/Eine-Lok-als-Symbol-der-Einheit.html

Wenn es im #Bahnwesen so etwas wie ein #Symbol der Deutschen #Einheit gibt, dann ist das wohl die #Lokomotiv-Baureihe #112.1. Insgesamt 90 dieser #Lokomotiven wurden beschafft und ab 1992 ausgeliefert. Das Besondere: Zum ersten Mal nach der #Wiedervereinigung hatten die beiden Bahnverwaltungen aus Ost und West, also Deutsche #Reichsbahn und Deutsche #Bundesbahn, eine Bestellung gemeinsam aufgegeben. Die Loks sind heute noch im Einsatz – und die allererste der Baureihe nun sogar wieder in der ursprünglichen Gestaltung. Auf Initiative von Mitarbeitern der Deutschen Bahn trägt sie jetzt wieder die Farben und das Design von 1992, einzig das Logo ist das aktuelle der Deutschen Bahn.

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Bahnverkehr + Flughäfen: EIN TEAM MIT GESCHICHTE: Der Zug zum Flug, aus FAZ

https://www.faz.net/aktuell/technik-motor/alternative-zum-kurzstreckenflug-der-zug-zum-flug-17256865.html

Ihr Zug zum Flug“: Der Slogan würde zu dem vor 20 Jahren gestarteten Programm „#Lufthansa Express Rail“ passen, dessen Ausweitung #Deutsche Bahn und die Fluggesellschaft in diesem März vorgestellt haben: Bis Ende 2021 soll es aus 22 deutschen Städten insgesamt rund 150 direkte #Bahnanbindungen mit #Lufthansa-Flugnummer an den Flughafen #Frankfurt geben (derzeit sind es 17 Städte und täglich 134 Züge). Flugpassagiere können so eine durchgehende Verbindung mit einem gemeinsamen Ticket für Bahn und Flugzeug buchen.

Doch erstmals in Deutschland stand dieser Merksatz schon vor 43 Jahren auf den Flanken von ein paar Nahverkehrswagen der damaligen Deutschen Bundesbahn. Diese ab Ende der 1950er Jahre gebauten „N-Wagen“, umgangssprachlich wegen ihrer schillernden Perlschliff-Stahlhaut „#Silberlinge“ genannt, wurden seit dem 28. Mai 1978 für den #Flughafen-Express eingesetzt. Mit drei Zugpaaren täglich verkehrte dieser Eilzug als Kooperation des damaligen Flughafenbetreibers #FAG und der #Bundesbahn zwischen dem Frankfurter Flughafen und #Ludwigshafen.

Der Zuglauf über die #Main-Neckar-Bahn mit Zwischenhalten in #Darmstadt, Bensheim, Weinheim und Mannheim war aus heutiger Sicht nicht von der schnellsten Sorte: Von Mannheim brauchte man eine Stunde bis in den 1972 eröffneten #Flughafenbahnhof unter Terminal 1. Zum Vergleich: Über die #Riedbahn klappt das heute von Mannheim Hauptbahnhof zum 1999 in Betrieb genommenen Flughafen-Fernbahnhof in gut einer halben Stunde. Wenn irgendwann einmal die #Neubaustrecke zwischen Frankfurt und Mannheim verwirklicht ist, wird sich die #Fahrzeit weiter verkürzen.

Das Beispiel zeigt, wie wichtig die Investition der Bahn in Infrastruktur sowie Rollmaterial ist, um eine …

Bahnverkehr: Weihnachten 1989 – eine Sternstunde der Bahn, aus Berliner Morgenpost

https://www.morgenpost.de/berlin/article227989291/Weihnachten-1989-eine-Sternstunde-der-Bahn.html

Wie die #Bundesbahn (West) und die #Reichsbahn (Ost) die riesige Feiertags-#Reisewelle nach dem #Mauerfall bewältigten.

Die Lage war dramatisch. Am 9. November 1989 hatten die DDR-Bürger die Öffnung der bis dahin fast unüberwindbaren Grenzanlagen erzwungen. Seither strömten sie zu Hunderttausenden in den anderen, ihnen bis dahin versperrten Teil Deutschlands. In endlosen Kolonnen tuckerten Trabis und Wartburgs in Richtung Westen. Denn Zugverbindungen gab es zwischen beiden deutschen Staaten damals so gut wie keine. Und die wenigen Interzonenzüge, die von Berlin nach Hamburg, Frankfurt am Main, Köln und München fuhren, waren schnell hoffnungslos #überfüllt.

Doch zur Weihnachtszeit 1989 drohte der Kollaps. Angesichts des zu erwartenden Ansturms könnte der Verkehr auf der Schiene komplett zusammenbrechen, befürchteten damals nicht wenige Experten. Dass es dazu nicht kam, ist einer inzwischen weitgehend vergessenen organisatorischen #Meisterleistung der heute so oft gescholtenen Bahn zu verdanken.

Experten aus Ost und West besprachen #Sofortmaßnahmen

Bereits am 13. und 14. November 1989 hatten Experten der Deutschen Bundesbahn (West) und der Deutschen Reichsbahn (Ost) erste Sofortmaßnahmen für den Reiseverkehr besprochen. Zu den 70 Fernzügen, die damals zwischen Ost und West fuhren, kamen bereits am 16. November 28 tägliche Verbindungen …

Bahnverkehr: Darum fährt Deutschland hinterher Das sind die schnellsten Züge der Welt, aus t-online.de

https://www.t-online.de/leben/reisen/reisetipps/id_83683492/darum-faehrt-der-ice-hinterher-die-schnellsten-zuege-der-welt.html

Am 1. Mai 1988 wurde der #ICE zum schnellsten Zug der Welt. Inzwischen haben ihn andere überholt. Deutschland macht bei der #Rekordjagd nicht mehr mit – dafür gibt es einige Gründe.
Am 1. Mai 1988 wurde der ICE zum schnellsten Zug der Welt. Inzwischen haben ihn andere überholt. Deutschland macht bei der Rekordjagd nicht mehr mit – dafür gibt es einige Gründe.
"Die Chinesen sind sehr, sehr gut ausgesteuert", sagt Volker Schenk, Präsident des Verbands der #Bahnindustrie in Deutschland. "Sie haben einen Masterplan, und mit dem wollen sie die chinesische Bahnindustrie zur absoluten Nummer eins bringen, weltweit." Längst hat auch die Deutsche Bahn ein Einkaufsbüro in China, deckt sich aber noch in Europa ein.

Die deutsche Rekordfahrt vom 1. Mai 1988 ist nur drei Jahrzehnte her. Aber es war eine andere Ära. Die Bahn hieß noch #Bundesbahn und war eine Behörde. ICE stand damals für Intercity #Experimental und nicht für Intercity Express. An Bord Computer aus der digitalen Steinzeit, auf den Sitzen fast nur Männer.
Als die Tempoanzeige die #406 erreicht, johlen und klatschen sie. Minister loben das "eindrucksvolle Ergebnis deutscher Spitzentechnologie". Mitreisende Reporter schwärmen von einem historischen Augenblick im "stromlinienförmigen Räderjet". Doch der Rausch währt nur kurz: Zwei Jahre später schafft ein französischer #TGV #515 km/h. Der Rekord des ICE ist damit Geschichte. Frankreichs Staatsbahn schmückt sich noch heute mit ihrem Bestwert. Schnelle Züge sind Statussymbole. Mit Rekorden machen Staaten und ihre Bahnhersteller international auf sich aufmerksam.

Übertroffen wird der TGV vom japanischen Shinkansen, der auf Teststrecken 600 km/h erreicht – mit Magnetschwebetechnik ähnlich …