Das schier Unglaubliche ist seit dem 22. April vollbracht: Die Bauleute der Arge #Südkreuz haben einen #Brückenkoloss aus sage und schreibe 4000 Tonnen Beton – dagegen verblassen selbst die größten Dinosaurier als Leichtgewichte – um 42 Meter verschoben und sie in den #Bahndamm der S-Bahn-Linie S 2 zwischen den Bahnhöfen #Attilastraße und #Priesterweg eingefügt.
Bis voraussichtlich Februar/März 2005 werden der neue nördliche #S-Bahnsteig im Bahnhof #Charlottenburg fertiggestellt und der nördliche Stadtbahn-Bahnsteig #Westkreuz saniert sein, so dass der #S-Bahn-Verkehr von der südlichen auf die nördliche Achse verlagert wird.
Ab Montag ist die mehr als einjährige #Sperrung der #S-Bahn zwischen #Zoo und #Charlottenburg vorbei. Nach einer umfassenden #Grundsanierung der technischen Anlagen haben die Züge der Linien S 5, S 7, S 75 und S 9 wieder freie Fahrt. Die parallel zu der Strecke von der BVG eingesetzten Ersatzbusse verkehren dann nicht mehr. Am Wochenende wird es wegen der Neueinstellung der #Stellwerke noch einmal zu Verkehrseinschränkungen kommen. Die #Fahrplanänderungen zwischen dem morgigen Freitag ab 22 Uhr bis Montag gegen 1.30 Uhr betreffen die S-Bahnlinien 5, 7, 9, und 75. Unter anderem endet die Linie S 7 am Bahnhof Friedrichstraße und die S 9 am Bahnhof Warschauer Straße.
Der S-Bahnhof Baumschulenweg soll abgerissen und neu aufgebaut werden. Er soll auch künftig drei #Bahnsteigkanten haben. Eine Kante vom #Südring Richtung Süden, eine vom Ostring Richtung Süden (an einem #Mittelbahnsteig) und eine Kante von Süden (am #Außenbahnsteig).
Für #Bauprojekte in #Adlershof, #Schöneweide und #Baumschulenweg wird die Deutsche Bahn tief in die eigene Tasche greifen – und in die des Bundes, des Landes Berlin und von Brandenburg. Insgesamt werden in den kommenden Jahren etwa 350 Millionen Euro fließen, mit denen zwölf #Brücken und zwei Bahnhöfe im Südosten erneuert werden. Gleise sind auszuwechseln, alte #Stellwerke durch computergesteuerte zu ersetzen. „Die #Grunderneuerung ist erforderlich, damit in den nächsten 60 Jahren ein zuverlässiger Betrieb gewährleistet wird“, sagt Michael #Baufeld, Sprecher der DB #Projektbau GmbH, die von ihrer Muttergesellschaft mit dem Management des riesigen Unterfangens beauftragt ist. Es soll von 2006 bis 2009 in die Tat umgesetzt werden.
Kaum geht die #Stadtbahn wieder durchgängig in Betrieb, wird eine andere S-Bahnstrecke zeitweise außer Betrieb gesetzt: die S 2 zwischen den Bahnhöfen #Priesterweg und #Attilastraße. Allerdings nur für die drei Wochen vom 19. April bis 11. Mai 2004. In dieser Zeit will die Deutsche Bahn das #Kreuzungsbauwerk errichten, mit dem künftig die Fern- und Regionalzüge der #Anhalter Bahn unter der S-Bahnlinie S 2 hindurch fahren können.
Mit einem zehnachsigen Spezialfahrzeug beförderten die Monteure das 420-Tonnen-Schwergewicht einer #Stahlbrücke mitten in der Nacht vom 12. zum 13. März 2004 (Freitag/ Sonnabend) an seinen Platz nördlich des Bahnhofs #Berlin-Pankow über die #Berliner Straße. Ab Mitte Juni rollen die S-Bahnen der Linien S 2 und S 8 auf ihren angestammten Trassen und neuen Gleisen über das neue #Bauwerk.
Nach mehr als einjähriger #Grunderneuerung wird der S-Bahn- Streckenabschnitt #Zoologischer Garten – #Charlottenburg wieder in Betrieb genommen. Damit können die in jeweils einen östlichen und westlichen Abschnitt aufgeteilten Linien wieder miteinander verbunden sowie weitere S-Bahn-Linien über diese wichtige Strecke geführt werden. Die Züge werden insbesondere im #Berufsverkehr wesentlich dichter verkehren als während der derzeitigen Baumaßnahmen.
Nur zwei Stunden dauerte die Prozedur. Dann lag am Sonnabend gegen 5 Uhr die neue #S-Bahnbrücke am Bahnhof #Pankow auf ihren Lagern. Mit einem zehnachsigen Spezialfahrzeug zogen die Monteure der belgischen Firma Sarens das Stahlgerippe Millimeter für Millimeter über die Berliner Straße. Weithin sichtbar ragen jetzt zwei Stahlträger in hohem Bogen von der einen Seite der Brücke zur anderen. Der mehr als 400 Tonnen schwere #Stahlkoloss ist breiter, länger und höher als die noch neben ihm verlaufende Brücke. Kosten: rund 7 Millionen Euro. Auf der 45,50 Meter langen und 10,25 Meter breiten Überführung werden spätestens ab Juni die Züge der S-Bahnlinien 2 und 26 rollen.
Am #S-Bahnhof #Springpfuhl wird zwar kein Eingang gesperrt, aber die Wege sind für die kommenden Monate #schmaler, so dass die Passanten mehr gegenseitige #Rücksichtsnahme und Vorsicht walten lassen sollten, um sich nicht gegenseitig zu behindern: Grund der Einschränkungen ist die Erneuerung der #Tunneldecke und der Decke des Eingangsbauwerks am #Helene-Weigel-Platz.