Der Senat beweist nach Ansicht des Grünen-Abgeordneten Michael #Cramer bei seiner #Verkehrsplanung keine Weitsicht. Bei den derzeit stattfindenden #Genehmigungsverfahren für die Bahn fehlten oft #Bahnhöfe. Mit Sparen habe dies nichts zu tun, weil der Senat woanders viel Geld ausgebe – etwa beim Umbau des Ostkreuzes, wo für 13 Millionen Euro eine Stützwand für die geplante #Verlängerung der #Stadtautobahn errichtet werde, deren Bau völlig ungewiss sei.
So viel #S-Bahn war seit Jahrzehnten nicht mehr: Am Sonntag wird nach viermonatiger #Sanierung der #Nord-Süd-Tunnel wieder eröffnet. Um 4.08 Uhr soll der erste Zug am Bahnhof #Friedrichstraße halten. Dann ist das Netz der Berliner S-Bahn so komplett wie seit dem #Mauerbau 1961 nicht mehr: Mit dem #Ring, der #Stadtbahn und dem Nord-Süd-Tunnel. Denn die Freude über den #Lückenschluss des Rings am 16. Juni war ja getrübt durch die Sperrung des Tunnels am selben Tag.
Nach der Veröffentlichung im Dezember stellten mehrere punkt 3- Leser zusätzliche Fragen zum #Ringkonzept der #S-Bahn während der #Tunnelbauphase. Eberhard Lorenz, Fachbereichsleiter Betrieb der S-Bahn Berlin GmbH versucht, im folgenden, die Antworten zusammen zu fassen.
Ab Montag veränderter #S-Bahn-Verkehr auf der Linie #S25 / #S26
Die #Modernisierung der S-Bahn-Infrastruktur nimmt auch im Berliner Süden sichtbare Formen an. Die Vorbereitungen für den #Neubau des Bahnhofs #Papestraße haben begonnen. Nach dem #Abriss alter Brücken im Bereich der #Ringbahngleise können die nicht mehr benötigten Stützpfeiler beseitigt und durch ein neues Bauwerk ersetzt werden. Dies setzt Baufrei-heit voraus, die durch eine eingleisige #Betriebsführung herge-stellt wird. Im Zeitraum von Montag, 14. Januar, bis Sonntag, 16. Februar, fahren die Züge zwischen #Anhalter Bahnhof und Papestraße daher im 10-Minuten-Takt:
S 2 fährt planmäßig
S 25 fährt Hennigsdorf – Friedrichstraße – Potsdamer Platz sowie zwischen Papestraße und Lichterfelde Süd
S 26 fährt Birkenwerder – Pankow – Friedrichstraße – Schö-neberg sowie zwischen Papestraße und Lichterfelde Süd
In Anhalter Bahnhof und Papestraße kann bequem am glei-chen Bahnsteig umgestiegen werden. Die Fahrzeiten verlän-gern sich für Fahrgäste der S 25 und S 26 um 5 Minuten.
Um den eingleisigen Betrieb vorzubereiten, werden an diesem Wochenende Weichen eingebaut. Der Streckenabschnitt An-halter Bahnhof – Papestraße ist daher von Freitag, 22 Uhr, bis Montag, 1.30 Uhr, gesperrt. Die Umfahrung ist über die Linie S 1 und S 4, S 45, S46 mit Umsteigen in Schöneberg möglich. Die Fahrzeit verlängert sich um rund 10 Minuten.
Nähere Informationen stehen in der aktuellen Ausgabe der #Kundenzeitung punkt 3 sowie in einem Sonderfaltblatt der “#Bauinfos für Bahnfahrer”, die auf allen Bahnhöfen und in den Kundenzentren kostenlos erhältlich sind.
Der #Neubau des #S-Bahnkreuzes an der #Papestraße hat bereits sichtbar begonnen. Bis Ende 2005 entstehen neue Bahnsteige für die #Ringbahn und die #Nord-Süd-Strecke. Dann beschließt der neue #Bahnhof Papestraße mit kurzen, bequemen und behindertengerechten Umsteigewegen sowie Ausgängen in alle Richtungen die jahrzehntelange Ära der schmalen Gänge und häßlichen Treppen. punkt 3 hat in der Ausgabe vom 18. 12. 2001 ausführlich darüber berichtet.
Bis Ende 2005 entstehen im Bf. #Papestraße neue #S-Bahnsteige für die #Ringbahn und die #Nord-Süd-S-Bahn. Zunächst werden die Brücken der Ringbahn-Gütergleise neu gebaut. Im Dezember 2001 wurden die Stahlteile der alten Brücken ausgehoben, und anschließend werden die Brückenpfeiler abgebrochen. Aus diesem Grund fahren die Linien der Nord-Süd-S-Bahn vom 14.1. bis 17.2.2002 (einschl.) nur auf einem Gleis durch den Bf. Papestraße:
S2 unverändert Bernau – Blankenfelde
S25 nur Hennigsdorf -Potsdamer Platz
S26 Birkenwerder – Schöneberg und Papestraße -Lichterfelde Süd; ab 20 Uhr unverändert Birkenwerder – Lichterfelde Süd
Die 25 Fahrgäste und der Fahrer kamen mit dem Schrecken davon. Der Zug der Linie 4 war um 3.48 Uhr zwischen den Bahnhöfen #Papestraße und #Schöneberg in den von einem Kran angehobenen Stahlträger gerast. Der erste Waggon wurde auf fünf Metern Länge im #Dachbereich aufgeschlitzt, die #Frontscheibe des Zuges wurde zerstört. Mitarbeiter der S-Bahn und des Bundesgrenzschutzes führten die Passagiere zum nächsten #S-Bahnhof. Der BGS ermittelt nun wegen gefährlichen Eingriffs in den #Bahnverkehr. Die #Ringbahn wurde um 7.15 Uhr wieder freigegeben.
Der große Bahnhof beginnt ganz klein. Der #Bahnhof#Papestraße, der als so genanntes #Südkreuz zur zweitwichtigsten Station der Stadt nach dem #Lehrter Bahnhof werden soll, erhält zunächst nur einen Bahnsteig für den #Regionalverkehr. Die zwei weiteren vorgesehenen #Fernbahnsteige sollen später gebaut werden. Abstriche an der Planung gibt es auch bei der #S-Bahn. Die #Halle über der Ringbahn wird nach Angaben der Bahn nicht so aufwendig gebaut, wie es der Architekt Max #Dudler konzipiert hat. Die erste #Baustufe soll Ende 2005 abgeschlossen sein. Dann will die Bahn mit Regionalzügen aus dem Süden bis zur Station #Potsdamer Platz fahren – mit Halt am zunächst einzigen Bahnsteig im #Mini-Bahnhof Papestraße.
Die Bahn weiß nicht, wie sie das ihr vom Bund zugesagte Geld fristgemäß ausgeben soll – und sie weiß auch immer noch nicht, was sie am #Bahnhof#Papestraße bauen will. Derzeit werde geprüft, in welcher Reihenfolge die Arbeiten am so genannten #Südkreuz vorgenommen werden sollen, sagte Bahnsprecher Andreas Fuhrmann.