Welche #Fahrzeuge sind zum Stichtag 31.12.2017 bei der Berliner Verkehrsbetriebe AÖR vorhanden?
Bitte gegliedert nach a) Datum der Erstzulassung b) Laufleistung c) Marke und Modell d) Fahrzeugtyp (Einstöcker, Doppelstöcker etc.) e) Schadstoffklasse f) Umweltplakette g) Kennzeichen h) Energiequelle (Benzin/Diesel/Gas/Elektro) i) Personenkapazität.
Antwort zu 1:
Die BVG teilt hierzu mit:
„Zum gegenwärtigen Zeitpunkt stehen folgende Informationen zum Bestand des #Busfuhrparks zur Verfügung:
Alle sich im Linieneinsatz befindlichen Busse besitzen die grüne #Umweltplakette. Bei der BVG sind derzeit 415 Doppeldecker, 410 Eindecker und 563 Gelenkbusse im Einsatz. Bei fast allen Fahrzeugen handelt es sich um Diesel-Fahrzeuge, lediglich vier Fahrzeuge sind elektrisch angetrieben. 493 von 1.388 Fahrzeugen werden von Motoren mit der Schadstoffklasse Euro 5 oder schlechter angetrieben. Von diesen wurde bereits in knapp
200 Bussen ein sogenannter SCR-Filter eingebaut. Bis Ende des Jahres 2018 werden nach derzeitiger Planung die restlichen älteren Busse mit SCR-Filtern ausgestattet sein.“
Die SCR-Filter („Selective Catalytic Reduction“) dienen der Reduzierung der Stickoxid- Emissionen der Fahrzeuge um rund 80%.
Die herstellerseitigen Fahrgastkapazitäten sind wie folgt:
Fahrzeugtyp/Hersteller
AnzahlSitz- undStehplätze
Eindecker
EVOBUS
93
VDL
84
Doppeldecker
MAN
129
Gelenkbus
EVOBUS
145
Solaris
149
Scania
152
Frage 2:
Welchen durchschnittlichen Verbrauch auf 100 KM der jeweiligen Energiequelle weisen die Fahrzeug- gruppen aus? (e.g. "Einstöcker (Diesel) 12 Liter")
Berlin – Als Chef der Verkehrsbetriebe von Oldenburg kam Michael Emschermann abgeklärt niedersächsisch daher. Doch seine Abrechnung mit dem #Elektrobus ließ an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Viel zu teuer, viel zu schwer, technisch unausgereift und ökologisch sehr bedenklich, weil derzeit kaum grüner Strom verfügbar sei: „Die Bilanz ist ernüchternd“, sagte Emschermann während einer Diskussion in der Böll-Stiftung in Berlin.
Für Verkehrs-Staatssekretär Jens-Holger #Kirchner (Grüne), der mitdiskutierte, war es alles andere als ein schöner Abend. Er versuchte, den Kurs des rot-rot-grünen Senats zu verteidigen. In Berlin soll die Zahl der Elektrobusse deutlich steigen.
Das Urteil des Bundesverwaltungsgericht zu Diesel-Fahrverboten war ein letzter Weckruf. Die Luft in den deutschen Städten muss sauberer werden – aber wie?
Grauer Strom erforderlich
Bei der Verkehr und Wasser GmbH in Oldenburg sind seit 2016 nur noch Busse im Einsatz, die #Bio-Erdgas tanken. Zwar kostet ein solcher Bus einige zehntausend Euro mehr als ein Dieselbus. Doch die Laufleistung ist hoch (in Oldenburg bis zu 88.000 Kilometer im Jahr), und der Kraftstoff ist preiswerter. Mehr Werkstattpersonal sei nicht nötig. „Wir haben keine höheren Kosten“, sagte Emschermann. „Umweltpolitisch sind Erdgasbusse dagegen ganz weit vorn.“
Das zeige sich vor allem bei den Stickoxiden, die derzeit im Mittelpunkt stehen. Ein Erdgasbus stoße pro Kilometer 0,22 Gramm der gesundheitsschädlichen Verbrennungsprodukte aus, ein Euro-6-Dieselbus 0,58 Gramm. Der Kohlendioxidausstoß erreiche nur etwas …
Aufschlüsselung nach Antriebsart (Diesel-, Benzin-, Hybrid-, LPG-, CNG-, Elektromotor)
Antwort zu 1:
Die zum Stichtag 28.02.2018 in Berlin zugelassenen 1.195.149 PKW teilen sich in die nachstehenden Antriebsarten auf:
Benzin
Diesel
Flüssiggas (LPG)
(inkl. bivalent)
Erdgas (CNG)
(inkl. bivalent)
Elektro
Hybrid
Sonstige
PKW
Gesamt
856.846
309.048
13.783
2.966
1.668
10.451
387
1.195.149
Frage 2:
In welche Abgasnormen (Schadstoffklasse Euro 1 bis 6) teilen sich die zugelassenen PKW je nach Antriebsart anteilsmäßig auf?
Antwort zu 2:
Die zugelassenen PKW teilen sich in die nachstehenden #Schadstoffklassen auf:
Schadstoffklasse
Anzahl der PKW
Euro 1
14.046
Euro 2
95.372
Euro 3
113.808
Euro 4
362.835
Euro 5
311.237
Euro 6
264.686
Die restlichen PKW (vgl. Antwort zu Frage 1) können nicht zugeordnet werden, da sie entweder als Oldtimer verzeichnet sind oder die Emissionsklasse nicht bekannt/erfasst ist.
Die Zuordnung der Schadstoffklassen zu den PKW je nach Antriebsart kann nicht ohne weiteres aus dem örtlichen Fahrzeugregister ausgewertet werden, da keine entsprechenden Datenbankbefehle zur Verfügung. Eine solche Auswertung kann ggf. durch das Kraftfahrt-Bundesamt auf der Grundlage des dort geführten Zentralen Fahrzeugregisters (ZFZR) erstellt werden.
Frage 3:
Wie viele #Neuzulassungen wurden im Jahr 2017 erteilt? (Aufschlüsselung nach Antriebsart und Abgasnorm)
Antwort zu 3:
Im Jahr 2017 wurden bei der Zulassungsbehörde Berlin insgesamt 105.780 Neuzulassungen registriert. Eine Aufschlüsselung nach Antriebsart und Abgasnorm kann nicht ohne weiteres anhand des örtlichen Fahrzeugregisters erfolgen, da keine entsprechenden Datenbankbefehle zur Verfügung stehen. Eine ergänzende Auswertung kann ggf. durch das Kraftfahrt-Bundesamt auf der Grundlage des dort geführten Zentralen Fahrzeugregisters (ZFZR) erfolgen (vgl. Antwort zu Frage 2).
Frage 4:
Wie hat sich die Emission NOX, durch PKW, seit dem Jahr 2000 (wenn frühere Daten verfügbar, dann auch früher) entwickelt?
Antwort zu 4:
Die Emissionen des Straßenverkehrs werden mit den Emissionsfaktoren des Handbuchs für Emissionsfaktoren (HBEFA) für Deutschland berechnet.
Die Entwicklung der Emissionsfaktoren des HBEFA von 1995 bis 2020 ist unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Pkw-Flottenzusammensetzung in Deutschland in der folgenden Tabelle 1 zusammengestellt. Es werden die Emissionsfaktoren für NOx (als Summe von Stickstoffmonoxid NO und Stickstoffdioxid NO2) und separat für NO2 gezeigt. Im Zeitraum von 1995 bis 2015 sank der NOx-Ausstoß eines durchschnittlichen Otto-Pkw um 87 %. Dagegen stieg die NOx-Emission von Diesel-Pkw um 23 % an. Aufgrund der gestiegenen NOx-Emission von Diesel-Pkw und dem gleichzeitig gestiegenen Anteil der Diesel-Pkw sank die NOx-Emission eines durchschnittlichen Pkw in Deutschland nur um 38 %.
In Berlin ist der Anteil der Diesel-Pkw im Straßenverkehr etwas niedriger als in der deutschlandweiten Flotte mit Anteilen von ca. 11 % im Jahr 1995, 29 % im Jahr 2010 und 36 % im Jahr 2015. Damit ergeben sich für diese Jahre mittlere Pkw-Emissionsfaktoren von 0,689 g/km (für 1995), 0,324 g/km (für 2010) und 0,340 g/km (für 2015). Die NOx- Emission von Pkw pro Kilometer ist damit in den letzten Jahren wieder leicht angestiegen.
NO2 ist der Luftschadstoff, für den aufgrund der höheren gesundheitsschädigenden Wirkung die Luftqualitätsgrenzwerte festgelegt wurden. Der erkennbare Anstieg der NO2- Emissionen der Dieselfahrzeuge trägt direkt zu den gemessenen NO2-Konzentrationen in Straßenschluchten bei. Das zusätzlich emittierte NO muss zunächst in der Atmosphäre in NO2 umgewandelt werden. Dieser Prozess benötigt Zeit, so dass nur ein Teil des in einer Straße freigesetzten NO zur lokalen NO2-Zusatzbelastung an Hauptverkehrsstraßen beiträgt. Dies ist bei der Bewertung von Emissionsangaben zu berücksichtigen. Die angestiegenen NO2-Emissionen durch Diesel-Pkw sind ein wichtiger Grund, warum die Messwerte für NO2 an Straßen nicht im gleichen Maße gesunken sind, wie der Ausstoß von NOx.
Tabelle 1:
Entwicklung der durchschnittlichen NOx- und NO2-Emissionsfaktoren von Pkw in Deutschland gemäß Handbuch für Emissionsfaktoren Version 3.3 (Emissionsfaktoren gewichtet nach Anteilen der Emissionsnormen an der jeweiligen Flotte)
Schadstoff
Antrieb
Emissionsfaktorin g/km, Diesel-Pkw-Anteil in %
1995
2000
2005
2010
2015
NOx
Otto-Pkw
0,696
0,453
0,321
0,169
0,091
Diesel-Pkw
0,635
0,681
0,705
0,705
0,784
Anteil Diesel- Pkw
18%
21%
33%
41%
49%
mittlerer Pkw- Emissionsfaktor (Deutschland)
0,688
0,500
0,449
0,389
0,430
NO2
Otto-Pkw
0,035
0,023
0,016
0,008
0,005
Diesel-Pkw
0,052
0,075
0,198
0,271
0,286
mittlerer Pkw- Emissionsfaktor (Deutschland)
0,038
0,033
0,077
0,116
0,142
Für die langjährige Entwicklung der Stickoxidemissionen, d.h. unter Berücksichtigung von Fahrleistungen und näheren Angaben zur Verkehrsqualität liegen als Zeitreihe nur die folgenden Daten (Tabelle 2) für den gesamten Straßenverkehr vor.
Tabelle 2:
Entwicklung der Stickstoffoxidemissionen des gesamten Kfz-Verkehrs in Berlin
Die Daten wurden mit unterschiedlichen Versionen des Handbuchs berechnet. Bei einer Nachberechnung mit der neuesten Version des HBEFA können sich andere Werte ergeben. Eine solche Nachberechnung ist jedoch nicht möglich, da die notwendigen Eingangsdaten nicht mehr vollständig vorliegen.
#Saubere #S-Bahn-Züge und eine angenehme Aufenthaltsqualität auf den #Bahnhöfen – seit Sommer letzten Jahres haben Fahrgäste auf der Ringbahn per #WhatsApp-Meldung mehr als 1.000 Mal dazu beigetragen, dass Abfall, Verschmutzungen und andere unangenehme Beeinträchtigungen umgehend beseitigt wurden. Das erfolgreiche Pilotprojekt geht in die dauerhafte Fortsetzung und wird auf das gesamte S-Bahn-Netz ausgeweitet: Mit dabei sind alle 166 Bahnhöfe und rund 3.000 Zugfahrten täglich. Die Regional- und Fernbahnhöfe inklusive.
Sieben Tage die Woche – jeweils von 6 bis 22 Uhr – ist die Servicezentrale per WhatsApp unter der Nummer 0157 923 628 36 erreichbar. Fahrgäste senden einfach und komfortabel eine Nachricht mit Angabe des genauen Standorts und der Art der #Verschmutzung. Die entsprechenden #Reinigungsteams werden umgehend informiert. Nach Auftragserledigung erhalten die Kunden auf Wunsch eine Rückmeldung und können die Sauberkeit von Zügen und Bahnhöfen bewerten.
Bundesweit führt die Deutsche Bahn den neuen WhatsApp-Service bis Ende März auf 240 weiteren Bahnhöfen ein. Plakate und Aufkleber informieren über die im jeweiligen Bundesland gültige WhatsApp-Nummer.
Jährlich wendet die S-Bahn Berlin neun Millionen Euro für die Sauberkeit in den 1.300 S-Bahn-Wagen auf. Zusätzlich gibt das Unternehmen eine Million Euro zur regelmäßigen Instandsetzung von Komfortschäden in den S-Bahn-Abteilen aus. Während des laufenden Betriebes findet die Grobreinigung der rot-gelben Züge an den Endstationen statt. Auf ausgewählten Strecken fahren Reinigungskräfte mit, die liegengebliebene Kaffeebecher, Verpackungsmüll und sonstigen Abfall entsorgen. S-Bahnhöfe werden im Regelfall ein- bis zweimal täglich gereinigt, Stationen mit besonders hohem Verkehrsaufkommen entsprechend häufiger.
Mehr Infos über den neuen WhatsApp-Service und wie er funktioniert unter: sbahn.berlin/schmutzigeDinge
Berlin: Treptower Hafen | Rings um das #Motorschiff „#Friedrichshain“ türmten sich vor ein paar Tagen noch Eisschollen. An und unter Deck wird der Saisonstart vorbereitet.
Am 10. März sollen in Treptow die ersten Ausflugsschiffe zum Saisonstart ablegen. Schiffsführer Steffan Widalik und Steuermann Marcus Erdmann stapeln die Stühle auf das Sonnendeck. Auf dem Motorschiff, Jahrgang 1975, haben 150 Passagiere auf und unter Deck Platz. „Seit November lag das Schiff im Hafen. Wir haben Wartungsarbeiten an der Maschine durchgeführt und Öl- und Luftfilter gewechselt. Außerdem haben die Kollegen neue Festmachleinen gespleißt“, erzählt Käpt'n Steffan Widalik.
Das DB-Team, das derzeit am #Reisenden-Informations-System (RIS) unserer #S-Bahn-Baureihe #483/484 arbeitet, lud am 6. März in Frankfurt am Main Presse zu einem #Werkstattbesuch ein. Das Entwickler-Team setzt in Abstimmung mit der S-Bahn Berlin und dem Verkehrsverbund Berlin Brandenburg in den neuen Zügen auf ein System, das in den ICE3 zur Anwendung kommt und sich bewährt hat. Es wird auf unseren S-Bahn-Betrieb angepasst und zeigt, wie fahrgastorientiert künftig Informationen in den Zug gelangen.
In einem Großraumbüro des DB-Teams ist in einer Ecke ein seltsames Arrangement zu bestaunen: Mehrere #Zuganzeiger-Arten stehen übereinander – es sind jene, wie sie in den neuen S-Bahnzügen zum Einsatz kommen werden. Daneben stehen zwei fast mannshohe sogenannte Testtürme. In ihnen befindet sich Hightech, eben jene, die wir in den neuen S-Bahn-Zügen nutzen werden. Und über diese Testtürme wird die für die S-Bahn Berlin angepasste #RIS-Software getestet und weiterentwickelt. Auch wenn das Produkt inzwischen vorzeigbar ist, sind immer noch Änderungen möglich, zum Beispiel Änderungswünsche des #VBB am Design.
Was wird auf den neuen Anzeigen dargestellt?
Auf den Anzeigern in den Zügen wird der aktuelle Linienverlauf als Perlschnur-Darstellung zu sehen sein, zudem werden wir ausschließlich Echtzeitdaten anzeigen. Unsere Leitstelle wird künftig direkt Ansagen in den Zügen vornehmen können. Möglich macht das der MIP- Rechner, eine mobile Integrationsplattform. Dieser Rechner, der die Schnittstelle zum Fahrzeugnetzwerk bildet, stellt die Funkkommunikation sicher, zudem läuft auf ihm die RIS-Fahrzeug-Software. Diese Plattform wird unter anderem benötigt, um die Echtzeitdaten, in die Züge zu übertragen. MIP funktioniert aber auch in die andere Richtung: alle Fahrzeug-Diagnosedaten vom Zug werden übermittelt, wenn beispielsweise eine Heizung nicht läuft, geht diese Info ins Werk. Auch Fahrgasthilferufe werden über diese Plattform versendet, direkt in unsere Sicherheitszentrale, die dann die nötigen Maßnahmen ergreifen kann.
Vorstellung auf der Innotrans 2018
Zu sehen sein wird das Reisenden-Informations-System auf der Innotrans 2018 vom 18. bis 21. September in Berlin. Dort werden wir einen Halbzug vorstellen, der komplett ausgerüstet sein wird und damit betriebsbereit wäre – natürlich wird er auch alle grundsätzlichen Funktionen zur Reisenden-Information haben.
Und auch nach dem Probetrieb der ersten neuen Züge wird das Frankfurter RIS-Team unsere neuen S-Bahnen mit IT-Knowhow begleiten. Denn alle Weiterentwicklungen, die auf Anregung der Fahrgäste, des VBB und der S-Bahn Berlin während des am 1. Januar 2021 startenden Fahrgast-Probebetriebs auf der Linie S47 entstehen, werden in die Serienfahrzeuge übernommen.
Seit Monaten wird in #Pankow gebohrt, geschraubt, geklebt. Zehn Wochen noch, dann sollen die ersten Wagen der neuen #S-Bahn-Generation so weit sein, dass sie zu ersten Prüfungen nach Velten rollen können. „Wenn weiter alles so gut läuft, geht der erste Vier-Wagen-Zug Ende Mai oder Anfang Juni auf die Reise“, sagt Jürgen #Strippel, Leiter des #Fahrzeugmanagements bei der #S-Bahn GmbH. Im September wird der #Premierenzug dann erstmals öffentlich präsentiert – während der Messe #Innotrans. Jetzt wurden zu dem Projekt, den Fahrgästen endlich wieder zuverlässige S-Bahnen zu verschaffen, weitere Details bekannt. Die Wagen bekommen ein Informationssystem, das dem im ICE ähnelt – und sogar Filme abspielen kann.
Entwickelt wird es in Frankfurt am Main, in einer Büroetage der Deutschen Bahn in Niederrad. Berlin ist weit weg, doch die Probleme sind ganz nah. Auf dem Weg zum Projektteam von DB #Systel geht Jürgen Strippel an einem Bildschirm vorbei, der Störungsmeldungen aus dem ganzen Land anzeigt. Dort ist auch zu lesen, womit sich die Fahrgäste und das Personal der S-Bahn gerade mal wieder herumplagen müssen: Wegen eines „kurzfristigen Personalausfalls“ werden auf den Linien S 45 und S 85 Fahrten gestrichen, auf der S 7 hat eine Störung einen Zug lahmgelegt. Alltag in Berlin.
Infos direkt von der #Leitstelle
Alltag ist auch, dass sich Fahrgäste meist schlecht informiert fühlen, wenn der S-Bahn-Betrieb mal wieder ins Stocken geraten ist – was oft genug auch an Weichen- oder Signalstörungen liegt. „Heute ist es so, dass die Leitstelle das Fahrpersonal informiert, die Mitarbeiter müssen die Informationen über Lautsprecher an die Fahrgäste im Zug weitergeben“, sagt Strippel. Aber das passiert nicht immer, oder die Durchsagen sind …
#Zugausfälle, überfüllte Wagen: #Fahrgäste der Berliner #U-Bahn leiden unter der #Krise des wichtigsten Verkehrsmittels in der deutschen Hauptstadt. Jetzt zeigen neue interne Zahlen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), wie gravierend die Misere momentan ist. „Die Lage ist katastrophal – dramatischer als bei der S-Bahn“, sagte Jens #Wieseke vom Berliner Fahrgastverband #IGEB am Donnerstag.
Nach Informationen der Berliner Zeitung kamen Dienstagfrüh auf den Linien U 5 bis U 9 insgesamt 60 Wagen weniger als geplant in den Einsatz. Am Mittwochmorgen belief sich das Defizit auf 42 Wagen. Laut BVG werden auf diesen Strecken derzeit 612 Wagen benötigt. Die Ausfallquoten betrugen an diesen Tagen zehn und sieben Prozent.
Noch spürbarer ist der #Mangel auf den Linien U 1 bis U 4. Dort fehlten Dienstagfrüh ebenfalls gemessen am aktuellen Bedarf insgesamt 58 Wagen, am Mittwoch waren es 56. Für diese Linien beziffert die BVG den Bedarf derzeit auf 380 Wagen. An beiden Tagen standen auf diesen Linien rund 15 Prozent der U-Bahn-Wagen für den geplanten Verkehr nicht zur Verfügung.
Jahrelange Versäumnisse
„Dieser Tage macht uns insbesondere in den Werkstätten die anhaltende Grippewelle zu schaffen“, erklärte BVG-Sprecher Markus Falkner. „So kam es dazu, dass ausgerechnet in diesen Tagen viel mehr Reparatur- und Reinigungsarbeiten auf eine dezimierte Mannschaft trafen und die Arbeiten nicht so schnell wie gewohnt durchgeführt werden konnten.“ Ein weiterer Faktor: „Vermehrte Vandalismusschäden, insbesondere überdurchschnittlich viele Graffiti, haben dazu geführt, dass vermehrt Züge in die Werkstätten geführt werden mussten.“
Berlin – Im Streit um den geplanten Kauf von 80 #U-Bahn-Wagen hat #Siemens einen ersten Erfolg errungen. Das #Kammergericht hat die aufschiebende Frist der Beschwerde, die der Technologiekonzern gegen eine Entscheidung der #Vergabekammer Berlin eingelegt hatte, auf unbestimmte Zeit verlängert. Das bedeutet, dass die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) weiterhin keine U-Bahnen kaufen dürfen.
Der Streit dreht sich darum, dass die BVG die Züge ohne Ausschreibung bei #Stadler Pankow bestellen will. Den Verzicht auf ein Vergabeverfahren begründet das Landesunternehmen damit, dass dafür die Zeit fehle. Ursprünglich sollten weitere Züge der Baureihe F79 für die Zukunft fit gemacht werden. Doch es habe sich herausgestellt, dass die Serie umfangreiche Schäden aufweise. Ein Notkauf sei deshalb nötig, so die BVG.
Was die S-Bahn kann, schafft auch die BVG: den massenweisen #Ausfall von #Fahrten. Bei der BVG hat es in den vergangenen Tagen voll den #Busbereich erwischt, wie BVG-Sprecher Markus Falkner auf Anfrage sagte. Ursache sei die lange Frostperiode, nicht die Kälte an sich. Fahrer berichten allerdings, dass es schon länger Probleme gebe, weil die Werkstätten mit zu wenig Personal arbeiten müssten. Hinzu gekommen sind jetzt auch #Krankschreibungen durch die Grippewelle. Die Folge so oder so: Fahrgäste müssen lange auf einen #Bus warten oder sich in ein bereits überfülltes Fahrzeug quetschen.
Wenn Busse nicht einsatzfähig sind und als „Stehenbleiber“ die Höfe nicht verlassen können, liege es derzeit meist an nicht funktionierenden Batterien, Bremsen oder eingefrorenen Ventilen der Druckluftanlage zum Öffnen und Schließen der Türen, sagte Falkner. Betroffen seien vor allem ältere Fahrzeuge – die in die Jahre gekommenen #MAN-Doppeldecker sowie die Gelenkbusse von #Solaris. Die ersten Fahrzeuge dieser Typen wurden bereits 2005 beschafft. Die Mitarbeiter in den Werkstätten arbeiteten „mit Hochdruck“ und großem Engagement, um trotz der extremen Witterung so viele Busse wie möglich so schnell wie möglich wieder einsetzen zu können, sagte Falkner weiter.
Nach Ansicht von Fahrern hat die BVG zu viele alte Fahrzeuge, die deshalb häufig ausfielen. Allein zur Doppeldecker-Flotte gehören 416 Busse. Hinzu kommen 178 Solaris-Gelenkbusse. Der Busbestand umfasst derzeit insgesamt 1389 Fahrzeuge.