Fachleute der BVG sprechen über aktuelle Probleme und Wünsche zum Verkehrsangebot.
Auf Einladung des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf waren am 25. Februar 2005, Verkehrsplaner der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) zu Gast im Bezirk.
Anlass des Besuches war der Wunsch des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf sich mit den Fachleuten der BVG über aktuelle Probleme und Wünsche zum Verkehrsangebot und dem Verkehrskonzept BVG 2005 plus auszutauschen. Dem Fachgespräch im Rathaus war eine Rundfahrt zu relevanten Verkehrsknotenpunkten im Bezirk vorausgegangen.
Zu den vom Bezirk aufgeworfenen Schwerpunktthemen gehörten u. a. Verkehrsangebote an Samstagen, Verknüpfungen im Liniennetz, Umsteigebeziehungen und Taktveränderungen.
Im Anschluss an das konstruktive Gespräch sicherten die Vertreter der Berliner Verkehrsbetriebe die Prüfung der aufgeworfenen Fragen im Detail zu. Für zahlreiche Detailfragen zeichnen sich bereits erste Lösungen ab.
Die Berliner S-Bahn verbindet ab heute Teltow im 20-Minuten-Takt mit der Bundeshauptstadt. Um 13.27 Uhr schickten Brandenburgs Verkehrsminister Frank Szymanski, der Vorsitzende der Geschäftsführung DB Stadtverkehr Andreas P. Meyer und Walter Schumacher, kaufmännischer Geschäftsführer der S-Bahn Berlin GmbH den Eröffnungszug auf die Strecke der neuen Linie S26. Neben Bürgermeister Thomas Schmidt und zahlreichen Teltower Bürgern gehörten auch die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr, Angelika Mertens, zu den Gästen der Premierenfahrt.
Die Bauzeit für die drei Kilometer lange Neubaustrecke betrug 16 Monate. Die Investitionskosten lagen bei 32,5 Mio. Euro. Davon zahlte der Bund rund 20 Mio. Euro. Das Land Brandenburg beteiligte sich mit über 8 Mio. Euro. Die Deutsche Bahn gab 2,8 Mio. Euro aus.
Konkurrenzlos schnell – Fahrzeiten verkürzen sich erheblich
Die S-Bahn Berlin GmbH rechnet mit täglich 10.000 Fahrgästen auf dem Abschnitt. „Die Fahrzeit zwischen Teltow und der Berliner City halbiert sich ab heute. Die Züge der Linie S26 sind in nur 25 Minuten am Potsdamer Platz. Im Vergleich zum Auto ist die S-Bahn konkurrenzlos schnell“, freut sich S-Bahn-Geschäftsführer Walter Schumacher. „Ich lade die Berliner und Brandenburger ein, uns zu testen.“ Am 24., 25. und 26. Februar gibt es ganztägig gültige Ersttagskarten zum Preis von 3,50 Euro, mit denen belie-big viele Fahrten im ganzen S-Bahn-Netz unternommen werden können.
Bessere Verbindungen für 50.000 Einwohner südlich Berlins
Neben der Stadt Teltow profitieren auch die Nachbargemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow vom attraktiven Angebot auf der Schiene. Damit haben rund 50.000 Menschen die Möglichkeit das Auto stehen zu lassen. Allein neun Buslinien halten direkt am S-Bahnhof und bieten bequeme Umstei-gemöglichkeiten zur neuen Linie S26. Eine Park & Ride – Anlage mit 74 Stellplätzen macht Autofahrern den Wechsel zum öffentlichen Nahverkehr einfach.
Die S-Bahn-Züge sind über zwei Treppenanlagen zu erreichen. Für mobilitätseingeschränkte Personen steht ein Aufzug zur Verfügung. Auf dem Bahnsteig befindet sich eine Fahrkartenausgabe, an der Tickets für den gesamten Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) erhältlich sind.
Neues S-Bahn-Angebot stärkt die Region
Brandenburgs Verkehrsminister Frank Szymanski weist auf die Bedeutung der neuen Strecke hin: „Die Region Teltow und Berlin rücken näher zusam-men. Die S-Bahn ist dabei das Rückgrat für den Nahverkehr. Ein attraktives Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln stärkt die Region und macht auch Standorte außerhalb Berlins für die Menschen attraktiv. Ein gemeinsames und zukunftsfähiges Verkehrssystem für die Region Brandenburg/Berlin ist heute wieder ein gutes Stück vorangekommen.“
Milliardeninvestitionen des Bundes in S-Bahn-Infrastruktur
Die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Angelika Mertens, betont das verkehrspolitische Gebot zur Förderung des Öffent-lichen Personennahverkehrs: „Der Bund hat seit 1991 insgesamt 2,2 Mrd. Euro in S-Bahnvorhaben in der Region Berlin-Brandenburg investiert. Seit der Wiedervereinigung wurden Lücken mit einer Länge von rd. 93 km geschlossen und zahlreiche Streckenabschnitte grunderneuert. Allein bis zum Jahr 2007 wird der Bund weitere 400 Mio. Euro in die Infrastruktur der Berliner S-Bahn stecken. Das ist eine Investition in die Zukunft der Region.“
Fahrgastzahlen steigen stetig
„Die S-Bahn Berlin GmbH ist eine echte Erfolgsstory. 1995 hatte das frisch gegründete Tochterunternehmen der Deutschen Bahn 246 Mio. Fahrgäste. 2004 waren es bereits 318 Mio. Passagiere“, berichtet Andreas P. Meyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB Stadtverkehr GmbH, zu der auch zahlreiche regionale Busunternehmen gehören. „Wir wollen unsere Aktivitäten in der Region erweitern, um den Fahrgästen attraktive durchgehende Reiseketten auf Schiene und Straße zu bieten“, so Meyer.
Für Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt ist die Eröffnung der S-Bahn die Erfüllung eines großen Traumes: „Die S26 stärkt den Wohn- und Wirtschaftsstandort erheblich. Wir rechnen mit weiteren Gewerbeansiedlungen und einer Zunahme der Bevölkerung“. Schmidt zeigte sich optimistisch, dass die Diskussion um eine weitere Verlängerung der S-Bahn in Richtung Klein-machnow – Stahnsdorf konstruktiv weiter geführt wird.
Teltow hatte in der Vergangenheit schon einmal S-Bahn-Anschluss: Bereits zwischen 1951 und 1961 fuhren elektrische S-Bahn-Züge zwischen Berlin und der südlichen Nachbarstadt. Der Mauerbau beendete das kurze Kapitel in der S-Bahn-Historie für über 40 Jahre. Nun steht die Schienenverbindung wieder zur Verfügung. Der Streckenverlauf wurde den heutigen Gegebenheiten angepasst.
Mit der Inbetriebnahme der neuen Strecke zwischen Lichterfelde Süd und Teltow Stadt wächst das Streckennetz auf 331 Kilometer. Die rot-gelben Züge sind auf 16 Linien unterwegs. Vom neuen S-Bahnhof Teltow Stadt nahe des Zentrums fahren die Züge der Linie S26 von früh um 4 Uhr bis nachts 1 Uhr durchgehend im 20-Minuten-Takt – am Wochenende besteht ein durch-gehender Nachtverkehr im Stundentakt.
Fotomaterial von der Streckeneröffnung ist heute 24.02.05 unter www.bahnimbild.de , „Aktuell“ abrufbar.
Ausgesuchtes Fotomaterial von der Streckeneröffnung finden Sie auch am Ende dieser Pressemitteilung.
Die dreiteiligen, #klimatisierten#Triebwagen der BR #646 sind seit dem Jahr 2000 in unserer Region u.a. auf den Strecken des #Prignitz-Express (#RE6), der „#Heidekrautbahn“ (#RB27) und bei der #Usedomer Bäderbahn eingesetzt.
Hier wurde vom Hersteller #Bombardier#DWA / #ADtranz ein neues #Fahrzeugkonzept realisiert. Fahrgast- und Antriebsbereich wurden getrennt, dadurch empfindet der Fahrgast die Züge als besonders ruhig.
Mit der #Inbetriebnahme des S-Bahnhofs Teltow Stadt wird der #Busverkehr in dieser Region neu strukturiert: Die #Buslinien erhalten eine zusätzliche Funktion als Zubringer für den S-Bahnverkehr oder verstärken diese. Insgesamt zehn Buslinien bündeln die #Havelbus-Verkehrsgesellschaft (sieben Linien), die #BVG (zwei Linien) und die #Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming (eine Linie) am S-Bahnhof Teltow Stadt, der damit zu einem echten Verkehrsknoten und großen Umsteigepunkt für die Fahrgäste avanciert.
12. September 1880: An der Eisenbahnstrecke Berlin–Hamburg wird der Abzweig #Paulinenaue – #Neuruppin an den öffentlichen Verkehr angeschlossen. „Stille Pauline“ heißt die Strecke im Volksmund. 1897/98 Bau des #Seedamms in Neuruppin 1899 bzw 1902: Die #Kremmen -Ruppin- #Wittstocker Eisenbahn und die Kreisbahn Neustadt/Dosse– #Herzberg kommen hinzu.
Einsteigen in #Berlin-Charlottenburg, Aussteigen in der #Prignitz. Ab 28. Februar fährt der #RE6 wieder bis #Wittstock/Wittenberge. Der 2. Bauabschnitt des #Prignitz- Express ist fertig.
Allein auf der völlig sanierten 36 km langen Strecke zwischen #Neuruppin und Wittstock sparen die Fahrgäste dann durch höhere Streckengeschwindigkeiten je nach Tageszeit zwischen 16 und 18 Minuten Zeit ein, gegenüber dem #Schienenersatzverkehr mit Bussen sogar bis zu einer Stunde.
Am 1. Juli 1841 ging die Strecke Berlin– #Jüterbog als Teil der Berlin-Anhaltischen Eisenbahn in Betrieb. Zugleich wurden die Personenpost nach #Luckenwalde und die #Dresdner Schnellpost im Abschnitt Berlin–Jüterbog eingestellt.
Doch die Stadt #Teltow sollte noch geschlagene sechs Jahrzehnte auf die Eröffnung ihrer ersten #Bahnstation zu warten haben. Diese erfolgte am 1. Oktober #1901 an der Mahlower Allee, gemäß des Vertrags zwischen der Stadt und der #Königlich- Preußischen Eisenbahn vom 4. April 1900.
Seit dem 21. Februar kann sie jedermann bestaunen – Berlins längste Brückengalerie am S-Bahnhof Ahrensfelde. Gestaltet mit der Sprühdose von 60 Kindern und Jugendlichen aus Marzahn, die ebenso viele Tafeln mit Graffiti besprüht haben.