Ein #Datenexperte wertete ein Jahr lang die #Fahrplandaten aller deutschen #Fernverbindungen aus. Jetzt weiß er, an welchen Bahnhöfe die meisten Verspätungen entstehen und wann die Bahn einen Zug aufzugeben scheint.
Drei Viertel aller Züge kommen #pünktlich an, sagt die Bahn, also mit unter sechs Minuten Verspätung beim jeweiligen Bahnhof. Wer häufig mit dem Zug fährt, für den mag das unwahrscheinlich klingen, die gefühlte Wahrheit sieht nämlich oft anders aus: Fast jedes Mal ist irgendwas. Dieser gefühlten Wahrheit des häufigen Bahnfahrers hat sich auf dem Chaos Communication Congress der Data Scientist David #Kriesel in einem sehr unterhaltsamen Vortrag angenommen. Kriesel wohnt in der Nähe von Bonn – dieses Detail wird noch wichtig werden –, fährt oft mit dem Zug und betrieb die folgende Studie unter dem Titel „#BahnMining – #Pünktlichkeit ist eine Zier“ als privates Hobbyprojekt.
Wie hoch war die #Pünktlichkeit der Linien der #BVG im Jahr 2019 (von 1. Januar bis 31. Oktober) aufgeschlüsselt nach einzelnen U-Bahn-, Metrotram-, Tram- und Buslinien?
Antwort zu 1:
Zur Beantwortung der Frage 1 wird als Anlage 1 eine Übersicht der Pünktlichkeit einzelner Linien der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) AöR für den Zeitraum Januar bis Oktober 2019 übermittelt. Dabei gilt für die Pünktlichkeit folgende Definition:
Eine im Fahrplan veröffentlichte Soll-Abfahrt gilt als pünktlich erbracht, wenn zwischen 90 Sekunden vor und 210 Sekunden nach der Soll-Abfahrtszeit tatsächlich eine Abfahrt stattfindet. Als unpünktlich gilt sie, wenn keine tatsächliche Fahrt im pünktlichen Toleranzbereich liegt und eine Fahrt zwischen 211 Sekunden Verspätung und der Zeit bis zur nächsten Soll-Fahrt (bei Takten bis einschließlich 10 Minuten) bzw. 10 Minuten Verspätung (bei Takten über 10 Minuten) erfolgt.
Frage 2:
Wie viele #ausgefallene#Nutzkilometer gab es bei der BVG im Jahr 2019 (von 1. Januar bis 31. Oktober) nach Linien und Monaten aufgeschlüsselt?
Antwort zu 2:
Zur Beantwortung der Frage 2 wird als Anlage 2 eine Übersicht der ausgefallenen Nutzkilometer einzelner Linien der BVG nach Monaten für den Zeitraum Januar bis Oktober 2019 einschließlich abgestimmter Taktreduzierungen, jedoch ohne Streiks übermittelt. Nach Angaben der BVG sind bei den Fährlinien bis Oktober 2019 insgesamt 2, 18 Betriebsstunden ausgefallen, davon im Juni 1,00 und im August 1,18 Betriebsstunden.
Frage 3:
Wie viele #Zugausfälle gab es bei der #S-Bahn Berlin im Jahr 2019 (von 1. Januar bis 31. Oktober), nach Monaten aufgeschlüsselt? Was waren die Gründe?
Antwort zu 3:
Die Deutsche Bahn AG (DB AG) übermittelte gemäß übergebenen Liefernachweisen dazu die nachfolgenden Werte*. Hier ist zu beachten, dass die Aufstellung auch Züge umfasst, die nicht ausgefallen sind, deren Abfahrt jedoch verfrüht erfolgte oder deren Verspätung über der Taktzeit der jeweiligen Linie lag. (Diese Aspekte werden gemäß den Regelungen der S-Bahn-Verkehrsverträge als Ausfälle abgerechnet.)
Monat
ausgefallene Zugkm
Jan. 19
163.700
Feb. 19
136.400
Mrz. 19
215.500
Apr. 19
245.800
Mai. 19
185.300
Jun. 19
313.400
Jul. 19
256.900
Aug. 19
233.300
Sep. 19
279.600
Okt. 19
268.500
* Die dargestellten Werte sind noch nicht mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) final abgestimmt. Dies erfolgt im Rahmen der Abstimmung zu den Schlussabrechnungen für das Vertragsjahr 2019.
Frage 4:
Was sind aktuell die konkreten Ursachen für Verspätungen und Ausfälle bei BVG und S-Bahn?
Antwort zu 4:
Negative Einflüsse auf die Pünktlichkeit bei Bus und Straßenbahn ergeben sich u.a. durch die in den letzten Jahren gestiegenen Beeinträchtigungen des Oberflächenverkehrs durch Bauarbeiten, Veranstaltungen, Demonstrationen und nicht optimierte Lichtsignalanlagen. Beim Bus beeinflussen zusätzlich der gestiegene Rad-, Liefer- und Freizeitverkehr sowie zeitweise gesperrte Autobahnabschnitte mit ihren Verdrängungseffekten die Pünktlichkeit. Bei der unabhängig vom Oberflächenverkehr fahrenden U-Bahn wird die Pünktlichkeit maßgeblich von der schlechteren Betriebsstabilität durch die gestiegenen Ausfälle beeinflusst. Größere Taktlücken erhöhen den Fahrgastandrang und führen zu längeren Fahrgastwechselzeiten an den Bahnhöfen. Ähnliche Auswirkungen sind auch bei den Verkehrsmitteln Bus und Straßenbahn zu beobachten.
Nach den Angaben der BVG zur Erfüllung des Verkehrsvertrages sind im Zeitraum Januar bis Oktober 2019 in allen Betriebsbereichen überwiegend personelle sowie fahrzeugbedingte Gründe die Hauptursache für Ausfälle. Hintergrund der Fahrzeuggründe
bei der U-Bahn sind lange Werkstattstandzeiten (aufgrund des hohen Flottenalters und der Nutzungsintensität der Bestandsfahrzeuge , der Werkstattorganisation sowie von Vandalismus/Graffitibeseitigung) und die steigende Zahl der dauerhaft aufgrund von Rissbildungen abgestellten Fahrzeuge der Baureihe F79 (Stand Ende September sind 58 von 70 Wagen dauerhaft abgestellt). Beim Bus betreffen fahrzeugbedingte Gründe v.a. die Doppeldecker. Hinzu kommen im Straßenbahn- und v.a. im Busverkehr Störungen durch Verkehrsbehinderungen , Notfalleinsätze und Großereignisse , die zu Sperrungen führen.
Die Ursachen für Störungen im S-Bahn-Betrieb sind in drei Kategorien zu untergliedern: Gut 82 % aller Zugausfälle und 37 % der Zugverspätungen liegen in der Verantwortung des Eisenbahnverkehrsunternehmens S-Bahn Berlin GmbH. Hierzu gehörten vor allem Fahrzeugstörungen oder eine unzureichende Verfügbarkeit von Fahrzeugen oder Personal (Triebfahrzeugführerinnen und -führer). Bei den Zugausfällen bilden weiterhin Fahrzeugstörungen und unbesetzte Schichten infolge fehlender oder ihren Dienst verspätet antretender Personale, die nicht rechtzeitig kompensiert werden konnten, einen erheblichen Anteil.
Die zweite Kategorie (mit 7 % der Ausfälle und 28 % der Verspätungen) bildeten Störungen an der Infrastruktur, die fast ausschließlich durch die DB Netz AG und nur zu einem sehr geringen Anteil durch die Unternehmen DB Energie GmbH und DB Station & Service AG zu verantworten waren. Der überwiegende Teil hiervon entfiel auf Störungen der Leit- und Sicherungstechnik , also beispielsweise Signal- oder Stellwerksstörungen.
11 % der Zugausfälle und 35 % der Verspätungen mit externen Ursachen sind der dritten Kategorie zuzuordnen. Diese umfasste Polizei- und Notarzteinsätze in Zügen oder im Bahnsteig- bzw. Gleisbereich (beispielsweise infolge unbefugten Betretens von Bahnanlagen) ebenso wie die Folgen extremer Witterung.
Sekundäre Störungsursachen (insbesondere Übertragung von Verspätungen auf nachfolgende Fahrten am Wendebahnhof) blieben hierbei außer Betracht, so dass nur die primären Ursachen einbezogen wurden.
Frage 5:
Welchen monetären Wert haben die in 2019 nicht erbrachten Leistungen? Um welche Summe wurde der finanzielle Beitrag des Landes Berlin gekürzt?
Antwort zu 5:
Die gemäß der Antwort zu Frage 2 nicht erbrachten Leistungen bei der BVG umfassen im Zeitraum Januar bis Oktober 2019 nach vorläufigen Zahlen insgesamt mindestens
2,70 Mio. Nutzkilometer, welche nach den Ausgleichsparameteren des Verkehrsvertrages einen Wert in Höhe von mindestens 8,43 Mio. Euro ergeben. Einschließlich der Streiks von Februar bis April 2019 erhöhen sich die nicht erbrachten Leistungsmengen auf mindestens 3,48 Mio. Nutzkilometer , was letztlich einen Abzugswert von mindestens 10,84 Mio. Euro ergibt. Da die ausgefallenen Leistungen gemäß Verkehrsvertrag nicht vergütet werden , erfolgt ein entsprechender Abzug von der Regelfahrplanleistung. Dabei
ist zu beachten, dass der tatsächliche Ausgleichsanspruch der BVG neben dem Abzug der nicht erbrachten Leistung auch weitere Korrekturen, Zahlungsansprüche oder Verrechnungen umfasst. Der tatsächliche Ausgleichsanspruch für das Jahr 2019 kann erst mit Ermittlung aller nicht erbrachten Leistungsmengen zum Jahresende und nach Prüfung der Schlussrechnung der BVG im Jahr 2020 ermittelt werden.
Der monetäre Wert der Minderleistungen der S-Bahn Berlin GmbH im Jahr 2019 (von 1. Januar bis 31. Oktober) entspricht nach aktuellem Stand der an die VBB GmbH übergebenen Berichte mindestens 16,3 Mio. Euro. Aufgrund von weiteren Vergütungs bzw. Minderungsansprüchen, die für den tatsächlichen Finanzierungsanspruch maßgeblich sind, ist eine isolierte Betrachtung der Minderungsbeträge nicht sinnvoll.
Entsprechend der Regularien der Verkehrsverträge erfolgt die endgültige Feststellung der finanziellen Beiträge und damit die Bemessung der tatsächlichen Höhe der Kürzungen für das Jahr 2019 im Rahmen der Schlussabrechnungen.
Gemäß den Verkehrsverträgen zwischen den Ländern Berlin und Brandenburg und der S Bahn Berlin GmbH ist bei der Bemessung der monatlichen Abschlagszahlung ein Einbehalt von 2,5 % über die Grundvergütung für die Betriebsleistung sowie die zu leistenden lnfrastrukturentgelte vereinbart. Somit wurden im Jahr 2019 über die
Ist der Beantwortung von Seiten des Senats noch etwas hinzuzufügen?
Antwort zu 6: Nein.
Berlin, den 27.11.2019 In Vertretung
lngmar Streese Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Anlage 1:
Pünktlichkeit der Linien der BVG im Zeitraum Januar bis Oktober 2019 (Angaben aus den Monatsberichten der BVG zur Erbringung der Verkehrsleistung gemäß Verkehrsvertrag)
Anlage 2:
Ausfälle der BVG im Zeitraum Januar bis Oktober 2019 nach Linien und Monaten einschließlich abgestimmter Taktreduzierungen , jedoch ohne Streiks (Angaben aus den Monatsberichten der BVG zur Erbringung der Verkehrsleistung gemäß Verkehrsvertrag)
U-Bahn
Ausfälle in Nutzzugkilometer):
Linie
Jan 19
Feb 19
Mrz 19
Apr 19
Mai 19
Jun 19
Jul 19
Aug 19
Sep 19
Okt 19
U1
1.841
5.337
706
1.031
588
818
513
638
659
3.059
U2
3.501
10.223
6.144
8.321
4.555
2.778
1.737
4.228
3.219
8.645
U3
841
293
2.276
2.350
1.940
3.329
1.513
1.796
1.211
1.308
U4
52
192
23
178
67
40
34
131
52
116
U5
3.015
2.128
3.358
6.951
2.731
592
1.431
3.382
2.323
1.897
U55
0
0
3.818
27
16
8
3
3
16
11
U6
2.042
9.473
12.743
9.510
11.634
8.178
1.435
11.825
10.888
6.247
U7
22.451
17.124
33.649
23.331
34.822
19.399
3.578
34.083
29.864
16.847
US
6.823
3.097
1.514
2.860
4.019
2.660
1.870
3.958
1.932
2.124
U9
2.580
10.003
11.290
12.119
12.020
7.257
346
11.063
10.443
10.626
gesamt
43.144
57.870
75.520
66.677
72.392
45.059
12.461
71.106
60.608
50.880
Es gelten Taktreduzierungen auf den Linien U6, U7 und U9 seit September 2017 , Februar bzw. März 2019.
Linie
Jan 19
Feb 19
Mrz 19
Apr 19
Mai 19
Jun 19
Jul 19
Aug 19
Sep 19
Okt 19
12
371
708
752
923
2.475
2.314
582
672
1.084
855*
16
483
1.212
986
264
5.916
4.914
2.172
1.927
1.096
777
18
67
1.926
1.008
351
9.154
5.113
1.277
2.873
1.964
187*
21
215
545
481
1.387
1.162
1.529
300
553
282
399
27
142
515
473
494
3.467
3.190
1.099
568
356
589
37
140
390
275
140
876
304
218
107
222
191
50
470
1.245
171
199
3.680
2.778
124
230
1.330
1.112
60
71
237
222
50
532
369
157
1.041
251
247
61
37
25
160
22
791
475
270
968
11.692
12.225
62
488
189
322
134
1.989
1.205
458
911
227
539
63
208
490
583
312
1.369
1.381
557
975
618
980
67
500
1.273
944
1.537
6.153
6.355
2.517
845
224
2.586
68
110
235
246
59
585
587
402
755
366
627
M01
653
1.510
805
903
4.335
2.392
644
800
1.871
1.453
M02
92
928
193
366
4.572
5.531
6.059
6.031
5.667
6.957
M04
1.891
5.286
2.117
1.418
16.940
13.608
1.173
9.382
4.728
3.829
M05
13.229
18.022
13.418
8.647
8.351
11.454
8.257
4.947
12.386
9.829
M06
20.132
17.128
18.308
14.150
8.570
7.342
1.366
11.738
2.100
1.836
MOS
18.521
24.576
23.944
16.557
9.131
17.662
28.476
22.213
6.669
4.085
M10
968
2.369
1.914
2.060
4.530
2.957
1.330
1.425
3.008
1.645
M13
578
1.244
671
449
5.098
5.011
659
1.393
1.671
1.216
M17
438
914
870
421
4.026
2.707
2.200
1.640
1.251
1.336
gesamt
59.805
80.966
68.862
50.842
103.703
99.178
60.296
71.994
59.064
53.499*
Straßenbahn (Ausfälle in Nutzzugkilometer):
*) Daten noch nicht abgestimmt
Es gelten Taktreduzierungen auf der Linie M2 seit Mai 2019 und auf der Linie M4 von Mai bis August 2019.
Im Rahmen der #Schienenverkehrswochen veranstaltete der Berliner Fahrgastverband #IGEB am 24.09.2019 den #Fahrgastsprechtag #S-Bahn, bei dem sich Peter #Buchner, Sprecher der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin GmbH, wie gewohnt offen und souverän den Fragen und der Kritik des Publikums stellte. Auch in diesem Jahr diente die DB-Kantine nahe dem S-Bahnhof Nordbahnhof als Veranstaltungsort.
Die „Qualitätsoffensive S-Bahn PLUS“, bei der alle Geschäftsfelder (S-Bahn Berlin, DB Station & Service, DB Netz und DB Energie) gemeinsam arbeiten, hat erste Erfolge gebracht und wird fortgesetzt. Ein Thema hierbei ist die Triebfahrzeugführer-Ausbildungsoffensive. Seit dem Jahr 2016 haben 373 Personen die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, davon 59 im Jahr 2019. Dafür wurden auch die Ausbildungskapazitäten erhöht und die Ausbildungsqualität unter anderem durch die Inbetriebnahme eines neuen Fahrtrainers verbessert. Auf den Bahnhöfen wird die statische Wegeleitung verbessert. Dabei wird diese nun auch um Bus-Liniennummern erweitert, sofern mehrere Ausgänge zu den Bussen führen. Im Oktober 2019 wird auf dem Bahnhof Fredersdorf (S5) ein neuer Anzeigertyp ZIM (Zug-Info-Monitor) als Nachfolger der LCD-Anzeiger in den Testbetrieb genommen. Dieser kann deutlich flexibler bespielt werden. In den Fahrzeugen wurde die Sitzpolsterreinigung optimiert. Es erfolgt nun mindestens halbjährlich eine Reinigung mit Dampfdruckreiniger. Dadurch kann auf den Einsatz von Flüssig-Reinigern weitestgehend verzichtet werden und die Fahrzeuge stehen aufgrund der schnelleren Trocknung auch schneller wieder zur Verfügung. Entlang der Gleise wurde der Austausch von minderwertigen Signalkabeln durch störungsresistentere gestartet. Bislang wurden 11,2 km Kabel getauscht.
Die Bausteine der Qualitätsoffensive werden auch 2019 bei der „#Bahnhofstour“ direkt den Fahrgästen vorgestellt und mit ihnen diskutiert. Dabei kann direkt mit Führungskräften der verschiedenen Bereiche gesprochen werden. Dieses Jahr stehen noch Termine auf den S-Bahnhöfen Bernau (S2), Pankow (S2), Rathaus Steglitz (S1) und Adlershof (S45, S46, S8, S85, S9) an.
Die #Pünktlichkeit konnte gegenüber den Vorjahren gesteigert werden. Sie lag in den bisherigen Monaten dieses Jahres bis auf eine Ausnahme stets über der Ponälegrenze von 96 Prozent. Nur der Monat Juni lag mit 92,72 Prozent deutlich darunter. Der September wird nach dem Brandanschlag auf einen Kabelkanal und diversen Signalstörungen auch wieder unter die Grenze fallen. Inzwischen haben sich die Teilnetze hinsichtlich der Pünktlichkeit angeglichen. Früher waren vor allem die Ringbahn, aber auch die Stadtbahn hinsichtlich der Pünktlichkeit Problemkinder. Die Zuverlässigkeit der S-Bahn ist gestiegen, die Zugausfälle sind ebenso rückgängig wie die Fahrzeugstörungen und die Störungen der Leit- und Sicherungstechnikanlagen. Allerdings hat die Zahl der Fremdeinwirkungen stark zugenommen, so dass sich hinsichtlich der Wahrnehmung von außen keine Verbesserung eingestellt hat. Die #Kundenzufriedenheit ist im November 2018 von 2,51 auf 2,63 abgerutscht und lag damit seit November 2013 das erste Mal wieder unter der Ponälegrenze von 2,6. Zum Mai 2019 gab es wieder ein Anstieg …
#Pünktlichkeit durchschnittlich bei über 96 Prozent ⋅ #Kundenzufriedenheit bezogen auf Pünktlichkeit gestiegen ⋅ 33 Prozent weniger Zugausfälle
Die #Qualitätsoffensive #S-Bahn PLUS ist weiter gut unterwegs und die eingefahrenen Erfolge stabilisieren sich. Das ist das Fazit gut ein Jahr nach dem Start im Juli 2018.
Die S-Bahn erfüllt ihr #Pünktlichkeitsziel.
Bis einschließlich 25. August lag die Pünktlichkeit bei durchschnittlich 96,26 Prozent und damit fast 1,5 Prozentpunkte über dem Vorjahreszeitraum.
Die #S-Bahnzüge sind #zuverlässiger.
Im Zeitraum 1. Januar bis 15. August 2019 gab es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 33 Prozent weniger Zugausfälle und 23 Prozent weniger Fahrzeugstörungen.
Die S-Bahn-Kunden sind #zufriedener.
Die Kundenzufriedenheit hat sich, bezogen auf die Pünktlichkeit, um 0,16 Punkte verbessert. Die Note lag im Mai 2019 bei 2,80 (vgl. Mai 2018: 2,96 auf einer Skala von 1 = sehr gut bis 5 = mangelhaft). Die Gesamtnote lag im Mai 2019 bei 2,52.
Die #S-Bahnhöfe sind #attraktiver.
26 Bahnhöfe wurden seit Start von S-Bahn PLUS verschönert. In diesem Jahr u.a. Adlershof. 17 Stationen wurden baulich aufgewertet. In diesem Jahr u.a. Pankow und Neukölln. Insgesamt werden 12.000 Quadratmeter Graffiti-Schutz aufgetragen. Neue Fahrtziel-Anzeiger wurden auf der Station Gehrenseestraße installiert, ab Oktober auch in Wildau. Der Probebetrieb für die neue Anzeiger-Generation ZIM (Zug-Info-Monitor) startet voraussichtlich Anfang Oktober in Fredersdorf.
Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der DB für Berlin: „Wir haben versprochen und geliefert. Nachdem wir in den vergangenen Monaten fast durchgehend unser Pünktlichkeitsziel von mindestens 96 Prozent erreicht haben, können wir sagen, dass unsere Maßnahmen wirken. Jetzt heißt es für uns weitermachen und nur nicht nachlassen. Dann halten wir die S-Bahn Berlin weiter auf Erfolgskurs.“
„Es ist schön zu sehen, was wir erreichen können, wenn alle Mitarbeiter und Geschäftsfelder an einem Strang ziehen. Dafür möchte ich mich bei allen Beteiligten bedanken“, ergänzt Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin.
Projektteams der Konzerngesellschaften DB Netz, DB Station&Service, DB Energie und S-Bahn Berlin haben 2018 die Betriebsabläufe unter die Lupe genommen und ein Programm (läuft bis 2025) aus mehr als 200 Bausteinen erarbeitet. Die DB setzt für die Qualitätsoffensive gut 30 Millionen Euro ein.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Faktenblatt zur Qualitätsoffensive S-Bahn PLUS oder auf der Homepage unter https://sbahn.berlin/
Die Bahn hat eine neue Strategie präsentiert, mit der sie am Ende doppelt so viele Passagiere im #Fernverkehr befördern will wie heute. Was sagen #Bahnkunden dazu? Wir sprachen darüber mit Jens #Wieseke, dem Sprecher des Berliner #Fahrgastverbandes#Igeb.
Bahnchef Richard #Lutz nennt sein Programm ja „#Starke Schiene“. Was finden Sie daran stark?
Vor allem, dass erkannt wurde, dass die #Verkehrswende nur mit der #Eisenbahn möglich ist und die Strategie seines Vorvorgängers Mehdorn in eine Sackgasse führte. Das Ergebnis ist eine Eisenbahn am Limit. Eine stärker angebotsorientierte Bahn ist hoffentlich das Ziel, also eine Eisenbahn für alle.
Und was ist schwach?
Das Ganze muss auch umfassend durch den Bund unterstützt und zu großen Teilen mitfinanziert werden. Aussagen dazu fehlen mir vom Finanz- und Verkehrsminister.
Hauptproblem der Bahn ist ja die #Pünktlichkeit. Wann sind Sie das letzte Mal pünktlich angekommen?
Ich bin häufiger zwischen Berlin und Frankfurt am Main unterwegs. Eigentlich bin ich sehr zufrieden mit dem Angebot, Verspätungen im größeren Stil sind die Ausnahmen. Ich möchte aber kein Berufspendler sein, der täglich eine größere Distanz bewältigen muss. Da ist schon der Regionalverkehr eine …
#S-Bahn PLUS geht erneut auf #Bahnhofstour ⋅ #Info-Stände zwischen 21. Mai und 24. Juni an fünf Bahnhöfen: #Schöneberg, #Spandau, #Ostkreuz, #Gesundbrunnen, #Strausberg
S-Bahn PLUS geht auch in diesem Jahr auf Bahnhofstour. Nachdem im vergangenen Sommer das Interesse der #Fahrgäste groß war, es viele Anregungen und sowohl Lob als auch Kritik gab, wird es nun eine Neuauflage geben: An fünf Nachmittagen im Mai und Juni stellen Berliner #Bahn-Verantwortliche die Erfolge der #Qualitätsoffensive den Fahrgästen vor.
Auftakt ist am 21. Mai von 17 bis 19 Uhr am Bahnhof Schöneberg (Ringbahnhalle, Gleis 11/12, vor DB Service Store).
„Wir konnten unsere #Betriebsqualität und #Pünktlichkeit seit Beginn des Programms im vergangenen Juli erheblich steigern. Auf diesen Lorbeeren werden wir uns natürlich nicht ausruhen, sondern wir arbeiten jeden Tag daran, die Qualität für unsere Kunden zu verbessern“, sagt Peter #Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin.
„Der Erfolg der Offensive S-Bahn PLUS ist das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit aller zuständigen Bereiche des DB-Konzerns. Hier haben alle für dasselbe Ziel gearbeitet: die Berliner S-Bahn besser zu machen“, ergänzt Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der DB für Berlin.
Neben Peter Buchner und Alexander Kaczmarek nehmen auch die Leiter der Geschäftsfelder DB Netz, DB Station&Service und DB Energie an den Informationsveranstaltungen teil.
Weitere Termine:
24. Mai, 15.00 bis 17.00 Uhr: Spandau
14. Juni, 15.00 bis 17.00 Uhr: Ostkreuz
20. Juni, 17.00 bis 19.00 Uhr: Gesundbrunnen
24. Juni, 15.00 bis 17.00 Uhr: Strausberg
Im Zeitraum Januar bis April 2019 betrug die Pünktlichkeit 96,6 Prozent und lag damit um zwei Prozentpunkte höher als im Vergleichszeitraum 2018. Gleichzeitig lag der Anteil der ausgefallenen Zugkilometer im selben Zeitraum bei nur noch 1,4 Prozent (Vergleich 2018: 2,6 Prozent). Die DB setzt für das Qualitätsprogramm gut 30 Millionen Euro ein.
#Regionalzüge der Deutschen Bahn (DB) sind in Berlin vergleichsweise #pünktlich. 97,3 Prozent kamen im vergangenen Jahr pünktlich an, wie das Unternehmen der Nachrichtenagentur dpa mitteilte. Nach Definition der Bahn bedeutet das: weniger als sechs Minuten zu spät. Bei mehr Zügen als in Berlin war das nur in Hamburg der Fall. In Brandenburg waren es 95,3 Prozent.
Am schlechtesten schnitt im Bundesvergleich Bremen ab, wo nur 86 Prozent der Züge pünktlich waren. Bestes #Flächenland war #Mecklenburg-Vorpommern mit 96,6 Prozent #Pünktlichkeit.
Im bundesweiten Durchschnitt waren im vergangenen Jahr 94,1 Prozent der Regionalzüge der Deutschen Bahn pünktlich, das waren 0,4 Punkte weniger als im Vorjahr.
Das Berliner Unternehmen liefert #Verkehrsplanungssoftware in die ganze Welt. Jetzt ist die Firma eine Allianz mit Daimler eingegangen. Um zu zeigen, wie stark #IVU in den vergangenen Jahren gewachsen ist, blättert der Vorstandsvorsitzende Martin Müller-Elschner durch den aktuellen Geschäftsbericht. Auf Seite 25 deutet der hochgewachsene Mann auf ein buntes Balkendiagramm: 2008 lag der Umsatz des Berliner Verkehrsplanungssoftware-Unternehmens bei etwas über 30 Millionen Euro, im vergangenen Jahr verfehlte IVU nur knapp die 80-Millionen-Marke. „Wir haben unseren Umsatz innerhalb von zehn Jahre mehr als verdoppelt“, sagt er und nimmt einen Schluck aus seiner Kaffeetasse.
Wie hoch war die #Pünktlichkeit der Linien der BVG im Jahr 2018 aufgeschlüsselt nach einzelnen U-Bahn-,Metrotram-,Tram- und Buslinien?
Antwort zu 1:
Zur Beantwortung der Frage 1 wird als Anlage 1 eine Übersicht der Pünktlichkeit einzelner Linien der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) AöR für das Jahr 2018 übermittelt. Dabei gilt für die Pünktlichkeit folgende Definition: Eine im Fahrplan veröffentlichte Soll-Abfahrt gilt als pünktlich erbracht, wenn zwischen 90 Sekunden vor und 210 Sekunden nach der Soll- Abfahrtszeit tatsächlich eine Abfahrt stattfindet. Als unpünktlich gilt sie, wenn keine tatsächliche Fahrt im pünktlichen Toleranzbereich liegt und wenn eine zwischen
211 Sekunden Verspätung und der Zeit bis zur nächsten Soll-Fahrt (bei Takten bis einschließlich 10 Minuten) bzw. 10 Minuten Verspätung (bei Takten über 10 Minuten) erfolgt.
Frage 2:
Wie viele #ausgefallene Nutzkilometer gab es bei der BVG im Jahr 2018 nach Linien und Monaten aufgeschlüsselt?
Antwort zu 2:
Zur Beantwortung der Frage 2 wird als Anlage 2 eine Übersicht der ausgefallenen Nutz- kilometer einzelner Linien der BVG nach Monaten für das Jahr 2018 übermittelt. Nach
Angaben der BVG sind bei den #Fährlinien von den im Jahr 2018 fahrplanmäßig vorgesehenen 18.045 Betriebsstunden insgesamt 12 Betriebsstunden ausgefallen.
Frage 3:
Wie viele Zugausfälle gab es bei der S-Bahn Berlin im Jahr 2018, nach Monaten aufgeschlüsselt? Was waren die Gründe?
Antwort zu 3:
Die Deutsche Bahn AG (DB AG) übermittelte dazu die nachfolgenden Werte*. Darin enthalten sind auch Züge, die nicht ausgefallen sind, deren Abfahrt jedoch verfrüht erfolgte oder deren Verspätung über der Taktzeit der jeweiligen Linie lag. (Diese Aspekte werden gemäß den Regelungen der S-Bahn-Verkehrsverträge als Ausfälle abgerechnet.)
Monat
ausgefallene
Zugkm
Jan. 2018
172.400
Feb. 2018
204.500
Mrz. 2018
203.400
Apr. 2018
176.800
Mai. 2018
182.500
Jun. 2018
178.300
Jul. 2018
137.000
Aug. 2018
141.600
Sep. 2018
123.000
Okt. 2018
127.300
Nov. 2018
123.900
Dez. 2018
123.200
* Die dargestellten Werte sind noch nicht mit dem VBB final abgestimmt. Dies erfolgt im Rahmen der Abstimmung zu den Schlussabrechnungen für das Vertragsjahr 2018.
Frage 4:
Was sind aktuell die häufigsten Ursachen für Verspätungen und Zugausfälle bei BVG und S-Bahn?
Antwort zu 4:
Bus und Straßenbahn
Negative Einflüsse auf die Pünktlichkeit bei Bus und Straßenbahn ergeben sich durch die in den letzten Jahren gestiegenen Beeinträchtigungen des Oberflächenverkehrs durch Bauarbeiten, Veranstaltungen, Demonstrationen, nicht optimierte Lichtsignalanlagen und eine unzureichende Qualitätssicherung der Beschleunigung. Beim Bus beeinflussen zusätzlich der gestiegene Rad-, Liefer- und Freizeitverkehr sowie zeitweise gesperrte Autobahnabschnitte mit ihren Verdrängungseffekten die Pünktlichkeit. Bei der unabhängig vom Oberflächenverkehr fahrenden U-Bahn wird die Pünktlichkeit maßgeblich von der schlechteren Betriebsstabilität durch die gestiegenen Ausfälle beeinflusst. Größere
Taktlücken erhöhen den Fahrgastandrang und führen zu längeren Fahrgastwechselzeiten an den Bahnhöfen. Ähnliche Auswirkungen sind auch bei den Verkehrsmitteln Bus und Straßenbahn zu beobachten.
Nach den Angaben der BVG zur Erfüllung des Verkehrsvertrages sind im Jahr 2018 insbesondere in den letzten Monaten in den Betriebsbereichen Straßenbahn und Bus personelle Gründe zum weit überwiegenden Teil die Hauptursache für Ausfälle. Hinzu kommen im Straßenbahn- und v.a. im Busverkehr Störungen durch Verkehrsbehinderun- gen, Notfalleinsätze und Großereignisse, die zu Sperrungen führen. Eine detaillierte Übersicht der Anteile personell bedingter Ausfälle ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.
AnteilAusfällepersonellbedingt
1/2018
2/2018
3/2018
4/2018
5/2018
6/2018
7/2018
8/2018
9/2018
10/2018
11/2018
12/2018
U-Bahn
1 %
2 %
6%
12 %
3 %
13 %
29 %
26 %
42 %
20 %
23 %
29 %
Straßenbahn
k. A.
80 %
wesentl.
wesentl.
wesentl.
wesentl.
wesentl.
wesentl.
80 %
90 %
87 %
89 %
Bus
k. A.
k. A.
85%*
k. A.
k. A.
85 %*
55 %
63 %
79 %
68 %
77 %
74 %
* personell bedingt und fahrzeugbedingt; „wesentlich“ wird als >50 % interpretiert
U-Bahn
Auch bei der U-Bahn haben personelle Gründe insbesondere in der zweiten Jahreshälfte einen wesentlichen Anteil, hier dominieren aber fahrzeugbedingte Ausfälle (siehe nachfol- gende Tabelle). Hintergrund bei der U-Bahn sind hohe Werkstattstandzeiten (aufgrund des hohen Flottenalters und der Nutzungsintensität der Bestandsfahrzeuge, der Werkstattor- ganisation sowie von Vandalismus/Graffitibeseitigung) und die steigende Zahl der dauer- haft aufgrund von Rissbildungen abgestellten Fahrzeuge der Baureihe F79 – seit Mitte Juni 2018 mussten 59 von 70 Wagen abgestellt werden (Stand 22.03.2018).
AnteilAusfällewg.Fahrzeugmangel*
1/2018
2/2018
3/2018
4/2018
5/2018
6/2018
7/2018
8/2018
9/2018
10/2018
11/2018
12/2018
U-Bahn
88 %
87 %
86 %
80 %
88 %
81 %
61 %
65 %
53 %
65 %
72 %
66 %
* inkl. Ausfälle durch Taktreduzierung auf der U7 wegen Fahrzeugmangel
S-Bahn
Die Ursachen für Störungen im S-Bahn-Betrieb sind in drei Kategorien zu untergliedern: Mehr als die Hälfte aller Störungen wurden durch das Eisenbahnverkehrsunternehmen S-Bahn Berlin GmbH selbst verursacht. Hierzu gehörten vor allem Fahrzeugstörungen oder eine unzureichende Verfügbarkeit von Fahrzeugen oder Personal (Triebfahrzeug- führerinnen und -führer). Unbesetzte Schichten infolge fehlender oder ihren Dienst ver- spätet antretender Personale, die nicht rechtzeitig kompensiert werden konnten, verur- sachten allein rund ein Viertel aller Zugausfälle. Gut ein weiteres Fünftel war auf Fahr- zeugstörungen zurückzuführen.
Die zweite Kategorie (mit rund 15 Prozent der Zugausfälle) bildeten Störungen an der Infrastruktur, die fast ausschließlich durch die DB Netz AG und nur zu einem sehr gerin- gen Anteil durch die Unternehmen DB Energie GmbH und DB Station & Service AG zu verantworten waren. Der überwiegende Teil hiervon entfiel mit rund zehn Prozent aller Zugausfälle auf Störungen der Leit- und Sicherungstechnik, also beispielsweise Signal- oder Stellwerksstörungen.
Externe Ursachen als dritter Kategorie war das übrige Fünftel der Zugausfälle zuzuordnen. Diese umfasste Polizei- und Notarzteinsätze in Zügen oder im Bahnsteig- bzw.
Gleisbereich (beispielsweise infolge unbefugten Betretens von Bahnanlagen) ebenso wie die Folgen extremer Witterung.
Sekundäre Störungsursachen (insbesondere Übertragung von Verspätungen auf nachfol- gende Fahrten am Wendebahnhof) blieben hierbei außer Betracht, so dass nur die pri- mären Ursachen einbezogen wurden.
Frage 5:
Welchen monetären Wert haben die im 2018 nicht erbrachten Leistungen? Um welche Summe wurde der finanzielle Beitrag des Landes Berlin gekürzt?
Antwort zu 5:
Die nicht erbrachten Leistungen bei der BVG umfassen im Jahr 2018 insgesamt
2,64 Mio. Nutzkilometer, welche nach den Ausgleichsparametern des Verkehrsvertrages einen Wert in Höhe von 8,28 Mio. Euro ergeben. Da die ausgefallenen Leistungen gemäß Verkehrsvertrag nicht vergütet werden, erfolgt ein entsprechender Abzug von der Regel- fahrplanleistung. Dabei ist zu beachten, dass der tatsächliche Ausgleichsanspruch der BVG neben dem Abzug der nicht erbrachten Leistung auch weitere Korrekturen, Zahlungsansprüche oder Verrechnungen umfasst. Der tatsächliche Ausgleichsanspruch für das Jahr 2018 liegt derzeit noch nicht vor und kann erst nach Prüfung der Schlussrech- nung der BVG ermittelt werden.
Der monetäre Wert der Minderleistungen der S-Bahn Berlin GmbH im Jahr 2018 entspricht nach aktuellem Stand der an die VBB GmbH übergebenen Berichte mindestens
17,2 Mio. Euro. Aufgrund von weiteren Vergütungs- bzw. Minderungsansprüchen, die für den tatsächlichen Finanzierungsanspruch maßgeblich sind, ist eine isolierte Betrachtung der Minderungsbeträge nicht sinnvoll. Entsprechend der Regularien der Verkehrsverträge erfolgt die endgültige Feststellung der finanziellen Beiträge und damit die Bemessung der tatsächlichen Höhe der Kürzungen für das Jahr 2018 im Rahmen der Schlussabrechnungen.
Gemäß den Verkehrsverträgen zwischen den Ländern Berlin und Brandenburg und der S-Bahn Berlin GmbH ist bei der Bemessung der monatlichen Abschlagszahlung ein Einbehalt von 2,5 % über die Grundvergütung für die Betriebsleistung sowie die zu leistenden Infrastrukturentgelte vereinbart. Somit wurden im Jahr 2018 über die Abschlagszahlungen bereits 15,4 Mio. Euro gekürzt.
Berlin, den 04.04.2019 In Vertretung
Stefan Tidow Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Linie
2018
M1
91,3%
M2
95,8%
M4
94,0%
M5
87,6%
M6
86,1%
M8
87,3%
M10
94,3%
M13
90,9%
M17
89,9%
12
79,8%
16
94,6%
18
96,3%
21
75,8%
27
87,0%
37
89,1%
50
92,1%
60
83,4%
61
89,0%
62
94,2%
63
92,5%
67
94,4%
68
92,1%
Tram
90,0%
Linie
2018
100
82,7%
101
83,0%
104
80,6%
106
79,5%
107
87,4%
108
92,0%
109
84,9%
110
87,3%
112
87,9%
114
91,8%
Linie
2018
U1
97,3%
U2
98,7%
U3
97,7%
U4
99,8%
U5
99,1%
U6
97,3%
U7
98,1%
U8
99,1%
U9
98,9%
U55
99,9%
U-Bahn
98,3%
Pünktlichkeit der Linien der BVG im Jahr 2018 (Angaben aus den Monatsberichten der BVG zur Erbringung der Verkehrsleistung gemäß Verkehrsvertrag)
Ausfälle der BVG 2018 nach Linien und Monaten (Angaben aus den Monatsberichten der BVG zur Erbringung der Verkehrsleistung gemäß Verkehrsvertrag)
Mehr Baustellen – weniger Verspätungen im vergangenen Jahr • Aktuell 94 Prozent der Berliner Bahnhöfe stufenfrei • Bahn bildet solide aus
Die Deutsche Bahn ist dieses Jahr in Berlin/Brandenburg auf etwa 6.400 #Baustellen aktiv und investiert hier insgesamt 522 Millionen Euro. Auch wenn der Fahrgast im Mittelpunkt der #Baustellenplanung steht und sich umfangreich informieren kann bzw. informiert wird, bedeutet Bauen meist Umwege und längere Fahrzeiten in den #Ersatzbussen. „Wenn wir heute nicht bauen, fährt morgen kein Zug. Unsere Fahrgäste müssen wir deshalb auch dieses Jahr mit elf größeren Bauvorhaben behelligen. Eins davon ist die Gleiserneuerung auf dem #Ostring, die am 8. April beginnt. Bauen bedeutet zwar zeitweilige Sperrungen, aber am Ende auch mehr Kapazität, mehr Zuverlässigkeit und mehr Pünktlichkeit. Gute Beispiele sind das neue #Ostkreuz oder das #Karower Kreuz.“ So Alexander #Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Berlin.
Obwohl die Anzahl der Baustellen von 5.795 im Jahr 2017 auf 6.253 im letzten Jahr stieg, verbesserte sich die #Pünktlichkeit im #Regionalverkehr von 94,6 auf 95 Prozent. Für dieses Ergebnis werden gut ausgebildete Mitarbeiter gebraucht. So lernen angehende #Fahrdienstleiter im #Betriebsfeld#Schöneweide mit originaler Stellwerkstechnik an einer Modellbahnanlage den sicheren und pünktlichen Zugbetrieb während der Bauarbeiten oder im Störungsfall. Ab nächstes Jahr kommen verstärkt auch Virtual–Reality–Lernszenarien zum Einsatz.
Ein andauerndes Wirkungsfeld ist der #barrierefreie Zugang zu den Stationen. Seit 2009 ist der Anteil der Berliner Stationen, deren Bahnsteige stufenfrei erreicht werden können, von 77 auf 94 Prozent erhöht worden. Das bedeutet gleichzeitig mehr Instandhaltung und Wartung. Die Anlagen werden für den #Störungsfall#fernüberwacht, um schnell reagieren zu können. Für die insgesamt 230 Aufzüge und 260 Fahrtreppen wird jährlich ein mittlerer einstelliger Millionenbetrag ausgegeben.