Die #Bundesnetzagentur hat heute ihre endgültige Entscheidung zu den #Markteintrittsbedingungen für #Wettbewerber der DB #Fernverkehr AG getroffen. Einen Entwurf hatte die Bundesnetzagentur Ende Juni vorgestellt. Die Bundesnetzagentur hat die danach eingegangenen Stellungnahmen von Mitgliedern des Eisenbahninfrastrukturbeirats, vom #Bundeskartellamt und von der #Monopolkommission gewürdigt und sie bei der Beschlussfassung berücksichtigt.
Die #Bundesnetzagentur hat heute neue Regeln für den Markteintritt von neuen Fernzugbetreibern in Deutschland festgelegt. Der ökologische #Verkehrsclub#VCD fordert deshalb, dass #Fahrgastrechte für eine zusammenhängende Reise künftig auch bei getrennten Tickets gelten müssen.
Die Bundesnetzagentur regelt den Markteintritt von neuen #Fernzugbetreibern. Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert die Bundesregierung deshalb auf, die Fahrgastrechte nachzuschärfen. Denn diese seien mangelhaft in Bezug auf Fahrten mit mehreren Fernzugbetreibern, sagt der VCD-Bundesvorsitzende Matthias Kurzeck: „Heute haben Fahrgäste keinen Anspruch auf eine kostenlose #Weiterfahrt, wenn sie z.B. mit einem verspäteten #ICE der #Deutschen Bahn ihren Anschluss an einen #Flixtrain verpassen.“
In allen drei Verkehrsdiensten (Nah-, Fern-, #Güterverkehr) konnten die #Wettbewerber, also nicht-bundeseigene Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU), ihre #Marktanteile halten oder ausbauen. Erweiterte Fernverkehrsverbindungen der Wettbewerber führten zu einem Anstieg ihres Marktanteils um einen Prozentpunkt auf 8 Prozent. Im Schienengüterverkehr wuchs der Marktanteil der Wettbewerberbahnen zum Ende des Jahres auf 67 Prozent (2024: 60 Prozent), die bundeseigenen EVU erbrachten nur noch ein Drittel der Verkehrsleistungen.
Die #Nachfrageentwicklung im Berichtsjahr 2024 verlief im #Schienenpersonenverkehr unterschiedlich. Während im #Schienenpersonennahverkehr mit insgesamt 65 Milliarden Personenkilometern ein deutlicher Zuwachs verzeichnet werden konnte (2023: 59 Mrd. Pkm), waren die Zahlen im #Schienenpersonenfernverkehr mit 47 Milliarden Personenkilometern leicht rückläufig (2023: 48 Mrd. Pkm). Die erbrachten 134 Milliarden #Tonnenkilometer im #Schienengüterverkehr sind im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls zurückgegangen (2023: 137 Mrd. tkm). Die nicht-bundeseigenen Eisenbahnverkehrsunternehmen konnten in allen drei Verkehrsdiensten ihre Marktanteile leicht steigern.
„Die Entgelte für #Eisenbahnverkehre sind zuletzt stark gestiegen. Dieser Anstieg konnte jetzt für das kommende Jahr #gebremst werden. Die Entgelte bleiben vergleichsweise stabil“, sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. „Das Gesetz zur #Abmilderung des Trassenentgeltanstiegs, das der Deutsche Bundestag noch im November verabschiedet hat, war ein wichtiges Signal für die #Zukunftsfähigkeit der Eisenbahnen des Bundes. Es sorgt dafür, dass die durch die erheblich gestiegene Eigenkapitalausstattung der DB InfraGO AG ausgelösten Kosten nur abgemildert auf die #Eisenbahnverkehrsunternehmen durchschlagen. Gleiches gilt für die kurzfristig vom Bund beschlossenen zusätzlichen Zuwendungen für Instandhaltungsmaßnahmen der DB InfraGO AG.“
Im Zentrum der #Konsultation standen Fragen zu den Themenfeldern #Markt und #Angebotsvielfalt, Auswirkungen von Streiks und Alternativen im #Schienengüterverkehr. Die Ergebnisse basieren auf den Antworten von 336 teilnehmenden Unternehmen und Wirtschaftsverbänden.
#Brückenarbeiten auf der #Bahnstrecke zwischen #Bernau und Berlin führen zu wochenlangen massiven Einschränkungen: Ab Freitag fährt zwischen den beiden Städten kein #Regionalzug mehr. Die #Odeg wollte die Arbeiten noch verschieben lassen.
Die Regionalbahnlinien zwischen Berlin und Bernau im Landkreis Barnim werden ab Freitag wegen Brückenbauarbeiten in Berlin-Buch für sieben Wochen #lahmgelegt. Die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (Odeg) ist am Dienstag mit einer Beschwerde gegen den Zeitpunkt der Baumaßnahmen vor der #Bundesnetzagentur gescheitert.
Brandenburgs Verkehrsminister Rainer #Genilke (CDU) hat vor einer deutlichen #Erhöhung der #Trassenpreise für die Nutzung der Bahnschienen gewarnt. Er befürchtet negative Folgen für den #Regionalverkehr.
Im Zusammenhang mit der am Mittwoch beginnenden #Verkehrsministerkonferenz sagte der CDU-Politiker, die Länder wollten ihren Unmut über die im Raum stehenden enormen #Trassenpreiserhöhungen durch die zuständige Bahn-Gesellschaft #Infrago äußern. „Sollten diese so kommen, steht die #Finanzierung des Regionalverkehrs in allen Ländern auf der Kippe.“
In welcher Höhe hätte eine von der InfraGo angekündigte Erhöhung der Trassenpreise von bis zu 23,5 Prozent Auswirkungen auf die Kosten des S-Bahn-Verkehrs in Berlin?