Regionalverkehr + Polen: Der Kulturzug Berlin-Cottbus-Breslau (Wrocław) und zusätzliche Fahrten im grenzüberschreitenden Nahverkehr – ab 18. Juni wieder unterwegs, aus VBB

https://www.vbb.de/presse/der-kulturzug-startet-wieder-ab-dem-18-juni/

Nach der pandemiebedingten Pause kann der #Kulturzug/ #Pociąg do Kultury am 18. Juni wieder starten. Ab dann wird er an den Wochenenden wieder kontinuierlich zwischen Berlin und #Breslau (#Wrocław) fahren.

Bereits im Zug werden die Fahrgäste zum Beispiel durch Lesungen, Musik und Schauspiel während der etwa vierstündigen Fahrt auf unser #Nachbarland eingestimmt. Der Kulturzug fährt freitags hin und zurück, am Samstagmorgen von Berlin nach Breslau (Wrocław) und am Sonntagnachmittag nach Berlin zurück.

Nicht nur Breslau (Wrocław) ist immer eine Reise wert: Jede Fahrt mit dem Kulturzug ist ein einmaliges Erlebnis. Die Kulturschaffenden haben die unfreiwillige Pause genutzt und mit viel kreativer Energie neue Konzepte und Programme entwickelt, die selbstverständlich unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen im Zug durchgeführt werden können.

Oliver Spatz, Projektleiter des Kulturprogramms für den Kulturzug:
„Wir freuen uns, dass es am 18. Juni endlich losgeht und wir wieder spannende Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Wissenschaft und viele neugierige Fahrgäste aus Deutschland, #Polen und der ganzen Welt an Bord dieses außergewöhnlichen Zuges begrüßen dürfen. Lassen Sie sich von unserem Programm überraschen, das dieses Jahr unter dem Motto ‚Szenen einer Nachbarschaft‘ steht. Wir wollen allen einen vielfältigen Reisespaß bieten, besonders auch Eltern mit Kids: An Bord des Zuges wird jeden Samstag ein Familienprogramm angeboten!“

Bereits im Vorjahr hatten das Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung und die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (#VBB) mit der Fortführung des Kulturzugs bis zum Dezember 2022 beauftragt.

Seit seiner ersten Fahrt vor fünf Jahren von Berlin über #Cottbus in die damalige europäische Kulturhauptstadt Wrocław ist der mehrfach preisgekrönte Zug eine Plattform für zahlreiche kulturelle deutsch-polnische Begegnungen.

Das Interesse an diesem interregionalen und interkulturellen europäischen Zug ist nach wie vor ungebrochen und setzt ein wichtiges Zeichen zur Erholung des Bahnverkehrs nach der Corona-Pandemie. Zugleich sendet es wichtige Signale im europäischen Jahr der Schiene 2021.

Berlin und Brandenburg legen Wert auf kundenfreundlichen Tarif

Der Spezialpreis für den Kulturzug wird daher weiterhin bei 19 Euro für die einfache Fahrt liegen, Kinder bis elf Jahre zahlen die Hälfte. (An Bord des Zuges wird jeden Samstag ein Familienprogramm für Reisende mit Kindern angeboten.) Im Fahrpreis eingeschlossen ist die freie Fahrt in allen öffentlichen Verkehrsmitteln in Breslau (Wrocław) für das gesamte Wochenende. Fahrgäste mit Kulturzugticket bekommen zudem Rabatte in ausgewählten Hotels in Breslau (Wrocław). Weitere Informationen auf vbb.de/kulturzug

Die erfolgreiche Pionierarbeit des Kulturzuges zahlt sich für Reisende zwischen dem VBB-Land und Breslau (Wrocław) auch durch zunehmende Auswahlmöglichkeiten aus. Im #Fernverkehr auf der Schiene sind zwei tägliche Direktverbindungen hinzugekommen, mit

  • dem EuroCity (#EC) Berlin – Frankfurt (Oder) – Breslau (Wrocław) – Krakau (Kraków) und
  • dem Nachtzug/ Nightjet (#NJ) Berlin – Frankfurt (Oder) – Breslau (Wrocław) – Wien / Budapest / Przemyśl,

die ebenfalls etwa vier Stunden zwischen Berlin und Breslau (Wrocław) benötigen.

Darüber hinaus werden zusätzliche Fahrten auch im Regionalverkehr angeboten: Hier führen am Wochenende zwei Umsteigeverbindungen über Cottbus Hbf und Forst (Lausitz) in die niederschlesische Metropole Breslau (Wrocław). Details unter: vbb.de/polen

Im grenzüberschreitenden Regionalverkehr der Linie RB93 von Forst (Lausitz) über Żary nach Żagań gibt es schon ab dem 14. Juni eine zusätzliche Verbindung. Über die beiden bestehenden Verbindungen hinaus kommt die neue Fahrt von Montag bis Freitag gegen 9:20 Uhr in Forst an und kehrt gegen 09:40 Uhr nach Żagań zurück. Somit werden in Forst (Lausitz) die Anschlüsse zur RB46 Forst (Lausitz) – Cottbus Hbf, sowie zu den Bussen des Regionalverkehrs gewährleistet.

Die Regionalbahnlinie 93 wird in Kooperation von POLREGIO und Deutscher Bahn betrieben. Die Fahrtzeit zwischen Forst (Lausitz) und Żary beträgt nur 37 Minuten. In Żary besteht ein kurzer Anschluss mit dem REGIO nach Zielona Góra Główna. Der Kulturzug hält ebenfalls in Forst, Żary und Żagań, sowie in Legnica.

Bahnverkehr: Deutlich verbesserte Verbindungen nach Breslau und Südostpolen, aus Senat

https://www.berlin.de/sen/uvk/presse/pressemitteilungen/2020/pressemitteilung.1029151.php

Am kommenden Sonntag, den 13.12.2020, wird nach sechs Jahren der Reisezug #EuroCity (#EC) „#Wawel“ wieder ab Berlin Hauptbahnhof direkt nach #Kraków (Krakau) fahren. Die Verbindung wird ab Berlin über #Frankfurt (Oder), #Zielona Góra (Grünberg), #Legnica (Liegnitz), #Wrocław (Breslau), #Opole (Oppeln), #Katowice (Kattowitz) den Bahnhof Kraków (Krakau) erreichen. Für die Verbindung von Berlin nach Breslau benötigt der „Wawel“ dabei nicht einmal vier Stunden. In Katowice besteht außerdem Anschluss an einen weiteren EuroCity in Richtung #Wien, mit dem auch Ziele in Tschechien und in der #Ostslowakei erreicht werden können.

Der EC „Wawel“, der ursprünglich von Hamburg nach Kraków verkehrte, wurde Ende 2014 eingestellt. Dass die #Zugverbindung wiederaufgenommen wird, ist ein Ergebnis beharrlichen gemeinsamen Engagements der Bundesländer Berlin und Brandenburg, der regionalen Industrie- und Handelskammern (IHK), der Fahrgastverbände, der Wojewodschaft Niederschlesien sowie des Stadtpräsidenten von Wrocław.

Der Reisezug kann zwar aufgrund der Pandemie-Einschränkungen zunächst nicht für rein touristische Zwecke genutzt werden – spätestens nach den Einschränkungen steht er aber wieder allen Reisenden täglich als schnelle und komfortable Verbindung von Berlin nach Südpolen zur Verfügung.

Regionalverkehr + Bahnverkehr: Modernes Stellwerk wird angeschlossen: Mehr Zeit einplanen zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) vom 4. bis 24. April, aus DB

https://www.deutschebahn.com/pr-berlin-de/aktuell/presseinformationen/Modernes-Stellwerk-wird-angeschlossen-Mehr-Zeit-einplanen-zwischen-Berlin-und-Frankfurt-Oder-vom-4-bis-24-April-5004236

Inbetriebnahme des neuen Elektronischen Stellwerks #Berlin-Köpenick • #EC-Züge werden durch Busse ersetzt • #RE1 fährt nicht zwischen #Ostkreuz und #Erkner • #S-Bahn als Alternative • Informationen auf bahn.de oder im DB Navigator

Vom 4. bis 24. April beeinträchtigt die #Inbetriebnahme des neuen #Elektronischen Stellwerks Berlin-Köpenick den #Zugverkehr zwischen Berlin und #Frankfurt (Oder). Für den Fern- und #Regionalverkehr ist die Strecke zwischen Ostkreuz und Erkner knapp drei Wochen gesperrt. Fahrgäste können auf Busse oder die S‑Bahn ausweichen. Um die Auswirkungen für Pendler so gering wie möglich zu halten, finden die Bauarbeiten während der Berliner und Brandenburger Osterferien (6. bis 17. April) statt.

Durch das moderne Elektronische Stellwerk (ESTW) wird alte Technik ersetzt. Das sichert den zuverlässigen Bahnbetrieb auf dieser Strecke für die Zukunft. Bei Abweichungen im Zugbetrieb kann durch die zentrale Steuerung schneller reagiert werden. Das ESTW braucht zudem weniger Wartung und spart so Instandhaltungszeit. Das neue Stellwerk ist Teil des Ausbaus der 85 Kilometer langen Strecke Berlin–Frankfurt (Oder) und Voraussetzung für den Einbau des neuen Europäischen Zugbeeinflussungssystems ETCS.

Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für das Land Berlin: „Wir investieren massiv, um Bahnfahren zuverlässiger und komfortabler zu machen. Es gibt kurzfristig Einschränkungen, damit es langfristig für die Fahrgäste besser wird. Das neue Stellwerk ist zudem die Grundlage für den anstehenden Ausbau des Bahnhofs Köpenick zum Regionalbahnhof sowie für zuverlässige und leistungsfähige Verkehre zum zukünftigen Tesla-Standort Grünheide.“

Auswirkungen auf den Fernverkehr

Die Eurocity-Züge zwischen Berlin und Warschau verkehren während der Bauarbeiten nur zwischen Frankfurt (Oder) und Warschau. Zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) wird ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die Fahrzeit verlängert sich damit um rund eine Stunde auf insgesamt zwei Stunden. Am Berliner Hauptbahnhof befindet sich die Abfahrtstelle am Europaplatz, am Frankfurter Hauptbahnhof am Bahnhofsvorplatz. Die Fahrpläne der Busse sind auf die Abfahrts- und Ankunftszeiten der Fernverkehrszüge in Frankfurt (Oder) abgestimmt.

Bitte beachten: Am 3. April fallen bereits die letzten beiden EC-Züge von Frankfurt (Oder) nach Berlin aus.

Auswirkungen auf den Regionalverkehr

Die Züge der Linie RE 1 fallen zwischen Erkner und Ostkreuz aus. Als Ersatz können die Züge der #S3 genutzt werden, die im 10-Minutentakt unterwegs sind.

Bitte beachten: Baubedingt fährt auch die S-Bahn nicht zu folgenden Zeiten; ein #Ersatzverkehr mit Bussen wird eingerichtet, die Hauptverkehrszeiten im Berufsverkehr sind wenig betroffen:

  • In den zwei Nächten am Wochenende vom 3. bis 5. April
  • Am Mittwoch, 22. April, von etwa 19.30 Uhr bis 1.30 Uhr
  • Am Donnerstag, 23. April, von etwa 8.30 Uhr bis 15 Uhr

Die DB bittet alle Reisenden, sich vor Fahrtantritt über ihre tatsächlichen Abfahrts- und Ankunftszeiten zu informieren. Informationen zu den Verbindungen stehen auf bahn.de oder im DB Navigator zur Verfügung.

Bahnverkehr: Stärkung der Bahnstrecke Berlin-Breslau-Krakau geplant, aus Berliner Morgenpost

https://www.morgenpost.de/berlin/article217118923/Gipfel-zum-deutsch-polnischen-Bahnverkehr-tagt-in-Breslau.html

#Breslau. Die deutsch-polnische #Fernbahnstrecke von Berlin über Breslau nach #Krakau wird von 2020 an gestärkt. Dann seien auch tagsüber reguläre #EC-Züge geplant, teilte die Staatskanzlei von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke am Mittwoch nach Abschluss des deutsch-polnischen #Bahngipfels in Breslau (#Wroclaw) mit. Bisher verkehren Direktzüge auf der im Dezember 2018 eingeführten Verbindung zwischen Berlin und Krakau nur nachts.

„Damit wird endlich eine Lücke geschlossen, und wichtige Wirtschaftszentren werden wieder per Bahn miteinander verbunden“, sagte #Woidke. Der SPD-Politiker ist Polen-Koordinator der Bundesregierung und eröffnete in dieser Funktion gemeinsam mit seiner polnischen Kollegin Renata #Szczech den vierten Bahngipfel. Deutsche-Bahn-Vorstand Ronald Pofalla, der ebenfalls an dem Treffen teilnahm, betonte: „Unser gemeinsames Ziel ist klar: Wir wollen den #grenzüberschreitenden Bahnverkehr ausbauen und verbessern und damit ein Zeichen für ein vereintes …

Bahnverkehr: Halb ICE, halb IC – die Bahn bekommt neuen Fernzug, aus Die Welt

https://www.welt.de/wirtschaft/article190230565/Deutsche-Bahn-Spanischer-Hersteller-Talgo-liefert-23-ECx-Fernzuege.html

Die neueste #Fernzug-Generation der Deutschen Bahn kommt nicht mehr aus Deutschland – sondern aus #Spanien
Die DB hat ihre neueste Flotte nun beim Hersteller #Talgo bestellt – und verspricht den Kunden mehr Komfort.
Der Rahmenvertrag sieht eine Lieferung von bis zu 100 Zügen vor. Der Vertrag hat ein Volumen von 550 Millionen Euro.
Die Deutsche Bahn (DB) kauft ihre Fernzüge, die ICE, #IC- und #EC-Züge, üblicherweise bei deutschen Herstellern oder solchen, die hierzulande ansässig sind und produzieren: bei #Siemens, dem #Bombardier-Konzern und den Unternehmen, die darin aufgegangen sind, mit Abstrichen auch bei #Alstom. Aber nun hat sich Bahnchef Rüdiger Lutz nach einem neuen Lieferanten umgeschaut. Und ist in Spanien fündig geworden.

Die DB hat ihre neueste Flotte von Fernzügen nun beim spanischen Hersteller Talgo bestellt – und verspricht den Kunden mehr Komfort. Der Rahmenvertrag sieht eine Lieferung von bis zu 100 Zügen vor. Für den ersten Abruf hat die Bahn 23 der Züge, die von #Lokomotiven gezogen werden, in Auftrag gegeben. Der Vertrag hat ein Volumen von insgesamt …

Radverkehr + Bahnverkehr + Regionalverkehr: Die Deutsche Bahn verschläft den Fahrradtrend Beim Thema Radtourismus kommt die Bahn nicht vom Fleck. In zu wenigen Zügen ermöglicht sie die Mitnahme von Fahrrädern – mit fragwürdigen Begründungen., aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/mitnahme-in-zuegen-die-deutsche-bahn-verschlaeft-den-fahrradtrend/19551306.html

Die Ökobilanz der Deutschen Bahn (DB) ist gut, aber ihre Fahrgäste sind unzufrieden. Anstatt das Transportangebot kundenfreundlich auszuweiten, schränkt sie es ein: InterRegio abgeschafft, Nachtzüge eingestellt, #Fahrradmitnahme nur in homöopathischen Dosen.

Dass der #Radtourismus seit mehr als zwei Jahrzehnten boomt, lässt die DB kalt. Angesichts seiner jährlichen Zuwachsrate von 20 Prozent könnte sie neue Kunden gewinnen und alte an sich binden. Der Radtourismus generiert derzeit jedes Jahr einen Umsatz von 44 Milliarden Euro, der vor allem kleinen und mittleren Unternehmen sowie der lokalen Wirtschaft zugutekommt. Nach einer Schweizer Studie geben Radtouristen täglich mehr als dreimal so viel aus wie Autotouristen. Denn wer sich den ganzen Tag mit eigener Kraft fortbewegt, ist stolz und gönnt sich gerne gutes Essen und eine komfortable Übernachtung.
Viele wollen per Zug reisen, weil es ökologischer ist

Die Radurlauber ermöglichen auch eine Verlängerung der Tourismus-Saison. Die Badesaison dauert an der Ostsee nur wenige Monate, zu radeln ist auch im Frühjahr und Herbst ein Vergnügen. Und in Skandinavien, der Schweiz oder in Österreich werden die winterlichen Langlauf-Loipen im Sommer als Radwege genutzt, wodurch die touristische Infrastruktur fast das ganze Jahr nutzbar ist.

Aber wie werden die gewünschten Urlaubsziele erreicht? Viele wollen per Zug reisen, weil es ökologischer, bequemer und familienfreundlicher ist. Doch das Fahrrad kann nur in wenigen deutschen Fernzügen mitgenommen werden: Im InterCity (#IC), im EuroCity (#EC) und neuerdings auch im #ICE 4.
Dabei hatte es einst verheißungsvoll begonnen: In den ICE-T-Zügen wurde ab 1999 die Fahrradmitnahme zwischen Stuttgart und Zürich für wenige Jahre getestet. Doch ohne – wie zugesagt – die Erfahrungen zu evaluieren, beendete die DB …

Der Autor Michael Cramer ist seit 2004 Abgeordneter der Grünen im Europäischen Parlament.

Taxi + Tarife: Zahlung per Kreditkarte Taxifahrer müssen Kartenzahlung akzeptieren, aus Berliner Zeitung

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/zahlung-per-kreditkarte-taxifahrer-muessen-kartenzahlung-akzeptieren,10809148,29558180.html Berlin – Im Frühjahr ist es so weit: Dann müssen alle #Taxifahrer in der Hauptstadt #bargeldloses Zahlen akzeptieren. Das hat er Senat beschlossen. Doch die #Taxi-Innung rechnet damit, dass es Klagen gibt.

In allen Berliner #Taxis müssen die Fahrgäste demnächst die Möglichkeit haben, bargeldlos zu zahlen. So steht es in einer neuen Verordnung, die der Senat am Dienstag beschlossen hat – obwohl die Taxi-Innung die Regelung ablehnt. Wenn alle Taxifahrer #EC- und #Kreditkarten akzeptieren, nützt das nicht nur den Kunden. Auch Ämter profitieren, weil sie Steuerbetrug und Schwarzarbeit leichter auf die Spur kommen können. Diesem Ziel dient auch eine zweite Neuerung: Der Senat hat die Zahl der Stellen in der Aufsichtsbehörde um die Hälfte erhöht. „Sie zahlen mit Karte? Leider ist mein Lesegerät kaputt.“ Diese Ausrede ist in Berlin bald nicht mehr erlaubt. Auch die komplette Ablehnung ist künftig nicht mehr statthaft: „Mit Karte? Geht nicht. Ich nehme nur Scheine und Münzen.“ Ab diesem Frühjahr, wahrscheinlich von April an, muss jeder Taxi-Unternehmer in Berlin mindestens drei übliche Karten akzeptieren – sofern die Kundschaft ihre Identität mit einem amtlichen Dokument belegen kann. Im Gegenzug zahlen die Fahrgäste 1,50 Euro Zuschlag, wie übrigens jetzt schon. Wer kein funktionsfähiges Kartenlesegerät an Bord hat, darf mit der …

Tarife + Regionalverkehr: EC-Kartenzahlung bei der ODEG nur bei Vorlage eines Ausweises

http://www.lok-report.de/news/news_woche_donnerstag.html

Die #ODEG – Ostdeutsche Eisenbahn GmbH wird ab dem 1. März 2014 gemäß der #Beförderungsbedingungen und #Tarifbestimmungen der ODEG die Erfassung der Personalien bei #EC-Kartenzahlung einführen. Die Aufgabenträger der Länder (#VBB, #VMV, #NASA und #ZVON) wurden bei dieser Entscheidung mit einbezogen. Der Hintergrund dieser Maßnahme ist ein wirtschaftlicher Schaden im letzten Betriebsjahr von rund 30.000 Euro durch ungedeckte Kundenkonten oder Widersprüche zahlungsunwilliger Kunden. Bis dato war der Kauf ein anonymer Vorgang und die ODEG hatte keinerlei namentliche Verbindung zwischen verkaufter Fahrkarte und dem „zahlenden“ oder „nicht zahlenden“ Fahrgast. Eine Kontaktdatenanfrage bei der Bank kostet das Eisenbahn-verkehrsunternehmen pro Vorgang ca. 30 Euro. Für die Rücklastschrift der Bank im Auftrag des EC-Kartenbesitzers zahlt die ODEG nochmal 6 Euro. Hinzu kommt der Preis für die Fahrkarte. Bis dato blieb die ODEG auf allen Kosten sitzen und zahlte das Geld aus eigener Tasche. Nachfolgend zwei Beispiele zur Erläuterung: Ein Fahrgast hat ein leeres Konto, trotzdem kauft er sich vorsätzlich im Zug eine teure Monatsfahrkarte für beispielsweise 120 Euro. Mit diesem Ticket fährt der Fahrgast komfortabel mit der ODEG zu seinen Reisezielen. Die Bank jedoch führt aufgrund mangelnder Deckung des Kontos die Überweisung nicht durch. Oder der Käufer macht von seinem aktuell achtwöchigen Widerrufsrecht Gebrauch und beauftragt die Bank, das Geld zurückzubuchen. Das Verbraucherschutzgesetz in Deutschland ist aus guten Gründen recht stark. Aber bei diesem Sachverhalt ist es zum Schaden der Allgemeinheit. Die ODEG möchte sich vor Fahrgästen, die vorsätzlich betrügen und „schwarzfahren“, jetzt absichern. Denn letztlich handelt es sich um Steuergelder und es ist ungerecht den anderen Fahrgästen gegenüber. „Der Schaden ist immens. Über tausend Fahrgäste haben im letzten Jahr mit ihrer EC-Karte bei uns Fahrkarten gekauft, allerdings ist das Geld entweder erst gar nicht bei uns angekommen oder wurde aufgrund eines Widerrufs zurückgebucht. Es ist an der Zeit, dass wir hier handeln und diese Maßnahme gemäß unseren Beförderungsbedingungen und Tarifbestimmungen umsetzen“, unterstreicht Arnulf Schuchmann, Geschäftsführer und Sprecher der ODEG (Pressemeldung ODEG, 27.02.14).