Infrastruktur: Mögliche Auswirkungen von Bauprojekten auf Schieneninfrastruktur der BVG, aus Senat

05.01.2024

Frage 1: Welche #Bauvorhaben, bei denen eine physikalische #Wechselwirkung mit #Schieneninfrastruktur der BVG, insbesondere mit #Tunnelbauwerken, möglich erscheint, sind der BVG und dem Senat bekannt?

Antwort zu 1: Es sind berlinweit eine Vielzahl von Maßnahmen oder Bauvorhaben (teils seit Jahren) in der Nähe von -Bahn-Anlagen bzw. über diesen in #Planung oder #Ausführung. Konkrete #Abstimmungen gab es BVG-seitig in den letzten 6 Monaten zu 60-70 Vorhaben, wovon rund ein #Dutzend im Focus stand.2

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Infrastruktur: Berliner Bauentwicklung, aus Senat

www.berlin.de

Frage 1:

Wie viele #Baugenehmigungen (Anzahl #Wohnungen) gab es in Berlin seit 2017 bis Ende des 1. Halbjahres 2020 (bitte nach Bezirken und Jahren auflisten)?

Antwort zu 1:

In Berlin wurden seit 2017 bis Ende des 1. Halbjahres 2020 84.273 Wohnungen zum Bau genehmigt. Diese teilen sich wie folgt nach Jahren und Bezirken auf:

Bezirke Genehmigte Wohnungen
 

2017

 

2018

 

2019

1. Halbjahr 2020
Mitte 4.035 3.148 2.348 1.426
Friedrichshain-Kreuzberg 2.197 1.481 1.806 434
Pankow 2.712 3.693 1.877 438
Charlottenburg-Wilmersdorf 2.118 1.429 1.111 1.182
Spandau 684 1.951 1.845 1.033
Steglitz-Zehlendorf 1.139 792 983 495
Tempelhof-Schöneberg 696 2.420 1.835 477
Neukölln 1.604 383 690 768
Treptow-Köpenick 3.389 3.288 4.718 2.606
Marzahn-Hellersdorf 2.906 2.507 2.247 2.228
Lichtenberg 2.193 2.432 1.744 1.512
Reinickendorf 1.070 694 1.320 189
Berlin 24.743 24.218 22.524 12.788

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg

Wie viele Wohnungen wurden in Berlin seitdem fertiggestellt (bitte nach Bezirken und Jahren auflisten)?

Antwort zu 2:

Seit 2017 wurden in Berlin 51.374 fertiggestellt. Für 2020 liegen noch keine Daten vor.

Bezirke Fertiggestellte Wohnungen
2017 2018 2019
Mitte 2.510 2.406 3.918
Friedrichshain-Kreuzberg 1.813 1.608 1.083
Pankow 1.533 2.152 2.248
Charlottenburg-Wilmersdorf 846 1.050 1.107
Spandau 405 1.265 767
Steglitz-Zehlendorf 768 634 540
Tempelhof-Schöneberg 311 630 1.028
Neukölln 639 794 832
Treptow-Köpenick 2.097 2.545 2.915
Marzahn-Hellersdorf 1.596 1.173 1.973
Lichtenberg 2.544 2.013 2.236
Reinickendorf 607 436 352
Berlin 15.669 16.706 18.999

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg

Frage 3:

Wie hat sich der #Bauüberhang in Berlin seitdem entwickelt (bitte nach Bezirken und Jahren auflisten)?

Antwort zu 3:

Der Bauüberhang an Wohnungen in Wohngebäuden ist in Berlin von 2017 bis 2019 um

6.587 Wohnungen angestiegen. Für 2020 liegen noch keine Daten vor.

Bezirke Bauüberhang (Wohnungen in Wohngebäuden)
2017 2018 2019
Mitte 10.639 10.987 9.134
Friedrichshain-Kreuzberg 5.141 4.911 5.400
Pankow 6.731 8.284 7.457
Charlottenburg-Wilmersdorf 6.269 5.676 5.518
Spandau 2.556 3.132 4.038
Steglitz-Zehlendorf 2.380 2.490 2.876
Tempelhof-Schöneberg 2.401 4.185 4.972
Neukölln 2.897 2.457 2.250
Treptow-Köpenick 7.189 7.673 9.131
Marzahn-Hellersdorf 4.401 5.234 5.389
Lichtenberg 5.913 6.240 5.826
Reinickendorf 1.943 2.134 3.056
Berlin 58.460 63.403 65.047

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg

Wie viele #landeseigene Wohnungen wurden in Berlin seitdem genehmigt und wie viele wurden seitdem fertiggestellt (bitte nach Bezirken und Jahren auflisten)?

Antwort zu 4:

Die fertiggestellten Wohnungen der städtischen Wohnungsbaugesellschaften sind in der folgenden Tabelle dargestellt. Die Baugenehmigungen der städtischen Wohnungsbaugesellschaften werden derzeit nicht gesondert statistisch erfasst.

Bezirke Fertiggestellte Wohnungen der städtischen Wohnungsbaugesellschaften
2017 2018 2019 1. Halbjahr 2020
Mitte 454 182 299 52
Friedrichshain-Kreuzberg 49 235 55 305
Pankow 351 515 183 18
Charlottenburg-Wilmersdorf 0 0 0 0
Spandau 0 873 212 172
Steglitz-Zehlendorf 0 0 0 0
Tempelhof-Schöneberg 116 76 94 0
Neukölln 117 102 69 202
Treptow-Köpenick 1.062 285 876 253
Marzahn-Hellersdorf 287 379 990 736
Lichtenberg 575 632 1.167 380
Reinickendorf 0 0 81 40
Berlin 3.011 3.279 4.026 2.158

 

Frage 5:

Wie hoch ist die #Bevölkerungsdichte im Berliner Durchschnitt und in den 12 Berliner Bezirken und wie groß ist das kurz- und mittelfristige Neubau-Potenzial (in Wohneinheiten) in den jeweiligen Bezirken (bitte inkl. prozentualem Anteil am gesamtberliner Neubau-Potenzial angeben)?

Antwort zu 5:

In der folgenden Tabellen ist das #Neubaupotenzial für die Bezirke und Berlin dargestellt. Bei den angegebenen Zahlen handelt es sich um ein theoretisches Potenzial auf Grundlage des Wohnbauflächen-Informationssystems (WoFIS) mit Datenstand 31.12.2019. Berücksichtigt sind alle erfassten Potenziale ab 50 Wohneinheiten. Es ist grundsätzlich davon auszugehen, dass ein Teil dieses Potenzials aus den unterschiedlichsten Gründen letztlich nicht vollstndig realisiert wird.

 

Bezirk

 

Zeitliche Realisierbarkeit

Mögliche WE Gesamt Anteil am Berliner Potenzial
Mitte kurzfristiges Potenzial 2.531 6,7%
  mittelfristiges Potenzial 6.087 7,3%
  kurz- und mittelfristiges Potenzial 8.618 7,1%
Friedrichshain-Kreuzberg kurzfristiges Potenzial 1.149 3,1%
  mittelfristiges Potenzial 4.330 5,2%
  kurz- und mittelfristiges Potenzial 5.479 4,5%
Pankow kurzfristiges Potenzial 4.621 12,3%
  mittelfristiges Potenzial 15.731 18,9%
  kurz- und mittelfristiges Potenzial 20.352 16,9%
Charlottenburg-Wilmersdorf kurzfristiges Potenzial 1.284 3,4%
  mittelfristiges Potenzial 3.385 4,1%
  kurz- und mittelfristiges Potenzial 4.669 3,9%
Spandau kurzfristiges Potenzial 4.102 10,9%
  mittelfristiges Potenzial 10.582 12,7%
  kurz- und mittelfristiges Potenzial 14.684 12,2%
Steglitz-Zehlendorf kurzfristiges Potenzial 591 1,6%
  mittelfristiges Potenzial 3.558 4,3%
  kurz- und mittelfristiges Potenzial 4.149 3,4%
Tempelhof-Schöneberg kurzfristiges Potenzial 2.592 6,9%
  mittelfristiges Potenzial 3.024 3,6%
  kurz- und mittelfristiges Potenzial 5.616 4,7%
Neukölln kurzfristiges Potenzial 2.236 6,0%
  mittelfristiges Potenzial 6.347 7,6%
  kurz- und mittelfristiges Potenzial 8.583 7,1%
Treptow-Köpenick kurzfristiges Potenzial 8.235 22,0%
  mittelfristiges Potenzial 7.286 8,8%
  kurz- und mittelfristiges Potenzial 15.521 12,9%
Marzahn-Hellersdorf kurzfristiges Potenzial 2.703 7,2%
  mittelfristiges Potenzial 6.308 7,6%
  kurz- und mittelfristiges Potenzial 9.011 7,5%
Lichtenberg kurzfristiges Potenzial 5.815 15,5%
  mittelfristiges Potenzial 9.061 10,9%
  kurz- und mittelfristiges Potenzial 14.876 12,3%
Reinickendorf kurzfristiges Potenzial 1.643 4,4%
  mittelfristiges Potenzial 7.361 8,9%
  kurz- und mittelfristiges Potenzial 9.004 7,5%
Berlin kurzfristiges Potenzial 37.502 100,0%
  mittelfristiges Potenzial 83.060 100,0%
  kurz- und mittelfristiges Potenzial 120.562 100,0%

 

In der folgenden Tabelle ist die Bevölkerungsdichte Berlins zum 31.12.2019 dargestellt.

 

Bezirke

 

Bevölkerungsdichte Einwohner/km²

Mitte 9.580
Friedrichshain-Kreuzberg 13.739
Pankow 3.909
Charlottenburg-Wilmersdorf 4.926
Spandau 2.606
Steglitz-Zehlendorf 2.866
Tempelhof-Schöneberg 6.476
Neukölln 7.146
Treptow-Köpenick 1.616
Marzahn-Hellersdorf 4.371
Lichtenberg 5.566
Reinickendorf 2.914
Berlin 4.118

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg

 

Berlin, den 2.10.2020 In Vertretung

W. Christoph
…………………………..
Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung und Wohnen

Bahnhöfe: Bau-Chaos an Berliner U-Bahnhöfen Warum die neuen Fahrstühle so lange auf sich warten lassen, aus Der Tagesspiegel

https://www.tagesspiegel.de/berlin/bau-chaos-an-berliner-u-bahnhoefen-warum-die-neuen-fahrstuehle-so-lange-auf-sich-warten-lassen/25497132.html

Alle -Bahnhöfe sollen bis 2022 #barrierefrei sein. Bei mindestens neun Stationen wird die BVG das nicht schaffen.

Die BVG wird das Ziel verfehlen, bis Anfang 2022 alle U-Bahnhöfe barrierefrei zu machen. Dies teilten die Berliner Verkehrsbetriebe auf Anfrage des Tagesspiegels mit. Auf mehreren, besonders komplizierten Bahnhöfen wurde mit dem Einbau von Aufzügen noch nicht einmal begonnen.

Auf zahlreichen anderen Stationen werden geplante Eröffnungstermine um Jahre gerissen. Von den 173 Stationen haben derzeit 123 einen Aufzug. Acht weitere Stationen an der #U5 haben Rampen aus DDR-Zeiten, die als barrierefrei gelten. Gesetzlich ist vorgeschrieben, dass im öffentlichen Personennahverkehr ab 1. Januar 2022 „eine vollständige Barrierefreiheit zu erreichen ist“.

Wie viele Bahnhöfe nicht pünktlich einen Aufzug bekommen, wollte die BVG nicht sagen. Nach Angaben der Verkehrsverwaltung sind es diese neun Bahnhöfe: #Deutsche Oper (#U2), #Borsigwerke (#U6), #Holzhauser Straße (U6), #Platz der Luftbrücke (U6), #Möckernbrücke (#U7), #Mierendorffplatz (U7), #Paulsternstr. (U7), #Franz-Neumann-Platz (#U8) und #Schönleinstraße (U8). Derzeit seien nach BVG-Angaben 15 Aufzüge im Bau, für weitere fünf werden die Vergaben vorbereitet. Teilweise liegen noch nicht einmal #Baugenehmigungen vor.

Auch #Eröffnungsdaten will die BVG nur noch nennen, wenn der Rohbau fertig …

Bahnverkehr: Kahlschlag durch den Ausbau der Dresdener Bahn? – Abriss des S-Bahnhofs Lichtenrade und Beeinträchtigung weiterer denkmalgeschützter Gebäude, aus Senat

www.berlin.de

Vorbemerkung der Verwaltung:
Die Schriftliche Anfrage betrifft Sachverhalte, die der Senat nicht aus eigener
Zuständigkeit und Kenntnis beantworten kann. Er ist gleichwohl bemüht, Ihnen eine
Antwort auf Ihre Anfrage zukommen zu lassen und hat daher die Deutsche Bahn AG
(DB AG) um Stellungnahme gebeten, die von dort in eigener Verantwortung erstellt und
dem Senat übermittelt wurde. Sie wird in der Antwort an den entsprechend
gekennzeichneten Stellen wiedergegeben.
Frage 1:
Wie ist der aktuelle Stand bezüglich des geplantes Ausbaus der #Dresdener Bahn hinsichtlich
#Planfeststellungsverfahren, #Baugenehmigungen und Zeitschiene der Realisierung?
Antwort zu 1:
Die DB AG teilt hierzu folgendes mit:
„Die Planfeststellungsbeschlüsse der Dresdner Bahn liegen für den Berliner Bereich vor;
mit dem Bau wurde begonnen. Die Dresdner Bahn soll im Jahr 2025 in Betrieb genommen
werden.“
Frage 2:
Sind aktuell noch Widersprüche oder Klagen gegen das Vorhaben anhängig und wenn ja, gegen welche
Punkte und in welchem Verfahrensstand? Wann ist hier mit abschließenden Entscheidungen zu rechnen?
2
Antwort zu 2:
Die DB AG teilt hierzu folgendes mit:
„Die Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss des Planfeststellungsabschnitts II (PFA
II) der Dresdner Bahn wurden durch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am
29.06.2017 entschieden. Der Planfeststellungsbeschluss des PFA II vom 13.11.2015 hat
Bestandskraft.“
Frage 3:
Inwiefern waren die Denkmalschutzbehörden rechtzeitig in diesen Prozess einbezogen vor dem Hintergrund,
dass in erheblichem Maße Denkmale entlang der Strecke zerstört oder beeinträchtigt werden sollen?
Antwort zu 3:
Die DB AG teilt hierzu folgendes mit:
„Alle zuständigen Behörden, auch die #Denkmalbehörde, wurden im Planfeststellungsverfahren
beteiligt.“
Frage 4:
Welche #denkmalgeschützten Gebäude entlang der für den Ausbau vorgesehenen Strecke sollen a) komplett
#beseitigt oder b) durch Um- und Rückbau #beeinträchtigt werden? (Bitte um Auflistung)
Frage 5:
Welchen Denkmalwert haben die jeweiligen Gebäude und welche Begründungen gab es für deren
Unterschutzstellung? (Bitte um Auflistung der einzelnen Begründungen)
Frage 6:
Wie konnte es zu der fatalen Entscheidung kommen, dass das historische Bahnhofsgebäude in Lichtenrade,
ungeachtet des Denkmalschutzes und seiner baugeschichtlichen Bedeutung, einschließlich des
Mittelbahnsteigs und des Zugangs abgerissen werden soll?
Frage 7:
Welche Alternativen wurden geprüft und mit welchem Ergebnis?
Antwort zu 4 bis zu 7:
Die DB AG teilt hierzu folgendes mit:
„Das #Baudenkmal S-Bahnhof #Lichtenrade ist vom Bauvorhaben Dresdner Bahn betroffen:
Um die zwei Fernbahngleise im Bereich des S-Bahnhofes Lichtenrade errichten zu
können, kann der Bahnhof einschließlich der Aufbauten nicht erhalten werden. Die
Abwägung der Gründe wurde ausführlich im Planfeststellungsbeschluss des PFA II vom
Eisenbahn-Bundesamt dargelegt (S. 46, 137, 201, 324 bis S. 329, S. 431, S. 441….. ):
“Im öffentlichen Interesse muss jedoch auch der Denkmalschutz als wichtiger öffentlicher
Belang zurücktreten, wenn anders ein wichtiger öffentlicher Verkehrsweg nicht realisierbar
wäre. Der Denkmalwert der betroffenen Baulichkeiten ist nicht derart erheblich, dass
deswegen eine andere Trassierung gewählt werden müsste.““
3
Frage 8:
Hält es der rot-rot-grüne Senat, der für einen anderen Umgang mit Denkmalen angetreten ist, für vertretbar,
dass hier wieder einmal bei denkmalgeschützten Gebäuden der öffentlichen Hand Zugeständnisse gemacht
werden, die privaten Eigentümern nie genehmigt werden würden?
Antwort zu 8:
Der Senat verweist auf das durchgeführte gesetzliche Verfahren, in dem eine Abwägung
zum Denkmalschutz durchgeführt wurde. Ein rechtskräftiger Beschluss zu dem Vorhaben
erfolgte mit dem Planfeststellungsbeschluss vom 13.11.2015.
Berlin, den 14.01.2019
In Vertretung
Ingmar Streese
Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

Bahnverkehr + Regionalverkehr + S-Bahn: Baugenehmigung für weiteren Abschnitt der „Dresdner Bahn“ in Berlin erteilt Der Planfeststellungsabschnitt 1 „Marienfelde“ umfasst den Ausbau der Dresdner Bahn zwischen dem Prellerweg und dem Schichauweg, aus DB

http://www.deutschebahn.com/presse/berlin/de/aktuell/presseinformationen/14310778/Ausbau_Dresdner_Bahn.html?start=0&itemsPerPage=20

Das #Eisenbahn-Bundesamt hat einen weiteren #Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau der #Dresdner Bahn auf den 16 Kilometern zwischen Berlin-Südkreuz und Blankenfelde erlassen: Die Behörde genehmigte jetzt die Planungen im Abschnitt 1 „Marienfelde“ für den Ausbau der Bahnstrecke auf den 6,3 Kilometern zwischen #Prellerweg und #Schichauweg. Damit liegen #alle #Baugenehmigungen für die Streckenabschnitte im Stadtgebiet von Berlin vor.

Im jetzt genehmigten Abschnitt werden zwei Fernbahngleise neben den S-Bahngleisen, die teilweise in ihrer Lage nach Westen verdrängt werden, aufgebaut. Künftig wird auf den F-Bahngleisen im Stadtgebiet Tempo 160 möglich sein.

Erhalten bleibt die „Tempelhofer Verbindungskurve“ zwischen Südring und Dresdner Bahn, die vom Güterverkehr zwischen Marienfelde und Tempelhof genutzt wird.

Zwischen dem Teltowkanal und Marienfelde werden die Fernbahngleise auf der bisherigen Trasse aufgebaut. Die beiden S-Bahngleise werden nach Westen verschoben. Neu gebaut werden die Brücken über der Attilastraße und dem Teltowkanal sowie über die Großbeerenstraße (B 101) am S-Bahnhof Marienfelde.

Südlich des Bahnhofs Marienfelde wird der Bahnübergang Säntisstraße ersetzt. Die Straße wird künftig unter einer Eisenbahnbrücke hindurch geführt.

Verschoben wird die S-Bahnstation Buckower Chaussee. Die Straße wird mit einer Straßenbrücke über die Bahngleise geführt, die beiden S-Bahnsteige liegen künftig unter der Brücke. Vier Aufzüge führen von den Bahnsteigen auf die beiden Seiten der neuen Straßenbrücke.

Am Schichauweg werden die Eisenbahnbrücken über der Straße und über dem Fußgängertunnel um neue Brücken für die beiden Fernbahngleise erweitert.

Zum Schutz der Anwohner werden die Gleise überwiegend in einer speziellen Bauweise errichtet, die Erschütterungen deutlich reduziert. Zudem werden rund 10,5 Kilometer Lärmschutzwände errichtet – westlich der S-Bahn, östlich der Fernbahn sowie zwischen den S- und Fernbahngleisen. Darüber hinaus haben zahlreiche Gebäude Anspruch auf den Einbau von Schallschutzfenstern.

Der Planfeststellungsbeschluss wird in den nächsten Tagen vom Eisenbahn-Bundesamt auf der Webseite www.eba.bund.de/planfeststellung veröffentlicht und vom Eisenbahn-Bundesamt öffentlich ausgelegt. Zudem steht der Beschluss auf der DB-Projektwebseite www.dresdnerbahn.de im Bereich „Downloads“ zur Verfügung.

Die Bahn plant, mit ersten Bauarbeiten in diesem Abschnitt noch in diesem Jahr zu beginnen. Erste Baustelle wird der Bahnübergang an der Säntisstraße sein. Hier wird bis zum kommenden Frühjahr bauzeitlich eine Fußgängerbrücke über die Bahngleise errichtet, denn der Bahnübergang muss während der Bauzeit der neuen Straßenunterführung gesperrt werden.

Hintergrund:

Die 16 Kilometer lange Dresdner Bahn zwischen Berlin-Südkreuz und Blankenfelde ist Teil der Bahnverbindung Berlin-Dresden, die bis Mitte des nächsten Jahrzehntes ausgebaut wird, um die Fahrzeit zwischen den Hauptbahnhöfen der sächsischen Landeshauptstadt und der deutschen Hauptstadt auf 80 Minuten zu verkürzen. Zudem ist die Dresdner Bahn Voraussetzung für eine schnelle Schienenanbindung des Hauptstadtflughafens BER. Im Viertelstundentakt soll ein „Airport-Express“ mit einer Fahrzeit von 20 Minuten das BER-Terminal mit dem Berliner Hauptbahnhof verbinden.

Im vergangenen Jahr haben Bund und Bahn eine Finanzierungsvereinbarung für das Projekt abgeschlossen. Die Bauzeit beträgt rund acht Jahre.

Die Baugenehmigungsverfahren für die „Dresdner Bahn“ wurden 1997 eingeleitet. Im November 2015 wurde die erste Baugenehmigung erteilt – für den Abschnitt „Lichtenrade“ vom Schichauweg bis zur Stadtgrenze. Gegen den Beschluss liegen Klagen beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Das Gericht hat die Hauptverhandlung für Mitte Juni angesetzt.

Mit der Baugenehmigung für den Abschnitt „Marienfelde“ sind die Planfeststellungsverfahren im Land Berlin abgeschlossen. Für den Abschnitt von der Landesgrenze bis Blankenfelde läuft das Verfahren noch. Hier wird in Kürze eine vierte Planänderung öffentlich ausgelegt. Anschließend werden Einwendungen noch im Rahmen der Anhörung erörtert. Ein Beschluss in diesem Abschnitt wird im kommenden Jahr erwartet.

Weitere Informationen – unter anderem Grafiken zum Streckenverlauf – im Internet: www.dresdnerbahn.de und www.deutschebahn.com/bauprojekte