Seit der Veröffentlichung der neuen #Netzspinne im Dezember 2004 wundern sich viele Fahrgäste: Warum wird die #durchgehende#S25 aufgehoben und warum enden die Züge aus Richtung Süden dann schon am Bahnhof Potsdamer Platz?“
Dazu gibt #Baubetriebsmanager Christian #Morgenroth Auskunft: „Am 28. Februar beginnen wir gemeinsam mit DB Netz die Erneuerung der Signal- und Sicherungstechnik im #Nordsüdtunnel. Zur #Überbrückung wird eine #Ersatztechnik mit geringerer Leistung installiert.
Mit der Inbetriebnahme der drei Kilometer langen Verbindung zwischen Lichterfelde Süd und Teltow Stadt ist das Berliner S-Bahn-Netz vorerst vollständig. Im Rahmen des sogenannten Lückenschlussprogramms des Bundes konnten seit 1992 16 Verbindungen wieder hergestellt werden. Die gesamte Investitionssumme beläuft sich auf über drei Milliarden Euro. Ab 24. Februar stehen den Berlinern und Brandenburgern damit 331 Kilometer Streckenlänge im S-Bahn-Netz zur Verfügung, auf denen 16 Linien fahren.
„Anderthalb Jahrzehnte nach dem Mauerfall geht für die Region ein großer Traum in Erfüllung. Angepasst an heutige Erfordernisse bietet das bereits in den zwanziger Jahren entwickelte S-Bahn-Netz nunmehr wieder in alle Himmelsrichtungen schnelle und zuverlässige Verbindungen zwischen Met-ropole und Umland“, erklärt S-Bahn-Geschäftsführer Günter Ruppert. „Das ist ein Standortvorteil für Berlin und Brandenburg, den es jetzt aktiv zu nut-zen gilt.“
Für das brandenburgische Wirtschaftsministerium ist der S-Bahn-Lücken-schluss ein weiterer Baustein im Bemühen, einen gemeinsamen Wirt-schaftsraum Berlin-Brandenburg zu schaffen: „Die neue Strecke ist ein wichtiger Schritt für die infrastrukturelle Vernetzung der Hauptstadtregion, der von der Öffentlichkeit als ein positives Signal wahrgenommen wird“, zeigt sich Rolf Schulz-Roloff, Abteilungsleiter Standortentwicklung und Ordnungspolitik, überzeugt.
Bereits zwischen 1951 und 1961 fuhren elektrische S-Bahn-Züge zwischen Berlin und Teltow. Der Mauerbau beendete das kurze Kapitel in der S-Bahn-Historie für über 40 Jahre. Ab 24. Februar steht die Schienenverbindung wieder zur Verfügung. Der Streckenverlauf wurde den heutigen Gegebenhei-ten angepasst. Vom neuen S-Bahnhof Teltow Stadt nahe des Zentrums fah-ren die Züge der Linie S 26 von früh um 4 Uhr bis nachts 1 Uhr durchgehend im 20-Minuten-Takt – am Wochenende besteht ein durchgehender Nacht-verkehr im Stundentakt.
Konkurrenzlos schnell – Fahrzeiten verkürzen sich erheblich
„Die Fahrzeit von nur 23 Minuten bis zum Potsdamer Platz ist unschlag-bar“, wirbt Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt bei seinen über 19.000 Bürgern für das neue Angebot. Für die Fahrt mit dem Bus oder Auto auf der gleichen Strecke ist derzeit eine bis zu doppelt so lange Fahrzeit einzu-planen.
„Es ist zwar nur ein kurzer Streckenabschnitt, aber für unsere Stadt und die Region Teltow sehr bedeutend. Die S 26 stärkt den Wohn- und Wirt-schaftsstandort“, so der Bürgermeister. „Die Berliner sind eingeladen, die neue Endstation als Ausgangspunkt für ausgedehnte Wander- und Radtou-ren entlang des Teltowkanals zu entdecken.“ Pünktlich zur Eröffnung der S-Bahn wird die Stadt einen neuen Bahnhofsvorplatz mit hoher Aufent-haltsqualität schaffen. Eine Park & Ride-Anlage mit 74 Plätzen und neue Bushalteplätze ergänzen das „Eingangstor nach Teltow“.
Busangebot wird bedarfsgerecht auf S-Bahn-Verkehr ausgerichtet
Die Havelbus Verkehrsgesellschaft richtet Ihre Fahrpläne auf das neue S-Bahn-Angebot aus: „Alle unsere Linien im Bereich Teltow werden auf die Anbindung zum S-Bahnhof Teltow ausgerichtet, d. h. die Linien 601, 602, 620, 621, 622, 627, X 1, X 10 und die Linie 117 der BVG fahren direkt den S-Bahnhof an. Andere gewähren eine Umsteigebeziehung an der Haltestel-le „Warthestraße“, um optimale Anschlüsse herzustellen“, verspricht Be-triebsleiter Dieter Schäfer. Ein digitales Fahrgastinformationssystem (DIFI) informiert ab Mitte des Jahres aktuell über die tatsächlichen Abfahrtszeiten aller Verkehrsträger. Die Gültigkeit der Fahrausweise sowohl bei S-Bahn und regionalen Buslinien wird ebenfalls dazu beitragen, dass eine verstärk-te Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel zu erwarten ist. Allein die S-Bahn Berlin GmbH rechnet auf dem neuen S-Bahn-Teilstück mit täglich 10.000 Fahrgästen.
In 16 Monaten hat die DB ProjektBau GmbH das neue S-Bahn-Teilstück zwischen Lichterfelde Süd und Teltow erbaut. Seit dem ersten Spatenstich am 22. Oktober 2003 wurden 32,5 Mio. Euro in den Unterbau, Gleise, die Signaltechnik und die neue behindertengerechte Endstation investiert.
Die ZukunftsAgentur Brandenburg, die für das Land Investoren akquiriert, die Entwicklung eines innovativen Mittelstandes unterstützt und technolo-gieorientierte Existenzgründer betreut, begrüßt das Projekt. Dr. Detlef Stronk, Vorsitzender der Geschäftsführung erklärt: „Die S-Bahn-Eröffnung ist ein positiver Schritt für die Entwicklung der Region. Eine gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur stellt eine wichtige Voraussetzung für die Erreichbar-keit der in Brandenburg angesiedelten Unternehmen dar. Gleiches gilt für die Arbeitskräfte, Kooperationspartner und Kunden.“
Mehr als einhundert innovative technologieorientierte Unternehmen prägen mittlerweile die Region Teltow, Stahnsdorf und Kleinmachnow. „Diese Ar-beitgeber geben große Hoffnungen auf eine positive wirtschaftliche Ent-wicklung dieses Gebiets. Von hier kommen auch die meisten Innovations-preisträger des Landes“, ergänzt Dr. Stronk.
Wirtschaft profitiert von S-Bahn-Anbindung
Das Medizintechnikunternehmen Celon AG medical instruments wurde 1999 gegründet und hat seinen Sitz in Teltow. Vorstandsvorsitzender Dr. Kai Desinger erklärt: „Die hervorragende Infrastruktur und gute Anbin-dung Teltows an Berlin waren für uns ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Firmensitzes. Durch den S-Bahn-Anschluss wird Teltow für Unterneh-men und Investoren noch um einiges attraktiver.“
Mehr als 400 Mitarbeiter beschäftigt der Mobilfunknetzbetreiber o2 Ger-many in Teltow. Regionalsprecher Bernd Holter erklärt: „o2 begrüßt die Inbetriebnahme der S-Bahn nach Teltow. Sie bildet einen wichtigen Grundstein für die weitere Entwicklung des Wirtschaftsstandortes. Für unsere Mitarbeiter in Teltow verbessert sich damit wesentlich die Ver-kehrsanbindung von und nach Berlin.“
Die AOK Brandenburg ist mit 800 Beschäftigten der größte Arbeitgeber. „Die meisten Mitarbeiter kommen täglich aus Berlin und nahezu allen Landkreisen“, berichtet Pressesprecher Jörg Trinogga und freut sich über die erhebliche Verkürzung der Fahrzeiten: „Mit dem S-Bahn-Anschluss tritt Teltow aus seinem bisherigen Schattendasein.“
Das Fahren mit der #S-Bahn wird in diesem Jahr ausgerechnet auf den wichtigsten Strecken richtig „weh tun“, wie Christian #Morgenroth sagt. Er ist bei der S-Bahn zuständig für den Verkehr bei #Baustellen. Und er hat in den nächsten Monaten allerhand zu tun. Erhebliche #Einschränkungen gibt es bis zum Frühjahr 2006 im #Nord-Süd-Tunnel sowie dann von September an für vier Monate auf der #Stadtbahn zwischen Zoo und #Savignyplatz, wodurch auch der Verkehr zum Olympiastadion leiden wird.
Der 25-jährige Triebfahrzeugführer, der am Abend des 15. Januar einem 16-jährigen Schüler die Führung seines Zuges auf der Ringbahnlinie S41 überlassen hatte, ist von der S-Bahn Berlin GmbH fristlos entlassen worden. „Der Vorfall ist ein eklatanter Verstoß gegen die Dienstvorschriften, den wir nicht tolerieren können. Wer Vorschriften und Pflichten ignoriert und dadurch Fahrgäste und Mitarbeiter in Gefahr bringt, ist für den Beruf des Triebfahrzeugführers absolut nicht geeignet“, sagt S-Bahn-Geschäftsführer Walter Schumacher.
Der 16-jährige Schüler im Führerstand der S41 war einem aufmerksamen Mitarbeiter der S-Bahn Berlin GmbH aufgefallen, der daraufhin sofort die Polizei informierte. Im Beisein des S-Bahn-Triebfahrzeugführers hatte der Jugendliche den Zug Richtung Westend von der Papestraße bis zum Bahnhof Westkreuz gesteuert, wo Bundesgrenzschutz-Beamte den Schüler stellen konnten. Inzwischen wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Bereits im November 2003 hatte die S-Bahn Berlin GmbH alle Triebfahrzeugführer an ihre dienstlichen Pflichten erinnert, nachdem es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen war. Darüber hinaus wurden alle Mitarbeiter aufgefordert, besonders aufmerksam zu sein und entsprechende Beobachtungen sofort zu melden. Diese Anweisung wurde im aktuellen Fall befolgt und führte zur schnellen Aufdeckung.
„Wir werden alle Triebfahrzeugführer nun nochmals schriftlich belehren und unsere gezielten Kontrollen erneut verstärken“, so Schumacher.
Im Bahnhof Strausberg wurde heute der siebente DB ServiceStore in Brandenburg offiziell eröffnet. „Hier findet der Bahnkunde, aber auch der Anwohner und Busreisende, auf ca. 80 Quadratmetern alles aus einer Hand. Das reicht von Reisebedarf, den immer frischen und schnellen Snacks, Backwaren, einem reichhaltigen Presse- und Zeitschriftenangebot über Tabakwaren bis hin zu kleinen Geschenken“, sagt Christian Warning Geschäftsführer der DB ServiceStore Systemführungs GmbH. Die Bahn hat rund 75.000 Euro in den neuen Standort investiert.
Franchisenehmer ist der ehemalige Bahnmitarbeiter Ronny Kuntze. Sein DB ServiceStore ist täglich von 6 bis 18 Uhr geöffnet. Im Dezember hat Ronny Kuntze seinen ersten Standort in Ludwigsfelde eröffnet: „Ich bin sehr zufrieden mit der Resonanz, trotz der Feiertage hatte ich erheblichen Zulauf.“, so der Franchisenehmer.
DB ServiceStore ist jüngst vom Wirtschaftsmagazin „impulse“ als das „Franchisesystem des Jahres“ 2004 in der Kategorie Newcomer gewählt worden. Die Deutsche Bahn biete mit dem DB ServiceStore Geschäftsgründern ein für den Franchisenehmer umsatzstarkes Geschäftskonzept, so „impulse. Derzeit gibt es bundesweit über 90 DB ServiceStores an kleinen und mittleren Bahnhöfen. Die Läden sind in einem modernen, hellen und offenen Stil eingerichtet. Das Einrichtungskonzept beruht auf verschiedenen Modulen für die einzelnen Handels- und Dienstleistungsangebote.
Für weitere Standorte von DB ServiceStores sucht die Bahn Franchisenehmer. Interessenten können sich melden unter: DB ServiceStore Systemführungs-GmbH, Koppenstraße 3,10243 Berlin, Tel. 030 297-36281, Fax 030 297-36292. E-Mail: dbservicestore.briefkasten@bahn.de. Weitere Informationen über DB ServiceStore gibt es im Internet unter www.bahn.de/dbservicestore
Mit einem durchgehenden Nachtverkehr in den Nächten vom 30. Dezember 2004 bis zum 2. Januar 2005 begrüßt die Berliner S-Bahn das neue Jahr.
In der Silvesternacht sind die S-Bahn-Züge rund um die Uhr mindestens im 20-Minuten-Takt unterwegs. Auf dem Ring zwischen Gesundbrunnen und Westend über Schöneberg fahren die Züge im 10-Minuten-Abstand, auf der Stadtbahn und auf der Nord-Süd-Bahn sogar fast alle fünf Minuten. Nur auf der S8 zwischen Birkenwerder und Blankenburg besteht ein 40-Minuten-Takt. Ab 4:30 Uhr am Neujahrsmorgen sind die Züge tagsüber dann wieder wie an den üblichen Sonntagen unterwegs.
Wegen eines zu erwartenden erhöhten Andrangs zu den Silvesterfeierlichkeiten am Brandenburger Tor wird der S-Bahnhof Unter den Linden vom 31. Dezember 2004, 18:00 Uhr bis 1. Januar 2005, 3.00 Uhr geschlossen. Es empfiehlt sich die Anreise mit der S-Bahn über die S-Bahnhöfe Tiergarten und Bellevue.
Detaillierte Informationen gibt es am Kundentelefon unter Tel. 030 – 29 74 33 33, im Internet unter www.s-bahn-berlin.de und als Aushänge auf den S-Bahnhöfen.
Für Bauarbeiten zeitweilig Einschränkungen im S-Bahnverkehr
Eine neue Fußgängerbrücke gewährleistet ab dem 31. Dezember 2004, 10.00 Uhr, den Zugang zu den drei Bahnsteigen der S-Bahnstation Warschauer Straße. Die Fahrkartenausgabe der S-Bahn Berlin GmbH finden die S-Bahnkunden zunächst noch am alten Bahnhofseingang, sie wird in Kürze jedoch auch zur neuen Fußgängerbrücke umziehen.
Anfang Januar beginnt der Abbruch der alten Treppenanlagen sowie des gesamten bisherigen Eingangsbereichs des S-Bahnhofs.
Typisch Berlin. Weil sich die Bahn und der Senat wieder einmal nicht einigen können, bleibt eine #Millioneninvestition aus Steuergeldern fast ungenutzt. Für rund 75 Millionen Euro ist die #Wannseebahn zwischen #Anhalter Bahnhof und #Wannsee für die #S-Bahn in den vergangenen Jahren so ausgebaut worden, dass die Züge mit maximal #Tempo#100 fahren können. Doch an mehreren Stellen dürfen die Bahnen derzeit nur #schleichen – zum Teil mit 10km/h.
Rechtzeitig zum Weihnachtsfest halten von morgen an wieder Züge im #Anhalter Bahnhof, der seit dem #Brand eines Zuges am 10. August geschlossen war. Vorläufig stoppen dort aber nur die Züge, die Richtung Friedrichstraße fahren. In der #Gegenrichtung passieren die Züge die Station weiter ohne Halt. Die #Sanierung des Bahnhofes, die durch den beim Brand entstandenen #Rauch stark beschädigt worden war, wird voraussichtlich erst im Juli abgeschlossen sein. Vorher werden dann noch einmal, wahrscheinlich ab Ende März, die von Süden kommenden Bahnen nicht stoppen; dafür halten dann die Züge, die von Norden kommen.