Vom 9. bis 19. August werden auf dem Streckenabschnitt zwischen #Baumschulenweg und #Treptower Park auf ca. 1,2 Kilometern die #Gleise umgebaut. Gleichzeitig werden an zwei #Weichen in Treptower Park Schweiß- und Schleifarbeiten sowie auf der gesamten Strecke #Vegetationsarbeiten mit Seilklettertechnik ausgeführt.
Deshalb ist der Abschnitt gesperrt.
Ersatzverkehr und Umfahrungsmöglichkeiten
Wir empfehlen, die Sperrung über Neukölln zu umfahren. In Neukölln erfolgt die Weiterfahrt vom selben Bahnsteig gegenüber.
Zur Anbindung des S-Bahnhofs #Plänterwald wird ein #Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.
Fahrgäste von und nach #Flughafen Schönefeld kommen mit dem Airport-Express (#RE7 und #RB14) gut ans Ziel.
Zusätzliche Fahrten der #S45 und #S46 ergeben in Kombination mit den U-Bahn-Linien #U6 und #U8 gute Verbindungen vom Flughafen Schönefeld und aus dem Südosten in das Stadtzentrum.
Die Kurve Treptower Park <> Warschauer Straße wird während der Bauarbeiten nicht bedient. Der Abschnitt Ostkreuz <> Spandau wird durch die auf einen 10-Minutentakt verdichtete #S3 übernommen, sie ist über Umstieg in Ostkreuz erreichbar
Tarifhinweis
Fahrausweise des Kurzstreckentarifs werden auf dem Streckenabschnitt Schöneweide <> Baumschulenweg <> Köllnische Heide <> Neukölln (Umstieg) <> Sonnenallee <> Treptower Park <> Ostkreuz bis zu maximal 5 Stationen anerkannt.
Die Entwertung muss dabei zwingend in Schöneweide oder Baumschulenweg bzw. Treptower Park oder Ostkreuz erfolgen.
Frage 1:
Wie ist der gegenwärtige Stand der #Machbarkeitsstudie für weitere #U-Bahnplanungen?
Antwort zu 1:
Die Erarbeitung der Machbarkeitsstudien ist bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG)
beauftragt, die Untersuchungen laufen.
Frage 2:
Welche U-Bahnlinie, bzw. Erweiterungen, werden aktuell untersucht?
Antwort zu 2:
Gemäß den Überlegungen im Berliner Senat in den Jahren 2017 und 2018 wurden
folgende Machbarkeitsstudien beauftragt:
• Anbindung des #Schumacher Quartiers/der Urban Tech Republic (UTR) mittels
einer Ausfädelung der #U6
• Verlängerung der #U8 ins #Märkische Viertel mit verschiedenen Optionen
• Verlängerung der #U7 vom U-Bahnhof #Rudow aus in drei Varianten (bis zur
Landesgrenze Berlin/Brandenburg, bis Schönefeld, bis Flughafen Berlin
Brandenburg (BER))
Frage 3:
Gibt es bereits Zwischenergebnisse zu der U-Bahn-Machbarkeitsstudie?
2
Frage 4:
Welche Zwischenergebnisse, aufgegliedert auf einzelne U-Bahn-Linien, liegen vor?
Antwort zu 3 und zu 4:
Es liegen noch keine Zwischenergebnisse aus der im Jahr 2018 erfolgten Beauftragung
vor.
Frage 5:
Wieso berücksichtigt der Senat den Ausbau der U-Bahn-Linie U3 mit dem Anschluss an den S-Bahnhof
Mexikoplatz nicht, obwohl nach eigener Einschätzung des Senats die Verlängerung der U3 ein
kostengünstiges Projekt zur Erweiterung des U-Bahn-Streckennetzes in Berlin ist?
Antwort zu 5:
Für die ersten Schritte wurde verabredet, zunächst Machbarkeitsstudien für Vorhaben, die
im Kontext großer Wohnstandorte oder Entwicklungsgebiete stehen, durchzuführen.
Frage 6:
Zu welchen konkreten Ergebnissen ist der Senat bezüglich der Machbarkeitsstudie bei der dringend
benötigten Erweiterung der U-Bahn-Linie U7 zum Flughafen BER gekommen?
Antwort zu 6:
Siehe Antwort zu 3 und 4. Die Arbeiten laufen noch.
Frage 7:
(Weiter zur U7): Was ist die Grundlage dieser Machbarkeitsstudie, eine Weiterführung bis Schönefeld oder
eine direkte Anbindung bis vor das neue Terminal?
Antwort zu 7:
Im Kontext der Betrachtungen hat die BVG mit den verschiedenen potenziellen
Planungsbeteiligten Abstimmungen der Randbedingungen vorgenommen. Im Rahmen der
Machbarkeitsstudie werden beide genannten Varianten mitbetrachtet.
Frage 8:
Wie ist der derzeitige Stand der Gespräche mit dem Land Brandenburg zur Kostenteilung der U-Bahn-Linie
U7?
Antwort zu 8:
Die Abstimmungen laufen. Konkrete Aussagen können erst mit Vorliegen von aus den
Machbarkeitsstudien entstehenden und geprüften Erkenntnissen erfolgen.
3
Frage 9:
Wann kann frühestmöglich mit der Umsetzung des #Ausbaus der U7-Anbindung zum #Flughafen#BER
gerechnet werden?
Antwort zu 9:
Der Anlass zur Machbarkeitsstudie zur Verlängerung der U7 zum BER bestand in dem
Wunsch einer langfristigen Flächensicherung, d.h. der Sicherstellung, dass aktuelle
Aktivitäten am Flughafen und in dessen Umfeld die Möglichkeit einer U-Bahn-
Verlängerung nicht verhindern. Aussagen zu einer frühestmöglichen Realisierung sind
ohne geprüfte Erkenntnisse zur Machbarkeit nicht möglich. Neben der Machbarkeit wäre
des Weiteren die Wirtschaftlichkeit nachzuweisen und die Finanzierung zu klären.
Frage 10:
Gibt es Überlegungen für eine mögliche Umsteigebeziehung in #Rosenthal von der neuen #Regionalbahn auf
eine über den Senftenberger Ring hinaus verlängerte U8 bzw. zu der bestehenden #Straßenbahn in Richtung
Pankow?
Antwort zu 10:
Ob und inwieweit eine Verknüpfung mit einer etwaigen Verlängerung der U8 möglich wäre,
kann erst in den vertieften Untersuchungen zur U-Bahn-Verlängerung geprüft werden.
Ausgehend von den Ergebnissen zur Machbarkeit der U-Bahn-Verlängerung kann eine
Neuorganisation der #Netzverknüpfung der verschiedenen Verkehrsmittel des öffentlichen
Personennahverkehrs (ÖPNV) geprüft werden.
Frage 11:
Ist dem Senat bewusst, dass ohne weitere und direkt anschließende Auftragserteilung zum Ausbau des UBahn
Streckennetzes und der Beendigung der Bauarbeiten zur Linie U5, ein Kompetenzverlust auf Seiten
der BVG und des Baugewerbes im Bereich des U-Bahn-Baus in Berlin droht, da die bestehenden
diesbezüglichen Kapazitäten ohne weitere zeitnahe Perspektive in Richtung München, Hamburg und Wien
abwandern werden?
Frage 12:
Welche Maßnahmen ergreift der Senat, um einen solchen Kompetenzverlust in Berlin zu vermeiden?
Antwort zu 11 und zu 12:
Die beschriebene Tatsache war einer der Beweggründe des Senats, die Frage der UBahn-
Planungen in der aktuellen Legislatur auf die Agenda zu nehmen.
Berlin, den 17.04.2019
In Vertretung
Ingmar Streese
Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
In Vorbereitung auf die #Dammsanierung auf der Linie #U6 in rund zwei Jahren werden am 27. und 28. April 2019 zwischen #Kurt-Schumacher-Platz und #Alt-Tegel das Bauwerk geprüft und #Materialproben entnommen.
Jeweils von 8 bis 18:30 Uhr wird deshalb der Fahrbetrieb beider Richtungen auf ein Gleis verlegt. Die Züge fahren dann auf diesem Abschnitt nur im #20-Minuten-Takt und am U-Bahnhof Kurt-Schumacher-Platz muss #umgestiegen werden.
Zwischen Kurt-Schumacher-Platz und Seestraße fahren die Züge in dieser Zeit alle zehn, zwischen #Seestraße und #Alt-Mariendorf alle fünf Minuten.
Auf der Linie #U6 werden vom 17. März bis 24. Mai die Gleise zwischen #Kurt-Schumacher-Platz und #Seestraße erneuert. Um die Einschränkungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten, wird ausschließlich in den Nachtstunden vor Wochentagen gearbeitet. Das heißt, der Verkehr auf dieser Linie wird sonntags bis donnerstags (außer vor Feiertagen) jeweils von 22 Uhr bis 3.30 Uhr zwischen den Bahnhöfen Kurt-Schumacher-Platz und Seestraße eingestellt.
Während der nächtlichen Sperrungen fahren zwischen Leopoldplatz und Kurt-Schumacher-Platz barrierefreie Busse statt der Bahnen.
Zwischen Alt-Tegel und Kurt-Schumacher-Platz sowie zwischen Seestraße und Alt-Mariendorf rollt die U6 zu dieser Zeit wie gewohnt im 10-Minuten-Takt.
Es sollten Strecken der #U6, #S25 und die #A111#zeitgleich#saniert werden Berlin-Reinickendorf. Der Zeitplan für die Sanierung der Strecke der U-Bahnlinie 6 steht fest: Im Frühjahr 2021 soll das Teilstück zwischen den Haltestellen Alt-Tegel und Kurt-Schumacher-Platz erneuert werden. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich zwei Jahre dauern.
Frage 1: Wie viele #Sperrungen entlang der #U6 gab es in den Jahren 2017 und 2018 zwischen #Alt-Tegel und dem Bahnhof Friedrichstraße? a) Wie lange dauerten diese Sperrungen? b) An wie vielen Tagen erfolgten die Sperrungen nicht während der Berliner Schulferien? c) Was waren wie Gründe für die Sperrungen? Antwort zu 1: Die BVG teilt hierzu folgendes mit: „2017: 16.01. bis 29.01.2017: Ersatzverkehr zwischen U-Bahnhof Kurt-Schumacher-Platz und U-Bahnhof Wedding, durchgehend a) 14 Tage b) außerhalb der Ferien c) Gleis-und Weichenerneuerung U-Bahnhof Seestraße 04.11. und 11.11.2017: eingleisiger Betrieb im Zeitraum von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr zwischen U-Bahnhof Alt-Tegel und U-Bahnhof Kurt-Schumacher-Platz a) 2 Tage b) außerhalb der Ferien c) Sondierungsarbeiten am Dammbauwerk zwischen U-Bahnhof Borsigwerke und U-Bahnhof Kurt-Schumacher-Platz 2 2018: 03.05. bis 06.05.2018: Pendelbetrieb zwischen U-Bahnhof Kurt-Schumacher-Platz und U-Bahnhof Seestraße, durchgehend a) 4 Tage b) außerhalb der Ferien c) Gleisumbau U-Bahnhof Seestraße und Beginn der Grundsanierung des UBahnhofes 22.07. bis 18.10.2018 (Unterbrechung der Arbeiten am 02. und 03.10.2018): eingleisiger Betrieb zwischen U-Bahnhof Kurt-Schumacher-Platz und U-Bahnhof Seestraße (So bis Do, 22:00 Uhr bis Betriebsschluss), Umsteigen auf Seestraße und Kurt-Schumacher-Platz erforderlich a) 63 Tage b) Sommerferien bis 17.08.2018, daher an 43 Tagen außerhalb der Ferien c) Gleisbauarbeiten zwischen U-Bahnhof Seestraße und U-Bahnhof Afrikanische Straße im Gleis 2 Richtung Alt-Tegel 24.11. und 25.11.2018: eingleisiger Betrieb zwischen U-Bahnhof Alt-Tegel und UBahnhof Kurt-Schumacher-Platz im Zeitraum von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr a) 2 Tage b) außerhalb der Ferien c) Sondierungsarbeiten am Dammbauwerk U-Bahnhof Borsigwerke und UBahnhof Kurt-Schumacher-Platz“ Frage 2: Wie ist der Zustand des #Fahrdamms der U6 zwischen den Bahnhöfen #Borsigwerke und #Kurt-Schumacher- Platz? a) Wann wird dieser Streckenabschnitt #saniert? b) Mit welchem Zeitraum und welchen Einschränkungen müssen die Nutzerinnen und Nutzer der U6 in diesem Zeitraum rechnen? c) Welche alternativen Ausweichmöglichkeiten sind für die Nutzer des ÖPNV in diesem Zeitraum geplant? Antwort zu 2: Die BVG teilt hierzu folgendes mit: „Der Bahndamm zeigt Schäden in Form von Setzungen und Verschiebungen auf Grund der unzureichenden Beschaffenheit des eingebauten Bodenmaterials. Die Gleisanlagen haben ihre Grenznutzungsdauer erreicht und müssen erneuert werden. Die Brücke über die #Seidelstraße ist auf Grund von Schäden durch Risse in der Brückenkonstruktion und durch konstruktive Veränderungen durch fehlerhafte Brückenwiderlager zeitnah zu ersetzen. a) Die Sanierungsarbeiten beginnen im Frühjahr 2021. b) Es wird ein durchgehender Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Kurt Schumacher Platz (zeitweiliger Endpunkt der Linie U6) und dem Bahnhof Alt-Tegel während der Bauzeit für ca. 20 Monate eingerichtet. c) Neben dem eingerichteten Schienenersatzverkehr mit Bussen kann auch die SBahnlinie #S25 (nach Hennigsdorf) genutzt werden.“ 3 Frage 3: Wird diese zu erwartende Baumaßnahme mit der dringenden Sanierung des Tegel Tunnels entlang der #A111 dahingehend koordiniert, dass nicht parallel gebaut wird? a) Gibt es hierzu konkrete Abstimmungsgespräche zwischen Senat, BVG und VLB? Antwort zu 3: Die BVG teilt hierzu folgendes mit: „Während der Sanierungsmaßnahmen im Zuge der A111 und auch bereits im Vorfeld dieser Sanierungsmaßnahmen werden tangierende Baumaßnahmen gebündelt über die VMZ Berlin koordiniert. Eine parallele Durchführung ist durch diese zentrale Aussteuerung ausgeschlossen.“ a) Im Rahmen der „Arbeitsgruppe Koordinierung von Großbaustellen R-, S-, U- und Straßenbahn Berlin“ werden zwischen #Senat, #BVG und #VLB Abstimmungsgespräche zu parallel laufenden Baumaßnahmen geführt. Frage 4: Ist geplant, dass während dieser Bauphase auch die noch fehlende Barrierefreiheit an den Bahnhöfen Borsigwerke und Holzhauser Straße nachgeholt wird? a) Werden während dieser Bauphase auch die Bahnhöfe ertüchtigt? b) Wenn ja, was wird konkret an welchem Bahnhof entlang der gesperrten Strecke baulich getan? Antwort zu 4: Die BVG teilt hierzu folgendes mit: „Die Gesamtmaßnahme besteht aus einer Bündelung der verschiedensten Einzelmaßnahmen. Unter anderem wird der noch ausstehende barrierefreie Ausbau der Bahnhöfe Borsigwerke und Holzhauser Straße ausgeführt. a) Die Ertüchtigung der im gesperrten Streckenabschnitt liegenden Bahnhöfe ist während des Gesamtprojekts eingeschlossen. b) Für die einzelnen Stationen werden unterschiedlich Teilmaßnahmen notwendig. So werden die nachfolgend im Detail genannten Teilmaßnahmen umgesetzt: Bahnhof Alt-Tegel – Erneuerung von Ausgängen an der Berliner Straße / Alt-Tegel Bahnhof Borsigwerke – Barrierefreier Ausbau und Grundinstandsetzung der Treppenanlagen Bahnhof Holzhauser Straße – Barrierefreier Ausbau und Grundinstandsetzung des Bahnhofes Bahnhof Otisstraße – Instandsetzung der Bahnsteigplatte, Sanierung der Stützen und Dachinstandsetzung Bahnhof Scharnweberstraße – Grundinstandsetzung des Bahnhofes“ Berlin, den 31.01.2019 In Vertretung Ingmar Streese Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Jetzt bekommen die #Fahrgäste die #U-Bahn-Krise ganz direkt zu spüren. Weil sie nicht genügend Wagen haben, lassen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) die Züge auf mehreren Linien künftig seltener fahren. Entsprechende Pläne hatte BVG-Chefin Sigrid Nikutta bereits in der Vorwoche angekündigt. Nun aber werden sie konkret.
So werden ab kommendem Montag die #Takte auf den Linien #U6 (Alt Tegel–Alt Mariendorf) und #U9 (Osloer Straße–Rathaus Steglitz) verlängert. Die U6 fährt im Berufsverkehr künftig im #Fünf-Minuten-Takt. Bislang soll laut Fahrplan alle gut vier Minuten ein Zug kommen. Auf der U9 verlängert sich der Takt um 40 Sekunden auf einen abstand von knapp fünf Minuten. Ab 4. März ist auch eine Taktverlängerung auf Berlins längster Linie, der #U7, vorgesehen. Statt im Abstand von viereinhalb Minuten sollen die Züge zwischen Rudow und Rathaus Spandau im Berufsverkehr nur noch alle fünf Minuten fahren. 30 oder 40 Sekunden – das klingt im ersten Moment nach wenig, bedeutet aber eine Reduzierung der Leistung um rund zehn Prozent.
Sie sorgt dafür, dass die Berliner und die Touristen ohne Auto mobil sind. 2018 wurde sie für fast 1,1 Milliarden Fahrten genutzt. Doch lange hatten Beobachter den Eindruck, dass die #BVG ein Stiefkind der Politik ist. Die Zahl der Ausfälle und Verspätungen stieg auf ein Rekordhoch. Jetzt ist die rot-rot-grüne Koalition aktiv geworden.
„Alle sind aufgewacht“, so der SPD-Verkehrspolitiker Tino Schopf am Mittwoch. Tags zuvor hatte die Fraktion #BVG-Chefin Sigrid #Nikutta eingeladen. Zwar entschwand der Regierende Bürgermeister Michael Müller zum Google-Empfang, bevor sie sprechen durfte. Doch wer blieb, hörte eine lange Analyse: etwa über den hohen #Krankenstand des Personals, über #Fahrzeugbeschaffungen und anstehende #Taktverlängerungen auf den Linien #U6, #U7 und #U9. Was muss sich sonst noch ändern?
Mehr Personal Am Mittwoch bedankte sich Nikutta für die Gespräche mit der SPD und den Grünen: „Erfreulicherweise waren wir uns mit allen Abgeordneten darüber einig, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BVG täglich Hervorragendes leisten. Klar ist aber auch, dass wir nach dem großen Wachstum der vergangenen Jahre bei #Fahrgastzahlen und Kilometerleistung dringend an den Rahmenbedingungen arbeiten müssen. Dazu gehört neben dem Ausbau der Fahrzeugflotten auch der #Personalaufbau bei Fahrerinnen und Fahrern, in den Werkstätten und für Sicherheit und Service.“ 2019 soll es 1100 Einstellungen geben, davon 720 im Fahrdienst und 113 in …
Eine Morgenpost-Leserin gab der Redaktion folgenden Ratschlag: „Macht es doch einfacher und schreibt, welche U-Bahnlinien ungestört und normal fahren“, schreibt sie auf der Facebook-Seite der Zeitung als Reaktion auf die jüngsten Berichte zur Situation bei der #U-Bahn. Bereits seit Wochen läuft es beim wichtigsten Transporteur der Stadt (täglich bis zu 1,5 Millionen Fahrgäste) nicht rund, vor allem auf den Linien #U6, #U7, #U8 und #U9 häufen sich #Zugausfälle und #Verspätungen. Ausgerechnet in einer Stadt, in der die große Mobilitätswende – weg vom automobilen Individualverkehr, hin zu mehr Bahn, Tram und Rad – ausgerufen wurde, fährt eines der umweltfreundlichsten Verkehrsmittel in die Krise.
Diese Krise kam nicht über Nacht. Für den Berliner #Fahrgastverband#Igeb ist sie vielmehr das Ergebnis einer verfehlten #Verkehrspolitik, an der mit SPD und Linke zumindest zwei der aktuell drei in Berlin regierenden Parteien in den vergangenen zwei Jahrzehnten aktiv beteiligt waren. „Jetzt rächt sich vor allem die Sparpolitik des Ex-Finanzsenators Thilo Sarrazin, der Investitionen in die #Infrastruktur und die #Fahrzeugflotte der U-Bahn über Jahre verhinderte“, sagt Igeb-Sprecher Jens #Wieseke.
Was sind die Gründe für die aktuelle U-Bahnkrise? Eine Analyse:
Das Berliner #U-Bahnnetz ist das größte Deutschlands. Es ist aber auch das älteste und bei weitem komplexeste. Die #Bauabteilung der BVG hat die Mammutaufgabe, dieses Netz nicht nur permanent für den aktuellen Betrieb in Schuss zu halten, sondern auch fit für den wachsenden Verkehr der Zukunft zu machen. In den kommenden vier Jahren investiert die BVG dafür rund 800 Millionen Euro in das Bestandsnetz.
Das Bauprogramm 2019 startet gleich am 4. Januar. Am Bahnhof #Wittenbergplatz werden in mehreren Bauphasen zentrale Weichen erneuert, die am Drehkreuz des Kleinprofilnetzes mit den Linien #U1, #U2 und #U3 zu den am stärksten belasteten Gleisanlagen der Berliner U-Bahn zählen. Dank guter Planung wird trotz der Bauarbeiten immer eine der drei wichtigen Ost-West-Linien fahren. Für die anderen Verbindungen gibt es jeweils #Umfahrungsempfehlungen mit anderen U-Bahnlinien. Die Fahrgastinformationen, unter anderem ein mehrseitiger Flyer, liegen schon bereit und werden in Kürze verteilt.
Was die wenigsten wissen: Das Weichensystem am Wittenberg hat es wirklich in sich. Wie wichtig der Knoten ist, erläutert U-Bahn-Bauchef Uwe Kutscher: „Die Weichen am Wittenbergplatz sind buchstäblich das Herzstück des #Kleinprofil-Netzes. In der Hauptverkehrszeit passieren pro Richtung und Stunde rund 40 Züge diesen Abschnitt. Entsprechend groß ist die Belastung der Anlagen. Damit wir auch in Zukunft im dichten Takt fahren können, müssen wir dort jetzt ran.“
In Bauphase 1 (4. Januar bis 24. Februar 2019) fährt die Linie U1 wie gewohnt. Die U2 ist zwischen Bahnhof Zoologischer Garten und Gleisdreieck, die U3 zwischen Spichernstraße und Warschauer Straße unterbrochen. In Phase 2 (25. Februar bis 3. März 2019) ist die U2 planmäßig unterwegs, dafür müssen die U1 von Uhlandstraße bis Gleisdreieck und die U3 von Spichernstraße bis Warschauer Straße pausieren. In der dritten Bauphase wird dann noch der Tunnel am Bahnhof Wittenbergplatz saniert. Um die Auswirkungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten, finden diese Arbeiten ausschließlich in den Abend- und Nachtstunden statt. Sie sollen vom 10. März bis zum 6. Juni 2019 dauern. U2 und U3 fahren in dieser Zeit wie gewohnt. Die U1 bleibt unterbrochen. Über Details zur letzten Phase wird die BVG rechtzeitig informieren, unter anderem mit einem weiteren Flyer für die Fahrgäste. Auch hinter den Kulissen verlangt diese Baumaßnahme unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der U-Bahn im Fahr- und Betriebsdienst sowie in den Werkstätten Einiges ab: Es entstehen vier Inselverkehre, drei davon sind von der Betriebswerkstatt abgeschnitten. Dadurch müssen sämtliche Wartungsarbeiten, Reparaturen und (Graffiti-) Reinigungen an den Zügen teilweise im Netz erfolgen. Die Züge werden entsprechend vorsortiert und in einer großen Aktion auf die vier Inselnetze umverteilt, damit überall genügend Züge „eingeschlossen“ sind, um einen stabilen Fahrgastverkehr sicherzustellen.
Ebenfalls ab dem 4. Januar wird die Sanierung der südlichen #U7 fortgesetzt. Zwischen den Bahnhöfen #Blaschkoallee und #Parchimer Allee Im Bahnhof Parchimer Allee werden mit Schadstoffen belastete Faserplatten entfernt. Für rund vier Wochen ist die U7 zwischen den Bahnhöfen #Grenzallee und #Britz-Süd unterbrochen. Als Ersatz fahren Busse. Diese Arbeiten sollen planmäßig Anfang März beendet sein.
Großprojekte 2019 bis 2022
Neben diesen und weiteren kleineren Baumaßnahmen stehen in den Jahren 2019 bis 2022 vier herausragende Großprojekte für die BVG-Bauabteilung an.
Bereits im Herbst 2019 wird an der südlichen #U6 für rund vier Monate gearbeitet. Im Mittelpunkt steht dabei der Einbau sogenannter #Gleiswechsel, die den Verkehr in der Zukunft im Zusammenspiel mit dem neuen elektronischen Stellwerk am #Mehringdamm deutlich flexibler machen werden. Außerdem werden die Tunnel saniert und der barrierefreie Ausbau der Bahnhöfe #Alt-Tempelhof und #Westphalweg vorbereitet.
2020 geht dann die Sanierung der Bauwerke der ältesten U-Bahnlinie Deutschlands in den Endspurt. Die berühmte Linie #U1 wird danach endgültig fit für viele weitere Jahrzehnte sein. Bevor es soweit ist, müssen die Bauleute aber auf zwei Abschnitten noch einmal kräftig arbeiten. Auf der östlichen U1 steht der Abschluss der #Hochbahnsanierung zwischen #Oberbaumbrücke und #Kottbusser Tor an, die bereits seit mehreren Jahren in verschiedenen Bauphasen läuft. Voraussichtlich ab dem Frühjahr 2020 muss die U1 zwischen Kottbusser Tor und #Warschauer Straße noch einmal für rund zwölf Monate unterbrochen werden.
Ab Spätsommer/Herbst 2021 steht dann noch einmal die U1 im Mittelpunkt. Die #Brücke über den Park am #Gleisdreieck wird ab dann in geplanten 17 Monaten komplett neu gebaut. Die Auswirkungen für die Fahrgäste werden aber – wie bei vorherigen Baumaßnahmen im Bereich Gleisdreieck – vergleichsweise gering ausfallen, da die Linie #U2 als Umfahrung dient.
Das vierte Großprojekt ist ab 2021 die Sanierung des inzwischen 60 Jahre alten #Bahndamms der nördlichen #U6. Der oberirdische Abschnitt der Linie nach #Alt-Tegel wird dabei komplett erneuert und für die Zukunft abgesichert. Teil dieses Großvorhabens ist außerdem die Erneuerung der Brücke über die #Seidelstraße. Parallel werden Bahnhöfe von Grund auf instand gesetzt und barrierefrei ausgebaut. Die Planer rechnen insgesamt mit einer Bauzeit von rund 20 Monaten.
„Uns ist klar, dass diese Großvorhaben für die Fahrgäste der jeweiligen Linien nicht angenehm sind“, sagt Bauchef Uwe Kutscher. „Alle Maßnahmen sind aber notwendig, damit wir in der wachsenden Stadt von morgen noch leistungsfähiger als heute sind. Wir bauen buchstäblich für die Zukunft Berlins.“