In Berlin ist ein #Pilz gewachsen, der so gar nichts mit einem „Naturwunder“ zu tun hat, sondern mit den gezielten Überlegungen von #Verkehrsplanern, eine große Zahl von Reisenden schnell und effizient von A nach B zu bringen. Dazu bedurfte es eines vollkommen neuen Verkehrskonzepts für die Hauptstadtregion, ist sie doch sozusagen Dreh- und Angelpunkt für die Erreichbarkeit europäischer Metropolen auf dem Schienenweg – von Paris bis Moskau, von Kopenhagen bis Budapest. Und dieses Konzept sieht aus wie ein Pilz – mit Stiel, Krempe und Hut.
Bessere Umsteigemöglichkeiten entstehen damit am U-Bahnhof #Bernauer Straße zur #U8 und am Nordbahnhof zu den S-Bahn-Linien S 1, S 2, S 25 sowie zu den Linien M8, 12, 245, 247.
Im #Nordsüdtunnel verkehrt neben der S 1 und der S 2 auch wieder die S 25 in der #Hautpverkehrszeit im 10-Minutentakt, so dass tagsüber sechs Züge je zwanzig Minuten und Richtung unterwegs sind. Die Linie S 85 (Grünau–Waidmannslust) wird dank des Zuspruchs der Fahrgäste beibehalten und auf dem #Ostring im exakten 10- Minutentakt mit der S 8 fahren.
Durch die neuen #Fahrmöglichkeiten in Berlin und Brandenburg, die die #Nord-Süd-Verbindung der Bahn ab 28. Mai bietet, bekommen mehrere #RE- und #RB-Linien neue #Fahrwege.
Die #Linienführungen in Mecklenburg-Vorpommern bleiben gegenüber dem Winterfahrplan unverändert. Obwohl man in Richtung #Szczecin über Angermünde jetzt durch den Tunnel fährt, behält der tägliche #Ausflugszug „STETTINER HAFF“ seinen angestammt Weg über die #Stadtbahn bei. Er hält 7.27 Uhr auch Hauptbahnhof (oben).
Kürzere Fahrzeiten zwischen Berlin und Leipzig sowie zwischen Leipzig und #Chemnitz machen es ab 28. Mai attraktiver, den Weg nach Chemnitz über Leipzig zu wählen. Der Reisende braucht dann vom Berliner zum Chemnitzer Hauptbahnhof nur noch 2 Stunden 34 Minuten. Diese Verbindung kann man zudem alle zwei Stunden nutzen.
Matthias #Engelmann ist nicht aus der Ruhe zu bringen. Sechs #Computermonitore hat er im Blick, auf Papier gedruckte Aufstellungen liegen vor ihm und selbst bei einem Brand würde er seinen Arbeitsplatz in der Betriebszentrale der DB #Netz AG in #Pankow nicht verlassen.
Der 24-Jährige ist #Fahrdienstleiter und damit so etwas wie ein #Lotse für Züge. In Pankow sitzt er hinter Türen, die selbst einem Feuer standhalten würden. Auch einen Stromausfall muss Matthias Engelmann dank #Notstromaggregat und #Batterieanlage nicht fürchten.
Europa wächst zusammen und der neue Berliner #Hauptbahnhof hat künftig einen wichtigen Anteil daran. Berlin feiert den größten #Kreuzungsbahnhof des Kontinents. Die Hamburger Architekten #Gerkan, Marg & Partner sahen in ihrem Entwurf eine #Schnittstelle im #Bahnverkehr und im vereinten Europa.
Wenn am 28. Mai die ersten Regelzüge halten, dann ist hier die neue Mitte des Bahnverkehrs unserer Region und eines ganzen Stücks darüber hinaus. Fern- und #Regionalverkehr der Deutschen Bahn zeigen sich gründlich verändert.