„Wieso fährt die Berliner S-Bahn weiterhin mit Zügen der #Baureihe#480?“ fragen sich einige Fahrgäste nach dem #Brand eines Zuges dieser Baureihe im Berliner #S-Bahn-Tunnel. Schließlich war das ja nicht das erste Mal, dass ein Wagen dieses Typs „etwas wärmer“ geworden ist, als er dürfte. Panikmache, sagt die S-Bahn, diese Züge seien technisch genauso sicher wie alle anderen Züge der S-Bahn. Unwahrscheinlich, sagen die Skeptiker, denn betrachtet man den immer geringer werdenden Anteil dieser Baureihe am #Gesamt-Fahrzeugpark der Berliner #S-Bahn und die Tatsache, dass dies bereits der vierte Brand ohne äußere Einwirkungen ist, so kommt man ins Grübeln: Wie wahrscheinlich ist es, dass #zufällig immer ein Zug der Baureihe 480 #brannte?
Die Bahn hat den #Baubeginn am #Ostkreuz erneut verschoben. Nun sollen die Arbeiter „spätestens“ Ende 2005 zur #Sanierung anrücken. Zuletzt war der Starttermin von Ende 2004 auf Anfang 2005 vertagt worden. Die Kosten werden inzwischen mit 400 Millionen Euro veranschlagt. Erst 2014 soll nach den derzeitigen Plänen der Umbau des Bahnhofs, der zu den wichtigsten im Netz der #S-Bahn gehört, abgeschlossen sein. Nachträgliche Änderungswünsche des Senats hatten das #Planfeststellungsverfahren verzögert, sagte Berlins Bahnchef Peter Debuschewitz. Während des Verfahrens hatte sich der Senat entschieden, die #Hauptstraße dort vier- statt zweispurig ausbauen zu lassen. Über sie soll einmal der #Zubringerverkehr zur geplanten Verlängerung der Stadtautobahn #A100 rollen.
Noch im Dezember 2004 sollen wieder #S-Bahnzüge im #Anhalter Bahnhof halten, der seit dem #Brand eines Zuges der Baureihe #480 am 10. August 2004 gesperrt ist.
Es ist geplant, ab Dezember am Anhalter Bahnhof wieder Züge zunächst in eine Richtung halten zu lassen. Fahrgäste in die andere Richtung mit Ziel Anhalter Bahnhof müssen dann eine Station vorfahren und umsteigen.
Nach dem Brand eines S-Bahn-Zuges im unterirdischen Anhalter Bahnhof am 10. August 2004 gehen die Sanierungsarbeiten zügig voran.
Unter laufendem Betrieb sanieren Spezialfirmen in dem für ein- und ausstei-gende Fahrgäste geschlossenen Bahnhof die Wand- und Deckenbauteile. Außerdem werden alle Rußablagerungen umweltgerecht entsorgt. Hierzu müssen u.a. die gesamte untergehängte Decke und ca. 11.000 Wand- und Stützverkleidungsplatten demontiert werden.
Anfang Dezember beginnt der Wiederaufbau der Station. Dabei werden neueste Erkenntnisse des Brandschutzes berücksichtigt und der bereits vor dem Feuer vorbereitete Bau eines zweiten Ausgangs wird realisiert. Im Juli 2005 soll die Station wieder komplett zur Verfügung stehen.
Um Fahrgästen mit Start und Ziel am Anhalter Bahnhof den Schienenersatzverkehr mit Bussen zu ersparen, ist geplant, den Bahnhof noch im Dezember provisorisch in einer Richtung zum Ein- und Aussteigen herzurichten.
Zunächst halten wieder Züge in Richtung Norden. Fahrgäste Richtung Sü-den müssen dann vorübergehend bis zum Potsdamer Platz vorfahren und in die Züge der Gegenrichtung umsteigen. Nach Fertigstellung des Bahnsteigs Anhalter Bahnhof Richtung Süden wird das Verfahren entsprechend umgedreht. Die Deutsche Bahn ist überzeugt davon, mit dieser Vorgehensweise den berechtigten Interessen der Fahrgäste Rechnung zu tragen.
Bei dem Brand im letzten Wagen eines stadtauswärts fahrenden Zuges der Linie S25 im Anhalter Bahnhof am 10. August konnten alle Fahrgäste weitgehend unverletzt ins Freie gelangen.
Allein die Bauschuttentsorgung und Reinigung der Station beträgt ca. 1,4 Millionen Euro, der gesamte Wiederaufbau der Verkehrsstation unter Be-rücksichtigung der neuesten brandschutztechnischen Erkenntnisse beläuft sich auf zusätzliche ca. 4 Millionen Euro. Als Unglücksursache ermittelten Experten des TÜV einen Kurzschluss in einem elektrischen Apparatekasten. Dieser löste einen Schwelbrand aus. Weitere Vorfälle gleicher Ursache können ausgeschlossen werden.
Dank dieser #Baureihe#481 sank das Alter des Fahrzeugparks der S-Bahn Berlin in den letzten acht Jahren von durchschnittlich 43 Jahren auf 6,5 Jahre.
„Damit bieten wir unseren Fahrgästen einen deutlich höheren #Komfort an“, betonte Günter #Ruppert, Sprecher der S-Bahn-Geschäftsführung, beim Erhalt des 1000. und letzten Wagens der BR 481 am 30. September im #Olympiastadion.
Die neue S-Bahn-Flotte für die Bundeshauptstadt ist komplett: Im Rahmen eines Festaktes auf dem S-Bahnhof Olympiastadion wurde am Donnerstag in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste der 1000. Wagen der Baureihe 481 vom Schienenfahrzeughersteller Bombardier Transportation an die S-Bahn Berlin GmbH übergeben.
Mit einem Volumen von 1,2 Milliarden Euro ist dies die größte Investition eines Eisenbahnverkehrsunternehmens, die in den letzten Jahrzehnten für einen Fahrzeugtyp getätigt wurden. Die Finanzierung erfolgte kreditfinanziert durch die S-Bahn Berlin GmbH. Die ersten 200 Wagen bezahlte der Bund.
„Die erfolgreiche Vollendung des größten Fahrzeugbeschaffungsprogramms der Berliner S-Bahn seit dem zweiten Weltkrieg ist ein wichtiger Meilenstein für das Unternehmen“, erklärte S-Bahn-Geschäftsführer Günter Ruppert. „Mit den neuen Fahrzeugen können wir mehr Sicherheit, Transparenz und vor allem eine attraktive, zeitgemäße und umweltgerechte Alternative zum Individualverkehr bieten.“
Verjüngung des Fahrzeugparks
Seit Ende 1996 lieferte Bombardier Transportation monatlich einen Vollzug (8 Wagen) aus seinen Werken Hennigsdorf und Halle-Ammendorf an das Verkehrsunternehmen ab. Entwicklung und Fertigung erfolgte komplett in den neuen Bundesländern.
Die komfortablen Fahrzeuge dienen als Ersatz für den überalterten Wagenpark aus den zwanziger und dreißiger Jahren, der in den letzten Jahren ausgemustert wurde. Damit konnte das Durchschnittsalter der Züge in den letzten acht Jahren von 43 auf sechs Jahre gesenkt werden.
Auch die neuen Züge sind in den traditionellen rot-gelben Farben der Berliner S-Bahn lackiert und haben längst die Herzen der Fahrgäste erobert. Bequeme Polstersitze, eine transparente Gestaltung des Innenraums mit Durchgangsmöglichkeit zum nächsten Wagen und viel Platz für Fahrräder und Gepäck haben den Abschied von der vertrauten Geräuschkulisse und den Holzsitzen der alten Züge leicht gemacht.
Zuverlässigkeit durch enge Zusammenarbeit
Eine Projektgruppe von S-Bahn Berlin GmbH und Bombardier Transportation war seit Beginn der Auslieferung der Baureihe 481 tätig, um gemeinsam auftretende Probleme zu analysieren und beheben zu können. Im Ergebnis dieser Kooperation zwischen Hersteller und Betreiber präsentieren sich die neuen Fahrzeuge als äußerst zuverlässig. Während Altbauzüge durchschnittlich alle 300.000 Kilometer in die Werkstattuntersuchung mussten, ist dies bei den Zügen der Baureihe 481 erst nach 1,2 Millionen Kilometern erforderlich. Mittlerweile haben die ausgelieferten Fahrzeuge rund 250 Millionen Kilometer bewältigt. Das entspricht umgerechnet etwa 6.300 Erdumrundungen.
Die neue Technik überzeugt auch unter Umweltaspekten. Im September wurde die S-Bahn Berlin GmbH von der „Allianz pro Schiene“ beim Umweltvergleich Schienenverkehr im Bereich „Schienenpersonennahverkehr mit Elektrotraktion“ als erster Preisträger ausgezeichnet.
Orientierung an den Bedürfnissen der Zukunft
Im Jahr 2004 werden voraussichtlich 320 Mio. Fahrgäste mit den Zügen der Berliner S-Bahn auf 15 Linien und einem Streckennetz von 328 Kilometern unterwegs gewesen sein. 2003 waren es noch 315 Mio. – Tendenz steigend. Mit der Verlängerung der Linie S25 nach Teltow Stadt im Februar 2005 kommen weitere Nutzer hinzu. Schon jetzt arbeitet das Unternehmen an einer Weiterentwicklung des Fahrzeugparks. Im letzten Jahr wurden drei Züge der Baureihe 481 in Dienst gestellt, in denen alle vier Wagen eines Triebzuges komplett durchgehend begehbar sind. Diese Fahrzeuge dienen der Erprobung im Fahrgasteinsatz und als Versuchsträger für nachfolgende Fahrzeuggenerationen.
Weiteres Fotomaterial ist im Internet unter www.bahnimbild.de , „Aktuell“ abrufbar.
Am Donnerstag, dem 30. September, ist für die S-Bahn Berlin GmbH ein ganz besonderer Tag. Mit Lieferung des 1000. Wagen der modernsten S-Bahn-Baureihe 481 ist die Erneuerung des Fahrzeugparks abgeschlossen. Das Durchschnittsalter der Wagen sank in den letzten acht Jahren von 43 auf sechs Jahre.
An seinem ersten Einsatztag fährt der 1000. Wagen auf der Linie S5. Die Berlinerinnen und Berliner können den Jubiläumszug am Donnerstag in der Zeit von 12.30 Uhr bis 18.00 Uhr kostenlos benutzen. Fahrtbeginn ist um 12.30 Uhr ab Zoologischer Garten nach Mahlsdorf.
Für interessierte Kunden ist das S-Bahn-Serviceteam mit an Bord und beanwortet gern Ihre Fragen rund um die S-Bahn Berlin.
Die #Sanierung des maroden S-Bahnhofs #Ostkreuz verschiebt sich erneut. Wegen #Planungsänderungen werde der Umbau des größten Berliner Verkehrsknotenpunktes wahrscheinlich „erst im kommenden Jahr beginnen“, kündigte Michael #Baufeld, Sprecher der DB Projektbau, an.
Schuld an der erneuten #Verzögerung ist nach Auffassung der Bahn die Senatsverwaltung für Verkehr. Diese habe im Juni überraschend eine Änderung an den #Bahnbrücken über der #Hauptstraße gefordert. Nach den bisherigen Plänen sollte dort eine #zweispurige#Straßenunterführung gebaut werden. Nun wünscht die Verkehrsverwaltung aber Platz für vier Fahrspuren. Daraufhin musste DB Projektbau die Pläne erneut ändern und die Änderungen dem #Eisenbahnbundesamt (EBA) zur Prüfung vorlegen. „Wie lange diese Prüfung dauert, ist unklar“, sagte Baufeld.
Rund 19 Jahre nach den ersten Plänen für einen #S-Bahnhof an der #Kolonnenstraße soll dieser nun endlich gebaut werden. Nachdem der Bau zuletzt immer wieder an einem Planungs- und #Finanzierungsstreit zwischen Senat und Deutscher Bahn AG gescheitert ist, haben sich beide Seiten nun im Grundsatz auf die #Finanzierung geeinigt. Die Deutsche Bahn legte der Senatsverkehrsverwaltung dazu vor wenigen Tagen den Entwurf einer Bau- und Finanzierungsvereinbarung vor. Dieser wird zurzeit zwar noch geprüft, aber „von uns im Grundsatz geteilt und gibt wieder, was auch wir uns vorstellen können“, so Petra Rohland, Sprecherin der Verkehrsverwaltung.