Der #Fahrplanwechsel bei der Deutschen Bahn zum Sonntag, dem 14. Dezember, geht bei der #S-Bahn Berlin mit wenig Änderungen einher.
Sie verzichtet deshalb der Umwelt zuliebe auf die Herausgabe eines neuen Fahrplanheftes, zumal voraussichtlich zum #19. April, einem Montag, bereits wieder ein Fahrplanwechsel bei der #S-Bahn ansteht.
#Lindenberg und #Schwanebeck erhalten ab 14. Dezember 2003 wieder eine direkte Busverbindung zur #S-Bahn in #Hohenschönhausen sowie zum dortigen Einkaufszentrum „Linden-Center“.
Die Bus-Linie #893 der #Barnimer Busgesellschaft wird montags bis freitags stündlich, am Wochenende im Zwei-Stunden-Takt, über die Haltestelle #Siedlung Wartenberg hinaus verlängert und fährt Richtung S-Bahn Hohenschönhausen, #Prerower Platz bis zur Haltestelle #Feldtmannstraße.
Am 14. Dezember 2003 ist nicht nur #Fahrplanwechsel, auch die nationalen und internationalen #Tarife werden von den Bahnen zu diesem Termin vermehrt geändert.
Bei der DB wird nach der Genehmigung durch die zuständige Behörde der Tarif im #Nahverkehr um 4 Prozent angehoben. Das gilt jedoch nicht bei Fahrten innerhalb des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg. Hier gilt der Tarif des #VBB.
Elf Stunden brauchte die #Postkutsche im Jahr 1824 zwischen #Luckenwalde und Berlin. Als hier 20 Jahre später die #Eisenbahn fuhr, schrumpfte die Zeit bis zum #Anhalter Bahnhof auf knapp eineinhalb Stunden, heute schafft es der RE selbst mit Umweg über den östlichen Ring in einer Stunde bis in die City.
Wenn im Jahr 2006 der #Ausbau der #Anhalter Bahn beendet ist, ist Luckenwalde aus Fahrzeitsicht Berliner Vorort. Nicht mal eine #Dreiviertelstunde fährt dann der #RegionalExpress bis zum Hauptbahnhof/Lehrter Bahnhof.
Manchmal scheinen Drohgebärden doch zu helfen. Nach der Ankündigung von Bahnchef Hartmut #Mehdorn, den #S-Bahn-Verkehr zum #Fahrplanwechsel am 14. Dezember einzustellen, haben sich Mehdorn und der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) gestern „in wesentlichen Punkten“ auf einen neuen #Verkehrsvertrag geeinigt. Obwohl das Land zunächst insgesamt 48 Millionen Euro im Jahr weniger zahlen wird, als die S-Bahn gefordert hatte, werde es keine #Leistungseinschränkungen geben, versicherte Mehdorn. Gleichzeitig einigten sich Bahn und Senat, wie in Zukunft die #Einnahmen aus Fahrscheinverkäufen zwischen der #BVG und der S-Bahn aufgeteilt werden sollen. Damit ist ein jahrelanger Streit beendet.
Auf 22 Buslinien, die in und nach Spandau fahren, sollen die Fahrgäste seit Montag vorn beim Fahrer einsteigen und ihren #Fahrschein vorzeigen. In einem dreimonatigen Versuch will die #BVG testen, ob sich dadurch die Zahl der #Schwarzfahrer senken lässt. Die BVG ist zufrieden. Bei einer #Testfahrt des Tagesspiegel hielt sich allerdings so gut wie niemand an die neue Bestimmung. Auch vom Personal wird die Regelung offenbar nur #halbherzig durchgesetzt.
Vertragsunterzeichnung soll für Berlin, ebenso für Brandenburg, noch vor dem 14. Dez. erfolgen.
Bahnchef Hartmut Mehdorn und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, haben am heutigen Nachmittag ein klärendes Gespräch über den ausstehenden Verkehrsvertrag für die Berliner S-Bahn geführt. Eine Einigung ist in Sicht, eine Vertragsunterzeichnung soll für Berlin, ebenso für Brandenburg, noch vor dem 14. Dezember erfolgen. „Es waren harte Verhandlungen mit Geben und Nehmen, aber wir haben die größten Hindernisse gemeinsam ausgeräumt“, erklärte Mehdorn nach dem Gespräch.
Die Vertragsunterzeichnung stellt sicher, dass der S-Bahn-Betrieb auch nach dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember in vollem Umfang weitergeführt wird. Der neue Verkehrsvertrag soll eine Laufzeit von 15 Jahren haben und einen erheblichen Langzeitrabatt beinhalten. Nach zwei Dritteln der Laufzeit, also zum Ende des Jahres 2013, soll ein Drittel der Leistung ausgeschrieben werden. Auch die im Rahmen des Verbundtarifes anstehende Einnahmeaufteilung mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), die U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen betreibt, wird geregelt.
Dem Spitzengespräch vorausgegangen waren langwierige Verhandlungen zwischen dem Aufgabenträger und dem Verkehrsunternehmen. Bereits Ende 2001 war der bisherige Verkehrsvertrag ausgelaufen. Seit dem bestand eine mündliche Vereinbarung über den Weiterbetrieb der Berliner S-Bahn zu den bestehenden Konditionen. Diese Regelung ist bis zum 13. Dezember befristet. „Jetzt können die Berliner Bürger und die S-Bahner den Festtagen ruhig entgegensehen“, erklärte Bahnchef Mehdorn.
S-Bahn-Geschäftsführer Günter Ruppert zeigte sich erleichtert über das Gesprächsergebnis: „Ich freue mich für die Berliner und für unsere Mitarbeiter. Die S-Bahn steht auch in Zukunft für zuverlässige Mobilität in der Bundeshauptstadt.“
Deutsche Bahn AG Werner W. Klingberg Konzernsprecher
Deutsche Bahn AG Ingo Priegnitz Sprecher S-Bahn Berlin GmbH
Das Konzept, das sich im Wesentlichen auf die Stärkung der #Radialstrecken von und nach Berlin konzentriert, wird vom Deutschen Bahnkunden-Verband (DBV) als ein Weg in die richtige Richtung begrüßt.
Bedauerlicherweise vernachlässigt dieses Konzept die #Flächenbahn (Ausnahme sind der Cottbusser und Südbrandenburger Raum Richtung Leipzig), d. h. Brandenburg hat sich von den Verkehren, die Berlin nicht berühren verabschiedet.
Betroffen ist der Abschnitt #Berlin-Nordkreuz bis #Berlin-Karow (Kilometer 4,2 bis 11,6).
Die #Regional- und #Fernbahn-Gleise der #Stettiner Bahn (Strecke Berlin-Gesundbrunnen Richtung Bernau) werden zweigleisig ausgebaut.
#Karower Kreuz Die meisten Veränderungen finden im Bereich Karower Kreuz statt. Die Fern-/Regionalbahn-Verbindungskurve Blankenburg – Abzweig Karow West (zum nördlichen Berliner Außenring/BAR) wird in neuer Lage neu gebaut.
Statt mit Keramikfliesen sind die Wände nun mit emaillierten Platten behängt. Die Farbgebung soll dem ursprünglichen Ton aus der #Eröffnungszeit 1930 entsprechen. Außerdem hat der Bahnhof #Schillingstraße seinen westlichen #Ausgang wiederbekommen, der seit 1945 geschlossen und zu DDR-Zeiten beim „paradegerechten“ Ausbau der Karl-Marx-Allee beseitigt worden war. Dieser Ausgang ist als zweiter unabhängiger Fluchtweg im #Gefahrenfall wichtig.