155 Millionen Euro haben Berlin und Brandenburg für die #Erneuerung der #S-Bahn bezahlt. Besonders auffallend: die schwarzen Türen.
Eine Klimaanlage ist nicht mit drin im Preis. Für 155 Millionen Euro erneuert die S-Bahn gut 300 „#Viertelzüge“ , also gut 600 Wagen. Seit Dienstagnachmittag ist der erste „neue“ Zug im Einsatz. Auffallendstes Merkmal außen: Die glänzend schwarzen #Türen. Neueste Vorschriften fordern für die Türen einen starken Kontrast zu den Seitenwänden – dies soll Sehbehinderten das Leben erleichtern.
Da die Waggons traditionell unten dunkelrot sind, blieb nur schwarz. Man habe sich aus Designgründen dann für das kräftige, tiefe #Glanzschwarz entschieden, sagte S-Bahn-Chef Peter Buchner am Mittag im #Ausbesserungswerk#Schöneweide. Aber die Türen haben nicht nur eine neue Farbe, sie sind komplett neu. „Die Türen waren der größte #Störfaktor“, begründete dies Buchner. Die große Investition soll die Züge der Baureihe #481 noch einmal fit für mindestens …
309 #Viertelzüge der Baureihe (BR) #481 werden umgebaut ⋅ Erstes #runderneuertes Fahrzeug geht direkt in den #Fahrgastbetrieb ⋅ #S-Bahn investiert für das Projekt zwei Millionen Euro ins #Werk#Schöneweide ⋅ Umbau ermöglichen die Länder im Rahmen des #Interimsvertrages
Es ist ein #Megaprojekt der S-Bahn Berlin: „Langlebigkeit BR 481“. Die Fahrzeuge der Baureihe aus den Jahren 1997 bis 2004 werden komplett saniert und umgestaltet. Nun ist der vorerst wichtigste Meilenstein erreicht: Das erste Fahrzeug ist fertig und wurde heute im Werk Schöneweide der Öffentlichkeit präsentiert durch S-Bahnchef Peter Buchner, Verkehrssenatorin Regine Günther, Ines Jesse, Staatssekretärin für Infrastruktur des Landes Brandenburg, VBB-Chefin Susanne Henckel und Alexander Kaczmarek, DB-Konzernbevollmächtigter für Berlin. Gleich im Anschluss ging es auf Jungfernfahrt in den regulären Fahrgastbetrieb auf der Linie S47. Die modernisierten Fahrzeuge sehen der neuen S-Bahn, die ab 2021 zum Einsatz kommt, zum Verwechseln ähnlich: Lackierung, Sitze und Polster, die Fußböden erscheinen im selben Design. Doch nicht nur das Aussehen ändert sich – auch für einen zuverlässigen Weiterbetrieb wird vieles neu gemacht. Ein paar Details:
Mehr als 6.000 laufende Meter Wagenkasten-Langträger werden auf Korrosion untersucht und bei Befund saniert.
Gut 7.000 neue, schwarze Türflügel werden an den Einstiegen verbaut.
5000 Videokameras werden zur Überwachung des Fahrgastraums installiert.
Mehr als 27.000 neue Sitzgestelle und blaue Polster werden verbaut.
Knapp 29.000 Quadratmeter Fußbodenplatten und 32.000 Quadratmeter Belag werden neu verlegt.
Horizontale Haltestangen werden nachgerüstet.
12.000 taktile Türöffnungstaster werden eingebaut.
Um auch die elektronischen Komponenten der Züge zuverlässiger zu machen, bekommen sie eine besondere Erneuerung im Bereich Fahrzeugsteuerung. Dort werden Fahrschalter und elektrische Schaltmittel ausgetauscht, um altersbedingte Störungen zu verhindern.
Den kompletten Umbau von 309 Fahrzeugen ermöglichen die Länder im Rahmen des Interimsvertrages.
Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: „Ich freue mich sehr, dass wir mit der S-Bahn Berlin GmbH zu einer verlässlichen Vereinbarung gekommen sind und den Fahrgästen in den kommenden Jahren ein attraktives und stabiles Angebot machen können: Frisch renovierte, technisch verbesserte und mit deutlich mehr Barrierefreiheit ausgestattete Züge der Baureihe 481/482 werden ab sofort über die nächsten Jahre auf Berlins S-Bahn-Gleisen rollen. So können die Menschen bequemer und sicherer den ÖPNV nutzen und leisten damit auch einen Beitrag zum Klimaschutz.“
Ines Jesse, Staatssekretärin für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Die S-Bahn gehört zu den wichtigsten Verkehrsmitteln für die Pendlerinnen und Pendler im Land. Wer täglich mit den Zügen unterwegs ist, erwartet neben Pünktlichkeit auch Zuverlässigkeit, Sicherheit und Komfort. Das wird mit dem „Projekt Langlebigkeit der Baureihe 481“ erreicht. In die Züge wurden untern anderem zusätzliche Haltestangen und neue Sitze eingebaut. Mit neuen Türöffnern wurde der Ein- und Ausstieg für Menschen mit Sehbehinderungen verbessert. Von der technischen Erneuerung der Baureihe erhoffen wir uns einen reibungslosen S-Bahn Verkehr.“
Die S-Bahn selbst hat Geld und viel Manpower in das Projekt investiert:
Etwa 360 Handwerker im Werk Schöneweide sind bis 2024 ein Drittel ihrer Zeit ausschließlich mit den Arbeiten für das Projekt Langlebigkeit beschäftigt.
Rund 50.000 Engineering-Stunden wurden in das Projekt investiert.
Für die Ausrüstung der Schleif- und Klebehalle im Werk Schöneweide wurden zwei Millionen Euro aufgebracht.
Auch die Fahrzeugdisposition der S-Bahn Berlin stemmt während der Dauer des Projekts eine Herkules-Aufgabe, um einen stabilen Betrieb aufrecht zu erhalten. Denn 21 Viertelzüge stehen für die Langlebigkeit im eingeschwungenen Zustand gleichzeitig in Schöneweide – und das jeweils für eine geplante Durchlaufzeit von elf Wochen pro Zug.
Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin: „Engineering und Umbau machen wir in Schöneweide selbst. Das ist eine große Herausforderung, schließlich dürfen im Betrieb keine Fahrzeuge fehlen. Ich bin stolz darauf, dass wir an diesem Standort mit unseren Mitarbeitern das Know-how und die Kapazitäten selbst haben.“
Susanne Henckel, Chefin des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg: „Als VBB freuen wir uns natürlich besonders für alle Fahrgäste. Der komplett überarbeitete Innenraumbereich mit frischem Design, zusätzlichen Videokameras und mehr Barrierefreiheit verbessert die Qualität in allen Bereichen erheblich. Diese Fahrzeuge erhalten hier ein „zweites Leben“. Damit geben wir den Menschen wieder einen Grund mehr um auf die Bahn umzusteigen. Der Dank gilt all denjenigen, die die Langlebigkeit der Fahrzeuge sicherstellen.“
Eine Grafik zum Projekt „Langlebigkeit BR 481“ finden Sie rechts im Downloadbereich.
Die Schriftliche Anfrage betrifft Sachverhalte, die der Senat nicht aus eigener Zuständigkeit und Kenntnis beantworten kann. Er ist gleichwohl bemüht, Ihnen eine Antwort auf Ihre Anfrage zukommen zu lassen und hat daher die Deutsche Bahn AG (DB AG) und die S-Bahn Berlin GmbH um Stellungnahmen gebeten, die von dort in eigener Verantwortung erstellt und dem Senat übermittelt wurden. Sie werden in der Antwort an den entsprechend gekennzeichneten Stellen wiedergegeben.
Frage 1:
Wie viel Weichenstörungen, Signalstörungen oder sonstige technische Störungen an den technischen Betriebsanlagen im Berliner S-Bahn-Netz gab es in den Jahren 2017, 2018 und im laufenden Jahr 2019? Bitte Art der Störung, sowie Datum und Ort des Vorfalls detailliert angeben.
Antwort zu 1:
Die DB AG hat hierzu folgende Daten übermittelt:
2017
2018
2019
Weichenstörunqen (WE)
1 35
141
98
Signalstörungen (SIG)
323
380
225
Sonstige, technische Störungen (SONST)
859
758
517
Gesamt
1.317
1.279
840
Frage 2:
Wie lange dauerten die jeweiligen Störungen? Bitte detailliert angeben.
Antwort zu 2:
Die einzelnen Störungen können der Tabelle (Anlage 1) entnommen werden.
Frage 3:
Wie viel fahrplanmäßige Fahrten sind durch die Störungen ausgefallen? Bitte detailliert angeben.
Antwort zu 3:
Hierzu liegen dem Senat keine Angaben vor.
Frage 4:
Welche Kosten sind durch die Störungen entstanden? Bitte die jeweiligen Gesamtkosten pro Kalenderjahr angeben.
Antwort zu 4:
Die DB Ag teilt hierzu folgendes mit:
Aufwendunqen
2017
2018
2019
WE
39.020,00 €
84.448,00 €
60.695,00 €
SIG
143.654,00 €
233.059,00 €
169.870,00 €
SONST
502.359,00 €
407.820,00 €
502.242,00 €
Gesamt
658.033,00 €
725.327,00 €
732.807,00 €
Frage 5:
Wie viele Stellwerke existieren im Berliner S-Bahn-Netz, wo befinden sie sich und welche Stellwerke sind für welche Streckenbereiche zuständig?
Flughafen Schönefeld (a) – Waßmannsdorf – Flughafen BER
Stw Sww !Berlin- Schöneweide Hauptwerkstatt
Berlin Schöneweide
Schöneweide (a) – S-Bw Schöneweide
Stw Hon !Hohen Neuendorf
Hohen Neuendorf
Stellbereich jeweilige Örtlichkeit
Bk Pkh !Berlin-Pankow Heinersdorf
Berlin Pankow-Heinersdorf
Stellbereich jeweilige Örtlichkeit
Stw B1 !Berlin- Blankenburg
Berlin Blankenburg
Stellbereich jeweilige Örtlichkeit
Bk Borg-S 1 Borgsdorf
Hohen Neuendorf
Stellbereich jeweilige Örtlichkeit
Stw Bsw-S !Berlin- Baumschulenweq
Berlin Baumschulenweq
Stellbereich jeweilige Örtlichkeit
Stw Swn-S 1 Berlin- Schöneweide
Berlin Niederschöneweide
Stellbereich jeweilige Örtlichkeit
Stw Sw-S !Berlin- Schöneweide
Berlin Niederschöneweide
Stellbereich jeweilige Örtlichkeit
Stw Swb !Berlin- Schöneweide
Berlin Niederschöneweide
Stellbereich jeweilige Örtlichkeit
Stw Grk-S IBerlin-Grünauer Kreuz
Berlin Grünau
Stellbereich jeweilige Örtlichkeit
Frage 6:
Wie viel Weichen existieren im Berliner S-Bahn-Netz und wie alt sind diese? Bitte detailliert nach Baujahr/Inbetriebnahme angeben.
Antwort zu 6:
Die DB AG teilt hierzu Folgendes mit:
lnbetriebnahmejahr Weiche
Anzahl Weichen
1936
9
1942
4
1955
6
1958
5
1959
1
1960
1
1961
1
1964
1
1967
3
1968
6
1969
3
1970
2
1973
4
1974
2
1975
1
1977
1
1978
1
1979
3
1981
1
1983
1
1984
7
1985
7
1986
18
1987
6
1988
18
1989
1 1
1990
9
1991
1
1992
1 1
1993
54
1994
14
1995
14
1996
31
1997
56
1998
72
1999
18
2000
23
2001
38
2002
22
2003
23
2004
41
2005
50
2006
20
2008
13
2009
69
2010
9
201 1
23
2012
32
201 3
38
2014
36
201 5
66
2016
29
201 7
51
2018
32
2019
10
Gesamtergebnis:
1.028
Frage 7:
Wie viel „Streckenläufer“ oder mobile Wartungstrupps sind im Berliner S-Bahn-Netz regelmäßig im Einsatz, um Weichenstörungen ggf. vor Ort zu beheben? Wo befinden sich deren Stützpunkte?
Frage 9:
Wie viel „Streckenläufer“ oder mobile Wartungstrupps sind im Berliner S-Bahn-Netz regelmäßig im Einsatz, um Signalstörungen ggf. vor Ort zu beheben? Wo befinden sich deren Stützpunkte?
Antwort zu 7 und 9:
Die DB AG teilt hierzu Folgendes mit:
„Streckenläufer, die früher die stählerne Fahrbahn augenscheinlich auf erkennbare Schäden geprüft haben, sind im Einzugsbereich des Berliner S-Bahn nicht mehr im Einsatz. Diese spezielle Aufgabe wird in der Regel halbjährlich durch effizientere Schienenmesszüge übernommen. Zusätzlich zu diesen erfolgen, in unterschiedlicher Rhythmik je nach Regelwerk, Streckenbegänge sowie Inspektionen durch örtliches Fahrbahn-Fachpersonal.
Die Aufgaben der Instandhaltung und Entstörung der Leit- und Sicherungstechnik des Streckennetzes der Berliner S-Bahn teilen sich die beiden DB Netz Produktionsdurchführungen (PD) Berlin mit sieben lnstandhaltungsbezirken (IHB) und Cottbus mit einem. Die Positionierung der untergeordneten IHB-Stützpunkte richtete sich an strategischen Gesichtspunkten aus, wie u. a. die Gewährleistung einer schnellen Störungsbeseitigung.
Weichen- und Signalstörungen werden in der Regel von der Fachlinie Leit- u. Sicherungstechnik beseitigt.
Mobile Wartungstrupps in den IHB’s führen regelmäßig, entsprechend den im Regelwerk der DB Netz AG festgeschrieben Intervallen (Fristen), Inspektionen der Innen- sowie der Außenanlagen durch. Mobile Entstörungstrupps sind in den IHB’s zusätzlich eingesetzt, um auftretende Störungen umgehend zu beseitigen.
Wie viel Streckensignale existieren im Berliner-S-Bahn-Netz und wie alt sind diese? Bitte detailliert nach Baujahr/Inbetriebnahme angeben.
Antwort zu 8:
Hierzu hat die DB AG eine Übersicht übermittelt, siehe Anlage 2.
Frage 10:
Warum wird im Fall einer Signalstörung das „Fahren auf Sicht“ nicht wieder eingeführt, wie es bereits vor rund 100 Jahren üblich war?
Antwort zu 10:
Die DB AG teilt hierzu Folgendes mit:
„Das „Fahren auf Sicht“ ist eine nach wie vor vorhandene und anwendbare Betriebsform, deren Zusammenhänge einer konkreten Anwendung wir nachfolgend erläutern möchten:
Die Eisenbahnbau- und Betriebsordnung (EBO) vom 08.05.1967 mit Stand vom 26.07.2017 sieht für Eisenbahnen ein Fahren im Raumabstand vor. Umgesetzt wird diese Vorgabe durch das interne Regelwerk der DB Netz AG -für technische Einrichtungen und betrieblich für die Fahrdienstleiter-.
Anders als auf Bahnen auf Grundlage der Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung (BOStrab) ist das Fahren auf Sicht bei der DB Netz AG nur als Rückfallebene vorgesehen und an betriebliche Voraussetzungen gebunden. So müssen u.a. betriebliche Vorbedingungen geprüft werden, um den Raumabstand dennoch zu realisieren.
liegen die Voraussetzungen für das Fahren auf Sicht vor, muss der Fahrdienstleiter dem Triebfahrzeugführer den Auftrag zum Fahren auf Sicht erteilen. Dieser kann entweder durch ein entsprechendes Lichtsignal (Zs 7 -Vorsichtsignal), eine Kombination aus Lichtsignal und Mastschild (Zs 1 -Ersatzsignal-/rotes Mastschild), mit einem schriftlichen Befehl zusätzlich zur Zustimmung zur Fahrt gegeben werden oder erfolgt durch Regeln zur Vorbeifahrt an einem haltzeigenden Signal mit ws-sw-ws-sw-ws-Mastschild.
Die technischen Voraussetzungen der Lichtsignale oder Mastschilder sind im Netz unterschiedlich und durch die entsprechende Stellwerksplanung festgelegt und geben so dem Fahrdienstleiter die Möglichkeit zum Geben des Auftrags Fahren auf Sicht vor.
Die Befehlserteilung ist grundsätzlich unter Beachtung der betrieblichen Regeln möglich. Diese erfolgt entweder durch Diktat über Zugfunk, hier sind ca. 5 Minuten je Zug für die Übermittlung anzusetzen, oder durch Übergabe durch betriebliches Personal. Bei der Erteilung des Befehls sind abhängig von der Form der Übermittlung umfangreiche Dokumentationen und ggf. Wiederholungen des Befehlsinhalts erforderlich, die durch den Fahrdienstleiter erfolgen müssen.
Die Dimensionierung von ESTW-Steuerbereichen erfolgt auf Grundlage von wirtschaftlichen, betrieblichen und verkehrlichen Belangen und bildet daher keinen „Worst case“, also schlechtesten Fall ab. Gehen die Auswirkungen bzw. die notwendigen manuellen Handlungen über ein angenommenes Störgeschehen hinaus, kommt es zu
Verzögerungen, da Handlungen nicht gleichzeitig erfolgen können und die Handlungsmöglichkeiten eines einzelnen Bedieners begrenzt sind.
Hinzukommen Fahrzeitverluste, die bei der Umsetzung vom Fahren auf Sicht zu bewerten sind. Durch das betriebliche Regelwerk der DB Netz AG und der Eisenbahnverkehrsunternehmen sind dem Triebfahrzeugführer Regeln zum Fahren auf Sicht gegeben. So unterscheidet sich die Geschwindigkeit beim Fahren auf Sicht bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen, Nebel oder sonstigen Rahmenbedingungen. Auch eine Ablehnung des Fahrens auf Sicht durch den Triebfahrzeugführer ist möglich. Die Entwicklung eines stabilen Betriebsprogramms auf Basis des Fahrens auf Sicht ist bei komplexen Störsituationen eine Herausforderung, die auf Grund sich ändernder Situationen und abhängig vom Störort nicht möglich sein kann oder nur einen eingeschränkten Betrieb zulässt. Aus diesem Grund kann es betriebliche Situationen geben, in denen die Alternative Fahren auf Sicht nicht zielführend ist und ein Umfahren des Störortes oder auch die Einstellung des Betriebs notwendig wird.
In den vergangenen Jahren sind die Sicherheitsanforderungen an den Fahrdienstleiter gestiegen. So wird anders als in der Vergangenheit der Dokumentation und dem Umgang mit Hilfshandlungen und Störungen ein höherer Stellenwert eingeräumt, der umzusetzen ist.
Grundlage für einen sicheren Bahnbetrieb ist eine funktionierende Sicherungstechnik. Steht diese nicht zur Verfügung, kann auch das Fahren auf Sicht nicht mit einfachen Mitteln angewendet oder kurzfristig umgesetzt werden. Sind bestimmte Arbeiten an der Sicherungstechnik notwendig, die diese vorübergehend zur Entstörung außer Betrieb nehmen, beispielsweise bei einem Softwarereset, muss der Betrieb unterbrochen werden. Ziel ist stets ein sicherer Bahnbetrieb, so wird ggf. eine kurzzeitige Betriebsunterbrechung in Kauf genommen, um die Wirksamkeit der Sicherungstechnik wieder vollumfänglich herzustellen.“
Frage 11:
Wie beurteilt die S-Bahn Berlin GmbH den Zustand der technischen Betriebsanlagen im Berliner S-Bahn Netz?
Antwort zu 11:
Die S-Bahn Berlin GmbH teilt hierzu Folgendes mit:
„Die S-Bahn Berlin GmbH ist nicht der Betreiber der technischen Betriebsanlagen sondern lediglich Nutzer. Aus dieser Perspektive beurteilt die S-Bahn Berlin GmbH den Zustand grundsätzlich als zufriedenstellend.
Die Entwicklung des Zustands der Anlagen der Leit- und Sicherungstechnik beurteilt die S Bahn Berlin GmbH als ausgesprochen positiv. Hier wirken die gemeinsam mit der DB Netz AG im Rahmen der Qualitätsoffensive S-Bahn PLUS entwickelten Maßnahmen. So ist die Anzahl der Störungen der LST-Anlagen (Leit- und Sicherungstechnik-Anlagen) von Januar bis September 2019 gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres um 15 % gesunken.
Der hohe Anteil der eingleisigen Streckenabschnitte im Netz der Berliner S-Bahn und die noch nicht abgeschlossene Grunderneuerung in den östlichen Außenästen führen zu einer deutlichen Einschränkung, insbesondere im Hinblick auf steigende Fahrgastzahlen.“
Frage 12:
Welche Maßnahmen sind in welchem Zeitraum konkret geplant, um die technische Zuverlässigkeit der Betriebsanlagen auf ein akzeptables Niveau zu bringen?
Antwort zu 12:
Die DB AG teilt hierzu Folgendes mit:
„Die DB Netz AG verfolgt für die Anlagen der Berliner S-Bahn eine umfangreiche Investitions- und -lnstandhaltungsstrategie. Neben den langfristig geplanten Investitionen wurden und werden im Rahmen eines Qualitätsprogrammes S-Bahn (QPS) in Abstimmung mit der S-Bahn Berlin GmbH noch umfangreiche präventive und qualitätsverbessernde Maßnahmen durchgeführt.
Dies sind unter anderem:
Austausch von Schrankenanlagen zur Verbesserung der Verlässlichkeit (Bahnübergang in Mahlsdorf)
Beschaffung neuer Diagnose und Messtechnik für Zugbeeinflussungsanlagen der S- Bahn
Präventiver Austausch von Radsensoren zur Senkung von Signalstörungen
Präventiver Tausch von Signalkabeln mit schlechter werdenden Leitungseigenschaften
Einrichtung eines zentralen Diagnoserechners zur schnelleren Entstörung.“
Frage 13:
Wie beurteilt der Senat den Zustand der technischen Betriebsanlagen im Berliner S-Bahn-Netz?
Antwort zu 13:
Durch den Senat wird angemerkt, dass das Berliner S-Bahn-Netz über ein umfangreiches Streckennetz verfügt, in dem jährlich mehrere Millionen Zug-Kilometer gefahren werden. Dabei ist es nicht möglich, Störungen an den technischen Betriebsanlagen komplett zu eliminieren.
Halbjährlich findet zwischen dem Senat, der DB Netz AG und dem VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg) ein Arbeitskreis zur Infrastruktur der Berliner S-Bahn statt. Hierbei werden u.a. Pünktlichkeitswerte, Störmeldungen und Verspätungsminuten analysiert. Generell ist dabei zu erkennen, dass sich die Qualität des Betriebsablaufes von Jahr zu Jahr steigert. Die Werte lassen darauf schließen, dass die technischen Betriebsanlagen des Berliner S-Bahn-Netzes insgesamt in einem guten Zustand sind.
Dennoch kommt es immer wieder zu einzelnen Störungen mit sehr großen Auswirkungen auf das Verkehrsangebot. Als zunehmend problematisch erweist sich das Ausmaß der gestörten Abschnitte bzw. Netzteile bei Störungen der elektronischen Stellwerkstechnik (ESTW). Im Zusammenhang mit der Umstellung der Stellwerkstechnik auf ESTW und der damit einhergehenden Zentralisierung wurde bisher offenbar kein hinreichendes Augenmerk auf die Schaffung geeigneter Rückfallebenen bzw. auf die Anpassung des dispositiven Umgangs und der Entstörung bei Stellwerksstörungen gelegt. Mit den Betriebszentralen der S-Bahn Berlin GmbH sind weiträumige Steuerbezirke verbunden. Im
Störfall wirkt sich die Größe und Komplexität der Steuerbezirke somit auf eine Vielzahl von Linien aus.
Die Störungssuche ist bisher hauptsächlich am jeweiligen PC in der Unterzentrale vor Ort möglich, der im Regelfall nicht besetzt ist. Dadurch entstehen lange Wegezeiten, sodass sich die Behebung des Störfalles verlängert. Es wird seitens der DB Netz AG daran gearbeitet, in der Betriebszentrale einen zentralen Service-PC für alle ESTW einzurichten und permanent mit einer Fachkraft für Störungsfälle zu besetzen. Der Abschluss der Umsetzung dieses Vorhabens mit Inbetriebnahme des zentralen Service-PC ist allerdings erst zum Jahresende 2021 geplant, so dass diese Maßnahme im Jahr 2022 wirken kann.
Grundsätzlich hat der Senat den Anspruch an die technischen Betriebsanlagen der S Bahn Berlin GmbH, dass Störfälle möglichst minimiert werden. Maßnahmen zur Gegensteuerung werden dabei zwischen DB Netz AG und dem Senat abgestimmt.
Frage 14:
Welche Maßnahmen sind nach Auffassung des Senats in welchem Zeitraum konkret notwendig, um die technische Zuverlässigkeit der Betriebsanlagen auf ein akzeptables Niveau zu bringen?
Antwort zu 14:
Nach Auffassung des Senates sind vorwiegend Maßnahmen im Bereich der Instandsetzung und Nachrüstung notwendig, um die Zuverlässigkeit der Betriebsanlagen weiterhin zu gewährleisten.
Der Senat unterstützt die DB AG bei der Umsetzung der bereits genannten Maßnahmen (siehe Antwort zu 12).
Frage 15:
Wie beabsichtigt die S-Bahn Berlin GmbH ihre Fahrgäste für die ständigen Betriebsunterbrechungen oder – einschränkungen wegen Störungen an den technischen Betriebsanlagen zu entschädigen?
Antwort zu 15:
Die S-Bahn Berlin GmbH teilt hierzu Folgendes mit:
„Im Schienenverkehr gelten in Deutschland die gesetzlichen Fahrgastrechte. Danach zahlen die Eisenbahnverkehrsunternehmen bei festgelegten Verspätungen den Fahrgästen Teile ihres Fahrpreises zurück und zwar im Gegensatz zu anderen Verkehrsträgern unabhängig davon, ob die Verspätung auf höhere Gewalt oder andere nicht durch das Eisenbahnverkehrsunternehmen verursachte Störungen zurückzuführen ist.“
Frage 16:
Welche Auffassung vertritt der Senat hinsichtlich der Entschädigung von S-Bahn-Nutzern aufgrund der ständig zunehmenden Betriebsunterbrechungen oder -einschränkungen wegen Störungen an den technischen Betriebsanlagen der S-Bahn?
Antwort zu 16:
Der Senat verweist auf die Antwort der S-Bahn Berlin GmbH, welche sich auf die gesetzlichen Fahrgastrechte bezieht.
Berlin, den 18.10.2019
In Vertretung Stefan Tidow
Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Übersicht technischer Störungen an den Betriebsanlagen des Berliner S-Bahn-Netzes in den Jahren 2017, 2018 und im laufenden Jahr 2019.
Filterkriterien : technische und betriebsrelevante Störungen, betrieblich abgeschlossene Störfälle
Datenstand: 01.10.2019
Anlage 1
zur Schriftlichen Anfrage
518/21160
2017
2018
2019
Weichenstörungen
135
141
98
Signalstörungen
323
380
225
sonstige, technische Störungen
859
758
517
Gesamt
1.317
1.279
840
—-
—–
–
Meldung
Gewerk
—
Jahr
– —
Star Beginn
Star BegZt
Star Ende
Star EndZt
Betriebsstelle
— — — — – —
Weiche: Was ist passiert? Betroffenes Objektteil? Konkretisierung Objektteil
#Ausschreibung von #S-Bahn-Strecken würde neue Möglichkeiten im Berliner Norden schaffen
Die #S-Bahn ist derzeit in aller Munde. Die Öffentlichkeitsarbeit des Verkehrverbundes Berlin-Brandenburg (#VBB) hat im Moment auch alle Hände voll zu tun, um Streckensperrungen zu kommunizieren und Baustellenumfahrungen zu erläutern – bis Anfang November ist schließlich der gesamte östliche Teil des Berliner S-Bahn-Netzes in den Sanierungsmodus versetzt worden.
Neue Sortierung.
Mitten in dieser #Mega-Baustellenphase bereitet der Senat auch noch eine Ausschreibung vor, die das gesamte Berliner Schienennetz revolutionieren könnte. Eine Angelegenheit, die die S-Bahn und den VBB gleichermaßen intensiv beschäftigen dürfte. Ziel der neuen Ausschreibung ist es, personelle und infrastrukturelle Engpässe wie die aus dem Jahr 2009 zu vermeiden und für mehr Alternativen und Wettbewerb auf den Gleisen zu sorgen. So sollen für die S-Bahnlinien S5 und S7 sowie für die Nord-Süd-Linien S 1 und S 2 neue Betreiber im anstehenden #Vergabeverfahren gefunden werden. Die wären für die Beschaffung und die Instandhaltung oder nur für den Betrieb der einzelnen Linien zuständig.
Ausweitung der #Bauarbeiten seit dem 4. Oktober ⋅ Linien #S5, #S7 und #S75 betroffen ⋅ #Ersatzverkehr mit Bussen, U-Bahn und Regionalzügen
Mit Beginn der Herbstferien am 4. Oktober wurden die Bauarbeiten im Nordosten Berlins ausgeweitet: Seit diesem Termin ist die gesamte Linie der S75 gesperrt sowie die S7 ganztägig zwischen #Ahrensfelde und Nöldnerplatz. Auch die S5 fährt seitdem nicht mehr zwischen #Wuhletal und Ostkreuz. Ein umfangreiches #Ersatzkonzept wurde erarbeitet und kommuniziert.
Achtung! Die Sperrungen gelten auch noch nach dem Ende der Ferien und enden erst am 12. bzw. 14. November.
Rechtzeitig vor Ende der Herbstferien wurde deshalb durch die S-Bahn mit den beteiligten Partnern #VBB, BVG und der SEV GmbH ein Zwischenfazit gezogen.
Ergebnis: Das Ersatzkonzept läuft weitgehend stabil, aber nach Ferienende wird es in Bussen und Bahnen voller. Die S-Bahn wird vorerst keine Veränderungen vornehmen, aber in der ersten Schulwoche werden die Verkehre mit dem VBB und der BVG weiter beobachtet und eventuelle Änderungen abgestimmt.
Vor allem die derzeit noch wenig nachgefragte SEV Linie zwischen Lichtenberg und Ostbahnhof bietet dann für Fahrgäste eine echte Alternative, da die U5 bereits heute stark ausgelastet ist. Der Ersatzverkehr mit Bussen ist von Montag bis Freitag von ca. 6 Uhr bis 18 Uhr zwischen Lichtenberg und Ostbahnhof zur Entlastung der U5 eingerichtet.
Zudem wird die südliche Umfahrung mit der S5 empfohlen, die eigens bis Friedrichshagen durchgebunden wurde und zusammen mit der S3 im 5-Minuten-Takt die Stadtbahn anbindet.
Weiterhin empfohlen wird die Nutzung zusätzlicher Regionalzüge, die von Montag bis Freitag auf der RB 25 zwischen Ahrensfelde <> Lichtenberg <> Ostkreuz ( im 60-Minutentakt ) und auf der RB 26 zwischen Strausberg <> Mahlsdorf <> Lichtenberg <> Ostkreuz ( im 120-Minutentakt ) verkehren.
Die Einschränkungen im Detail:
S7 – Sperrung Ahrensfelde <> Nöldnerplatz
S75 – Sperrung der gesamten Linie Wartenberg <> Ostbahnhof
4. Oktober (Fr) 4 Uhr durchgehend bis 14. November (Do) 1.30 Uhr
Grund: Inbetriebnahme des elektronischen Stellwerks (ESTW) „S7 Ost“ und Umstellung auf moderne Zugsicherungstechnik ZBS
S7 fährt Nöldnerplatz <> Potsdam Hbf (tagsüber im 10-Minutentakt)
Ersatzverkehr mit Bussen: Ahrensfelde <> Marzahn <> Landsberger Allee (im Abschnitt Marzahn <> Landsberger Allee ohne Halt zur schnellen Anbindung an den Ring) und Wartenberg <> Hohenschönhausen <> Marzahn <> Lichtenberg <> Ostkreuz
Ergänzungsverkehr mit zusätzlichen Regionalzügen RB25 (Mo-Fr): Ahrensfelde <>Lichtenberg <> Ostkreuz
S5 – Sperrung Wuhletal <> Ostkreuz
4. Oktober (Fr) 4 Uhr durchgehend bis 12. November (Di) 1.30 Uhr
Grund: Inbetriebnahme des ESTW „S7 Ost“ und Umstellung auf moderne Zugsicherungstechnik ZBS
S5 fährt Strausberg Nord/Strausberg <> Wuhletal (10-Minutentakt Hoppegarten/Mahlsdorf <> Wuhletal) sowie Friedrichshagen <> Ostkreuz <> Westkreuz (tagsüber im 10-Minutentakt). Zusammen mit der S3 fährt die S-Bahn damit tagsüber im 5-Minutentakt Friedrichshagen <> Köpenick <> Stadtbahn
Umfahrung mit U-Bahnlinie U5: Wuhletal <> Lichtenberg <> Frankfurter Allee <> Alexanderplatz (tagsüber durchgehend im 4-/5-/5-Minutentakt, kein Ferienfahrplan)
Ersatzverkehr mit Bussen: Lichtenberg <> Frankfurter Allee <> Ostbahnhof (Mo-Fr 6-18 Uhr zur Entlastung der U5)
Zusätzliche Fahrten mit der Buslinie 192, zusätzliche Haltestelle in Biesdorf für die Buslinien X69 und 154
Am Donnerstag, 14. November soll auf allen Linien der Zugverkehr zur morgendlichen Hauptverkehrszeit wieder rollen – die S75 verkehrt vormittags an diesem Tag im 20-Minutentakt.
An den darauffolgenden Wochenenden kommt es noch zu folgenden Einschränkungen:
S5 – Sperrung Friedrichsfelde Ost <> Mahlsdorf
15. November (Fr) 22 Uhr bis 18. November (Mo) 4 Uhr
29. November (Fr) 22 Uhr bis 2. Dezember (Mo) 4 Uhr
20. Dezember (Fr) 22 Uhr bis 23. Dezember (Mo) 4 Uhr
Grund: Vorarbeiten für das nächste neue ESTW „S5 Ost“
Ersatzverkehr mit Bussen.
S5 – Sperrung Lichtenberg <> Mahlsdorf
S7 – Sperrung Lichtenberg <> Springfuhl
22. November (Fr) 22 Uhr bis 25. November (Mo) 4 Uhr
Grund: Vorarbeiten für das nächste neuen ESTW „S5 Ost“, Neubau einer Eisenbahnüberführung sowie Restarbeiten am neuen ESTW „S7 Ost“
Ersatzverkehr mit Bussen.
Detaillierte Informationen, auch zum Ersatzverkehr, erhalten Fahrgäste im Internet unter sbahn.berlin oder am S-Bahn-Kundentelefon
unter (030) 29743333.
Baustellen-Videos, in denen diese komplexen Bauarbeiten und Umfahrungsmöglichkeiten leicht verständlich und übersichtlich erklärt werden, sind bei YouTube abrufbar: https://www.youtube.com/SBahnBerlin
Für die entstehenden Unannehmlichkeiten bitten wir um Entschuldigung.
Auf den Straßen matscht das Laub, in der BVG-Flotte sieht es entsprechend aus. Wie oft die Fahrzeuge #gereinigt werden – und wie intensiv.
Wird das Wetter schmuddelig, sind auch Berlins #Busse, #Straßenbahnen und #U-Bahnen nicht in bestem Zustand – im Innenraum, seit wieder die Zeit des matschigen Laubes und der aufgeweichten Gehwege begonnen hat, und je nach Fahrtstrecke auch von außen. „Gefühlt werden die Züge immer #schmutziger“, schrieb ein Tagesspiegel-Leser aus Rudow und äußerte den Verdacht, dass die BVG neuerdings an der #Reinigung ihrer Fahrzeuge spare.
Die BVG teilt auf Anfrage mit, dass die #Reinigungsstandards bei der #Busflotte seit sechs Jahren unverändert seien: Nach dem täglichen Linieneinsatz würden die Busse gefegt. Etwa alle zwei Tage sei eine #Außenwäsche fällig, grobe Verunreinigungen würden feucht gewischt.
Die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft #Pressnitztalbahn aus #Jöhstadt im Erzgebirge hilft noch bis Anfang November bei der #S-Bahn in Berlin aus. Zwischen #Ostkreuz und #Ahrensfelde pendelt montags bis freitags ein Zug der Erzgebirger einmal in der Stunde. Dabei kommen unter anderem modernisierte Waggons aus #Reichsbahn-Zeiten zum Einsatz, die Zwickau als Heimat-Betriebswerk angeschrieben bekommen haben. Eine blaue #Diesellok der Pressnitztalbahn zieht den #Wendezug über #Lichtenberg nach Ahrensfelde und schiebt ihn zurück zum Ostkreuz.
Die Bahntochter kündigt mehrere #Angebotsverbesserungen ab 15. Dezember an. Dabei lebt eine alte Idee wieder auf.
Wer Glück hatte, konnte sie schon sehen, die neue #S-Bahn für Berlin. Noch dürfen die Triebwagen der Baureihe #483/484 ihre Runden aber nur zu Testzwecken und daher noch ohne Fahrgäste im Berliner Netz drehen. Erst ab 2021 werden die bislang gebauten zehn #Prototypen die Fahrzeugflotte der S-Bahn im Alltagsbetrieb verstärken.
Bis dahin sind die Ressourcen der S-Bahn begrenzt und die stetig größer werdende Zahl von Fahrgästen (2018: 478,1 Millionen, plus 21 Prozent gegenüber 2012) kann nur auf punktuelle Verbesserungen hoffen. Die Fahrgäste im Berliner Südosten werden dennoch schon bald von einer echten #Neuerung profitieren. Auf der #S3 (Erkner–Spandau) will die Bahntochter zwischen #Friedrichshagen und #Ostbahnhof#Expresszüge fahren lassen.
Am #S-Bahnhof wird schon seit 15 Jahren gebaut. Das #Empfangsgebäude soll nun bis Jahresende fertig sein. Doch es gibt auch Skepsis.
Stahlgitterzäune, rot-weiße Flatterbänder und Berge an Bauschutt gehören für Fahrgäste, die am S-Bahnhof #Warschauer Straße ein- oder aussteigen, seit Langem zum unerfreulichen Anblick. An der Station, die wegen ihrer Nähe zu den Partyorten in Friedrichshain und der #Mercedes-Benz Arena zu den bekanntesten #Umsteigeorten in Berlin gehört, ist seit nunmehr 15 Jahren eine Großbaustelle. Ursprünglich sollte das neue Empfangsgebäude für den S-Bahnhof schon im Vorjahr fertig werden, dann wurde das zweite Halbjahr 2019 als Fertigstellungstermin angegeben. Doch auch dieser Termin scheint inzwischen ins Wackeln zu geraten.
„Insgesamt macht die #Bahnhofsbaustelle einen sehr verwahrlosten Eindruck. Offenbar hat die Deutsche Bahn sowohl die Kontrolle als auch die Motivation zu diesem #Bahnhofsneubau komplett verloren“, schreibt etwa Stefan Metze, für den „#Ostkreuzblog“. Auf der Webseite wird der Baufortschritt an den Bahnhöfen Ostkreuz und Warschauer Straße seit Jahren genau verfolgt und dokumentiert. Die Arbeiten würden nach keinem erkennbarem Plan fortgeführt, kritisiert er. „Sichtbarste Veränderung ist der #Fußgängersteg zwischen dem Empfangsgebäude und dem #U-Bahnhof Warschauer Straße. Der Steg hat nun seinen kompletten Belag erhalten, Geländer wurden …
So ist es geregelt: Für eine Leistung, die nicht den Anforderungen entspricht, gibt es weniger Geld. Diesen Grundsatz bekommt auch wieder einmal die #S-Bahn Berlin GmbH zu spüren.
Weil Züge #ausfielen, sich #verspäteten oder nicht oft genug #gereinigt wurden, muss das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn (DB) auf Geld vom Land verzichten und geleistete #Abschlagszahlungen erstatten. Für das vergangene Jahr hat Berlin einen #Rückzahlungsanspruch von fast 20,1 Millionen Euro.