Neue Routen, noch mehr Fahrten: Der #Weihnachtszug des Vereins „#Historische #S-Bahn“ dreht auch in diesem Jahr wieder seine Runden – und zwar durch Berlins Mitte!
Rechtzeitig zum 100. #Geburtstag der Berliner S-Bahn am 8. August hatten die Vereinsmitglieder #Viertelzüge der Baureihen #167 und #475 mit dem modernen #Zugbeeinflussungssystem (#ZBS) ausgestattet und damit fit für den Einsatz im S-Bahnnetz gemacht.
Das #S-Bahnwerk #Erkner blickt mit seinen 95 Jahren auf eine bewegte #Geschichte zurück. Am 11. Juni #1928 #eröffnet, wurde der Standort von 1945 bis 1948 zunächst wieder stillgelegt – infolge der kompletten #Demontage der S-Bahnstrecke Schlesischer Bahnhof <> Erkner. 1990 wurde die Halle durch den Brand eines abgestellten Zuges schwer beschädigt und musste anschließend wieder instand gesetzt werden.
Wehrmacht baute #Werkbahnnetz für den #Personenverkehr Und was hat das alles mit einem #S-Bahn-Netz zu tun? Nach Kriegsbeginn baute die Wehrmacht ein Werkbahnnetz für den Personenverkehr auf, erwarb 15 elektrische #Triebwagen. Am 28. Februar 1943 fand die erste Probefahrt statt, und die #S-Bahn ging offiziell ab Juni in Betrieb. Die Einrichtung diente ausschließlich dem Transport von Angehörigen und Arbeitern der Versuchsanstalten. Denn die über 10 000 (!) Beschäftigten zur Arbeit zu bringen, bedeutete eine riesengroße Herausforderung.
Zwei Wochen früher als angekündigt geht der neue Zu- und #Ausgang am #S-Bahnhof #Spindlersfeld in Betrieb – am Montag, 14. August. Vor #Inbetriebnahme ist allerdings noch eine #Vollsperrung der #S-Bahnstrecke zwischen den Bahnhöfen #Schöneweide und Spindlersfeld notwendig. Während der Sperrzeit werden das alte und das neu verlegte Gleis im Bahnhofsbereich Spindlersfeld „#hochgestopft“. Dabei verringern die Arbeiter die Höhe der #Bahnsteigoberkante von derzeit 106 cm auf die heute gültige Norm von 96 cm.
Am 8. August #1924 begann das Zeitalter der Berliner #S-Bahn: An diesem Tag startete der erste reguläre #elektrische#Vorortzugbetrieb von Berlin nach #Bernau entlang der #Stettiner Bahn. Auch wenn die S-Bahn ihren Namen erst 1930 erhielt, so gilt doch dieser Tag als #Gründungsdatum.
Dass der Abschied von den #Altbauzügen kein Abschied für immer und ewig ist, sondern nur für den Alltag, dafür sorgt der #Verein#Historische #S-Bahn mit seinen über 300 Mitgliedern – unterstützt von der S-Bahn Berlin GmbH. Er betreut von den ersten #S-Bahn-Serienfahrzeugen bis zum #Prototyp der Baureihe #485 alle wichtigen Fahrzeugtypen.
Knapp 70 Jahre prägten die eleganten Züge mit der runden Stirn das Bild der Berliner #S-Bahn, die zuletzt als Baureihe #477/877 zuverlässig ihren täglichen Dienst verrichteten. Millionen Fahrgäste kennen die Wagen mit der #Sprelacart- Wandtäfelung aus den 60er Jahren und der seit den 70er Jahren eingeführten #Stirnfront mit den zwei Fenstern.
Am Sonnabend, dem 10. Mai, wird am Bahnhof #Friedrichshagen heftig gefeiert – auf dem Programm steht das #Bölschestraßenfest, das in diesem Jahr unter dem Motto „250 Jahre Friedrichshagen“ steht. Die #S-Bahn lässt aus diesem Anlass den ganzen Tag über historische S-Bahnen auf der #S3 rollen und begeht damit zugleich das Jubiläum der 75-jährigen #Streckenelektrifizierung der S-Bahn nach Erkner.
Weitestgehend problemlos verläuft bei der S-Bahn und bei DB Regio der Start in die #Euro-Epoche. Die Fahrgäste wie auch die #Ticketautomaten kommen gut mit der neuen #Währung zurecht. Die S-Bahn hat ihr Ziel, im Jahr 2002 insgesamt 300 Millionen Fahrgäste zu befördern, erreicht.
Eleganter Zug aus den 30er Jahren steht nach Aufarbeitung für #Sonderfahrten
Nach gründlicher #Aufarbeitung in der #S-Bahn-Hauptwerkstatt #Schöneweide ist am 2. Februar 2002 ein #Halbzug der Baureihe #167 auf seine #Jungfernfahrt gegangen. Die zwei Wagen des ersten Viertelzuges repräsentieren den Zustand der späten 30er Jahre, die zwei anderen Wa-gen die nüchtern-modernen 60er Jahre.
Damit steht interessierten Berlinern und auswärtigen Fahrgästen ab sofort ein betriebsfähiges #historisches S-Bahnfahrzeug aus dem Jahr 1938 für Sonderfahrten durch die Hauptstadt zur Verfügung. Die S-Bahn Berlin GmbH bekennt sich mit dem Erhalt dieses wichtigen Zeitzeugen des Berliner Stadtverkehrs zu ihrer fast 80-jährigen Geschichte, wie Geschäftsführer Günter Ruppert betonte. „Unsere Fahrgäste sollen wissen, wo die Wurzeln unseres Unternehmens liegen.“ Die Gestaltung der Zukunft brauche auch ein Bekenntnis zur Herkunft, sagte Ruppert.
Im Gegensatz zu den legendären #Stadtbahnerzügen von 1928 mit eckiger Front bestechen die „#Rundköpfe“ der Baureihe 167 durch ihr zeitlos elegantes Design. Im Jahr 1998 beschlossen die S-Bahn Berlin GmbH und der #Verein#Historische S-Bahn, einen Halbzug dieser interessanten Baureihe aufzuarbeiten. Dessen Vorsitzender Walied Lorenz sagte, für den Verein sei es ein wichtiges Ziel, die Berliner S-Bahngeschichte der gesamten Bevölkerung näher zu bringen und dabei das Unternehmen S-Bahn Bahn Berlin GmbH tatkräftig zu unterstützen. „Deshalb haben wir auch zu einer begleitenden #Spendenaktion aufgerufen.“ Ab Mai 1999 begannen die Mitarbeiter der S-Bahn-Hauptwerkstatt Schöneweide, den Halbzug sehr gründlich und mit viel Liebe zum Detail aufzuarbeiten. Deren Leistung, die Spenden und viele Sach- und Arbeitsleistungen des Vereins zur Aufarbeitung des Fahrzeugs verkörpern einen Wert von rund 1,5 Millionen Euro.
Was ist an den beiden aufgearbeiteten Viertelzügen so faszinierend? Der Innenraum der 60er-Jahre-Wagen mit ihren blauen Kunstlederpolstern und den weißen Sprelacartwänden nimmt die Fahrgäste auf eine Reise in diese nüchtern-moderne Zeit mit. An den Wänden grüßt auf einer Werbetafel das neu eröffnete Centrum-Warenhaus am Alexanderplatz. Anschließend heißt es umsteigen in den Beiwagen von 1938, der die damalige #Zwei-Klassen-Gesellschaft widerspiegelt: Ein deutlicher Kontrast zwischen rustikalen #Escheholzbänken und den #plüschigen#Velourspolstersitzen. Nur eins ist gleich: Es gibt kein Stück #Messing mehr zu greifen – das Zeitalter der so genannten Heimstoffe ist in den späten 30er Jahren mit glänzendem Aluminium allgegenwärtig. Die in den 70er Jahren modernisierten Züge der Baureihe #477 (Bezeichnung seit 1992) rollen im kommenden Jahr aufs Abstellgleis.
Wer das Fahrgefühl der liebevoll restaurierten S-Bahnzüge selber erleben möchte, kann an den regelmäßigen öffentlichen #Traditionsfahrten teilnehmen oder den Zug für eigene Touren bei der
S-Bahn Berlin GmbH #chartern: Telefon (030) 29 74 38 46