Eine #Taxifahrt vom Flughafen Venedig über die Lagune in die Stadt bietet einen erstklassigen Einstieg in die venezianische Grandezza. Der Taxi-Kapitän kurvt über die Bugwellen des Gegenverkehrs, als ginge es um Leben und Tod. Gleichzeitig wächst in der Ferne die märchenhafte Kulisse der Inselstadt heran. Kein Vergleich zur öden Taxifahrt von Tegel via Autobahn nach Charlottenburg. Dabei liegt der Flughafen doch auch am Wasser, wenn es auch nur der Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal ist.
Die Lösung: Ein #Wassertaxi muss her. Berlin hat diverse landgestützte Transportmittel, von der Fahrradrikscha bis zum Doppeldecker-Bus, doch die Straßen sind inzwischen regelmäßig zugestaut. Die Berliner #Schifffahrtskanäle haben dagegen erhebliche Leerstände, und auf der innerstädtischen #Spree dieseln vor allem #Ausflugsdampfer, #Salonschiffe und #Partyflöße herum. Da müsste doch mehr drin sein.
Findet auch Gerhard Heß, der das erste und einzige Berliner Wassertaxi betreibt. Allerdings auch nur auf dem Papier. Das Unternehmen #SpreeCab, 2004 gegründet, hat ein ausführliches Konzept erarbeitet, es aber nie bis zur Realisierung gebracht. Zum einen wegen der gesetzlichen Hürden – #Boote zur Fahrgastbeförderung brauchen zwei Leute an Bord, für einen Taxibetrieb ist das zu teuer. Zum anderen wegen der Anlegestellen, die überwiegend in privater Hand sind, also von der Konkurrenz …
Unter der #Weidendammerbrücke an der Friedrichstraße stehen #Ausflugsschiffe im Stau. Dietmar Oeliger vom Naturschutzbund schaut auf sein Messgerät. Eben zeigte das Gerät die Zahl 6000 an. So viele kleinste Staubpartikel fliegen an dieser Stelle allein durch den Straßenverkehr ständig in jedem Kubikzentimeter Atemluft herum. Als die Schiffe sich dann eins nach dem anderen unter der Brücke durchschiebt, schnellt die Anzeige auf der Brücke auf 64.000 hoch. Es stinkt. Man muss den Atem anhalten. „Wer hier wohnt, arbeitet oder im Biergarten sitzt, hat keine gute Luft“, sagt Oeliger.
Die Haltung der Politik dazu erscheint ambivalent. Seit Monaten vergeht kaum ein Tag, an dem nicht über Abgase von Autos öffentlich debattiert wird. Dem Diesel geht es an den Kragen. #Tempolimits wurden verhängt, bald werden dauerhafte #Fahrverbote für Dieselautos auf einzelnen Straßen folgen. Dass die #Schiffe auf den Kanälen, #Spree und #Havel nicht mal #Partikelfilter haben und ihre Abgase einfach so in die Luft blasen dürfen, scheint niemanden zu stören. Laut Umweltbundesamt sind sie allerdings für bis zu 30 Prozent der Feinstaub- und #Stickoxidbelastung in flussnahen Städten wie Berlin verantwortlich.
Ab nächsten Sommer will die BVG die #Fährzeiten zumindest abends um eine Stunde verlängern.
Die BVG drängt beim Senat schon länger darauf, ihre #Fähre der Linie #10 von #Alt-Kladow rüber nach #Wannsee öfter fahren zu lassen. Jetzt hat die Senatsverkehrsverwaltung als Aufgabenträger für das #Streckenangebot der BVG offenbar eingelenkt.
„Der Senat ist bereit, ab 2019 für die Sommermonate Mai bis August an allen Wochentagen eine Ausweitung der Fährzeiten um eine Stunde zu bestellen“, informierte Gerd Freitag, Bezirksmanager bei der BVG, jetzt im Verkehrsausschuss. Konkret betrifft das die abendlichen Abfahrten der Fähre, die dann noch einmal um 20 Uhr ab Kladow ablegen und um 20.30 Uhr von Wannsee wieder zurückfahren soll. „Das ist die Antwort, die wir Anfang August von der Senatsverwaltung erhalten haben“, so der BVG-Mitarbeiter. Bisher tuckert die Personenfähre in den Sommermonaten nur bis 19.30 Uhr über den Wannsee. Knapp 30 Minuten braucht sie mit Fahrzeit und Anlegezeit in jede Richtung. Für Gerd Freitag ist das aber nur ein erster Schritt: „Wir wollen die Fährzeiten für die Berufspendler möglichst über das ganze Jahr ausweiten und nicht nur …
Der #Wasserstand der #Oder ist wegen des heißen und trockenen Sommers auf ein historisches Tief gefallen. Am maßgeblichen #Messpunkt Frankfurt 1 sei der Pegel am Mittwoch auf 93 Zentimeter gesunken, sagte der Sprecher des Wasser- und #Schifffahrtsamts Eberswalde, Sebastian Dosch. Dies sei der niedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als 100 Jahren.
Wenn kein #Regen falle, sei ein weiteres Absinken des Pegels um täglich zwei Zentimeter …
Eberswalde. Die #Oder hat für dieses Jahr einen neuen #Tiefstand erreicht. Die Werte derzeit liegen bereits fast unter denen aus dem Sommer 2015, der als bisher trockenster für den Fluss galt, wie Sebastian Dosch vom zuständigen #Wasserstraßen- und #Schifffahrtsamtes (#WSA) Eberswalde am Montag sagte. Bei aktuellen Pegelständen wie 1,60 Metern an der Messstelle Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) oder 1,41 Meter in Frankfurt (Oder) könne der Fluss derzeit quasi durchwatet werden. Bereits seit Wochen sei kein Schiff mehr unterwegs, da der #Grenzfluss extremes #Niedrigwasser führe.
Nach dem Streit ums #Ruderboot steht nun eine andere Fähre vorm Aus. Und im Südwesten fordern Bürger ein zweites #Boot am #Wannsee. Der Senat antwortet.
Es sind nur sechs Linien, und so manche Fahrt dauert auch nur schlappe zwei Minuten. Doch die #BVG-Fähren sind die Lieblinge der Stadt – und werden deshalb so leidenschaftlich umtost, wenn sie an die Leine genommen werden sollen.
Älteste #Fähre Berlins vor dem Aus
Der emotionale Zoff um das BVG-Ruderboot in #Rahnsdorf (zwölf Ruderschläge pro Richtung) hat sich gelegt, das Unikum wurde gerettet, doch die Aussichten für die Elektro-Fähre #F11 in Treptow haben sich wieder eingetrübt. In einer Antwort auf die Anfrage des SPD-Abgeordneten Lars Düsterhöft wird der F11 eine Bedeutung für den Nahverkehr abgesprochen. Die #Fahrgastzahlen seien mit denen einer „schwach ausgelasteten“ Buslinie vergleichbar, die Kosten dagegen mit einer Viertelmillion Euro im Jahr deutlich höher. Die Fähre verbindet seit 1896 Baumschulenweg mit Oberschöneweide, damit ist sie die älteste Fährverbindung der Stadt.
Neue Brücke wenige hundert Meter entfernt
Doch seit Dezember 2017 gibt es wenige Hundert Meter entfernt die neue #Minna-Todenhagen-Brücke, über die eine neue Buslinie führt. Mit der Eröffnung der Brücke sollte der Fährbetrieb eingestellt werden, doch nach Hinweisen auf die bald fällige „Fährabschiedung“ im Leute-Newsletter für Treptow-Köpenick protestierte ein Bürgerbündnis und sammelte Unterschriften. Die Verkehrsverwaltung ließ sich auf einen Deal ein: Ein Jahr darf die Fähre weiterfahren, zugleich werden die Fahrgäste gezählt, um zu sehen, ob sich der Betrieb …
Ob es die #Fährlinie #F11 zwischen #Wilhelmstrand und #Baumschulenstraße im kommenden Jahr noch geben wird, ist unsicher. In der Antwort auf eine Abgeordnetenhausanfrage von Lars Düsterhöft (SPD) räumt die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlins ältester noch genutzter Fährlinie keine Priorität ein.
„Die #Fahrgastzahlen der Fähre sind als gering zu beurteilen und liegen lediglich auf dem Niveau einer sehr schwach ausgelasteten Buslinie“, teilt Staatssekretär Stefan Tidow in seiner Antwort mit.
Hintergrund des Streits um die Fähre ist die kurz vor Weihnachten 2017 eröffnete nahe Spreebrücke. Bereits bei der Ausschreibung des Berliner Fährverkehrs ab 2014 war die Fährlinie F 11 vom Land Berlin ausdrücklich nur bis zur Eröffnung der damals bereits im Bau befindlichen Minna-Todenhagen-Brücke bestellt worden. Nach Protesten gegen die drohende Schließung 2017 hatte die Senatsverkehrsverwaltung angeordnet, die Linie auch für 2018 zu bestellen und Fahrgastzählungen durchführen lassen. Diese Zahlen finden sich in der Antwort auf die Abgeordnetenanfrage allerdings nicht. Dafür teilt der Staatssekretär mit, dass die Fahrgastzahlen im April und Mai 2018 über den Zahlen des Vorjahres vor Eröffnung der Brücke lagen.
Dafür kann die Bürgerplattform Berlin-Südost, die sich für den Weiterbetrieb der Fähre einsetzt, mit genaueren Zahlen dienen. So haben im ersten Quartal dieses Jahres 13 000 Fahrgäste die F 11 benutzt, außerdem wurden 2000 Fahrräder befördert. Im Frühling stiegen nach Angaben der Bürgerplattform die Nutzerzahlen an, für das erste Halbjahr haben die Fährleute der Weißen Flotte Stralsund, die das umweltfreundliche Solarschiff seit 2014 betreibt, 44 000 Fahrgäste und 15 700 Fahrräder gezählt. „Die Zahlen sind deutlich höher, als in der Antwort des …
Berlin. Die #Schifffahrt auf vielen Brandenburger Flüssen und Kanälen verzeichnet trotz der sommerlichen Dürre kaum Störungen. Probleme gebe es allerdings bei der #Oder, mit Tiefen von rund 60 cm bei Frankfurt, wie ein Sprecher des Eberswalder Wasserstraßen- und #Schifffahrtsamtes am Donnerstag mitteilte. "Der Fluss ist zwar nicht für Schiffe gesperrt, ein Befahren ist aber seit Ende Juni nicht mehr möglich."
#Sperrungen der Gewässer in der Umgebung von Brandenburg bis Berlin aufgrund von #Niedrigwasser seien nicht notwendig, wie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt aus Brandenburg erklärte. "Wir garantieren für beladene Schiffe eine Tiefe von mindestens 2,50 Meter unter Kiel", sagte eine Sprecherin.
Wie entwickelten sich die Fahrgastzahlen der Fährverbindung #F11 zwischen #Baumschulenweg und #Oberschöneweide in den Jahren 2010 bis 2016 (Aufschlüsselung nach durchschnittlichen Wochentage, durchschnittlichen Wochenendtagen, Monaten und Ursprung der erhobenen Zahlen erbeten)?
Antwort zu 1:
Die BVG teilt hierzu mit:
„Die Zählungen wurden Ende Mai 2010 bei normalem Wetter, Ende Mai 2013 bei schlechtem Wetter und Ende Juni 2016 bei normalem Wetter durchgeführt. Monatsscharfe Angaben liegen nicht vor.“
700
636622
Mo..Fr
Sa
So
647
600
Personen
mittlere Anzahl nach Tagart
500
400
356
300
232
247
197
200
100
86
49
0
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
Frage 2:
Wie haben sich die Fahrgastzahlen der Fährverbindung F 11 zwischen Baumschulenweg und Oberschöneweide seit Januar 2017 bis einschließlich Juni 2018 entwickelt und wer hat diese auf welche Art ermittelt (Aufschlüsselung nach durchschnittlichen Wochentage, durchschnittlichen Wochenendtagen, Monaten und Ursprung der erhobenen Zahlen erbeten)?
Frage 3:
Wie viele Fahrräder wurden in der Zeit von Januar 2017 bis einschließlich Juni 2018 durch die Fährverbindung F11 im Durchschnitt transportiert (Aufschlüsselung nach durchschnittlichen Wochentage, durchschnittlichen Wochenendtagen, Monaten und Ursprung der erhobenen Zahlen erbeten)?
Antwort zu 2 und zu 3:
Die BVG AöR teilt hierzu mit:
„Die Zählungen wurden im Oktober 2017 vor Eröffnung der #Minna-Todenhagen-Brücke und damit vor Inbetriebnahme der Buslinie 365 am 21.12.2017 durchgeführt. Seit 01.01.2018 erhebt das Fährpersonal täglich die Anzahl beförderter Personen und Fahrräder.
Die Fahrgastzahlen aus den Monaten Januar, Februar und März 2018 lagen von Montag bis Samstag unterhalb der Fahrgastzahlen vom Oktober 2017. Die Zählungen aus April und Mai 2018 lagen über dem Niveau der Zählung vom Oktober 2017. Dies ist insbesondere auf saisonale Effekte zurückzuführen.“
800
Mo..Fr Sa So
700
Personen
705
mittlere Anzahl nach Tagart
600
567
496
500
Eröffnung
Brücke
505
412
400
311
309
300
233
253
224
200
147
193
142
97
163
116117
100
88
0
Okt 17 Nov 17 Dez 17 Jan 18 Feb 18 Mrz 18 Apr 18 Mai 18
Eröffnung Brücke
400
378
Mo..Fr Sa So
Fahrräder
mittlere Anzahl nach Tagart
300
229
211
206
200
122
121
97
100 81
82
41
22 27 23
26 19 27
23 19
0
Okt 17 Nov 17 Dez 17 Jan 18 Feb 18 Mrz 18 Apr 18 Mai 18
“
Neben den von der BVG AöR genannten saisonalen Effekte ist auch zu berücksichtigen, dass im Rahmen der „Bürgerplattform Berlin-Südost“ von Anliegern und Interessierten im Hinblick auf die angekündigten Zählungen Aktionen für Presseaufmerksamkeit initiiert und Aufrufe zum häufigen Fahren mit der Fähre gestartet wurden (http://www.organizing- berlin.de/).
Die Linie F11 fährt wochentags von 6 h bis 19:30 h zumeist im 20-Minuten-Takt, im Berufsverkehr auch im 10-Minuten-Takt, an den Wochenenden von 8 h bis 19 h (im Winter bis 18:30 h) im 20-Minuten-Takt. Die ermittelten Fahrgastzahlen entsprechen im Winterhalbjahr an Werktagen daher auf die einzelnen Fahrten heruntergebrochen nicht einmal einem Fahrgast je fahrplanmäßig vorgesehener Fährfahrt. Lediglich an Sonntagen mit schöner Witterung sind im Schnitt über 10 Fahrgäste pro Fährfahrt zu verzeichnen, was angesichts der geringen Beförderungskapazität der Fähre bei den wenigen besonders nachgefragten Fahrten dann allerdings auch schon zu Überfüllung führt.
Die Fahrgastzahlen der Fähre sind mithin als gering zu beurteilen und liegen lediglich auf dem Niveau einer sehr schwach ausgelasteten Buslinie.
Frage 4:
Wie hoch waren die Einnahmen aus dem Verkauf von Fahrkarten sowie Fahrscheinen zur Mitnahme eines Fahrrades in der Zeit vom Januar 2017 bis einschließlich Juni 2018 (Aufschlüsselung nach durchschnittlichen Wochentage, durchschnittlichen Wochenendtagen, Monaten sowie nach Art der verkauften Fahrkarten)?
Antwort zu 4:
Die BVG AöR teilt hierzu mit:
„Für die F11 werden keine separaten Verkaufszahlen erhoben.“
Frage 5:
Wie sind diese Einnahmen zu bewerten; sind sie im Vergleich zu anderen Verkehrslinien der Berliner Verkehrsbetriebe eher höher oder geringer?
Antwort zu 5:
Die BVG AöR teilt hierzu mit:
„Im Vergleich zu Linien aller Verkehrsmittel sind die Einnahmen der Fähren eher gering.“
Frage 6:
Wie bewertet der Senat aus wirtschaftlicher, touristischer, verkehrspolitischer sowie fahrradpolitischer Sicht die Fährverbindung F11 und welche Schlussfolgerungen zieht der Senat aus den ermittelten Einnahmen und Fahrgastenzahlen für die weitere Zukunft der Fährverbindung?
Antwort zu 6:
Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz ist in ihrer Funktion als ÖPNV-Aufgabenträger bei der Bestellung von Verkehrsleistungen bei Verkehrsunternehmen entsprechend den verkehrspolitischen Vorgaben des Landes im bisherigen ÖPNVG (§ 2 Abs. 1) sowie dem neuen Mobilitätsgesetz (§ 26 Abs. 1) auf die Daseinsvorsorge verpflichtet. Darunter fallen u.a. auch die Verknüpfung von Wohngebieten mit Erholungsgebieten und eine den verkehrlichen und wirtschaftlichen Anforderungen entsprechende Verkehrsbedienung durch den ÖPNV. Diese Funktion wurde im Bereich Oberschöneweide/Baumschulenweg bisher von der Linie F11 übernommen, seit der Eröffnung der Minna-Todenhagen-Brücke gewährleistet dies die Buslinie 365. Mit dieser Buslinie ist darüber hinaus eine Ausweitung des Angebots durch die zusätzliche Erschließung von Wohngebieten in Oberschöneweide möglich geworden, die damit eine direkte Anbindung an die S-Bahn erhalten haben.
Die Kosten gemäß BVG-Verkehrsvertrag für die Buslinie 365 liegen mit 212.000 € pro Jahr ca. 20 % unter denen für die Linie F11 (ca. 260.000 € p. a.), die derzeit zusätzlich gezahlt werden. Bei niedrigeren Kosten ist die verkehrliche Wirkung der Buslinie gegenüber der örtlich sehr begrenzten Erschließungswirkung der F11 deutlich größer. Bei der
Ausschreibung des gesamten BVG-Fährverkehrs ab 2014 wurde der Betrieb für das Vergabelos „F11“ daher nur bis zur geplanten Fertigstellung der Brücke ausgeschrieben, da damit die fehlende Querungsmöglichkeit der Spree als sachliche Grundlage für den bisherigen Fährbetrieb im Rahmen des ÖPNV entfällt. Lediglich um zeitliche Unwägbarkeiten beim Brückenbau abfangen zu können, wurde eine begrenzte Option für eine jeweils einjährige Vertragsverlängerung eingefügt. Es ist verabredet, dass die Fahrgastzahlen genau beobachtet werden um auf dieser Basis zu entscheiden.
Aus Sicht des ÖPNV lassen sich die derzeit für die F11 aufgewendeten Finanzmittel von etwas über ¼ Mio. € jährlich in der wachsenden Stadt an anderer Stelle deutlich hilfreicher für die Stärkung der vorhandenen ÖV-Linien oder die z.B. durch Neubau notwendige Neuerschließung von Gebieten einsetzen.
Soweit die Fährverbindung aus anderen Gründen weiter betrieben werden soll und die Finanzierung für diesen Zweck gesichert ist, kann für diese Relation ein Fährregal beantragt werden und der Betrieb eigenständig durchgeführt, oder als Auftrag vergeben werden.
Frage 7:
Wie bewerten die Berliner Verkehrsbetriebe die Entwicklung der Fahrgastzahlen und Einnahmen der Fährverbindung F11 und welche Schlussfolgerungen ziehen die Berliner Verkehrsbetriebe für die weitere Zukunft der Fährverbindung?
Antwort zu 7:
Die BVG AöR teilt hierzu mit:
„Die Berliner Verkehrsbetriebe können aus den Fahrgastzahlen oder den Einnahmen keine Schlussfolgerungen für die weitere Zukunft der Fährverbindung ziehen. Die Zukunft der Fährverbindung ist maßgeblich von einer Bestellung durch den Aufgabenträger abhängig.“
Der Berliner Senat versucht seit Jahren erfolglos, die #Reeder zu bewegen, ihre alten #Dieselmotoren nachzurüsten. Auch ein neues Pilotprogramm, das Schiffe mit Dieselrußfiltern ausrüsten soll, wurde bislang nicht angenommen. „Die Hoffnung, dass die Fahrgastreedereien mithilfe der Förderung freiwillig nachrüsten, hat sich leider nicht erfüllt“, sagte eine Sprecherin der Umweltverwaltung.
Georg Kössler, Sprecher für Klima- und Umweltschutz der Grünen, drohte nun damit, „ordnungspolitische Maßnahmen“ zu prüfen, falls die Schiffer nicht auf saubere Antriebe umstellen. „Die stinkende #Dieselschifffahrt hat in Berlin keine Zukunft“, erklärte der Abgeordnete. Die Berliner Politik versuchte schon vor fünf Jahren, Dieselrußfilter für die #Passagierschiffe einzuführen. Ohne Erfolg. Lediglich vier Boote wurden in einem Modellversuch mit den Filtern ausgestattet.