Schiffsverkehr: Fährmann, hol über! Im Berliner Südosten gibt es eine Ruderfähre, die als Teil des öffentlichen Nahverkehrs fungiert – und das schon seit 1911., aus Süddeutsche

https://www.sueddeutsche.de/auto/reportage-faehrmann-hol-ueber-1.4568847

Im Berliner Südosten gibt es eine #Ruderfähre, die als Teil des öffentlichen #Nahverkehrs fungiert – und das schon seit #1911. Vor Jahren sollte der Betrieb schon eingestellt werden. Proteste retteten das Überleben.

#Paule strahlt. Es ist einer dieser hitzigen Sommertage, wie sie Berlin seit dem Supersommer 2018 kaum noch anders kennt, am nächsten Tag wird das Thermometer auf knapp 40 Grad Celsius klettern. Paule liegt schaukelnd im Wasser der #Müggelspree und zieht mit seiner knallroten Farbe Neugierige an. Nicht allzu viele, das ist Marcel Franke ganz recht. Er ist der #Fährmann von Paule III, der ältesten und kleinsten #Fähre Deutschlands, einem #Ruderboot. Und er sagt: „Am schlimmsten ist Vatertag“, danach komme Pfingsten. „Bis da vorne haben sie angestanden, alle mit Fahrrädern, 50, 60 Stück“, sagt der 27-Jährige und zeigt in Richtung #Spreewiesen. „Die habe ich alle weggeschickt.“

Von der resoluten Art des #Fährmanns müssen sich Besucher nicht abschrecken lassen, denn für Nichtradler und kleinere Radlergruppen hat er ein großes Herz. „Der ist so ein Berliner Original, da können wir alle einstecken“, sagt Markus Falkner vom Berliner Verkehrsbetrieb BVG. Das Unternehmen, das die kleine Ruderfähre betreibt, ist schon ein wenig stolz auf den neuen Rudermann. Obwohl der eigentlich aus Frankfurt an der …

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Schiffsverkehr: Nahverkehr in Berlin F wie Fährliebt: Wie geht’s denn jetzt weiter mit den BVG-Fähren?, aus Der Tagesspiegel

https://www.tagesspiegel.de/berlin/nahverkehr-in-berlin-f-wie-faehrliebt-wie-gehts-denn-jetzt-weiter-mit-den-bvg-faehren/22814554.html

Nach dem Streit ums #Ruderboot steht nun eine andere Fähre vorm Aus. Und im Südwesten fordern Bürger ein zweites #Boot am #Wannsee. Der Senat antwortet.
Es sind nur sechs Linien, und so manche Fahrt dauert auch nur schlappe zwei Minuten. Doch die #BVG-Fähren sind die Lieblinge der Stadt – und werden deshalb so leidenschaftlich umtost, wenn sie an die Leine genommen werden sollen.
Älteste #Fähre Berlins vor dem Aus

Der emotionale Zoff um das BVG-Ruderboot in #Rahnsdorf (zwölf Ruderschläge pro Richtung) hat sich gelegt, das Unikum wurde gerettet, doch die Aussichten für die Elektro-Fähre #F11 in Treptow haben sich wieder eingetrübt. In einer Antwort auf die Anfrage des SPD-Abgeordneten Lars Düsterhöft wird der F11 eine Bedeutung für den Nahverkehr abgesprochen. Die #Fahrgastzahlen seien mit denen einer „schwach ausgelasteten“ Buslinie vergleichbar, die Kosten dagegen mit einer Viertelmillion Euro im Jahr deutlich höher. Die Fähre verbindet seit 1896 Baumschulenweg mit Oberschöneweide, damit ist sie die älteste Fährverbindung der Stadt.
Neue Brücke wenige hundert Meter entfernt

Doch seit Dezember 2017 gibt es wenige Hundert Meter entfernt die neue #Minna-Todenhagen-Brücke, über die eine neue Buslinie führt. Mit der Eröffnung der Brücke sollte der Fährbetrieb eingestellt werden, doch nach Hinweisen auf die bald fällige „Fährabschiedung“ im Leute-Newsletter für Treptow-Köpenick protestierte ein Bürgerbündnis und sammelte Unterschriften. Die Verkehrsverwaltung ließ sich auf einen Deal ein: Ein Jahr darf die Fähre weiterfahren, zugleich werden die Fahrgäste gezählt, um zu sehen, ob sich der Betrieb …

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Fähre: Rudern für die Reisenden: Der Fährmann von Rahnsdorf, aus Berliner Morgenpost

https://www.morgenpost.de/incoming/article211638525/Rudern-fuer-die-Reisenden-Der-Faehrmann-von-Rahnsdorf.html

Nur 36 Meter trennen die Ufer von #Rahnsdorf und #Müggelhort. Ronald Kebelmann bringt die Passagiere auf Zuruf rüber – mit dem #Ruderboot.

Es gibt Menschen, die ihn um seinen Arbeitsplatz beneiden. "Mensch Ronni", sagen sie, "du hast es gut. Sommer, Sonne und Wasser. Ab und zu ruderst du mal nen Wanderer rüber. Vier, fünf Schläge, mehr brauchst du ja nicht, um sie ans andere Ufer zu bringen."

"Hmmmmm." Ein sonores Brummen, das ist alles, was man in solchen Momenten von Ronald Kebelmann hört. Und wer ihn kennt, der weiß, dass das durchaus als Zustimmung zu verstehen ist. Kebelmann, 63, ist #Ruderfährmann, der letzte seiner Zunft, zumindest in Berlin, vielleicht sogar auch im Rest der Republik. So genau weiß Ronald Kebelmann das nicht. Sein Revier ist überschaubar. Es sind genau 36 Meter zwischen den Ufern von Müggelhort und Rahnsdorf. Ein Klacks nur, doch es sei genau diese Nähe, die ihn an diesem Job reize, sagt der Fährmann. "Hier kennt jeder jeden. Es ist ein bisschen familiärer als auf der Straße."

"Kann das Fahrrad mit?" Ein Passagier steht auf seinem Steg, so ein sportlicher Mittsechziger mit Fahrradhelm. "Ja, kostet aber 1,20 Euro extra." Der Mann kramt Kleingeld aus seiner Tasche. Er könnte auch mit der Fähre F 23 fahren. Aber es geht ihm wie vielen Ausflüglern. Sie haben im Reiseführer gelesen, dass es am südöstlichen Rand von Berlin noch ein Boot gibt, das ohne …

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