PRITZWALK Mobilmachen im wahrsten Sinne des Wortes wollen die Prignitzer Eisenbahn sowie die EOP Biodiesel Falkenhagen AG gegen die Besteuerung biogener Treibstoffe. Zu diesem Zweck stellte die Prignitzer Eisenbahn ein Regioshuttle zur Verfügung, auf dem nun vor den Konsequenzen der Besteuerung gewarnt wird: „Biodieselbranche vor dem Aus!“ steht da zu lesen, und auch gleich noch die Forderung, die diese daraus ableitet: „Weg mit den Biokraftstoff-Sondersteuern!“ Nebendran lässt eine PEG-Sonnenblume ihren sonst recht fröhlichen Kopf hängen: Der Bundesadler hat sie am Genick gepackt. Der Einsatz biogener Kraftstoffe im Schienenpersonennahverkehr sei technisch machbar und ökologisch sinnvoll, sagt PEG-Geschäftsführer Ralf Böhme. Finanziell sinnvoll sei es allerdings nicht mehr, denn die Bio-Kraftstoffe sind inzwischen teurer als die mineralischen: Und die Steuern werden Stück für Stück weiter …
Am Nachmittag des 18.01.2006 kam es im Bereich der RB-Linien 44 und 51 in Nordrhein-Westfalen zu ersten Beeinträchtigungen im Zugverkehr aufgrund umgestürzter Bäume. Die PEG bemühte sich im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten um die Einrichtung von Schienenersatzverkehr. Ab etwa 18:00 Uhr musste der Verkehr wegen des Orkans „Kyrill“ dann komplett eingestellt werden. Aufgrund der entstandenen schweren Sturmschäden konnte der Zugverkehr auch am Morgen des 19.01.2007 noch nicht wieder aufgenommen werden. Auf den RB Linien 36 und 44 seit ca. 10:00 Uhr und seit ca. 15:30 Uhr auch auf der RB-Linie 51 läuft der Verkehr inzwischen weitgehend planmäßig. Am Abend des 18.01.2007 erfolgte in Brandenburg ab etwa 19:00 Uhr die Einstellung des Zugverkehrs auf der RB-Linie 12, in der Prignitz fuhren auf den PE-Linien 73 und 74 wenig später ebenfalls die letzten Züge. In Brandenburg hielten sich die Sturmschäden durch den Orkan „Kyrill“ in Grenzen. Nach kleineren Anlaufschwierigkeiten läuft der Zugverkehr seit den Morgenstunden des 19.01.2007 hier auf allen drei Linien wieder planmäßig (Pressemeldung PEG, 20.01.07).
Der Orkan Kyrill beeinträchtigte den Verkehr der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG) nur in geringem Maße: – Auf der Linie OE36 wurde der Betrieb in den späten Abendstunden eingestellt, da mehrere umgestürzte Bäume die Gleise blockierten. – Der Abschnitt Wriezen – Frankfurt (Oder) musste wegen eines umgestürzten Baumes gesperrt werden. Die Sperrung wurde heute morgen um 8:30 Uhr wieder aufgehoben. – Auf den übrigen Linien in Berlin/Brandenburg und Süd-Mecklenburg verkehrten die Züge der ODEG mit auf 60 km/h reduzierter Höchstgeschwindigkeit, um die Sicherheit der Fahrgäste zu gewährleisten. Dadurch kam es gestern Abend auf allen sechs Linien zu Verspätungen. – Auch am Freitag kam es in den frühen Morgenstunden aufgrund der Sturmschäden weiter zu geringfügigen Verspätungen (Pressemeldung ODEG, 20.01.07).
ZOSSEN 19.03 Uhr. Bahnsteigkante. An den Ohren reisst der Wind. NUR! NOCH! SIEBEN! MINUTEN! Auf dem Gleis gegenüber rollt der rote Doppelstockzug ein. Viel zu spät. Sei’s drum. Ist ja die andere Richtung. 19.10 Uhr. Bahnsteigkante. Kein Grund davon zurückzutreten. Der Zug gegenüber wartet immer noch. Dann ein Rucken und: Das kann doch nicht. Das darf doch wohl nicht. Ich fass das nicht. Statt nach Wünsdorf zuppelt die leere Bahn langsam nach Berlin. Die Leute schauen, als hätte ihnen gerade jemand das Auto vor der Nase weggeklaut. Schnell wechseln im Funzellicht der Bahnleuchten Ungläubigkeit, Hoffnung, alberner Aktionismus ab. Dann dämmert den Zurückgebliebenen: „Ja Schatz, halbe Stunde mindestens, weiß noch nicht, ich ruf Dich an, nein, wieder keine Ansage vorher.“ Es ist das dritte Mal seit November. Zugegeben, beim ersten Mal polterte gerade …
Es hat nur Jahrzehnte gedauert, doch nun ist es so weit: Der #Umbau des S-Bahnhofs #Ostkreuz kann tatsächlich beginnen. Das #Eisenbahn-Bundesamt hat jetzt den #Planfeststellungsbeschluss erteilt. Damit ist das 411-Millionen-Euro-Projekt genehmigt. Wann die Arbeiten beginnen, steht allerdings noch nicht fest. Und ungewiss ist weiter, ob alles, was genehmigt ist, am Ende auch gebaut wird.
Seit Jahren werden im Land #Brandenburg regelmäßig #Bahnstrecken#stillgelegt. Die Anlässe unterscheiden sich, die Begründung ist stets dieselbe: zu wenige #Fahrgäste. Ein #Gesamtkonzept, wie viel #Schienenverkehr es in Zukunft aus verkehrlichen, siedlungsstrukturellen, umweltpolitischen und finanziellen Gründen geben soll, fehlt noch immer. Eine Abstimmung zwischen Schienen- und #Busangeboten fehlt ebenso. Wie lange wollen sich Landtagsabgeordnete, Kreise und Kommunen diese dilettantische Politik ihrer Landesregierung eigentlich noch bieten lassen?
Potsdam – Die verkehrspolitische Sprecherin Anita Tack und der parlamentarische Geschäftsführer Heinz Vietze sagten, die Länder garantierten einem privaten Betreiber Einnahmen, behielten das Risiko jedoch auf ihrer Seite. Die Länder verpflichteten sich, auf der Strecke zwischen Berlin und #Schönefeld von 2011 bis 2030 Zugleistungen im Wert von jeweils 115 Millionen Euro in Anspruch zu nehmen.
POTSDAM Die geplanten Kürzungen im Regionalverkehr haben zu Protesten von Fahrgastverbänden, aber auch von Unternehmen, Forschungsinstituten und Tourismusorganisationen geführt. „Schienenanbindungen sind als Standortfaktor genauso wichtig wie Autobahnanschlüsse“, sagte der Sprecher der Potsdamer Industrie- und Handelskammer (IHK), Detlef Gottschling. Die Wachstumskerne müssten ans Bahnnetz angebunden bleiben. Die Landesregierung plant vor dem Hintergrund gekürzter Bundeszuschüsse zum Teil drastische Einschnitte beim Schienen-Nahverkehr (MAZ berichtete). Gefährdet sind Regionalbahnen unter anderem zwischen Potsdam und dem …
Der Bahnkunden-Verband Berlin-Brandenburg lehnt die vom Land Brandenburg und dem VBB offenbar schon im Dezember 2006 vorgesehene deutliche Reduzierung des Schienenpersonennahverkehr-Angebotes entschieden ab. In der Diskussion sind sowohl Kürzungen in den Fahrpldnen als auch Streckenstilllegungen, für die uns jegliches Verständnis fehlt. Entscheidungen wurden noch nicht getroffen, doch könnten durchaus auch Strecken wie Neuruppin – Rheinsberg, Eberswalde – Joachimsthal – Templin, Frankfurt/O. – Wriezen oder Angermünde – Stettin betroffen sein, die neben der Funktion als Verkehrsmittel für Schüler und Berufspendler auch eine wichtige Bedeutung für den Tourismus im Land Brandenburg haben. Als Begründung wird die beschlossene Kürzung der Regionalisierungsmittel durch die Bundesregierung für die Jahre 2007 bis 2010 angegeben. Die Mittel werden um rund 12% gegenüber dem ursprünglich vorgesehenen Betrag, der jährliche Steigerungen enthielt, gekürzt. Nach Abzug der gesamten Kürzungssumme von 140 Mio. EUR verbleiben etwa 1,5 Mrd. EUR, die dem Land in diesen Jahren weiterhin zur Verfügung steht, um das SPNV-Angebot zu finanzieren. Die Reduzierung des Angebots um die gekürzte Summe ist dabei sicher die einfachste Möglichkeit, die jedoch die verkehrs- und umweltpolitisch schädlichste und für die Fahrgäste ungünstigste ist. Anderenorts wurde gezeigt, dass durch Engagement für Ausschreibungen der Verkehre und Vergabe von Verkehrsverträgen im Wettbewerb erhebliche Kosteneinsparungen erzielt werden können. Im Land Brandenburg wurde diese Möglichkeit bisher noch nicht nennenswert genutzt. Es wurde noch keine einzige Regionalexpresslinie ausgeschrieben. Solange diese Einsparpotenziale nicht erschöpft sind, werden die Fahrgäste kein Verständnis für Angebotskürzungen und Streckenstilllegungen haben. Erfahrungen mit Streckenstilllegungen gibt es schon genug. Nur in ganz wenigen Ausnahmefällen konnten einige Fahrgäste dabei von einem längerfristig verbesserten Busangebot profitieren. In der Regel reduziert sich die Zahl der Fahrgäste durch Umstellung auf Busverkehre um mindestens 50%. Nachteile von Busverkehren sind neben einer oft längeren Fahrzeit der geringere Fahrkomfort, fehlende Fahrradmitnahmemöglichkeit, unbequeme Gepäckmitnahme, keine Möglichkeit für größre Gruppenreisen sowie die Herausnahme aus bundesweiten Tarifen und europaweiten Fahrplanauskünften. Unstrittig ist, dass die Kosten für den Bahnverkehr auf geringer genutzten Strecken bisher zu hoch sind. Ein Beispiel für die Kostenreduzierung gibt es aber im Land Brandenburg selbst. Hier haben der Landkreis Prignitz und die Prignitzer Eisenbahn die Bahnstrecken Pritzwalk – Putlitz und Pritzwalk – Meyenburg von der DB AG übernommen und mit der \bernahme in Eigenregie die Grundlage geschaffen, den Schienenverkehr kostengünstiger zu betreiben und die Strecken vor der Stilllegung zu retten. Die sehr hohen Benutzungsgebühren für die Infrastruktur der DB AG entfallen, und es wird nur noch das Geld ausgegeben, das für den Betrieb erforderlich ist. Diese erfolgreiche „Regionalisierung der Infrastruktur“ muss vom Land Brandenburg auch in anderen Regionen politisch vorangetrieben werden. Der Bahnkundenverband Berlin-Brandenburg fordert die Brandenburger Landesregierung auf, auf Streckenstilllegungen und Angebotskürzungen im SPNV zu verzichten. Die gekürzten Bundesmittel sind durch andere Haushaltsmittel, z.B. Mehreinnahmen durch die Mehrwertsteuererhvhung, zu kompensieren, wie es das Land Berlin bereits zugesagt hat. Alle Regionalexpresslinien müssen schnellstmöglich jeweils zusammen mit sinnvollen Regionalbahnnetzen ausgeschrieben werden, um maximale Kosteneinsparungen durch Wettbewerb zu erzielen. Für die Ausschreibungen ist kurzfristig ein Zeitplan zu erarbeiten, der veröffentlicht wird. Das Land Brandenburg muss sich bei der Bundesregierung dafür einsetzen, die Voraussetzungen zur Regionalisierung der Infrastruktur von Strecken des Ergänzungsnetzes zu verbessern. Streckenstilllegungen sind zu vermeiden, um den langfristigen Verlust des umweltfreundlichen Verkehrsmittels Bahn in touristisch bedeutenden Gebieten zu verhindern. Sollte es zu Angebotskürzungen kommen, sind die Grundlagen dafür offen zu legen. Dazu gehören mindestens detaillierte Fahrgastzahlen, Ersatzangebote, bisherige und künftige Kosten (Pressemeldung Berlin-Brandenburgischer Bahnkunden-Verband, 17.08.06).
Neue Linie startet am S-Bahnhof Strausberg Nord und am Bahnhof Müncheberg
Buckow – Auch Ausflügler ohne Auto können die Märkische Schweiz jetzt bequem erreichen. Zwei spezielle Touristenbuslinien machen es möglich. Sie holen die Gäste mehrmals täglich vom S-Bahnhof Strausberg Nord und vom Regional-Bahnhof Müncheberg an der Strecke …