Am 30.September 1961 fuhr der letzte Personenzug von Neuburxdorf nach Mühlberg (Elbe). Diese „schienenlose“ Zeit ist ab dem 6. Juli 2007 vorbei. Denn an diesem Tag kommt um 18.56 Uhr erstmals nach 46 Jahren wieder planmäßig ein Personenzug im Bahnhof Mühlberg im Elbe-Elster-Kreis an. Bis 29. August diesen Jahres steuern sonnabends Züge aus Herzberg Stadt das Elbestädtchen an. Der Fahrplan ist im Internet unter www.regionaleisenbahn.de veröffentlicht. Möglich gemacht wurde die Wiederaufnahme des Schienenverkehrs durch das im vergangenen Jahr gestartete und EU-geförderte Leader+-Projekt „Elbe-Elster-Express“; Brandenburgs erste „BürgerBahn“. Ehrenamtliches Engagement des gleichnamigen Fördervereins des Deutschen Bahnkunden-Verbandes, des Vereins Wald- und Heideland in Schlieben sowie die fachliche Umsetzung durch die Deutsche Regionaleisenbahn GmbH (DRE) trugen dazu bei, dass das Vorhaben am kommenden Wochenende einen positiven Höhepunkt erreicht. Gerhard J. Curth, Präsident des Deutschen Bahnkunden-Verbandes: „Solche BürgerBahn-Projekte könnten durchaus eine bedarfsorientierte Alternative auf die durch Mittelkürzungen praktizierten kompromisslosen SPNV-Abbestellungen sein. Wir hoffen, dass die Wiederaufnahme des Schienenverkehrs als ein deutliches Zeichen verstanden wird, in den strukturschwachen Brandenburger Regionen nicht ständig Verkehrsangebote abzubauen.“ Doch zunächst sind alle herzlich eingeladen zu einer Bahnfahrt von Herzberg nach Mühlberg (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband, 05.07.07).
Bahnstreik: BVG, Polizei und Fußgängerlobby raten, wie man trotzdem zur Arbeit kommt Peter Neumann
Für die Betroffenen des heutigen Bahnstreiks hat der Berliner Fachverband Fußverkehr einen Tipp parat. „Einfach mal darüber nachdenken, welche Strecken sich auch zu Fuß zurücklegen lassen“, rät Bundesgeschäftsführer Bernd Herzog-Schlagk. Wer jedoch weitere Wege zu bewältigen hat, wird auf Probleme stoßen, wenn bei der Deutschen Bahn (DB) und der S-Bahn in der Zeit von fünf bis neun Uhr Lokführer die Arbeit niederlegen. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sehen sich jedenfalls nicht in der Lage, alle Fahrgäste aufzunehmen. Den Autofahrern empfiehlt die Polizei, möglichst früh loszufahren und Fahrgemeinschaften zu bilden. „Heute wird es massive Einschränkungen geben“, sagte …
(Berlin, 30. Juni 2007) Bahn-Gewerkschaften haben nach Ablauf der Friedenspflicht am 30. Juni mit Streiks gedroht. Über eventuelle Einschränkungen des Reiseverkehrs ab dem 1. Juli liegen zur Zeit noch keine Informationen vor. Die Deutsche Bahn wird versuchen, Unannehmlichkeiten für Reisende so gering wie möglich zu halten und richtet eine kostenlose Service-Hotline ein, die ab sofort rund um die Uhr unter der Telefonnummer 08000 996633 zu erreichen ist. Aktuelle Informationen erhalten Kunden auch über www.bahn.de. Außerdem wird bei Beeinträchtigungen des Zugverkehrs zusätzliches Service-Personal auf den großen Bahnhöfen für die Information der Reisenden sorgen.
Fahrgäste, die an einem Streiktag aufgrund streikbedingter Zugausfälle oder Verspätungen ihre Reise nicht antreten können, haben die Möglichkeit, ihre Fahrkarte kostenlos umzutauschen oder sich den Reisepreis erstatten zu lassen.
Auch im Güterverkehr kann es zu Behinderungen kommen. Informationen können Kunden von Railion über www.railion.com einholen.
Herausgeber: Deutsche Bahn AG Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin, Deutschland Verantwortlich für den Inhalt: Konzernsprecher Oliver Schumacher
Deutliche Worte fanden auf der heutigen Pressekonferenz zur „Qualitätsbilanz 2006“ sowohl Brandenburgs Minister Reinhold Dellmann (SPD) als auch der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) Hans-Werner Franz. Auf 16 Prozent des gesamten Schienennetzes in Brandenburg kann nach Erhebung des VBB nicht die fahrplanmäßige Geschwindigkeit gefahren werden. Welche Auswirkungen der Streckenzustand des Schienennetzes auf die Pünktlichkeit hat, macht auch das weitere Absinken der Pünktlichkeitsrate 2006 deutlich. Im Vergleich zu 2005 ist sie von 91,58 Prozent auf 90,48 Prozent gesunken. Vor dem Hintergrund, dass der VBB eigentlich eine durchschnittliche Pünktlichkeit von 95 Prozent anpeilt, ist dies eine hohe Abweichung. Minister Dellmann forderte eine klare Verantwortung des Eigentümers Bundesrepublik Deutschland für die Infrastruktur ein: „Die Infrastruktur gehört zu 100 Prozent in öffentliche Hände“. Der Berlin-Brandenburgische Bahnkunden-Verband begrüßt die eindeutige Positionierung der Landesregierung. „Der ÖPNV ist eine Aufgabe der Daseinsvorsorge“, so der Landesvorsitzende Frank Böhnke, „und wenn Investitionsentscheidungen zwischen dem Bundesverkehrsministeriums und der DB Netz AG ohne Beteiligung des Landes Brandenburg ausgehandelt werden, ist das ein unhaltbarer Zustand.“ Die seit Jahren bekannten Probleme lassen sich jedoch nicht dadurch lösen, dass der Schwarze Peter zwischen den drei Beteiligten Bundesverkehrsministerium, DB Netz AG und Land Brandenburg immer hin und her gereicht wird. Hier müssen schnellstmöglich effektive Lösungen auf den Tisch, die ein weiteres Absinken der Pünktlichkeitswerte in 2007 verhindern. Und hier ist nach Ansicht des Bahnkunden-Verbandes gerade das Land Brandenburg als Leidtragender gefordert. Die ersten Schritte scheinen gemacht zu sein. So teilte Verkehrsminister Dellmann mit, die Bundesnetzagentur mit der Überprüfung der Trassen- und Stationsentgelte in Brandenburg beauftragt zu haben. (Pressemeldung Berlin-Brandenburgischer Bahnkunden-Verband, 28.06.07).
Infrastrukturminister Reinhold Dellmann und VBBGeschäftsführer Hans-Werner Franz informierten heute im Rahmen der Vorstellung der „Qualitätsbilanz 2006“ über die aktuelle Qualität des Nahverkehrs. Heute stellten Infrastrukturminister Reinhold Dellmann und Hans-Werner Franz, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin- Brandenburg (VBB), die „Qualitätsbilanz 2006“ vor. Gegenstand ist unter anderem die Untersuchung der Infrastruktur und die Entwicklung der Pünktlichkeit. Die „Qualitätsbilanz 2006“ enthält erstmals eine Analyse des im Regionalverkehr befahrenen Eisenbahnnetzes in Berlin und Brandenburg. Minister Dellmann und VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz kritisierten, dass auf 16 Prozent des Netzes in Berlin und Brandenburg die vorgesehene Streckengeschwindigkeit nicht gefahren werden kann. Für die Fahrgäste bedeutet das in Summe täglich eine Fahrtzeitverlängerung von über 5.000 Stunden. Ursache für diese Infrastrukturmängel sind unter anderem unzureichende Instandhaltung durch die DB Netz AG. In Folge entstehen Einbrüche bei der Pünktlichkeit. Der Gesamtpünktlichkeitsgrad betrug 2006 90,48 Prozent. Damit lag der Jahreswert wiederum unter dem des Vorjahres (2005: 91,58 Prozent). Die VBB-Qualitätsbilanz wird im Auftrag der beiden Länder Berlin und Brandenburg erstellt, zeigt Stärken und Schwächen des Schienenpersonennahverkehrs auf und unterbreitet Handlungsempfehlungen. Ziel ist es, in der Öffentlichkeit für Transparenz bei den erbrachten Verkehrsleistungen sowie bei der Qualität der erbrachten Leistungen zu sorgen. Reinhold Dellmann, Minister für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg: „Die Eisenbahnverkehrsunternehmen in Brandenburg müssen sich anstrengen, um pünktlicher zu werden. Die Pünktlichkeit ist das wesentliche Qualitätsmerkmal des ÖPNV. Momentan geht der Trend leider in die falsche Richtung. Die Verkehrsunternehmen können aber nur so pünktlich sein, wie es die Infrastruktur zulässt. Hier ist vor allem die Deutsche Bahn AG gefragt, zu investieren und instand zu halten.“ Hans Werner Franz, Geschäftsführer des VBB: „Die Infrastruktur ist die Basis des öffentlichen Personennahverkehrs. Nur wenn diese instand gehalten wird, kann die Pünktlichkeit als wichtigstes Qualitätskriterium auf hohem Niveau erhalten bleiben. Der VBB-Netzzustandsbericht zeigt eindeutig, dass hier erheblicher Handlungsbedarf besteht. In den letzten Jahren ist viel in den Ausbau von Strecken investiert worden, damit sich die Fahrzeit verkürzt und der ÖPNV für die Fahrgäste noch attraktiver wird. Deswegen ist es nicht akzeptabel, dass auf 16 Prozent des Streckennetzes in Berlin und Brandenburg die vorgesehene Streckengeschwindigkeit nicht gefahren werden kann. Es geht nicht an, dass die DB Netz AG wie angekündigt einerseits die Trassenpreise erhöht und den Verkehr so für die Mitbewerber teurer werden lässt und gleichzeitig die Qualität absinken lässt. Die Ergebnisse des VBB-Netzzustandberichts für Berlin und Brandenburg belegen eindeutig, wie wichtig es ist, dass der Bund im Zuge der vorgesehenen Bahnprivatisierung die Kontrolle über das Netz behält.“
Berlin. Der Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB) hat der Deutschen Bahn erhebliche Mängel bei der Qualität ihres Schienennetzes und daraus resultierende massive Verspätungen im Regionalverkehr vorgeworfen.
Wer mit Öffentlichen Personennahverkehr unterwegs ist, möchte bequem, sicher und im Sommer auch gerne klimatisiert ans Ziel kommen. Eine gute Nachricht ist deswegen, dass der RE3 auf der Relation Stralsund— Berlin—Elsterwerda teilweise mit neuwertigen Doppelstockwagen ausgestattet wurde. Diese Wagen sind bei der DB Regio AG in Mecklenburg- Vorpommern durch die Auslieferung fabrikneuer Fahrzeuge freigeworden und werden jetzt auch in Berlin-Brandenburg eingesetzt. Bei den neuen Fahrzeugen handelt sich um drei klimatisierte Wagenzüge moderner Bauart. Ab August werden sie ausschließlich zwischen Stralsund – Elsterwerda eingesetzt. Auf dieser Strecke sind somit drei der insgesamt fünf Wagenzüge klimatisiert (Pressemeldung VBB, 21.06.07).
PRITZWALK Mobilmachen im wahrsten Sinne des Wortes wollen die Prignitzer Eisenbahn sowie die EOP Biodiesel Falkenhagen AG gegen die Besteuerung biogener Treibstoffe. Zu diesem Zweck stellte die Prignitzer Eisenbahn ein Regioshuttle zur Verfügung, auf dem nun vor den Konsequenzen der Besteuerung gewarnt wird: „Biodieselbranche vor dem Aus!“ steht da zu lesen, und auch gleich noch die Forderung, die diese daraus ableitet: „Weg mit den Biokraftstoff-Sondersteuern!“ Nebendran lässt eine PEG-Sonnenblume ihren sonst recht fröhlichen Kopf hängen: Der Bundesadler hat sie am Genick gepackt. Der Einsatz biogener Kraftstoffe im Schienenpersonennahverkehr sei technisch machbar und ökologisch sinnvoll, sagt PEG-Geschäftsführer Ralf Böhme. Finanziell sinnvoll sei es allerdings nicht mehr, denn die Bio-Kraftstoffe sind inzwischen teurer als die mineralischen: Und die Steuern werden Stück für Stück weiter …
Am Nachmittag des 18.01.2006 kam es im Bereich der RB-Linien 44 und 51 in Nordrhein-Westfalen zu ersten Beeinträchtigungen im Zugverkehr aufgrund umgestürzter Bäume. Die PEG bemühte sich im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten um die Einrichtung von Schienenersatzverkehr. Ab etwa 18:00 Uhr musste der Verkehr wegen des Orkans „Kyrill“ dann komplett eingestellt werden. Aufgrund der entstandenen schweren Sturmschäden konnte der Zugverkehr auch am Morgen des 19.01.2007 noch nicht wieder aufgenommen werden. Auf den RB Linien 36 und 44 seit ca. 10:00 Uhr und seit ca. 15:30 Uhr auch auf der RB-Linie 51 läuft der Verkehr inzwischen weitgehend planmäßig. Am Abend des 18.01.2007 erfolgte in Brandenburg ab etwa 19:00 Uhr die Einstellung des Zugverkehrs auf der RB-Linie 12, in der Prignitz fuhren auf den PE-Linien 73 und 74 wenig später ebenfalls die letzten Züge. In Brandenburg hielten sich die Sturmschäden durch den Orkan „Kyrill“ in Grenzen. Nach kleineren Anlaufschwierigkeiten läuft der Zugverkehr seit den Morgenstunden des 19.01.2007 hier auf allen drei Linien wieder planmäßig (Pressemeldung PEG, 20.01.07).
Der Orkan Kyrill beeinträchtigte den Verkehr der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG) nur in geringem Maße: – Auf der Linie OE36 wurde der Betrieb in den späten Abendstunden eingestellt, da mehrere umgestürzte Bäume die Gleise blockierten. – Der Abschnitt Wriezen – Frankfurt (Oder) musste wegen eines umgestürzten Baumes gesperrt werden. Die Sperrung wurde heute morgen um 8:30 Uhr wieder aufgehoben. – Auf den übrigen Linien in Berlin/Brandenburg und Süd-Mecklenburg verkehrten die Züge der ODEG mit auf 60 km/h reduzierter Höchstgeschwindigkeit, um die Sicherheit der Fahrgäste zu gewährleisten. Dadurch kam es gestern Abend auf allen sechs Linien zu Verspätungen. – Auch am Freitag kam es in den frühen Morgenstunden aufgrund der Sturmschäden weiter zu geringfügigen Verspätungen (Pressemeldung ODEG, 20.01.07).