Der letzte #Bahnhof soll erst 2023 #barrierefrei zugänglich sein. Das ärgert viele Fahrgäste. Lob gibt es für das #hilfsbereite#Personal bei BVG und S-Bahn.
Berlin ist doch nicht so schlecht. Beschwerden über unfreundliches Personal im Nahverkehr waren in der Tagesspiegel-Aktion, zu der Chefredakteur Lorenz Maroldt im Tagesspiegel-Newsletter „Checkpoint“ aufgerufen hatte, selten. Häufiger moniert wurden in den Zuschriften die fehlenden Aufzüge in den Bahnhöfen der S- und U-Bahn, die die barrierefreie Fahrt verhindern. Oder defekte Anlagen, die tagelang nicht repariert worden waren. Bis alle Stationen schwellenfrei zugänglich sein werden, wird es allerdings noch Jahre dauern.
Anlass für die Aktion war ein Checkpoint-Bericht in der vergangenen Woche über einen S-Bahn-Fahrer, der sich nach Angaben von Zeugen im Bahnhof Potsdamer Platz geweigert haben soll, einen Rollstuhlfahrer mitzunehmen – mit der Bemerkung, er könne nichts dafür, dass der Mann im Rollstuhl sitze. Ein S-Bahnsprecher widerspricht dieser Version: Der Fahrer habe glaubhaft versichert, es habe keinen Kontakt mit einem Fahrgast gegeben. Einen Rollstuhlfahrer habe er nicht gesehen. Wäre es anders, gäbe es zumindest eine Abmahnung, sagte der Sprecher weiter.
2023 erst will die S-Bahn fertig werden
In den meisten Zuschriften lobten die Betroffenen das Verhalten des Personals; vor allem die Fahrer der U-Bahn und der Busse der BVG seien in der Regel sehr freundlich. Regelmäßige Nutzer würden sogar zum Teil persönlich begrüßt.
Viel größer ist dagegen der Ärger über Stationen ohne Aufzug. Der Ausbau geht vielen, die darauf angewiesen sind, zu langsam voran. Die BVG will ihre 173 U-Bahnhöfe bis 2020 barrierefrei ausgebaut haben. Derzeit haben 104 Stationen einen oder mehrere Aufzüge; acht weitere haben Rampen. Bei der S-Bahn sind von 166 Bahnhöfen im Netz 156 barrierefrei; zehn davon über Rampen.
#Denkmalschützer wollen die #Stationen der #U5 aus den 80ern auf die Liste nehmen. Dabei war damals der Architekt nicht glücklich.
Schön sind sie nicht. Aber nach Ansicht der Denkmalschützer schutzwürdig. Sie prüfen derzeit, ob auch die zu DDR-Zeiten gebauten #U-Bahnhöfe der heutigen Linie U5 nach Hönow in die #Denkmalliste aufgenommen werden sollen. Oder müssen. Von den 173 Stationen im Netz sind bereits 88 als Denkmale eingestuft. Zuletzt wurden, wie berichtet, die sieben Stationen von Siemensdamm bis Rathaus Spandau der U 7 in die Liste aufgenommen. Weitere sollen folgen, kündigte Landeskonservator Jörg Haspel an. Voraussetzung sei, dass ein Bauwerk von historischer, künstlerischer, städtebaulicher oder wissenschaftlicher Bedeutung sei. Und seine Erhaltung müsse im öffentlichen Interesse sein.
Anwärter sind nach seinen Angaben auch die zwischen 1985 und 1989 gebauten Bahnhöfe der heutigen U5 zwischen Tierpark und Hönow. Die Stationen seien typische Zeugnisse des Bauens in der DDR. Rein funktional und ohne schmückendes Beiwerk. Und damit auch ein reizvoller Gegensatz zu den zuletzt unter Schutz gestellten Stationen der U7, die der Hausarchitekt der damaligen Senatsbauverwaltung, Rainer Gerhard Rümmler entworfen hat. Seine der Postmoderne zugeordneten Stationen sind bis auf wenige Ausnahmen üppig ausgestattet, wobei Rümmler meist versuchte, einen Bezug zur Oberfläche herzustellen.
DDR: klobig und funktional
Neuer Bauabschnitt erfordert mehrwöchige #S5-Sperrung zwischen Strausberg Nord und #Fredersdorf • #Zusätzliche #RB26-Fahrten ergänzen Ersatzverkehr mit Bussen
Mit Frühjahrsbeginn setzt die Deutsche Bahn ihre umfangreichen Bauarbeiten zur #Entflechtung der S-Bahn- und Regionalbahngleise im Bereich des Bahnhofs #Strausberg fort. Das Projekt liegt im Zeitplan. Die Fertigstellung ist für Mitte 2018 vorgesehen.
In den kommenden Wochen werden Schienen und Weichen im S-Bahn-Bereich abgerissen und durch neue Anlagen ersetzt. In diesem Zusammenhang finden Anpassungen der Signal- und Sicherungstechnik statt.
Von Freitag, 31. März, 22 Uhr, bis Freitag, 12. Mai, 22 Uhr, wird der S-Bahn-Verkehr der Linie S5 zwischen Strausberg Nord und Fredersdorf durch Busse ersetzt.
An Werktagen montags bis freitags werden von DB Regio in den Hauptverkehrszeiten stündlich zusätzliche Regionalzüge zwischen Strausberg und Berlin-Lichtenbergangeboten. Damit ergibt sich auf diesem Abschnitt ein angenäherter 30-Minuten-Takt. Die Abfahrten in Strausberg erfolgen um 5.43 Uhr, 6.43 Uhr, 7.46 Uhr, 8.43 Uhr, 14.43 Uhr, 15.44 Uhr, 16.44 Uhr und 17.44 Uhr. Von Lichtenberg starten die Fahrten um 6.12 Uhr, 7.15 Uhr, 8.14 Uhr, 14.01 Uhr, 15.15 Uhr, 16.12 Uhr, 17.13 Uhr und 18.15 Uhr. Die zusätzlichen Züge sind leider nicht barrierefrei.
Darüber hinaus bleibt von Freitag, 12. Mai, 22 Uhr, bis Montag, 22. Mai, 1.30 Uhr, der Teilabschnitt zwischen Strausberg Nord und Strausberg für weiter gehende Sanierungsarbeiten gesperrt. Es werden ersatzweise Busse eingesetzt.
Die S-Bahn Berlin hat ein umfangreiches Informationspaket geschnürt, mit dessen Hilfe sich Fahrgäste im Internet unter www.s-bahn-berlin.de, auf den Bahnhöfen und in der Kundenzeitung „punkt3“ auf das Ersatzangebot einstellen können.
Die wenigsten kennen seinen Namen, aber trotzdem ist er aus dem Berliner Stadtbild kaum wegzudenken: der Architekt Rainer Gerhard #Rümmler. Denn sein Werk findet sich überwiegend unter der Erde. In verschiedenen Positionen, zuletzt als #Senatsbaudirektor, war er ab 1966 für den #Bau der meisten #U-Bahnhöfe verantwortlich. Dass die Station Pankstraße in Gesundbrunnen vor sechs Jahren und der Bahnsteig der U7 am Fehrbelliner Platz in Wilmersdorf Anfang dieses Jahres in die Landesdenkmalliste aufgenommen wurden, erlebte der 2004 verstorbene Rümmler nicht mehr. Von jetzt an stehen sieben weitere Bahnhöfe am westlichen Ende der U7 in Spandau unter Schutz: Siemensdamm, Rohrdamm, Paulsternstraße, Haselhorst, Zitadelle, Altstadt Spandau und Rathaus Spandau gelten als "besonderes Zeugnis der Nachkriegsmoderne".
Neben Teilen der U6, U8 und U9 war Rümmler in den 70er- und 80er-Jahren vor allem für die Erweiterung der Linie 7 und den Anschluss Spandaus an die Westberliner Innenstadt verantwortlich. Dabei habe er ein altes Konzept wieder aufgegriffen, das sich schon beim Bau älterer Bahnhöfe fand, und zwar die "Verknüpfung von Modernität und Geschichte", sagt Jörg Haspel, Landeskonservator und Leiter des Landesdenkmalamtes Berlin. So nahm Rümmlers Gestaltung früherer Bahnhöfe bereits Bezug auf ihre Namen. Beispielsweise ist die Wandvertäfelung der Station Bayerischer Platz in Schöneberg ganz in Blau und Weiß gehalten. Der Richard-Wagner-Platz zeigt hingegen Szenen aus dem Ringepos des Komponisten. Vor allem in Spandau, wo die Bahnhöfe Bezug auf die Orte über ihnen nehmen, habe sich Rümmler jedoch die Aufgabe gestellt, die Geschichte der Umgebung auf fantasievolle Weise nachzuerzählen, sagt Haspel. Dabei war es sein Ziel, den Hunderttausenden Menschen, die täglich an seinen Werken vorbeifahren, ein Bild davon zu geben, wie es an der Oberfläche …
Die Bewohner von Steglitz-Zehlendorf sind jetzt um eine Reisemöglichkeit reicher. Seit dem 6. April hat der #Fernbusanbieter Flixbus am #S-Bahnhof #Wannsee eine neue Haltestelle eingerichtet. Bis zu 15 Busse fahren von dort täglich in knapp 40 Städte. Die Ziele liegen überwiegend westlich von Berlin: Köln, Dortmund, Braunschweig, Hannover, aber auch Brüssel und Amsterdam stehen im Fahrplan.
Mit sechs Millionen Fahrgästen im vergangenen Jahr (plus 20 Prozent gegenüber 2015) sei die Nachfrage nach Fernbusreisen gerade in der Hauptstadt sehr groß, sagt Geschäftsführer und Flixbus-Gründer André Schwämmlein. Die Haltestelle Wannsee schafft eine bessere Anbindung für Fahrgäste aus dem Südwesten der Stadt, aber auch für Potsdamer gibt es nun eine attraktive Fernbusanbindung. Eine Fahrt nach Köln oder Dortmund gibt es schon für 14,90 Euro, Fahrten ins europäische Ausland ab 29 Euro.
Im Bezirk freuen sie sich über das Vorhaben des Fernbusmarktführers. "Die Busse fahren ja schon jetzt hier durch, bisher haben sie nur nicht gehalten", sagt der Stadtrat für Verkehr, Michael Karnetzki (SPD). Er gehe davon aus, dass es einen Bedarf gebe, denn "die Steglitz-Zehlendorfer reisen gern". Bis 1998 hielten in Wannsee ICE-Züge der Deutschen Bahn, seitdem ist der Bahnhof vom Fernverkehr abgeschnitten. Durch Flixbus wird die Station am Kronprinzessinnenweg zum Knotenpunkt des Busverkehrs, sieben Linien der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) machen hier bereits Halt.
Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre
Schriftliche Anfrage wie folgt:
Die Schriftliche Anfrage betrifft Sachverhalte, die der
Senat teilweise nicht aus eigener Zuständigkeit und
Kenntnis beantworten kann. Er ist gleichwohl bemüht,
Ihnen eine Antwort auf Ihre Anfrage zukommen zu lassen
und hat daher die die Deutsche Bahn AG (DB) um eine
Stellungnahme gebeten, die von dort in eigener Verantwortung
erstellt und dem Senat übermittelt wurde. Sie
wird nachfolgend mit entsprechendem Verweis auf den
Ursprung wiedergegeben.
Frage 1: Wann kann, nach aktuellem Stand, voraussichtlich
mit dem Abschluss der #Umbauarbeiten am #Bahnhof#Schöneweide gerechnet werden, und ist die
geplante Fertigstellung im Juli 2021 realistisch?
Antwort zu 1: Die DB teilt hierzu Folgendes mit: „Die
Grunderneuerung des Bahnhofes Schöneweide und der
Neubau der Straßenbahnüberführung werden gemäß Terminplanung
in 12/2021 abgeschlossen.“
Frage 2: Wann ist mit einem Abschluss der Brückenarbeiten
und der damit verbundenen vollständigen Freigabe
des Verkehrs auf dem #Sterndamm zu rechnen?
Antwort zu 2: Die DB teilt hierzu Folgendes mit: „Die
Erneuerung der Eisenbahnüberbauten EÜ Sterndamm
wird bis zum 11.06.2018 beendet. Eine vollständige Freigabe
des Verkehrs auf dem Sterndamm kann vsl. erst im
September 2018 erfolgen. Im Zeitraum vom Juni 2018 bis
zum September 2018 wird die Zweispurigkeit der Straßen
hergestellt und die Straße im Bereich der Brücken ertüchtigt.“
Frage 3: Welche Verzögerungen zum ursprünglichen
Zeitplan hat es bisher gegeben (bitte nach Art, Grund und
Dauer aufschlüsseln)?
Antwort zu 3: Die DB teilt hierzu Folgendes mit:
„Verzögerungen der Bauausführung entstanden durch:
Schaffung der Medienfreiheit im Straßenland – 3
Monate
Sicherung der Bestandswiderlager der Gleise 4 und
5 – 3 Monate
Gestörten Bauablauf sowie Errichtung zusätzlicher
nicht geplanter Bauzustände – 12 Monate“
Frage 4: Zu welchen Zeitpunkten wird es voraussichtlich
zu Einschränkungen im Nah- und #Regionalverkehr
kommen?
Antwort zu 4: Die DB teilt hierzu Folgendes mit: „Es
wird mit dem notwendigen Bauzustandswechsel in der Sund
Fernbahn zu Einschränkungen im Nah- und Regionalverkehr
kommen. Im Zeitraum vom 14.06.17 bis zum
19.06.2017 erfolgt eine Vollsperrung der S-Bahngleise im
Bf. Schöneweide, außer Gleis 6 (Pendelverkehr von
Baumschulenweg nach Schöneweide), sowie die Einrichtung
von Schienenersatzverkehr von Schöneweide nach
Grünau.
Zur Inbetriebnahme der Gleise 4 und 5 (S-Bahn) erfolgt
im August 2018 eine Einschränkung des SBahnverkehrs.
Weitere Verkehrseinschränkungen finden statt:
30.11.2018 – 03.12.2018 (Totalsperrung S-Bahn Bf.
Schöneweide)
01.02.2019 – 11.02.2019 (Totalsperrung S-Bahn Bf.
Schöneweide)
15.03.2019 – 18.03.2019 (Einschränkungen S-Bahn)
03.12.2019 – 09.12.2019 (Totalsperrung Fernbahn)
04.08.2021 – 09.08.2021 (betriebliche Einschränkungen
in S- und Fernbahn)“
Frage 5: Wie ist der aktuelle Zeitplan zur Fertigstellung
des zweiten Bauabschnittes der #Verlängerung der #Straßenbahnlinie #60 und #61 von der Karl-Ziegler-Straße
über den Groß-Berliner Damm zum Bahnhof Schöneweide,
und kann die bisherige avisierte Fertigstellung im Jahr
2019 realisiert werden? Wenn nein, welche Verzögerungen
gab es?
Antwort zu 5: Die für das Jahr 2019 avisierte Fertigstellung
der Straßenbahnneubaustrecke Adlershof II von
der Karl-Ziegler-Straße zum Bahnhof Schöneweide kann
aufgrund von Verzögerungen im Planungsablauf voraussichtlich
nicht mehr realisiert werden.
Das Planfeststellungsverfahren für die Straßenbahnneubaustrecke
Adlershof II soll noch in diesem Jahr eingeleitet
werden. Nach Vorliegen des Planfeststellungsbeschlusses
kann voraussichtlich 2019/2020 mit dem Bau
der Neubaustrecke begonnen werden.
Frage 6: Welche Maßnahmen wurden oder werden ergriffen,
um die Nutzerinnen und Nutzer des Nah- und
Regionalverkehr vor #baubedingter#Verschmutzung zu
schützen? Welche Maßnahmen zur Verbesserung der #Sauberkeit im Nahbereich wurden oder werden getroffen?
Antwort zu 6: Die DB teilt hierzu Folgendes mit: „Der
Bahnhof Schöneweide und die Zuwegungen werden regelmäßig
gereinigt.“
Frage 7: Welche Mehrkosten entstehen infolge von
Verzögerungen? Wer trägt diese?
Antwort zu 7: Die DB teilt hierzu Folgendes mit: „Die
Verzögerungen basieren auf unterschiedlichen Sachverhalten,
für die noch keine Einigung zwischen der bauausführenden
Firma und der DB Netz AG erfolgt ist. Insofern
können wir zu dieser Frage noch keine finale Aussage
treffen.“
Berlin, den 23. März 2017
In Vertretung
J e n s – H o l g e r K i r c h n e r
…………………………..
Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
(Eingang beim Abgeordnetenhaus am 03. April 2017)
DB entwickelt neuen #Aufenthaltspavillon am Berliner #Ostbahnhof • #Test läuft bis Ende April • Ausstattung von bundesweit ca. 20 Bahnhöfen bis 2018
Groß, komfortabel, einladend – so werden die neuen Aufenthaltspavillons für Bahnsteige.
Bei der Entwicklung ging die DB neue Wege. So wirkten an der Entstehung des Pavillons neben den Mitarbeitern erstmals auch Kunden vieler Altersklassen und Nutzergruppen mit. Die #Alltagstauglichkeit und der praktische Nutzen stehen im Mittelpunkt. In einer Werkstatt im S-Bahnbogen im Berliner Ostbahnhof entstand nun das 1:1 Modell. Der neue Pavillon ist transparent, sodass Reisende stets freie Sicht auf das Geschehen am Bahnsteig haben.
In den Armlehnen befinden sich USB-Anschlüsse für Smartphones, Tablets etc. Neu ist auch ein Monitor, der die Ankunfts- und Abfahrtzeiten der Züge anzeigt. Er informiert die Reisenden über aktuelle Änderungen. Im Winter ist der Raum bei Bedarf moderat beheizbar.
Noch bis Ende April testen Kunden und Mitarbeiter der Deutschen Bahn im Berliner Ostbahnhof den neuen #Wartepavillon. Ziel ist es, dass sich Reisende wohl und sicher fühlen, wenn sie im Pavillon warten.
Anstoß für die Neuentwicklung war eine regelmäßig durchgeführte Kundenzufriedenheitsanalyse, in der sich Kunden Verbesserungen für den Aufenthalt am Bahnsteig wünschten. Besonderer Handlungsbedarf ergab sich für ca. 20 Bahnhöfe. Bis 2018 erhalten diese Bahnhöfe deshalb an ca. 20 Bahnsteigen den neuen Pavillon. Der Prototyp des neuen Wartepavillons wird im Frühjahr 2017 in Wolfsburg gebaut und getestet.
„Zukunft Bahn“ ist Kernstück des größten Konzernumbaus der DB seit der Bahnreform 1994. Das mehrjährige Unternehmensprogramm steht für mehr Qualität in allen Geschäftsbereichen und im Systemverbund Schiene. Dazu werden in den kommenden Jahren für die Kunden zahlreiche Verbesserungen im Service und in der Qualität umgesetzt.
Der Senat hat auf Vorlage der Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, beschlossen, beim Areal des ehemaligen #Güterbahnhofs in #Köpenick die Voraussetzungen zu schaffen, um vom #Vorkaufsrecht Gebrauch machen zu können. Er hat dazu heute eine entsprechende Verordnung erlassen. In diesem Gebiet soll in Zukunft ein Wohn- und Gewerbestandort entwickelt werden. Für das Gelände werden derzeit die im April 2016 vom Senat beschlossenen vorbereitenden Untersuchungen zur Festlegung einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme durchgeführt. Das Gelände ist eines der elf vom Land Berlin festgelegten neuen Stadtquartiere.
Senatorin Lompscher: „Es ist wichtig, dass Berlin konsequent alle politischen Möglichkeiten ausschöpft, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und Bodenspekulationen einen Riegel vorzuschieben. Die Vorkaufsrechtsverordnung ermöglicht uns, Flächen zu erwerben, bei denen ein Verkauf durch die Eigentümer den zukünftigen Entwicklungszielen des Gebiets entgegensteht.“
Die Verordnung dient dazu, zukünftig dringend benötigte Flächen auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs in Köpenick bereits vor Wirksamwerden der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme zu sichern und damit die Entwicklung des Gebiets zu erleichtern.
In Berlin wurde und wird das Vorkaufsrecht vor allem zur Verbesserung der Wohnraumversorgung angewendet. Dem Land entstehen dabei die gleichen Kosten, die auch dem Käufer entstehen würden. Der Kaufpreis kann dabei auch höher liegen als der Verkehrswert des Grundstücks. Sollte der Kaufpreis deutlich über dem Verkehrswert liegen, ist das Land Berlin berechtigt, in den Kaufvertrag einzutreten und nur den gutachterlich ermittelten Verkehrswert zu zahlen.
Rückfragen: Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Telefon: (030) 9025-1090
Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre
Schriftliche Anfrage wie folgt:
Die Schriftliche Anfrage betrifft Sachverhalte, die der
Senat teilweise nicht aus eigener Zuständigkeit und
Kenntnis beantworten kann. Er ist gleichwohl bemüht,
Ihnen eine Antwort auf Ihre Anfrage zukommen zu lassen
und hat daher die Deutsche Bahn AG um Stellungnahme
gebeten, die dort in eigener Verantwortung erstellt und
dem Senat übermittelt wurde. Sie wird nachfolgend wiedergegeben.
Frage 1: Inwieweit teilt der Senat die Einschätzung,
dass das #Angebot und damit die #Attraktivität des #Bahnhofes
seit 20 Jahren stetig abnimmt und was sind aus seiner
Sicht die Gründe dafür?
Frage 2: Welche Ideen haben die Deutsche Bahn und
der Senat zur Verbesserung der Attraktivität des Bahnhofes #Lichtenberg z.B. durch:
eine Anpassung der Angebote im #Bahnhofsgebäude,
eine weitere Aufwertung des Bahnhofsumfelds,
eine Neugestaltung der Fern- und Regionalbahnsteige,
eine Überprüfung der Umsteigebeziehungen und nötigenfalls
eine bessere Abstimmung der verschiedenen Verkehrsmittel,
eine intensivere Nutzung des Bahnhofs für Fernverbindungen
nach Osten?
Antwort zu 1. und 2.: Trotz der dortigen erheblichen
Abnahme des Eisenbahn-Fernverkehrsangebotes teilt der
Senat nicht die Einschätzung, dass die Attraktivität des
Bahnhofes Berlin-Lichtenberg seit 20 Jahren stetig abnimmt.
Das Berliner Eisenbahnverkehrskonzept (Pilzkonzept)
sieht den Bahnhof Lichtenberg nicht als Systemhalt für
den Fernverkehr vor.
Dennoch gibt es ein Angebot einzelner Fernzüge vom
Bahnhof Berlin-Lichtenberg. So bietet das private Eisenbahnverkehrsunternehmen
LOCOMORE eine Direktverbindung
von Lichtenberg nach Hannover, Frankfurt und
Stuttgart an.
Der Fernbahnhof wird außerdem von Nachtzügen
nach Paris und Moskau bedient.
Der Bahnhof Lichtenberg ist zudem ein wichtiger
Standort für Umleitverkehre von Fernzügen bei Baumaß-
nahmen sowie Sonder- und Verstärkerzüge. Dies betrifft
in den nächsten Jahren u.a. den Fernverkehr nach Danzig,
Warschau, Cottbus und Hannover (über Potsdam und
Magdeburg).
Der Bahnhof Lichtenberg ist außerdem der bedeutendste
Abgangsbahnhof für den internationalen Verkehr
nach Polen: Täglich werden 17 Zugpaare über die Ostbahn
nach Polen (Kostrzyn) angeboten (fast 50 % aller
Verkehrsleistungen zwischen Deutschland und Polen).
Eine Verlängerung dieser Züge (u.a. nach Gorzów) ist
geplant. Berlin-Lichtenberg ist außerdem an Wochenenden
Abgangsbahnhof des vom Land Berlin mitfinanzierten
Kulturzuges nach Breslau, der sich einer hohen Nachfrage
erfreut.
Hinsichtlich der Abstimmung der verschiedenen Verkehrsmittel
sorgt der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg
(VBB) für bestmögliche Anschlüsse.
Die DB AG teilt hierzu folgendes mit:
„Die Deutsche Bahn ist mit der derzeitigen Situation
am Bahnhof Lichtenberg nicht zufrieden und bemüht sich
um eine Verbesserung der Situation. So wird derzeit aktiv
an einer Neuvermietung der Leerstände im Empfangsgebäude
gearbeitet, um die Attraktivität des Bahnhofs zu
steigern. So wurde u. a. im Sommer 2016 die Fundsachenstelle
vom Bf Zoologischer Garten in den Bf Lichtenberg
verlegt. Des Weiteren wird der Bahnhof durch
Sonderreinigungsmaßnahmen (u. a. Vogelschutz im Deckenbereich
in der Empfangshalle) aufgewertet. Wir bemühen
uns außerdem um eine saisonale Dekoration (z. B.
Weihnachtsbeleuchtung).
Pro Tag nutzen rund 48.000 Fahrgäste den Bahnhof
Lichtenberg. Zu den Zielorten zählen Templin, Eberswalde
Hbf, Strausberg Nord, Ahrensfelde, Potsdam Hbf,
Wartenberg, Spandau, Werneuchen, und Küstrin/Kostrzyn.
Zudem aktuell – wegen Bauarbeiten auf der
Stettiner Bahn im Bereich des Karower Kreuzes –
Stralsund, Ostseebad Binz und Szczecin Glowny. Nach
Inbetriebnahme des Flughafens Berlin Brandenburg (Willy
Brandt) werden vom Bahnhof Lichtenberg auch Regionalzüge
der RB 24 zum neuen Berliner Single-Airport
BER verkehren.“
Frage 3: Welche Maßnahmen zu Attraktivitätssteigerungen
sind bereits in Planung bzw. wurden ggf. bereits
vereinbart?
Antwort zu 3.: Es wurden bereits weitgehende Grunderneuerungsmaßnahmen
im Empfangsgebäude und an den
S- und U-Bahnsteigen einschließlich Zugängen umgesetzt.
Auch wurden die S- und U-Bahnsteige mit Aufzü-
gen nachgerüstet. Zudem wurde der Bahnhofsvorplatz
einschließlich der Omnibus-Haltestellen mit hochwertigen
Materialien vollkommen neu gestaltet.
Zur weiteren Verbesserung der Umsteigesituation dieses
bedeutenden ÖPNV-Knoten-punktes wurde mit der
Planung begonnen, die Straßenbahn-Haltestelle ‘S+U
Lichtenberg Bhf. (Berlin)‘ der Linien 21 und 37 näher an
den U-Bahnhofs-Zugang in der Alten Frankfurter Allee
zu verlegen.
Eine weitere Aufwertung würde der Bahnhof Lichtenberg
auch durch eine aktuell in Abstimmung befindliche
Verlegung des S-Bahn-Museums (bisher am S-Bahnhof
Griebnitzsee beheimatet) in das Empfangsgebäude erfahren.
Die DB AG teilt folgendes mit:
„Voraussichtlich für 2019 ist die Errichtung eines weiteren
behindertengerechten Aufzugs aus der Zwischenebene
des U-Bahnsteigs auf den Regionalbahnsteig geplant.
Zudem wird die Lautsprecheranlage überarbeitet.“
Frage 4: Wie werden der Senat und die Deutsche Bahn
die Nutzerinnen und Nutzer des Bahnhofes Lichtenberg
an den Plänen beteiligen?
Antwort zu 4.: Bei wesentlichen Umbauten werden
den Vorschriften entsprechend Planrechtsverfahren unter
Einbeziehung Betroffener und Interessierter durchgeführt.
Grundsätzlich wird durch die Vorhabenträger auch vor
Beginn der Bauvorhaben über verschiedene Medien die
Öffentlichkeit möglichst umfassend informiert. Zum unter
3. genannten Straßenbahnvorhaben wird zu gegebener
Zeit eine Bürgerinformationsveranstaltung durchgeführt
werden.
Berlin, den 27. Februar 2017
In Vertretung
J e n s – H o l g e r K i r c h n e r
…………………………..
Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
(Eingang beim Abgeordnetenhaus am 06. Mrz. 2017)
Bahnhofsbesucher können Verschmutzungen per WhatsApp melden • Eine Telefonnummer für alle drei Bahnhöfe: 0157 923 628 36
In den #Bahnhöfen #Berlin#Hauptbahnhof, Berlin #Südkreuz und Berlin #Ostbahnhof testet die Deutsche Bahn AG derzeit ein neues Reinigungskonzept, um Verschmutzungen schneller zu beseitigen.
Reisende und #Bahnhofsbesucher sind eingeladen, #Verschmutzungen in den drei Stationen zu melden. Dazu brauchen sie lediglich eine #WhatsApp-Nachricht mit Angabe des Standorts und Art der Verschmutzung an die Nummer 0157 923 628 36 senden und erhalten eine Eingangsbestätigung. Der Kunde erhält auf Wunsch eine Benachrichtigung, sobald die Reinigung erfolgt ist. Er kann außerdem die Sauberkeit im Bahnhof mit einer Schulnote bewerten.
Das veränderte Reinigungskonzept soll mit Abschluss der Testphase auf ausgewählten Bahnhöfen in Deutschland umgesetzt werden.
Bahnhöfe sind als Tor zum System Bahn auch die Visitenkarte für die DB AG, daher ist Sauberkeit für die Kundenzufriedenheit sehr wichtig. Die Deutsche Bahn AG wendet jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag für die Reinigung der rund 5.400 Bahnhöfe auf.
Das neue Reinigungskonzept ist Teil von „Zukunft Bahn“, dem Kernstück des größten Konzernumbaus der DB seit der Bahnreform 1994. Das mehrjährige Unternehmensprogramm steht für mehr Qualität in allen Geschäftsbereichen und im Systemverbund Schiene. Dazu werden in den kommenden Jahren für die Kunden zahlreiche Verbesserungen im Service und in der Qualität umgesetzt.