Wenn man Daniel #Euteneuer fragt, ob es eigentlich noch einen Bereich bei der Deutschen Bahn (DB) gibt, den er nicht kennt, muss er selbst kurz lachen. „Die #S-Bahn und den #Regionalverkehr kenne ich nicht so gut“, sagt er dann und fügt hinzu. „Aber ansonsten bin ich schon ziemlich weit herumgekommen in der #Bahnwelt.“ Angefangen hat er nach dem Abitur als#Zugbegleiter, heute ist er bei der DB #InfraGO für rund 650 #Bahnhöfe in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zuständig, mehr als 150 davon befinden sich in der Hauptstadt.
Weitere 13.000 zusätzliche #ICE-Sitzplätze bis Ende des Jahres durch Ausbau der #Fernverkehrsflotte
Der #DB-Fernverkehr verstärkt kurzfristig sein Serviceteam um rund 1.000 Mitarbeitende. In den kommenden Monaten werden 750 neue Zugbegleiter:innen und Service-Mitarbeiter:innen in der #Bordgastronomie der ICE- und IC-Züge die Arbeit aufnehmen. Dazu kommen 100 neue Gästebetreuer:innen in den Zügen. Zusätzliche 130 Service-Kräfte helfen Reisenden in großen Bahnhöfen.
„Wir sind mit unserer Pünktlichkeit nicht zufrieden, deshalb setzen wir jetzt dort an, wo wir schnell einen Schritt auf unsere Fahrgäste zugehen können: mehr Personal an Bord unserer Züge und an den Bahnhöfen. Wir wollen mehr für unsere Kundinnen und Kunden da sein. Unsere Reisenden im Fernverkehr werden ab sofort mehr persönliche Ansprechpartner und mehr persönlichen Service vorfinden. Dafür verstärken wir unser Service-Personal um 1.000 Mitarbeitende.“
Wenn Sie es zeitlich nicht mehr einrichten konnten, können Sie in den #Fernverkehrszügen der Bahn Ihr Digitales #Ticket noch bis 10 Minuten nach Abfahrt auf #bahn.de oder in der #App DB #Navigator buchen. Voraussetzung ist, dass zwischen dem #Einstiegsbahnhof und dem nächsten Haltebahnhof mehr als 10 Minuten Fahrzeit vorgesehen sind.
Eine Fahrkarte beim #Zugbegleiter an Bord kann noch bis zum 31.12.2021 zum #Bordpreis gekauft werden. Bitte geben Sie dem #Zugpersonal direkt Bescheid, dass Sie noch eine Fahrkarte brauchen. Für Fahrkarten im ICE/EC beträgt der #Aufpreis zum Flexpreis 17 Euro. Bezahlen können Sie entweder bar oder per Kreditkarte. Ab dem 01.01.2022 #entfällt der #Ticketkauf beim Zugbegleiter.
#Gedränge auf den Bahnsteigen, volle Züge, auf #Radfahrer schimpfende Mütter mit #Kinderwagen, mehr oder weniger überforderte #Zugbegleiter, die nur noch das Chaos verwalten können. Solche Szenen sollten sich normalerweise in Pandemie-Zeiten nicht abspielen, aber es gibt sie immer wieder. Besonders an den #Wochenenden, wenn es die Berliner von jeher hinaus ins Umland zieht, kann man in vielen #Regionalzügen vom Mindestabstand nur träumen.
Aber warum reagiert die Bahn nicht darauf? Warum setzt sie nicht mehr Züge oder wenigstens Wagen ein? Es sind immer die gleichen Fragen, die sich viele Fahrgäste nicht erst stellen, seit es Corona gibt.
Die Antworten sind auch immer die gleichen: Man habe nicht genügend Züge beziehungsweise könne es sich nicht leisten, sie außerhalb der #Stoßzeiten ungenutzt herumstehen zu lassen. Man könne aus #Sicherheitsgründen nicht einfach Wagen anhängen. Und überhaupt betrage die durchschnittliche Auslastung der Züge nur etwa 50 Prozent, in der Pandemie seien es sogar nur 30 Prozent.
Nicht gerade billig, aber bequem: Wer auf die Schnelle noch einen Zug erwischt, kann beim #Zugbegleiter die #Fahrkarte lösen. Damit ist bald Schluss. Es gibt eine Alternative, aber dabei tickt die Uhr.
Erstmal einsteigen und die Fahrkarte später beim #Schaffner kaufen – das müssen sich kurzentschlossene #Bahnkunden abgewöhnen. Vom nächsten Jahr an werden keine #Papier-Fahrkarten mehr in Fernzügen verkauft.
Wer dann noch spontan einsteigt, muss sein Ticket schnell am Laptop oder Handy buchen, zehn Minuten bleiben dafür nach der Abfahrt. Die Bahn verlegt damit eine weitere Dienstleistung ins Internet. Zugbegleiter haben kein gutes Gefühl dabei – #Fahrgastvertreter dagegen schon.
„Kein großer Verlust“, heißt es beim #Fahrgastverbande Pro Bahn. „Nach unserer Beobachtung nutzen das vor allem Geschäftsleute, denen es auf das Geld nicht ankommt und die zwei Handys dabei haben“, sagte der Ehrenvorsitzende Karl-Peter #Naumann. Diese Kunden könnten problemlos online nachlösen. Die meisten übrigen Kunden buchten frühzeitig, weil sie die sogenannten Spar- und #Supersparpreistickets wollen.
Der Deutschen Bahn AG fehlen aktuell rund 5800 #Mitarbeiter im so genannten „#betriebskritischen Bereich“. Damit ist Personal gemeint, das direkt für den #Zugverkehr zuständig ist. Dies geht aus internen Dokumenten des Aufsichtsrats der Deutschen Bahn hervor, der am Donnerstag in Berlin zusammenkommt. Laut dem Papier, das dem ARD-Politikmagazin „Kontraste“ vorliegt, fehlt es dem Konzern unter anderem an #Lokführern, #Instandhaltungskräften und #IT-Spezialisten.
Nur 20 Prozent der #ICE-Züge fahren demnach voll funktionsfähig durch Deutschland. Grund dafür ist laut den Bahn-Dokumenten, dass die Züge verspätet in die #Werkstätten kommen und daher oft nur Zeit für #sicherheitsrelevante Reparaturen bleibt, berichtet „Kontraste“.
Auch #Zugbegleiter bestätigen laut dem Medienbericht, dass Züge teilweise Wochen oder Monate mit denselben Mängeln unterwegs seien. „Ein System, das über Jahrzehnte auf Sparen getrimmt worden ist, kollabiert nun“, wird der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, zitiert.
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/meine-woche-ein-zugbegleiter-fuer-alle-faelle,10809148,28146334.html Jeden Montag berichten an dieser Stelle Menschen aus ihrem Leben und erzählen über ihren Alltag. Heute: André Schwabe aus Strausberg, 29, #Zugbegleiter bei der #Oderlandbahn. So ist das nun mal: Wenn man Zugbegleiter ist, muss man sich an unterschiedliche Arbeitszeiten gewöhnen. Am vergangenen Dienstag zum Beispiel dauerte meine Schicht von 12.17 Uhr bis 22.42 Uhr. Am Sonnabend war ich von 6.17 Uhr bis 13.42 Uhr im Einsatz, am Sonntag von 6.17 Uhr bis 17.42 Uhr. Nur eines bleibt gleich: Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen bin ich immer mit den Zügen der Oderlandbahn zwischen Berlin-Lichtenberg, Strausberg und Kostrzyn in Polen unterwegs. Obwohl ich stets dieselbe Strecke Richtung Osten und zurück fahre, wird mir nie langweilig. Hier geht es zugleich familiär und international zu. Was ich damit meine? Von den Berufspendlern kenne ich so gut wie alle. Dazu gehören auch viele Polen, die morgens von Kostrzyn nach Berlin fahren oder am Sonntag zurück zu den Arbeitsstellen in …
Frau M. hat einen Platz gefunden, der Zug fährt an – in dem Moment schießt ihr siedendheiß durch den Kopf, dass sie eine ihrer Taschen auf einer #Bahnsteigbank stehen ließ. Was tun? Notbremse? Handy – aber wen anrufen? #Zugbegleiter – vielleicht kann er ja…?
Frau M. hetzt los. Ein paar Schritte später baumelt die vermisste Tasche vor ihrer Nase, dahinter lächelt der Zugbegleiter. Wie das? Hat er beobachtet, dass sie das #Gepäckstück vergaß? Er nicht – aber seine #Kollegin von der #3-S-Zentrale. Kurze Beschreibung der Vergesslichen per Funk und das Problem ist keins mehr.