Bahnverkehr: Bahn fehlen Tausende Mitarbeiter Nur jeder fünfte ICE soll voll funktionsfähig sein aus Berliner Zeitung

https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft/bahn-fehlen-tausende-mitarbeiter-nur-jeder-fuenfte-ice-soll-voll-funktionsfaehig-sein-31629860?dmcid=nl_20181122_31629860

Der Deutschen Bahn AG fehlen aktuell rund 5800 #Mitarbeiter im so genannten „#betriebskritischen Bereich“. Damit ist Personal gemeint, das direkt für den #Zugverkehr zuständig ist. Dies geht aus internen Dokumenten des Aufsichtsrats der Deutschen Bahn hervor, der am Donnerstag in Berlin zusammenkommt. Laut dem Papier, das dem ARD-Politikmagazin „Kontraste“ vorliegt, fehlt es dem Konzern unter anderem an #Lokführern, #Instandhaltungskräften und #IT-Spezialisten.

Nur 20 Prozent der #ICE-Züge fahren demnach voll funktionsfähig durch Deutschland. Grund dafür ist laut den Bahn-Dokumenten, dass die Züge verspätet in die #Werkstätten kommen und daher oft nur Zeit für #sicherheitsrelevante Reparaturen bleibt, berichtet „Kontraste“.
Auch #Zugbegleiter bestätigen laut dem Medienbericht, dass Züge teilweise Wochen oder Monate mit denselben Mängeln unterwegs seien. „Ein System, das über Jahrzehnte auf Sparen getrimmt worden ist, kollabiert nun“, wird der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, zitiert.

Für Oktober hatte der DB Konzern den Pünktlichkeitswert im Fernverkehr mit nur 73 Prozent angegeben – geplant waren eigentlich 82 Prozent. Dieses Ziel soll das Unternehmen nun auf das Jahr …

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S-Bahn: Was Mitarbeiter der Berliner S-Bahn wirklich denken Verspätungen, Ausfälle, Störungen im Betriebsablauf: Wie finden das eigentlich die Mitarbeiter der S-Bahn?, aus Berliner Morgenpost

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#Lokführer: Manchmal denke ich, unser Unternehmen kann zwar schöne Pläne und Präsentationen machen. Aber das #Kerngeschäft haben wir verlernt: Züge pünktlich fahren lassen.

8:56 Uhr. S-Bahnhof Raoul-Wallenberg-Straße, Marzahn. Ein Tag, wie gemacht für Eisenbahner. Bewölkt aber trocken, 24 Grad warm. Es ist Ferienzeit. Ein großer Teil der Fahrgäste ist im Urlaub, irgendwo weit weg vom #Pendlerverkehr. Die Daheimgebliebenen laufen durch die Unterführung, am Blumenstand vorbei, die Treppen hoch auf den Bahnsteig.

Am Tag zuvor, das war der vergangene Mittwoch, hatte die #S-Bahn-Geschäftsführung erneut eine Präsentation gemacht: Die lang angekündigte #Qualitätsoffensive wurde vorgestellt. Man sei nicht immer zufrieden mit der eigenen Leistung, sagte da S-Bahnchef Peter Buchner. Probleme wurden benannt: störanfällige Signalkabel, hitzeempfindliche Elektronik oder zu lange Ein- und Ausstiegszeiten. Der bundeseigene Bahnkonzern, zu dem auch die S-Bahn Berlin GmbH gehört, kündigte an, bis 2025 rund 32 Millionen Euro in mehr Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der S-Bahn zu investieren.

Es scheint höchste Zeit für eine solche Offensive. Die Berliner Morgenpost hat über mehrere Monate mit jenen Menschen gesprochen, die dafür sorgen, dass die rubinrot-ockergelben Züge durch die Hauptstadt rollen: Lokführer, Ausbilder, Fahrdienstleiter. Sie erklären, warum im Unternehmen manches schiefläuft. Und wie es sich anfühlt, für ein S-Bahn-Unternehmen zu arbeiten, das seine Fahrgäste immer wieder zur Weißglut treibt.
 Ehemaliger Lokführer: Warum ich aufgehört habe? #Fahrgäste. Wirklich, die gingen mir so auf den Zeiger. Die regen sich schon bei drei Minuten Verspätung auf. Und du bist immer der Schuldige. Ich wurde beschimpft, bespuckt, geschubst. Warum soll ich mich ständig verteidigen für etwas, für das ich nichts kann?

Zurück zum Bahnsteig in Marzahn. Der Ausgangspunkt für eine Testfahrt quer durch die Stadt, von Nordost nach Südwest. Geplante Abfahrtszeit der S7: 9.04 Uhr. Umsteigen am Ostkreuz. Ringbahn bis Schöneberg. Ziel ist Zehlendorf, um 10.02 Uhr soll die S1 dort ankommen. Je sechs Minuten zum …

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Bahnindustrie: Bahn frei für 130 neue Jobs in Brandenburg aus DB

https://www.deutschebahn.com/pr-berlin-de/aktuell/presseinformationen/Bahn-frei-f%C3%BCr-130-neue-Jobs-in-Brandenburg-3084830?contentId=1317082

DB setzt auf Über-50-Jährige und Studienabbrecher • Rangierhelfer, Fahrdienstleiter und Elektriker/Elektroniker/Mechatroniker in der Instandhaltung besonders gefragt • Neue Zielgruppen in der Personalgewinnung

#Über-50-Jährige, #Studienabbrecher, ehemalige #Soldaten oder #Quereinsteiger: Bei der Gewinnung neuer Mitarbeiter setzt die Deutsche Bahn (DB) auch in Berlin verstärkt auf neue Zielgruppen. Rund 130 freie Stellen hat der Konzern aktuell in Brandenburg.

Besonders gefragt sind #Rangierhelfer (15 freie Stellen v.a. in Seddin und Wittenberge), #Fahrdienstleiter (15 freie Stellen u.a. in Seddin, Wustermark und Bad Liebenwerda) und #Elektriker/#Elektroniker/#Mechatroniker (10 freie Stellen v.a. in Potsdam). Außerdem gibt es insgesamt noch 30 freie #Ausbildungsplätze für dieses Jahr, besonders Interessenten für die Berufe #Lokführer (15 freie Stellen in Cottbus und Seddin), #Mechatroniker (4 freie Stellen in Cottbus und Angermünde) und #Fahrdienstleiter (4 freie Stellen in Pritzwalk und Cottbus) haben gute Chancen.

Der Einstellungsboom hat mehrere Gründe: Der Konzern wächst und baut zum Beispiel auch Berufsbilder mit neuen IT-Kompetenzen aus, gleichzeitig gehen viele Kollegen in den nächsten Jahren in den Ruhestand. Bundesweit stellt die Deutsche Bahn in diesem Jahr rund 19.000 neue Mitarbeiter ein. Fast ein Viertel der Neueinstellungen entfällt auf Lehrlinge und Studenten, insgesamt starten im Herbst rund 3.600 Auszubildende und 400 Dual Studierende bei der DB ins Berufsleben.

Über-50-Jährige: Ein „zu alt“ gibt es bei der DB nicht, Jobchancen haben Schulabgänger und Ältere gleichermaßen. Es zählt allein die Motivation und die Qualifikation der Bewerber. Rund 14 Prozent aller im letzten Jahr neu eingestellten Mitarbeiter waren über 50 Jahre alt, im Jahr 2015 waren es noch rund 10 Prozent.

Studienabbrecher: Um sie bemüht sich die DB seit diesem Jahr verstärkt, sie sind oft reifer und in der Regel hochmotiviert, ihren zweiten Anlauf in die Berufswelt erfolgreich zu meistern.

Mehr Informationen auf http://www.deutschebahn.com/karriere

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Regionalverkehr + Bahnverkehr: Künftig fehlen 700 Lokführer in der Region Laut der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) werden in den kommenden Jahren bis zu 700 Lokführer in Brandenburg und Berlin fehlen., aus MAZ

http://www.maz-online.de/Brandenburg/Kuenftig-fehlen-700-Lokfuehrer-in-der-Region

Potsdam. In Berlin und Brandenburg fehlen nach Einschätzung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (#GDL) in den kommenden Jahren bis zu 700 #Lokführer.
Sei mit #Überstunden nicht zu kompensieren

„Der Altersdurchschnitt liegt fast überall über 50 Jahre, viele Lokführer gehen in den kommenden Jahren in den #Ruhestand“, sagte der GDL-Bezirksvorsitzende Frank Nachtigall dem Berliner Sender „105’5 Spreeradio“ am Sonntag. Der Bedarf bestehe sowohl im Fern- und Regionalverkehr als auch bei der S-Bahn und sei mit …

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Regionalverkehr: Traum erfüllt: MAZ-Reporter im Zug ganz vorn Beatrice Budniok ist das, wovon viele Jungs angeblich träumen: Lokführerin. , aus MAZ

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Beatrice Budniok ist das, wovon viele Jungs angeblich träumen: #Lokführerin. Obwohl es heute richtig #Triebfahrzeugführerin heißt. Die 46-Jährige aus Bützer hat sich vor drei Jahren umschulen lassen und ist seitdem auf den Strecken der #Odeg unterwegs. Der Job ist nicht ohne – aber Beatrice Budniok hat noch keinen Tag im Führerstand bereut.

Rathenow. „Oh, supersanfte Bremsung“, sagt der Bahnkollege voller Respekt. Und tatsächlich. Ganz gefühlvoll bringt Beatrice Budniok den rund 40 Tonnen schweren Regio Shuttle im Stendaler Bahnhof zum Halten. „Ich will doch nicht, dass meine Fahrgäste durchs Abteil purzeln“, sagt die Triebfahrzeugführerin. Ihre Aufgabe sei es schließlich, die Menschen so sicher und entspannt wie möglich ans Ziel zu bringen.

Genauso sanft, wie sie den Zug in Stendal zum Stehen bringt, hat die 46-Jährige aus Bützer ihn 23 Minuten zuvor im Rathenower Bahnhof in Bewegung gesetzt. Und die rund 40 Kilometer lange Fahrt mit den drei Zwischenhalten Großwudicke, Schönhausen und Hämerten in absoluter Seelenruhe absolviert. „Na ja“, sagt Budniok. „Ist nun auch nicht die anspruchsvollste Strecke im Odeg-Netz. Immer geradeaus, überschaubare Passagierzahl, kurze Fahrdauer zwischen Start- und Zielbahnhof.“ Da sei die Linie #RE4 zwischen Rathenow und Jüterbog schon eine andere Nummer.

Ein Blick auf die nackten Fakten reicht, um zu verstehen, was Budniok meint: Der Zug auf der RE 4, ein Doppelstockmodell der Reihe „Kiss“, ist fünf mal so schwer wie ein Regio-Shuttle und hat über …

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S-Bahn: Fahrgäste können über neue S-Bahn-Züge mitentscheiden, aus Berliner Morgenpost

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Die #S-Bahn hat letztes Jahr 417 Millionen #Fahrgäste befördert. S-Bahnchef #Buchner über Pünktlichkeit, neue Züge und Handy-Empfang.

Berlin wächst und mit den vielen neuen Einwohnern wachsen auch die Ansprüche und Erwartungen an einen gut funktionierenden öffentlichen Nahverkehr in der Stadt. Ein Gespräch dazu mit dem Geschäftsführer der S-Bahn Berlin GmbH, Peter Buchner.

Berliner Morgenpost: Im Vorjahr musste die S-Bahn rund zwölf Millionen Euro Strafe für verspätete und ausgefallene Züge zahlen. Da waren Sie schon mal besser!

Peter Buchner: Ja. Wir hatten im letzten Jahr leider die großen #Lokführerstreiks und auch Einschränkungen bei der #Fahrzeugverfügbarkeit. Wie Sie wissen, müssen die Drehgestelle der alten S-Bahn-Baureihe #480 saniert werden, zeitweise standen bis zu 46 der 70 Viertelzüge für den Betrieb nicht zur Verfügung. Dadurch sind Fahrten ausgefallen oder die Züge fuhren mit weniger Wagen als vorgesehen. Beides führt zu Strafabzügen seitens der Besteller.

Trotz höherer Strafabzüge konnte die S-Bahn aber 2015 einen Gewinn erzielen …

Wir haben im Vorjahr trotz Streik am Ende 417 Millionen Fahrgäste gehabt. Das waren drei Millionen mehr als im Jahr zuvor. Auch die Zahl der #Stammkunden ist weiter gestiegen – auf 208.100 Abonnenten. Das bescherte uns mehr Fahrgeldeinnahmen. Zudem gab es 2015 einen Vergleich der Deutschen Bahn mit der Firma #Bombardier zu zahlreichen technischen Mängeln, unter anderem bei der Baureihe 481. Der uns zustehende Teil des Geldes ist bei uns angekommen. Das hat im Saldo dazu geführt, dass die S-Bahn Berlin GmbH im vergangenen Jahr ein Ergebnis von 67 Millionen Euro erzielt hat, das ist ein …

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