Das Vorhaben der S-Bahn, Personal auf den Bahnhöfen zu reduzieren, sorgt bei Sicherheitsexperten für Entsetzen. „Das ist eine völlig falsche Entscheidung“, sagt der Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Polizei, Klaus Eisenreich. „Das lässt die Sicherheitslage im ÖPNV nicht zu.“ Die S-Bahn wälze das Problem, dass sie eigentlich selbst lösen sollte, auf die Polizei ab. Kritik kommt auch von der Deutschen Polizeigewerkschaft. Deren Landesvorsitzender Bodo Pfalzgraf sagt: „Dies konterkariert alle Fachgespräche, die jemals in diese Richtung geführt wurden. Wir brauchen auf jeden Fall mehr …
Ein Beruf steht vor dem Aussterben: Bahnsteigaufsichten, die Züge abfertigen, soll es bei der S-Bahn in naher Zukunft nicht mehr geben. Das sehen Planungen vor, die das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn nach rund drei Jahren Pause wieder aufgenommen hat. Der Fahrgastverband IGEB protestiert – er will keine personalfreien S-Bahnhöfe. „Uns geht es um die subjektive Sicherheit der Fahrgäste“, sagte der Vize-Vorsitzende Jens Wieseke. Wenn sich auf einem S-Bahnhof kein Personal mehr befinde, sinke die Hemmschwelle für Straftaten. Heute gibt auf vielen S-Bahnsteigen noch die Aufsicht das Signal zum Abfahren. Doch diese Beschäftigten sollen bald überflüssig werden. Dann soll sich das Fahrpersonal überall selbst auf die Reise schicken – mit Hilfe einer neuen Technik für die …
(Berlin, 15. August 2011) Die Deutsche Bahn setzt das Projekt zur umfassenden Ausstattung der 168 Berliner und Brandenburger S-Bahnhöfe mit einem modernen Fahrgastinformationssystem weiter fort. Seit Dienstag, 9. August, ist mit der Aufnahme des Testbetriebs der Zugzielanzeiger an der Station Botanischer Garten der gesamte Nord-Süd-Abschnitt zwischen Humboldthain und Nikolassee (Linie S1 und teilweise S2 und S25) mit LCD-Anzeigern ausgestattet. Damit verfügen 19 weitere S-Bahn-Stationen über die neuen Anzeigetafeln, die bereits mit Aufnahme des Testbetriebs die Fahrgäste unter anderem minutengenau über die Abfahrt der nächsten S-Bahn informieren. Bis Mitte 2013 wird es auf allen 168 S-Bahn-Stationen in Berlin und Brandenburg Echtzeitangaben zur Zugbetrieb geben. Derzeit sind auf 78 Stationen blaue LCD-Anzeiger in Betrieb. Im laufenden Jahr sind bereits die Stationen Spandau, Stresow und Hohen Neuendorf damit ausgestattet worden.
135 S-Bahn-Bahnhöfe werden mit solchen LCD-Anzeigern mit Angaben zu Zwischenstationen und freier Programmierung von Infotexten ausgerüstet. Diese Anzeiger informieren die Fahrgäste über die nächsten Zugfahrten. Nur 33 Stationen mit einer Linie und geringerem Fahrgastaufkommen erhalten andere digitale Anlagen zur minutengenauen Verspätungsmeldung: Diese sogenannten einzeiligen dynamischen Schriftanzeiger (DSA), die auch auf vielen Nahverkehrsbahnhöfen im Einsatz sind, werden im Störungsfall die Kundinnen und Kunden schnell und aktuell informieren. Zudem wird ein neues Beschallungssystem die Fahrgäste über die aktuelle Lage im S-Bahn-Verkehr auf dem Laufenden halten. Neben dem automatischen Abspielen vorproduzierter Standardansagen ist damit auch eine gleichzeitige zentrale Durchsage an allen Stationen möglich, zum Beispiel im Großstörungsfall. Die Deutsche Bahn AG investiert rund 36 Millionen Euro in die Modernisierung der Reisendeninformation der Berliner S-Bahn.
Der Aufsichtsrat des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) hat auf Initiative des Berliner Senats die Einführung eines „Ermäßigten Schülertickets“ in Berlin beschlossen. Ab sofort können Berliner Schülerinnen und Schüler, die Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung haben, ein ermäßigtes Schülerticket erwerben. Das „Ermäßigte Schülerticket“ gibt es ausschließlich für Berlin AB und kostet als Monatskarte 15, Euro und im Jahresabonnement 145 Euro im Jahr (ohne Ermäßigung: Monatskarte Schülerticket Berlin AB 27 Euro, im Jahresabonnement 260 Euro). Damit ist der Preis des „Ermäßigten Schülertickets“ noch über einen Euro günstiger als die Geschwisterkarte für Berlin AB. Berechtigt zum Erwerb des Tickets sind alle Berliner Schülerinnen und Schüler, deren Schulweg länger als drei Kilometer ist und die selbst oder deren Eltern Leistungen nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II) dem SGB XII (Sozialhilfe), dem Asylbewerberleistungsgesetz, einen Kinderzuschlag nach § 6 a gemäß Bundeskindergeldgesetz (BKGG) oder Wohngeld nach dem Wohngeldgesetz erhalten. Um das „Ermäßigte Schülerticket“ zu beantragen, wird ein gültiger „berlinpass BuT“ mit Lichtbild, auf dem das Merkmal B1, B2 oder L gekennzeichnet ist, benötigt. Den „berlinpass BuT“ gibt es in den Leistungsstellen (zum Beispiel im Jobcenter) oder in der zentralen Leistungsstelle für Asylbewerber. Dort wird auch bestätigt, dass der Schulweg länger als drei Kilometer und der „berlinpass BuT“ entsprechend mit einem Hologramm gekennzeichnet ist. Das „Ermäßigte Schülerticket“ kann an den Verkaufsstellen der BVG oder der S-Bahn Berlin GmbH erworben werden. Der Wechsel aus bestehenden Abonnements Schülerticket und Geschwisterkarte für Berlin AB in das Abonnement „Ermäßigtes Schülerticket“ Berlin AB ist möglich (Pressemeldung VBB, 05.08.11).
Berlin – Baustellen nerven nicht nur die Autofahrer in Berlin. Auch wer S- und U-Bahn fährt, muss mit baubedingten Verkehrsbeeinträchtigungen rechnen. Besonders lang und heftig wird es die Karlshorster, Köpenicker und die übrigen Nutzer der stark frequentierten S-Bahn-Linie 3 treffen. Vier Jahre lang, vom 11. Dezember 2011 bis Dezember 2015, fahren die Züge der S 3 nur noch zwischen Erkner und Ostkreuz, teilte die Bahn mit. Fahrgäste Richtung Innenstadt müssen umsteigen – sitzen sie im Rollstuhl oder haben sie einen Kinderwagen dabei, sogar zweimal. „Es ist ein Kreuz mit dem Ostkreuz“, sagte Jörg Wieseke vom Fahrgastverband IGEB gestern. Auch an anderen Stellen im Berliner Schnellbahnnetz sind Unannehmlichkeiten in Sicht. Bislang konzentrierten sich die Bauarbeiten am Ostkreuz, die bis 2016 dauern, auf die dortige Ringbahn. Doch bald werden auch die Bahnanlagen in …
(Berlin, 23. Februar 2011) Im S-Bahnhof Hohenschönhausen wurde heute offiziell ein neuer ServiceStore der Bahn im Land Berlin eröffnet. Auf einer Fläche von rund 27 Quadratmetern finden Bahnkunden alles aus einer Hand. Das Angebot reicht von Backwaren, Kaffeespezialitäten, kalten Getränken über Tabakwaren bis hin zu Zeitungen und Zeitschriften sowie Fahrkarten des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB).
Franchisenehmer Marcus Rockstroh und seine zwei Mitarbeiter sorgen für den Service am Kunden. Der neue ServiceStore ist montags bis freitags von 6 bis 20 Uhr und am Samstag sowie an Sonn- und Feiertagen von 8 bis 20 Uhr geöffnet.
Weitere ServiceStores gibt es in den Berliner Bahnhöfen in Schöneberg, Messe Nord, Marzahn, Mahlsdorf, Jungfernheide, Gesundbrunnen, Anhalter Bahnhof, Adlershof, Ahrensfelde, Schönhauser Allee, Treptower Park, Charlottenburg, Nordbahnhof, Pankow, Hermannstraße, Halensee, Storkower Straße, Landsberger Allee, Olympiastadion, Hohenschönhausen, Nöldnerplatz, Hackescher Markt und Mehrower Allee sowie in über 100 weiteren Bahnhöfen in ganz Deutschland.
Mit dem modernen Verkaufskonzept der ServiceStores bietet die Deutsche Bahn AG ihren Kunden auch an kleineren Bahnhöfen und innerstädtischen Regional- und S-Bahnhöfen eine neue Servicequalität. Dabei handelt es sich um Franchisebetriebe, die von selbstständigen Unternehmern nach den Vorgaben der Systemführung ServiceStore ihr Geschäft eigenverantwortlich führen. Diese sorgt durch Standards in den Bereichen Corporate Design, Marketing, Ladenbau und den angebotenen Sortimenten und Dienstleistungen für ein einheitliches Auftreten.
Für weitere Standorte sucht die DB AG noch Franchisenehmer.
Trotz anhaltender Krise mit weniger Zügen und längeren Taktzeiten will die S-Bahn noch in diesem Jahr den Service für ihre Fahrgäste verbessern. Weitere 36 Bahnhöfe sollen bis Dezember mit modernen LCD-Anzeigern und 34 Stationen mit digitalen Anzeigern ausgestattet werden. Bis zum Frühjahr 2013 sollen dann auch auf den übrigen der 168 S-Bahnhöfe LCD-Anzeiger installiert werden, bisher gibt es sie auf 57 Stationen. Etwa 12,5 Millionen Euro investiert die S-Bahn dieses Jahr in den Ausbau ihres Betriebs- und Informationssystems. Zudem sollen sich die Fahrgäste künftig im …
(Berlin, 16. Dezember 2010) Wegen umfangreicher Gleisbauarbeiten und des Brückenneubaus in Ostkreuz kommt es zu Einschränkungen für S-Bahn-Fahrgäste. Vom 17. Dezember, 22 Uhr, durchgehend bis 20. Dezember, 1.30 Uhr, werden für die Züge der S1 zwischen Oranienburg und Birkenwerder Busse eingesetzt. Zwischen Birkenwerder und Waidmannslust besteht S-Bahn Pendelverkehr im 20 Minuten-Takt. Weiterhin werden die Züge der S41, S42, S8, S9 zwischen Schönhauser Allee und Storkower Straße durch Busse ersetzt. Zwischen Storkower Straße und Treptower Park besteht ein S-Bahn-Pendelverkehr im 20 Minuten-Takt. Auf der Linie S9 fahren zwischen Adlershof und Flughafen Schönefeld keine S-Bahnen. Reisende fahren mit der S-Bahn bis Grünau und weiter mit Bussen zum Flughafen Schönefeld. Fahrgäste mit direktem Fahrtziel Flughafen Schönefeld können die Expressbusse ab Schöneweide benutzen. Vom 19. Dezember, 4 Uhr, durchgehend bis 20. Dezember, 1.30 Uhr, fahren auf der Linie S75 keine Züge zwischen Springpfuhl und Wartenberg. Reisende fahren mit der S7 bis Marzahn und steigen dort in die Busse nach Wartenberg um. Reisenden wird empfohlen, sich vor Antritt der Fahrt rechtzeitig zu informieren. Informationen gibt es unter www.s-bahn-berlin.de und am S-Bahn-Kundentelefon unter 030 29 74 33 33.