Weil S-Bahnchef Peter Buchner derzeit weiter mit dem Fahrzeugmangel leben muss, der sich nur nach und nach beheben lässt, hat er sich der Sauberkeit auf den Bahnhöfen und in den einsetzbaren Zügen verschrieben. Mit Erfolg. Nach einem Jahr der Reinigungsoffensive beurteilten Fahrgäste den Zustand auf den Stationen in allen Bereichen besser als zuvor. Um 350 000 Euro hat die S-Bahn den mehr als zwei Millionen Euro umfassenden Reinigungsetat aufgestockt. Die 90 eigenen Mitarbeiter sowie 20 weitere von beauftragten Firmen kümmern sich seit einem Jahr verstärkt um die Stationen auf dem Ring, die von den Fahrgästen als besonders dreckig eingestuft worden waren. Jetzt werden dort mit Hochdruckreinigern auf den Stationen mit den meisten Fahrgästen auch die Bodenbeläge verstärkt gereinigt; drei bis vier Mal in der Woche rücken die Teams hier in den Nachtstunden an. Die Bahnhöfe auf dem Ring und in der Innenstadt seien besonders …
Berlin – Vom alten „Rostkreuz“ ist in der künftigen Ringbahnhalle nichts mehr zu spüren. Wo sich einst die Fahrgäste auf einer schmalen, holprig gepflasterten Plattform drängen mussten, ist ein weitläufiger neuer Bahnsteig im Bau. Er ist mit bis zu 38 Metern fast vier Mal so breit wie der alte. Als Wetterschutz ist eine 15 Meter hohe Halle entstanden – auch das hat es im oberen Teil des Ostkreuzes nicht gegeben. Langsam wird spürbar, was der vor fünf Jahren begonnene Umbau des Knotenpunkts den Fahrgästen bringen wird. Doch bis dahin müssen die Reisenden einiges ertragen – unter anderem eine 16-tägige Sperrung des Ostrings und eine vier Jahre dauernde Verkürzung der Linie S 3. Projektleiter Mario Wand ist zufrieden. „Die Halle steht“, sagt der …
(Berlin, 14. September 2011) Die S-Bahn Berlin wird im kommenden Jahr mit der Einführung eines zeitgemäßen technischen Abfertigungsverfahrens für die Züge der Berliner S-Bahn beginnen. Über einen Monitor im Führerstand wird der Triebfahrzeugführer auf Bahnhöfen mit unübersichtlichen Bahnsteigen künftig den Fahrgastwechsel entlang der gesamten Bahnsteigkante überwachen, um anschließend die Abfertigung vorzunehmen. Ähnliche Verfahren sind im übrigen Bundesgebiet und bei den Berliner Verkehrsbetrieben bereits länger Standard.
In diesem Zusammenhang ändern sich die Aufgabengebiete der eingesetzten Personale. Während bisher betriebliche Belange der örtlich fest gebundenen Aufsichten im Mittelpunkt der Tätigkeit standen, ist nunmehr der flexible und kundenorientierte Einsatz der Mitarbeiter möglich. Künftig kommen im Netz 120 mobile Aufsichten zum Einsatz, die nachfrage- und lageabhängig auf allen 166 Bahnhöfen eingesetzt werden können.
Auf 20 Stationen sind zudem weitere 120 Mitarbeiter während der gesamten Betriebszeit als Stammaufsichten tätig, die die Kundeninformation über Lautsprecher und elektronische Anzeigesysteme steuern. Dieses System ersetzt bis zum Jahr 2013 die feste Besetzung von 68 Stationen.
Die S-Bahn Berlin setzt mit diesem Konzept auch künftig dauerhaft mehr Bahnsteigpersonal ein als andere Betreiber vergleichbarer Schnellbahnsysteme. Mit über 500 Sicherheitskräften in der Region trägt die Deutsche Bahn zudem zur Erhöhung der Sicherheit bei.
Objektiv betrachtet sind Bahnhöfe und Züge ein außerordentlich sicherer Ort. Die Polizeikriminalitätsstatistik (PKS) 2009 registriert pro 100.000 Einwohner rund 7.400 Straftaten in Deutschland. Einen ähnlichen Maßstab auf die Zahl der Reisenden angelegt, ergibt weniger als 20 registrierte Taten pro 100. 000 Fahrgäste. Wird die Häufigkeitszahl auf Rohheitsdelikte herunter gebrochen, kommt nochmals ein anderes Bild zum Vorschein: Pro 100.000 Reisende wird von der Bundespolizei nur ein tätlicher Angriff registriert.
ZAT-FM heißt die Technik, die Kosten sparen und die S-Bahn wettbewerbsfähiger machen soll. Diese Abkürzung bedeutet: Zugabfertigung durch den Triebfahrzeugführer mittels Führerstandsmonitor. Kameras über den Bahnsteigkanten nehmen haltende S-Bahnen ins Visier. Die Bilder werden in den Führerstand gefunkt, wo sie auf Bildschirmen erscheinen. So können die Fahrer überblicken, wann die Türen frei sind und sie weiterfahren können. Bedenken des Eisenbahn-Bundesamts trugen dazu bei, dass die S-Bahn das Projekt …
Das Vorhaben der S-Bahn, Personal auf den Bahnhöfen zu reduzieren, sorgt bei Sicherheitsexperten für Entsetzen. „Das ist eine völlig falsche Entscheidung“, sagt der Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Polizei, Klaus Eisenreich. „Das lässt die Sicherheitslage im ÖPNV nicht zu.“ Die S-Bahn wälze das Problem, dass sie eigentlich selbst lösen sollte, auf die Polizei ab. Kritik kommt auch von der Deutschen Polizeigewerkschaft. Deren Landesvorsitzender Bodo Pfalzgraf sagt: „Dies konterkariert alle Fachgespräche, die jemals in diese Richtung geführt wurden. Wir brauchen auf jeden Fall mehr …
Das Vorhaben der S-Bahn, Personal auf den Bahnhöfen zu reduzieren, sorgt bei Sicherheitsexperten für Entsetzen. „Das ist eine völlig falsche Entscheidung“, sagt der Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Polizei, Klaus Eisenreich. „Das lässt die Sicherheitslage im ÖPNV nicht zu.“ Die S-Bahn wälze das Problem, dass sie eigentlich selbst lösen sollte, auf die Polizei ab. Kritik kommt auch von der Deutschen Polizeigewerkschaft. Deren Landesvorsitzender Bodo Pfalzgraf sagt: „Dies konterkariert alle Fachgespräche, die jemals in diese Richtung geführt wurden. Wir brauchen auf jeden Fall mehr …
Ein Beruf steht vor dem Aussterben: Bahnsteigaufsichten, die Züge abfertigen, soll es bei der S-Bahn in naher Zukunft nicht mehr geben. Das sehen Planungen vor, die das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn nach rund drei Jahren Pause wieder aufgenommen hat. Der Fahrgastverband IGEB protestiert – er will keine personalfreien S-Bahnhöfe. „Uns geht es um die subjektive Sicherheit der Fahrgäste“, sagte der Vize-Vorsitzende Jens Wieseke. Wenn sich auf einem S-Bahnhof kein Personal mehr befinde, sinke die Hemmschwelle für Straftaten. Heute gibt auf vielen S-Bahnsteigen noch die Aufsicht das Signal zum Abfahren. Doch diese Beschäftigten sollen bald überflüssig werden. Dann soll sich das Fahrpersonal überall selbst auf die Reise schicken – mit Hilfe einer neuen Technik für die …
(Berlin, 15. August 2011) Die Deutsche Bahn setzt das Projekt zur umfassenden Ausstattung der 168 Berliner und Brandenburger S-Bahnhöfe mit einem modernen Fahrgastinformationssystem weiter fort. Seit Dienstag, 9. August, ist mit der Aufnahme des Testbetriebs der Zugzielanzeiger an der Station Botanischer Garten der gesamte Nord-Süd-Abschnitt zwischen Humboldthain und Nikolassee (Linie S1 und teilweise S2 und S25) mit LCD-Anzeigern ausgestattet. Damit verfügen 19 weitere S-Bahn-Stationen über die neuen Anzeigetafeln, die bereits mit Aufnahme des Testbetriebs die Fahrgäste unter anderem minutengenau über die Abfahrt der nächsten S-Bahn informieren. Bis Mitte 2013 wird es auf allen 168 S-Bahn-Stationen in Berlin und Brandenburg Echtzeitangaben zur Zugbetrieb geben. Derzeit sind auf 78 Stationen blaue LCD-Anzeiger in Betrieb. Im laufenden Jahr sind bereits die Stationen Spandau, Stresow und Hohen Neuendorf damit ausgestattet worden.
135 S-Bahn-Bahnhöfe werden mit solchen LCD-Anzeigern mit Angaben zu Zwischenstationen und freier Programmierung von Infotexten ausgerüstet. Diese Anzeiger informieren die Fahrgäste über die nächsten Zugfahrten. Nur 33 Stationen mit einer Linie und geringerem Fahrgastaufkommen erhalten andere digitale Anlagen zur minutengenauen Verspätungsmeldung: Diese sogenannten einzeiligen dynamischen Schriftanzeiger (DSA), die auch auf vielen Nahverkehrsbahnhöfen im Einsatz sind, werden im Störungsfall die Kundinnen und Kunden schnell und aktuell informieren. Zudem wird ein neues Beschallungssystem die Fahrgäste über die aktuelle Lage im S-Bahn-Verkehr auf dem Laufenden halten. Neben dem automatischen Abspielen vorproduzierter Standardansagen ist damit auch eine gleichzeitige zentrale Durchsage an allen Stationen möglich, zum Beispiel im Großstörungsfall. Die Deutsche Bahn AG investiert rund 36 Millionen Euro in die Modernisierung der Reisendeninformation der Berliner S-Bahn.
Der Aufsichtsrat des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) hat auf Initiative des Berliner Senats die Einführung eines „Ermäßigten Schülertickets“ in Berlin beschlossen. Ab sofort können Berliner Schülerinnen und Schüler, die Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung haben, ein ermäßigtes Schülerticket erwerben. Das „Ermäßigte Schülerticket“ gibt es ausschließlich für Berlin AB und kostet als Monatskarte 15, Euro und im Jahresabonnement 145 Euro im Jahr (ohne Ermäßigung: Monatskarte Schülerticket Berlin AB 27 Euro, im Jahresabonnement 260 Euro). Damit ist der Preis des „Ermäßigten Schülertickets“ noch über einen Euro günstiger als die Geschwisterkarte für Berlin AB. Berechtigt zum Erwerb des Tickets sind alle Berliner Schülerinnen und Schüler, deren Schulweg länger als drei Kilometer ist und die selbst oder deren Eltern Leistungen nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II) dem SGB XII (Sozialhilfe), dem Asylbewerberleistungsgesetz, einen Kinderzuschlag nach § 6 a gemäß Bundeskindergeldgesetz (BKGG) oder Wohngeld nach dem Wohngeldgesetz erhalten. Um das „Ermäßigte Schülerticket“ zu beantragen, wird ein gültiger „berlinpass BuT“ mit Lichtbild, auf dem das Merkmal B1, B2 oder L gekennzeichnet ist, benötigt. Den „berlinpass BuT“ gibt es in den Leistungsstellen (zum Beispiel im Jobcenter) oder in der zentralen Leistungsstelle für Asylbewerber. Dort wird auch bestätigt, dass der Schulweg länger als drei Kilometer und der „berlinpass BuT“ entsprechend mit einem Hologramm gekennzeichnet ist. Das „Ermäßigte Schülerticket“ kann an den Verkaufsstellen der BVG oder der S-Bahn Berlin GmbH erworben werden. Der Wechsel aus bestehenden Abonnements Schülerticket und Geschwisterkarte für Berlin AB in das Abonnement „Ermäßigtes Schülerticket“ Berlin AB ist möglich (Pressemeldung VBB, 05.08.11).
Berlin – Baustellen nerven nicht nur die Autofahrer in Berlin. Auch wer S- und U-Bahn fährt, muss mit baubedingten Verkehrsbeeinträchtigungen rechnen. Besonders lang und heftig wird es die Karlshorster, Köpenicker und die übrigen Nutzer der stark frequentierten S-Bahn-Linie 3 treffen. Vier Jahre lang, vom 11. Dezember 2011 bis Dezember 2015, fahren die Züge der S 3 nur noch zwischen Erkner und Ostkreuz, teilte die Bahn mit. Fahrgäste Richtung Innenstadt müssen umsteigen – sitzen sie im Rollstuhl oder haben sie einen Kinderwagen dabei, sogar zweimal. „Es ist ein Kreuz mit dem Ostkreuz“, sagte Jörg Wieseke vom Fahrgastverband IGEB gestern. Auch an anderen Stellen im Berliner Schnellbahnnetz sind Unannehmlichkeiten in Sicht. Bislang konzentrierten sich die Bauarbeiten am Ostkreuz, die bis 2016 dauern, auf die dortige Ringbahn. Doch bald werden auch die Bahnanlagen in …