Projektleiter Mario Wand informiert über die aktuellen Bauarbeiten am S-Bahnhof Ostkreuz
Auch die Bauarbeiter am Ostkreuz haben ihre liebe Not mit der enormen Kälte. Gut dran sind die Kollegen, die im beheizten Zelt arbeiten können – die profitieren davon, dass Bauteile auf bestimmte Temperaturen gebracht werden müssen.
Aktuell muss die Platte des künftigen Ringbahnsteiges, der in reichlich zwei Monaten in Betrieb gehen soll, abgedichtet und mit Bodenplatten belegt werden. Damit der für die Abdichtung verwendete Flüssigkunststoff tatsächlich dichtet, muss die Oberfläche der Bahnsteigplatte mindestens +8°C aufweisen.
Gleiche Anforderungen gelten für das Verlegen der Bodenplatten. Das geht in dieser Jahreszeit nur mit künstlicher Wärmezufuhr. Daher wurde in den vergangenen Wochen ein Abschnitt der östlichen Bahnsteig-platte mit einer …
Wer dieser Tage auf dem Bahnsteig der S-Bahn-Station Nöldnerplatz auf seinen Zug wartet, reibt sich vielleicht erstaunt die Augen. Statt der S-Bahn passiert ein mit einer Diesellok bespannter Nachtzug auf dem Weg vom Bahnhof Lichtenberg ins Instandhaltungswerk am Bahnhof Warschauer Straße den Bahnsteig. Daher können täglich sechs Fahrten der Linie S 75 in beiden Richtungen nur zwischen Wartenberg und Lichtenberg (statt Warschauer Straße) verkehren. Was steckt dahinter? Ein wesentlicher Eckpfeiler der Planungen für den Umbau der Stadtbahnebene im Abschnitt Ostkreuz – Warschauer Straße – Ostbahnhof ist die Einrichtung eines Gemeinschaftsbetriebes der S-Bahn und der Nachtzugüberführungen auf den Gleisen der S-Bahn. Nur so kann jeweils eins der insgesamt drei parallel verlaufenden Gleise aus Richtung Lichtenberg für Bauarbeiten zurückgebaut und anschließend in …
Weil S-Bahnchef Peter Buchner derzeit weiter mit dem Fahrzeugmangel leben muss, der sich nur nach und nach beheben lässt, hat er sich der Sauberkeit auf den Bahnhöfen und in den einsetzbaren Zügen verschrieben. Mit Erfolg. Nach einem Jahr der Reinigungsoffensive beurteilten Fahrgäste den Zustand auf den Stationen in allen Bereichen besser als zuvor. Um 350 000 Euro hat die S-Bahn den mehr als zwei Millionen Euro umfassenden Reinigungsetat aufgestockt. Die 90 eigenen Mitarbeiter sowie 20 weitere von beauftragten Firmen kümmern sich seit einem Jahr verstärkt um die Stationen auf dem Ring, die von den Fahrgästen als besonders dreckig eingestuft worden waren. Jetzt werden dort mit Hochdruckreinigern auf den Stationen mit den meisten Fahrgästen auch die Bodenbeläge verstärkt gereinigt; drei bis vier Mal in der Woche rücken die Teams hier in den Nachtstunden an. Die Bahnhöfe auf dem Ring und in der Innenstadt seien besonders …
Berlin – Vom alten „Rostkreuz“ ist in der künftigen Ringbahnhalle nichts mehr zu spüren. Wo sich einst die Fahrgäste auf einer schmalen, holprig gepflasterten Plattform drängen mussten, ist ein weitläufiger neuer Bahnsteig im Bau. Er ist mit bis zu 38 Metern fast vier Mal so breit wie der alte. Als Wetterschutz ist eine 15 Meter hohe Halle entstanden – auch das hat es im oberen Teil des Ostkreuzes nicht gegeben. Langsam wird spürbar, was der vor fünf Jahren begonnene Umbau des Knotenpunkts den Fahrgästen bringen wird. Doch bis dahin müssen die Reisenden einiges ertragen – unter anderem eine 16-tägige Sperrung des Ostrings und eine vier Jahre dauernde Verkürzung der Linie S 3. Projektleiter Mario Wand ist zufrieden. „Die Halle steht“, sagt der …
(Berlin, 14. September 2011) Die S-Bahn Berlin wird im kommenden Jahr mit der Einführung eines zeitgemäßen technischen Abfertigungsverfahrens für die Züge der Berliner S-Bahn beginnen. Über einen Monitor im Führerstand wird der Triebfahrzeugführer auf Bahnhöfen mit unübersichtlichen Bahnsteigen künftig den Fahrgastwechsel entlang der gesamten Bahnsteigkante überwachen, um anschließend die Abfertigung vorzunehmen. Ähnliche Verfahren sind im übrigen Bundesgebiet und bei den Berliner Verkehrsbetrieben bereits länger Standard.
In diesem Zusammenhang ändern sich die Aufgabengebiete der eingesetzten Personale. Während bisher betriebliche Belange der örtlich fest gebundenen Aufsichten im Mittelpunkt der Tätigkeit standen, ist nunmehr der flexible und kundenorientierte Einsatz der Mitarbeiter möglich. Künftig kommen im Netz 120 mobile Aufsichten zum Einsatz, die nachfrage- und lageabhängig auf allen 166 Bahnhöfen eingesetzt werden können.
Auf 20 Stationen sind zudem weitere 120 Mitarbeiter während der gesamten Betriebszeit als Stammaufsichten tätig, die die Kundeninformation über Lautsprecher und elektronische Anzeigesysteme steuern. Dieses System ersetzt bis zum Jahr 2013 die feste Besetzung von 68 Stationen.
Die S-Bahn Berlin setzt mit diesem Konzept auch künftig dauerhaft mehr Bahnsteigpersonal ein als andere Betreiber vergleichbarer Schnellbahnsysteme. Mit über 500 Sicherheitskräften in der Region trägt die Deutsche Bahn zudem zur Erhöhung der Sicherheit bei.
Objektiv betrachtet sind Bahnhöfe und Züge ein außerordentlich sicherer Ort. Die Polizeikriminalitätsstatistik (PKS) 2009 registriert pro 100.000 Einwohner rund 7.400 Straftaten in Deutschland. Einen ähnlichen Maßstab auf die Zahl der Reisenden angelegt, ergibt weniger als 20 registrierte Taten pro 100. 000 Fahrgäste. Wird die Häufigkeitszahl auf Rohheitsdelikte herunter gebrochen, kommt nochmals ein anderes Bild zum Vorschein: Pro 100.000 Reisende wird von der Bundespolizei nur ein tätlicher Angriff registriert.
ZAT-FM heißt die Technik, die Kosten sparen und die S-Bahn wettbewerbsfähiger machen soll. Diese Abkürzung bedeutet: Zugabfertigung durch den Triebfahrzeugführer mittels Führerstandsmonitor. Kameras über den Bahnsteigkanten nehmen haltende S-Bahnen ins Visier. Die Bilder werden in den Führerstand gefunkt, wo sie auf Bildschirmen erscheinen. So können die Fahrer überblicken, wann die Türen frei sind und sie weiterfahren können. Bedenken des Eisenbahn-Bundesamts trugen dazu bei, dass die S-Bahn das Projekt …
Das Vorhaben der S-Bahn, Personal auf den Bahnhöfen zu reduzieren, sorgt bei Sicherheitsexperten für Entsetzen. „Das ist eine völlig falsche Entscheidung“, sagt der Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Polizei, Klaus Eisenreich. „Das lässt die Sicherheitslage im ÖPNV nicht zu.“ Die S-Bahn wälze das Problem, dass sie eigentlich selbst lösen sollte, auf die Polizei ab. Kritik kommt auch von der Deutschen Polizeigewerkschaft. Deren Landesvorsitzender Bodo Pfalzgraf sagt: „Dies konterkariert alle Fachgespräche, die jemals in diese Richtung geführt wurden. Wir brauchen auf jeden Fall mehr …