Der Mann, der den #Hauptstadtflughafen gezähmt hat, geht – gegen das finanzielle Fiasko war er machtlos. Ein glückliches Ende ist nicht in Sicht. Ein Kommentar.
Am #BER macht mal wieder ein Manager den Abflug. Das ist nicht ungewöhnlich bei dem 1996 gestarteten Pannen-Projekt, das dem #Flugwesen der Hauptstadt des wiedervereinigten Deutschland eine langfristige Basis geben sollte. Klar, als Metropole wie Paris oder London brauchte auch Berlin einen großen Airport.
Bekanntlich hat das länger gedauert. Es ging alles schief, was schiefgehen konnte, sogar noch mehr. Geschäftsführer kamen und gingen, manche mit Tamtam gefeuert. Geschadet hat das Versagen am Flughafen Berlin-Brandenburg keinem. Niemand wurde zur Verantwortung gezogen.
Nur, der aktuelle Abflug ist anders. Mit Engelbert Lütke #Daldrup geht der Mann vorzeitig, der aus der ewigen Baustelle einen #Airport machte, der Monster-Zähmer, nachdem bereits die Finanzchefin vorzeitig das Weite gesucht hatte.
Vor dem Hintergrund der weltweiten Covid-19-Pandemie und dem gravierenden Rückgang der #Fluggastzahlen hat die Geschäftsführung dem #Aufsichtsrat heute den Entwurf des Businessplans 2021 vorgestellt, der vom Aufsichtsrat intensiv diskutiert und zur Kenntnis genommen wurde.
Generell geht die #Flughafengesellschaft in den kommenden Jahren von signifikanten Umsatzverlusten aus. So ist aufgrund der anhaltenden Reisebeschränkungen weiterhin nur mit geringen Passagierzahlen zu rechnen. Für 2021 werden rund 10,7 Millionen Fluggäste erwartet. Das Vorkrisenniveau des Jahres 2019 mit 35,6 Millionen kann nach Einschätzung der Geschäftsführung wahrscheinlich erst wieder im Jahr 2025 erreicht werden.
Die Geschäftsführung stellte dem Aufsichtsrat ausführlich die finanzielle Lage und die Entwicklungsperspektiven der Flughafengesellschaft vor. Das Konzept sieht vor, dass die Gesellschafter der FBB ab 2022 in fünf jährlichen Teilschritten insgesamt knapp 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Davon sind 1,1 Milliarden Euro zur Teilentschuldung der Flughafengesellschaft und rund 800 Millionen Euro als Liquiditätshilfe vorgesehen. Das Konzept basiert außerdem auf der Annahme, dass die Corona-Hilfen für die Jahre 2020 und 2021 analog zu der Unterstützung anderer stark betroffener Branchen vollständig in Zuschüsse umgewandelt werden.
Der Aufsichtsrat der #FBB unterstützt diese Restrukturierungsstrategie. Er empfiehlt der Gesellschafterversammlung, das Erreichen der Konzerngewinnschwelle durch mit den jeweiligen Haushalten und dem Wettbewerbsrecht kompatible Eigenkapitalzuführungen – d.h. eine #Teilentschuldung – zu unterstützen. Über dies hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung beauftragt, die Beihilfefragen auf europäischer Ebene abzuklären. Im Unternehmen seien die Anstrengungen weiter zu intensivieren, die #Betriebskosten möglichst gering zu halten und nur zwingend notwendige Investitionen anzugehen.
Der Aufsichtsrat hat der Bitte von Engelbert Lütke #Daldrup entsprochen, seinen Anstellungsvertrag zum 30. September aufzulösen. Außerdem berieten Präsidialausschuss und Aufsichtsrat über die notwendigen Schritte zur Nachfolgeregelung. Der Entscheidungsprozess wird eng mit den Gesellschaftern abgestimmt und mit Hochdruck vorangetrieben.
Als neues Mitglied des Aufsichtsrates wurde in der heutigen Sitzung Katja #Rex, Geschäftsführerin der Hennigsdorfer Elektrostahlwerke, begrüßt. Der Aufsichtsrat beschloss außerdem, am 16. April zu einer weiteren Sitzung zusammenzukommen, um weiter über die Nachfolgeregelung sowie den aktuellen Stand des Jahresabschlusses zu beraten. Außerdem soll die Anfang des Jahres coronabedingt ausgefallene Aufsichtsratsklausur im Mai stattfinden.
Rainer #Bretschneider, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Der Aufsichtsrat hat in seiner heutigen Sitzung wesentliche Weichen dafür gestellt, die FBB schrittweise aus der aktuellen Krise herauszuführen. Wie alle Unternehmen, die so stark von Corona betroffen sind wie wir, müssen wir in langen Linien denken. Mit dem Businessplan und dem Teilentschuldungskonzept hat die Geschäftsführung dazu eine gute Orientierung vorgelegt. Im Hinblick auf die durch den Weggang von Herrn Lütke Daldrup notwendigen Personal- und Strukturentscheidungen bin ich zuversichtlich, bald Lösungen zu präsentieren, die die Handlungsfähigkeit als Gesellschaft sicherstellen und zukunftsorientiert strategisch ausgerichtet sind.“
Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Mit dem vorgelegten und mit den Gesellschaftern bereits intensiv diskutierten Konzept der Teilentschuldung hat die FBB dem Aufsichtsrat einen Plan vorgelegt, wie die FBB die Corona-Krise überwinden kann. Das gemeinsame Ziel ist die möglichst zügige finanzielle Unabhängigkeit der FBB und damit die Kapitalmarktfähigkeit zu erreichen. Je schneller bei uns eine finanzielle Normalität eintritt, desto besser kann der Flughafen dazu beitragen, dass die Hauptstadtregion zur wirtschaftlichen Prosperität zurückfindet.“
Impressum
Flughafen Berlin Brandenburg GmbH 12521 Berlin T +49-30-609170100 pressestelle@berlin-airport.de www.berlin-airport.de
Vorbemerkung der Abgeordneten zu Fragen 1. und 2.: Mit Bescheid der der Aufsicht des Landes Berlins unterstehenden Gemeinsamen Oberen #Luftverkehrsbehörde Berlin-Brandenburg über die “Gestattung der #Betriebsaufnahme der Start- und #Landebahn Süd“ vom 1.10.2020, S.7 erklärte diese: „Die Behörde sieht die #Schutzauflagen zur Gewährleistung passiven #Schallschutzes dann als erfüllt an, wenn die Anspruchsteller durch die #FBB – eine rechtzeitige Antragstellung vorausgesetzt – sechs Monate vor dem Inbetriebnahme Termin befähigt wurden, sich in eigener Verantwortung bis zur Wirksamkeit des Lärmereignisses ab dem 04.11.2020 mit dem entsprechend der Planfeststellung erforderlichen baulichen Schallschutz zu versorgen. Dabei resultiert die Pflichterfüllung anhand des oben dargestellten Rechtsverhältnisses, wenn die ASE-B ausgereicht ist. Die Anforderung der rechtzeitigen Antragstellung ergibt sich aus der Notwendigkeit, der FBB ausreichend Zeit – wiederum sechs Monate – für die erforderlichen Sachverhaltsfeststellungen und Übermittlung der von ihr erkannten Ansprüche (Leistungsverzeichnis) einzuräumen.“
Was bildete die rechtliche Grundlage für die genannte 12- bzw. 6 –Monatsfrist, wann und wodurch wurde diese Regelung getroffen?
Teilt der Senat die eingangs geschilderte rechtliche Bewertung? Zu 1. und 2.: Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) ist verpflichtet, Betroffenen die Aufwendungen für #Schallschutzvorrichtungen auf Nachweis zu erstatten. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichtes ist es erforderlich, dass die Schutzeinrichtungen zum Zeitpunkt der #Inbetriebnahme der Südbahn am Flughafen Berlin Brandenburg „Willy Brandt“ (#BER) am 04.11.2021 vorhanden sein müssen. Daraus ergab sich die Verpflichtung der FBB, die Betroffenen in die Lage versetzt zu haben, bis zu diesem Zeitpunkt die Schallschutzmaßnahmen einbauen zu können. Die Gemeinsame Obere Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg (LuBB) als zuständige Planfeststellungsbehörde für den Ausbau des BER hielt deshalb unter Zugrundelegung eines Maßstabes der vernünftigen und allgemein üblichen Verkehrsanschauung 2/3 bezogen auf den konkreten Einzelfall einen Zeitraum von 6 Monaten zur Umsetzung der Schallschutzmaßnahmen für angemessen und ausreichend. Eine für alle Fälle geltende angemessene Frist für die Umsetzung der ausgereichten Anspruchsermittlungen zur baulichen Umsetzung (ASE-B) durch Erteilung des Auftrages lässt sich nach Auskunft der LuBB aber nicht bestimmen; maßgebend sind die Umstände des jeweiligen Einzelfalls. Der FBB wurde wiederum nach behördlichem Ermessen ein Zeitraum von 6 Monaten nach Antrag für die Erstellung der Unterlagen und Ausreichung der Anspruchsermittlung zugestanden. Der sich hieraus ergebende 12-Monatszeitraum ermöglicht sowohl der FBB als auch den Berechtigten eine angemessene Ermittlungs- und Umsetzungszeit, so dass beide ihren Verpflichtungen und Obliegenheiten nachkommen konnten. Dabei war auch zu beachten, dass ein beträchtlicher Anteil der Anspruchsermittlungen schon weit vor dem Zeitpunkt 6 Monate vor Inbetriebnahme ausgereicht war. Die Bestimmung der Zeiträume diente allein der Bewertung des Sachstandes zur Inbetriebnahme im Rahmen des Verfahrens zur Gestattung der Betriebsaufnahme nach § 44 LuftverkehrsZulassungs-Ordnung (LuftVZO). Der Senat teilt die rechtliche Bewertung der LuBB.
Wie viele der bis 4.5.2020 ausgereichten ASE-B (gesamt) wurden nach dem 4.5.2020 korrigiert? Zu 3.: Insgesamt wurden bis zum 4. Mai 2020 ASE-B an 13.258 Wohneinheiten versendet, davon wurden nach dem 4. Mai 2020 und bis zum 28. Februar 2021 469 nochmals bearbeitet. Dabei wurden 279 ASE-B im Zuge der Überarbeitung in ASE-E und somit eine reine Entschädigungszahlung umgewandelt.
Wie viele der bis 4.5.2020 ausgereichten ASE-B (gesamt) waren zum 4.11.2020 nicht umgesetzt und aus welchen Gründen? Zu 4.: Dies betrifft 9.451 Wohneinheiten. Die Gründe sind der FBB und dem Senat nicht bekannt.
Was war seit 2014 die durchschnittliche Bearbeitungsdauer von Schallschutzanträgen aus dem Bezirk Treptow-Köpenick a) von Antragstellung bis Anspruchsermittlung? b) von Anspruchsermittlung/Ausreichung der ASE-B an die Betroffenen bis zu ihrer Umsetzung? c) von Antragstellung bis Umsetzung von ASE-B durch die Betroffenen? Zu 5.: Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer aller Anträge betrug 35 Wochen. Diese schließt auch solche Anträge ein, deren Bearbeitung sich wegen aus nicht durch die FBB zu vertretenden Gründen, z.B. wegen Nichterreichbarkeit der Antragstellerinnen und Antragsteller oder deren Bitte um einen späteren Bearbeitungsbeginn, verzögerte. Im Regelablauf betrug die Bearbeitungszeit weniger als 26 Wochen. Der Zeitraum bis zur eigentlichen baulichen Umsetzung ist nicht bekannt. Die durchschnittliche Dauer zwischen Versand der ASE-B und Erstattung der erstattungsfähigen Aufwendungen beträgt 97 Wochen. Die durchschnittliche Dauer zwischen Antragstellung und Umsetzung durch die Eigentümerinnen bzw. Eigentümer beträgt 129 Wochen, sofern eine Umsetzung erfolgte. 3/3
Wie viele der von der Flughafengesellschaft bis 4.5.2020 an Anwohner des Bezirks Treptow-Köpenick (12526,12527,12559,12589) ausgereichten, zu diesem Stichtag (noch) nicht umgesetzten ASE-B wurden bis 4.11.2020 durch die Anwohner umgesetzt und die Kosten hierfür durch die FBB ausgeglichen? Zu 6.: Dies betrifft 10 Wohneinheiten. Berlin, den 11.03.2021 In Vertretung Vera Junker Senatsverwaltung für Finanzen
Engelbert Lütke #Daldrup hat den #BER fertig gebaut. Damit sieht er seine Aufgabe als erfüllt. Der #Airport braucht massive #Staatshilfen.
Berlin. Vor vier Jahren hat Engelbert Lütke Daldrup die Aufgabe übernommen, den BER als Chef der #Flughafengesellschaft fertig zu bauen. Er wechselte vom Aufsichtsrat an die Spitze des Unternehmens. Jetzt kündigt er seinen vorzeitigen Abschied an.
Berliner Morgenpost: Herr Lütke Daldrup, am Freitag tagt der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft. Wird er die von Ihnen geforderte #Eigenkapitalzuführung unterstützen?
Engelbert Lütke Daldrup: Der Aufsichtsrat wird am Freitag den Businessplan beraten. Dieser basiert darauf, dass wir aufgrund der Corona-Pandemie die Flughafenfinanzierung neu strukturieren müssen. Das soll über eine Teilentschuldung passieren.
Über welche Summe reden wir dabei?
Wir schlagen eine #Teilentschuldung durch die Gesellschafter von insgesamt 1,1 Milliarden Euro über mehrere Jahre vor. Damit werden wir das eingesetzte Fremdkapital von über drei Milliarden Euro reduzieren. Durch die Teilentschuldung soll sichergestellt werden, dass wir den Kapitaldienst bei normalem Geschäft selber tragen können, dass die Flughafengesellschaft wieder auf eigenen Beinen stehen kann. Mitte der 2020er-Jahre wollen wir …
Berlin. Als Aletta von Massenbach vor rund zehn Monaten als Nachfolgerin von Heike #Fölster als kaufmännische Geschäftsführerin der #Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg benannt wurde, war absehbar, dass die 1969 geborene Managerin nicht auf ewig nur die tiefroten Bilanzen betreuen würde. Ihre Vita weist die Juristin als #Luftfahrtexpertin aus. Von Flughafenmanagement versteht die alleinerziehende Mutter deutlich mehr als der gelernte Stadtplaner und Politiker Engelbert Lütke #Daldrup. Nicht ausgeschlossen, dass sie ihn nun etwas früher als geplant als Flughafenchefin beerben könnte. Offizielle Beschlüsse dazu gibt es aber noch nicht.
Einen Hinweis dafür, wen er sich als Nachfolgerin vorstellt, gab Lütke Daldrup vor einem Monat. Er legte Wert darauf, die seit September im Unternehmen tätige neue Kollegin im Morgenpost-Interview zur desaströsen Finanzlage der Flughafengesellschaft in der Corona-Krise dabei zu haben.
Engelbert Lütke #Daldrup, seit März 2017 Vorsitzender der Geschäftsführung der #Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, hat den Aufsichtsrat um die vorzeitige Auflösung seines Anstellungsvertrags zum September dieses Jahres gebeten. In einem Brief an den Vorsitzenden des Aufsichtsrates vom gestrigen Tage verweist er darauf, seine Aufgabe mit der #Fertigstellung und #Inbetriebnahme des #BER sowie der Vorlage des neuen Businessplans 2021 erfüllt zu haben. Mit der Vollendung des 65. Lebensjahres sei es Zeit, den Weg für ein neues und qualifiziertes Führungsteam frei zu machen. Nun gehe es darum, dass sich die #FBB der Restrukturierung weiter intensiv widme.
Rainer #Bretschneider, Vorsitzender des Aufsichtsrates: „Engelbert Lütke Daldrup hat in einer für die FBB sehr schwierigen Zeit große Verantwortung übernommen und die in ihn gesetzten Hoffnungen und Erwartungen erfüllt. Dass der BER in Betrieb gegangen ist, war maßgeblich der Verdienst seiner Arbeit. Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet.
Der Aufsichtsrat der FBB wird sich bereits in seiner Sitzung am kommenden Freitag mit dem Thema befassen und die notwendigen Konsequenzen beraten. Die Handlungsfähigkeit der Gesellschaft muss dabei genauso im Fokus stehen wie ihre mittelfristige personelle und strategische Ausrichtung.“
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Flughafen Berlin Brandenburg GmbH 12521 Berlin T +49-30-609170100 pressestelle@berlin-airport.de www.berlin-airport.de
#Schönefeld. #Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hört im September vorzeitig auf. Seine Aufgabe, den BER nach zehnjähriger Bau-Leidensgeschichte und mehreren Chefs endlich fertig zu stellen, sieht er als erledigt an. Das war sein Auftrag, den er meisterte. Kritiker werfen ihm nun vor, die #Flughafengesellschaft in einer existenzgefährdenden Krise verlassen zu wollen. Denn ohne weitere massive #Finanzhilfen der Eigentümer Berlin, Brandenburg und Bund wäre die Gesellschaft bankrott. „Den Steuerzahlern steht nach der #BER-Eröffnung das Wasser bis zum Hals“, sagte der CDU-Wirtschaftsexperte Christian Gräff: „Da macht sich Flughafenchef Lütke Daldrup vom Acker. Das ist Drücken vor Verantwortung. Oder: nach mir die Sintflut.“
Die Berliner Morgenpost analysiert die wichtigsten Probleme der Flughafengesellschaft und beschreibt, wer wofür die Verantwortung trägt.
Die Krise Der Flughafen BER hat im November nach 14 Jahren #Bauzeit voller Pannen und Peinlichkeiten zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt eröffnet. Die Kosten waren auf knapp sechs Milliarden Euro gestiegen. Mehr als die Hälfte davon haben aber bisher nicht die Eigentümer, also die drei Gesellschafter, getragen. Stattdessen hat sich die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (#FBB) selbst mit rund 3,2 Milliarden Euro bei Banken verschuldet. Diese Kredite, die zumeist öffentlich verbürgt sind, sollte das #Staatsunternehmen im Laufe der nächsten Jahre durch seine Einnahmen abtragen. Zudem haben die Eigentümer 1,1 Milliarden Euro als #Gesellschafterdarlehen bereitgestellt, die aktuell nicht zurückgezahlt werden mussten. Diese hohe Verschuldung unterscheidet Berlin von anderen Flughafenbetreibern, die ebenfalls unter der Corona-Krise leiden. Zum Vergleich: Europas größter Flughafen London-Heathrow machte 2020 2,3 Milliarden Euro Verlust.
Neue #Lufthansa#Express#Rail-Verbindungen zum Flughafen #Frankfurt ab Berlin, Hamburg, Bremen, Münster und München • Extraschnelle #Sprinter-Verbindungen: Kürzere Fahrtzeiten zwischen Metropolen • Mehr Service und flexible Buchungsmöglichkeiten Lufthansa und Deutsche Bahn setzen auf den raschen Ausbau gemeinsamer Angebote für den Zug zum Flug. In Frankfurt haben heute beide Unternehmen ihre Planungen für eine gemeinsame Produktoffensive vorgestellt. Das Lufthansa Express Rail-Netz wird um fünf Städte erweitert. Ab Dezember fahren erstmals extraschnelle Sprinter-Züge auch zum Flughafen Frankfurt. Mit dem Ausbau ihrer Kooperation setzen Lufthansa und Deutsche Bahn einen neuen Standard bei der umweltfreundlichen Vernetzung der Verkehrsträger.
Harry Hohmeister, Mitglied des Vorstands der Deutsche Lufthansa AG, sagt: „Mit dieser Initiative stärken wir das Mobilitätsangebot in Deutschland und damit den heimischen Wirtschaftsstandort. Durch die intelligente Verknüpfung des Bahn- und Luftverkehrs bieten wir unseren Kunden eine nahtlose und komfortable Reisekette an. Eine vernetzte und integrierte Mobilität nutzt Verbrauchern und Umwelt.“
DB-Vorstand Berthold Huber: „Aus einer guten Kooperation wird jetzt eine umfassende Partnerschaft, wie es sie zwischen Lufthansa und Deutscher Bahn noch nicht gegeben hat. Die DB vernetzt Ende des Jahres mit neuen #Sprinterverbindungen den größten deutschen Flughafen noch enger mit der Schiene. Reisen mit der Bahn wird schneller und komfortabler.“
Größeres Netzwerk und neue extraschnelle #Sprinter
Bereits heute bieten Deutsche Bahn und Lufthansa täglich 134 Zubringerzüge aus 17 deutschen Städten an den Flughafen Frankfurt. Im zweiten Halbjahr 2021 kommen weitere fünf Städte hinzu. Erstmalig wird ab Juli die Anreise zum Frankfurter Flughafen mit Lufthansa Express Rail von Hamburg und München möglich sein, ab Dezember dann auch von Berlin, Bremen und Münster.
Zudem feiern neue Sprinter-Verbindungen ab Dezember Premiere. Die Bahnfahrt zwischen München und Köln verkürzt sich auf unter vier Stunden. Von und nach München und Nürnberg geht es zweimal am Tag in drei bzw. zwei Stunden direkt und ohne weitere Zwischenhalte an den Flughafen Frankfurt – eine halbe Stunde schneller als heute und passgenau zu den Abflug- und Ankunftszeiten des Lufthansa-Hubs.
Erweiterter Komfort und flexiblere Buchung
Alle bewährten Merkmale des Lufthansa Express Rail-Programms wie reservierte Sitzplätze im Zug, Anschluss-Sicherung, Meilengutschrift für die Zugfahrt sowie 1.-Klasse-Fahrt und Zugang zu den DB-Lounges für Business- und First-Class-Kunden stehen selbstverständlich weiter zur Verfügung. Künftig kommen weitere Services dazu. Express Rail-Züge werden durch ein gemeinsames DB-LH-Branding an vielen Triebzügen leichter zu identifizieren sein. Über das kostenfreie WLAN kann bereits im Zug auch auf LH-Informationsinhalte zugegriffen werden. Wer Business oder First Class bucht, genießt den DB-Premium-Service in der 1. Klasse und erhält ein kostenfreies gastronomisches Angebot am Platz.
Auch der Gepäcktransport wird einfacher: Die Deutsche Bahn setzt bevorzugt Züge der neuesten Generation mit großen Gepäckfächern ein. Sobald der Verkehr an den Flughäfen wieder zunimmt, erhalten Lufthansa Express Rail-Kunden an der Sicherheitskontrolle Zugang zur Fastlane. Bei der Landung am Frankfurter Flughafen werden die Koffer von Express Rail-Kunden priorisiert behandelt.
Flexibler wird die Buchung der Lufthansa Express Rail-Tickets. Ab April 2021 werden die Zubringerzüge so lange buchbar sein wie der dazugehörige Anschlussflug. Gleichzeitig lohnt sich frühes Buchen, dadurch können die Tickets günstiger werden. Besonderes Highlight in diesem Jahr: Miles & More-Kunden erhalten bei allen Lufthansa Express Rail-Fahrten, so wie auf allen Flügen, doppelte Statusmeilen.
Bis zu drei Verbindungen täglich plant #Eurowings ab April mit #Köln, #Düsseldorf und #Stuttgart. Nach Ende der Corona-Beschränkungen soll es auch Urlaubsflüge geben.
Am neuen #Hauptstadtflughafen#BER laufen die Vorbereitungen für einen Neustart des Reisens nach einem möglichen Ende der Corona-Beschränkungen. Die #Fluggesellschaft Eurowings stationiert drei Flugzeuge am Willy-Brandt-Flughafen und verlegt damit gut 100 Arbeitsplätze an den Standort.
Nach der Eröffnung der neuen Basis mit drei #Airbus-Maschinen im April soll es unter anderem täglich bis zu drei Verbindungen mit Köln, Düsseldorf und Stuttgart geben, wie die Lufthansa-Tochter am Montag ankündigte. Geplant sind Flüge am frühen Morgen und am Abend, wie sie Geschäftsreisende schätzen.
Auch zahlreiche Ferienziele stehen im #Sommerflugplan der Airline. „Wir freuen uns sehr, Berliner und Brandenburger nach Ende des Lockdowns bald in ihren verdienten Urlaub fliegen zu können“, sagte Eurowings-Chef Jens Bischof. Das Unternehmen geht auch davon aus, dass Berlin seinerseits ein Touristenmagnet bleibt.
Der #Flughafen#Tegel ist dicht, endlich Ruhe über Berlin… dachten viele Lärmgeplagte vor allem in der #Einflugschneise, etwa in Pankow. Doch nun stellen manche fest, dass es plötzlich erst richtig rund geht am Himmel. „Seit der Schließung von #TXL ist uns aufgefallen, dass vor allem am Wochenende der Himmel über Weißensee und Heinersdorf, wahrscheinlich aber noch großflächiger, von #Motorseglern verlärmt wird“, berichtet etwa die Anwohnerin Alexandra Popp. Es seien nicht sehr viele, aber sie kreisten über Heinersdorf und Weißensee, weshalb die Belastung lange anhalte. Sie frage sich, „ob die jetzt einfach so das Recht haben, sehr vielen Anwohnern die Ruhe zu rauben? Wir waren ja alle froh, endlich vom Fluglärm verschont zu sein.“ Auch Anwohner aus Reinickendorf berichten von Motorenlärm am Himmel.
In der Tat erobern nun #Cessna & Co. den jahrzehntelang für #Hobbyflieger de facto gesperrten Himmel über Berlin. Das bestätigt die Deutsche #Flugsicherung (#DFS) auf Anfrage. „Darauf haben wir bereits vor der Schließung von Tegel hingewiesen: Es wird auch weiterhin #Flugverkehr geben“, sagt DFS-Sprecher Stefan Jaekel. Zwar seien die großen Flugzeuge durch das TXL-Aus nicht mehr so zahlreich über der Stadt unterwegs, „aber dafür mehr kleinere“. Das sei keine Berliner Besonderheit, „das wird auch über einigen anderen deutschen Großstädten so gehandhabt“.
Die Benutzung des Luftraums sei nämlich grundsätzlich frei für alle Piloten. „Das war bisher wegen Tegel in Berlin nur nicht so möglich“, sagt Jaekel. „Wir hatten teilweise Linienflüge im Minutentakt, da passten so kleine Flieger gar nicht dazwischen. Ausnahmen gab es nur für #Rettungshubschrauber, da geht es um …