BVG mit Gewinn – doch was nützt das den Kunden?, aus Berliner Zeitung

http://www.berliner-zeitung.de/verkehr/schwarze-zahlen-bvg-mit-gewinn—doch-was-nuetzt-das-den-kunden-,10809298,32720208.html

Sie galt als aufgebläht, ineffizient, verkrustet. Doch auch in diesem Jahr wird die #BVG wieder #schwarze #Zahlen schreiben. Das geht aus internen Prognosen hervor. Doch nicht jeder findet die Zahlen beeindruckend.

Wenn Silvester die Böller krachen, haben die Beschäftigten des größten Berliner Landesunternehmens allen Anlass, sich das eine oder andere zusätzliche Glas Sekt zu genehmigen. Denn es ist klar, dass 2015 für die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ein gutes Jahr gewesen ist. Das geht aus den jüngsten internen Unternehmenszahlen hervor, die der Berliner Zeitung vorliegen.

Aus der schwarzen Null, die im vergangenen Jahr erstmals seit langem wieder die Bilanz zierte, ist eine dicke schwarze Null geworden. Auch andere Daten zeigen, dass die Vorstandsvorsitzende Sigrid Evelyn Nikutta, ihr Finanzvorstand Henrik Falk und die anderen BVGer gut gearbeitet haben. Allerdings: Die Zahlen überzeugen nicht jeden. Und Jens Wieseke vom Fahrgastverband IGEB sagt: „Von der schwarzen Null haben die Kunden erst mal nichts.“

Fette rote Zahlen gehörten lange Zeit zur BVG-Bilanz wie die U-Bahn in den Tunnel. Das Unternehmen galt selbst im Senat als aufgebläht, verkrustet, ineffizient. Doch die Sparmaßnahmen, die vor knapp zwei Jahrzehnten an Tempo gewannen, zeigen immer mehr Wirkung. Im vergangenen Jahr verzeichnete das einstige Sorgenkind ein Ergebnis, das auch ohne Sondereffekte positiv ausfiel: ein Plus von 7,4 Millionen Euro. Das war kein Ausrutscher: Für dieses Jahr lautet die Gewinnprognose 11,1 Millionen Euro.

Umsatzrendite: ein Prozent

„Die gute Entwicklung der BVG hält auch im Jahr 2015 an“, sagte Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen, der dem Aufsichtsrat der BVG vorsitzt, der Berliner Zeitung. Das sei gut für das Unternehmen und „natürlich auch für das …

Bus: BVG testet Volvo-Gelenkbus, aus BVG

http://unternehmen.bvg.de/de/index.php?section=downloads&cmd=32&download=1850

 

Die Berliner Verkehrsbetriebe haben in diesem Jahr bereits fünf verschiedene Busse von unterschiedlichen Herstellern auf Herz und Nieren geprüft. Dabei waren Bustypen wie Doppeldecker, Elektrobusse bis hin zu XXL-Bussen ver-treten. Nun wird die BVG den sechsten und letzten Bus für dieses Jahr auf den #Prüfstand stellen – einen #Hybrid-Gelenkbus. Das Fahrzeug des Typs #Volvo 7900 LAH des schwedischen Herstellers Volvo wird voraussichtlich ab der kommenden Woche für vier Wochen auf der Linie TXL rollen.
Der Hybrid-Gelenkbus ist mit einer Kombination aus einem I-SAM #Elektromotor, Batterie und einem #Euro-6-Dieselmotor ausgestattet. Diesel- und Elektro-motor können dabei unabhängig voneinander eingesetzt werden. Bei einer Geschwindigkeit bis zirka 20 km/h fährt der Bus rein elektrisch. Erst bei höhe-rer Geschwindigkeit schaltet sich der Dieselmotor automatisch zu. Der Elekt-romotor funktioniert hierbei nicht nur als Motor, sondern auch als Generator und sorgt für die Rückgewinnung der Bremsenergie, wodurch die Batterien wieder aufgeladen werden.
Das dreiachsige Niederflur-Fahrzeug ist 18,14 Meter lang und misst eine Höhe von 3,28 Meter. Er bringt ein Leergewicht von 16.400 Kilogramm auf die Waa-ge und es finden bis zu 99 Fahrgäste in dem Fahrzeug Platz. Den Fahrgästen stehen 52 Sitzplätze und zwei Klappsitze zur Verfügung. Der Bus verfügt über drei Schwenktüren, eine Kneeling-Funktion und eine Klimaanlage. Der Bus ist barrierefrei und an der mittleren Tür befindet sich ein Merkzweckabteil für ei-nen Rollstuhl und/oder Eltern mit Kinderwagen.

Allgemein 4 Zylinder Volvo Euro 6 Diesel
mit I-SAM Elektromotor
Leistung Dieselmotor 240 PS / 178 KW
Leistung Elektromotor 203 PS / 150 KW
Länge 18,14 Meter
Höhe 3,28 Meter
Breite 2,55 Meter
Leergewicht 16.400 kg
Zulässiges Gesamtgewicht 29.000 kg
Fahrgastanzahl 99
Feste Sitzplätze 52
Klappsitze 2
Stehplätze (ohne Klappsitznutzung) 47

BVG Mehr Fahrgäste, höhere Einnahmen, mehr Gewinn, aus Berliner Zeitung

http://www.berliner-zeitung.de/verkehr/bvg-mehr-fahrgaeste–hoehere-einnahmen–mehr-gewinn,10809298,32432370.html

Bis Silvester sind es noch ein paar Wochen. Doch schon jetzt steht fest: Für die BVG war es ein gutes Jahr – darauf deuten Prognosezahlen hin. Doch von dem Aufschwung müsse auch die Kundschaft profitieren, fordert der Fahrgastverband.
Berlin wächst, die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wachsen mit. Das wird sich nun auch in der Bilanz für dieses Jahr widerspiegeln. So wird die Zahl der Fahrgäste erstmals seit langer Zeit wieder die Milliarden-Marke erreichen. Nach Informationen der Berliner Zeitung gibt es außerdem bei den Fahrgeldeinnahmen einen neuen Rekord, der BVG-Gewinn steigt ebenfalls, und die Verschuldung sinkt erneut. Damit kann sich der Vorstand für dieses Jahr erneut auf zusätzliche Vergütungen freuen. Doch auch die Kundschaft müsse profitieren, forderte Jens Wieseke vom Fahrgastverband IGEB. „Wir brauchen neue Fahrzeuge und mehr Qualität.“
Das Jahr ist noch nicht zu Ende. Doch es zeichnet sich ab, dass die BVG-Planer die Entwicklung der Fahrgastzahlen korrekt kalkuliert haben. „Nach unseren jüngsten Prognosen werden wir die Milliarde knacken“, teilte BVG-Chefin Sigrid Evelyn Nikutta mit. Dem Vernehmen nach wird die Zahl ziemlich genau 1 000 000 000 betragen. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr gab es rund …

BVG: „Aus Rot wird Braun – Die BVG 1929-1945“, aus BVG

http://unternehmen.bvg.de/de/index.php?section=downloads&cmd=32&download=1820

Die Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb der BVG, Dr. Sigrid Evelyn
Nikutta, hat am heutigen Dienstag gemeinsam mit den drei Autoren, Dr. Chris-
tian Dirks, Jörg Pache und Thorsten Beck, das von der BVG herausgegebene
Buch „Aus Rot wird Braun – Die BVG 1929-1945“ präsentiert.

Im Mai 2013 wurde die Ausstellung „Aus Rot wird Braun“ im U-Bahnhof Ale-
xanderplatz von Dr. Sigrid Evelyn Nikutta gemeinsam mit dem Initiator, Dr.
Christian Dirks, BERGZWO communication + concepts eröffnet. Diese Aus-
stellung stieß sowohl bei Mitarbeitern als auch bei Fahrgästen der BVG auf
großes Interesse. Der Vorstand der BVG regte daraufhin an, die Vergangen-
heit der BVG von 1929-1945 noch einmal in einem Buch zusammenzufassen.

In dem Buch des Mitteldeutschen Verlages beginnt alles damit, dass der sozi-
aldemokratische Kommunalpolitiker Ernst Reuter sich für die Zentralisierung
des Verkehrs einsetzt und entscheidende Schritte unternimmt. Somit wird An-
fang 1929 die Berliner Verkehrs-Aktiengesellschaft (BVG) gegründet. U-Bahn,
Bus und Straßenbahn sind damit unter dem Dach eines gemeinsamen Betrei-
bers vereint. Bis zu 28.000 Menschen stehen hier in Lohn und Brot. Es ist der
größte kommunale Betrieb Deutschlands. Nach der Machtergreifung der Nati-
onalsozialisten 1933 erschüttern die drastischen Folgen das ganze Unter-
nehmen – die Entwicklung von „Rot“ zu „Braun“ wird vorangetrieben. Tausen-
de „unerwünschte“ Mitarbeiter werden entlassen oder aus dem Betrieb ge-
drängt.

Von der systematischen „Säuberung“ des Unternehmens, der Ausbeutung
und Ausgrenzung vieler Menschen, bis hin zu denen, die von dem Unrecht
profitierten, erzählt das Buch. Anhand ausgewählter Biografien und neu ent-
deckter Fakten wird nicht nur die Geschichte der BVG, der Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter und ihrer Familien beleuchtet, sondern auch ein wichtiger Ab-
schnitt deutscher Geschichte aus den Jahren 1929 bis 1945.

Eine dieser Biografien im Buch gehört Georg Speyer (1902-1971), der seit
Neugründung 1929 sieben Jahre lang Mitarbeiter der BVG ist. Im Sommer
1936 wird Speyer mit der Begründung, dass sein Vater Jude sei, entlassen.
Speyer wird bei Kriegsende als Zwangsarbeiter an der Westfront eingesetzt.
Im Mai 1945 befreien ihn amerikanische Soldaten in Tirol. Er kehrt nach Berlin
zurück und arbeitet wieder bis zum Ruhestand im Jahre 1958 bei der BVG.

Dr. Sigrid Evelyn Nikutta: „Uns war es wichtig, ehrlich mit der Vergangenheit
unseres Unternehmens umzugehen. In diesem Buch wird die damalige Ent-
wicklung in Deutschland nach der Machtübernahme des Nationalsozialismus
am Beispiel eines Unternehmens gezeigt. Wir wünschen uns, dass sich viele
mit diesem einschneidenden Abschnitt unserer Firmengeschichte auseinan-
dersetzen.“

Berliner
Verkehrsbetriebe (BVG)
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Pressesprecher

Petra Reetz
Markus Falkner

Straßenbahn: Mit der Linie 16 durch Berlin, aus allgemeine-zeitung.de

http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/mit-der-linie-16-durch-berlin_16340743.htm

AUSHILFE Wegen #akuter #Personalnot arbeiten zehn #Mainzer #Straßenbahnfahrer jetzt in der Hauptstadt
MAINZ/#BERLIN – Am meisten wundert sich Richard Kleber über die Berliner Radfahrer. Ihre Neigung, sich an Verkehrsregeln zu halten, ist seiner Beobachtung nach gefährlich gering. Kleber ist einer von zehn Mainzer Straßenbahnfahrern, die seit kurzem in Berlin Dienst tun und damit den Verkehrsbetrieben aus akuter Personalnot helfen. Wenn es gut läuft, dann bleiben die Mainzer Leiharbeiter bis Ende März 2016.
Möglich wurde dieser ungewöhnliche Arbeitseinsatz durch zweierlei. Erstens, weil durch beide Städte der GT 6 rollt, ein robuster und bewährter Straßenbahn-Typ. Und zweitens, weil die Mainzer Verkehrsgesellschaft gerade verstärkt Fahrer ausbildet und somit vorübergehend ausleihen kann. „Ende 2016/ Anfang 2017 nehmen wir das Mainzelbahn-Projekt in Betrieb“, so Michael Theurer von der Verkehrsgesellschaft, „eine neue Strecke vom Mainzer Hauptbahnhof zum Lerchenberg und dafür benötigen wir mehr Personal.“

Keinen Augenblick gezögert
Richard Kleber hat keinen Augenblick gezögert, als der Hilferuf aus Berlin kam. Er versprach sich davon einen interessanten Blick über den Tellerrand. Der 54-Jährige ist seit 1986 Busfahrer in Mainz, seit 2002 Kombi-Fahrer und seit 2004 lenkt er auch Straßenbahn-…

BVG: Zu früh und zu spät in Berlin Die BVG soll pünktlicher werden, aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/berlin/zu-frueh-und-zu-spaet-in-berlin-die-bvg-soll-puenktlicher-werden/12495830.html

Der Senat fordert von der #BVG, ihre #Fahrpläne besser einzuhalten. Auch zu frühe Bussen und Bahnen ärgern die Passagiere.
Der Senat hat die BVG aufgefordert, ihre Fahrpläne besser einzuhalten. Bahnen und Busse kommen häufig nicht nur zu #spät, sondern oft auch zu #früh. Wer #pünktlich zur Haltestelle eilt, hat dann das Nachsehen. Deutliche „Verfrühungen“ vor allem bei größeren Abständen der Fahrten seien nicht akzeptabel, teilte Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler jetzt auf eine Anfrage des Piraten-Abgeordneten Gerwald Claus-Brunner mit.
Die BVG unterscheidet in ihrer Pünktlichkeitsstatistik nicht zwischen Verspätungen und Verfrühungen. Da stark verspätete Fahrten oft als verfrühte Fahrt des nachfolgenden Busses wahrgenommen würden, werde lediglich zwischen pünktlich und unpünktlich unterschieden, heißt es. Nach der BVG-Statistik erreichte die Pünktlichkeitsquote im vergangenen Jahr bei der U-Bahn 98,9 Prozent, bei der Straßenbahn waren es 91,7 Prozent und beim Bus nur 87,1 Prozent. Als pünktlich gelten Fahrten, die zwischen 90 Sekunden vor und 210 Sekunden nach der Fahrplanzeit stattfinden.
Fahrabstände werden verkürzt
Der Senat hat im Verkehrsvertrag der BVG Vorgaben zur Pünktlichkeit gemacht: U-Bahnen müssen zu 97 Prozent pünktlich sein, bei Straßenbahnen liegt der Wert bei …

U-Bahn: Besuch in der BVG-Leitstelle in Lichtenberg Sie steuern Berlins U-Bahn auf Zuruf, aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/berlin/besuch-in-der-bvg-leitstelle-in-lichtenberg-sie-steuern-berlins-u-bahn-auf-zuruf/12486160.html

Die zentrale Leitstelle für die U-Bahn ist das Herzstück der BVG. In einem Neubau in Lichtenberg werden von nun an alle Linien der Stadt gesteuert. Ein Ortstermin.
Kommt die U-Bahn pünktlich oder muss man mal wieder warten? Die Antwort bestimmen Petra Ahrens und ihre 18 Kollegen in der Leitstelle der U-Bahn. In der Hauptverkehrszeit überwachen sie 151 Züge, die im Netz unterwegs sind. Etwa 4800 Zugfahrten gibt es am Tag. Aus der Leitstelle können die Mitarbeiter zudem 760 Weichen und 3500 Signale steuern. Dafür ist jetzt in Lichtenberg ein Neubau entstanden, den die BVG am Donnerstag vorgestellt hat. Rund 8,9 Millionen Euro hat er gekostet – so viel wie geplant. Die BVG hat ihr 146 Kilometer langes U-Bahn-Netz mit neun Linien und 173 Bahnhöfen in mehrere Bereiche aufgeteilt: Getrennte Arbeitsplätze gibt es für die Linien U 1 bis U 4, für die U 6 und die U 7 sowie für die U 5, U 8 und U 9.
Große Bildschirme zeigen, wo sich die Fahrzeuge befinden
Bisher waren sie noch im früheren BVG-Hauptgebäude an der Potsdamer Straße in Schöneberg untergebracht – verteilt auf mehrere Stockwerke. Die Kommunikation bei Störungen war nur per Telefon möglich. Jetzt sind die Arbeitsplätze in einem Raum vereint, das Verständigen ist per …

BVG + Bus + Straßenbahn + U-Bahn: Pünktlichkeitsquote bei der BVG, aus Senat

www.berlin.de

Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Schriftliche Anfrage wie folgt:
Die Schriftliche Anfrage betrifft teilweise Sachverhal-te, die der Senat nicht aus eigener Zuständigkeit und Kenntnis beantworten kann. Er ist gleichwohl bemüht, Ihnen eine Antwort auf Ihre Frage zukommen zu lassen und hat daher die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) AöR um eine Stellungnahme gebeten, die von dort in eigener Verantwortung erstellt und dem Senat übermittelt wurde. Sie wird nachfolgend gekennzeichnet wiedergegeben.
Frage 1: Wie hoch ist die Pünktlichkeitsquote aller Buslinien, Straßenbahnlinien und U-Bahnlinien? (Insbe-sondere derer Linien die im 20 Minuten Grundtakt tags-über verkehren)?
Antwort zu 1: Die BVG AöR teilt hierzu mit: „Die U-Bahn erreichte 2014 im Jahresdurchschnitt eine Pünkt-lichkeitsquote von 98,9 Prozent, die Straßenbahn 91,7 Prozent und der Bus 87,1 Prozent.“
Nach Einschätzung des Senats unterscheiden sich die Pünktlichkeitsquoten der Linien, die tagsüber im 20-Minuten-Takt verkehren, nicht signifikant von den Linien mit dichterem Takt.
Frage 2: Wie hoch ist der Anteil der Verfrühungen?
Antwort zu 2: Die BVG AöR teilt hierzu mit: „Da stark verspätete Fahrten oft als verfrühte Fahrt des nach-folgenden Busses wahrgenommen werden, wird statis-tisch nicht nach verfrüht und verspätet, sondern lediglich nach pünktlich und unpünktlich unterschieden.“ Aus Sicht des Senats sollte daher bei der Beurteilung von Qualitäts-kriterien wie z.B. Pünktlichkeit und Verfrühungen insbe-sondere die Kundensicht im Vordergrund stehen. Der Kunde nimmt den o.g. stark verspäteten Bus nämlich nur dann als Verfrühung war, wenn bis zur nächsten veröf-fentlichten Abfahrt kein weiterer Bus fährt.
Zur Ergänzung der allein nicht ausreichend aussage-kräftigen Pünktlichkeit wurde deshalb durch den Aufga-benträger die Qualitätskennzahl „Verlässlichkeit“ einge-führt. Ein immerhin verlässlicher Öffentlicher Personen-nahverkehr (ÖPNV) ist demnach gegeben, wenn die Ab-fahrt an der Haltestelle entweder pünktlich beginnt, oder zumindest im Zeitraum bis zur nächsten geplanten Ab-fahrt stattfindet (maximal jedoch 10 Minuten). Alles an-dere ist aus Sicht des Fahrgastes, der sich am öffentlichen Fahrplan orientiert, nicht verlässlich.
2014 fuhren 98,5 Prozent aller geplanten Abfahrten der U-Bahnen verlässlich, 96,5 Prozent der Straßenbah-nen und 93,8 Prozent der Busse.
Frage 3: Wieso ist eine Verfrühung von 90 Sekunden gestattet, wenn das Fahrzeug einfach an der Haltestelle warten kann und pünktlich losfahren kann?
Antwort zu 3: Die verkehrsvertragliche Regelung der Pünktlichkeitsdefinition (zwischen 90 s vor und 210 s nach der veröffentlichten Abfahrt) wurde getroffen, um ein dem Verkehrsgeschehen im öffentlichen Straßenland angepasste, realistische Beurteilung vornehmen zu kön-nen. Gewisse Schwankungen der Fahrzeit auch in Rich-tung Verfrühung lassen sich dabei nicht vermeiden, we-gen der vorhandenen Beeinflussungen von Lichtsignalan-lagen können diese auch nicht an beliebigen Haltestellen ausgeglichen werden. Daher werden bis zu 60 Sekunden verfrühte Abfahrten an den Haltestellen verkehrsvertrag-lich toleriert. Hinzu kommt, dass die Information der Fahrer/innen über die Einhaltung des Fahrplan derzeit noch gewissen Ungenauigkeiten bei der Messung und Übermittlung der exakten Abfahrtszeiten im Abgleich zu den Sollabfahrtszeiten unterliegen. Daraus erklärt sich die zusätzliche Messtoleranz von 30 Sekunden.
Frage 4: Wie geht die BVG mit verfrühten Fahrzeugen um, die am ärgerlichsten für Fahrgäste sind?
Antwort zu 4: Die BVG AöR teilt hierzu mit: „Grund-sätzlich sind Fahrerinnen und Fahrer gehalten, Verfrü-hungen möglichst zu vermeiden oder auszugleichen. Grö-ßere Verfrühungen werden automatisch in der Leitstelle erkannt, von hier werden Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet. Kleinere Verfrühungen sind aufgrund techni-scher Ungenauigkeiten für die Fahrerinnen und Fahrer jedoch nicht immer erkennbar.
Längere Wartezeiten sind aufgrund von möglichen Verkehrsbehinderungen nicht an jeder Haltestelle mög-lich.“
Gleichwohl sind für den Senat deutliche Verfrühungen insbesondere bei größeren Taktabständen, in den Tages-randzeiten und nachts nicht akzeptabel, da dies für Fahr-gäste gleichbedeutend mit einem Ausfall sein kann, der allerdings in diesen Fällen vermeidbar wäre. Der Senat wird diesen Umstand und die Forderung zur Vermeidung von Verfrühungen daher auch weiterhin gegenüber der BVG AöR thematisieren und auf eine stärkere Einhaltung drängen.
Frage 5: Wie hoch sind die Strafzahlungen für Ver-spätungen und Verfrühungen? (bitte separat darstellen)?
Antwort zu 5: Die BVG AöR teilt hierzu mit: „Es fal-len keine Strafzahlungen für Verspätungen und Verfrü-hungen an.“
Strafzahlungen für Verspätungen und Verfrühungen werden zumindest nicht direkt erhoben. Der Verkehrsver-trag zwischen Land Berlin und BVG AöR gibt Mindest-quoten als auch Malus- und Bonusgrenzen u.a. für die Pünktlichkeit der einzelnen Verkehrsmittel vor. Die Be-wertung der Pünktlichkeit und anderer Kriterien findet außerdem über Kundenzufriedenheitsuntersuchungen statt, ebenfalls mit Schranken für Malus- und Bonuswerte. Derzeit ist das Bonus-Malus-System wegen der vertrag-lich vereinbarten Umstellung der Qualitätskriterien auf Kundensicht ausgesetzt, weshalb momentan keine Anga-be des finanziellen Umfangs für Unterschreitungen mög-lich ist.
Frage 6: Wie genau wird die Verfügung und Ver-spätung erfasst? Werden die Daten an jeder Haltestelle gemessen und fließen in das Endergebnis ein oder erst am Endpunkt einer Linie?
Antwort zu 6: Die BVG AöR teilt hierzu mit: „Die Auswertung erfolgt über alle Haltestellen. An jeder Halte-stelle wird die zeitliche Lage eines Fahrzeugs automatisch erfasst und mit dem Fahrplan abgeglichen. Im Oberflä-chenverkehr geschieht dies durch einen Bordrechner, bei der U-Bahn über die Leittechnik.“
Frage 7: Welche Maßnahmen werden ergriffen, um bei allen Buslinien, Straßenbahnlinien und U-Bahnlinien, die die Pünktlichkeitsvorgaben nicht einhalten den Wert zu verbessern?
Soll der Takt verbessert werden?
Werden die Fahrzeiten angepasst?
Werden Ampelsteuerungen verbessert die besonders viel Verspätung verursachen?
Antwort zu 7: Die BVG AöR teilt hierzu mit: „Die BVG ist bestrebt, einen schnellen zuverlässigen und pünktlichen Linienverkehr anzubieten.
Werden von der BVG Beschleunigungspotenziale in der Verkehrsorganisation (LSA1-Programme, Busspuren etc.) erkannt, werden diese möglichen Verbesserungen an die VLB2 und an den Aufgabenträger zur Umsetzung weitergegeben.
Darüber hinaus werden die Fahrzeiten in regelmäßi-gen Abständen überprüft und nach den Regularien des Verkehrsvertrages angepasst.
Unbenommen der turnusmäßigen linienbezogenen Bewertungen von Fahrzeiten, werden temporäre Beein-trächtigungen im Linienbetrieb, die sich nachteilig auf die Pünktlichkeit auswirken, einer differenzierten Betrach-tung unterzogen. Im Ergebnis dessen wird insbesondere bei baubedingten Störungen im Betriebsablauf BVG-intern und über die VLB eine Reduzierung der Behinde-rungen angeregt. Im Vorfeld von geplanten Baumaßnah-men werden Möglichkeiten der Linienführung, Umsteige-beziehungen zum SEV3 und der Dienstplangestaltung ausgeschöpft, um den zu erwartenden Qualitätsverlust zu begrenzen.
Taktveränderungen sind in der Regel ungeeignet, Pünktlichkeiten zu verbessern.“
Nach Ansicht des Senats sind Taktverdichtungen unter Umständen durchaus geeignet, die Pünktlichkeit zu ver-bessern. Gerade auf Strecken mit hohem Fahrgastauf-kommen und häufig stark variierenden Fahrgastwechsel-zeiten kann eine Taktverdichtung entzerrend wirken. Im Rahmen der Wachsenden Stadt wird es ohnehin notwen-dig sein, den steigenden Fahrgastzahlen, die sich teils auch in verschlechterten Pünktlichkeitsquoten widerspie-geln, durch Taktanpassungen zu begegnen. Aktuell hat der Aufgabenträger deshalb beispielsweise auf der Linie M41 eine Taktverdichtung in der Hauptverkehrszeit vor-genommen.
Berlin, den 14. Oktober 2015
In Vertretung
C h r i s t i a n G a e b l e r
…………………………..
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
(Eingang beim Abgeordnetenhaus am 16. Okt. 2015)
1 Lichtsignalanlage
2 Verkehrslenkung Berlin
3 Schienenersatzverkehr

BVG + Bus + U-Bahn + Straßenbahn: Fahrgastsprechtag BVG 2015, aus Bahninfo.de

http://www.bahninfo.de/artikel/10924/fahrgastsprechtag-bvg-2015/ Am 16.09.2015 fand auf dem Betriebshof #Lichtenberg der #Fahrgastsprechtag #BVG statt, zu dem der Berliner Fahrgastverband #IGEB eingeladen hat. Dr. Sigrid Evelyn #Nikutta, Vorstandsvorsitzende der BVG, referierte und stellte sich den Fragen und der Kritik des Publikums. Im Gegensatz zu den letzten Jahren wurden dieses Mal die drei Betriebsbereiche #U-Bahn, #Straßenbahn und #Bus gemeinsam an einem einzigen Fahrgastsprechtag behandelt, so dass einige Themen nur oberflächig angesprochen werden konnten, zumal auch kein (führendes) Personal aus den einzelnen Betriebsbereichen vor Ort war. Dafür anwesend und wie gewohnt kompetent Unterstützung liefernd war Helmut Grätz, ehemaliger Abteilungsleiter Betriebsmanagement beim Unternehmensbereich Bus und langjähriger Gast auf dem Podium bei Bussprechtagen, der inzwischen zuständig für die strategische Produktentwicklung bei der BVG ist. Rück- und Ausblick Im Berliner Nahverkehr finden aktuell 1,5 Milliarden Fahrten statt, von denen die BVG 73 Prozent (1.104 Millionen Fahrten), die S-Bahn Berlin 26 Prozent (395 Millionen Fahrten) und der Regionalverkehr …
Source: BerlinVerkehr

Straßenbahn + Bus: Personalmangel bei der BVG Fahrgäste zeigen wenig Verständnis, aus Berliner Zeitung

http://www.berliner-zeitung.de/verkehr/personalmangel-bei-der-bvg-fahrgaeste-zeigen-wenig-verstaendnis,10809298,31837042.html Weil die BVG nicht genug Fahrer hat, wurde das #Angebot bei der #Straßenbahn #ausgedünnt. Das stößt bei Fahrgästen auf Kritik – doch die BVG-Chefin kann ihnen momentan wenig Hoffnung auf Verbesserungen machen. Im #Busverkehr wird das #Angebot #ausgebaut. Der neue Werbespruch der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) lautet: „Weil wir Dich lieben.“ Doch bei einer Diskussion mit Fahrgästen erlebte die Vorstandsvorsitzende Sigrid Evelyn Nikutta, dass das nicht jeder spürt. „Ich fühle mich nicht geliebt,“ sagte ein BVG-Kunde. Nikutta bekam Kritik zu hören, weil die Straßenbahn wegen Personalmangels Fahrten gestrichen hat – und ein Ende der Einschränkungen nicht in Sicht ist. Bislang lud der Fahrgastverband IGEB jedes Jahr im Herbst zu drei Diskussionen ein – mit den Chefs der Busse, U- und Straßenbahnen. Nun hat Nikutta diese Tradition beendet. „Ich habe meine Männer ausgestochen und gesagt: Ich mache das jetzt“, erklärte sie. So gab es während der jetzigen Schienenverkehrswochen nur einen Fahrgast-Sprechtag …
Source: BerlinVerkehr