#Bernau (Barnim): Auch wenn wir manchmal ziemlich sauer auf dich sind, wir dich lieben und manchmal hassen, du uns im Regen stehen lässt, zu spät kommst, kränkelst oder gar eine komplette Pause einlegst – wir sind froh, dass es dich seit nunmehr 93 Jahren in Bernau gibt.
Heute, vor genau 93 Jahren, erfolgte die Inbetriebnahme der ersten Strecke vom #Stettiner Vorortbahnhof (heute: Nordbahnhof) nach Bernau in den Regelbetrieb.
Auf einem Streckennetz von 331,5 Kilometern verkehrt sie heute meist zuverlässig Tag für Tag auf 15 Linien, fährt 166 Bahnhöfe an, wovon sich rund 75 Kilometer und 33 Bahnhöfe im Land Brandenburg befinden. Unsere #S2 hat im Übrigen den Funknamen “#Wulf” und die Strecke (S2) von Bernau bis Blankenfelde hat 28 Stationen, ist knapp 47 km lang und hat eine Fahrzeit von 69 Minuten.
Drei Buchstaben genügen, um #S-Bahn-Fahrgästen die Laune zu verhageln: #SEV – die Abkürzung für #Schienenersatzverkehr. SEV heißt: morgens früher aufstehen, um zur Arbeit zu fahren, nach Feierabend länger unterwegs sein, bis man zu Hause angekommen ist. Auch im Nordosten Berlins, auf den Linien #S2 und #S8, stehen S-Bahn-Fahrgästen wieder einmal Bauarbeiten mit Schienenersatzverkehr bevor.
Nachdem sich bei früheren #Bau-Etappen viele Fahrgäste beschwert haben, hat die S-Bahn ihr Konzept geändert – in der Hoffnung, dass es im Herbst besser läuft als bislang. Am Mittwoch wurde das neue Konzept getestet – bei einer Probefahrt.
„Wenn das mal kein gutes Omen für unseren SEV ist“, freute sich Björn Vetter von der S-Bahn. Gerade radelte ein Schornsteinfeger an dem weißen Linienbus vorbei, der am Startpunkt in der Berliner Straße unweit vom S-Bahnhof Pankow bereitsteht. Der Bus ist die Vorhut der 50 bis 60 Busse, die vom 30. Oktober bis zum 13. Dezember eingesetzt werden – zwischen Pankow und Birkenwerder sowie zwischen Pankow und Karow. Weil das Karower Kreuz und Brücken neu gebaut werden, wird die S-Bahn unterbrochen.
Expressroute über die Autobahn
9.00 Uhr: Es geht los. Busfahrer Mario Lehmann von Bayern Express (BEX) tritt aufs Gaspedal. Doch bevor er in Fahrt kommen kann, muss er scharfe Kurven bewältigen. „Das ist ein Nadelöhr“, erklärt Vetter, als Lehmann in die Granitz- und dann in die Kissingenstraße abbiegt. „Von dort kommt man besser nach links Richtung Autobahn“, erklärt Vetter.
9.07 Uhr: Der Linienbus ist mittlerweile auf der A 114 unterwegs. Schneller als 60 Kilometer pro Stunde darf Lehmann nicht fahren. Nur Reisebusse, in denen sich die Fahrgäste angurten können, dürfen auf Tempo 100 beschleunigen.
9.15 Uhr: „Wenn wir immer so gut durchkämen, wäre das schön“, sagt Lehmanns Chef, BEX-Geschäftsführer Jörg Schaube. Sogar auf der Pankgrafenstraße in Karow, auf der sich der Verkehr häufig …
In der nächsten Zeit sind gleich sechs Linien in Berlin und Brandenburg von Baustellen auf den Gleisen betroffen. Vier #Regionalbahnen und zwei #S-Bahnen fahren deshalb nicht, verkürzt oder zu veränderten Taktzeiten. Das bedeutet vor allem für Pendler Stress.
Derzeit gibt es auf insgesamt sechs Bahn-Linien in Berlin und Brandenburg Bauarbeiten und Sperrungen. Betroffen sind #RE1, #RE2, #RE5, #RB14, die #S1 und die #S2 – ein Überblick:
RE1 (Magdeburg-Berlin-Frankfurt (Oder))
Früher aufstehen müssen seit Freitag die Fahrgäste, die morgens von und nach Frankfurt (Oder) mit dem Zug fahren. Von 5. Mai bis 10. Mai fallen auf der RE1-Strecke zwischen Berlin-Ostbahnhof und Erkner aufgrund von Gleis-Bauarbeiten alle Züge aus. Für Reisende von und nach Frankfurt (Oder) bedeutet das: Der Weg verlängert sich um eine halbe Stunde. Denn für die Strecke zwischen Ostbahnhof und Erkner können Reisende zwar auf die S-Bahn ausweichen. Doch die Anschlussbahnen müssen erst einmal erreicht werden. Da der RE1 nur zwei Mal pro Stunde verkehrt, heißt das: Die Fahrt vom Ostbahnhof bis zum Frankfurter Hauptbahnhof dauert nicht 60, sondern 90 Minuten.
RE2 (Wismar-Berlin-Cottbus)
Auf der Strecke des RE2 (Wismar-Berlin-Cottbus) wird auch gebaut. Noch bis zum 11. Mai enden und beginnen die Züge der Odeg aus und in Richtung Wittenberge bzw. Wismar in Berlin-Ostbahnhof. Die Züge aus und in Richtung Cottbus hingegen enden und beginnen in Berlin-Lichtenberg.
Einschränkungen auf der nördlichen #S2, dem #S-Bahn-Nordring und der östlichen #S5 • Ausführliches Informationsangebot unter s-bahn-berlin.de
Der Ausbau und die #Modernisierung der #Schieneninfrastruktur erfordert zeitweise die Komplettsperrung wichtiger Streckenabschnitte im Berliner S-Bahn-Netz. Rund um das Osterfest legen sich die Bauexperten der Deutschen Bahn kräftig ins Zeug, um wichtige Projekte voran zu treiben und damit Einschränkungen für Berufspendler so gering wie möglich zu halten.
Auf der Linie S2 (Bernau -/Karow – Blankenburg), den Ringbahnlinien S41/S42 (Gesundbrunnen – Westend) und der Linie S5 (Strausberg Nord – Fredersdorf) fahren ersatzweise Busse. Die S-Bahn Berlin hat ein umfangreiches Informationspaket geschnürt, mit dessen Hilfe sich Fahrgäste im Internet unter www.s-bahn-berlin.de, auf den Bahnhöfen, in der Kundenzeitung „punkt3“ und in Infobroschüren auf veränderte Wege und längere Fahrzeiten einstellen können.
Gründonnerstag, 13. April, 22 Uhr, bis Donnerstag, 20. April, 1.30 Uhr
Die komplexen Baumaßnahmen am Karower Kreuz starten in eine heiße Phase. Der Einbau von Hilfsbrücken ermöglicht, dass danach unter rollendem Rad weitergebaut werden kann. Dazu sind umfangreiche Rammarbeiten erforderlich. Diese betreffen den Abschnitt Blankenburg – Karow und dauern bis einschließlich Mittwoch nach Ostern. Parallel finden von Ostersamstag bis einschließlich Ostermontag Arbeiten am künftigen Elektronischen Stellwerk Zepernick statt. Dazu wird die bestehende Sperrung auf den Abschnitt Bernau – Karow ausgedehnt.
Erster Bauabschnitt: Donnerstag 13. April, 22 Uhr, bis Samstag 15. April, 8 Uhr: Sperrung zwischen Karow und Blankenburg. Ein Ersatzverkehr mit Bussen wird eingerichtet. Die Fahrzeit verlängert sich um rund 20 Minuten.
Zweiter Bauabschnitt: Samstag 15. April, 8 Uhr, bis Dienstag 18.April, 1.30 Uhr: Sperrung zwischen Bernau und Blankenburg. Es fahren ersatzweise Busse. Für den gesamten Abschnitt sollte mindestens 30 Minuten zusätzliche Fahrtzeit eingeplant werden. Zwischen Bernau und Berlin Gesundbrunnen können auch die Regionalzüge der Linie RE 3 genutzt werden.
Dritter Bauabschnitt: Dienstag 18. April,4 Uhr, bis Donnerstag 20. April, 1.30 Uhr: Die Sperrung wird auf den Abschnitt zwischen Blankenburg und Karow begrenzt. Es kommen weiterhin Busse zum Einsatz.
Gründonnerstag, 13. April, 22 Uhr, bis Dienstag, 18. April, 1.30 Uhr
Wegen vorbereitender Arbeiten im Zusammenhang mit dem Bau der künftigen Linie S21 fahren keine Züge zwischen Gesundbrunnen – Wedding – Westhafen – Beusselstraße – Jungfernheide und Westend.
Es bestehen zahlreiche Umfahrungsmöglichkeiten mit anderen S- und U-Bahn-Linien, die von der individuellen Start-Ziel-Kombination abhängig sind. Konkrete Fahrtempfehlungen gibt es über die Fahrinfoprogramme unter www.s-bahn-berlin.de und www.vbb.de und die jeweiligen Apps.
Zur weiträumigen Umfahrung werden die Stadtbahn, die Nord-Süd-Bahn sowie die U-Bahn-Linien U2, U6, U7 und U9 empfohlen. Unter Umständen ist es auch sinnvoll, das gewünschte Reiseziel über den Ostring zu erreichen.
Zusätzlich wird ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet, der abhängig von der allgemeinen Verkehrslage mindestens 20 Minuten zusätzliche Fahrzeit erfordert. Der S-Bahnhof Beusselstraße kann vom Schienenersatzverkehr nicht direkt angefahren werden. Die Ersatzhaltestelle befindet sich an der Kreuzung Sickingenstraße/Beusselstraße.
Die Arbeiten zur Trennung der Regional- und S-Bahn-Gleise im Bereich des Bahnhofs Strausberg werden fortgesetzt. Zwischen Strausberg Nord und Fredersdorf fahren Ersatzbusse. Es sind etwa 20 Minuten zusätzliche Fahrzeit einzuplanen. Zwischen Strausberg und Berlin Lichtenberg können auch die Regionalzüge der Linie RB 26 genutzt werden.
Vorbereitende Maßnahmen bestimmen im Monat März die #Bauarbeiten am #Karower Kreuz. Wenn vom 20. bis 24. März sowie am 27. und 28. März, jeweils von 8 bis 18 Uhr, der Abschnitt zwischen Blankenburg und Karow auf der S-Bahn-Linie #S2 für den Zugverkehr gesperrt ist und statt Zügen Busse fahren, werden vor allem Rammarbeiten erledigt. „Das Planrecht sieht vor, dass diese nicht in der Nacht ausgeführt werden dürfen“, erklärt der Projektleiter Jens #Kulecki von der DB Netz AG. So müssen die geräuschintensiven Arbeiten, bei denen unter anderem Spundbohlen ins Erdreich eingebracht werden, tagsüber geschehen, was den S-Bahnverkehr unmöglich macht.
Mit dem Einsatz wird die Grundlage geschaffen, zu einem späteren Zeitpunkt Hilfsbrücken für den Berliner Außenring und die Regionalbahnstrecke von Berlin nach Rostock zu errichten. „Da ohnehin gesperrt ist, nutzen wir die Zeit, um gleich noch einige weitere Arbeiten auszuführen“, so der Projektleiter. Demnach werden in dem Bereich auch diverse Kabelarbeiten erledigt und hochgewachsene Pappeln, die zu dicht an den Gleisen stehen, gefällt. Ziel ist es, ein freies Baufeld für die kommenden Aufgaben sicherzustellen.
Auch der #Regionalverkehr ist von der Sperrung im März betroffen: „Vom 24. bis 27. März fahren ganztägig keine Regionalzüge zwischen Bernau und Karow, weil wir dort Oberleitungsarbeiten ausführen und den Einbau eines Weichentrapezes für den späteren zweigleisigen Verkehr vorbereiten“, sagt Kulecki. Außerdem wird für die neue Eisenbahnunterführung „Mewesstraße“ der Einbau von Hilfsbrücken vorbereitet. Zur Erinnerung: Das Projekt, das Fern- und Regionalverkehr wieder zweigleisig zwischen dem sogenannten Nordkreuz (Nähe Gesundbrunnen) und Karow ermöglichen soll, sieht auch den Neubau von 13 Eisenbahnbrücken zwischen Buch und Bernau vor.
Auf Seiten der Fernbahn werden nun Gleise und Oberleitungen zurückgebaut.
#Marienfelde. Im Rahmen des Deutsche-Bahn-Projekts „#Grunderneuerung der S-Bahn-Linie #S2 Süd“ wird jetzt auf dem Streckenabschnitt Priesterweg–Blankenfelde die #Signaltechnik#modernisiert und die Technik des Marienfelder Stellwerks elektronisch auf das #ESTW genannte System umgerüstet.
Die neue ESTW-Technik ist Voraussetzung für die Einrichtung des Zugsicherungssystem der S-Bahn Berlin (#ZBS). Die Gleise und Stromschienen wurden bereits in den vergangenen Jahren umfassend erneuert. In diesem Jahr konzentrieren sich die Arbeiten auf den Abschnitt Priesterweg–Lichtenrade. Schwerpunkte bilden Kabeltiefbauarbeiten, das Setzen von Signalfundamenten und der Aufbau neuer Signale sowie der Bau von Kabelschächten und Kabelkanälen.
Weiterhin werden vier Weichen im Bahnhof Marienfelde eingebaut und Anpassungen an den Stromschienen vorgenommen. Auch an den Bahnübergängen Buckower Chaussee, Bahnhofstraße und Wolziger Zeile in Lichtenrade muss die Technik neu- beziehungsweise umgebaut werden. Der Neubau des Elektrostellwerks Marienfelde wird in zwei Baustufen durchgeführt. Die Inbetriebnahme der ersten Baustufe ist für April 2018 geplant und die der zweiten im Dezember 2018.
Das bleibt voraussichtlich nicht ohne Auswirkungen für Anwohner. „Wir sind bemüht, die von den Arbeiten ausgehenden Störungen so gering wie möglich zu halten“, verspricht Stephan Ramin, verantwortlicher DB-Manager. Er fügt hinzu, dass für alle Arbeiten zwar moderne Geräte und Technologien eingesetzt werden, aber Beeinträchtigungen durch Lärm, Staub und Licht sowie durch Warneinrichtungen zur Sicherung der Bauarbeiter im Gleisbereich nicht gänzlich auszuschließen sind.
Manuela W. aus Biesenthal ist am Freitag eine Stunde eher aufgestanden als sonst – etwa gegen 4.45 Uhr. Jeden Arbeitstag fährt sie mit dem Auto nach Bernau, stellt es auf einem Parkplatz ab, um mit der #S-Bahn weiter nach Berlin zu kommen. Sie wusste, dass die Linie #S2 ab diesem Morgen für vier Wochen #gesperrt ist und statt der Züge #Busse bis zum S-Bahnhof #Blankenburg fahren. Auch mit einer im Vergleich zur S-Bahn doppelt so langen Busfahrt hatte sie gerechnet. Doch was sie erlebte, überstieg dann doch ihre Vorstellungskraft.
„Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so krass wird. Eine Stunde und zehn Minuten habe ich gebraucht. Die Busse steckten schon in #Buch im #Stau fest“, sagt Manuela W. Insgesamt 2,5 Stunden war sie unterwegs, eine Stunde länger als sonst. Die Busse hätten vor allem auf der Bucher Straße vor einer Ampel gestanden, ähnlich war es auch auf der Straße Alt-Blankenburg. „Der Busfahrer war so freundlich und hat Fahrgäste auch an der Kirche aussteigen lassen, sodass sie zum S-Bahnhof Blankenburg laufen konnten“, berichtet Manuela W.
Wie ihr erging es am Freitagmorgen Tausenden Berufspendlern aus Brandenburg sowie Berlinern aus Buch und Karow, die auf den Schienenersatzverkehr angewiesen sind. Die Bahn hatte am Freitagmorgen die Bahnstrecke der S 2 in Pankow gesperrt. Einen Monat lang fahren zwischen Bernau und Blankenburg keine Züge, weil ein neues elektronisches Stellwerk in Betrieb genommen wird. Dabei wird die komplette Sicherheitstechnik getestet. Auf vier Kilometern Länge erneuert die Bahn zudem Gleise und Schwellen.
Deshalb muss vom 14. Oktober, 4 Uhr, bis 14. November, 1.30 Uhr, der S-Bahn-Verkehr zwischen #Blankenburg und #Bernau komplett #gesperrt werden. Die S-Bahn-Linie #S2 kann auf diesem Abschnitt nicht fahren. Bei der #S8 wird es bei einzelnen Fahrten zu #Abweichungen kommen. Betroffen ist auch die #Regionalbahn-Linie #RB27, die den Bahnhof Karow im selben Zeitraum nicht anfahren kann.
Umfahrungsmöglichkeiten
Ein #Ersatzverkehr mit Bussen wird für die S2 eingerichtet, Fahrgäste sollten eine #Reisezeitverlängerung von circa 35 Minuten einplanen. Zwischen Berlin Hauptbahnhof (tief), Gesundbrunnen und Bernau können Fahrgäste auch auf den Regionalverkehr (RE3 und RB66) sowie ausgewählte ICE- und IC-Züge des Fernverkehrs ausweichen. In den Fernzügen (ICE/ IC), die zur Umfahrung der Sperrung genutzt werden können, wird der VBB-Tarif anerkannt.
Weitere Umfahrungsmöglichkeiten bestehen mit der Bus-Linie 150 zwischen Blankenburg und Buch, der Bus-Linie 893 zwischen Buch und Zepernick sowie Bus-Linie 868 zwischen Zepernick und Bernau.
Bitte nutzen Sie die Fahrplanauskunftssysteme
Für detaillierte Fahrplanauskünfte unter Berücksichtigung dieser Baumaßnahme, nutzen Sie bitte vorab die elektronischenFahrplanauskunft auf unserer Webseite, mobilen Webseite oder App.
Hintergrundinformationen zu den Bauarbeiten
Die Modernisierung des Berliner S-Bahn-Netzes geht voran. Das neue elektronische #Stellwerk (#ESTW) in #Zepernick soll am 14. November in Betrieb genommen werden. Bevor es soweit ist, steht noch eine intensive Bauphase an. Unter anderem wird die Signalanlage komplettiert, 46 Signale werden aufgestellt und Balisen für die neue Zugsicherungstechnik werden eingebaut. Anschließend gewährleisten umfangreiche Tests und Prüfungen die Inbetriebnahme einer sicheren Anlage.
Außerdem wird der #Oberbau beider S-Bahn-Gleise zwischen Karow und Buch sowie im Bahnhof Buch auf circa vier Kilometern Länge erneuert. Fünf Weichen inklusive einer Planumsschutzschicht nördlich des Bahnhofs Karow entstehen und Hilfsbrücken über den „Schrägen Weg“ (zwischen Blankenburg und Karow) werden gebaut. Zudem steht die Auflassung von vier Stellwerken mit Alt-Technik auf dem Programm.
„Durch die Insellage der Baustelle im Bereich der S-Bahn sind logistisch sehr hohe Ansprüche zu bedienen, um die Ver- und Entsorgung der Baustelle zu bewerkstelligen“, erklärt Jens Kulecki, zuständiger Projektmanager bei DB Netz, die besonderen Herausforderungen der Baumaßnahme.
Berlin – Elke Kadgien freut sich nicht auf den Oktober. „Das wird das totale Chaos“, sagt die Frau aus Karow. Wegen #Stellwerksarbeiten fahren einen Monat lang keine #S-Bahn-Züge zwischen #Blankenburg und #Bernau.
Wie viele andere Fahrgäste wird Elke Kadgien auf Busse ausweichen müssen. „Ich schätze mal, dass ich täglich anderthalb Stunden länger unterwegs sein werde“, klagt sie. Weitere Unterbrechungen werden folgen. „Die #S2 im Nordosten ist die S-Bahn-Strecke, die im nächsten Jahr am stärksten von Sperrungen betroffen sein wird“, kündigt S-Bahn-Chef Peter Buchner an.
Es gibt nur ein paar Buslinien
Die S-Bahn-Linie S 2 ist einer der wichtigsten S-Bahn-Strecken in dieser Region. Besonders wichtig ist sie für die Menschen, die in Blankenburg, Karow, Buch, Röntgental oder Zepernick wohnen. Denn sie haben nicht viele Alternativen, was die Verbindungen ins Zentrum anbelangt.
U-Bahnen und Straßenbahnen gibt es nicht, nur ein paar Buslinien. Wer Auto fährt, sollte gute Nerven haben. Nur eine einzige Hauptverkehrsstraße führt in Richtung Innenstadt – und sie ist oft zugestaut.
48 statt 17 Minuten unterwegs
Doch vom 14. Oktober bis in die Nacht zum 14. November, vier Wochen lang, steht die S 2 nicht zur Verfügung. „Dann wird das neue elektronische Stellwerk ab- und in Betrieb genommen“, erklärt Bahnsprecher Gisbert Gahler. „Die Alttechnik ist dann außer Betrieb, S-Bahn-Verkehr also nicht möglich. Zwischen Blankenburg und Bernau fahren für die S 2 dann Busse.“
Vom 08.01. (Fr) 22 Uhr bis 11.01.2016 (Mo) 1:30 Uhr wird der #Nordsüd-S-Bahntunnel für Gleisarbeiten und eine Tunnelreinigung erneut #gesperrt. Die Linien S1, S2, S25 werden in jeweils zwei Abschnitte geteilt.
Während im Süden die Züge unmittelbar bis an die Baustelle heranfahren (#S1 bis Yorckstraße (Großgörschenstraße), #S2 und #S25 bis Yorckstraße) werden im Norden die Linien S2 und S25 "abgeleitet". So fährt die S2 von Bernau bzw. Buch ab Bornholmer Straße weiter über Schönhauser Allee (U2) nach Greifswalder Straße. Die S25 wird von Hennigsdorf kommend, ab Gesundbrunnen über Wedding (U6), Westhafen (U9) nach Halensee verlängert. Lediglich im Nachtverkehr ist die S25 zwischen Hennigsdorf und Wedding unterwegs.
Mehrere Umfahrungsmöglichkeiten stehen zur Wahl
Fahrgäste umfahren den gesperrten Abschnitt möglichst mit den Ringbahnlinien S41/S42
bzw. mit der fast parallel verkehrende U-Bahn-Linie U6.
Vorwiegend zur lokalen Anbindung werden zwei (separate) Ersatzverkehrslinien mit Bussen eingerichtet:
Linie Süd: Yorckstraße <> Anhalter Bahnhof <> Potsdamer Platz <> Potsdamer Platz/Voßstraße <> Behrenstraße/Wilhelmstraße (Halt für Brandenburger Tor) <> Friedrichstraße (SEV-Haltestelle im "Reichstagufer") sowie
Linie Nord: Friedrichstraße (SEV-Haltestelle "Am Weidendamm") <> Oranienburger Straße <> Tucholskystraße (Halt für Nordbahnhof) <> U-Bf. Bernauer Straße (Halt für Nordbahnhof) <> Gesundbrunnen <> Humboldthain.
Zwischen beiden Linien kann am Bahnhof Friedrichstraße umgestiegen werden.
Die Linie Nord fährt die Bahnhöfe in einer anderen Reihenfolge an als die S-Bahn: Erst nach Gesundbrunnen und im Anschluss nach Humboldthain.