Bus: Vorrang für den ÖPNV, aus Senat

14.06.2023

Frage 1:

Wie viele Kilometer #Bussonderfahrstreifen (#BSF) gibt es aktuell im Land Berlin?

Antwort zu 1:

Es gibt circa 123 Kilometer Bussonderfahrstreifen auf den Straßen Berlins.

Frage 2:

Wie hat sich in die Summe der #BSF-Kilometer seit 2020 #entwickelt? (Aufstellung nach Jahren und Bezirken erbeten.)

Antwort zu 2:

Seit 2020 wurden 31,5 Kilometer neue Bussonderfahrstreifen (BSF) angeordnet, wovon circa 21,1 Kilometer von den zuständigen Straßenbaulastträgern umgesetzt worden sind. Eine Aufschlüsselung in der gewünschten Darstellung hält der Senat nicht vor.

Frage 3:

Wie viele BSF waren seit 2020 jährlich in welcher Länge geplant, welche wurden umgesetzt und aus welchen

Gründen wurden die Übrigen in dieser Zeit nicht umgesetzt? (Aufstellung nach Jahren, BSF-Länge (bei Umsetzung) und Hinderungsgründen (bei Nicht-Umsetzung) nach Bezirken erbeten.)

Frage 4:

Welche weiteren Bussonderfahrtstreifen sind für 2023 wo und in welcher Länge geplant? (Aufstellung nach Bezirken erbeten.)

Antwort zu 3 und 4:

Die Fragen 3 und 4 werden wegen des Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet: Folgende BSF wurden umgesetzt, eine Aufschlüsselung nach Jahren ist jedoch nicht möglich:

Charlottenburg-Wilmersdorf
StraßeVonBism
Joachimsthaler StraßeLietzenburger StraßeKurfürstendamm280
Kurt-Schumacher-DammHst. „U Jakob-Kaiser-Platz“Heckerdamm350
Kurt-Schumacher-DammHeckerdammJakob-Kaiser-Platz700
LewishamstraßeKurfürstendammMommsenstraße400
MasurenalleeHst. „Haus des Rundfunks“vor Theodor-Heuss- Platz260
Otto-Suhr-AlleeRichard-Wagner-StraßeHst. „Marchstraße“1.020
Spandauer DammKirschenalleeSoorstraße750
HubertusalleeHerthastraßeLynarstraße300
Friedrichshain-Kreuzberg
YorckstraßeGroßbeerenstraßeMehringdamm265
Mitte
EbertstraßeLennéstraßePotsdamer Platz210
EbertstraßeLeipziger StraßeIn den Ministergärten200
HofjägeralleeGroßer SternStülerstraße430
HofjägeralleeTiergartenstraßeGroßer Stern430
ReichpietschuferHildebrandstraßeVon-der-Heydt-Straße244
Von-der-Heydt-StraßeReichpietschuferKlingelhöfer Straße177
SchillstraßeWichmannstraßeKurfürstenstraße80
Neukölln
Alt-BuckowAlt-Buckow 11Buckower Damm125
HermannstraßeBritzer DammGlasower Straße120
Johannisthaler  ChausseeEnde BestandsspurFritz-Erler-Allee460
SonnenalleeTreptower Straßeggü.  Schönstedtstraße900
Waltersdorfer ChausseeStadtgrenzeNeuköllner Straße2.000
Pankow
Alt-BlankenburgJungbornstraßeFGÜ230
Reinickendorf
Gotthardstraßeggü.  HolländerstraßeScharnweberstraße300
HolländerstraßeHst. „Brienzer Straße“Markstraße330
KarolinenstraßeAn der MühleAm Tegeler Hafen270
OllenhauerstraßeVon-der-Gablentz-StraßeScharnweberstraße100
ScharnweberstraßeAntonienstraßeO llenhauer Straße700
Wilhelmsruher DammSchorfheidestraßeSenftenberger Ring560
Spandau
Charlottenburger  Chausseehinter BahnbrückeAn den Freiheitswiesen425
Falkenseer DammAskanierringHst. „Falkenseer Platz“760
Ruhlebener StraßeGrunewaldstraßeTeltower Straße750
Ruhlebener StraßePichelswerder StraßeGrunewaldstraße650
WilhelmstraßeWeinmeisterhornwegHeerstraße250
Steglitz-Zehlendorf
BirkbuschstraßeSchützenstraßeCarmerplatz150
ClayalleeScharfestraßePotsdamer Straße330
ClayalleeFinkenstraßeKönigin-Luise-Straße500
ClayalleeArgentinische AlleeRiemeisterstraße890
Teltower DammLeo-Baeck-Straßeggü. Schädestraße620
Tempelhof-Schöneberg
Friedrich-Karl-StraßeWerderstraßeTempelhofer Damm200
Hauptstraßeggü. RubensstraßeSchmargendorfer  Straße800
Lichtenrader DammReichnerwegMarienfelder  Chaussee470
Treptow-Köpenick
Mahlsdorfer StraßeHoernlestraßeBestands- BSF160
  PuschkinalleeHst. „Sowjetisches Ehrenmal“  Hst. „S Treptower Park“  1.400
Rudower ChausseeGroß-Berliner DammFranz-Ehrlich-Straße350

Folgende BSF wurden angeordnet, aber noch nicht umgesetzt:

 
MitteInvalidenstraßehi. Alexanderuferggü. Friedrich-List- Ufer  215
MitteInvalidenstraßevor Friedrich-List-UferAlexanderufer  340
MittePrinzenalleeBadstraßevor Osloer Straße  400
MitteReichpietschuferTiergartentunnelPotsdamer Straße  240
NeuköllnBritzer DammMohriner AlleeFulhamer Allee  470
NeuköllnBritzer DammFulhamer AlleeHermannstraße1600
NeuköllnBritzer DammBritzer DammTempelhofer Weg1600
SpandauBrunsbütteler DammWilhelmshavener Straßevor Klosterstraße  210
SpandauDaumstraßeGoldbeckwegTelegrafenweg  660
SpandauRauchstraßeGoltzstraßeStreitstraße  240
Steglitz- ZehlendorfHindenburgdammBäkestraßeDrakestraße  400
Steglitz- ZehlendorfHindenburgdammKlingsorstraßeHst. „Händelplatz“  700
Steglitz- ZehlendorfOstpreußendammMorgensternstraßeGiesensdorfer Straße100
Steglitz- ZehlendorfOstpreußendammOsdorfer StraßeStauraum LSA Kaufland150
Steglitz- ZehlendorfTeltower Dammggü. KirchstraßeBerliner Straße  80
Tempelhof- SchönebergHildburghauser StraßeWaldsassener StraßeMarienfelder Allee  750
Tempelhof- SchönebergLichtenrader DammGrimmstraßeBarnetstraße510
Tempelhof- SchönebergMalteserstraße Friedenfelser Straßeggü.  Friedrichrodaer StraßeMarienfelder Allee  700
Tempelhof- SchönebergRheinstraßeSaarstraßeSponholzstraße  870

Überlegungen zu weiteren Bussonderfahrstreifen sind noch nicht abgeschlossen.

Frage 5:

Inwiefern hat der Senat zwischenzeitlich Erkenntnisse über Kosten, Folgekosten sowie Wirksamkeit der Einfärbung von Bussonderfahrstreifen (BSF) erlangen können und wie weit sind die Pläne zur Umsetzung eines entsprechenden Pilotprojekts gediehen?

Antwort zu 5:

Ein Pilotprojekt zu eingefärbten Bussonderfahrstreifen wurde bislang nicht gestartet, insofern liegen keine entsprechenden Erkenntnisse vor.

Frage 6:

Wie viele LZA sind derzeit mit der Vorrangschaltung (verkehrsabhängiger Steuerung zur ÖV-Priorisierung) ausgestattet und an wie vielen LZA ist die Vorrangschaltung derzeit außer Betrieb?

Antwort zu 6:

Derzeit sind 1.030 Lichtsignalanlagen mit einer Schaltung zur ÖPNV-Priorisierung ausgestattet. Es liegt keine auswertbare Datenbasis vor, um zu ermitteln, an welchen Anlagen diese aufgrund baustellenbedingter Einschränkungen, technischer Probleme oder anderweitiger Gründe

aktuell nicht aktiv ist.

Frage 7:

Wie haben sich die durchschnittlichen Geschwindigkeiten von Bus und Tram seit 2020 entwickelt? (Aufstellung nach Jahren erbeten.)

Antwort zu 7:

Gemäß Auskunft der BVG haben sich die durchschnittlichen Geschwindigkeiten für Bus und Straßenbahn wie folgt entwickelt:

2020 – Bus 17,98 km/ h

2021 – Bus 17,94 km/ h

2022 – Bus 17,90 km/ h

2020 – Straßenbahn 17,67 km/ h 2021 – Straßenbahn 17,57 km/ h 2022 – Straßenbahn 17,49 km/ h

Frage 8:

Welche der in Antwort auf die Fragen 11.) und 15.) in Drs. 18/ 23608 aufgeführten Maßnahmen zur Beschleunigung des Bus- und Tramverkehrs wurden seit 2020 umgesetzt und welche stehen mit welchem Zeithorizont derzeit noch aus? (Aufstellung der erfolgten und offenen Maßnahmen nach Jahren und Bezirken erbeten.)

Antwort zu 8:

Eine Einzelbeschreibung der in der Drs. 18/ 23608 genannten Maßnahmen oder Zuordnung auf konkrete Örtlichkeiten liegt dem Senat nicht vor.

Frage 9:

Ist der Beantwortung meiner Fragen aus Sicht des Senats noch etwas hinzuzufügen?

Antwort zu 9: Nein.

Berlin, den 09.06.2023 In Vertretung

Dr. Claudia Elif Stutz Senatsverwaltung für

Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt

www.berlin.de

S-Bahn + Bahnverkehr: Schienenverkehrslärm in Kaulsdorf und Mahlsdorf, aus Senat

www.berlin.de

Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre
Schriftliche Anfrage wie folgt:
Die Schriftliche Anfrage betrifft vorwiegend Sachverhalte,
die der Senat nicht aus eigener Zuständigkeit und
Kenntnis beantworten kann. Er ist gleichwohl bemüht,
Ihnen eine Antwort auf Ihre Frage zukommen zu lassen
und hat daher die Deutsche Bahn AG (DB) um eine Stellungnahme
gebeten, die von dort in eigener Verantwortung
erstellt und dem Senat übermittelt wurde. Sie wird
nachfolgend wiedergegeben.
Frage 1: Wie viele #Züge fahren täglich auf der #Bahnstrecke
zwischen Wuhlethal – Kaulsdorf – Mahlsdorf? Es
wird um Aufschlüsselung gebeten nach: -Bahn, #Regionalverkehr,
#Güterverkehr, jeweiliger Wochentag, Anzahl
aus Richtung Wuhletal in Richtung Mahlsdorf, Anzahl
aus Richtung Mahlsdorf in Richtung Wuhlethal.
Antwort zu 1: Die Deutsche Bahn AG teilt mit:
Formal handelt es sich um zwei Bahnstrecken: Strecke
6006 = S-Bahn und Strecke 6078 = Fernbahn. Gegenwärtig
liegt die Belastung beider Strecken an Werktagen
(Summe beider Richtungen) bei ca. 260 S-Bahnzügen, 37
Regionalbahnzügen und ca. 10-15 Zügen Güterverkehr
einschließlich Sonstiges, vom letzten Wert etwa zwei
Drittel "echter" Güterverkehr und ein Drittel Fahrten von
Leerloks, DB-interne Fahrten für Instandhaltungszwecke
und anderes.
Frage 2: Wann fährt das erste Schienenfahrzeug am
Morgen, wann das letzte Schienenfahrzeug am Abend auf
der vorbezeichneten Strecke? Bitte Beantwortung jeweils
pro Wochentag.
Antwort zu 2: Die Deutsche Bahn AG teilt mit:
Die genannten Strecken (S-Bahn bzw. Fernbahn) stehen
den Kundinnen und Kunden der DB Netz AG, also
den Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU), gegen ein
entsprechendes Entgelt für Trassenbestellungen zur Verfügung.
Die Strecken sind vom Grundsatz her über 24
Stunden am Tag an allen Tagen des Jahres geöffnet. Folglich
ist daher zu jeder Uhrzeit und an jedem Tag Zugverkehr
möglich. Die EVU entscheiden selbständig, wann sie
die Strecke nutzen möchten. Trassenbestellungen können
jederzeit und auch sehr kurzfristig eingehen. Die Nutzungszeitpunkte
und die Nutzungsintensität können sich
daher laufend ändern, insbesondere im Güterverkehr.
Insofern ist die Angabe eines ersten und letzten Zuges
nicht sinnvoll. Wir möchten insbesondere auch an den
durchgehenden Nachtverkehr auf der Linie S 5 in den
Nächten vor Sonnabenden und Sonn- bzw. Feiertagen
erinnern.
Frage 3: Wie hat sich auf vorbezeichneter Strecke der
#Schienenverkehr in den letzten 5 Jahren #entwickelt und
welche weiteren Zugfrequenzen sind zukünftig zu erwarten?
Bitte Aufschlüsselung nach Jahr, Abnahme/Zunahme
in % und absolut, S-Bahn, Regionalverkehr, Güterverkehr.
Antwort zu 3: Die Deutsche Bahn AG teilt mit:
Bei den genannten Verkehrsarten (S-Bahnen, Regionalbahnen,
Güterverkehr einschl. Sonstiges) hat sich die
Zugzahl in den letzten 5 Jahren relativ konstant entwickelt,
von gewissen Schwankungen mit überschaubarer
Bandbreite abgesehen. Für die Zukunft rechnen wir für
den Bereich Güterverkehr/Sonstiges ebenfalls mit einer
relativ konstanten Entwicklung. Die Zugzahlen bei der SBahn
könnten sich leicht steigern (Rückkehr zum vollständigen
Betriebsprogramm vor Eintritt der besonderen
Fahrzeugsituation). Im Bereich des Reiseverkehrs (Regional-
bzw. Fernverkehr) rechnen wir ebenfalls mit einer
konstanten Entwicklung, denkbar sind jedoch auch hier
gewisse Mehrungen, die vor allem durch zusätzliche
grenzüberschreitende Verkehre Richtung Polen entstehen
könnten. Eine verbindliche Zusage für die erwartete insgesamt
relativ konstante Entwicklung können wir jedoch
nicht abgeben.
Zu berücksichtigen ist auch, dass sich Zugzahlen dauerhaft
oder für begrenzte Zeitabschnitte in einem größeren
Umfang nach oben oder unten verändern können. Die
möglichen Ursachen liegen u. a. bei sich ändernden Vorgaben/Planungen/Bestellungen
der Aufgabenträger für
den Schienenpersonennahverkehr (Länder Berlin bzw.
Brandenburg) sowie sich änderndem Bestellvolumen der
EVU. Speziell im Güterverkehr bestehen dabei Abhängigkeiten
zur konjunkturellen Entwicklung (mehr oder
weniger Verkehr allgemein), der Entscheidung der Transporteure
für oder gegen einen Verkehrsträger (z. B. Stra-
ße, Schiene oder Schiff), der Entwicklung der QuelleZiel-Beziehungen
und der Wahl des konkreten Verkehrsweges,
sofern Alternativen vorliegen oder der Entwicklung
von einzelnen Aufkommensschwerpunkten (z. B.
Firmen, Gleisanschließer). Im Bereich der Eisenbahn
kann dies zusätzlich überlagert werden durch zeitweise
Verfügbarkeitseinschränkungen von bestimmten Teilen
des Netzes, die dazu führen, dass über kürzere oder längere
Zeiträume von unseren Kundinnen und Kunden, den
Eisenbahnverkehrsunternehmen, andere Verkehrswege
gewählt werden.
Bei der S-Bahn-Linie S5 wird nach jetziger Planung
des Aufgabenträgers in den nächsten Jahren auf dem
benannten Streckenabschnitt das derzeitige Verkehrsangebot
grundsätzlich fortgeschrieben werden. Erst langfristig
bei verbesserter Fahrzeugverfügbarkeit (z. B. durch
Neufahrzeuge) ist ein Einsatz zusätzlicher Verstärkerfahrten
während der Hauptverkehrszeit (Montag bis Freitag
ca. von 6 bis 9 Uhr und von 14 bis 19 Uhr) zwischen
Mahlsdorf und Warschauer Straße möglich. Hieraus würden
sich Montag bis Freitag (mit Ausnahme der Weihnachts-
und Sommerferien) rund 24 zusätzliche Fahrtenpaare
ergeben.
Frage 4: Welche #Lärmbelastung geht mit dem Schienenverkehr
auf vorbezeichneter Strecke einher? Welche
db-Bereiche werden an den unmittelbar angrenzenden
Grundstücken erreicht? Bitte Aufschlüsselung nach
a. S-Bahn in eine Richtung,
b. S-Bahn gleichzeitig in beide Richtungen
c. Regionalverkehr, jeweils in eine Richtung und
gleichzeitig in beide Richtungen,
d. Güterverkehr, jeweils in eine Richtung und gleichzeitig
in beide Richtungen,
e. gleichzeitiger Schienenverkehr von a. und c,
f. gleichzeitiger Schienenverkehr von a. und d,
g. gleichzeitiger Schienenverkehr von a und c und d,
h. gleichzeitiger Schienenverkehr von b und c;
i. gleichzeitiger Schienenverkehr von b. und d,
k. gleichzeitiger Schienenverkehr von c. und d.
Antwort zu 4: Dazu sind weder der Deutschen Bahn
noch dem Senat in der gewünschten Detaillierung Aussagen
möglich.
Frage 5: Welche #Veränderung auf vorgenannter Strecke
hinsichtlich der Anzahl des Schienen- bzw. Zugverkehrs
wird erwartet, wenn der Bahnhof #Mahlsdorf als
#Regionalbahnhof genutzt wird?
Antwort zu 5: Keine.
Frage 6: Gibt es dieser Anfrage noch etwas hinzuzufügen,
dass der Anfragende übersehen hat, jedoch im
inhaltlichen Zusammenhang mit der Anfrage steht?
Antwort zu 6: Nein.
Berlin, den 01. September 2016
In Vertretung
R. L ü s c h e r
…………………………..
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
(Eingang beim Abgeordnetenhaus am 05. Sep. 2016)

Buchtipp + Literatur: 300 Jahre Verkehrsgeschichte Berliner Schnauze auch im Pferde-Taxi , aus Berliner Morgenpost

http://www.morgenpost.de/berlin-history/article206902201/Berliner-Schnauze-auch-im-Pferde-Taxi.html

Der erste Oberleitungsbus, die erste Straßenbahn, das älteste U-Bahn-Netz: Ein Buch zeigt, wie sich der #Verkehr in Berlin #entwickelt hat.

Der Berliner #Taxifahrer ist offenbar keine Erfindung der Neuzeit. Vor sich hinschnauzen oder den Fahrgast anschnauzen konnten wohl schon Chauffeure, als Taxis noch nicht mit Motor, sondern mit Pferden angetrieben wurden. Die ersten Berliner #Droschkenkutscher im 18. Jahrhundert, die so etwas wie den Grundstein des Berliner #Personennahverkehrs legten, in dem sie gegen Entgelt Menschen durch die Stadt fuhren, waren jedenfalls für ihr Unfreundlichkeit berüchtigt. Und da überdies die Kutschen in schlechtem Zustand waren, wurde der Pferdetaxi-Betrieb bald wieder eingestellt. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts wurde mit dem Fuhrbetrieb von Simon Kremser ein Kutschenunternehmen aufgebaut, das funktionierte. Aber schließlich legte Kremser bei der Auswahl des Personals auch Wert auf gute Manieren. Nicht zuletzt deshalb besteht der Begriff Kremser bis heute.

Diese und viele andere Beobachtungen und Episoden sind nun in dem neuen Buch "Tempo" zur Verkehrsgeschichte der Stadt gesammelt. Der Autor Jan Gympel erzählt darin, wie die Berliner sich seit dem 18. Jahrhundert fortbewegt haben und zeigt das auch in zahlreichen historischen Fotos und Zeichnungen.

Die erste Buslinie Berlin führte in ein Ausflugslokal im Tiergarten

So richtig in Fahrt geriet das Berliner Straßenleben und vor allem der öffentliche Personennnahverkehr demnach mit der Erfindung der …

Jan Gympel: "Tempo. Berliner Verkehrsgeschichte", Elsengold Verlag, 29,95 Euro.

Die U-Bahn kommt zu langsam, aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/berlin/investitionsprogramm-des-senats-die-u-bahn-kommt-zu-langsam/11355140.html 58 Millionen Euro erhält die BVG vom Senat. Das Geld reicht für sieben neue -Bahn-Züge. Allerdings müssen die erst #entwickelt und #erprobt werden. Die BVG sucht nach schnelleren Lösungen.

Bei der BVG laufen die Planungen auf Hochtouren. 58 Millionen Euro hat der Finanzsenator ihr für den Kauf neuer U-Bahnen bewilligt, die das Unternehmen auch dringend braucht. Züge stehen aber nicht abholbereit bei einem Hersteller. Ein neues Fahrzeug zu entwickeln, zu erproben und zu bauen, dauert rund fünf Jahre. Die BVG muss aber schnell an neue Züge gelangen, damit sie den vom Senat gewollten und bestellten Mehrverkehr übernehmen kann. Nach Tagesspiegel-Informationen prüft man jetzt, ob für andere Städte vor Kurzem gebaute Züge so angepasst werden können, dass sie auch durch Berliner Tunnel passen. Dabei geht es um die 2,65 Meter breiten Zügen für das sogenannte #Großprofilnetz der Linien 5 bis 9. Bei den Kleinprofillinien U 1 bis U 4 sind die Bahnen nur 2,30 Meter oder – wie die neuen – bis zu 2,40 Meter breit. Beschafft werden sollen nach Angaben der Finanzverwaltung nach den aktuellen Planungen sieben Züge mit je sechs Wagen, wie sie im Großprofil üblich sind. Die zuletzt beschaffte Baureihe H, bei der die Züge zum ersten Mal durchgehend begehbar waren, könnten nicht nachbeschafft werden, heißt es bei der BVG. Verträge mit dem Hersteller Bombardier gebe es nicht mehr. Und auch technisch seien die Fahrzeuge durch die inzwischen erfolgte …