Werkstätten: Is’ ihnen egal BVG lässt Straßenbahndepot in Niederschönhausen verfallen., aus Der Tagesspiegel

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/immobilien/denkmalschutz-is-ihnen-egal/25870826.html

Bewegen sich die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in #Niederschönhausen weiterhin nicht in Richtung #Denkmalschutz, kommt es zu einem in Berlin bisher unvergleichlichen Vorgang: Die Anstalt öffentlichen Rechts, bis 1994 im Eigenbetrieb des Landes, wird dann vom Bezirk Pankow zur Sicherung des denkmalgeschützten #Straßenbahndepots in der Dietzgenstraße verpflichtet – notfalls mit Hilfe von Gerichten. Das Bezirksamt bestätigte auf Anfrage entsprechende Tagesspiegel-Informationen.

Das Amt hatte im Februar 2018 Post von der BVG erhalten: ein Abbruchantrag für das Verwaltungsgebäude und die angrenzenden Funktionsbauten. Darauf folgende Gespräche mit der BVG über deren Erhaltungspflichten führten zu mehreren Kurzschlüssen. Die BVG war der Meinung, so der Bezirk, sie könne die Hallen und das ebenfalls denkmalgeschützte Verwaltungsgebäude einfach abreißen, sollte das Grundstück des Straßenbahndepots für einen neuen #Straßenbahnbetriebshof zur Anbindung des Entwicklungsgebiets Elisabethaue gebraucht werden.

Die Pläne für eine Großsiedlung mit bis zu 5000 Wohnungen für bis zu 15 000 Einwohnern sind inzwischen vom Tisch. Daraus folgert die BVG offenbar, sie könne das 1901 errichtete und 1924 von Jean Krämer erweiterte Straßenbahndepot in Niederschönhausen verfallen lassen. Kein privater Spekulant könnte es schlechter machen.

Vor allem das Verwaltungsgebäude bröckelt. Anstelle die Probleme aber zu lösen, werden …

Flughäfen: Flughafen Tegel: Denkmalschutz für die Siebziger-Jahre-Moderne, aus Senat

www.berlin.de

Frage 1: Wann ist der #Flughafen #Tegel mit welchen Teilen und welcher Begründung unter #Denkmalschutz
gestellt worden?
Antwort zu 1:
Der Flughafen Berlin-Tegel „Otto Lilienthal“ wurde am 29.03.2019 als Gesamtanlage unter
Denkmalschutz gestellt. Zum Denkmal gehört die in der Denkmalkarte markierte
Flughafenanlage mit Funktionsgebäuden, Straßen- und Brückenbauwerken. Darunter
befinden sich der Terminal mit Flugsteigring, Zentralgebäude und Tower sowie die
prägenden Elemente der Verkehrsinfrastruktur und bedeutende Nebengebäude wie die
Energiezentrale, Feuerwehr und Hangars. Am Erhalt des Flughafens besteht ein Interesse
der Allgemeinheit aufgrund seiner geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen
Bedeutung.
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Auflistung Bestandteile der Gesamtanlage:
Bauteil A – Terminal, Flugsteigring, gmp 1969-74
Bauteil A2 – Service Center, gmp 1970-74
Bauteil B – Terminal, Zentralgebäude, gmp 1970-75
Bauteil K – Tower (Kontrollturm), gmp 1970-74 / 1988
Bauteil F – Parkhaus (Innere Umfahrung), gmp 1970-74
Flughafenvorfahrt mit Hochstraße, gmp 1972-73
Bauteil E1 – Energiezentrale, gmp 1971-74
Bauteil E2 – Betriebstechnik, gmp 1972-75, 1981
Bauteil E3 – Betriebstechnik, gmp 1976
Bauteil H – Frachthalle, gmp 1972-75
Bauteil I – Borddienstgebäude, gmp 1977-78
Bauteil L – Feuerwehr, gmp 1970-74
Bauteil M – Tankdienststation, gmp 1973-75
Bauteil N1 – Hangar 1, gmp 1973-75
Bauteil N1A – Annex N1, gmp 1973-75
Bauteil N2 – Hangar 2, Planung Französische Militärregierung 1963 / 1968-1969
Bauteil N2, Annex N2, gmp 1975
Bauteil R – Lärmschutzkabine, gmp 1974-75
Bauteil T – Streugutlager, gmp 1974
Bauteil U – Tankstelle, gmp 1974
Bauteil P1- Parkpalette, 1977
Bauteil P2 – Parkhaus, gmp 1969 / 1990-91
Bauteil P3 – Parkplatz, gmp 1970 / 1975-76
Brückenbauwerk, gmp 1972-75
Schilderbrücken, gmp 1974-76
Vorfeld, gmp 1969-70
Bauteile: Containerboxen, Bushaltestelle, gmp 1974 / 78
Kunst am Bau -Kunstwerke, Orientierungssystem
Frage 2: Werden die Verfasser der Ursprungsfassung des Flughafens Tegel in den Prozess zum Umbau des
Flughafens eingebunden; wenn ja, wie; wenn nein, aus welchen Gründen nicht und inwiefern ist das mit dem
Urheberrecht vereinbar?
Antwort zu 2:
Die historischen Flughafenbauten des Flughafens „#Otto Lilienthal“ wurden im Zeitraum
zwischen 1969 und 1991 nach Entwürfen des Architekturbüros #Meinhard von Gerkan,
Volkwin #Marg und Klaus #Nickels, ab 1972 von Gerkan, Marg und Partner (#gmp) errichtet.
Die zentralen Bauten entstanden zwischen 1969 und 1975. Der denkmalwertige
Gebäudebestand der Flughafenanlage Tegel-Süd umfasst die für den öffentlichen
Personenflugverkehr errichteten zentralen Gebäude für die Fluggastabfertigung,
Verwaltung und Flugleitung sowie die für die Funktion des Flughafens unerlässlichen
Betriebsanlagen.
Die Verfasser der Ursprungsfassung des Flughafens Tegel-Süd sind bereits seit Beginn
der Überlegungen in den Planungsprozess zur Nachnutzung des Flughafens
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eingebunden. Ab 2009 wurde das Büro gmp an dem „Werkstattverfahren zum Masterplan
für die Nachnutzung des Flughafens Tegel“ maßgeblich beteiligt. Das Büro zeichnete sich
mitverantwortlich für die Grundlagen zum Masterplan, der im April 2013 durch den Berliner
Senat beschlossen wurde. Seitdem ist das Büro gmp in vielfältiger Form bis heute in die
weiteren Planungen zur Nachnutzung des Flughafengeländes eingebunden. So zeichnet
sich das Büro gmp beispielsweise auch verantwortlich für die begonnene Generalplanung
zum Umbau des Terminal B zu einem Gründungs- und Innovationszentrum.
Frage 3: Welche späteren Einbauten stellen Entstellungen des Denkmals dar, die beseitigt werden sollten?
Antwort zu 3:
Der #Denkmalbereich #Tegel-Süd umfasst alleine mehr als 20 denkmalgeschützte
Einzelgebäude. Ihre Nachnutzung und bauliche Veränderung steht spätestens seit der
Unterschutzstellung unter dem Vorbehalt der #denkmalschutzrechtlichen Genehmigung
nach § 11 DSchG Bln. An dieser Stelle wird daher darauf verzichtet, die einzelnen
Bauelemente jedes Baudenkmals einzeln aufzulisten und den Stand der
denkmalfachlichen Beratung abzubilden.
Frage 4: Werden diese Hinzufügungen in Zukunft beseitigt, um das Denkmal wieder in seiner ursprünglichen
Konzeption erlebbar zu machen?
Antwort zu 4:
Beseitigungen, egal ob es sich um Hinzufügungen oder Originalsubstanz handelt,
bedürfen einer Genehmigung. Es ist daher unablässig, individuell anhand jedes einzelnen
Gebäudes mit dem Landesdenkmalamt abzustimmen, inwieweit spätere Einbauten in
Zukunft rückgebaut oder erhalten bleiben sollen. Sämtliche Planungen und Beurteilungen
in diesem Feld erfolgen in enger Abstimmung zwischen dem jeweiligen
Maßnahmenträger, den Fachplanern und dem #Landesdenkmalamt. Darüber hinaus wurde
bereits in Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt ein Kontaktarchitekt beauftragt, der in
die weiteren Umbauplanungen bereits heute eingebunden ist und auch in Zukunft sein
wird. Kern sämtlicher Gebäudeplanungen bildet die Maßgabe, die originale Bausubstanz
in ihrer ursprünglichen Konzeption so weit wie möglich zu erhalten.
Frage 5: Welche Teile des Flughafens werden nach Aufgabe des #Flugbetriebs nicht mehr erhalten; welche
davon sind vom Denkmalschutz umfasst; mit welcher Begründung erfolgt dies?
Antwort zu 5:
Die ursprüngliche Gesamtanlage des Flughafens Berlin „Otto Lilienthal“ ist bis heute
ununterbrochen in Betrieb. Große Teile der originalen Struktur und Bausubstanz der
Siebziger Jahre sind bis heute erhalten. Ziel ist es, auch bei den Neuplanungen zur
Nachnutzung der einzelnen Gebäude die originale Bausubstanz der 70er Jahre
weitgehend zu erhalten. Hierbei ist bei jedem Einzelgebäude individuell und im Einzelfall
zu beurteilen und zu entscheiden, inwieweit punktuell Rückbauten durchgeführt werden
müssen, um die diversen Einzelgebäude für die geplante Nachnutzung zukunftsfähig zu
machen.
Frage 6: Welche Wettbewerbsart ist von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen gewählt
worden, um für die künftige Umnutzung Entwürfe zu erhalten; wie setzt sich die Wettbewerbsjury zusammen?
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Antwort zu 6:
Bei den über 20 denkmalgeschützten Gebäuden im Bereich Tegel-Süd wird jeweils
individuell bei jedem Einzelgebäude festgelegt, welche Art des Verfahrens für die Vergabe
der Fachplanungsleistungen erfolgen soll. Eine wesentliche Rolle bei der Auswahl von
Architekten und Fachplanern für die Umplanung der Gebäude zur zukünftigen
Nachnutzung spielen u. a. abgefragte Kompetenzen der Büros im Umgang mit
erhaltenswerter Bausubstanz. So wurden beispielsweise bei zwei Gebäuden die
Architektur- und Fachplanungsleistungen über europaweite Teilnahmewettbewerbe mit
anschließendem Verhandlungsverfahren gemäß § 14 Abs. 3 Nr. 2 VgV vergeben. Die
Zuschlagentscheidungen sind auf Basis von Qualitäts- und Wertungskriterien erfolgt. Als
Qualitätskriterien für die Planungsbüros und das Schlüsselpersonal wurden dabei u. a.
Referenzen abgefragt, wie z.B. zu „besonderen Umbau- / Sanierungsleistungen für
Gebäude der 1950 bis 1970iger Jahre“ oder „Planen und Bauen unter
Denkmalschutzanforderungen“.
Frage 7: Welche Vorgaben wurden bei dem Wettbewerb hinsichtlich des Denkmalwertes des Flughafens
Tegel gemacht?
Antwort zu 7:
Für alle wesentlichen Gebäude in Tegel-Süd sind Denkmalpflegepläne erstellt worden.
Diese Denkmalpflegepläne definieren die besonders denkmalwerten Elemente jedes
einzelnen betrachteten Gebäudes. Die Denkmalpflegepläne wurden in Abstimmung mit
dem Landesdenkmalamt erstellt und werden jedem einzelnen Vergabefahren zugrunde
gelegt. Darüber hinaus bilden die Erläuterungen zur Eintragung in die Denkmalliste sowie
eine geforderte Zusammenarbeit mit dem Kontaktarchitekten des Landesdenkmalamtes
weitere Grundlagen der Vergabeverfahren und auch der weiteren Zusammenarbeit mit
den Fachplanungsbüros.
Frage 8: Inwieweit wird es für das im Wettbewerb vorgegebene künftige Raumnutzungsprogramm notwendig
sein, in das Denkmal eingreifen zu müssen und sich von der Ursprungsfassung des Flughafens Tegel zu
verabschieden; werden Entwurfsarbeiten besser bewertet, sofern sie in das Denkmal in geringerem Umfang
eingreifen?
Antwort zu 8:
Inwieweit bei jedem der über 20 Gebäude im Bereich Tegel Süd Eingriffe notwendig oder
nicht notwendig sind, ist bei jedem Einzelgebäude individuell unter Berücksichtigung der
geplanten Nachnutzung zu beurteilen. Dazu findet die Abstimmung im Rahmen der
Erstellung der Vorplanungs- und Bauplanungsunterlage mit den denkmalfachlichen
Behörden statt. Für das Gesamtprojekt Nachnutzung Flughafen Tegel war von Beginn an
übergeordnetes Planungsziel, dass die geschichtliche, künstlerische und städtebauliche
Bedeutung des Flughafenareals im Bereich Süd auch über die Schließung des Flughafens
hinaus sichtbar bleiben soll und wird.
Frage 9: Können Sitzmöbel, Leuchten, Wegeleittafeln und andere vergleichbare Einbauten der
Ursprungsfassung erhalten und falls erforderlich behutsam ergänzt werden?
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Antwort zu 9:
Das denkmalrechtliche Genehmigungserfordernis nach § 11 Abs. 1 DSchG Bln schließt
auch das Zubehör und die Ausstattung eines Denkmals ein. Bei jedem Einzelelement sind
dabei u. a. die wirtschaftliche Zumutbarkeit und die Eigentumsrechte Dritter zu
berücksichtigen.
Berlin, den 07.02.2020
In Vertretung
Lüscher
…………………………..
Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung und Wohnen

Bahnhöfe: Nutzung des bisherigen U-Bahnhofs Französische Straße nach Eröffnung der U5- Verlängerung, aus Senat

www.berlin.de

Frage 1:
Bei der #Verlängerung der #U-Bahnlinie 5 und der damit verbundenen Eröffnung des Umsteigebahnhofs #Unter
den Linden zwischen der #U5 und der #U6 soll der bisherige Bahnhof #Französische Straße an der U6
aufgegeben werden. Welche genauen Planungen für das Prozedere der #Bahnhofsschließung gibt es
derzeit?
Antwort zu 1:
Die BVG teilt hierzu mit:
„Mit Inbetriebnahme der U5 wird der Bahnhof Französische Straße gemäß #Planfeststellungsbeschluss am selben Tag außer Betrieb genommen.“
Frage 2:
Wird der U-Bahnhof Französische Straße in irgendeiner Form zugänglich bleiben?
Antwort zu 2:
Die BVG teilt hierzu mit:
„Mit der Schließung erhält der Bahnhof den Rechtsstatus eines #Tunnelbauwerks und ist
somit nicht mehr öffentlich zugänglich.“
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Frage 3:
Wird der Bahnhof von den Zügen der U6 – wie bereits zwischen 1961 und 1989 – als „#Geisterbahnhof
durchfahren, d.h. bleibt er vom Zug aus sichtbar oder soll er beseitigt bzw. entlang des Bahnsteigs
vermauert werden?
Antwort zu 3:
Die BVG teilt hierzu mit:
„Der Bahnsteig wird teilweise rückgebaut, da im Tunnel #Sicherheitsräume und #Fluchtwege
eingerichtet werden müssen.“
Frage 4:
Gibt es Überlegungen für eine #Nachnutzung des U-Bahnhofs Französische Straße beispielsweise kultureller
Art?
Antwort zu 4:
Die BVG teilt hierzu mit:
„Nein, da hierfür erhebliche #brandschutzseitige Anforderungen erfüllt werden müssen.“
Frage 5:
Ist daran gedacht, die markanten #U-Bahneingänge im Straßenbild sichtbar zu erhalten, die – bis auf die Zeit
der Teilung Berlins – das Bild der Friedrichstraße seit den 20er Jahren prägten?
Antwort zu 5:
Die BVG teilt hierzu mit:
„Hierzu laufen derzeit Abstimmungen mit den beteiligten Fachverwaltungen
(#Denkmalschutz, #Tiefbauamt, #Straßenverkehrsbehörde).“
Berlin, den 06.02.2020
In Vertretung
Ingmar Streese
Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

Bahnhöfe: BILD BLICKT IN DIE VERSTECKTE BAUSTELLE AM POTSDAMER PLATZ Arbeiter zersägen Berliner U-Bahnhof, aus BILD

https://www.bild.de/regional/berlin/berlin-aktuell/bild-blickt-in-die-versteckte-baustelle-am-u-bahnhof-potsdamer-platz-68521434.bild.html

Eine #U-Bahn schießt am Bahnsteig vorbei. Keine Chance zum Einsteigen. Dennoch gilt hier: Vorsicht an der Bausteigkante!

Berlin – Eine Rigips-Wand unter dem #Potsdamer Platz verärgert seit Wochen die Berliner. Denn der Bahnsteig der #U2 in Richtung #Ruhleben ist gesperrt. BILD wollte wissen, was hinter der Wand passiert. #Ortstermin im Untergrund – auf dem #Umsteigebahnhof, den täglich 40 000 Menschen nutzen.

Hier, acht Meter unter der Leipziger Straße, dröhnt, rattert und staubt es. 15 Bauarbeiter erneuern derzeit die alten Bahnsteige der Linie U2. Jeweils 110 Meter lang. Der Bahnhof wurde #1902 eröffnet, ist also überfällig. Drei Hauptprobleme gibt es.

Erstes Problem: „Wir erneuern in zwei Phasen“, sagt Christian Zahn (48). Der zuständige Sachgebietsleiter der BVG erklärt weiter: „Je #Fahrtrichtung wird eine Bauzeit von einem Jahr benötigt. Da der #U-Bahnhof unter #Denkmalschutz steht, sind Beräumung und Abbruch …

Bahnhöfe: Dauer der Bahnsteigsanierung am U-Bhf. Potsdamer Platz in Richtung Ruhleben, aus Senat

www.berlin.de

Vorbemerkung des Abgeordneten:
Laut Aushang am #U-Bhf. #Potsdamer Platz soll die #Bahnsteigsanierung in Richtung Ruhleben ab 07.10.2019
„voraussichtlich bis Herbst 2020“ dauern.
Frage 1:
Weshalb wird für die #Sanierung des halben Bahnsteiges ein ganzes Jahr veranschlagt?
Antwort zu 1:
Die BVG teilt hierzu mit:
„Der Aufbau eines komplett neuen Bahnsteiges erfolgt in zwei Bauabschnitten. Jeder
Bauabschnitt benötigt eine Bauzeit von einem Jahr. Der #U-Bahnhof wurde 1902 in Betrieb
genommen und steht unter #Denkmalschutz. Deshalb ist die #Beräumung, #Baufreimachung
und der Abbruch wesentlich zeitaufwendiger. Teile der #denkmalgeschützten Aufbauten
(z. B. #Diensträume, #Verkaufskioske u.a.) müssen rückgebaut und eingelagert werden. Im
Zuge der Sanierung sind aufwendige Abbruch- und Schutzschalungen zur Gewährleistung
der verbleibenden Einbauten wie z. B. des Aufzuges herzustellen.“
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Frage 2:
Wie soll an diesem wichtigen Verkehrsknotenpunkt der ÖPNV unter diesen Umständen aufrechterhalten
werden?
Antwort zu 2:
Die BVG teilt hierzu mit:
„Die Aufrechterhaltung des Bahnbetriebes während der Erneuerung der jeweiligen
Bahnsteigseite ist weiterhin gewährleistet. Die Züge fahren im Zuge der Bauarbeiten
einseitig am Bahnhof durch, da auf der zu erneuernden Bahnsteigseite kein Ein- und
Aussteigen von Fahrgästen möglich ist. Die Fahrgäste steigen deshalb eine Station weiter
aus und fahren mit dem gegenüberliegenden Zug eine Station zurück bis zum Potsdamer
Platz.“
Frage 3:
Wie beurteilt der Senat unter dem Aspekt eines propagierten „zukunftsfähigen ÖPNV“ für Berlin die Länge
der Bauzeit?
Antwort zu 3:
Das Vorhaben zur Bahnsteigsanierung des U-Bahnhofs Potsdamer Platz entspricht den
Zielsetzungen des Nahverkehrsplans Berlin 2019-2023, da mit der grundhaften Sanierung
eine hohe Verfügbarkeit und dauerhafte Leistungsfähigkeit der Infrastruktur gewährleistet
wird. Zudem werden mit der Sanierungsmaßnahme des U-Bahnhofs die Ansprüche der
Fahrgäste an ein repräsentatives und zeitgemäßes Verkehrsbauwerk berücksichtigt.
Gemäß den Ausführungen der BVG (siehe Antworten zu 1 und 2) sind aufgrund des
Denkmalschutzstatus erhöhte Schwierigkeiten und Zeitaufwendungen zu berücksichtigen.
Auch der Senat bevorzugt eine einseitige, länger andauernde Bahnsteigsperrung
gegenüber einer Vollsperrung des U-Bahnhofs, die dann eine schnellere Sanierung
ermöglicht hätte. So bleibt die Erreichbarkeit des U-Bahnhofs Potsdamer Platz, die für
Berlinerinnen und Berliner wie auch Touristinnen und Touristen gleichermaßen von großer
Bedeutung ist, auch während der Baumaßnahme gegeben, wenngleich dafür in eine
Fahrtrichtung ein Umweg (in der Regel Dauer von max. 10 min) erforderlich ist.
Berlin, den 15.11.2019
In Vertretung
Ingmar Streese
Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

Bahnhöfe: REISEN WIE ZU KAISERS ZEITEN Historisches Bahnhofsgebäude Baumschulenweg stammt aus dem Jahr 1916, aus Berliner Woche

https://www.berliner-woche.de/baumschulenweg/c-verkehr/historisches-bahnhofsgebaeude-baumschulenweg-stammt-aus-dem-jahr-1916_a235411

In Teilen sieht der #Bahnhof #Baumschulenweg aus wie zur Kaiserzeit. Das markante, #denkmalgeschützte #Eingangsgebäude ist aus dem Jahr 1916.

Wenn man die beiden Bahnsteige betritt, blickt man, wie der Fahrgast von 1916, auf gusseiserne #Säulen und ein hölzernes #Bahnsteigdach. Das ist dem #Denkmalschutz geschuldet, der beim Umbau 2010 mitreden durfte. Dabei bekam der Ortsteil relativ spät Bahnanschluss. Während in Köpenick und Friedrichshagen bereits 1842 die ersten Dampfrösser auf ihrem Weg zwischen der Residenzstadt Berlin und Frankfurt (Oder) Station machten, hielt der erste Zug in Baumschulenweg erst ein halbes Jahrhundert später. Baumschulenbesitzer Franz Späth (1839-1913) hatte sich für den Bau der Station an der Berlin-Görlitzer Eisenbahn stark gemacht und sogar einen Teil de Kosten übernommen. Er versprach sich vom Bahnanschluss wirtschaftliche Vorteile für seine immer noch an der heutigen Späthstraße liegende …

Flughäfen: „Herausragende Architektur“ Flughafen Tegel steht unter Denkmalschutz aus rbb24.de

https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2019/04/berlin-flughafen-tegel-denkmalschutz.html

Vor 45 Jahren wurde er eröffnet, und nach all dem #BER-Chaos ist für ihn noch lange nicht Schluss: der #Flughafen #Tegel. Jetzt wird ihm eine Ehre zu Teil, die zumindest für einen baulichen Fortbestand sorgen wird: TXL steht unter #Denkmalschutz.

Das Landesdenkmalamt Berlin hat den Flughafen Tegel unter Denkmalschutz gestellt. Geschützt seien die beiden Bereiche Tegel Süd „Otto Lilienthal“ und Tegel Nord „Französisch-amerikanischer Militärflughafen“, teilte die Kulturverwaltung am Montag mit.

Der Flughafen sei denkmalwert aus verkehrsgeschichtlichen, architekturgeschichtlichen und sozialgeschichtlichen Gründen. Als Flughafen der kurzen Wege sei Tegel weltweit bekannt, erklärte Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke).

Das 1965 bis 1979 von den Architekten Meinhard von Gerkan, Volkwin Marg und Klaus Nickels (gmp) errichtete Ensemble gelte auch im internationalen Vergleich als herausragendes Beispiel für die Architekturepoche …

Museum: Bauvorhaben „Pankower Tor“ Investor muss Pankower Rundlokschuppen instand setzen, aus rbb24.de

https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2019/01/pankower-tor-investor-krieger-verwaltungsgericht-rundlokschuppen.html

Auf dem Areal „#Pankower Tor“ sollen unter anderem 2.000 Wohnungen und ein Möbelhaus entstehen. Doch was passiert mit den denkmalgeschützten #Bauruinen? Bei einem Ortstermin hat das Verwaltungsgericht jetzt entschieden.
Eine Ruinenlandschaft direkt am #S-Bahnhof #Pankow-Heinersdorf: Der 125 Jahre alte #Rundlokschuppen ist ein Wrack. Zerstört und beschmiert rottet das einzigartige Stück #Eisenbahntechnik-Geschichte vor sich hin. Oben auf dem zerschlissenen #Kuppeldach wachsen sogar schon Bäume.

Ähnlich dramatisch ist der Anblick des #Ringlokschuppens und des Verwaltungshauses. Alle drei Gebäude stehen seit 1996 unter #Denkmalschutz. 2010 kaufte Investor Kurt #Krieger das Areal. Da sei die Substanz noch gut in Schuss gewesen, sagt Bauingenieur Wilfried Wolf von der #Baukammer Berlin: „Wir haben Aufnahmen von 2009 oder 2014, wo die Anlagen hier noch intakt waren. Damals haben hier noch die Kinder gespielt und sind mit der #Drehscheibe rumgefahren. Die Türen waren noch nicht beschmiert und die Scheiben noch nicht eingefallen. Auch das Bürogebäude war in einem völlig …

Bahnhöfe + Museum: Noch mehr Berliner U-Bahnhöfe unter Denkmalschutz gestellt, aus Der Tagesspiegel

https://www.tagesspiegel.de/berlin/bauwerke-der-1960er-bis-80er-jahre-noch-mehr-berliner-u-bahnhoefe-unter-denkmalschutz-gestellt/23665514.html

Als typische Bauwerke dieser Zeit sollen sie erhalten bleiben. Totalumbauten, wie sie die BVG in jüngster Zeit vorgenommen hat, sind jetzt nicht mehr möglich.
#Denkmalschutz im Untergrund: Das Landesdenkmalamt hat jetzt 13 weitere #U-Bahnhöfe der BVG unter Schutz gestellt. Die neu in die Liste aufgenommenen Stationen sind nicht einmal uralt – sie wurden meist zwischen 1960 und 1980 gebaut. Als typische Bauwerke dieser Zeit sollen sie erhalten bleiben. Totalumbauten, wie sie die BVG in jüngster Zeit vorgenommen hat, sind dadurch nicht mehr möglich. Insgesamt stehen damit 101 der 173 U-Bahnhöfe unter Denkmalschutz. Weitere – vor allem auf dem östlichen Abschnitt der #U5 – sollen als Vertreter des Bauens in der DDR dazukommen.

Selbst im fernen Wien freut sich Ralf Liptau über den Berliner Schritt. Als Mitglied der Initiative Kerberos hat er sich zusammen mit #Architekturprofessoren aller vier Berliner Universitäten seit zwei Jahren für die Aufnahme der Bahnhöfe aus den 1960er und 1970er Jahren in die Denkmalliste eingesetzt.

Die meisten dieser Stationen hatte der langjährige Hausarchitekt der Senatsbauverwaltung, Rainer G. Rümmler, entworfen. Sieben seiner Stationen auf dem westlichen Abschnitt der #U7 von #Rohrdamm bis Rathaus Spandau waren bereits im vergangenen Jahr unter Schutz gestellt worden. Zuvor waren bereits die Bahnhöfe #Fehrbelliner Platz und …

S-Bahn: Reaktivierung der Siemensbahn ist mit vielen Problemen verbunden Die Siemensbahn wiederaufbauen? aus Der Tagesspiegel

https://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-spandau-reaktivierung-der-siemensbahn-ist-mit-vielen-problemen-verbunden/23257374.html

Die #Siemensbahn wiederaufbauen? Das sei alles andere als einfach, legt jetzt der Berliner Bahnchef dar.
Siemensstadt soll „Stadtteil der Zukunft“ werden, 600 Millionen Euro will der Weltkonzern dort investieren, in Forschungsanlagen und Wohnungen. #Siemens und der Senat wollen deshalb den #Wiederaufbau der Siemensbahn. Diese ist 1980 stillgelegt worden, verfällt seitdem. Die #Reaktivierung stellt die Planer allerdings vor Probleme: große Probleme, viele Probleme. Derzeit ist nach Angaben des Berliner Bahnchefs Alexander #Kaczmarek nicht einmal die „Hierarchie der Probleme“ klar.
Kaczmarek nannte am Donnerstag die wichtigsten: Die seit Jahrzehnten stillgelegte Siemensbahn steht unter #Denkmalschutz.  Eine Wiederinbetriebnahme wäre mit einem Neubau zu vergleichen. Ein solcher nach historischem Vorbild wäre immens teuer. Wie berichtet, hat der Regierende Bürgermeister Michael Müller dem Konzern zugesichert, dass der Denkmalschutz dem 600-Millionen-Projekt nicht im Wege stehen soll. Unklar ist, ob diese Zusicherung auch für die Eisenbahnstrecke gilt. „Wenn Siemens hier Zugeständnisse erreicht hat, wäre das gut“, sagte Kaczmarek.

Immerhin ist diese Strecke nach der Stilllegung 1980 nicht als Eisenbahnanlage entwidmet worden, sagte der Berliner Bahnchef, ob sie aber tatsächlich „reaktiviert“ werden könne, sei rechtlich noch nicht abschließend geklärt. Für die Anbindung der Stichstrecke an den Nordring ist auf jeden Fall ein – zeitraubendes – Planfeststellungsverfahren …