Der Vorsitzende des viv e.V., Alexander Kaczmarek: „Unser traditioneller
Lückentest zeigt: Leider wird auch 2011 ein verlorenes Jahr für die
Wiederinbetriebnahme von unterbrochenen Verkehrsverbindungen sein. Selbst
bei den vom Bund zu finanzierenden Verbindungen – wie Spandau-Falkensee –
blockieren sich die Bundesländer gegenseitig und kommen nicht voran.“
1945 war das Verkehrssystem in und um Berlin durch Kriegseinwirkungen und
folgenden Abbau für Reparationen erheblich in Mitleidenschaft gezogen.
Trotz der zur Verfügung stehenden geringen Finanzmittel gelang es die
Verkehrsverbindungen noch innerhalb des Jahres 1945 weitgehend
wiederherzustellen.
Auch 21 Jahre nach der Wiedervereinigung ist ein nicht unerheblicher Teil
der 1961 unterbrochenen Verkehrsverbindungen immer noch auf der Warteliste.
Einige in den 90er Jahren neu geplante Verbindungen harren ebenfalls noch
der Verwirklichung. Anlässlich des 50.Jahrestags des Baus der Berliner
Mauer am legt der verkehrspolitische informationsverein e.V. – wie schon in
den Vorjahren – eine Liste von finanziell reduzierten und auf das
Wesentliche konzentrierten Infrastrukturinvestitionen im Raum Berlin vor.
Kaczmarek abschließend: „Es liegt nicht am fehlenden Geld, sondern am
fehlenden politischen Interesse und mangelnder Koordination, dass auch
heute noch Lücken im Verkehrsnetz klaffen. Die Politik in Berlin und
Brandenburg sollte endlich ihre Antriebsarmut überwinden!“
Die viv-Hitliste der schnell zu schließenden Lücken:
1. Brommybrücke Friedrichshain-Kreuzberg: Wiederherstellung der zerstörten
Brommybrücke als Fußgänger- und Radfahrerbrücke. Baukosten ca. 2,5 Mio EUR
2. Straßenbahn 63 Johannisthal – U-Bahnhof Zwickauer Damm: Die Trasse
existiert entweder als Vorhaltemaßnahme oder als Industriebahn in der
Straßenmitte schon heute. Entlang der Strecke sind wenig städtebauliche
oder umwelttechnische Konflikte zu erwarten. Länge ca 2,6 km, ca. 15.000
Fahrgäste pro Tag, Baukosten ca. 26 Mio EUR (10 Mio EUR/km)
3. S-Bahn Spandau – Falkensee: Trasse ist freigehalten. Wirtschaftlichkeit
wurde mehrfach erwiesen. Erschließung auch der Spandauer Großsiedlungen.
Länge ca. 7,6 km, ca. 35.000 Fahrgäste pro Tag, Baukosten ca. 48 Mio EUR
(6,3 Mio EUR/km)=> Finanzierung durch Bund (Wiederherstellung S-Bahnnetz
1961)
4. S-Bahnlinie 11 Zehlendorf – Europarc Dreilinden: Nutzung der alten
Stammbahntrasse für eine S-Bahn, die über die S1 bis zum Potsdamer Platz
verlängert werden kann. Eingleisige Streckenführung genügt, Trasse ist
freigehalten. Neue Umlanderschließung, Möglichkeit für Park and Ride. Länge
ca. 5,2 km, ca. 8.000 Fahrgäste/Tag, Baukosten ca. 29 Mio EUR (5,5 Mio
EUR/km)=> Finanzierung durch Bund
5. Nordbahn und Heidekrautbahn: Die Wiederherstellung der
Regionalbahnstrecke Gesundbrunnen-Wilhelmsruh- Schönwalde (ca. 19 km) ist
für ca. 26 Mio EUR zu erreichen (1,3 Mio EUR/km), nach Inbetriebnahme mit
5.000 Fahrgäste/Tag. Die Nordbahn von Gesundbrunnen- Birkenwerder (18,8 km)
würde eingleisig und ohne Bahnhofsneubau Birkenwerder ca. 188 Mio EUR
kosten (10 Mio EUR/km). => Teilfinanzierung aus Bundesprogramm „Pilzkonzept
Berlin“
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll einfach
und sinnvoll umzusetzende Verkehrsprojekte zur endgültigen Überwindung der
Teilung auf dem Verkehrswege darstellen (Pressemeldung Verkehrspolitischer
Informationsverein, 15.08.11).
Kategorie: Regionalverkehr
Regionalverkehr + S-Bahn: DBV wünscht sich mehr Initiative in Sachen Lückenschlüsse
Waren das noch Zeiten, damals, 1995, 1996 und 1997! Da beschäftigte sich
der Branden-burgische Landtag und die Landesregierung tatsächlich noch mit
den teilungs-bedingt bestehenden Lücken im Berlin-Brandenburger
Schienennetz. Solches Engagement und solche klaren Worte wünscht sich
gerade angesichts der 50. Wiederkehrs des Jahrestages zum Mauerbau 1961 der
DBV.
Geradezu revolutionär war damals die Stimmung, wenn es darum ging, von der
Deutschen Bahn und der Bundesregierung die Wiederherstellung des Bahnnetzes
zu verlangen: „… Zur SPNV-Infrastruktur ist eine weitere Erschließung
durch die S-Bahn erforderlich, die Aufgabenstellung wurde mt dem
Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr [Verkehrsministerium,
heute MIL; Anm. d. Red.] trotz wiederholter Anmahnung aber noch nicht
vorgelegt.“ (Landtag Brandenburg, Drucksache 2/774).
Ja, auch damals war der direkte Einfluss gering; aber die Brandenburger
Forderungen wurden wenigstens definiert und eingeklagt. Damals wurde
durchaus keine Konkurrenz zwischen dem Regionalverkehr und der S-Bahn im
„Speckgürtel“ herbeigeredet, sondern, ganz im Gegenteil: „Mit einer
Arbeitsteilung zwischen S-Bahn und Regionalverkehr kann das öffentliche
Verkehrsangebot weiter verbessert werden.“
Und einige Zeilen weiter: „Der Regionalexpreß wie auch der Stadtexpreß —
zur Zeit sind es noch Nahverkehrszüge — haben nicht die Aufgabe, den
S-Bahn-Verkehr zu ersetzen. Die Regionalverkehrsprodukte […] erfordern
sogar das S-Bahn-Netz für die Feinverteilung der Fahrgäste von/nach den
Umsteigepunkten des Regionalverkehrs …“ (Landtag Brandenburg, Drucksache
2/774).
Und heute? Deutet man das fehlende Engagement der Berliner und
Brandenburger Landesregierung, dann gibt es im Moment keinen weiteren
Verbesserungsbedarf. Kein weiterer Bedarf wird bei der Bundesregierung
angemeldet, keine Gespräche geführt, kein Druck ausgeübt. Stattdessen
heute: Kleinmut und fehlendes Interesse: „Die Verantwortung für die
Errichtung und Vorhaltung von Eisenbahninfrastruktur liegt bei den
Eisenbahninfrastrukturunternehmen. Das Land Brandenburg ist als
Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr für die Bestellung von
Verkehrsleistungen verantwortlich.“ (Landtag Brandenburg, Drucksache 4/7206
im Februar 2009).
Die Zuständigkeiten sind seit der Bahnreform 1994 nicht anders geregelt.
Dennoch hat 1994 und in den folgenden Jahren die Landesregierung mehr
Engagement und Einsatz gezeigt als seit einigen Jahren. Der DBV würde es
begrüßen, wenn die Brandenburger Landesregierung und das Parlament sich
intensiv mit der Wiederherstellung der immer noch teilungsbedingt
bestehenden Lücken im Berliner Schienennetz beschäftigt.
Warum nicht jedes Jahr einen Sachstandsbericht veröffentlichen, der die
eigenen Bemühungen und Erfolge dokumentiert? Beim Ausbau der Autobahnen,
Bundesstraßen und Bundeswasserstraßen — für die ist das Land auch nicht
direkt zuständig — kümmert sich der Verkehrsminister ja auch um die
Brandenburger Belange. Warum also nicht auch im Schienennetz (Pressemeldung
Deutscher Bahnkunden-Verband Landesverband Berlin-Brandenburg e. V.,
15.08.11).
Bahnverkehr + Regionalverkehr: Tempo 160 lässt noch auf sich warten, Cottbus Gerüchte halten sich oft sehr hartnäckig. Damit aber nicht länger über eine im Raum stehende neuerliche Verzögerung des Streckenausbaus zwischen Lübbenau und Berlin spekuliert wird, ging die Deutsche Bahn am Freitag an die Öffentlichkeit und verkündete: Ab 3. September rollen die Züge auf den sanierten Gleisen., aus Lausitzer Rundschau
http://www.lr-online.de/nachrichten/brandenburg/
Tempo-160-laesst-noch-auf-sich-warten;art25,3456047
Vor allem im Spreewald, wo Pendler in Richtung Berlin seit anderthalb
Jahren Provisorien in Kauf nehmen müssen, hatte sich das Gerücht standhaft
gehalten: Statt im September sollte es nun erst mit dem Fahrplanwechsel im
Dezember zur Streckenfreigabe zwischen Lübbenau und Berlin und damit zum
durchgängigen Zugverkehr des RE 2 zwischen Cottbus und der Hauptstadt
kommen. „Dabei handelt es sich offenbar um ein Kommunikationsproblem“,
schätzt Dieter Doege vom Fahrgastverband pro Bahn ein. An dem dritten
Anlauf, zum 3. September, könne die Bahn wohl festhalten. „Aber die
versprochenen 160 Stundenkilometer werden die Züge erst ab dem
Fahrplanwechsel am 11. Dezember erreichen.“
Kabelklau schmeißt Termine
Wie die Bahn verweist der Landeschef des Fahrgastverbandes auf den
Diebstahl von …
Regionalverkehr: Die Brache muss weg, aus Berliner Zeitung
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0813/berlin/
0089/index.html
Peter Neumann
erinnert an eine Lücke, die immer noch im Berliner Verkehrsnetz klafft.
Da fehlt was. Wo Züge Berliner Ausflügler in die Schorfheide oder zum
Wandlitzsee brachten und in der Gegenrichtung Pendler aus Basdorf oder
Schildow ankamen, erstreckt sich eine Brache. Immer noch. Obwohl der
Mauerfall länger als ein paar Jahre her ist, klafft im Nordosten immer noch
eine Lücke im Verkehrsnetz. Mit dem Mauerbau wurde die stark frequentierte
traditionsreiche Strecke der Heidekrautbahn samt Endbahnhof stillgelegt. Am
Freitag wurde nebenan, am S-Bahnhof Wilhelmsruh, eine Gedenkstele enthüllt.
Sie erinnert an die einstige Verbindung ins Umland und soll der Hoffnung
Ausdruck geben, dass sie wieder aufgebaut wird.
Die Brache ist ein weiteres Beispiel dafür, zu welcher Politiksklerose …
Regionalverkehr: Ostbrandenburgnetz wird im Herbst ausgeschrieben
http://www.lok-report.de/news/news_woche_donnerstag.html
Brandenburg und Berlin machen den nächsten Schritt hin zu mehr Wettbewerb
auf der Schiene: Mit einer Vorveröffentlichung im EU-Amtsblatt hat der
gemeinsame Verkehrsverbund (VBB) die Ausschreibung des
„Ostbrandenburgnetzes“ angekündigt.
Es umfasst zehn Strecken mit einem Gesamtvolumen von etwa 5,9 Millionen
Zugkilometern pro Jahr. Die Vertragslaufzeit beträgt zehn Jahre mit
Betriebsbeginn im Dezember 2014.
Verkehrsminister Jörg Vogelsänger: „Brandenburg verfolgt seit Jahren die
Strategie, schrittweise alle Schienenverkehrsleistungen öffentlich
auszuschreiben. Das „Ostbrandenburgnetz“ mitgerechnet, werden wir schon
etwa 90 Prozent der gesamten Schienenverkehrsleistung unseres Landes über
öffentliche Ausschreibungen vergeben haben. Der konsequente Wettbewerb
ermöglicht es den Ländern, auch bei steigenden Kosten, ein gutes
Mobilitätsangebot für die Bürgerinnen und Bürger zu sichern. Darüber hinaus
profitieren die Fahrgäste von einem Service- und Qualitätswettbewerb der
Verkehrsunternehmen.“
Wie bei früheren Verfahren wird auch das „Ostbrandenburgnetz“ unter
Beteiligung eines Nachbarlandes – in diesem Falle Berlin – ausgeschrieben.
Vom Gesamtvolumen in Höhe von 5,9 Millionen Zugkilometer entfallen etwa 15
Prozent auf die Bundeshauptstadt. Das künftige Netz umfasst folgende
Regionalstrecken:
• RB12 Berlin – Templin Stadt
• OE25 Berlin – Werneuchen
• NE26 Berlin – Kostrzyn (Gorzow)
• OE35 Fürstenwalde (Spree) – Bad Saarow Klinikum
• OE36 Berlin – Frankfurt (Oder)
• RB54 Berlin – Rheinsberg (Mark)
• OE60 Eberswalde – Frankfurt (Oder)
• RB61 Angermünde – Schwedt (Oder)
• OE63 Eberswalde – Joachimsthal
• RB66 Berlin – Szczecin
Das Land Brandenburg ist seiner Selbstverpflichtung, schrittweise alle
Leistungen des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) öffentlich
auszuschreiben, aktuell bereits mit 24 Millionen Zugkilometern jährlicher
Verkehrsleistung nachgekommen und liegt damit im Bundesvergleich über dem
Durchschnitt. 2009 wurde mit dem „Stadtbahnnetz“ das seinerzeit größte
Vergabeverfahren Deutschlands im Verkehrssektor erfolgreich bewältigt. Es
folgten dann das „Mitteldeutsche S-Bahn-Netz“ und das „Elbe-Elster-Netz“.
Mit dem zurzeit laufenden Vergabeverfahren für das „Nord-Süd-Netz“ sowie
den Ausschreibungen des „Ostbrandenburgnetzes“ noch in diesem Jahr und des
„Nordwestbrandenburgnetzes“ in 2012 werden alle Linien, die ursprünglich in
Pauschalverträgen gebunden waren, bis spätestens 2015 in neue Verträge
überführt (Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft,
11.08.11).
Regionalverkehr: Ostnetz wird für 2014 ausgeschriebenSchwere Zeiten für regionale Bahnfirmen, aus Der Tagesspiegel
Berlin – Von den Fahrgästen erhalten sie nur gute Noten – die privaten
Bahnunternehmen auf den Regionalstrecken in Brandenburg und Berlin.
Trotzdem werden sich die meisten Betreiber aus dem Geschäft zurückziehen
müssen. Im Herbst schreibt der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) den
Betrieb für das sogenannte Ostnetz Brandenburg aus. Heute sind dort auf den
Strecken drei Betriebe unterwegs, ab Dezember 2014 soll nur noch ein
Unternehmen auf allen ausgeschriebenen Strecken fahren.
Im Netz unterwegs sind heute die Regio-Gruppe der Deutschen Bahn, die
Niederbarnimer Eisenbahn (NBE) und die Ostdeutsche Eisenbahn (Odeg). Bei
Befragungen zur Zufriedenheit hatten die Fahrgäste zuletzt der
Niederbarnimer Eisenbahn Noten für die verschiedenen Strecken zwischen 1,42
und 1,63 gegeben.
Die Ostdeutsche Eisenbahn bewegte sich zwischen …
Bahnverkehr + Regionalverkehr: Entwidmungsverfahren Bad Saarow Klinikum – Beeskow
Im Juli 2011 hat der Eigentümer der Gleise von Bad Saarow das
Entwidmungsverfahren für die Eisenbahnstrecke beantragt. Damit ist
absehbar, dass eine weitere Nebenbahn von der Brandenburger Landkarte
verschwindet.
Interessant ist die Rolle, die das Verkehrsministerium dabei spielt. Denn
der Abbau der Gleise hatte bereits Ende letzten Jahres begonnen, ohne die
eigentlich notwendige Genehmigung. Nachdem auf öffentlichen Druck hin das
zuständige Landesamt den weiteren Abbau untersagt hatte (was faktisch ohne
Folgen blieb, weil ein Großteil bereits abgebaut war), wurde im Eiltempo
die Ausschreibung der Strecke („Abgabe an Dritte“) durchgezogen – die
Strecke wurde mit Zustimmung des Landes Brandenburg stillgelegt. Trotz
mehrmaliger Nachfrage des Landesverbandes seit April 2011 zum Stand des
Verfahrens gab es aus dem Landesamt keine Reaktion. Jetzt ist das
Entwidmungsverfahren eingeleitet worden – der letzte Schritt.
Eine juristische Ahndung des ungenehmigten Abbaus, der eine Übernahme durch
andere Unternehmen völlig sinnlos machte, gab es nicht. Im
Koalitionsvertrag zwischen der Linken und der SPD heisst es unter anderem
„Die Koalition strebt eine Stärkung des Bahnverkehrs durch Erhalt,
Lückenschluss und Ertüchtigung des Schienennetzes und
Qualitätsverbesserungen in der Fläche an.“ Wie diese doch sehr
unterstützenswerte Aussage vor dem Hintergrund der aktuell laufenden
Entwidmungsverfahren in Brandenburg zu verstehen ist, kann sicherlich nur
die Landesregierung sagen. Anspruch und Wirklichkeit zur „Stärkung des
Bahnverkehrs“ klaffen derzeit weit auseinander.
Bereits seit vielen Jahren fordert der DBV von der Brandenburger
Landesregierung, beim Erhalt von Schieneninfrastruktur eine aktivere Rolle
zu spielen. Es ist zwar viel einfacher, sich darauf zurückzuziehen, dass
das Land dafür nicht zuständig sei. Letztendlich ist es aber doch
zuständig, denn jeder abgebaute Kilometer Gleis fehlt in ein paar Jahren
bei der Bewältigung des prognostizierten Güteraufkommens. Dann muss dafür
in das Straßennetz investiert werden.
Es ist bedauerlich, dass gerade mit einer rot-roten Landesregierung und dem
oben genannten heren Ziel im Koalitionsvertrag derzeit eine
„Entwidmungswelle“ über das Land „schwappt“, nachdem es in den letzten
Jahren relativ ruhig gewesen ist. Auch Templin – Prenzlau, Rathenow –
Neustadt (Dosse), Bad Belzig – Golzow stehen derzeit ganz oben auf der
„Abschussliste“ (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband Landesverband
Berlin-Brandenburg e. V., 08.08.11).
Tarife + VBB: Ermäßigtes Schülerticket Berlin AB
Der Aufsichtsrat des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) hat auf
Initiative des Berliner Senats die Einführung eines „Ermäßigten
Schülertickets“ in Berlin beschlossen. Ab sofort können Berliner
Schülerinnen und Schüler, die Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungs- und
Teilhabepaket der Bundesregierung haben, ein ermäßigtes Schülerticket
erwerben.
Das „Ermäßigte Schülerticket“ gibt es ausschließlich für Berlin AB und
kostet als Monatskarte 15, Euro und im Jahresabonnement 145 Euro im Jahr
(ohne Ermäßigung: Monatskarte Schülerticket Berlin AB 27 Euro, im
Jahresabonnement 260 Euro). Damit ist der Preis des „Ermäßigten
Schülertickets“ noch über einen Euro günstiger als die Geschwisterkarte für
Berlin AB. Berechtigt zum Erwerb des Tickets sind alle Berliner
Schülerinnen und Schüler, deren Schulweg länger als drei Kilometer ist und
die selbst oder deren Eltern Leistungen nach dem SGB II (Arbeitslosengeld
II) dem SGB XII (Sozialhilfe), dem Asylbewerberleistungsgesetz, einen
Kinderzuschlag nach § 6 a gemäß Bundeskindergeldgesetz (BKGG) oder Wohngeld
nach dem Wohngeldgesetz erhalten. Um das „Ermäßigte Schülerticket“ zu
beantragen, wird ein gültiger „berlinpass BuT“ mit Lichtbild, auf dem das
Merkmal B1, B2 oder L gekennzeichnet ist, benötigt. Den „berlinpass BuT“
gibt es in den Leistungsstellen (zum Beispiel im Jobcenter) oder in der
zentralen Leistungsstelle für Asylbewerber. Dort wird auch bestätigt, dass
der Schulweg länger als drei Kilometer und der „berlinpass BuT“
entsprechend mit einem Hologramm gekennzeichnet ist.
Das „Ermäßigte Schülerticket“ kann an den Verkaufsstellen der BVG oder der
S-Bahn Berlin GmbH erworben werden. Der Wechsel aus bestehenden Abonnements
Schülerticket und Geschwisterkarte für Berlin AB in das Abonnement
„Ermäßigtes Schülerticket“ Berlin AB ist möglich (Pressemeldung VBB,
05.08.11).
Bahnverkehr + Regionalverkehr: Bahn ertüchtigt Abschnitt Gransee–Dannenwalde, Ausbau der Strecke Berlin–Rostock geht weiter • Gleisumbaumaschine vom 7. bis 16. August im Einsatz • Bahnübergänge Altlüdersdorf und Neulüdersdorf gesperrt
http://www.deutschebahn.com/site/bahn/
de/presse/presseinformationen/bbmv/
bbmv20110803.html
(Berlin, 3. August 2011) Die Deutsche Bahn baut mit Hochdruck ihre
Magistrale Berlin–Rostock aus. Der aktuelle Schwerpunkt ist bis August des
nächsten Jahres, die vollständige Erneuerung des acht Kilometer langen
Abschnitts zwischen Gransee und Dannenwalde mit einem Investitionsvolumen
von rund 25 Millionen Euro.
Dabei wird der etwa 900 Meter lange und 700 Tonnen schwere Maschinenkomplex
RPM-RS-900, vom 7. bis 16. August 2011 im Gleis Dannenwalde – Gransee
eingesetzt. Die Maschine reinigt, recycelt, planiert und verdichtet den
Schotter und verbessert gleichzeitig den Bahndammuntergrund – die
Planumsschutzschicht – mit Aushub des alten und Einbau des neuen Materials
inklusive Planierung und Verdichtung. Bei optimalen Bedingungen können
täglich ca. 1000 Meter Gleis erneuert werden. Damit ist die
Beeinträchtigung von Natur und Umwelt gegenüber konventionellen
Erdbauarbeiten stark minimiert.
Zur Vorbereitung und Durchführung der Gleiserneuerung bleiben deshalb auch
die Bahnübergänge Altlüdersdorf und Neulüdersdorf im gleichen Zeitraum
gesperrt. Bis Anfang September kommt es zu weiteren Sperrungen, wobei einer
der beiden Bahnübergänge immer befahrbar ist. Im Bereich der Bundesstraße
96, die vom 8. bis 9. September gesperrt werden soll, wird das Gleis in
herkömmlicher Art mit Erdbau und Einzelschwellenverlegung erneuert.
Die Züge fahren während der Bauarbeiten auf dem Nachbargleis ohne
wesentliche Fahrplanänderung. Auf den Straßen ist mit erhöhtem
Baustellenverkehr zu rechnen.
Herausgeber: DB Mobility Logistics AG
Regionalverkehr + Tarife: DB Regio Nordost bedankt sich bei Stammkunden zwischen Berlin−Königs Wusterhausen−Lübbenau, Stammkunden bekommen Quer-durchs-Land-Ticket
http://www.deutschebahn.com/site/bahn/
de/presse/presseinformationen/bbmv/
bbmv20110801.html
(Berlin, 1. August 2011) Wie bereits bekannt gegeben, kann der durchgehende
Zugverkehr zwischen Berlin und Cottbus über Lübbenau voraussichtlich erst
im September wieder aufgenommen werden. Deshalb bleibt das bisherige
Umleitungs- und Ersatzkonzept zwischen Berlin und Cottbus/Senftenberg
weiter bestehen.
„Wir bedauern diese Unannehmlichkeiten für unsere Kunden sehr und bitten um
Ihr Verständnis. Deshalb möchten wir uns bei unseren Stammkunden, die trotz
Ersatzverkehr und Umleitungen regelmäßig unsere Produkte nutzen, für Ihre
Treue bedanken“, erklärte Renado Kropp, Regionalleiter der DB Regio AG
Nordost. Bereits in der zurückliegenden der Woche waren Mitarbeiter von DB
Regio auf den Bahnhöfen Königs Wusterhausen, Lübben und Lübbenau vor Ort,
um im direkten Kundenkontakt Fragen zur aktuellen Situation zu beantworten.
DB Regio Nordost bietet allen Inhabern von VBB-Jahreskarten, Abonnement-
und Monatskarten mit den Gültigkeitsbereichen Berlin und Landkreis
Dahme-Spreewald (B+LDS), Berlin und Landkreis Dahme-Spreewald sowie
Landkreis Oberspreewald-Lausitz (B+LDS+OSL), Landkreis Dahme-Spreewald und
Landkreis Oberspreewald-Lausitz (LDS+OSL) ein Quer-durchs-Land-Ticket im
Wert von 66 Euro zur freien Verfügung an. Das Ticket gilt einen Tag
(montags bis freitags von 9 bis 3 Uhr des Folgetages) für 5 Personen in
allen Regionalzügen deutschlandweit.
Um das Quer-durchs-Land-Ticket erhalten zu können, werden die
Zeitkarteninhaber gebeten, ihren Wertabschnitt des entsprechenden
Landkreises im Original, der für den Monat August 2011 gültig ist
beziehungsweise dessen Gültigkeit im Monat August 2011 beginnt, bis zum 15.
Oktober 2011 an folgende Adresse, unter Angabe des Absenders, zu senden:
DB Regio AG
Kundendialog Berlin/Brandenburg
Stichwort: „Aktion Quer-durchs-Land-Ticket“
Babelsberger Str. 18
14473 Potsdam
Die Inbetriebnahme der Strecke war für Anfang Mai dieses Jahres vorgesehen
gewesen. Infolge von Kabeldiebstählen kam es zu Verzögerungen bei der
Prüfung und Abnahme der Software für die Steuerung der Stellwerke und
Bahnübergänge des Abschnitts Königs Wusterhausen-Lübbenau. Insgesamt haben
die Diebe aus den bestehenden Anlagen mehr als 32 Kilometer Kabel
gestohlen.
An über einhundert Stellen ist dadurch Feuchtigkeit in die Kabelstränge
eingedrungen, so dass auch diese ausgetauscht werden mussten.
Nach Abschluss aller Arbeiten werden die Züge ab Fahrplanwechsel im
Dezember dieses Jahres zwischen Königs Wusterhausen und Cottbus mit einer
Geschwindigkeit von 160 km/h unterwegs sein. Die Fahrtzeit zwischen Berlin
und Cottbus wird sich dadurch um zirka 20 Minuten verkürzen. Finanziert
wird der Streckenausbau überwiegend mit Mitteln aus den
Konjunkturprogrammen des Bundes. Die Gesamtkosten betragen rund 130
Millionen Euro.
Informationen zu den aktuellen Reisemöglichkeiten gibt es in der Max
Maulwurf-Broschüre, im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten, an den
Aushängen auf den betroffenen Bahnhöfen und beim Kundendialog DB Regio
Nordost unter Telefon 0331 235 6881 oder -6882.
Herausgeber: DB Mobility Logistics AG