Bauarbeiten: Berlin baut auf digitale Baustellen-Koordination, aus Senat

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Pressemitteilung von #infrest – Infrastruktur eStrasse GmbH, Alliander Stadtlicht GmbH, Berliner Verkehrsbetriebe, Berliner Wasserbetriebe, NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg, Vattenfall Europe Netzservice GmbH und die Vattenfall Wärme AGBauvorhaben sollen künftig noch schneller umgesetzt werden. Dafür stellen Berlins Infrastruktur-Unternehmen am heutigen Freitag wichtige Weichen: Sie verpflichten sich zur gemeinsamen Digitalisierung ihres Bau-Alltags für die wachsende Stadt.

Alliander Stadtlicht GmbH,Berliner Verkehrsbetriebe,Berliner Wasserbetriebe,NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg,Vattenfall Europe Netzservice GmbH und die Vattenfall Wärme AGunterschreiben eine „#Koordinierungsvereinbarung“. Darin legen die Unternehmen verbindlich fest, ihre #Bauvorhaben auf Basis des #digitalen #Baustellatlas der infrest zu koordinieren. Ab jetzt gibt es gemeinsame Strukturen für die Koordinierung von Bauvorhaben, die dazu beitragen werden Konflikte zwischen den Bauherren zu vermeiden und die Effizienz der notwendigen Baumaßnahmen steigern.Zum Hintergrund: Das Berliner Straßengesetz verpflichtet Bauherren, Auskünfte über die Lage unterirdischer Leitungen einzuholen. Das geschah in 2015 zu 85 Prozent digital – ein Rekord und eine Steigerung der Digitalisierung von 25 Prozent im Vergleich zu 2013. Der schnelle und einfache Weg zur Leitungsauskunft ist das Online-Portal der infrest. Entstanden ist daraus der digitale Baustellenatlas, die wichtigste Koordinierungsgrundlage für Bauvorhaben in Berlin. Er bietet die verlässliche Planungsbasis für alle Bau-Beteiligten und spart Zeit, Aufwand und Kosten.Künftig sollen im Baustellenatlas die Bauprojekte im öffentlichen Raum schon in der Planungsphase eingetragen werden. Basis des Atlas ist eine Stadtkarte über geplante Bauaktivitäten, ergänzt um Angaben wie geplanter Zeitraum, Beschreibungen der Tätigkeiten und Ansprechpartner. Bei Überschneidungen von Baumaßnahmen werden Bauherren automatisch informiert und können ihre Vorhaben optimal aufeinander abstimmen. Bereits jetzt sind rund 5.000 Berliner Baustellen im Atlas eingetragen.Der Staatssekretär für Verkehr und Umwelt, Christian Gaebler, begrüßt, dass mit Hilfe des Baustellenatlas die Abstimmung der Baumaßnahmen zwischen den Beteiligten verbessert wird“ "Wir müssen bauen in Berlin, wir müssen aber koordiniert und abgestimmt bauen, damit die Belastungen für die Berlinerinnen und Berliner so gering wie möglich bleiben. Unser Ziel muss sein, in Zukunft die Zahl der Baustellen zu reduzieren", sagte Christian Gaebler.Jürgen Besler, Geschäftsführer des infrest e.V., freut sich über den Einsatz der Infrastrukturbetreiber:“ Es ist ein starkes Signal an die Bürger und Wirtschaft unserer Stadt, dass sich die großen Infrastrukturbetreiber dazu vereinbart haben ihre Vernetzung über den infrest Baustellenatlas zu vertiefen und ihre Baustellen digitalisiert zu koordinieren. Das ist ein Meilenstein für die Entwicklung und Digitalisierung der wachsenden Stadt Berlin.“Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:Christoph Krömer, Referent der Geschäftsführung infrest – Infrastruktur eStrasse e.V.Bilder:
Baustelle im Straßenraum, Foto: © eyeQ – Fotolia.com

Rückfragen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

Bahnhöfe + U-Bahn: Wasserschäden im U-Bahnhof Das Loch in der Decke – ein Jahr danach, aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/bayerisches-viertel/wasserschaeden-im-u-bahnhof-das-loch-in-der-decke-ein-jahr-danach/12831434.html

Vor einem Jahr berichtete der Kiezblog über Wasserschäden im U-Bahnhof Bayerischer Platz. Ein Bauverschlag steht immer noch im Zwischendeck und beeinträchtigt die Ausstellung dort. Die BVG erklärt, warum.

Es war eine schöne Idee, die Geschichte des Bayerischen Viertels mit historischen Fotos im Zwischendeck des U-Bahnhofs Bayerischer Platz zu veranschaulichen, vorgetragen von Anwohnern und Geschäftsleuten, mitumgesetzt von der BVG. Seit fast einem Jahr ist das Schauvergnügen allerdings getrübt. Das begann mit einem Loch in der Decke, aus dem es tropfte und über das der Kiezblog Bayerisches Viertel im Januar 2015 berichtete. Aus dem Loch wurde bald eine in voller Breite aufgerissene Decke. Teile des Zwischendecks wurden erst mit Flatterband, dann mit Absperrelementen aus Plastik und schließlich mit einem Bauverschlag gesperrt. Zwischenzeitlich wurde die gesamte Grunewaldstraße vor dem kurz zuvor ohnehin erst umgebauten U-Bahnhof aufgerissen. Mehrere Wochen lang waren einzelne Spuren gesperrt.

Auch nach einem Jahr steht der Bauverschlag noch im Zwischendeck, längst mit den ortsüblichen Schmierereien bedacht, und beeinträchtigt die Kiezausstellung. Historische Fotos oder Teile davon werden verdeckt, der Gesamteindruck wird durch den hässlichen, vollgeschmierten Verschlag gestört. Zum einjährigen Jubiläum der Affäre Wasserschaden erklärt die BVG hier den Stand der Arbeiten und warum der Verschlag dort immer noch steht. Der Kiezblog hat der BVG-Pressestelle dazu ein paar Fragen geschickt, die wir hier gern mit den Antworten dokumentieren.

Wie ist der Stand der Bauarbeiten im Zwischendeck des U-Bahnhofs Bayerischer Platz derzeit? Was ist derzeit genau das Problem, das Bauarbeiten notwendig macht, und wie wird das Problem behoben? Wann ist mit einem Ende der Bauarbeiten und der Behebung des Problems zu rechnen? (Beantwortung der ersten drei Fragen wurde von der BVG zusammengefasst.)

Ursache ist eine undichte Fuge in der Tunneldichtung in diesem Bereich. Das Phänomen ist aber nicht neu, sondern seit mehreren Jahren bekannt. Vor allem im Winter zieht sich das Fugenmaterial zusammen. Im Zusammenspiel mit der rissigen Fahrbahndecke darüber kann dann bei starkem Regen oder Schneeschmelze …

Bahnverkehr + S-Bahn: Bahntrasse durch Lichtenrade – Bürgerinitiative bereitet Klage gegen „Dresdner Bahn“ vor, aus rbb-online.de

 

Die "#Dresdner Bahn" durch #Lichtenrade soll mal den Hauptbahnhof mit dem Flughafen BER verbinden. Doch seit fast 16 Jahren kämpft eine Bürgerinitiative gegen die geplante #Eisenbahntrasse mitten durch den Ortsteil. Das #Eisenbahn-Bundesamt hatte zwar im November die Pläne genehmigt, doch damit wollen sich die Gegner nicht zufrieden geben. Von Vanessa Witzki

Im November letzten Jahres billigte das Eisenbahn-Bundesamt die geplante Bahntrasse durch Berlin-Lichtenrade zum Flughafen BER. Jetzt bereitet die "Bürgerinitiative Lichtenrade Dresdner-Bahn" – wie damals angekündigt – eine Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gegen die Behörde vor, wie der Vorsitzende Manfred Beck rbb online am Mittwoch bestätigte.

Das Eisenbahn-Bundesamt billigte damals die Vorzugsvariante der Deutschen Bahn, die vorsieht, dass zwei Fernbahngleise der sogenannten Dresdner Bahn #oberirdisch durch Lichtenrade geführt werden. Die Bürgerinitiative kämpft seit fast 16 Jahren dafür, die Strecke durch einen #Tunnel zu führen.

Unterlagen werden öffentlich ausgelegt

Gegen das Bauvorhaben "Dresdner Bahn" wollen drei Anwohner aus Lichtenrade klagen, die Bürgerinitiative werde als Nebenkläger auftreten, sagte Manfred Beck.

Doch bevor Klage eingereicht werden kann, müssen zunächst die Unterlagen des Planfeststellungsbeschlusses öffentlich ausgelegt werden. Vom 15. bis 29. Januar sind diese im Rathaus Schöneberg einsehbar, wie eine Mitarbeiterin der Behörde bestätigte. Nach Auslegung, also ab Ende Januar, habe man …

Straßenverkehr: So kommt es zu den täglichen Sperrungen und Staus Berliner Stadtautobahn kurz vor dem Kollaps, aus Berliner Zeitung

http://www.berliner-zeitung.de/verkehr/so-kommt-es-zu-den-taeglichen-sperrungen-und-staus–berliner-stadtautobahn-kurz-vor-dem-kollaps,10809298,33499956.html

Weil zu viele Autos unterwegs sind, müssen immer wieder Tunnel und Einfahrten zur Autobahn gesperrt werden. Nun zeigt eine offizielle Statistik des Senats, wie oft das vorkommt. Der ADAC macht den Autofahrern keine Hoffnung auf Besserung.
Zu einem ganz normalen Morgen in Berlin gehören nicht nur Kaffee und Toast, sondern auch diese Verkehrsmeldungen. „Einfahrt Siemensdamm gesperrt“, „Einfahrt Antonienstraße gesperrt“, „Fahrstreifen vor dem Britzer Tunnel gesperrt“ – alles wegen „zu hoher Verkehrsbelastung“: Kaum ein Arbeitstag vergeht, an dem solche Hinweise nicht im Radio zu hören sind. Weil zu viele Autos unterwegs sind, gibt es regelmäßig Sperrungen von Teilen der Stadtautobahn. Die Folge: Autofahrer sind länger unterwegs. Jetzt nannte der Senat offizielle Zahlen, wie oft das inzwischen vorkommt. Sie zeigen: Die Autobahn ist am Rande ihrer Kapazität.

„Nie wieder“, klagt Jörg Becker vom Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC). „Vor kurzem musste ich jemanden morgens zum Flughafen Tegel bringen“, und das nahm sehr viel Zeit in Anspruch. Die Autobahn A 111, die in die Nähe des wichtigsten Berliner Flughafens führt, war voll – wie immer im Berufsverkehr. „Doch noch länger dauerte es, von Tegel aus wieder dorthin zurück zu kommen, der Rückstau war gewaltig.“ Die Autobahn im Nordwesten leidet unter ihrer Doppelfunktion als Pendlerstrecke und Airport-Zubringer. Damit nicht genug: Am Jakob-Kaiser-Platz trifft sie auf den ebenfalls stark ausgelasteten Stadtring, die A 100.

Bloß kein Stillstand in der Röhre

Wozu dies führt, lässt sich anhand der jüngsten Statistik der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ablesen. Danach hat eine Zahl einen neuen Rekord erreicht: Die Einfahrt Siemensdamm am Jakob-Kaiser-Platz in Charlottenburg musste im vergangenen Jahr 468 Mal gesperrt werden, weil der Verkehr zu stark war. Das sagte ein Sprecher von Senator Andreas Geisel (SPD) auf Anfrage. Zum Vergleich: Im Jahr davor gab es …

Straßenverkehr: Die A 100 in Berlin Verlängerung der Stadtautobahn – ein Baustellenbesuch, aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/berlin/die-a-100-in-berlin-verlaengerung-der-stadtautobahn-ein-baustellenbesuch/12810852.html

Die #Verlängerung der #Stadtautobahn ist eine riesige, aber wenig beachtete Baustelle. Und eine enorm teure. Ein Besuch.

Die Bauarbeiter sind gerade wieder #abgetaucht. Irgendwo da unten in der braunen Brühe des gefluteten Docks müssen sie sein, wo das Schlauchboot ankert und der gelbe Stahlzylinder am Kranhaken schwebt. In mehreren Metern Tiefe betonieren die Männer die Sohle, auf der die Fahrbahn der Stadtautobahn verlaufen soll. Sie arbeiten nonstop, damit keine Fugen nötig werden, durch die später Grundwasser eindringen könnte.

Es ist ein #Knochenjob für unerschrockene Spezialisten, den die staunende Öffentlichkeit erstmals in den 1990ern wahrnahm, als am Potsdamer Platz die Fundamente fürs neue Viertel im Wasser gegossen wurden. Hier in Neukölln allerdings schaut niemand zu, sofern er nicht zufällig ein Zimmer im Hotel Estrel bewohnt – mit Blick auf diese sehr horizontale #Riesenbaustelle, deren schlammiges Band sich wie ein monströs vergrößerter Wattwurm von der Grenzallee bis zur Bezirksgrenze nach Treptow zieht. Wer nicht begreifen kann, wie 3,2 Kilometer Straße fast eine halbe Milliarde Euro – 150 000 Euro pro Meter! – kosten können, bekommt hier eine Ahnung davon.

 

Ein 385 Meter langer Tunnel

Am besten, man geht mit Arne Huhn erst in das versteckte, nur mittwochs von 16 bis 18 Uhr geöffnete Besucherzentrum an der Sonnenallee, die hier einen Schlenker um die Baugrube macht. Und dann auf die andere Straßenseite: Hier entsteht ein 385 Meter langer Tunnel. „Wer Los eins nicht gesehen hat, hat die Baustelle nicht gesehen“, sagt Huhn.

Er leitet beim Senat den Projektbereich Ingenieurbauwerke und muss den Durchblick behalten durch das, was sich in der trüben Brühe tut. Los eins allerdings ist bereits in trockenen Tüchern bzw. Wänden: Eine etwa zwölf Meter tiefe Grube, in der Bauarbeiter in orangen Jacken wie …

Straßenverkehr + Schifffahrt: Verbindung zum Märkischen Museum Berlins Märchenschloss braucht eine Brücke, aus Berliner Zeitung

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/verbindung-zum-maerkischen-museum-berlins-maerchenschloss-braucht-eine-bruecke,10809148,33491622.html

Der #Abriss der #Waisenbrücke trennte das Märkische #Museum von der Stadt. Nun gibt es eine Chance, die alte #Spreequerung wieder aufzubauen – als Brücke für Fußgänger, Radfahrer und Romantiker. Auch zum Verweilen über dem Fluss.
Der Versuch, die Hälfte der einstigen Berliner Altstadt zu durchqueren, ist kein lauschiger Spaziergang, sondern ein halsbrecherisches Abenteuer: Er geht vom Roten Rathaus zum Märkischen Museum, vorbei am Alten Stadthaus – drei Fixpunkte des Gemeinwesens Berlin. Wäre man der liebe Herrgott, sähe man, dass die Türme der drei stolzen Bürger-Bauwerke auf exakt einer Linie von nur 500 Metern Länge liegen. Donnerwetter, denkt sich der heutige Stadterkunder, da haben sich Bauherren etwas gedacht. Sie stellten Bezüge zwischen wichtigen urbanen Orten her. Spätere Generationen zerstörten sie.
Auf geht’s! Das Rote Rathaus im Rücken schreiten wir über einen Parkplatz, dann springen wir, die Angst im Nacken, über die vier Autospuren der Grunerstraße, queren einen weiteren Parkplatz auf dem Mittelstreifen, sprinten über die nächsten vier Autospuren. Nach dem Passieren des Stadthauses wagen wir uns über die nicht minder verkehrsbeunruhigte Stralauer Straße, biegen rechts in den toten Stummel der Littenstraße und erreichen die Spree. Dann ist Schluss. Nähme man einen 600-Meter-Umweg unter der uringesäuerten S-Bahn-Unterführung hindurch über die Autotrasse Jannowitzbrücke, gelangte man ans andere Ufer zum Stadtmuseum. Aber das ist eine Zumutung. Wir verharren also auf einer von Möwen besetzten Terrasse, die leicht in die Spree ragt, sehen am anderen Ufer den …

Bahnverkehr + S-Bahn: Interview mit DB-Manager Alexander Kaczmarek „Ich finde uns Berliner liebenswürdig“, aus Berliner Zeitung

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/interview-mit-db-manager-alexander-kaczmarek–ich-finde-uns-berliner-liebenswuerdig-,10809148,33057250.html

Wo sollen in Berlin neue #Bahnstrecken entstehen? Was ist „Stalins Rache“? Was sagt die Bahn #lärmgeplagten Anwohnern? Alexander #Kaczmarek, der neue Konzernbevollmächtigte der #DB für Berlin, im Interview der Berliner Zeitung.
Eine Dose mit Wittenberger „Lutherbrodt“ erinnert daran, dass Alexander Kaczmarek einige Jahre lang in #Sachsen-Anhalt gearbeitet hat. Doch jetzt ist er wieder hier, als Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn (DB) für Berlin. Von seinem Büro hoch oben im 17. Stock des Bahn-Towers am Potsdamer Platz hat der 52-Jährige einen prächtigen Blick auf die Stadt, aus der er stammt – und in der er das nicht immer beliebte Bundesunternehmen DB gegenüber Politikern, Bürgern und Behörden vertritt.

Die DB hat ein schönes Weihnachtsgeschenk bekommen. Ihr Tochterunternehmen S-Bahn Berlin GmbH hat die Ausschreibung gewonnen und wird auch in Zukunft den Ring betreiben. Freut Sie das?

Ja! Das freut mich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der S-Bahn. Es freut mich natürlich auch für Berlin und Brandenburg. Wir brauchen dringend Investitionen in neue Züge, und die sind erst nach erfolgtem Zuschlag möglich.

Wäre Konkurrenz für Berlin und auch die DB nicht besser?

Konkurrenz ist immer gut, damit kennt sich die Deutsche Bahn gut aus. Allerdings: Es wäre eine große organisatorische Herausforderung, ein besonderes technisches System wie die S-Bahn unter verschiedenen …

U-Bahn: Mehrkosten Weiterbau U5, aus Senat

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Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Schriftliche Anfrage wie folgt:
Die Schriftliche Anfrage betrifft Sachverhalte, die der Senat teilweise nicht aus eigener Zuständigkeit und Kenntnis beantworten kann. Er ist gleichwohl bemüht, Ihnen eine Antwort auf Ihre Anfrage zukommen zu lassen und hat daher die Berliner Verkehrsbetriebe AöR (BVG) um eine Stellungnahme gebeten, die von dort in eigener Verantwortung erstellt und dem Senat übermittelt wurde. Sie wird nachfolgend mit entsprechendem Verweis auf den Ursprung wiedergegeben.
Frage 1: Wie hoch sind derzeit die #Mehrkosten (im Vergleich zu den ursprünglich geplanten Baukosten) für den #Weiterbau der #U5? (Bitte einzeln nach #Gründen für Mehrkosten bzw. #Ereignissen/ #Problemen und nach #Bauabschnitten aufschlüsseln)
a) Es ist bekannt, dass es in der Baugrube am U-Bahnhof Museumsinsel und Unter den Linden (westliches Ende Tunnelvortriebs) Havarien gegeben hat. Wie viele und welche Havarien hat es insgesamt beim Weiterbau der U5 gegeben und welche Mehrkosten sind daraus je-weils entstanden? (Bitte einzeln auflisten)
b) Welche weiteren Probleme gab es bei den Bauar-beiten zum Weiterbau der U5 und welche Mehrkosten sind daraus entstanden? (Bitte einzeln nach Ereignissen und Bauabschnitten aufschlüsseln)
Antwort zu 1: Für den Weiterbau der U5 – den „U5-Lückenschluss“ zwischen Alexanderplatz und Branden-burger Tor – waren 2008 voraussichtliche Baukosten in Höhe von ca. 433 Mio. € geschätzt worden. In der Kos-tenschätzung enthalten ist auch die Berücksichtigung eines Vorsorgebetrages für „Unvorhergesehenes“ (UV) zur Absicherung verbleibender Risiken während der Bau-durchführung, die nach Prüfung und Genehmigung der Bauplanungsunterlagen (BPU) eintreten könnten.
Derzeit sind von den in der Kostenschätzung 2008 veranschlagten Kosten erst ca. zwei Drittel verausgabt bzw. vertraglich gebunden. Auf Basis der geprüften BPU und Ergänzungsunterlagen (EU) sowie der vorliegenden, aber noch nicht abschließend geprüften BPU und EU wird derzeit ein notwendiges Budget für den U5-Lückenschluss in Höhe von ca. 465 Mio. € eingeschätzt.
Die BVG erläutert hierzu:
„Im Bereich des Bahnhofes Museumsinsel hat es kei-ne „Havarie“ gegeben. In diesem Bereich haben sich die Arbeiten allerdings aufgrund unvorhersehbarer Bau-grundverhältnisse (sog. kleinräumige Wechsellagerungen) um mehrere Monate verzögert.
Am 17.08.2014 ist es im Bereich Bahnhof Branden-burger Tor im Zuge der Schildvortriebsarbeiten zu einem Boden- und Wasserzutritt gekommen. Ursächlich dafür waren nach vorläufiger Einschätzung des hinzugezogenen Gutachters in erster Linie Undichtigkeiten einer Fuge in einer an das Tunnelbauwerk angrenzenden Schlitzwand. Welche Mehrkosten aus dem Schadensfall entstehen, lässt sich momentan nicht abschließend beurteilen; zur Ver-meidung weiterer Bauverzögerungen und jahrelanger gerichtlicher Auseinandersetzungen hat die BVG sich im Oktober 2015 mit der bauausführenden Firma Implenia Construction GmbH auf einvernehmliche Regelungen zur Neuordnung der Ablaufplanung und Anpassung der Ver-gütung verständigt.
Im Übrigen ist das Projekt Lückenschluss U5 bis jetzt weitestgehend wie geplant verlaufen. Unfälle, Gefahren für Leib und Leben und größere Sachschäden konnten vermieden werden. Der Bahnhof Berliner Rathaus ist im Rohbau nahezu fertiggestellt. Die Schildvortriebsarbeiten sind fast vollständig abgeschlossen, nunmehr konzentriert sich die Aufmerksamkeit auf die weiteren Bahnhöfe und die Leistungen des Ausbaus. Es gab keine Probleme, die beim Projekt der hier interessierenden Art und Größen-ordnung ungewöhnlich wären. Mehrkosten resultierten fast ausschließlich aus geänderten und zusätzlichen Leis-tungen zur Erhöhung der Sicherheit.“
Frage 2: Welche Nachtragsforderungen von Firmen wurden bisher gestellt? (Bitte einzeln nach Gründen für Nachtragsforderungen/Ereignissen und nach Bauabschnit-ten aufschlüsseln)
a) Welche Forderungen in welcher Höhe wurden als berechtigt anerkannt?
b) Welche Forderungen in welcher Höhe sind noch strittig?
Antwort zu 2: Die BVG teilt mit:
„Nachfolgend wird davon ausgegangen, dass sich die Frage auf die beauftragten Rohbauarbeiten Los 1 (GWA, Tunnel und Bahnhöfe Museumsinsel, Unter den Linden und Brandenburger Tor) sowie Los 2 (Bahnhof Berliner Rathaus) bezieht.
Bisher wurden zu den Rohbauarbeiten im Los 1 Nach-träge mit einem Volumen von insgesamt ca. 39,8 Mio. EUR und zu den Rohbauarbeiten im Los 2 Nachträge mit einem Volumen von ca. 3,7 Mio. EUR beauftragt.
Es liegen derzeit zu den Rohbauarbeiten im Los 1 noch Nachträge mit einem Volumen von ca. 22,7 Mio. EUR und zu den Rohbauarbeiten im Los 2 Nachträge mit einem Volumen von ca. 1,4 Mio. EUR vor. Ob die Nach-träge „strittig“ sind, müssen die laufenden Prüfungen zeigen.“
Frage 3: In welcher Form gibt es ein Baukostencon-trolling für den Weiterbau der U5?
Antwort zu 3: Die BVG führt dazu aus:
„Es finden ein externes Controlling durch eine beauf-tragte Ingenieur-ARGE und ein internes Controlling durch die von der BVG gegründete Projektrealisierungs-gesellschaft statt.“
Frage 4: Von welchem Datum der Fertigstellung des Bauvorhabens geht der Senat aus?
Antwort zu 4: Der Senat geht von einer Gesamtfertig-stellung des Vorhabens im Jahr 2020 aus.
Frage 5: Bis wann muss der Neubauabschnitt fertigge-stellt werden, damit keine Rückzahlungsansprüche des Bundes entstehen? Welche Regelungen gibt es, wenn diese Vorgabe nicht eingehalten wird und wie hoch wäre die zurück zu zahlende Summe (Forderung und Zinsen)?
Antwort zu 5: In dem am 30. November 2007 zwi-schen Bund und Land Berlin geschlossenen „Hauptstadt-finanzierungsvertrag 2007“ ist in § 7 vereinbart, dass die Baumaßnahme „U Bahnlinie 5“ spätestens 2020 abge-schlossen sein wird. Etwaige Rückzahlungsansprüche des Bundes oder andere Regelungen für den Fall, dass diese Vorgabe für den Abschluss der Maßnahme nicht einge-halten wird, sind in diesem Vertrag nicht vereinbart.
Berlin, den 30. Dezember 2015
In Vertretung
Christian Gaebler
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Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
(Eingang beim Abgeordnetenhaus am 06. Jan. 2016)

Baustellen + Straßenverkehr: Berliner Baustellenatlas ohne öffentliche Baustellen?, aus Senat

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Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Schriftliche Anfrage wie folgt:
Frage 1: Treffen Informationen zu, dass der Berliner Senat bisher nicht beschlossen hat, seine #Baustellen im neuen Berliner #Baustellenatlas zu veröffentlichen und über eine zukünftige Beteiligung noch nicht entschieden ist? Wenn nein, wann wurde der Beschluss getroffen?
Antwort zu 1: Der Baustellenatlas ist ein entgeltpflich-tiges Angebot einer privaten GmbH, er wird derzeit noch im #Probeechtbetrieb betrieben. Er soll den angeschlosse-nen #Leitungsnetzbetreibern eine Übersicht über die ge-planten Baustellen im #öffentlichen #Straßenland verschaf-fen, eine wirtschaftliche Koordinierung ermöglichen und dadurch die Erteilung von Genehmigungen vereinfachen. Er bietet neben der Übersicht über die anstehenden Bau-maßnahmen auch die Möglichkeit des Aufbaus von Bau-projektpartnerschaften. In den Baustellenatlas können auch die künftigen Baumaßnahmen des Landes abgebildet werden, derzeit ist aber noch keine Dienststelle des Lan-des Berlin an das System angeschlossen. Das Land Berlin betreibt bereits das VerkehrsInformationsSystem Straße (VISS). Es handelt sich um ein Projekt der Senatsverwal-tung für Stadtentwicklung und Umwelt unter Einbezie-hung der Straßenverkehrs- und Straßenbaubehörden. Es hat das Ziel, neben den Baustellen auch alle weiteren Einschränkungen im öffentlichen Raum abzubilden. Eine Verknüpfung der beiden Systeme erscheint dem Senat perspektivisch zielführend. Es ist dabei zu beachten, dass der größte Teil der Baustellen nicht von Senatsdienststel-len, sondern bezirklichen Fachämtern und Anstalten des öffentlichen Rechts betrieben wird.
Frage 2: Welche Begründung hat der Senat für sein zögerliches Verhalten, vor dem Hintergrund, dass er den Baustellenatlas gemeinsam mit der infrest im September 2015 als Mittel vorgestellt hat „Baumaßnahmen effektiver zu planen sowie Kosten zu sparen und damit ein besseres Baustellenmanagement [zu] ermöglichen“?
Antwort zu 2: Der Berliner Senat hat keine zögerliche Haltung und begrüßt die frühzeitige Koordinierung von Baumaßnahmen der Straßenlandsondernutzer durch den Baustellenatlas wie sie im Berliner Straßengesetz vorge-sehen ist. Über die bisher an das System angebundenen Partner ist der private Betreiber des Baustellenatlas nach Kenntnissen des Senats bemüht, weitere Nutzer öffentli-chen Straßenlandes in sein System einzubinden. Eine Anbindung der öffentlichen Verwaltung hat der Betreiber in Aussicht gestellt. Der Senat unterstützt dies mit seinen Möglichkeiten.
Frage 3: Plant der Senat, zukünftig am neuen Berliner Baustellenatlas teilzunehmen, so dass auch die öffentli-chen Baustellen des Landes Berlin dort aufgenommen werden? Wenn ja, welcher Zeitplan ist dafür vorgesehen?
Antwort zu 3: Der Berliner Senat nimmt aktiv an der Baugestaltung des Baustellenatlas teil und sieht keine Einschränkungen, Baustellen des Landes Berlin in den Baustellenatlas aufzunehmen. Eine technische Verknüp-fung des landeseigenen Systems mit dem Baustellenatlas des privaten Betreibers steht derzeit noch aus, wird aber seitens des Betreibers mit Unterstützung des Senats vor-bereitet.
Berlin, den 29. Dezember 2015
In Vertretung
Christian Gaebler
…………………………..
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
(Eingang beim Abgeordnetenhaus am 06. Jan. 2016)

Bahnhöfe: Olympia 1936 in Berlin Wie die Nazis die U-Bahn-Station Stadtmitte erfanden, aus Berliner Zeitung

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/olympia-1936-in-berlin-wie-die-nazis-die-u-bahn-station-stadtmitte-erfanden,10809148,33065778.html

Seit 80 Jahren gaukelt eine #U-Bahn-Station der Linie #U2 durch ihren Namen Berlinern und Besuchern vor die #Stadtmitte zu sein. Das war Absicht der Nationalsozialisten, die ihr den Namen gaben.
Zu den vielen Verwirrungen um die Frage, wo denn nun die Berliner Mitte liege, fügt der U-Bahnhof „Stadtmitte“ eine weitere hinzu: Dort, zwischen Friedrichstraße und Leipziger Straße, liegt sie jedenfalls nicht. Warum aber der um maximale Aufmerksamkeit bettelnde Name? Hier schon mal ein Hinweis: Den U-Bahnhof dieses Namens gibt es seit 1. Februar 1936.

Tatsächlich sollte die neue Strecke, deren Bau 1905 begann, das Stadtzentrum erschließen und eine Verbindung vom turbulenten Leben an Leipziger und Potsdamer Platz quer durch die Kultur- und Geschäftsgegend bis zum Spittelmarkt herstellen – mit Verlängerungsoption Richtung Alexanderplatz.

Bei der Eröffnung 1908 wurde der unter der Mohrenstraße entlangführende Bahnhof „#Friedrichstraße“ genannt und zählte bald zu den am meisten frequentierten Berlins. Als nach langen Baustörungen 1923 die Nord-Süd-Bahn (U6) endlich fertig war, erhielt die der U2 nahe gelegene neue Station den Namen …