Straßenverkehr + Bus: Zustand und Neubau der Salvador-Allende-Brücke, aus Senat

www.berlin.de

Frage 1:
In welchem Zustand befindet sich der östliche Überbau der #Salvador-Allende-Brücke?
Antwort zu1:
Der Zustand des östlichen Überbaus der Salvador-Allende-Brücke ist kritisch.
Standsicherheit und Verkehrssicherheit für die Verkehrsführung sind jedoch ausreichend.
Aufgrund des Fahrbahnzustandes (Belag) ist die Geschwindigkeit auf 10 km/h begrenzt.
Frage 2:
Welche Maßnahmen plant der Senat für den Fall, dass sich auch der Zustand der östlichen Seite der Brücke
relevant verschlechtert?
Antwort zu 2:
Aktuell liegen keine Erkenntnisse vor, die eine Sperrung des östlichen Überbaus der
Salvador-Allende-Brücke erforderlich machen. An dem Bauwerk wird jährlich eine
#Sonderprüfung mit Risskartierung durchgeführt. Auch während der Baumaßnahmen wird
das Bauwerk überwacht. Die Ergebnisse werden entsprechend bewertet und ggf. weitere
Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Verkehrs veranlasst.
Frage 3:
In welchen #Bauphasen mit welchen Leistungen findet der Neubau der Salvador-Allende-Brücke statt und
wann ist mit der Fertigstellung zu rechnen (bitte Zeitraum der einzelnen Bauphasen angeben)?
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Antwort zu 3:
1. Bauabschnitt / Westseite
 Baubeginn für den Ersatzneubau
 Umverlegung von verschiedenen Leitungen und Herstellung prov. Leitungsführung
 Rückbau des Teilüberbaus West
 Einbringung Baugrubenverbau für den 1. Bauabschnitt
 Herstellung der Fundamente
 Herstellung von Widerlagern, Pfeilern und Stützwänden
 Herstellung der einzelnen Stahlbauelemente im Werk
 Montage des westlichen Teilüberbaus im Taktschiebeverfahren
 Umlegung Versorgungsleitungen vom östlichen auf den westlichen Überbau
 Straßenbau
 Verkehrsfreigabe des westlichen Überbaus
2. Bauabschnitt / Ostseite
 Rückbau des Teilüberbaus Ost
 Einbringung Baugrubenverbau für den 2. Bauabschnitt
 Herstellung der Fundamente
 Herstellung von Widerlagern, Pfeilern und Stützwänden
 Montage des östlichen Teilüberbaus
 Straßenbau
 Rückbau der alten Brückenpfeiler
Die Fertigstellung und Freigabe der neuen Brücke für den Verkehr ist für 2021
vorgesehen.
Frage 4:
Auf welche Höhe belaufen sich die voraussichtlichen Kosten des Neubaus? In welcher Höhe können GRWMittel
genutzt werden?
Antwort zu 4:
Die Gesamtkosten für die neue Brücke betragen etwa 37 Mio. Euro. Das Bauvorhaben
wird aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen
Wirtschaftsstruktur“ (GRW) kofinanziert (ca. 90 % der Gesamtkosten).
Frage 5:
Wie erfolgte die Information der Bürgerinnen und Bürger sowie der Gewerbetreibenden vor Ort?
Antwort zu 5:
Die Information der Öffentlichkeit und der Anlieger erfolgt durch Pressemitteilungen, Flyer
sowie über die Internetseiten der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.
Frage 6:
Welche Auswirkungen haben die halbseitige Sperrung und die Bauarbeiten auf die anliegenden
Gewerbetreibenden?
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Antwort zu 6:
Die Salvador-Allende-Straße hat eine hohe verkehrliche Bedeutung. Deshalb wird der
Verkehr während der Bauzeit mit einer Spur je Richtung aufrechterhalten. Die verkehrliche
Situation ist zwar als angespannt zu bezeichnen, jedoch ist die Erreichbarkeit für die
Anlieger und die nördlich gelegenen Wohngebiete sichergestellt.
Frage 7:
In welchem Zustand befindet sich die Lange Brücke?
Antwort zu 7:
Die Standsicherheit der Langen Brücke ist grundsätzlich gegeben. Die Verkehrssicherheit
der Langen Brücke ist unter Berücksichtigung der Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit
von 30 km/h gegeben.
Frage 8:
Wann soll mit der Bearbeitung einer Machbarkeitsstudie für die Lange Brücke begonnen werden?
Frage 9:
Für welchen Zeitraum ist die Sanierung bzw. der Ersatzneubau der Langen Brücke geplant?
Antwort zu 8 und 9:
Bedingt durch die erforderliche Bearbeitung von Brückeninstandsetzungs- bzw.
Ersatzneubaumaßnahmen zur Erhaltung der Verkehrssicherheit konnte ein
Planungsbeginn zum Ersatzneubau der Langen Brücke einschließlich Rückbau der
Behelfsbrücke noch nicht erfolgen. Obwohl das Projekt wegen der bestehenden
verkehrlichen Einschränkungen eine hohe Priorität hat, konnte die Bearbeitung bislang
nicht begonnen werden. Zum einen ist es wegen der angespannten Situation auf dem
Arbeitsmarkt für konstruktive Bauingenieure nicht in ausreichendem Maß gelungen,
Personalverstärkungen zu realisieren. Zum anderen haben laufende, im Bau befindliche
Projekte eine hohe Priorität und erforderten zudem einen verstärkten Personaleinsatz.
Nach Erarbeitung der Machbarkeitsstudie sind die Planungen des Ersatzneubaus
einschließlich Baugrunduntersuchung und sonstiger Gutachten zu erstellen sowie ein
Genehmigungsverfahren durchzuführen.
Aufgrund des langen Planungsvorlaufs und wegen fehlender Personalkapazitäten sind
belastbare Aussagen zum Baubeginn und zur Dauer der Baumaßnahmen erst nach
Abschluss der Vorplanungen möglich.
Berlin, den 12.01.2018
In Vertretung
Jens-Holger Kirchner
…………………………..
Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

Straßenverkehr: Salvador-Allende-Brücke Die bröselnde Brücke von Köpenick wird abgerissen – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/salvador-allende-bruecke-die-broeselnde-bruecke-von-koepenick-wird-abgerissen-28432590?dmcid=nl_20170919_28432590

Berlin –
Manche Dinge dauern eben etwas länger. Seit rund einem Jahrzehnt ist bekannt, dass die #Salvador-Allende-Brücke in #Köpenick schwere #Schäden aufweist. Jetzt beginnen endlich die Arbeiten für eine neue Überführung über die #Müggelspree. Die jetzige Brücke, die an #Betonkrebs leidet, wird in zwei Etappen abgerissen und bis 2021 neu gebaut. Dies wurde am Montag mit einem symbolischen Spatenstich gefeiert. „Das ist ein guter Tag für Köpenick“, sagte Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne). Und der SPD-Abgeordnete Tom Schreiber twitterte: „Endlich!“
Alt ist die Salvador-Allende-Brücke noch nicht. 1979 begannen die Bauarbeiten, 1981 wurde die rund 136 Meter lange Spannbetonbrücke im Südosten Berlins fertig. Doch lange kann sie nicht mehr bleiben.
Kosten mehr als verdoppelt
„Der Beton bröselt“, erklärte Gabriele Vietzke, Vize-Chefin der Abteilung Tiefbau in der Verkehrsverwaltung. In der Brücke ist derselbe Zerstörungsprozess am Werk, der auch die Autobahn A 113 geschädigt hat – so schwer, dass die Fahrbahn weggefräst und neu gebaut werden muss. Fachleute sprechen von einer Alkali-Kieselsäure-Reaktion: Stoffe im Beton reagieren miteinander, quellen auf, Risse entstehen. Stoppen lässt sich die Zersetzung nicht.
2008 glaubten Tiefbauexperten noch, dass sie das Problem mit einer Instandsetzung in den Griff bekommen. Das hätte die Kosten niedrig gehalten – von 2,5 Millionen Euro war die Rede. Doch bald stand fest: Die Brücke muss abgebrochen und …

Straßenverkehr: Sanierungsbedarf Diese Berliner Brücken bröckeln – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehr/sanierungsbedarf-diese-berliner-bruecken-broeckeln-26135780?dmcid=nl_20170304_26135780

Berlin hat seine #Brücken zu lange #vernachlässigt. Viele sind so marode, dass sie nicht mehr uneingeschränkt befahren werden dürfen. Der Senat musste bereits verschärfte #Tempolimits und #Lastbeschränkungen verhängen, damit die Bauwerke nicht noch größeren Schaden nehmen.
Von den 827 Brücken, für die das Land verantwortlich ist, ist mehr als ein Viertel in einem bedenklichen Zustand. Die Zahl der als ausreichend oder schlechter bewerteten Brücken liegt bei 225. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage der CDU hervor.  
Schlaglöcher und Risse
#Schlaglöcher, #Betonrisse, rostige Brüstungen: Viele Schäden sind schon mit dem bloßen Auge erkennbar. Etwa bei der „Sichtprüfung“, zu der regelmäßig Ingenieure  anrücken, um den Zustand der Brücken  für die offizielle Statistik zu protokollieren.  Diese Fachleute erteilen Noten –  vergleichbar mit dem Schulnotensystem. 
In Berlin  bekamen  jüngst 115 Brücken die Note sehr gut, 115 weitere die Note gut. Mit befriedigend wurden 372 Bauwerke bewertet.   Als Sorgenkinder gelten demgegenüber 181 Brücken mit der Note ausreichend, 42 mit der Note nicht ausreichend und zwei mit der Note ungenügend.
Ab der Note „ausreichend“  besteht dringender Handlungsbedarf, um die Verkehrssicherheit wiederherzustellen. In diese Kategorie fallen  etwa die #Dunckerbrücke in Prenzlauer Berg, die #Moltkebrücke in Lichterfelde, die #Salvador-Allende-Brücke in Köpenick und die Brücke an Wuhlheide.  Die ebenfalls schlecht bewertete #Bösebrücke zwischen Prenzlauer Berg und Wedding wird bereits saniert.
Zwischen der Feststellung eines Schadens und seiner Beseitigung können Jahre vergehen. Die #Eiswerderbrücke in Spandau zum Beispiel  ist so marode, dass schon vor vier Jahren ein Tempolimit von …

Straßenenverkehr: Brücken in BerlinDroht maroden Brücken bald die Sperrung?, aus Berliner Zeitung

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/bruecken-in-berlin-droht-maroden-bruecken-bald-die-sperrung-,10809148,24124452.html

Fachleute der Bauwirtschaft befürchten den Kollaps der Berliner Infrastruktur. Auf der neuen A 100 nach Treptow könnte ein weiteres Problem entstehen. In Berlin sind 70 #Brücken in einem so schlechten Zustand, dass sie dringend saniert oder abgerissen und neu gebaut werden müssten. Diese Analyse des Senats ist am Montag bei Experten auf ein großes Echo gestoßen. „Sie bestätigt unsere Erkenntnisse“, sagte Axel Wunschel, Hauptgeschäftsführer des #Bauindustrieverbands Berlin-Brandenburg. „Die Analyse wirft ein Schlaglicht darauf, wie schlecht es um Berlins lebensnotwendige Infrastruktur bestellt ist. Sie zeigt, dass die Brücken vernachlässigt und nicht in ausreichendem Umfang instand gehalten worden sind.“ Reinhold Dellmann, Hauptgeschäftsführer der Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg, erwartete eine Verschärfung der Probleme. „Weil für Brückensanierungen zu wenig Mittel bereitgestellt werden, wird man in Berlin mittelfristig mit Brückensperrungen zu rechnen haben.“ Wie berichtet wurden sieben Berliner Brücken mit Zustandsnoten zwischen 3,5 und 4,0 bewertet, weil sie nicht mehr stand- oder verkehrssicher sind. Dazu zählen die #Salvador-Allende-Brücke in Köpenick und die #Lindenhofbrücke