Bei einem #Workshop der #S-Bahn Berlin erhielten Mitglieder des Kundenbeirats praktische Tipps für Notsituationen.
Fast jeder hat es schon erlebt, der regelmäßig mit der S-Bahn Berlin unterwegs ist: Ein Fahrgast in Eile springt schnell in den Zug, obwohl das #Warnsignal bereits ertönt und die Lampe über der Tür rot leuchtet.
„Die #Technik hier drin ist über 100 Jahre alt und funktioniert immer noch“, sagt #Signalmechaniker Sebastian Wölfer von DB InfraGO und zeigt auf einen kleinen grauen Metallkasten neben den Gleisen. Die Kabel, #Relais und Schaltungen steuern eine mechanische #Notbremse: Fährt ein Zug an einem roten Signal vorbei, klappt eine weiße #Anschlagschiene neben dem Gleis einen Hebel am Wagen um – und das Fahrzeug legt sofort eine #Vollbremsung hin. Bewegt wird die Schiene von einem Motor, den der Spezialist ebenfalls prüft. Alles im grünen Bereich!
Pressedienst des DBV-Regionalverbandes vom 16.6.2018
Am Freitag zog die #ViP bedingt durch Ausfälle beim #Fahrpersonal die #Notbremse und reduziert ab Montag das #Verkehrsangebot. Eine unpopuläre Maßnahme, doch so will man wenigstens ein sicheres Grundangebot ermöglichen.
Doch wir sehen auch die Hintergründe für die heutige Situation. Diese existiert so im gesamten Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg: Man betrachtet seit Jahren trotz gegenteiliger Äußerungen den Nahverkehr als "Sparbüchse". In der Stadt Potsdam gab es zwar mit dem 50 Mio. Euro-Paket eine Unterstützung für Investitionen, aber bei der Durchführung des Verkehrs reduziert man die Unterstützung. Seit Jahren versucht man immer wieder die Zuschüsse für die ViP zu reduzieren oder in die Hoheit der Stadtwerke abzudrängen. Als Beispiele lassen sich die seinerzeitige Einführung des Fahrplans „Takt 2000“ und die Reduzierung der Mitarbeiterzahl um 80 Personen anführen. Gleichzeitig fordert man von der ViP Lösungen, welche sich zwar für den Fahrgast gut anhören aber nicht gegenfinanziert werden, wie geringe Tarife oder auch kostenlose Fahrten sowie ein größeres Angebot.
Ein Punkt, der nun zum Problem wurde, ist die Bezahlung des Personales und die Gewinnung von neuen Arbeitskräften. Bedingt durch die jahrelange Sparpolitik von Politikern in Bund, Land und Kommunen existieren heute Tarifverträge, welche den Beruf als Fahr- bzw. Werkstattpersonal bei Verkehrsbetrieben unattraktiv macht. Dabei rächt sich auch die Nichtbeachtung der Altersstruktur beim Fahrpersonal, denn durch Verrentung verschärft sich die Situation weiter.
Wir fordern daher von der Politik, endlich im Zuge der wachsenden Stadt, neben Investitionsförderungen, auch die Zuschüsse für den laufenden Betrieb des ÖPNV zu erhöhen, denn neben Schulneubauten und anderen wichtigen Themen haben auch die Fahrgäste des ÖPNV ein Recht auf eine entsprechende Finanzierung ihres Verkehrsbedürfnisses. Als ärgerlich empfinden wir es, wenn Politiker in der Stadt Forderungen an den Verkehrsbetrieb und die Stadt stellen aber sich im Landtag dann nicht aktiv für deren Finanzierung einsetzen.
Im Zusammenhang mit der jetzigen Situation werden wir kritisch beobachten, wie sich die Politiker an der Bürgerbeteiligung zum Nahverkehrsplan beteiligen und was sie zur Verbesserung des ÖPNV tun. Sprechblasen in Veranstaltungen und gegenüber der Presse bringen nichts, denn es müssen Taten folgen.
Die roten #S-Bahnen der #Baureihe#485 werden derzeit mit einem technischen #Leistungspaket#nachgerüstet. Mehr Sicherheit für die Reisenden und wirtschaftlicheres Fahren heißt die Devise.
Die S-Bahnen der Baureihe 485 wurden von 1989 bis 1992 in #Hennigsdorf bei Berlin in Serie gefertigt. In den kommenden Jahren sollen alle 166 Viertelzüge in der #Hauptwerkstatt in Schöneweide technisch #nachgerüstet werden.
„Dieser Zug ist bereits seit sechs Stunden unterwegs“, sagt er. „Heutzutage hat ein ,RE 160‘ pro Tag bis zu 1.500 km zurückzulegen. Die Bahnen der älteren Generationen kamen in dieser Zeit hingegen vielleicht auf ein Drittel dieser Entfernung. Aber die technische #Zuverlässigkeit unserer neuen Generation ist sehr hoch. In den #Qualitätszahlen liegen wir bundesweit in der Auswertung an der Spitze.“
Mehr als zwanzig Jahre Erfahrung
Der Mann, der mit dem langstieligen Hammer am Zug entlangging und gegen die #Räder klopfte, gehörte von jeher zum Bild bei der #Eisenbahn. „Aber derartige handwerkliche Arbeiten sind bei uns in den Hintergrund getreten“, sagt Mario Ritter. Der Fachmann blickt auf mehr als zwanzig Jahre Berufserfahrung zurück. „Wir bilden sozusagen das Bindeglied zwischen dem täglichen #Fahrbetrieb und den regelmäßigen Untersuchungen der Bahnen in den #Betriebswerkstätten. Kleine und kleinste Mängel beheben wir sofort und melden größere im voraus an. Die technische Sicherheit ist dabei das oberste Gebot.“