#Halbzeit bei der #XXL-Baustelle am #Molkenmarkt. Erstmals sind deutliche #Fortschritte zu sehen: Direkt neben dem #Roten Rathaus, wo früher ein großer Parkplatz war, verläuft schon ein Stück der verlegten neuen Grunerstraße.
Auf dem grünen #Mittelstreifen wachsen schon Bäumchen. Beim Hoffest vor zwölf Tagen weihten die ersten Fahrzeuge die neue Ost-West-Trasse inoffiziell ein.
Hier muss man laut schreien, damit man verstanden wird. Der #Verkehrslärm auf der #Leipziger Straße kann gesundheitsschädliche Ausmaße erreichen: „Bis zu 90 Dezibel wurden schon gemessen“, sagt Anwohner Hendrik Blaukat. Und vor einigen Tagen erwischte die Polizei einen Autofahrer, der die Fahrbahn mit Tempo 107 entlangraste. Keine Frage: Die #Ost-West-Trasse in Mitte ist eine breite, laute #Verkehrsschneise – und sie zerschneidet das umliegende Wohnviertel. Inzwischen hat der Senat mit den Planungen für eine #Straßenbahnstrecke begonnen, bei deren Bau die Straße umgestaltet werden soll. Doch Blaukat und seine Mitstreiter von der Interessengemeinschaft (IG) Leipziger Straße bezweifeln, dass es für die Anwohner künftig wirklich besser wird. Stattdessen befürchten sie, dass die Straße ihre #Trennwirkung behält – durch eine „gelbe Wand“ aus Straßenbahnen, die künftig auf dem #Mittelstreifen stehen. Jetzt werden rechtliche Schritte geprüft.
Es war einmal: Einst fuhr die 74 durch die Leipziger Straße. Doch 1970 wurden die Gleise herausgerissen, und im Zeichen der autogerechten Stadt entstand mehr Platz für Autos. Seitdem hat die Straße zwei rund 14 Meter breite Fahrbahnen. Nun kündigt sich allerdings erneut ein Umbau an. Von 2028 an sollen wieder Bahnen durch die Leipziger Straße rollen, diesmal auf der Linie #M4, so der Senat. Die 4,1 Kilometer lange #Neubaustrecke der #Straßenbahn, die vom Alexanderplatz zum Potsdamer Platz und zum #Kulturforum führt, wird nach jetzigem Stand 65 Millionen Euro kosten.
Pro Richtung künftig nur noch ein Fahrstreifen für Autos? „Als klar wurde, dass künftig durch die Leipziger Straße wieder Gleise verlaufen sollen, haben die meisten von uns das als Chance gesehen“, sagt Hendrik Blaukat, der seit 1999 dort wohnt. Denn der Senat machte deutlich, dass bei dieser Gelegenheit der Abschnitt zwischen den Hochhäusern stadtverträglich umgebaut werden soll – damit #Fußgänger und #Radfahrer mehr Platz bekommen, damit die Straße grüner wird.
Die #Karl-Marx-Allee in Mitte soll grüner werden. Für den Rasen lässt der Senat allerdings die #Parkplätze auf dem #Mittelstreifen beseitigen. Die Anwohner sind erbost – nun sollen sie bei der Planung mitreden. Es ist fast vier Wochen her, als über 30.000 Läufer beim 34. Berliner Halbmarathon auf die Strecke gingen. Start und Ziel: die Karl-Marx-Allee in Mitte. Was dabei wohl niemand ahnte – es dürfte dort die letzte Großveranstaltung dieser Art zwischen den DDR-Hochhäusern gewesen sein. Denn der Berliner Senat will die Karl-Marx-Allee ab dem kommenden Jahr umbauen. Platz für Sportler und andere Veranstaltungen gibt es dann nicht mehr. Etwa 800 Meter lang ist der Abschnitt zwischen dem #Alexanderplatz und dem #Strausberger Platz, er ist Teil der Bundesstraße 1. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung will ihn für etwa acht bis …
Der Bau der #Straßenbahn vom Prenzlauer Tor zur Rathausstraße könnte sich um Jahre verzögern. Die rund 1,3 Kilometer lange Strecke wird voraussichtlich erst im Mai 2004 fertig – rund vier Jahre später als zunächst geplant. Dies geht aus einer Vorlage der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hervor, über die Senator Peter Strieder (SPD) demnächst entscheidet. Der Grund für die mögliche #Verzögerung: Der Senat will den nördlichen Abschnitt der #Karl-Liebknecht-Straße ab Herbst 2002 umbauen, um ihn den Vorgaben des Planwerks #Innenstadt anzupassen. Dabei soll die #Fahrbahn um bis zu neun Meter nach Südosten verlegt werden. Weil die #Tram auf dem #Mittelstreifen fahren wird, müsste deren Planung jetzt gestoppt und angepasst werden. Strieder hat eine Alternative zur Auswahl. Sie sieht vor, das bisherige Tram-Projekt fortzuführen und sich weiter am heutigen …