Mit Pop-Up-Radwegen reagierte das Bezirksamt #Friedrichshain-Kreuzberg 2020 auf den zunehmenden #Radverkehr im Zuge der Corona-Pandemie und gab der Umsetzung des Mobilitätsgesetzes so einen großen Anschub. Die meisten der Pop-Up-Radwege wurden bereits 2021 verstetigt. Hinter manchen lagen jedoch größere und komplexere Planungsmaßnahmen, wie in der #Gitschiner Straße in Kreuzberg.
Baken, Schwellen, abrupte Streckenunterbrechungen: Von Tiergarten bis nach Kreuzberg ist vieles noch #provisorisch.
Im Zuge der Corona-Pandemie hat es Berlin mit einem Phänomen zu tun bekommen, das auf den ersten Blick nichts mit Gesundheit zu tun hat: die #Pop-up-Radwege. Vorreiter ist Friedrichshain-Kreuzberg. Während etwa am #Kottbusser Damm die langfristige Installation der Strecken seit Juni vollendet ist, stellt die Verkehrssituation zwischen Potsdamer und #Gitschiner Straße Auto- wie Radfahrer vor Rätsel. Vieles entsteht dort gerade erst, vieles scheint aber auch nicht stimmig, stellenweise sogar gefährlich.
Das Experiment startete dort im März 2020: Im Monat des ersten Lockdowns wurde die Fahrbahn am Halleschen Ufer, auf nördlicher Seite der Hochbahntrasse in Kreuzberg, um eine Spur reduziert, die bis dahin Autos zu Verfügung gestanden hatte. Einige 100 Meter weiter, wurden an der Zossener Straße zwei Autospuren schmaler gezogen. In beiden Fällen entstanden breite #Fahrradstreifen. Das Straßen- und Grünflächenamt (SGA) des Bezirks erklärte, so werde für #Radfahrer der Corona-bedingte Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern ermöglicht.
Die Bauarbeiten für den neuen #Radstreifen in der #Gitschiner Straße werden erst #2019 fertig. Grund sind andere Baumaßnahmen.
Eigentlich sollte der Bau des neuen Fahrradstreifens in der Gitschiner Straße zwischen der #Lindenstraße und der #Böcklerstraße in Kreuzberg noch in diesem Jahr fertiggestellt werden, doch die Bauarbeiten verzögern sich nun bis voraussichtlich 2019.
Die Nachricht hatte Sensationswert: "Endlich #Baubeginn von #Radstreifen in #Skalitzer- und #Gitschiner Straße", gab das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg vor zwei Wochen bekannt. Unfassbare 13 Jahre hatte das gedauert. Planungsschwierigkeiten, fehlende Mittel, Bauarbeiten bei der U-Bahn – irgendetwas war immer dazwischengekommen. Statt auf die Initiative des Senats zu warten, der für Berlins Hauptstraßen eigentlich zuständig ist, hat der Bezirk die Baustelle nun einfach selbst angeordnet.
Besser spät als nie. Der 1,5 Kilometer lange Abschnitt zwischen Kottbusser Tor und Zossener Brücke ist eine wichtige Verkehrsader, für Radfahrer aber eine Zumutung. Da Radwege fehlen, werden sie in die gefährliche Lücke zwischen parkenden und fahrenden Autos gedrängt. Im vergangenen Jahr gab es allein im Bereich der Gitschiner Straße 23 Unfälle mit Radfahrer-Beteiligung.
Die geplante Lösung ist simpel: Die rund 300 Parkplätze auf beiden Seiten der Straße werden durch Radstreifen ersetzt. Im Gegenzug entstehen 152 Parkplätze unter der U1-Hochbahn, inklusive einer Zufahrtsstraße in der Mitte. Dafür wird die Mittelinsel um durchschnittlich mehr als einen Meter verbreitert. Nach diesem Prinzip wird bereits unter der U1 östlich des Kottbusser Tores geparkt.
Umweltministerin Hendricks ehrte Radbahn mit Preis
Das Konzept erhöht die Sicherheit für Radfahrer, bedeutet fürs Erste aber wohl das Ende einer komplett anderen Lösung. Vor einem Jahr hatte ein Team von Aktivisten eine bundesweit beachtete Idee präsentiert: die "Radbahn Berlin", ein Radweg vom Bahnhof Zoo bis zur Warschauer Straße, der zum großen Teil unter dem U1-Viadukt verlaufen soll. Mit einer Spur pro Richtung, viel Grün, Rad-Werkstätten und Ruhezonen entlang der Strecke.
Ausgeträumt und doch etwas gewonnen: Statt der ersten #überdachten #Radroute Deutschlands, die unter dem Viadukt der #U1 hätte entstehen können, hat der Senat sich nun für #Radspuren auf der Straße entschieden. Das macht weder Radfahrer noch Autohalter glücklich.
Es ist nicht das einzige Berliner Bauprojekt im kommenden Jahr, das viele Autofahrer ärgern und Radfahrer freuen dürfte. Doch es ist ein Bauvorhaben, das eine der wichtigsten Ost-West-Routen in Berlin verändern wird. Es geht um die #Gitschiner und die #Skalitzer Straße, die sich links und rechts vom Hochbahnviadukt der U 1 durch Kreuzberg ziehen.
Sie sollen 2016 zwischen der Zossener Brücke und dem Kottbusser Tor Radverkehrsstreifen bekommen – eigene Fahrspuren für Radfahrer. Dafür fallen Parkplätze weg, von denen ein Teil unter dem Viadukt neu entsteht, teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit.
Radfahrer wollen Radschnellwege
Eigentlich ein schönes Beispiel dafür, wie der Senat Straßenraum zu Lasten der Autofahrer umverteilt. Doch manchen Fahrradfahrern genügt es nicht mehr, wenn auf Berliner Fahrbahnen Fahrspuren gemalt werden. Sie wollen mehr: Radschnellwege und eigene Routen – wie in anderen Städten.
Wenn alles funktioniert, dann werden die #U-Bahn-Züge der Linie 1 so #leise, dass zehntausende Anwohner sie ignorieren können. Bis Mitte des nächsten Jahres erproben die Berliner Verkehrsbetriebe auf einem 150 Meter langen Stück der #Hochbahn über der #Gitschiner Straße ein so genanntes #Flüstergleis. Dafür beginnen am kommenden Wochenende zwischen der Station U-Bahnhof #Prinzenstraße und dem Wassertorplatz die Bauarbeiten. Die Züge werden deshalb auf dieser Strecke an den nächsten vier Wochenenden bis zum 30. Oktober im #Pendelverkehr fahren. „Auf den Flüstergleisen sollen die Züge wesentlich leiser als der Straßenverkehr sein“, sagt Uwe #Kutscher, der Chef der U-Bahn-Bau-Abteilung bei der BVG. Das Geheimnis der Flüsterschienen besteht darin, dass sie in #Gummi eingebettet sind. Vorbei die Zeiten der klassischen #Schwellen und #Schotterbetten: Die neuen Schienen werden samt #Gummipolstern auf Stahlträger geschraubt. Die Zwischenräume sollen mit …