S-Bahn: Chronologie der Ringentstehung, Ringgeschichte, aus Punkt 3

Der #Ringgeschichte widmet sich eine Ausstellung des Berliner S-Bahn-Museums auf dem #S-Bahnhof #Westend am 15. und 16. Juni, 10-20 und 10-19 Uhr

1838
Eröffnung der ersten #Eisenbahnstrecke in #Preußen zwischen Berlin und #Potsdam. In den folgenden Jahren wuchs das Netz rasant.

„S-Bahn: Chronologie der Ringentstehung, Ringgeschichte, aus Punkt 3“ weiterlesen

S-Bahn: Bauen im Nord-Süd-Tunnel der S-Bahn, aus Punkt 3

Gespräch mit Christian Morgenroth, Baubetriebsmanager der S-Bahn Berlin GmbH

In der Zeit vom 16.6. bis zum 12.10.2002 wird der #Nord-Süd- S-Bahntunnel durchgehend gesperrt. Ein langer, massiver Eingriff in den #Nahverkehr. Warum gerade jetzt?

„S-Bahn: Bauen im Nord-Süd-Tunnel der S-Bahn, aus Punkt 3“ weiterlesen

S-Bahn + Bahnverkehr: Baumaßnahmen ab 16. Juni, fahren & bauen – hier schneller , dort mit Umwegen!, aus Punkt 3

1. Ringbahn mit den neuen Linien S 41, S 42 sowie mit der Linie S 8
Am 16. Juni 2002 wird gegen 04:00 Uhr der fahrplanmäßige Betrieb auf der #Ringbahn aufgenommen. Im Rahmen der #Eröffnungsfeier wird der Zugverkehr zwischen #Beusselstraße und #Westhafen am 15. Juni zwischen ca. 12:00 und 15:00 Uhr unterbrochen. Zwischen beiden Bahnhöfen werden Busse eingesetzt.

„S-Bahn + Bahnverkehr: Baumaßnahmen ab 16. Juni, fahren & bauen – hier schneller , dort mit Umwegen!, aus Punkt 3“ weiterlesen

Bahnhöfe: Neuer Aufzug im S-Bahnhof Oranienburger Straße, aus Punkt 3

Behindertengerecht erreichbar

Im unterirdischen #S-Bahnhof #Oranienburger Straße ist ein neuer #Aufzug in Betrieb gegangen. Er ermöglicht es den Rollstuhlfahrern, ihr Ziel zu erreichen, ohne in der Kabine wenden zu müssen.

Damit sind jetzt zwei Drittel aller Berliner #S-Bahnstationen #behindertengerecht erreichbar. Acht weitere Bahnhöfe werden noch in diesem Jahr mit Aufzügen ausgestattet: #Friedrichsfelde Ost, #Köpenick, #Pankow-Heinersdorf und #Springpfuhl sowie im Zuge der Grundinstandsetzung der Wannseebahn …

S-Bahn: Innerstädtisches Berliner S-Bahn-Netz wieder komplett

http://www.s-bahn-berlin.de/presse/
presse_anzeige.php?ID=91

Letzte Ringbahnlücke zwischen Westhafen und Gesundbrunnen geschlossen –Neue Querverbindungen verkürzen Fahrzeiten

Knapp 41 Jahre nach der politisch bedingten Unterbrechung und der späteren teilweisen Stilllegung des Zugverkehrs auf der Ringbahn ist die wichtigste Strecke der Berliner S-Bahn ab 16. Juni wieder durchgehend befahrbar.

Der 37 Kilometer lange S-Bahn-Ring mit seinen 27 Bahnhöfen ver-kürzt die Fahrzeit zwischen den Stadtquartieren zum Teil erheblich. 18 Umsteigepunkte zu anderen S- und U-Bahn-Linien verbessern deutlich die Netzqualität des öffentlichen Personennahverkehrs in der Bundeshauptstadt. Der komplettierte S-Bahn-Ring stärkt dessen Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem Individualverkehr.

Ringbahn erhält richtungsbezogene Linienbezeichnungen

Mit dem Ringschluss werden die S-Bahnlinien teilweise neu geordnet. Wesentlich ist: Die bisherige Linie S4 wird richtungsbezogen in S41 bzw. S42 umbenannt. Züge der Linie S41 fahren grundsätzlich im Uhrzeigersinn. Züge der Linie S42 befahren die Ringstrecke ent-gegen des Uhrzeigersinns.

Neben der Zielbezeichnung „Ring“ und einem entsprechenden Pfeilsymbol, das die geografische Fahrtrichtung auf dem Ring angibt, werden auf den Bahnsteigen die wichtigsten Unterwegsbahn-höfe angezeigt. Da die Züge der Linien S41 und S42 nach Erreichen ihres Zielbahnhofes ihre Fahrt auf einer anderen Linie fortsetzen, geben Fahrzielanzeiger und Fahrplanaushänge auf den Bahnsteigen dieses rechtzeitig an. Wer von Wedding beispielsweise nach Pankow möchte, fährt mit der Linie S41 in Richtung Gesundbrunnen und kann seine Fahrt dann mit dem in S2 umbenannten Zug ohne Umsteigen weiter Richtung Bernau bis Pankow fortsetzen.

Durchgehende Verbindungen vom Ring in Richtung Königs Wusterhausen und Spindlersfeld

Das Fahrtenangebot der Linien S41 und S42 wird auf Teilabschnit-ten durch andere Linien, die vom Ring abzweigen, ergänzt. Es verkehren zusätzlich die Linien S46 / S47 von Gesundbrunnen über Westkreuz – Neukölln nach Königs Wusterhausen bzw. Spindlersfeld. Weiterhin fährt von Gesundbrunnen über Ostkreuz die Linie S8 in Richtung Zeuthen. Der Zugabstand auf dem Ring beträgt am Tage je nach Streckenabschnitt zwischen 3 und 10 Minuten.

Weitere Änderungen ergeben sich (u.a. wegen der baubedingten Sperrung des Nord-Süd-Tunnels) für die Linien S2, S45, S5, S6, S8, S9. (siehe Anhang).

Erheblich kürzere Fahrzeiten

Dank der neuen Verbindungen über den Ring werden sich bisherige Fahrgewohnheiten verändern, da sich durch geschicktes Umsteigen die Fahrzeit z.T. erheblich verkürzen lässt. Außerdem entstehen neue umsteigefreie Direktverbindungen.

Beispiele:

S+U Pankow – S ICC / Messe
Bisher: 39 Min. (mit Umsteigen in S+U Friedrichstraße)
Neu: 19 Min. (ohne Umsteigen)

S+U Schönhauser Allee – Flughafen Tegel
Bisher: 32 Min. (mit Umsteigen in S+U Gesundbrunnen und U F-Naumann-Platz)
Neu: 21 Min. (mit Umsteigen in S+U Jungfernheide)

S+U Zoologischer Garten – S Greifswalder Straße
Bisher: 36 Min. (mit Umsteigen in S Ostkreuz)
Neu: 25 Min. (mit Umsteigen in S+U Westhafen)

S Schönholz – S + U Jungfernheide
Bisher: 35 Min. (mit Umsteigen U Osloer Straße und S+U Westhafen )
Neu: 16 Min. (mit Umsteigen in S+U Gesundbrunnen)

Ausführliche Fahrgastinformation schafft Verständnis

Die S-Bahn Berlin GmbH informiert ihre Fahrgäste ausführlich über das neue Angebot. Erstmals wird ein Liniennetzplan mit einer Ausschnittsvergrößerung für den Tarifbereich Berlin AB verwendet. Wieder kostenlos erhältlich ist ein neues Fahrplanheft im Taschen-format, das die Fahrplantabellen aller 14 S-Bahnlinien enthält und ab 7. Juni zu bekommen ist. In der Kundenzeitung „punkt 3“, die am 12. Juni erscheint, gibt es Hinweise, Tipps und Tricks zum neuen Angebot. Zahlreiche Zeitungen erscheinen mit Sonderbeilagen und veranstalten Telefonforen.

Ausführliche Informationen gibt es außerdem im Internet unter www.s-bahn-berlin.de. Dort ist eine spezielle Rubrik „Alles Wis-senswerte über den Ring“ eingerichtet. Für individuelle Auskünfte und Fahrtempfehlungen stehen zehn Kundenzentren, über 75 Fahrkartenausgaben und das S-Bahn-Kunden-Telefon unter 030 / 29 74 33 33 zur Verfügung.

Die Feierlichkeiten am 15. und 16. Juni

Ein so großes Ereignis wie der Ringschluss gehört gebührend gefeiert. Die Eröffnungszeremonie findet bereits am Samstag, 15. Juni um 14 Uhr auf dem Bahnhof Westhafen mit zahlreichen Ehrengästen statt, unter ihnen der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und Bahnchef Hartmut Mehdorn. Dabei werden zwei S-Bahnen zum symbolischen Ringschluss einen Kuppelvorgang vollziehen, der von der Brücke Putlitzstraße aus zu beobachten sein wird. Am Ende der Zeremonie fährt der Eröffnungszug weiter zum S-Bahnhof Wedding. Dort wird der Bezirksbürgermeister von Mitte Joachim Zeller den Zug willkommen heißen. Danach geht es weiter Richtung Schöneberg.

Ab etwa 15 Uhr hat die Berliner Bevölkerung Gelegenheit, den vollständigen S-Bahn-Ring zu testen. Bis zur offiziellen Betriebsauf-nahme am Sonntag, 4 Uhr, fahren die Züge der Linie S4 als Voll-ringlinie mit einer Fahrzeit von 70 Minuten für eine Umrundung.

Volksfest am neuen S-Bahnhof Wedding

Als Sonderedition ist wieder die nicht nur bei Sammlern beliebte Ersttagsfahrkarte erhältlich. Der Preis für das in den Fahrkartenaus-gaben und Kundenzentren der S-Bahn erhältliche Ticket beträgt 1,50 Euro. Es ist am 15. und 16. Juni 2002 ab Entwertung für zwei Stunden im gesamten Netz der Berliner S-Bahn gültig. Mit der Erst-tagsfahrkarte kann man an einem Gewinnspiel teilnehmen. Drei Entwerter-Sonderstempel auf den Bahnhöfen Westhafen, Wedding und Gesundbrunnen bilden den Lösungssatz.

Auf dem Nettelbeckplatz vor dem neuen S-Bahnhof Wedding findet am 15. und 16. Juni 2002 ein Volksfest statt, zu dem die S-Bahn Berlin herzlich einlädt. Ab 10 Uhr erwartet die Besucher ein buntes Programm mit Musik, BahnMarkt und Infos rund um die S-Bahn. Außerdem werden Sonderzüge auf dem Ring unterwegs sein, dar-unter die Panorama-S-Bahn und der Traditionszug.

Auch andere Ringbahnhöfe lohnt es sich an den beiden Tagen zu besuchen. Am Bahnhof Westend beleuchtet eine Ausstellung des Berliner S-Bahn-Museums die Historie der „Strecke ohne Ende“. Am S-Bahnhof Schöneberg stellt sich das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg mit einem abwechslungsreichen Kulturprogramm vor.

Ingo Priegnitz
Pressesprecher

S-Bahn: „Wir wollen, dass unsere Fahrgäste mit uns Klartext reden“

http://www.s-bahn-berlin.de/presse/
presse_anzeige.php?ID=89

S-Bahn Berlin GmbH und DB Projekt Verkehrsbau GmbH stellen sich der Diskussion: Max-Bahnbautreff startet auf dem S-Bf. Rathaus Steglitz

Die S-Bahn Berlin GmbH geht neue Wege der Kommunikation: Um Fahrgäste und Anwohner noch besser über die Grunderneuerung des S-Bahnnetzes und die damit verbundenen Einschränkungen zu informieren, gibt es auf Bahnhöfen an besonders betroffenen Strecken den „Max – Bahnbautreff“.

Erstmals am Donnerstag, 30. Mai, von 16 Uhr bis 19 Uhr, auf dem Bahnsteig des S-Bahnhof Rathaus Steglitz stehen Bauverantwortliche und leitende S-Bahnmitarbeiter für Diskussionen und Fragen rund um aktuelle Bauprojekte zur Verfügung. Schwerpunkte sind die Sperrung des Nord-Süd-Tunnels, die Sanierung der Wannseebahn und die Gleisverschwenkung am Lehrter Bahnhof.

„Wir wollen unseren Fahrgästen die Chance geben, mit uns Klartext zu reden“, kündigt S-Bahn-Baubetriebsmanager Christian Morgenroth an und freut sich auf eine anregende Diskussion. Mit dabei sind auch Eberhard Lorenz, Betriebsleiter der S-Bahn Berlin GmbH, Gerd-Peter Willbrandt, stellv. Marketingleiter und Hartmut Mikolajczak von der DB Projekt Verkehrsbau GmbH. Ehrengast ist Bahnbau-Maulwurf Max, der in Originalgröße erscheint. Für Essen und Trinken ist ebenfalls gesorgt.

Die nächsten „Max-Bahnbautreffs“ sind am Montag, 3. Juni, auf dem S-Bf. Gesundbrunnen (Gleis 3 + 4) sowie am 11. Juni auf dem S-Bf. Potsdamer Platz (Bahnsteig Richtung Süden) und am 12. Juni in der Empfanghalle des Bf. Friedrichstraße.

Ingo Priegnitz
Pressesprecher

Bahnhöfe: Rinderställe zu Restaurants, aus Der Tagesspiegel

https://www.tagesspiegel.de/berlin/rinderstaelle-zu-restaurants/315858.html

Prenzlauer Berg. Mit dem „#Langen Jammer“ ist es bald vorbei. Noch drei Wochen lang haben #Nostalgiker die Chance, Berlins wohl hässlichste #Fußgängerbrücke zu überqueren, dann wird sie abgerissen (siehe Kasten). In Zukunft kann man die #S-Bahn [Bahnhof #Storkower Straße] auf ebener Erde erreichen. Auf einer neu angelegten #Promenade. Es geht voran im Entwicklungsgebiet Alter #Schlachthof.

„Bahnhöfe: Rinderställe zu Restaurants, aus Der Tagesspiegel“ weiterlesen

Bahnhöfe: Friedrichstraße, Bahnsteig D Alter Bahnhof im neuen Gewand, aus S-Bahn Berlin

Frühzeitig wurde erkannt, dass die in Ost-West-Richtung die Stadt durchschneidende #Stadtbahn einer Ergänzung in #Nord-Süd-Richtung bedarf. Schon 1896 wurde die Forderung nach dieser für Berlin so dringend notwendigen #Nordsüdverbindung erhoben. Der Wunsch sollte jedoch erst 40 Jahre später erfüllt werden.

„Bahnhöfe: Friedrichstraße, Bahnsteig D Alter Bahnhof im neuen Gewand, aus S-Bahn Berlin“ weiterlesen

S-Bahn + Bahnhöfe: Neubau des Tunnel-S-Bahnsteigs Friedrichstraße in nur 4 Monaten

http://www.s-bahn-berlin.de/presse/
presse_anzeige.php?ID=85

Nord-Süd-Tunnel gesperrt – neuer S-Bahnring bietet gute Umfahrungsmöglichkeiten

Mit der Grunderneuerung des unterirdischen S-Bahnsteigs im Bahnhof Friedrichstraße erhält auch der letzte Teil des ehemaligen deutsch-deutschen Grenzbahnhofs eine zeitgemäße Ausstattung. In einer nur viermonatigen Bauzeit werden Treppenanlagen und Bahnsteigaufbauten entfernt. Der neue Bahnsteig wird übersichtlicher gestaltet. Im Übergangsbereich zur Mittelebene und zur Stadtbahn werden Fahrtreppen eingebaut.

Vorarbeiten auf dem Bahnsteig und im Verbindungsgang zur U-Bahn haben bereits begonnen. Die DB Station&Service AG investiert rund 6 Mio. Euro in das Vorhaben. Der Tunnelbahnsteig wird werktäglich von ca. 60.000 Ein- und Aussteigern genutzt.

Intelligente Koordination von Baumaßnahmen

Um das ehrgeizige unterirdische Bauprojekt mit möglichst wenig Einschränkungen für die Fahrgäste bewältigen zu können, haben sich die Verantwortlichen gegen regelmäßige Abend- und Wochenendsperrungen entschieden. Stattdessen wird die Nord-Süd-S-Bahnverbindung durchgehend vom 16. Juni bis 12. Oktober außer Betrieb genommen. Mit dem zeitgleich komplett zur Verfügung stehenden S-Bahn-Ring und zusätzlichen bestellten Fahrten auf der U-Bahn-Linie U 6 stehen den Fahrgästen günstige Umfahrungsmög-lichkeiten zur Verfügung.

Zeitgleich werden weitere Arbeiten im Nordsüd-S-Bahntunnel erledigt. Dazu gehört die endgültige Fertigstellung des Bahnhofs Potsdamer Platz im Bereich des Kreuzungsbauwerkes mit der geplanten Linie U 3 sowie die Ausrüstung des nördlichen Bahnhofsteils mit Lärm-schutzschottermatten. Innerhalb des Anhalter Bahnhofs bis zum südlichen Tunnelmund der Linie S 1 werden Gleise erneuert sowie zwischen Nordbahnhof und Oranienburger Straße Weichen eingefügt, die künftig eine flexiblere Betriebsführung ermöglichen.

Umfahrungsmöglichkeiten mit Ringbahn und U-Bahnen

Mit dem Fahrplanwechsel bei der S-Bahn Berlin GmbH am 16. Juni stehen neue schnelle Verbindungen über den komplettierten S-Bahnring zur Verfügung. In Verbindung mit den U-Bahn-Linien U 2, U 6, U 8 und U 9 ergeben sich günstige Verbindungen, die nur geringe Fahrzeitverlängerungen mit sich bringen. Zusätzliches Umsteigen ist leider jedoch unvermeidlich.

In der Zeit vom 16. Juni bis 18. August ist der Nordsüd-Tunnel für die Linien S 1, S 2, S 25 und S 26 zwischen Nordbahnhof und Yorck-straße gesperrt. Vom 19. August bis 13. Oktober kann die Sperrung auf den Abschnitt Nordbahnhof – Potsdamer Platz begrenzt werden.

16. Juni bis 18. August 2002

S 1 fährt Oranienburg/Frohnau – Gesundbrunnen – Nordbahnhof
bzw. Wannsee – Rathaus Steglitz – Schöneberg – Yorckstr.

S 2 fährt Bernau / Buch – Pankow – Gesundbrunnen (und weiter über den Nordring Richtung Westkreuz)
bzw. Blankenfelde / Lichtenrade – Papestraße – Yorckstraße

S 25 fährt Hennigsdorf – Tegel – Gesundbrunnen – Nordbahnhof
bzw. Lichterfelde Süd – Papestraße

S 26 fährt Birkenwerder – Pankow – Nordbahnhof
bzw. Lichterfelde Süd – Papestraße

Die Verbindung zwischen dem Nordteil und dem Südteil der Linien stellt die U-Bahn-Linie U6 zwischen den Bahnhöfen Wedding (Nordring) und Tempelhof (Südring) her. Dazu hat die S-Bahn Berlin GmbH bei der BVG eine Taktverdichtung und den durchgehenden Nachtverkehr an den Wochenenden bestellt.

Zusätzlich fährt als Ersatzverkehr eine Ringbuslinie:
U-Bf. Bülowstraße – S-Bf. Yorkstraße – S-Bf. Anhalter Bahnhof – S+U-Bf. Potsdamer Platz – S-Bf. Unter den Linden – U-Bf. Stadtmitte – S+U-Bf. Potsdamer Platz – S-Bf. Anhalter Bahnhof – S-Bf. Yorckstraße – U-Bf. Bülowstraße.

19. August bis 12. Oktober

Die Linien S 1 und S 2 fahren von Süden kommend über Yorckstraße und Anhalter Bahnhof hinaus wieder bis Potsdamer Platz. Im Nordteil bleiben die bisherigen Endpunkte bestehen. Der Busersatzverkehr entfällt.

Ausführliche Fahrgastinformation schafft Verständnis

Die S-Bahn Berlin GmbH informiert ihre Fahrgäste weiterhin ausführlich über bevorstehende Projekte und damit verbundenen Änderungen. 14-täglich erscheint die kostenlose Kundenzeitung ”punkt 3“, wöchentlich gibt es das Faltblatt ”Bauinfos für Bahnfahrer”. Am Bahnbautelefon (Tel. 030 / 29 71 29 73) beantworten Experten individuelle Einzelfragen. Für allgemeine Auskünfte steht auch das Kundentelefon der S-Bahn Berlin GmbH zur Verfügung: Tel. 030 / 29 74 33 33. Weiter gehende Hinweise zu Fahrplanände-rungen werden im Internet unter www.fahrplanaenderungen.de und unter www.s-bahn-berlin.de und als E-mail-Service angeboten.

Maulwurf Max kommt persönlich

Neu ist der „Max-Bahnbau-Treff“ auf S-Bahnhöfen. Fahrgäste können während des nachmittäglichen Berufsverkehrs an ausgewählten Tagen mit Verantwortlichen diskutieren und Fragen stellen. Mittelpunkt des Treffs sind Tische in Würfelform, die mit ihrer leuchtend orangen Farbe die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Der erste Max-Bahnbau-Treff, bei dem der sympathische Maulwurf persönlich anwesend ist, findet am Donnerstag, 30. Mai, von 16.00 bis 19.00 Uhr auf dem S-Bahnsteig Rathaus Steglitz statt. Auch für Essen und Trinken ist gesorgt.

Ingo Priegnitz
Pressesprecher

Hinweis für Hörfunkredaktionen:
Hörfunkredaktionen haben die Möglichkeit, O-Töne von Christian Morgenroth, Baubetriebsmanager der S-Bahn Berlin GmbH, und Wolfgang Borsch, Leiter Bahnhofsmanagement Berlin Ostbahnhof/ DB Station&Servive AG, auf den Websites www.bahn.de/presse und www.presseportal.de herunterzuladen.

S-Bahn + Bahnhöfe: Friedrichstraße, Bahnsteig D – alter Bahnhof im neuen Gewand

http://www.s-bahn-berlin.de/presse/
presse_anzeige.php?ID=86

Daten und Fakten zum Bahnhofsumbau

Frühzeitig wurde erkannt, dass die in Ost-West-Richtung die Stadt durchschneidende Stadtbahn einer Ergänzung in Nord-Süd-Richtung bedarf. Schon 1896 wurde die Forderung nach dieser für Berlin so dringend notwendigen Nordsüdverbindung erhoben. Der Wunsch sollte jedoch erst 40 Jahre später erfüllt werden.

Mit dem Bau der Tunnelstrecke wurde 1934 begonnen; doch noch während des Baues, der 1939/40 beendet wurde, gab es zahlreiche Änderungen, bedingt durch die 1937 einsetzende Planung des Generalbauinspektors für den Ausbau der Reichshauptstadt.

Der nördliche Tunnelabschnitt wurde 1936 eröffnet, er konnte bis Unter den Linden schon während der Olympischen Spiele benutzt werden. Die ganze Tunnelstrecke wurde im Oktober 1939, also schon nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, in Betrieb genommen.

Zum Kriegsende wurde der Tunnel an zwei Stellen zerstört: Die Spreeunterfahrung nördlich des Bahnhof Friedrichstraße hatte einen Bombentreffer erhalten, die Unterfahrung des Landwehrkanals ist in den letzten Kriegstagen vermutlich von der SS gesprengt worden. Die Wiederherstellungsarbeiten setzten bald nach Kriegsende ein; angesichts des damaligen Mangels an Baugerät und Baustoffen konnte die Tunnelstrecke in überraschend kurzer Zeit wieder befahrbar gemacht werden.

Bahnhof Berlin Friedrichstraße

Der Bahnhof Berlin Friedrichstraße ist ein Bauwerk mit einer für Verkehrsbauten vielleicht typischen, sehr wechselhaften Geschichte. Der obere Bauteil wurde ursprünglich 1881-82 mit der kleineren Nordhalle als Bahnhof auf der Stadtbahn mit nur einem Bahnsteig errichtet. Mit der Erweiterung der Stadtbahn für den Fernverkehr kamen in den Jahren 1919-25 mehrere Umbauten bis zur Erweiterung des Bahnhofes mit einer zweiten größeren südlichen Fernbahnhalle.

Mit der Errichtung der Nordsüd-S-Bahn erlangte der Bahnhof Friedrichstraße ab 1936 eine enorme Aufwertung, da er als zentraler Knotenpunkt ideale Umsteigebeziehungen zwischen den Nahverkehrslinien der Stadtbahn und der Nord-Süd-Bahn, wie auch zum Fernverkehr bot. Von der unterirdischen Bahnsteigebene führen schon zu diesem Zeitpunkt Fahrtreppen in die Bahnhofshalle und ermöglichen eine optimale Umsteigebeziehung zur Stadt- und Fernbahn.

Nach 1961 wurde aus diesem idealen Verkehrsknoten eine Grenzübergangsstelle. Der von den „Urvätern“ konzipierte optimale Verkehrsverbund zwischen Stadtbahn und Nordsüd-S?Bahn war nun erheblich gestört oder ganz unterbrochen. Andere unterirdische Haltepunkte wie Unter den Linden und Potsdamer Platz glichen Geisterbahnhöfen, bei denen die Zugänge geschlossen und im Straßenland nicht mehr sichtbar waren.

Der unterirdische Bahnhof Friedrichstraße blieb jedoch im Zusammenhang mit der Grenzübergangsstelle in Betrieb und erhielt in den siebziger Jahren ein neues Gewand.
Die Keramikbekleidung der Stützen und Bahnsteigaufbauten mit orange-braunen Fliesen und die Tunnelwandbekleidung mit weißen Holzpaneelen weicht jedoch stark vom architektonischen Entwurf ab. Zusätzliche Einbauten auf dem Bahnsteig haben das übersichtliche Erscheinungsbild des Bahnsteiges weiter entstellt.

Der neue Bahnhof Berlin Friedrichstraße

In den Jahren 1995-1999 erhielt der Bahnhof mit Ausnahme des unterirdischen Bahnsteig D seine wohl umfassendste Umgestaltung. Nachdem der Bahnhof nach Öffnung der Mauer 1989 wieder seine verkehrliche Bedeutung erlangt hatte wurde schnell klar, dass durch die zahlreichen Umbauten und die mangelnde Instandhaltung der Bahnhof den Anforderungen als Verkehrsknotenpunkt und modernes Dienstleistungszentrum nicht mehr gewachsen war. Besonders die verschachtelten Einbauten der Grenzkontrolle und Überwachung innerhalb des Gebäudes vermittelten eine bedrückende Atmosphäre und machten den Bahnhof unübersichtlich. Die Umgestaltung hatte zum Ziel, einen modernen Umsteigebahnhof zu schaffen mit den Möglichkeiten der Vermarktung und der Erhöhung der Attraktivität für Fahrgäste und Besucher.

Zuerst musste eine neue übersichtliche Wegführung von und zu den Bahnsteigen entwickelt werden. Im Bahnhof wurde eine große Längshalle geschaffen, die dem Nutzer an jedem Punkt einen Überblick über das vielfältige Angebot ermöglicht. Zwei neugeschaffene Querpassagen leiten den Fahrgast zu den Bahnsteigen, die alle über Fahrtreppen und Aufzüge erschlossen. Die offene und transparente Gestaltung des Innenraumes ermöglicht Durchblicke nach allen Seiten und vermittelt ein Gefühl der Sicherheit für die Besucher des Bahnhofes. Entlang der Halle und der Passage ist durch den Einbau von über 50 Ladengeschäften ein vielfältiges Serviceangebot entstanden. Dadurch ist der Bahnhof nicht nur für Fahrgäste interessant, sondern auch als Dienstleistungszentrum Anziehungspunkt für Besucher bis spät am Abend. Die Gestaltung mit viel Glas und Naturstein und ein darauf abgestimmtes Beleuchtungskonzept sorgen für eine helle, freundliche Atmosphäre und laden zum Aufenthalt im Gebäude ein.

Die Umgestaltung des Bahnhofes erfolgte unter voller Aufrechterhaltung des S?Bahnbetriebes sowohl auf der Stadtbahn wie auch auf der Nordsüd-S-Bahn. Während der S-Bahnverkehr der Stadtbahn zwischenzeitlich auf die gesperrten Fernbahngleise ausweichen konnte, musste der unterirdische Bahnsteig D der Nordsüd-S-Bahn während der gesamten Umbauphase in Betrieb bleiben. Deshalb konnte auch die Neugestaltung des Bahnsteig D nicht im Zusammenhang mit dem Umbau des oberirdischen Bahnhofsteils realisiert werden. Eine gleichzeitige Sperrung des Bahnsteiges D hätte in dem ohnehin schwierigen Bauzustand die Umsteigeverhältnisse auf ein nicht mehr zu vertretendes Maß erschwert.

Der neue Bahnsteig D

Für die Nordsüd-S-Bahn musste also eine eigener Umbauzeitplan gefunden werden, wobei neben dringenden Instandsetzungsarbeiten auf den unterirdischen S-Bahnhöfen gleichzeitig auch notwendige Arbeiten am Tunnel und an den Gleisanlagen durchgeführt werden. Durch die Bündelung dieser Maßnahmen werden die Fahrgäste nur minimal beeinträchtigt. Gleichzeitig bietet sich die einmalige Möglichkeit, eine grundlegende Neugestaltung des unterirdischen Bahnsteig D des Bahnhof Friedrichstraße durchzuführen und damit die Umgestaltung des Bahnhofes, die 1995 begonnen wurde, zu vollenden.

Der zeitliche Ablauf für die Neugestaltung des Bahnsteiges D gestaltet sich wie folgt: Die Sanierung des Ausgangsbauwerkes Nord (Reichstagsufer) begann bereits am 25.03.02, die Hauptbaumaßnahme zur Erneuerung der Bahnsteigebene liegt in der Zeit vom 16. Juni bis zum 13. Oktober 2002 während der Vollsperrung dieses Streckenabschnittes. Die Kernbauzeit von nur 4 Monaten ist unter den komplizierten Bedingungen des Bauens in einer bestehenden unterirdischen Verkehrsanlage eine anspruchsvolle Aufgabe, die gründlich vorbereitet wurde.

Vorbereitend wurde eine Bestandsaufnahme veranlasst und die Kabel im Bahnsteigunterbau überprüft und in neuen Kabeltrassen abgelegt. Mit Beginn der Vollsperrung beginnt die ständige Baustellenversorgung auf der Schiene mit einen Umschlag von insgesamt ca. 9.000 t Abbruch- und Neubaumaterial. Das Baumaterial wird dabei über den Nordsüd-Tunnel vom Nordende her eingefahren.

Der neue Bahnsteig wird sich in seinem Erscheinungsbild übersichtlicher präsentieren. Die den Bahnsteig teilenden Gebäude auf der Mittellinie werden entfernt und durch transparente Neubauten ersetzt. Die erst später hinzugefügten seitlichen Mitteltreppen werden zurückgebaut. Damit wird auch eine bessere Einsehbarkeit für die S-Bahnmitarbeiter geschaffen.

Die verbleibende Mitteltreppe wird mit zwei Fahrtreppen ergänzt, die einen komfortablen Übergang zwischen Tunnel und Erdgeschoss und über weiterführende Fahrtreppen zu Regional- und S?Bahnsteigen der Stadtbahn ermöglichen. An den stirnseitigen Ausgangsbauwerken stehen weiterhin Fahrtreppen zu den Zwischengeschossen zur Verfügung. Der behindertengerechte Zugang bleibt über einen Aufzug zum Erdgeschoss der Empfangshalle erhalten. Das Bahnsteigmobiliar wird idem Erscheinungsbild der oberirdischen Bahnsteige angepasst, ebenso das Wegeleitsystem und die Zugzielanzeiger.

Die architektonischen Gestaltung des unterirdischen Haltepunktes lehnt sich an den historischen Entwurf an, wobei sich wesentliche Gestaltungselemente in zeitgenössischer Bauweise wiederfinden. Die Verkleidung von Tunnelwänden, Stützen und Bahnsteigaufbauten wird aus hellgrauen Keramikfliesen bestehen, die im Farbton der historischen Vorlage entsprechen, jedoch im Format insbesondere an den Tunnelwänden ein größeres Raster darstellen. Dies ermöglicht die Ausführung einer Keramikvorhangfassade, die in Trockenbauweise errichtet werden kann, was die technologischen Prozesse erheblich vereinfacht und zu einer Bauzeitverkürzung führt. Der Bodenbelag des Bahnsteiges und der Eingangsbauwerke wird ebenfalls in Anlehnung an den historischen Zustand mit anthrazitfarbenen Bodenplatten gestaltet und mit einem Blindenleitsystem ergänzt.

Der Tunnel zur U 6 und die Ausgangsbauwerke Nord und Süd werden in Abstimmung mit der Denkmalpflege rekonstruiert. Die Umwehrung der Ausgangsbauwerke erfolgt dabei nach historischen Vorbild mit einem Brüstungsmauerwerk.

Ziel der Baumaßnahme ist es, einen modernisierten S-Bahnhaltepunkt zu schaffen, der den hohen Anforderungen an einen wichtigen Umsteigeknoten auch in Zukunft gewachsen ist und trotzdem seine Geschichte nicht verleugnet.

Am 13.10.2002 ist die Umgestaltung des unterirdischen Haltepunktes beendet und dem Fahrgast bietet sich ein freundliches Bild einer modernen Verkehrsstation wie es auf einer 3-D Visualisierung schon einmal vorab betrachtet werden kann.