S-Bahn + Museum: S-Bahn-Waggon schwebt in Spremberg ein, aus Lausitzer Rundschau

http://www.lr-online.de/regionen/spree-neisse/spremberg/S-Bahn-Waggon-schwebt-in-Spremberg-ein;art1050,6166493

Für den Oldtimer-Sammler Holger Schwarz aus #Schwarze Pumpe hat sich am Freitagmorgen ein Traum erfüllt: Mithilfe zweier Kräne hievten Fachleute den ausgemusterten Wagen aus Berlin auf das Grundstück in der Straße des Aufbaus.
Kurz vor 9 Uhr senkt sich der #S-Bahn-Waggon auf den Boden. Über dem Dach baumeln die Haken. Vorsichtig öffnet Holger Schwarz die Schiebetür. Jetzt gehört ihm der Schatz.

Dabei sah es in der Nacht zum Freitag noch fast so aus, als könnte der Transport scheitern. Ausgerechnet am Tor zum Grundstück kam der Lastwagen nicht weiter.

Vom Adlergestell auf die A13 war das Team mit der Waggonladung gefahren, weiter über Cottbus nach Spremberg auf die Franz-Mehring-Straße, in die Straße des Aufbaus – und plötzlich blieb das Fahrzeug stecken.

Am Freitagmorgen unterhält sich der Oldtimer-Fan beim Frühstück unter freiem Himmel mit dem Kraftfahrerteam: "Es hat gegossen wie verrückt, ihr wolltet erst rückwärts rein, aber dann ging nichts mehr wegen der blöden Kante an der Einfahrt. Gekämpft wie die Löwen habt ihr beim Rangieren." Zwei Stunden brauchten sie. Vor, zurück. Vor, zurück. Bis der Lastwagen mit dem S-Bahn-Waggon endlich durchs Tor passte.
Trotz dieses Manövers zeigt sich das Transportteam am nächsten Morgen frohen Mutes. Frank Hänel sagt: "Zwar heben wir so einen Waggon nicht allzu oft, aber Tagebaugroßgeräte sind noch eine stärkere Herausforderung."

Die Fachleute befestigen Bänder an den Haken der Kräne. Langsam hieven sie den Waggon auf die Erde. Holger Schwarz schaut zu, läuft auf und ab, unterhält …

Museum + U-Bahn: Zum alten Eisen Zur Langen Nacht der Museen am kommenden Sonnabend, 19. August 2017, öffnet auch das U-Bahn-Museum im U2-Bahnhof Olympia-Stadion wieder seine Türen., aus BVG

http://unternehmen.bvg.de/de/index.php?section=downloads&cmd=264&download=2698

Zur Langen Nacht der Museen am kommenden Sonnabend, 19. August 2017,
öffnet auch das #U-Bahn-Museum im U2-Bahnhof #Olympia-Stadion wieder seine
Türen. Für die stilvolle Anreise schicken die BVG und die AG Berliner UBahn
einen besonderen Oldtimer auf die Schienen.
Von ca. 19 bis ca. 22:45 Uhr pendelt ein Zug der Baureihe #AI (sprich: „A eins“)
zwischen den Bahnhöfen Zoologischer Garten und Olympia-Stadion (Fahrplan
im Anhang). Züge dieser Baureihe waren ab 1902 die ersten, die auf der damals
neu eröffneten Berliner U-Bahn unterwegs waren. Die am Sonnabend
eingesetzten Wagen stammen aus der Mitte der 20er-Jahre des letzten Jahrhunderts.
Für die Mitfahrt reicht ein normales BVG-Ticket.
Übrigens, schon einmal zum Vormerken: Das U-Bahn-Museum feiert in diesem
Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Am 9. September können alle Fans bei
freiem Eintritt mitfeiern.

S-Bahn + Museum: Autosammler holt S-Bahn-Wagen, aus Lausitzer Rundschau

http://www.lr-online.de/regionen/spree-neisse/spremberg/Autosammler-holt-S-Bahn-Wagen;art1050,6142981

Die beiden Männer laufen über die freie Fläche kurz vorm Hoftor. Holger Schwarz sagt: "Hier kommt der Waggon hin.
Wolfgang Wandelt mustert den Boden, als würde er in Gedanken den Raum vermessen. Dann nickt er.

Ein #S-Bahn-Wagen wird in der nächsten Woche von Berlin nach Schwarze Pumpe umziehen. 17 Meter lang. 3,15 Meter breit. Um die 16 Tonnen schwer. Über dieses Projekt spricht Holger Schwarz mit dem gelernten Autoschlosser Wolfgang Wandelt. Der scherzt: "Wir beide kennen uns schon seit 100 Jahren, als wir noch gar nicht auf der Welt waren."

Der S-Bahn-Waggon ist jedoch wirklich schon fast 100 Jahre alt. Über ihn scherzen die zwei Freunde auch nicht. Vielmehr sprechen sie in Ehrfurcht über ihn.

Wie eine Jungfrau zum Kind sei er zu diesem historischen Schatz gekommen, berichtet Holger Schwarz, der als Sprengstoffspürhundeführer bei der Polizei arbeitet. "Wir waren zum Training in #Schöneweide, wo mir die Waggons auffielen", sagt er. "Dann traf ich die Leute vom Verein #Historische S-Bahn, und als ich von der Idee erzählte, einen Waggon in Schwarze Pumpe aufzustellen, zeigte mir der Chef erst mal einen Vogel."

Nun dachte Holger Schwarz erst recht darüber nach, wie sich ein solcher Transport organisieren lässt. Er stellte Anträge dafür bei den zuständigen Ämtern in Berlin und Brandenburg. Als die Genehmigung vorlag, begann der erste Versuch. Er scheiterte allerdings bereits im Werk, das die Waggons beherbergt, weil der #Tieflader nicht an …

U5 nach Hönow Neun DDR-Bahnhöfe kommen unter Denkmalschutz – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehr/u5-nach-hoenow-neun-ddr-bahnhoefe-kommen-unter-denkmalschutz-28123830

Auf der U-Bahn-Linie #U5 nach Hönow sollen #neun #Bahnhöfe aus DDR-Zeiten unter #Denkmalschutz kommen. Das teilte die Kulturverwaltung dem Linken-Abgeordneten Kristian Ronneburg auf eine schriftliche Anfrage hin mit. Als Teil der einzigen zu DDR-Zeiten gebauten U-Bahnstrecke hätten die Bahnhöfe verkehrsgeschichtliche Bedeutung, erklärte Kulturstaatssekretär Torsten Wöhlert.
„Konkurrenz der Halbstädte“

„Im Vergleich zu den zeitgenössischen U-Bahnbauten in West-Berlin bringen die Bahnhöfe die wirtschaftlichen, bautechnischen und ideologischen Bedingungen in der DDR zum Ausdruck“, so Wöhlert. „Sie sind damit Zeugnisse des ’doppelten Berlins’, der Konkurrenz der beiden Halbstädte.“ Nachdem die Strecke 1973 bis Tierpark verlängert worden war, fuhren die U-Bahnen von Juli 1988 an zum Elsterwerdaer Platz und ab Juli 1989 nach Hönow.
Auf die Denkmalliste kommen alle Stationen von Tierpark bis Hönow. Ausnahme ist der U-Bahnhof Kienberg (früher Neue Grottkauer Straße), der für die Internationale Gartenausstellung erneuert worden ist. Die Bahnhöfe wurden vom Entwurfs- und Vermessungsbetrieb der Deutschen Reichsbahn (EVDR) gestaltet.
BVG hat höhere Kosten

Für die BVG bedeutet die Unterschutzstellung höhere Kosten. Mehr als die Hälfe der 173 U-Bahnhöfe in Berlin steht bereits unter Denkmalschutz.  Zuletzt wurden im Frühjahr sieben U-Bahnhöfe auf der Linie #U7, die vom Architekten Rainer Rümmler gestaltet worden sind, unter Denkmalschutz gestellt. Zu ihnen zählen aufwendig ausgestattete Stationen wie Haselhorst und Paulsternstraße im Bezirk Spandau. Auch die U-Bahnhöfe Siemensdamm, Rohrdamm, Zitadelle, Altstadt Spandau und …

Straßenbahn: Geschichte des Berliner Nahverkehrs Die Straßenbahn zurück in Spandau – per LKW, aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/berlin/geschichte-des-berliner-nahverkehrs-die-strassenbahn-zurueck-in-spandau-per-lkw/20095094.html

Vor 50 Jahren rollte die letzte Straßenbahn in West-Berlin. Zum Jubiläum gibt es ein großes Fest in Hakenfelde.
Manchmal kann es sogar in Berlin sehr schnell gehen. Kaum ist die Diskussion über eine Rückkehr der Straßenbahn nach Spandau wieder aufgeflammt – schon ist sie da. Wenn auch nur für zwei Tage. Zum für viele Straßenbahnfreunde traurigen „Jubiläum“ der letzten Fahrt einer Bahn im damaligen Westteil der Stadt vor 50 Jahren kehren die historischen Züge dorthin zurück, wo sie damals losgefahren waren: An die Endstelle Hakenfelde an der Niederneuendorfer Allee /Eschenweg – der heutigen Endhaltestelle der Buslinie 139 an der „Villa Schützenhof“.
Die verrückte Idee hatten „Verrückte“. Im positiven Sinn. Es sind Liebhaber alter Fahrzeuge wie der einstige S-Bahn-Fahrer Frank von Riman-Lipinski, der die Front einer alten Straßenbahn in seine Wohnung integriert hat. Nun also Hakenfelde-Bahnhof Zoo. Auf der Linie 55 fuhr am 2. Oktober 1967 zum letzten Mal eine Straßenbahn mit Fahrgästen an Bord durch West-Berlin.

Wenn alte Liebe rostet

Es sollte ein Abschied für immer sein. Seit der Wende kehrt die Straßenbahn aber in den alten Westen zurück, wenn auch nur schrittweise. Und jetzt kommt sie sogar nach Spandau – zurückgeholt aus zwei Museen. Ein Fahrzeug, die Nummer 3495, Baujahr 1928, hatte es an den Schönberger Strand bei Kiel in die Dependance des Vereins Verkehrsamateure und Museumsbahn verschlagen, wo es sogar fahrfähig eingesetzt werden konnte. So kamen die Berliner auf die Idee, den Oldtimer zurückzuholen.

„Schön war das Fahrzeug am Ende nicht mehr“, sagt Riman-Lipinski. Und deshalb machten sich seine Mit-Enthusiasten Dennis Gransee und Norbert Walter rund ein Jahr lang regelmäßig auf den Weg zum Museum am Schönberger Strand und brachten den Oldtimer mit viel Liebe nach und nach wieder auf Vordermann. „Außen ist er fertig und zeigt sich wie vor einem halben Jahrhundert“, sagt Riman-Lipinksi. Innen müsse noch ein wenig gefeilt werden. Aber bis zum 2. September wird das gute Stück fertig werden, ist Riman-Lipinski überzeugt.

An dem Tag soll 3495 zurückkommen nach Berlin – zunächst auf einen Betriebshof der BVG. Dort sollen die letzten technischen Arbeiten stattfinden. Unter anderem müssen die elektrischen Leitungen geprüft werden. Auch wenn der Oldie in Berlin nicht fahren wird, später soll er auf dem Museumsgelände am …

Bahnverkehr + Museum: Neuer Gedenkort Güterbahnhof Moabit – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/neuer-gedenkort-gueterbahnhof-moabit-27807466

Berlin – Der neue #Gedenkort #Güterbahnhof #Moabit soll an die mehr als 30 000 Juden erinnern, die von den Nationalsozialisten zwischen 1942 und 1944 von hier in Ghettos und deutsche Vernichtungslager in Osteuropa #deportiert wurden. Der Gedenkort zwischen Quitzowstraße und Ellen-Epstein-Straße wurde am Freitag eröffnet.
Vor etwa zwei Monaten waren auf dem Areal die ersten Kiefern gepflanzt worden. 24 Bäume und zwei Informationstafeln sollen nach Angaben des Bezirksamts Mitte auf die Geschichte verweisen. Von dem früheren Bahnhof sind lediglich …

S-Bahn + Museum: S-Bahn: Die Nieten machen den Unterschied, aus MOZ

http://www.moz.de/landkreise/oder-spree/erkner/artikel5/dg/0/1/1575634/

Fürstenwalde (MOZ) Die #Triebwagenhalle am #S-Bahnhof #Erkner war am Wochenende ein Besuchermagnet. #Bahnfans aus ganz Deutschland waren angereist. Bewaffnet mit Fotoapparaten wanderten sie über das Gelände, setzten sich auf Bänke der 1. bis 3. Klasse. Der Verein Historische S-Bahn präsentierte fast alles, was ihr Herz begehrt. Unter ihnen war auch Peter Friedo aus Berlin-Lichtenberg. Der 75-Jährige kann dem Reporter jedes Detail erklären, zum Beispiel woran man das Baujahr der Züge erkennt: Die Alten sind genietet, die später gebauten geschweißt. Auch die Zahlen an den Seiten verraten es: Vor der Digitalisierung waren sie nur vierstellig. Dass die alten S-Bahn-Züge einäugig waren, vorn nur eine Lampe hatten – das hätte der Laie selbst bemerken können.
Friedo kommt schnell ins Erzählen. Kein Wunder, er war mal bei den Berliner Verkehrsbetrieben BVB und – nach der Wende – BVG. Allerdings, eine S-Bahn fuhr er nie, sondern immer, 32 Jahre lang, Straßenbahn. Erst in Cottbus, ab 1986 in Berlin. Er habe sich sogar mal verfahren, sagt er. Aber das ist eine andere Geschichte. Heute lässt er nur noch zu Hause die Modelleisenbahn rollen.
Deshalb gefiel ihm, dass in der großen Halle eine aufgebaut war, rund 40 Meter lang. Der Berliner Verein Weinbergsweg hatte sie mitgebracht und sorgte mit den …

S-Bahn + Museum: Zu Besuch bei den Oldtimern der Berliner S-Bahn Der Verein „Historische S-Bahn“ kümmert sich um den Erhalt von Fahrzeugen aus 90 Jahren Schnellbahn-Geschichte., aus Berliner Morgenpost

https://www.morgenpost.de/berlin-history/article210609069/Zu-Besuch-bei-den-Oldtimern-der-Berliner-S-Bahn.html

Die kleine Sophia ist mächtig aufgeregt. Auf dem Kopf hat sie sich einen viel zu großen gelben Bauarbeiterhelm aufgesetzt. Gleich darf sie unter eines der stählernen Ungetüme krabbeln, die aufgereiht in der großen Halle stehen. Unter dem Wagen ist es ölig und dunkel. "Ein bisschen unheimlich hier", sagt die Fünfjährige aus der Vorschulgruppe der Kita Pusteblume aus Schöneiche.

Dann zucken alle Kinder zusammen, einige halten sich vor Schreck die Ohren zu. Ein lautes Zischen ist zu hören. "Das ist Druckluft – und mit der wird die Bremse betätigt, mit der wir den Wagen zum Stehen bringen", erklärt ihnen mit ruhiger Stimme Roy Wallis. Die Angst der Kinder ist wie weggeblasen.

Der Mann in der orangefarbenen Warnweste ist Triebfahrzeugführer der #S-Bahn. Und auch in seiner Freizeit kann er von rot-gelben Zügen nicht lassen. Wallis ist einer von 160 Mitgliedern des Vereins #Historische S-Bahn. Der 1991 gegründete Verein kümmert sich um die #Oldtimer der elektrischen Schnellbahn (kurz S-Bahn), die seit 90 Jahren den Lebensrhythmus der Stadt Berlin maßgeblich mitbestimmt. Rund 30 alte Wagen stehen im Depot an der Endstation der Linie S3 in #Erkner, das von der S-Bahn auch für aktuelle Züge als Wartungswerkstatt genutzt wird.

Der Bestand reicht von den "#Stadtbahnern" aus der Anfangszeit des S-Bahnbetriebs, von denen ab 1927 innerhalb von nur vier Jahren 1276 Wagen gebaut wurden, bis hin zu einem der Prototypen der heute noch fahrenden Baureihe 485, die wegen ihrer einst roten Farbgebung von den Berlinern den Spitznamen "Coladose" bekam.

Im Dezember soll auch der #Weihnachtszug wieder fahren

Der Verein kümmert sich vor allem um die aufwendige Erhaltung der kostbaren S-Bahn-Dinos, seit April 2016 ist er auch als Eisenbahnverkehrsunternehmen zugelassen und darf mit den Oldtimern …

S-Bahn + Museum: Familienausflug zu den S-Bahn-Dinosauriern Tag der offenen Tore im S-Bahn-Werk Erkner am 20. und 21. Mai, aus DB

http://www.deutschebahn.com/presse/berlin/de/aktuell/presseinformationen/14199096/Familienausflug_S_Bahn_Dinos.html

Unglaublich aber wahr – bei der Berliner #S-Bahn haben einige der rot-gelben Dinosaurier der Schiene überlebt. Fast alles, was in knapp 100 Jahren S-Bahn-Geschichte einst tagtäglich mit 750 Volt durch Stadt und Umland gefahren ist, kann am kommenden Wochenende bewundert werden. Das Werk #Erkner lädt am 20. und 21. Mai, jeweils von 11 bis 18 Uhr, zum Familienausflug. Angucken, anfassen und mitmachen ist ausdrücklich erlaubt.

Die S-Bahn-Dinos haben Namen, die sich jedes Kind merken kann: Ob „#Stadtbahner“, „#Nieten-Reko“, „#Bankierzug“ oder „#Panorama-S-Bahn“ – von #Holzklasse bis plüschigem Polstersessel ist alles dabei. Mit einem Exemplar aus den dreißiger Jahren ist die Mitfahrt auf dem Werkgelände möglich.

Eine #Erlebniswerkstatt, ein umfangreiches Bühnenprogramm, das Kinderland und der Bahnmarkt sowie eine große Modellbahnanlage bieten jede Menge Abwechslung.

Der Eintritt kostet 2 Euro für Erwachsene, Kinder zahlen 1 Euro. Der Erlös kommt dem Verein #Historische S-Bahn e.V. zu Gute. Zur Anreise wird die S-Bahnlinie S3 empfohlen, die im Zehn-Minuten-Takt ab Ostkreuz fährt. Das Werksgelände befindet sich in der Bahnhofstraße 10, direkt am Bahnhof Erkner.

Straßenbahn + Museum: Spandau und Charlottenburg Straßenbahn kehrt auf die alte Route 55 zurück – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehr/spandau-und-charlottenburg-strassenbahn-kehrt-auf-die-alte-route-55-zurueck-26812432

Berlin – Für viele Berliner sind Bahnen und Busse eine Art notwendiges Übel. Sie sind froh, wenn der Arbeitstag vorbei ist und sie sich nicht mehr in vollen Zügen drängen müssen. Bei Frank von #Riman-Lipinski ist das anders. Der Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) findet den Nahverkehr so faszinierend, dass er selbst in seiner Freizeit nicht davon lassen kann. Zuhause hat er das Kopfteil einer alten #Straßenbahn aufgestellt, mit anderen Fans arbeitet der Spandauer #historische #Doppeldeckerbusse auf. Jetzt bereitet er eine Aktion vor, die für Aufmerksamkeit sorgen wird. „Nach 50 Jahren soll die Straßenbahn noch einmal nach Spandau und Charlottenburg zurückkehren“, sagt er.

So schön kann Feierabend sein. Der Dienst bei der BVG, wo der langjährige Busfahrer seit 2001 als Betriebsaufsicht arbeitet, ist vorbei. Von Riman-Lipinski sitzt bequem in seinem Sessel, neben ihm spendet der Scheinwerfer des Wagens 3824 warmes Licht. Der Lack glänzt, kein Staub ist zu sehen, ein tadelloses Stück Technik. Das Kopfteil der 78 Jahre alten einstigen BVG-Straßenbahn steht da, wo andere vielleicht ein Aquarium hinstellen würden. Es wirkt überhaupt nicht merkwürdig, allenfalls wie eine zu groß geratene Wohnzimmerleuchte.

 

Wenn U-Bahnen röhren

„Dieses Hobby wird mich nicht mehr loslassen“, sagt der 52-Jährige. „Ich bin schon ein Verrückter, wenn es um das Thema Nahverkehr in Berlin geht, speziell um die historischen Bereiche S-Bahn, Autobus und Straßenbahn.“ Vor kurzem hat er wieder mal die Beschilderung des Wagens gewechselt, derzeit geht es auf der 55 in den Spandauer Norden nach Hakenfelde. Das passt gut, denn auf dieser Linie kam das Nahverkehrs-Virus in sein Leben. Er wurde frühkindlich geprägt.

„Normalerweise kann man sich an das, was man als Dreijähriger erlebt hat, als Erwachsener nicht mehr erinnern“, erzählt von Riman-Lipinski. „Ein Erlebnis von 1967 ist mir aber immer noch präsent. Als ich mit meiner Mama in Siemensstadt zum Einkaufen ging, fuhr eine …