Von Oktober an soll die S-Bahn wieder sechs Mal stündlich zum Flughafen Schönefeld fahren. Dann wird die Linie S 45, die den Südring montags bis freitags tagsüber mit Schöneweide, Adlershof und Schönefeld verband, wieder in Betrieb genommen. Das sagte S-Bahn-Chef Peter Buchner gestern der Berliner Zeitung. Die S 45 musste vor zwei Jahren, als sich die S-Bahn-Krise verschärfte, wegen Wagenmangels eingestellt werden. Seitdem steuern außer Regionalverkehrszügen nur noch die alle 20 Minuten fahrenden Bahnen der Linie S 9 Schönefeld an. Die Wagen, die für die S 45 vorgesehen sind, fahren zuvor auf einer anderen Linie: der S5 (Strausberg Nord-Westkreuz). Dort verstärkt die S-Bahn ihren Verkehr, solange die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) auf der parallel verlaufenden …
Selchow (dapd) Für das Luftfahrt-Messegelände in Selchow nahe dem neuen Hauptstadtflughafen wird am 18. August symbolisch der erste Spatenstich gesetzt. Ab kommenden Jahr soll dort die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) veranstaltet werden, wie die Messe Berlin am Montag mitteilte. Grußworte halten unter anderen Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzek (SPD) und der Berliner Bürgermeister und Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke). Die ILA hat sich seit …
Berlin – Nach der Absage des Streiks der Fluglotsen ist der Flugverkehr an den Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel am Dienstagmorgen normal verlaufen. Bereits vor 05.00 Uhr starteten von Schönefeld Flüge zu Urlaubszielen wie Agadir, Antalya, Izmir oder Palma – wegen des angekündigten Streiks waren diese Flüge vorgezogen worden. Flüge aus Istanbul und Warna …
Der Aufsichtsrat des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) hat auf Initiative des Berliner Senats die Einführung eines „Ermäßigten Schülertickets“ in Berlin beschlossen. Ab sofort können Berliner Schülerinnen und Schüler, die Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung haben, ein ermäßigtes Schülerticket erwerben. Das „Ermäßigte Schülerticket“ gibt es ausschließlich für Berlin AB und kostet als Monatskarte 15, Euro und im Jahresabonnement 145 Euro im Jahr (ohne Ermäßigung: Monatskarte Schülerticket Berlin AB 27 Euro, im Jahresabonnement 260 Euro). Damit ist der Preis des „Ermäßigten Schülertickets“ noch über einen Euro günstiger als die Geschwisterkarte für Berlin AB. Berechtigt zum Erwerb des Tickets sind alle Berliner Schülerinnen und Schüler, deren Schulweg länger als drei Kilometer ist und die selbst oder deren Eltern Leistungen nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II) dem SGB XII (Sozialhilfe), dem Asylbewerberleistungsgesetz, einen Kinderzuschlag nach § 6 a gemäß Bundeskindergeldgesetz (BKGG) oder Wohngeld nach dem Wohngeldgesetz erhalten. Um das „Ermäßigte Schülerticket“ zu beantragen, wird ein gültiger „berlinpass BuT“ mit Lichtbild, auf dem das Merkmal B1, B2 oder L gekennzeichnet ist, benötigt. Den „berlinpass BuT“ gibt es in den Leistungsstellen (zum Beispiel im Jobcenter) oder in der zentralen Leistungsstelle für Asylbewerber. Dort wird auch bestätigt, dass der Schulweg länger als drei Kilometer und der „berlinpass BuT“ entsprechend mit einem Hologramm gekennzeichnet ist. Das „Ermäßigte Schülerticket“ kann an den Verkaufsstellen der BVG oder der S-Bahn Berlin GmbH erworben werden. Der Wechsel aus bestehenden Abonnements Schülerticket und Geschwisterkarte für Berlin AB in das Abonnement „Ermäßigtes Schülerticket“ Berlin AB ist möglich (Pressemeldung VBB, 05.08.11).
Berlin – In der Nacht vom 2. auf den 3. Juni 2012 soll Berlin eine Weltpremiere erleben. „Das hat es in der Geschichte von Flughäfen noch nicht gegeben, dass zwei Flughäfen zugleich auf einen Standort umziehen“, sagt Rainer Schwarz, Chef der Berliner Flughafengesellschaft. Diese Juninacht von Sonnabend auf Sonntag heißt intern die „kritische Umzugsnacht“. Bis etwa 23 Uhr abends wird in Tegel und auch auf dem alten Flughafen Schönefeld noch geflogen wie bisher, dann muss binnen weniger Stunden sämtliches Gerät – vom 60 Tonnen schweren Flugzeugschlepper bis zum Koffercontainer – aus dem 35 Kilometer entfernten Tegel und dem alten Schönefelder Flughafen zum neuen Berlin Brandenburg Airport „Willy Brandt“ (BER) transportiert werden. Eine logistische Großanstrengung: Um vier Uhr morgens werden …
Berlin – In der Nacht vom 2. auf den 3. Juni 2012 soll Berlin eine Weltpremiere erleben. „Das hat es in der Geschichte von Flughäfen noch nicht gegeben, dass zwei Flughäfen zugleich auf einen Standort umziehen“, sagt Rainer Schwarz, Chef der Berliner Flughafengesellschaft. Diese Juninacht von Sonnabend auf Sonntag heißt intern die „kritische Umzugsnacht“. Bis etwa 23 Uhr abends wird in Tegel und auch auf dem alten Flughafen Schönefeld noch geflogen wie bisher, dann muss binnen weniger Stunden sämtliches Gerät – vom 60 Tonnen schweren Flugzeugschlepper bis zum Koffercontainer – aus dem 35 Kilometer entfernten Tegel und dem alten Schönefelder Flughafen zum neuen Berlin Brandenburg Airport „Willy Brandt“ (BER) transportiert werden. Eine logistische Großanstrengung: Um vier Uhr morgens werden …
Die Stadt, die niemals schläft. Heute: Auf dem Flughafen Schönefeld.
Es ist kurz nach elf Uhr abends und Björn Washausen nimmt erst mal einen großen Schluck Kaffee. Seine erste Tasse. Die Nachtschicht hat um zehn begonnen, zusammen mit einem Kollegen ist er heute für startende und landende Maschinen auf dem Flughafen Schönefeld verantwortlich. Für etwa dreißig Maschinen, für ein paar Tausend Menschen. Urlauber, Heimkehrer, Touristen und Geschäftsleute, einsame Rucksackreisende und Familien. „Man darf sich nicht ständig vor Augen halten, auweia, in so einer Maschine sitzen hundertfünfzig Passagiere drin“, sagt er so nebenbei. Und meint damit wohl: Verantwortung ja, Angst nein. Björn Washausen, 49, ist Fluglotse. Er dirigiert die Maschinen. Er ist für die Sicherheit des Luftverkehrs zuständig, oben im Tower, in der achteckigen Kanzel. Er arbeitet meist per Knopfdruck am Computer. Piloten dürfen nur auf seine Anweisung hin starten und landen. Washausen regelt die zeitlichen und räumlichen Abstände zwischen den Flugzeugen, damit sich diese nicht gegenseitig behindern oder gefährden. Er muss genau auf den Takt achten. Wenn Maschinen lange am Boden stehen, kostet das …