Hennigsdorf bleibt größter Standort der Schienenfahrzeug-Sparte des kanadischen Konzerns, gab das Unternehmen am Freitag bekannt. Allerdings werden auch Stellen gestrichen: Im Bombardier-Werk sind 2600 Mitarbeiter beschäftigt, dazu kommen Leiharbeiter. Nach Angaben von Bombardier werden insgesamt 270 Stellen wegfallen, davon 70 bei den Leiharbeitsfirmen.
Konkurrenz durch Anbieter aus Osteuropa und China
Der kanadische Bahntechnik- und Flugzeugbauer hatte vor einigen Tagen angekündigt, 1430 von rund 10.000 Stellen in der Schienenfahrzeug-Sparte des Konzerns in Deutschland zu streichen. Das Unternehmen verwies darauf, dass es in der Bahntechnik zunehmend Konkurrenz durch Anbieter, unter anderem aus Osteuropa und China gebe.
Der Konzern #Bombardier will weltweit tausende #Jobs in seinen Werken #streichen, viele davon in der Zugsparte. Rund 1.500 Arbeitsplätze sind allein in Deutschland betroffen. Die Auswirkungen auf die über 2.000 Mitarbeiter im Werk #Hennigsdorf sind derzeit noch unklar.
Der kanadische Zug- und Flugzeugbauer Bombardier streicht in den nächsten zwei Jahren weltweit 7.000 Arbeitsplätze, davon allein 1.430 in Deutschland. Das kündigte der kanadische Konzern am Mittwoch an.
Die Hälfte der Betroffenen seien Leiharbeiter, deren Verträge nicht verlängert werden, hieß es. Werksschließungen seien aber nicht geplant. Mit den Streichungen werde die Stellenzahl an den Bedarf angepasst und die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert, hieß es zur Begründung. Die in Deutschland ansässige Zugsparte Bombardier Transportation hatte 2014 weltweit 39.700 Beschäftigte. Die weltweite Konzernzentrale der Bahntechniksparte ist seit 2002 in Berlin.
Das Unternehmen baut unter anderem U-Bahnen für die Streckennetze in Berlin und Hamburg. Auch hunderte Bombardier-Straßenbahnen rollen durch Berlin. Zudem bauen Mitarbeiter neue U-Bahnen für die Metro in Stockholm. Der Auftrag für neue S-Bahnen ging dagegen an das Konsortium von Siemens und Stadler Pankow.
Mit dem Umbau ist die Halle für die Instandhaltung des neuen #ICE 4 ausgelegt. Auch der ICE 1 kann nun in seiner gesamten Länge behandelt werden. Die Halle wird voraussichtlich im März nach der Betriebserprobung und Abschluss aller Bauarbeiten in Betrieb gehen.
„Wir haben rund 40 Millionen Euro in den Aus- und Umbau der neuen Instandhaltungsanlage investiert, um künftig mehr Fahrzeuge als bislang warten zu können. Damit sorgen wir für eine höhere Verlässlichkeit unserer Produkte. Die Investition ist ein wichtiger Baustein im Rahmen unserer Kundenoffensive für mehr Service und Qualität“, so Birgit Bohle, Vorstandvorsitzende DB Fernverkehr, anlässlich der Eröffnung.
„Mit der neuen Halle ist das ICE-Werk Berlin Rummelsburg für die Zukunft gerüstet und sichert qualifizierte Arbeitsplätze und Arbeitsleistung. Die Bahn ist damit auch gut auf die neuen und zusätzlichen ICE-Verbindungen von und nach Berlin vorbereitet. Davon profitieren die Mitarbeitenden der DB, die Berlinerinnen und Berliner und die Bahnkundinnen und -kunden insgesamt", ergänzt Christian Gaebler, Berliner Staatssekretär für Verkehr und Umwelt.
Seit Dezember 2012 wurde die Halle aus- und umgebaut. Die ursprünglich in den 1980er Jahren gebaute, zweigleisige Wartungshalle wurde um 50 Meter auf 380 Meter verlängert. Außerdem wurde der komplette Hallenboden um einen Meter abgesenkt, um zwei 370 Meter lange aufgeständerte Gleisbereiche einbauen zu können. Dadurch können die ICE künftig zeitgleich in vier unabhängigen Arbeitsebenen instandgehalten werden.
In Sachen Umweltschutz sorgen die neue Heizungs- und Beleuchtungsanlage sowie die neue Wärmedämmung für hohe Energieeinsparungen.
Auf dem neuesten Stand sind ebenfalls die elektronische Steuerung der Oberleitung, die technische Ausführung der Gleisbrücken und der Dacharbeits-bühnen, sowie die Ver- und Entsorgungsleitungen. Alle betriebswichtigen technischen Anlagen und Einrichtungen sind in den Betriebsführungsrechner des Werks eingebunden. Damit ist es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Leitstelle möglich, jederzeit alle wichtigen Informationen zum Zug und zu den aktuellen Arbeiten im Blick zu haben.
Durch die Installation von zwei zuglangen luftbeheizten Abtauanlagen werden in den Wintermonaten die Fahrzeugbehandlungskapazitäten zusätzlich erhöht – die Fahrgestelle und Aggregate der Züge können von unten aufgetaut werden.
Über die gesamte Länge der Wartungsgleise erstrecken sich Dacharbeits-bühnen. Von dort können Komponenten auf den Wagendächern des ICE 4, wie die Klimaanlagen, gewartet werden. Krananlagen im Dachbereich ermöglichen auf der gesamten Zuglänge den Tausch von Klimageräten mit einem Gewicht von bis zu 1,6 Tonnen. Für den schnellen und reibungslosen Wechsel von Achsen und Fahrgestellen wurden 13 Gleisbrücken und eine Drehgestellsenke eingebaut.
Kaum ist die neue #S-Bahn vorgestellt, taucht die Frage auf: Ist sie zu #teuer? Ein Sitzplatz kostet immerhin fast 52.000 Euro. Nein, heißt es offiziell. Die Liste der Anforderungen sei lang.
Billig sind die neuen Berliner S-Bahn-Züge nicht. Doch die Verantwortlichen halten den relativ hohen Preis, rund 900 Millionen Euro für 382 Wagen, für angemessen.
„Bei der Anschaffung hätte ein dreistelliger Millionenbetrag gespart werden können. Dann aber wäre der Auftrag ins Nachbarland gegangen“, sagte Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD). „Es war uns wichtig, dass der volkswirtschaftliche Nutzen in Deutschland bleibt.“ Anstatt in Polen würden nun in Berlin Arbeitsplätze gesichert, weil die 106 Züge bei #Stadler in Pankow montiert werden – mit Motoren, Bremsen und anderen Teilen, die von Siemens kommen.
„Unsere Firmen sind in Berlin tief verwurzelt. Dies wird eine S-Bahn aus Berlin für Berlin“, sagte Jochen Eickholt, Chef der #Siemens-Division Mobility. Im Rennen um den Auftrag der Deutschen Bahn hatten sich Stadler und Siemens durchgesetzt.
Bis der erste Wagen zwischen in Brandenburg unterwegs sein wird, dauert es allerdings noch ein paar Jahre. 900 Millionen Euro kostet die neue Flotte. Eines wird wirklich neu sein.
Berlin . Die #neuen #Züge für die Berliner #S-Bahn werden rund 900 Millionen Euro kosten. Diese Summe nannten der Auftraggeber Deutsche Bahn und die Fahrzeughersteller #Siemens und #Stadler am Mittwoch erstmals öffentlich. Die 382 neuen Wagen sollen ab 2021 nach und nach zum Einsatz kommen. Sie fahren auf dem Berliner Ring und nach Süden hinaus, pendeln also zwischen Königs Wusterhausen und Westend, zwischen Zeuthen und Birkenwerder.
Die Bahn und die Bundesländer Berlin und Brandenburg unterzeichneten für die Berliner Ringbahn und ihre Zubringerstrecken einen neuen Verkehrsvertrag für die Jahre 2021 bis 2035. Der bisherige Betreiber, die Deutsche-Bahn-Tochter S-Bahn Berlin GmbH, hatte bei einer Ausschreibung den Zuschlag bekommen.
Pressemitteilung von S-Bahn Berlin GmbH, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung und Verkehrsverbund Berlin-BrandenburgVertreter von Bahn und Politik #unterzeichnen#Verkehrsvertrag für das #Teilnetz#Ring/Südost. Auslieferung #neuer #Züge durch Herstellerkonsortium #Siemens/#Stadler ab Ende 2020
Berlins S-Bahn-Flotte wird in den kommenden Jahren erheblich verjüngt. Mit der gemeinsamen Unterschrift unter den neuen Verkehrsvertrag für das Teilnetz Ring/Südost dokumentieren Vertreter der öffentlichen Aufgabenträger aus Berlin und Brandenburg die Beauftragung der S-Bahn Berlin GmbH mit der Erbringung der Verkehrsleistung auf dem Ring ab 2021. Auf dieser Basis erfolgt seitens der Bahn die Bestellung von 382 neuen S-Bahn-Wagen. Der Auftrag der Bahn hat ein Investitionsvolumen von rund 900 Millionen Euro.Hersteller der Fahrzeuge ist ein Konsortium der Unternehmen Siemens und Stadler. Sie produzieren in der Region Berlin-Brandenburg. Die neuen Fahrzeugeinheiten werden ab dem Jahr 2021 die rot-gelbe Fahrzeugflotte sukzessive verstärken und die Ausmusterung technisch veralteter Wagen ermöglichen.Der neue Verkehrsvertrag umfasst Verkehrsleistungen von 9,7 Millionen Zugkilometer pro Jahr. Dies ist knapp ein Drittel des gesamten Berliner S-Bahn-Netzes. Der neue Verkehrsvertrag läuft bis Ende 2035.Andreas Geisel, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt des Landes Berlin: „Der Ring ist das Herzstück des Berliner S-Bahnsystems. Die S-Bahn Berlin GmbH und Siemens-Stadler übernehmen daher eine große Verantwortung für die Mobilität der Menschen in unserer Stadt. Ich bin zuversichtlich, dass sich die Unternehmen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit großem Engagement dieser Aufgabe stellen. Der Ringbetrieb mit seinen neuen Fahrzeugen muss Maßstäbe setzen in Sachen Qualität und Zuverlässigkeit.“Kathrin Schneider, Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Die stetig steigende Zahl der Pendler zwischen Berlin und den brandenburgischen Kommunen zeigt, die Hauptstadtregion ist auf Wachstumskurs. Dieser Entwicklung muss auch der öffentliche Personennahverkehr angepasst werden. Die Menschen wollen und sollen öffentlich mobil sein können. Die S Bahn leistet dabei einen wichtigen Beitrag. Der neue S Bahnvertrag sichert, dass auf einem Drittel des Netzes Schritt für Schritt neue Züge schneller und komfortabler unterwegs sein werden. Wir erhoffen uns von der steigenden Attraktivität auch weiter steigende Fahrgastzahlen.“Susanne Henckel, Geschäftsführerin Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg: “Mit dem Verkehrsvertrag bekommt die S-Bahn Berlin eine solide Grundlage, um die neuen Fahrzeuge zu finanzieren und ein leistungsfähiges, zuverlässiges und damit für die Fahrgäste attraktives Angebot auf die Beine zu stellen. Dieser langfristige Vertrag bietet die Chance und die Möglichkeit, weitere, dringend notwendige, Innovationen für die Hauptstadtregion zu entwickeln und umzusetzen. Die Aufbruchsstimmung ist ähnlich der in den Gründerjahren des vorigen Jahrhunderts. Deshalb sehen wir diese Unterzeichnung heute als Startschuss für die S-Bahn Berlin, gemeinsam mit der Deutschen Bahn, unser S-Bahn-System wieder zum Modernsten in Europa zu machen.“Erfrischendes Fahrzeugdesign mit WiedererkennungswertMit 21 Zwei-Wagen-Triebzügen (Baureihe 483) und 85 Vier-Wagen-Triebzügen (Baureihe 484) werden die Zuverlässigkeit und Qualität der Verkehrsleistung auf der Ringbahn und den südöstlichen Zulaufstrecken deutlich erhöht. Die Hersteller garantieren eine über 30 Jahre währende hohe Einsatzqualität. Die Fahrzeuge zeichnen sich durch eine deutlich gesenkte Geräuschentwicklung aus. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 100 km/h.Mit einem markanten Design wird das neue Gesicht in der S-Bahn-Flotte entsprechend den Wünschen der Berliner auch weiterhin in der traditionellen rot-gelben Lackierung auf Strecke gehen.Die Auslieferung erster Vorserienfahrzeuge ist für Ende 2020 vorgesehen. Diese kommen zur intensiven Erprobung auf der Linie S47 zwischen Hermannstraße und Spindlersfeld zum Einsatz. Mit Lieferung der Serie folgt die sukzessive Umstellung des Fahrzeugeinsatzes auf der S46, S8 sowie den Ringbahnlinien S41/S42.Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn: „Der Betrieb der S-Bahn in Berlin ist für die Deutsche Bahn von herausragender Bedeutung. Mit einer Investition von 900 Millionen Euro in eine neue Fahrzeuggeneration setzen wir ein deutliches Zeichen für Qualität und Zuverlässigkeit. Diesen Anspruch wollen wir im neuen Verkehrsvertrag mit Ehrgeiz und Leidenschaft erfüllen.“Fahrzeuginnenraum mit umfassendem AusstattungspaketMehr Komfort und erhöhte Sicherheit prägen den lichtdurchfluteten Innenbereich der neuen Fahrzeuggeneration. Große Fensterflächen und gläserne Trennwände sorgen für Transparenz. Alle Wagen sind mit einem Videoüberwachungssystem ausgestattet.Die Innenraumaufteilung folgt bewährten Konzepten. Neben der klassischen Vierer-Sitzgruppe stehen Mehrzweckbereiche mit seitlichen Sitzgelegenheiten zur Verfügung, in denen ausreichend Platz für Gepäck, Kinderwagen und Fahrräder vorgesehen ist. Rollstuhlplätze in unmittelbarer Nähe des Führerstandes und die dortige spaltfreie Ein-und Ausstiegsmöglichkeit machen die barrierefreie Nutzung der neuen Fahrzeuggeneration möglich.Für erhöhtes Wohlbefinden sorgt eine Klimatisierung der Fahrgasträume, die erstmals bei einer Baureihe der Berliner S-Bahn realisiert wird. Die automatische Türschließung nach dem Fahrgastwechsel verringert bei extremen Außentemperaturen das Auskühlen oder Aufheizen der Innenräume.LED-Monitore mit EchtzeitinformationenEin dynamisches Fahrgastinformationssystem erleichtert S-Bahn-Kunden die Orientierung. Ergänzend zur Linien-und Zielanzeige bieten im Fahrgastraum seitliche LED-Monitore auf Basis von Echtzeitdaten künftig Informationen zum Fahrtverlauf und zu Anschlüssen. Außen werden Linie und Ziel nicht nur vorn und hinten am Zug, sondern auch zu den Bahnsteigseiten hin angezeigt.Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin: „Der neue S-Bahn-Zug für Berlin ist ein innovatives Produkt aus unserer Region, auf das wir gemeinsam mit unseren Bestellern und den Fahrgästen große Hoffnungen setzen. Der Countdown für die kommende Fahrzeuggeneration ist nunmehr gestartet. Parallel haben wir umfassende Investitionen in die technische und personelle Entwicklung unserer Werkstätten getätigt, die sich bereits jetzt in einer verbesserten Betriebsqualität niederschlagen.“Bildmaterial zum Fahrzeugkonzept der neuen S-Bahn für Berlin steht als Download zur Verfügung.Veröffentlichung nur unter Nennung des CopyrightsCopyright: Stadler Pankow GmbH/design: büro+staubach berlinDE: www.siemens.com/presse/S-Bahn-BerlinENG: www.siemens.com/press/S-Bahn-BerlinWeitere Informationen unter: www.s-bahn-berlin.de/Neue-FahrzeugeBilder:
Neue Züge für die Berliner S-Bahn, Innenraumgestaltung, Copyright: Stadler Pankow GmbH
Rückfragen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Potsdam (MOZ) Ein für Montag angesetztes #Spitzentreffen zwischen der Deutschen Bahn und dem Brandenburger Wirtschaftsministerium zur Zukunft des #Bahnwerks in #Eberswalde (Barnim) ist am Vormittag kurzfristig abgesagt worden. Wie Bahn und Wirtschaftsministerium bestätigen, seien die Gespräche einvernehmlich auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden, weil "noch zu viele Details offen und nicht ausverhandelt sind", wie eine Sprecherin des Ministeriums sagte.
350 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel: Die Beschäftigten des #Bahnwerks#Eberswalde zittern seit mehr als einem Jahr um ihre Jobs. Die Deutsche Bahn will die #Werkstatt für #Güterwaggons loswerden. Nach langem Hin und Her steht jetzt die Entscheidung bevor. Entgegen früherer Pläne will der #Staatskonzern nun doch direkt an einen privaten Investor verkaufen.
Potsdam. Andreas Hoffmann ist gekommen, um Antworten zu geben. Doch selbst dem kämpferischsten Betriebsrat fehlen manchmal die Worte. „Wie soll man das jetzt am besten beschreiben?“, sagt der Vertreter des Bahnwerks Eberswalde (Barnim) am Mittwoch vor den Mitgliedern des Wirtschaftsauschusses im Brandenburger Landtag. „Bei uns im Betrieb ist die Frustration zur Zeit recht hoch.“
Wundern darf das niemanden mehr. Seit Oktober 2014 ist klar, dass sich die Deutsche Bahn von dem Instandhaltungswerk für Güterwaggons trennen will. Nach langen Monaten der Ungewissheit soll am morgigen Freitag eine Entscheidung über die Zukunft des Werks und seiner 350 Beschäftigten fallen. Bis dahin müssen interessierte Investoren der Bahn ihr Gebot unterbreitet haben.
#Videoüberwachung, #Klimatisierung: Davon können die #S-Bahn-Fahrgäste heute nur träumen. Die neuen Züge, die von 2020 an geliefert werden, sollen besser und dauerhafter als ihre Vorgänger sein. Doch das hat seinen Preis – den die Steuerzahler berappen müssen. Die Details des neuen Vertrags.
Sie sind klimatisiert, werden von Videokameras überwacht, sie sollen #leiser als ihre Vorgänger sein und 40 Jahre halten. Die neuen S-Bahnen, für die am Dienstag der #Kaufvertrag unterschrieben wurde, sollen den Fahrgästen viele Vorteile bieten. Doch für die Steuerzahler hat die Investition, die auf 900 Millionen Euro beziffert wurde, eine negative Seite. Sie wird den S-Bahn-Betrieb auf einem großen Teil des Netzes stark verteuern. Die Grünen sprachen vom „miesesten S-Bahn-Deal aller Zeiten“. Neue, qualitativ hochwertige Züge seien nun mal teuer, sagte dagegen Verkehrs-Staatssekretär Christian Gaebler (SPD).
2012 hatten Berlin und Brandenburg ein Drittel des S-Bahn-Verkehrs ausgeschrieben. Der Wettbewerb sollte dazu führen, dass bessere und dauerhaftere Züge eingesetzt werden. Zunächst wurde mit fünf Bietern gesprochen, so Gaebler. Am Ende habe nur noch ein Unternehmen an dem Verfahren teilgenommen. Wer das war, kann man sich denken: Die S-Bahn Berlin GmbH erhielt den Zuschlag für den Vertrag, der von 2021 bis …
Bestellung von 382 #neuen #S-Bahn-Wagen noch vor Weihnachten • S-Bahn-Chef Buchner setzt auf verlässlichen Ringbahnbetrieb mit hohen Qualitätsstandards
Die #S-Bahn Berlin bleibt bis zum Ende des Jahres 2035 Betreiber der #Ringbahn und der #südöstlichen Zulaufstrecken. Mit dem Ende der Widerspruchsfrist ist die vom Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Andreas Geisel, am 8. Dezember angekündigte #Vergabeentscheidung nunmehr rechtskräftig. Der Gesamtumfang der ausgeschriebenen Verkehrsleistungen beträgt rund 9,7 Millionen Zugkilometer pro Jahr. Dies ist knapp ein Drittel des gesamten Berliner S-Bahn-Netzes.
Wesentlicher Bestandteil der Leistungserbringung ist die Beschaffung neuer
S-Bahn-Züge. Wie angekündigt löst die S-Bahn Berlin die Fahrzeugbestellung umgehend aus. Ein entsprechender Vertrag mit dem Herstellerkonsortium Siemens/Stadler Pankow wird am morgigen Tag unterzeichnet. Als Lieferbeginn ist das Jahr 2020 vorgesehen. Bis 2023 sollen 382 Wagen (in Vier- und Zwei-Wagen Einheiten) zur Verfügung stehen. Für die Übergangszeit werden, im Rahmen eines gesonderten Vertrags mit dem Senat, ertüchtigte Bestandsfahrzeuge der Baureihen 480 und 485 eingesetzt.
Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin, erklärt: „Wir werden das Vertrauen der Aufgabenträger nicht enttäuschen. Unser Ziel ist es, die Ringbahn als Herzstück des Berliner S-Bahn-Netzes weiter zu stärken und unseren Fahrgästen einen verlässlichen Betrieb mit hohen Qualitätsstandards zu bieten.“
Weitere finanzielle Aufwendungen seitens der S-Bahn Berlin sind für die Erneuerung der Werkstatt Grünau vorgesehen, in der die Instandhaltung aller Züge des Teilnetzes Ring erfolgt. Hinzu kommt der Bau einer neuen Außenreinigungsanlage am dortigen Standort.