Wo sind die robusten alten Trams?, aus Senat

17.02.2026

Vorbemerkung des Abgeordneten:

Ende Januar fiel der Straßenbahnverkehr auf einem großen Teil der Berliner Tram-Linien wegen vereister Oberleitungen infolge von Eisregen aus. Offenbar lag, neben der herausfordernden Wetterlage, eine Ursache auch darin, dass die neue Generation von Straßenbahnen weniger robust als ihre Vorgängermodelle ist. Die Technik älterer Straßenbahnen konnte demnach eher für Spannungsausgleich sorgen. Verkehrsexperten schlugen deshalb vor, Bahnen aus der alten Generation zu Enteisung heranzuziehen. Der frühere Berliner Finanzsenator Kollatz äußerte im Inforadio: „Wenn meine Informationen richtig sind, dann hat die BVG diese Straßenbahnen durchaus mal gehabt. Die werden aber gerade bei Notfällen – zum Beispiel in der Ukraine – zur Verfügung gestellt, als der Krieg dort begann.“

Frage 1:

Wie viele #Straßenbahnen wurden seit Februar 2022 an die Ukraine gegeben?

Frage 2:

Gibt es dennoch eine #Reserve von Bahnen älterer Baujahre und wenn ja, in welchem Umfang?

Frage 3:

Zu welchen Konditionen wurden die Straßenbahnen weggegeben?

Frage 5:

Gibt es weitere Fälle, in denen Straßenbahnen an andere Länder abgegeben werden? Falls ja, wohin und zu welchen Konditionen?

Antwort zu 1 bis 3 und 5:

Die Fragen 1 bis 3 und 5 werden aufgrund des Sachzusammenhanges gemeinsam beantwortet.

Die BVG teilt dazu mit:

„ Die BVG setzte seit dem Jahr 1977 insgesamt 574 Wagen der #Tatra-Straßenbahnen ein. Seit den 1990er Jahren wurden die Fahrzeuge teilweise für den weiteren Betrieb #modernisiert, jedoch auch zunehmend #ausgemustert oder verkauft und schrittweise durch moderne Straßenbahnfahrzeuge ersetzt.

Seither wurden Berliner Tatra-Fahrzeuge der Typen #T6A2/ B6A2, #KT4Dt und #KT4D unter anderem nach #Stettin (PL), #Almaty (KZ), #Oradea (RO), #Norrköping (SE), #Alexandria (EG), #Magdeburg (DE), #Lwiw (UA) und #Saporischschja (UA) abgegeben.

Einige Fahrzeuge werden heute von der Berliner #Feuerwehr und der #Bundeswehr zu Übungszwecken im #Katastrophenschutz genutzt oder befinden sich als Ausstellungsstücke in #Museen.

Mit Zustimmung der Senatsverwaltung für Finanzen, vom 16.10.2022 und 19.01.2024 gem. § 63 Abs. 3 i. V.m. § 63 Abs. 4 LHO wurden 12 Straßenbahnen und Ersatzteile des Straßenbahntyps Tatra KT4D an das Verkehrsunternehmen „ Lvivelecktrotrans“ der Stadt #Lviv gespendet. Bereits im Jahr 2018 hatten die Verkehrsbetriebe der Stadt Lviv zuvor 30 Straßenbahnfahrzeuge erworben. Der damalige Kaufpreis belief sich auf jeweils rund 18.000 € pro Fahrzeug, zuzüglich Transportkosten.

Ab dem Jahr 2022 wurden mehrere Veräußerungen beziehungsweise Abgaben von Straßenbahnfahrzeugen zu den jeweils genannten Konditionen vorgenommen. Im Jahr 2023 wurde eine Straßenbahn des Typs Tatra KT4D veräußert. Das Fahrzeug befand sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in einem betriebsfähigen Zustand, war als Schrottfahrzeug einzustufen und wies bereits umfangreiche Demontagen diverser Bauteile auf. Eine Wiederinbetriebnahme war ausgeschlossen. Die Abgabe erfolgte an die Bundeswehr zur Nutzung zu Übungszwecken. Der Verkaufspreis betrug 1.500,00 €.

Es ist vorgesehen, im Jahr 2026 insgesamt drei Straßenbahnfahrzeuge des Typs Tatra KT4D nach #Santo, Brasilien zu veräußern. Der geplante Verkaufspreis beträgt jeweils 12.000,00 € pro Fahrzeug. Für alle drei Fahrzeuge ist die #Hauptuntersuchung abgelaufen. Infolgedessen besteht keine gültige #Betriebserlaubnis mehr. Ein Einsatz der Fahrzeuge ist sowohl im regulären Fahrbetrieb als auch für Überführungs- oder Probefahrten auf öffentlichen Gleisanlagen somit ausgeschlossen; der Verkauf erfolgt im derzeitigen technischen und rechtlichen Zustand. Die Triebwagen sind zudem aktuell nicht auf die in Berlin bestehende Fahrdrahtspannung von 750 V umgerüstet.“

Frage 4:

Kann der Senat bestätigen, dass sich die Straßenbahnen, die an die Ukraine weggegeben wurden, zur Enteisung der Oberleitungen hätten einsetzen lassen?

Antwort zu 4:

Diese Aussage kann der Senat nicht bestätigen. Die BVG teilt ergänzend dazu mit:

„ An die Ukraine wurden Fahrzeuge vom Typ Tatra KT4D abgegeben. Die in diesem Fahrzeugtyp verbaute #Steuerung reagiert bei plötzlichen Unterbrechungen der Stromversorgung durch Eisablagerungen ähnlich empfindlich wie die aktuellen Niederflurfahrzeuge (#GT6, #Flexity). Ein Vorteil hätte sich in der gegebenen Situation damit nicht ergeben.

Selbst die robusteste Bauweise hätte in diesem Szenario ohne besondere Zusatzmaßnahmen nicht die gewünschte Wirkung gehabt. Der isolierende elektrische Widerstand des Eispanzers an der Oberleitung hätte eine Weiterfahrt der Fahrzeuge verhindert. Eine Wiederherstellung des Betriebes war nur nach vorheriger mechanischer Eisentfernung durch Fahrzeuge mit Spezialausrüstung erfolgreich möglich.

Auch die Stadt Stettin war von dem historischen Eisregen Ende Januar betroffen und die Straßenbahn war tagelang nicht im Betrieb. Dort gehören Tatra-Straßenbahnen zur Flotte.“

Berlin, den 16.02.2026

In Vertretung Arne Herz

Senatsverwaltung für

Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt

www.berlin.de

Tourismus: Bilanz 2023: Berlin-Tourismus mit stabilem Wachstum, aus Senat

23.02.2024

https://www.berlin.de/sen/web/presse/pressemitteilungen/2024/pressemitteilung.1420282.php

Pressemitteilung vom 23.02.2024

  • Rund 12,1 Mio. Besucher:innen (+ 16 %) und rund 30 Mio. Übernachtungen (+ 12 %) in den Hotelbetrieben
  • Anteil der internationalen Gäste stieg auf 40 Prozent: Großbritannien, USA und Niederlande unter den Top 3
  • Berlin in Umfragen unter den beliebtesten Städtereisezielen der Welt für 2024

Berlin, 23. Februar 2024 Die #Erholung des #Berlin-Tourismus setzt sich fort: Rund 12,1 Millionen #Gäste besuchten 2023 die deutsche Hauptstadt und sorgten für 29,6 Millionen #Übernachtungen in den Hotels. Dies geht aus der aktuellen Bilanz des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg hervor, die heute Vormittag von der Berliner Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey gemeinsam mit visitBerlin-Geschäftsführer Burkhard Kieker auf einer Pressekonferenz auf dem Fernsehturm vorgestellt wurde. Die Zahl der Gäste stieg um 16 Prozent, die Zahl der Übernachtungen nahm um zwölf Prozent zu. 718 #Beherbergungsbetriebe standen den Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung.

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Museum: Weihnachtsfreude für vier wichtige Wirtschafts- und Tourismusförderprojekte in Berlin: 30 Millionen Euro für S-Bahnmuseum, Centrum Judaicum, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark und Wuhlheide, aus Senat

19.12.2023

https://www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/2023/pressemitteilung.1397818.php

Der Senat hat heute auf Vorlage der Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Franziska Giffey, vier neue Projekte der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von insgesamt 30,2 Millionen Euro bewilligt.

Die Projekte im Einzelnen:

  • S-Bahnmuseum: Als Teil der Berliner Stadtgeschichte soll das #S-Bahnmuseum in #Lichtenberg einem breiten Publikum die einzigartige Industrie- und #Gesellschaftsgeschichte dieses Verkehrsmittels nahebringen. Nachdem der bisherige Standort des Museums am S-Bahnhof #Griebnitzsee nicht mehr zur Verfügung steht, werden Räumlichkeiten im Bahnhof Lichtenberg ausgebaut. Geplante #Projektlaufzeit 2024-2027, Investitionssumme: 4 Millionen Euro.
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Museum: Mit dem Museumsstück ein Stück zum Museum, aus BVG

Zur Langen #Nacht der #Museen am 31. August holt auch die BVG wieder einen ihrer #historischen #Züge aus dem #Depot. Das Fahrzeug vom Typ #AI, der ältesten Berliner #U-Bahn-Baureihe, wird von 19 bis 22.30 Uhr auf der #U2 zwischen den Bahnhöfen #Zoo und #Olympia-Stadion unterwegs sein. Damit gibt es einen stilechten Zubringer zum #U-Bahn-Museum, das ebenfalls an diesem Abend geöffnet hat (18 bis 2 Uhr).

Den genauen Fahrplan des historischen Zuges finden Sie im Anhang.

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Mit freundlichen Grüßen

BVG-Pressestelle

Tel. +49 30 256-27901

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