Straßenbahn: Neue Schienen für Neukölln: passiert da noch was?, aus Senat

02.03.2026

Frage 1:

Die geplante #Verlängerung der #M10 von der #Warschauer Straße bis zum #Hermannplatz soll über die #Thielenbrücke führen, die derzeit nicht den Voraussetzungen für eine #Tramstrecke entspricht. Wie sehen die Pläne für einen Um- bzw. #Neubau der Brücke aus, um den #Tramverkehr über den #Landwehrkanal zu ermöglichen? Wie sieht der weitere Zeitplan aus? Wie stellt der Senat die Finanzierung sicher?

Antwort zu 1:

Die #Brückenplanung erfolgt als #Parallelprojekt zur #Straßenbahnplanung. Die #Inbetriebnahme der neuen Straßenbahnstrecke Warschauer Straße – Hermannplatz (über die Thielenbrücke) wird für 2032 avisiert. Die Planung der #Straßenbahnneubaustrecke wird aus dem Titel 0730 / 68253 finanziert.

Frage 2:

Wie ist der aktuelle Stand der Planungen für die Tramstrecken von #Schöneweide bis in die #Gropiusstadt sowie für die Verbindung von #Adlershof nach #Rudow? Wie sieht der weitere Zeitplan aus? Wie stellt der Senat die Finanzierung sicher?

Antwort zu 2:

Die #Grundlagenermittlungen und der #Wirtschaftlichkeitsnachweis für die #Straßenbahnstrecke in die Gropiusstadt wurden erfolgreich abgeschlossen. Auf Grund von Prioritätensetzungen im Zusammenhang mit der Haushaltsaufstellung für den Doppelhaushalt 2026 / 2027 finden aktuell keine weiteren Planungsaktivitäten statt.

Die Prüfung der Straßenbahnverbindung Adlershof – Rudow erfolgt im Rahmen der aktuell laufenden Fortschreibung des Nahverkehrsplans bzw. des ÖPNV-Bedarfsplans. Erst nach dem Abschluss dieser Bewertung können Aussagen zu Zeitplan und Finanzierung getroffen werden.

Frage 3:

Welche Ergebnisse hat die Grundlagenuntersuchung für die geplante Tramstrecke vom #Potsdamer Platz bis nach Schöneweide erbracht? Welche weiteren Schritte und welcher Zeitplan ergeben sich aus diesen Ergebnissen? Wie stellt der Senat die Finanzierung sicher?

Antwort zu 3:

Die Grundlagenermittlung für die Straßenbahnstrecke Schöneweide – Potsdamer Platz wurde abgeschlossen. Es konnte nachgewiesen werden, dass die Strecke einen volkswirtschaftlichen Nutzen bringen würde. Das Ergebnis soll dem Senat in Kürze zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Eine entsprechende Beschlussfassung wäre die Grundlage, um die Planung der weiteren Leistungsphasen beauftragen zu können. Die Finanzierung der weiteren Leistungsphasen würde dann aus dem Titel 0730 / 68253 finanziert werden.

Frage 4:

Wie ist der Stand zur Eröffnung des zweiten Zugangs zur #U8 am #Hermannplatz und welcher Zeitplan ist hierfür vorgesehen?

Antwort zu 4:

Die BVG teilt hierzu mit:

„ Die gesamte #Treppenanlage [ Ausgang I/ 2] und das historische #Grenanderportal (Baujahr 1926) werden von Grund auf überarbeitet und in Übereinstimmung mit dem #Denkmalschutz instandgesetzt. Darüber hinaus werden im unmittelbaren Umfeld Rammschutzpoller angeordnet. Diese dienen dem Schutz des Ausganges und der Gefahrenabwehr durch den Lieferverkehr des Wochenmarktes.

Mehrfache standsicherheitsrelevante Anpassungen der Planung, denkmalrechtliche Genehmigungen und größerer Schadensumfang als bei Projektbeginn angenommen, führten zu Verzögerungen bei der Umsetzung der Baumaßnahme. Aufgrund des Alters der Anlage und der besonderen Herausforderungen des Bauens im Bestand konnten nicht alle Rahmenbedingungen von Beginn an vollständig erkannt und berücksichtigt werden.

Am #Aufzug sowie am angeschlossenen Zugang des U-Bahnhofs Hermannplatz war zudem unerwartet eine Havarie zu beheben, wodurch vorübergehend Kapazitäten und Ressourcen gebunden wurden. Die Maßnahme ist inzwischen abgeschlossen.

Aufgrund der aktuellen Witterungslage sind trotz Schutzmaßnahmen einige temperaturabhängige Arbeiten (wie Injektionsarbeiten) nicht durchführbar und verzögern teilweise den geplanten Ablauf.

Die Fertigstellung ist nach aktuellem Stand bis Juni 2026 vorgesehen.

Der U-Bahnhof Hermannplatz ist für mobilitätseingeschränkte Menschen barrierefrei mit einem Aufzug ausgestattet und hat weitere 7 geöffnete Zugänge. Der U-Bahnhof ist verkehrstechnisch voll erschlossen.“

Frage 5:

Wie viele Aufzüge an Neuköllner S- und U-Bahn-Stationen sind derzeit defekt? Bitte um tabellarische Auflistung nach Station, Beginn der Störung sowie voraussichtliche Dauer bis zur Wiederinbetriebnahme.

Antwort zu 5:

Zum Moment der Abfrage (24.02.2026) sind alle Aufzüge der S-Bahn-Stationen in Neukölln in Betrieb.

Die BVG teilt hierzu mit:

„ Die BVG betreibt in dem Bezirk Neukölln acht Aufzüge im U-Bahnbereich.

Zum jetzigen Stand (18.02.2026) ist keiner dieser Aufzüge gestört oder durch etwaige Maßnahmen für die Fahrgäste eingeschränkt. Alle Aufzüge sind in Betrieb.“

Frage 6:

Welche Planungen verfolgt der Senat bzw. die Deutsche Bahn zur Einrichtung von #Regionalverkehrshalten im Bezirk Neukölln und wie ist der Stand der Planungen? Bis wann sollen diese umgesetzt werden?

Antwort zu 6:

Im Rahmen des Projekts i2030 erfolgt für den Korridor #Süd-West (Potsdamer #Stammbahn+) eine Betrachtung zum Ausbau der Ferngleise des südlichen Berliner Innenrings für den Regionalverkehr. Hierfür führt die Deutsche Bahn die Vorplanung (Leistungsphase 2) mit finanzieller Unterstützung durch die Länder Berlin und Brandenburg durch. Die Planung läuft seit Sommer 2024 und soll voraussichtlich 2027 abgeschlossen sein. Im Rahmen der Vorplanung werden verschiedene mögliche Lösungsvarianten für die Umsetzung der Regionalbahnhöfe in #Hermannstraße und #Neukölln herausgearbeitet und betrachtet. Beide Standorte sind aufgrund der beengten räumlichen Verhältnisse anspruchsvoll, sodass hier derzeit noch keine nähere Aussage zur einer favorisierten Lösungsvariante möglich ist.

Aufgrund der räumlichen Nähe und der Funktion des Regionalverkehrs als schnelle Verbindung würde nur eine der beiden Stationen realisiert werden. Über einen Realisierungszeitpunkt kann derzeit noch keine Aussage getroffen werden.

Berlin, den 02.03.2026

In Vertretung Arne Herz

Senatsverwaltung für

Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt

www.berlin.de