Seit einer Stunde steht Daniel Dittmann (34) in der Warteschlange, doch er hat es fast geschafft. Zum ersten Mal in seinem Leben wird er in wenigen Minuten an Bord eines #Airbus#A380 steigen, dem größten #Passagierflug der Welt. „Den wollte ich unbedingt mal sehen“, sagt er an diesem Samstag auf dem „Static Display“ der diesjährigen Internationalen Luft- und #Raumfahrtausstellung (#ILA). Unter anderem dafür hat er sogar eine kleine Reise aus Baden-Württemberg auf sich genommen. „Ich bin einfach #flugbegeistert“, sagt er.
Vor 30 Jahren haben wir noch mit einer Art Kugelschreiber die Kommandos gedrückt: Start, Ziel, Verarbeiten – und dann war die Strecke frei für die S-Bahnzüge. #Weichen und #Signale waren gestellt.
Es ist die schlimmste #Flugkatastrophe in Deutschland seit dem 2. Weltkrieg: Vor 50 Jahren stürzte eine #Interflug-Maschine Iljuschin bei Königs Wusterhausen ab. Keiner der 156 Insassen überlebte.
Es ist der 14. August 1972 – Sommerferien in der DDR: Auf dem #Flughafen#Berlin-Schönefeld tummeln sich die Urlauber. 148 steigen in die Interflug-Maschine vom Typ #Iljuschin#IL-62 nach Bulgarien. Rund 3.500 #Flugstunden hatte die Maschine mit dem #Luftfahrzeugkennzeichen#DM-SEA zu diesem Zeitpunkt bisher absolviert. Im #Cockpit der Pilot Heinz Pfaff, ein äußerst erfahrener Mann mit mehr als vier Millionen Flugkilometern.
Der Abend beginnt mit einem Klassiker. Kerstin #Strehmann (48) steht am #U-Bahnhof Tierpark am Gleis der #U5 in Richtung Hönow, schaut auf die Uhr und sagt: „Wir steigen auf den Zug, der in sechs Minuten kommt.“ Dann blickt sie zur Anzeigetafel – dort steht: Nächster Zug in 15 Minuten. Irgendetwas läuft falsch. Und das ist auch nichts, was eine Frau wie Strehmann überraschen kann. Seit neun Jahren arbeitet sie als #U-Bahn-Fahrerin, sitzt auch nachts für die #BT Berlin Transport im #Cockpit der Züge. KURIER fuhr mit – und plauderte mit Strehmann über die Freuden und Tücken ihres Berufs.
Frau Strehmann, sind Sie mit der Bahn hier?
Ja, heute ja.
Was passiert, wenn Ihr Zug Verspätung hat und Sie zu spät zum Dienst kommen?
#Frust? Am #BER längst Routine. Ärger macht auch #TXL – #Fluggäste brauchen in Tegel zunehmend starke Nerven. Eine Analyse.
In Tegel zu landen, ist für Piloten und Fluggäste längst kein Vergnügen mehr. Immer öfter entschuldigen sich die Flugkapitäne bei ihren Passagieren für Verzögerungen und Unannehmlichkeiten. „Ist leider so in Berlin“ – „Tegel macht einfach keinen Spaß“ – „Wer öfters mit uns hierhin fliegt, kennt das Spiel bereits: Es ist wieder mal keiner da, der uns erwartet. Wir werden jetzt mal telefonieren.“ – „Wir entschuldigen uns für das Chaos an diesem #Flughafen.“
Diese Kommentare aus dem #Cockpit werden über Twitter verbreitet oder erreichen den „Checkpoint“ des Tagesspiegels, derzeit auch als Fluggastbeschwerdeportal erfolgreich. Ärger gibt es vor dem Abflug und nach der Ankunft. Erst muss man oft stundenlang aufs Abfertigen warten und nach der Landung gesellen sich zu den Beschwerden über stillstehende Gepäckbänder – eine Achillesferse des überlasteten Flughafens – seit Wochen Klagen über fehlende Einweiser, um die Flugzeuge in die Parkposition zu lotsen. Anschließend wartet die Schicksalsgemeinschaft an Bord auf den „Rampenfahrer“, der die Treppen an die Türen bugsiert.
Das Kurzprotokoll einer Passagierin vom 11. September: „22.20 Uhr aus Frankfurt gelandet. Halten 30 Meter vor Gate. Einwinker fehlt; 22.49 Uhr Ankunft am Gate, Stillstand, kein Rampenfahrer; 22.55 Uhr Öffnen der Tür.“ Und ein anderer Fluggast schrieb vor Kurzem auf Twitter: „Keine Bodencrew in Sicht. Pilot: Das wird noch einiges an Zeit dauern, setzen Sie sich ruhig. Die Kollegen der Easyjet Maschine nebenan haben 45 Minuten auf Treppen zum Aussteigen gewartet.“