Die Deutsche Bahn hat den Umzug ihrer Konzernzentrale abgesagt. Statt in den „Kubus“ am Hauptbahnhof zu ziehen, bleibt sie im Glas-Tower des Sony-Centers. Der neue Besitzer des Centers, die Investmentbank Morgan Stanley, soll der Bahn bei der Miete entgegengekommen sein. Das Verwirrspiel um den künftigen Sitz der Konzernzentrale der Deutschen Bahn (DB) ist beendet. Nach Informationen der Berliner Morgenpost sind die Umzugspläne endgültig vom Tisch: Die Bahn wird nicht wie geplant aus dem Tower des Sony Centers am Potsdamer Platz ausziehen. „Die Konzernzentrale der DB bleibt, wo sie ist, der Mietvertrag wird verlängert“, sagte ein Manager der Investmentbank Morgan Stanley Morgenpost Online. Sony hatte das Center mit seinen acht Gebäuden im März an ein Konsortium …
Einem neuen Gutachten zufolge könnte das Dach des Berliner Hauptbahnhofs nun doch wie ursprünglich geplant auf 450 Meter verlängert werden – der Senat ist aber dagegen. Das Geld solle lieber woanders eingesetzt werden, heißt es bei der SPD. Berlin – Die Berliner Regierungsfraktionen haben sich gegen eine nachträgliche Verlängerung des Glasdaches am Berliner Hauptbahnhof ausgesprochen. „Wir lehnen diese Maßnahme entschieden ab, zumal sie mit monatelangen Sperrungen der ‚Hauptschlagader‘ des Berliner Schienenverkehrs verbunden wäre“, erklärten die verkehrspolitischen Sprecher von SPD und Linke im Abgeordnetenhaus, Christian Gaebler und Jutta Matuschek. Das Geld solle „lieber da eingesetzt werden, wo es direkten Nutzen für die Fahrgäste erbringt“. Neben dem Umbau des Ostkreuzes biete sich in der Region …
Seit Jahren wird der Standard der Deutschen Bahn bei Bahnhöfen und Strecken abgesenkt, werden Ausbaumaßnahmen zurückgestellt. Der Bund als Eigentümer unterstützt diese Fehlentwicklung oder duldet sie zumindest. Aber beim Berliner Hauptbahnhof will der Bundesbau- und Verkehrsminister plötzlich 53 Millionen Euro für eine Verlängerung des Bahnsteigdaches einsetzen, die nur wenigen Fahrgästen nutzt, die aber für hunderttausende eine mehrmonatige Sperrung der Berliner Stadtbahn bedeutet und die Folgekosten für den Unterhalt in einer vom Ministerium verschwiegenen Höhe verursacht. • S-Bahnhof Ostkreuz: Beim Neubau des Ringbahnsteigs soll aus Kostengründen auf die Bahnsteighalle verzichtet werden. Täglich 80.000 Fahrgäste würden dann im Regen stehen. • S-Bahn Berlin-Charlottenburg: Neubau der Bahnsteige für täglich 50.000 Fahrgäste mit nur halber Bahnsteigüberdachung. • S-Bahnhof Julius-Leber-Brücke: Neubau für täglich 17.000 Fahrgäste ohne Bahnsteigdächer • Wannseebahn (S-Bahn-Linie 1): Abbau der Zugzielanzeiger auf den Bahnsteigen zugunsten von Blechschildern, die wie auf einem Dorfbahnhof nur noch die Fahrtrichtung, nicht aber das Ziel angeben. • Streckenausbau Berlin—Cottbus mit anschließender deutlicher Fahrzeitverkürzung: Zurückgestellt auf unbestimmte Zeit. Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Und immer lautete die Begründung: Wir haben kein Geld. Die Empfehlung zur Dachverlängerung im Berliner Hauptbahnhof von Bundesminister Wolfgang Tiefensee beweist nun aber, dass es nicht am Geld fehlt, sondern an der Bereitschaft und Fähigkeit, dieses Geld dort auszugeben, wo es tatsächlich einer großen Zahl von Fahrgästen nutzt (Pressemeldung Berliner Fahrgastverband IGEB e.V., 23.06.08).
Berlin – Die Rolltreppe stirbt aus! Und das ausgerechnet auf Berlins U-Bahnhöfen, wo das Stufensteigen im dichten Gewühl besonders nervt. Die BVG will kaputte Rolltreppen nicht mehr ersetzen, wenn’s auf dem Bahnhof auch einen Fahrstuhl gibt. Ist ja schließlich billiger. Aber allein das ätzende Warten auf den Lift lässt viele Berliner mit Grausen an den BVG-Plan denken. Wer kennt das nicht: Die doofe Rolltreppe ist kaputt, und jetzt muss man samt Kind und Kegel in den engen, schon vor Fahrrädern überquellenden Aufzug. Mit etwas Pech hat noch irgendein Suffki reingepinkelt, bei dem Gestank liegen dann endgültig die Nerven blank. Dieser manchmal unvermeidliche Aufzug-Horror könnte bald Alltag für alle U-Bahn-Passagiere werden, wenn das Rolltreppen-Sterben richtig um sich greift. Seit August 2007 sind schon elf Fahrtreppen verschwunden, so an den U-Bahnhöfen Fehrbelliner Platz und …
Bei Zugverspätungen können Bahnkunden künftig höheren Schadensersatz verlangen. Gut für die Verbraucher, schlecht für die Bahn. Denn der Staatskonzern geht in einer Modellrechnung davon aus, dass mit Inkrafttreten des neuen Fahrgastrechts Forderungen in dreistelliger Millionenhöhe auf ihn zukommen. Die Deutsche Bahn rechnet nach Inkrafttreten des geplanten Fahrgastrechts bei Zugverspätungen mit jährlichen Kosten in dreistelliger Millionenhöhe. Dies gehe aus internen Berechnungen des Bahn-Vorstands Personenverkehr für den Verbraucherausschuss des Bundestags hervor, berichtete die „Braunschweiger Zeitung“. Danach geht die Deutsche Bahn auf der Basis der Zugverspätungen von 2006 davon aus, dass rund neun Millionen Fahrgäste im Jahr ein Anrecht auf Erstattung nach Fahrgastrecht hätten. Die finanziellen Ansprüche gegenüber der Bahn AG würden …
Die Deutsche Bahn lässt sich für Bahnhofs-Paläste wie in Berlin oder Leipzig gerne feiern. In der Provinz dagegen verkommen viele Stationen. Statt Visitenkarte der Städte, wie der DB-Konzern die Bahnhöfe gern nennt, sind sie vielerorts schmuddelige Ecken, Schandflecken im Stadtbild. Elf Jahre hat Horst Burghardt, der Bürgermeister von Friedrichsdorf im Taunus, um den Bahnhof im Ort gekämpft, die Stadtväter von Werder an der Havel nahe Berlin hielten annähernd acht Jahre durch. Schließlich gaben der Hesse und sein märkischer Amtskollege, Vizebürgermeister Hartmut Schröder, auf – erschöpft, entnervt, ohnmächtig. Sie wollten wie Hunderte andere Lokalpolitiker im Land ihre Bahnhöfe vor dem Zerfall retten. Sie wollten der Deutschen Bahn (DB) die Stationen abkaufen und in Eigenregie aufmöbeln. Doch auch diese beiden Kommunen wurden mit dem Konzern nicht einig. Die Bahnhöfe verrotten nun weiter, ziehen lichtscheue Gestalten an und verwandeln ihr Umfeld in Problembezirke. „In Berlin ist jede Toilette sauberer als unser Bahnhof“, sagt Horst Burghardt. Zu „Kathedralen des 21. Jahrhunderts“ wollte Bahnchef Hartmut Mehdorns Vorgänger, Heinz Dürr, Deutschlands Bahnhöfe …
Dauerhafte Lichtinstallation an der S-Bahn-Brücke über der Karl-Marx-Straße Stefan Strauß NEUKÖLLN. Bisher passte die Brücke am S- und U-Bahnhof Neukölln eigentlich ganz gut zum Klischeebild des Bezirks. Schmuddelig und schummrig war es dort. „Manche Passanten bekamen sogar ein wenig Angst“, sagt Matthias Friedrich. Der Lichtarchitekt aus Karlsruhe hat für die denkmalgeschützte Brückenkonstruktion aus dem Jahr 1927 eine Lichtinstallation entworfen. Am Freitagabend wurde sie eingeweiht. 75 Leuchtstofflampen hinter grünem Glas erhellen nun jeden Abend die Brücke. Über der Fahrbahn hängen LED-Leuchten, in den Boden wurden Strahler eingelassen. Hinter den Glasflächen hat der Berliner Künstler Roland Stratmann die Struktur der Rinde von 74 Bäumen aus Neuköllner Straßen nachgebildet und mit den Ortsnamen der …
Bundesbauministerium will das verkürzt errichtete Glasdach nachträglich verlängern S-Bahn für zwei bis drei Monate blockiert / Kritik an Zusatzkosten von 53 Millionen Euro Ulrich Paul BERLIN. Das Glasdach des Berliner Hauptbahnhofs soll nun doch noch auf die ursprünglich geplante Länge gebracht werden. Die Fahrgäste auf der Stadtbahn müssen sich deshalb auf massive Einschränkungen im S-Bahn-, Regional- und Fernverkehr einstellen. Das Bundesbauministerium empfiehlt, das nur verkürzt errichtete Dach aus gestalterischen Gründen und wegen des besseren Schutzes der Fahrgäste vor Wind und Regen von heute 300 auf 430 Meter zu verlängern. Für die Bauarbeiten muss die Ost-West-Trasse durch den neuen Hauptbahnhof aber für zwei bis drei Monate komplett gesperrt werden, weil die Baugerüste in den Gleisbetten stehen sollen. Betroffen von der Sperrung wären rund 600 000 S-Bahn-Fahrgäste sowie die Passagiere von 300 Fern- und Regionalzügen täglich. Mehrere Fernzüge sollen dann am Südkreuz, in Spandau und am …
Der Berliner Hauptbahnhof soll doch noch ein längeres Dach bekommen. Denn das Bauministerium und die Opposition sprechen sich für einen Anbau am Hauptbahnhof aus. Entscheiden wird darüber aber der Bundestag. Und der möchte, dass die Bahn die Kosten dafür trägt. Die Verlängerung des Dachs am Hauptbahnhof wird ein enormer Kraftakt. Mit drei Jahren Vorbereitung und Bauzeit rechnen die Experten aus Bauministerium und dem Gutachterbüro. Auf 37 Millionen Euro beziffern sie die reinen Baukosten, zusätzlich 16 Millionen Euro fielen an, weil der Verkehr auf der Stadtbahn für drei Monate unterbrochen und damit sämtliche nationalen und internationalen Fahrpläne angepasst werden müssten. Die Gesamtkosten von 53 Millionen Euro hält das Ministerium, wie berichtet, dennoch für einen vertretbaren Aufwand, um das Dach auf seine ursprünglich geplante Länge zu bringen. Das Votum des Ministeriums wird in Berlin …
Am 19.6.2008 gegen 10.30 Uhr eröffneten Minister Reinhold Dellmann und Bürgermeister Klaus Ahrens den neuen S-Bahnhof Hoppegarten. Nach mehrjähriger Planungs- und Bauzeit wurde das 5,5 Millionen Eure teure Vorhaben erfolgreich abgeschlossen. Mit der Einweihung des neuen Bahnhofes in Hoppegarten wurden 5 Bushaltestellen, 3 Taxistände, 215 P&R Stellplätze, 6 K&R Stellplätze, 336 B&R Stellplätze, eine Brücke und die Umgestaltung der Bahnhofsvorplätze Nord und Süd beendet und für die Bürger freigegeben. Besonderer Höhepunkt der öffentlichen Übergabe war ein erster Halt der Regionalbahn anlässlich der Bahnhofseinweihung. Viele Zuschauer beobachten dies von der neuen Brücke aus. Beim Sonderhalt stieg eine Gruppe in historischen Kostümen aus der Bahn. Die Gemeinde Hoppegarten setzt sich für den regulären Regionalbahnhalt in Hoppegarten ein. Mit dem Sonderhalt konnte am 19. Juni 2008 ein Zeichen gesetzt werden. Der Hoppegartener Bahnhof ist einer der letzten zwischen Berlin Mahlsdorf und Strausberg, der modernisiert worden ist und einer der teuersten Projekte. Das Besondere: Die Gemeinde Hoppegarten agierte als Bauherr. Durch Fördermittel von Land und Kreis war das möglich geworden. Die Bahn beteiligte sich an den Kosten für den Mittelabgang zum Bahnsteig. Klaus Ahrens: Unser gemeindlicher Haushalt wird durch diese Investition erheblich belastet. Doch es ist eine sinnvolle Investition für die ganze Region, und unsere Nachbargemeinde Neuenhagen profitiert auch davon. Wir in Hoppegarten wollen neben dem normalen und stetig anwachsenden Berufsverkehr auch als Mitglied der Märkischen-S5-Region Tagestouristen ansprechen. Dafür muss die Infrastruktur stimmen. Leistungsfähige und sichere Verkehrswege sind eine wichtige Voraussetzung für die wirtschaftliche Entwicklung der Region und damit auch für den Tourismus. Für Bahnreisende ist der erste Eindruck unseres bekannten Ortes Hoppegarten der vom Bahnhof. Und da wollen und werden wir künftig keinen schlechten Eindruck machen insbesondere auch bei den Besuchern der größten und schönsten Galopprennbahn im Grünen. Uwe Marxen: Im Rahmen der Umgestaltung des Bahnhofs Hoppegarten hat die DB Station&Service AG den Bau eines Aufzuges und der Treppe von der neu errichteten Fußgängerbrücke zum Mittelbahnsteig realisiert. Der Mittelbahnsteig wurde mit einer neuen Bahnsteigbeleuchtung und einem neuen Wegeleitsystem ausgerüstet. Die dafür notwendigen Mittel wurden vom Bund, vom Land Brandenburg und der Deutschen Bahn bereit gestellt (Pressemeldung Büro des Bürgermeisters Hoppegarten , 21.06.08).