Wer heute auf die S-Bahn wartet, kann sich nicht mehr vorstellen, dass Berlin einmal verkehrstechnisch zu den modernsten Metropolen der Welt gehörte. Dass es in der Stadt pulsierte wie im Inneren eines riesigen Lebewesens, gehörte zu ihrem Selbstverständnis. In den Zwanzigerjahren, die man mit Recht roaring nannte, stand Berlin an der Spitze, weil die Stadt auf Mobilität so viel Wert legte. Durch Berlin glitt man hindurch, kreuz und quer, elegant, sauber, relativ leise, ökonomisch. Alles mit der S-Bahn. Der Takt ihrer Fahrpläne gab den Puls des urbanen Lebens. Berlin war zuallererst Verkehr. Eine Stadt definierte sich damals dadurch, dass der Mensch mühelos, verlässlich, schnell und pünktlich durch sie hindurchsausen konnte. Wenn man ermessen will, was die Deutsche Bahn heute der S-Bahn antut und diese wiederum der Stadt Berlin, so muss man sich das …
Frau Junge-Reyer, wie geht es Ihnen, wenn Sie an die S-Bahn denken?
Ich bin wütend und sehr enttäuscht. Die Verantwortlichen der Bahn haben mir noch Anfang Dezember versichert, sie hätten alles im Griff.
Warum lassen Sie sich denn so auf der Nase herumtanzen?
Das tun wir ja nicht. Wir haben den S-Bahn-Vertrag im vorigen Jahr sehr erfolgreich nachverhandelt. Wir haben Qualitätskriterien und Strafen für fehlende Leistungen klar definiert. Mehr geht nicht. Wir sind nicht Eigentümer der S-Bahn, sondern Kunde.
Das Angebot ist aber weiter schlecht. Warum verklagen Sie nicht die Bahn?
Das Kernproblem, dass zu wenig Züge zur Verfügung stehen, wäre so nicht zu lösen. Die Bahn hat diese Wagen nicht.
Frau Junge-Reyer, wie geht es Ihnen, wenn Sie an die S-Bahn denken?
Ich bin wütend und sehr enttäuscht. Die Verantwortlichen der Bahn haben mir noch Anfang Dezember versichert, sie hätten alles im Griff.
Warum lassen Sie sich denn so auf der Nase herumtanzen?
Das tun wir ja nicht. Wir haben den S-Bahn-Vertrag im vorigen Jahr sehr erfolgreich nachverhandelt. Wir haben Qualitätskriterien und Strafen für fehlende Leistungen klar definiert. Mehr geht nicht. Wir sind nicht Eigentümer der S-Bahn, sondern Kunde.
Das Angebot ist aber weiter schlecht. Warum verklagen Sie nicht die Bahn?
Das Kernproblem, dass zu wenig Züge zur Verfügung stehen, wäre so nicht zu lösen. Die Bahn hat diese Wagen nicht.
Die Berliner S-Bahn wird auch heute nur nach einem Notfahrplan unterwegs sein. Wie ein Bahnsprecher sagte, stehen derzeit etwa 550 Wagen zur Verfügung. Für einen Normalbetrieb wären aber 1124 Wagen erforderlich. Die S-Bahn bietet seit Sonntag nur ein Rumpfangebot an und hat vier Strecken in den Außenbezirken stillgelegt. Nur durch die milderen Temperaturen in dieser Woche konnte die S-Bahn den Rückstau in ihren Werkstätten etwas abbauen, doch das Angebot hat sich für die Fahrgäste nur geringfügig verbessert. Auf einigen Strecken wurde ein 10-Minuten-Takt eingerichtet – zum Beispiel auf der Linie S1 zwischen Zehlendorf und Gesundbrunnen sowie auf der S5 zwischen Mahlsdorf/Hoppegarten und Charlottenburg. Auf der Stadtbahn zwischen Ostbahnhof und Charlottenburg fahren die Züge …
Ein BVG-Bus der Linie 154 hat am Montag während der Fahrt ein Rad verloren. Das bestätigte gestern die Sprecherin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Petra Reetz. Der Bus kam vom Elsterwerdaer Platz in Marzahn und war in Richtung Buchholz-West unterwegs. Auf Höhe der Bitterfelder Straße löste sich das Rad eines Zwillingsreifens. Der Busfahrer bemerkte dies zunächst nicht. Nach Angaben von Augenzeugen wurde er erst durch Fahrgäste darauf aufmerksam gemacht. Daraufhin stoppte er, und die Insassen …
Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger erwartet von Bahn und S-Bahn Erklärungen, wie die unhaltbaren Zustände verbessert werden sollen. Neben den S-Bahn Einschränkungen kommt es jetzt auch noch zu erheblichen Zugausfällen im Regionalverkehr. Betroffen sind sowohl Brandenburger und Potsdamer Berlinpendler, aber auch der Süden des Landes.
Vogelsänger: „Die Bahn hat ohne vorherige Abstimmung mit uns einfach Züge gestrichen. Das kann nicht sein. Wenn ein fahrender Zug wegen der Witterung liegen bleibt, ist das schlimm genug. Wenn Züge aber erst gar nicht auf die Strecke geschickt werden, ist das ein Offenbarungseid. Es lässt sich den vielen Pendlern nicht mehr vermitteln, dass der Bahnkonzern weder genügend S-Bahnen noch Regionalzüge auf die Schienen bringen kann. Ich erwarte eine Erklärung von den Bahn und S-Bahn-Verantwortlichen. Erst kürzlich habe ich einen Brandbrief geschickt, weil einige Regionalzüge sehr unpünktlich fuhren. Morgen sollen mir die Verantwortlichen von DB Regio in einem Gespräch erklären, wie es im Regionalverkehr weitergehen wird und am Freitag gibt es einen Termin mit der Geschäftsführung der S-Bahn.“
RE1 Ausfall der Verdichterzüge in der Hauptverkehrszeit Brandenburg-Potsdam-Berlin-Golm.
RE2 Ausfall einzelner Umleiterzüge Berlin-Cottbus in der Hauptverkehrszeit.
RB13 Ausfall aller Verdichterzüge Spandau-Wustermark.
RB20 Ausfall aller Züge Potsdam-Golm-Hennigsdorf.
RB21 Ausfall der Verdichterzüge Potsdam-Golm.
Auch der Süden Brandenburgs ist betroffen:
Die Linien RE11 Leipzig-Falkenberg-Ruhland-Hoyerswerda und RE15 Dresden-Ruhland-Hoyerswerda von DB Regio Südost fallen gemäß einer Meldung im Internet vom 3. bis 15. Januar 2011 komplett aus. Als Ersatz wird auf die Linie RE18 Falkenberg/Dresden-Ruhland-Cottbus verwiesen und ein zweistündlicher Busersatzverkehr zwischen Ruhland und Hoyerswerda eingerichtet. Auch bei der Linie RB45 Elsterwerda-Chemnitz sind einzelne Verdichterzüge betroffen. Begründet wird der Ausfall mit der Witterung.
Bei der S-Bahn ist Brandenburg durch schlechtere Taktzeiten auf verschiedenen Strecken und Zugausfälle betroffen, zum Beispiel auf der Strecke nach Strausberg Nord sowie Hennigsdorf.
Das Land Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, und das Land Brandenburg, Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, haben im Amtsblatt der Europäischen Union eine Vorinformation zu Verkehrsleistungen im SPNV-Netz der Berliner S-Bahn gegeben (2011/S 1-001450). Die Länder Berlin und Brandenburg haben einen für den Zeitraum vom 1.1.2003 bis zum 14.12.2017 wirksamen Vertrag über die Bedienung der Strecken im S-Bahnverkehr der Region Berlin/Brandenburg mit der S-Bahn Berlin GmbH vereinbart. Über Meinungsverschiedenheiten aus diesem Vertrag haben die Vertragspartner einen gerichtlichen Vergleich geschlossen. In dessen Umsetzung soll die S-Bahn Berlin GmbH vertraglich verpflichtet werden, in den Fahrplanjahren 2012 bis 2017 Mehrleistungen zu den bestehenden vertraglichen Verpflichtungen in einem Gesamtvolumen von ca. 11 500 000 Zugkm insbesondere zur Anbindung des neuen Flughafens BER in Schönefeld zu erbringen, ohne dass eine zusätzliche finanzielle Leistung der Länder erforderlich ist. Eine Aufteilung in Lose erfolgt nicht (WKZ, Quelle EU-Ausschreibung, 05.01.11).
(Berlin, 4. Januar 2011) Die Brückenarbeiten zwischen Hohen Neuendorf und Hennigsdorf dauern witterungsbedingt noch bis voraussichtlich 1. März 2011 an.
Für die Züge der Linie RB 20 zwischen Hennigsdorf und Hohen Neuendorf fahren weiterhin Ersatzbusse. Ab Hohen Neuendorf bis Oranienburg nutzen Reisende die S-Bahn.
Reisenden wird empfohlen, sich vor Antritt der Fahrt rechtzeitig zu informieren und gegebenenfalls eine frühere Verbindung zu nutzen.
Über diese Fahrplanänderungen informiert die Deutsche Bahn im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten. Fragen beantwortet der Kundendialog DB Regio Nordost unter Telefon 0331 235 6881 oder -6882. Zusätzlich sind die Informationen auch per Handy unter bauarbeiten.bahn.de/mobile abrufbar.