Ausschreibungen im Nahverkehr gibt es bereits – etwa bei Regionalbahnstrecken in Berlin und Brandenburg. Damit sich die Bewerber nicht um einige attraktive Strecken reißen und weniger befahrene keinen Betreiber finden, werden die Strecken zu gleichwertigen Paketen geschnürt. Ähnliches wäre bei der S-Bahn möglich – theoretisch. So könnte man Stadtbahn oder Ringbahn in Kombination mit weniger genutzten Strecken ausschreiben. Genau das fordert der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Klaus-Peter von Lüdeke, und nennt die Ausschreibung des gesamten Netzes den „nächsten alternativlosen Schritt.“ Praktisch wäre das aber nur machbar, wenn das Land dazu einen Fuhrpark stellt.
Die Berliner S-Bahn will am Donnerstag ein kleines Stück zur Normalität zurückkehren. Ab heute, vier Uhr morgens, soll das gesamte Streckennetz wieder befahren werden, kündigte das Unternehmen gestern an: Auch auf den Abschnitten Westkreuz-Spandau, Schönholz-Hennigsdorf, Springpfuhl-Wartenberg sowie Strausberg-Strausberg-Nord werden wieder Züge eingesetzt. Sie waren seit Sonntag wegen der drastischen Ausfälle bei der Wagenflotte nicht mehr befahren worden. Für Tausende Fahrgäste gibt es damit wieder eine Entlastung auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule
Noch lange kein Normalbetrieb Wie ein Bahnsprecher sagte, sei man zuversichtlich, mit dem derzeit zur Verfügung stehenden Fahrzeugpark das Netz …
Von den Brandenburger Autobahnen sind – mit wenigen Ausnahmen – bislang nur wenige Frostschäden gemeldet worden. „Die Situation ist insgesamt nicht dramatisch“, sagt Cornelia Mitschka, Sprecherin des Landesbetriebs Straßenwesen in Hoppegarten. Auf der Stadtautobahn in Berlin führten nach Angaben von Betroffenen Schlaglöcher vereinzelt zu langen Staus, weil Fahrspuren gesperrt werden mussten – so wie am Dienstag auf der A114 in Pankow. Auf dem nördlichen Berliner Ring gibt es zwar auch eine Sperrung, die Baustelle hat aber nach Angaben von Mitschka nichts mit Winderschäden zu tun. Über Löcher in Bundes- und Landesstraßen in Brandenburg ist der Behörde nur wenig bekannt. Die meisten Schlaglöcher finden sich derzeit im Südosten Brandenburgs, auf der …
BERLIN. Angesichts der anhaltenden Probleme bei der Berliner S-Bahn setzt nun auch die Bundesregierung die Deutsche Bahn massiv unter Druck: „Wir brauchen jetzt dringend Lösungen, um die unzumutbaren Zustände bei der Berliner S-Bahn auf Dauer zu beseitigen“, sagte der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Klaus-Dieter Scheurle (CDU), gestern. Er forderte die Bahn zu Investitionen vor allem in neue S-Bahnen und Züge auf. „Meine Botschaft an den Bahnvorstand ist: Wir wollen als Eigentümer der Bahn nicht sparen. Wir wollen und müssen investieren, in rollendes Material, in größere Werkstattkapazitäten und in mehr Mitarbeiter.“ Bei einem Spitzengespräch will Scheurle Bahnchef Rüdiger Grube heute klarmachen, was der Bund vom Staatskonzern erwartet. Er gehe davon aus, dass der Willen des Eigentümers beim Bahnvorstand …
Einer der wichtigsten Streckenabschnitte der Stadtautobahn kann heute und morgen über mehrere Stunden nicht befahren werden. Die A100 muss wegen der Reparatur von Frostschäden zwischen dem Dreieck Charlottenburg und der Anschlussstelle Jakob-Kaiser-Platz in Richtung Seestraße jeweils von 9 bis zirka 18 Uhr voll gesperrt werden, teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gestern mit. Ab 18 Uhr steht zumindest ein Fahrstreifen wieder zur Verfügung. „Es ist eine Notfallmaßnahme“, sagte der Sprecher der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Mathias Gille. Auf der A100 seien in Richtung Seestraße Schäden aufgetreten, die sofort beseitigt werden müssten. Dies sei zum einen aus Gründen der Sicherheit nötig, zum anderen solle verhindert werden, dass die Schäden noch größer werden. Zwar ist die Autobahn zum Flughafen Tegel von der Sperrung nicht betroffen, doch ist auf der Stadtautobahn mit langen Staus bis nach …
(Berlin, 5. Januar 2011) Ab Donnerstag, 6. Januar, 4 Uhr, befährt die S-Bahn Berlin wieder das gesamte Streckennetz. Spandau, Hennigsdorf, Wartenberg und Strausberg Nord sind wieder auf der Schiene erreichbar. Nach viertägiger Betriebsunterbrechung entfällt für die betroffenen Fahrgäste der Umstieg auf andere öffentliche Verkehrsmittel.
Die S-Bahn Berlin fährt ab morgen auf der Linie S25 wieder durchgehend von Hennigsdorf nach Teltow Stadt im 20-Minuten-Takt. Die Züge der Linie S5 verkehren weiterhin im 20-Minuten-Takt bis Strausberg und wieder regulär alle 40 Minuten bis Strausberg Nord. Die Linie S75 kommt wieder auf ihrem gesamten Laufweg zwischen Wartenberg und Spandau zum Einsatz und fährt alle 20 Minuten.
Die Ringbahn-Linien S41/S42 fahren weiterhin ganztägig im 10-Minuten-Takt, Ein 10-Minuten-Takt wird auch auf Teilabschnitten anderer Linien angeboten: Dies gilt ab sofort für die Linie S1 zwischen Zehlendorf und Frohnau sowie weiterhin für die S3 zwischen Friedrichshagen und Ostbahnhof. Die Linie S5 verkehrt während der Hauptverkehrszeiten zwischen Hoppegarten / Mahlsdorf und Charlottenburg ebenfalls alle 10 Minuten. Auf den übrigen Linien gilt ein 20-Minuten-Takt.
An der Verbesserung der Fahrzeugverfügbarkeit wird weiterhin intensiv gearbeitet. Die Ergänzungsverkehre von DB Regio auf der RB 10 zwischen Spandau und Charlottenburg, ab 13. Januar auf der RB 13 zwischen Spandau und Berlin Hauptbahnhof sowie bei der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) zwischen Basdorf und Berlin Gesundbrunnen bleiben in jedem Fall bis Ende Januar bestehen.
Informationen zum S-Bahn-Verkehr gibt es im Internet unter www.s-bahn-berlin.de und rund um die Uhr am S-Bahn-Kundentelefon unter 030 / 29 74 33 33.
Die vorübergehende Unterbrechung des Zugbetriebs auf vier Streckenabschnitten ab 2. Januar wurde notwendig, weil die Zahl witterungsbedingter Fahrzeugstörungen derart angestiegen war, dass eine zuverlässige Bedienung des Gesamtnetzes nach dem Ende der Weihnachtsferien nicht mehr gegeben war. Im Interesse eines stabilen Zugbetriebs traf das Unternehmen diese Entscheidung bereits am 30. Dezember und informierte ihre Kunden. Neben Ersatzbussen der S-Bahn und zusätzlichen Fahrten von DB Regio stellten auch die BVG und die NEB Kapazitäten zur Verfügung.
PRITZWALK – Als Christel Köhler Heiligabend die erste Meldung über die Verspätung des Prignitz-Express in Richtung Neuruppin auf dem Pritzwalker Bahnhof las, da nahm die 84-Jährige das noch gelassen: „Die paar Minuten sind ja kein Problem.“ Doch aus den 15 Minuten, die dort angekündigt waren, wurde bald eine dreiviertel Stunde, bis sich die Mitteilung auf der elektronischen Fahrgaständerte: „Der RE 6 fährt mit 30 Minuten Verspätung.“ Insgesamt fünf Stunden sollte die Putlitzer Rentnerin an diesem Tag auf dem zugigen Pritzwalker Bahnhof warten – bei Schneesturm und Eiseskälte. „Irgendwann habe ich die Glocken von der Pritzwalker Kirche gehört“, erinnert sich Christel Köhler. Sie dachte sich: „Jetzt gehen sie alle zum Festgottesdienst.“ Etwas später dann erneut die Glocken: „Jetzt gehen sie alle nach Hause und feiern.“ Christel Köhler verbringt derweil ihre Zeit auf dem Bahnhof. Hätte dort nicht plötzlich die Prignitzer Eisenbahn …
BERLIN. Wegen der anhaltenden Zugausfälle bei der Berliner S-Bahn geht dem Senat die Geduld aus. Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) erhöhte gestern den Druck auf das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn (DB). Auch im Januar würden Zahlungen an die S-Bahn gekürzt, sagte sie der Berliner Zeitung. Junge-Reyer forderte erstmals konkret Entschädigungen für Fahrgäste, und zwar im Umfang wie im vorigen Jahr: zwei Monate kostenloses Fahren für Stammkunden und Freifahrten am Wochenende für die anderen Kunden. Nach ihren Angaben hätte dies einen Gegenwert von rund 77 Millionen Euro. Die Senatorin forderte DB-Chef Rüdiger Grube auf, mit Investitionen in die S-Bahn dafür zu sorgen, dass der Betrieb sich dauerhaft normalisiere. Zudem läuft heute ein vom Senat gesetztes …