Womit auf der Avus in den nächsten zweieinhalb Jahren zu rechnen ist, darauf bekamen die Autofahrer gestern im Berufsverkehr schon mal einen deutlichen Vorgeschmack. Nahe des Dreiecks Funkturm war gegen 7.30 Uhr auf der A115 stadteinwärts ein Lastwagen umgekippt und hatte für ein Verkehrschaos gesorgt. Es bildete sich ein etwa zehn Kilometer langer Stau. Die Polizei musste die Avus Richtung Innenstadt drei Stunden lang sperren und den Verkehr am Kreuz Zehlendorf umleiten. Der Lkw-Fahrer wurde leicht verletzt. Auch auf der A111 krachte es. Zwischen Stolpe und dem Tegeler Flughafentunnel gab es deshalb ebenfalls zehn Kilometer Stau. Gestern begannen auf der A115 auch die Vorbereitungen für den ersten Bauabschnitt der Avus-Sanierung, die bis zu ihrem voraussichtlichen Abschluss im November …
Brück/Berlin (dpa/bb) – Nach einem Blitzeinschlag gibt es noch bis Montag Behinderungen auf der Bahnstrecke zwischen der Region Berlin-Brandenburg nach Dessau in Sachsen-Anhalt. Im Streckenabschnitt zwischen Brück und Dessau werden die Regionalzüge der Linie 7 durch Busse ersetzt, wie die Deutsche Bahn am Freitag mitteilte. In den Stellwerks- und Bahnübergangsanlagen bei Brück (Potsdam-Mittelmark) war ein …
Nach mehreren spektakulären Gewalttaten kam die Ankündigung: In der U-Bahn sollen Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und Polizeibeamte wieder gemeinsam Streife laufen. Doch die geplanten Streifengänge sollen sich auf wenige Stationen beschränken. Nach Informationen der Berliner Zeitung sind dafür lediglich neun „Brennpunktbahnhöfe“ vorgesehen. Zum Vergleich: Je nach Tages- und Nachtzeit sind bis zu 173 U-Bahnhöfe in Betrieb. Axel Schröder vom BVG-Gesamtpersonalrat forderte die Polizei auf, zügig das Personal für die Streifen bereitzustellen. „Wir von der BVG stehen bereit“, sagte der Personalvertreter am Freitag der Berliner Zeitung. „Unsere Kollegen könnten sich sofort an 30 bis 40 Streifen beteiligen.“ Dem Vernehmen nach wollen die Polizei und die BVG ihre gemeinsamen Streifen auf folgende U-Bahnhöfe konzentrieren: …
Zwölf zusätzliche Fahrerinnen und Fahrer wurden ausgebildet, die neuen Fahrpläne sind gedruckt – übermorgen geht es los. Dann erweitern die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) erneut ihr Angebot bei der U-Bahn. Jetzt gibt es nicht nur auf der Linie U 9 sonn- und feiertags einen Fünf-Minuten-Takt, sondern auch auf sechs anderen Strecken- jeweils von 12.30 bis 19 Uhr. Dafür wird beim Busverkehr gespart. „Wir haben festgestellt, dass die U-Bahnen an diesen Tagen voller sind als früher. Darauf reagieren wir“, sagte die BVG-Chefin Sigrid Evelyn Nikutta gestern. Nun prüft die BVG, ob als Nächstes auch bei der Straßenbahn mehr Züge fahren könnten. „Berlin ist die erste Stadt in Deutschland, in der es sonn- und feiertags einen …
Besonders die Ausfälle bei der S-Bahn, aber auch Einschränkungen bei den Bus- und Straßenbahn-verkehren haben in den letzten Jahren das Bild vom zuverlässigen Berliner öffentlichen Personennah-verkehr beschädigt. Die Qualitäts- und Leistungskennziffern der S-Bahn werden regelmäßig durch den VBB bekannt gegeben. Wie es um die Qualität des gesamten anderen ÖPNV im Land Berlin bestellt ist, kann jeder Interessierte ab sofort detailliert nachlesen. Unter dem Motto „Mehr Transparenz im ÖPNV“ veröffentlicht die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung künftig regelmäßig Daten zur Qualität bei U-Bahn, Straßenbahn, Bus und Fähre. Senatorin Ingeborg Junge-Reyer: „Jedes Jahr nutzen über 900 Millionen Menschen die U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse der BVG. Die BVG leistet so einen zentralen Beitrag für die Mobilität in Berlin. Während der S-Bahn-Krise hat sie sogar noch mehr Fahrgäste transportiert und ihre Leistungsfähigkeit eindrucksvoll demonstriert. Da die BVG ein Landesunternehmen ist und aus Landesmitteln finanziert wird, sollen die Berlinerinnen und Berliner erfahren, wofür das Land Berlin sein Geld ausgibt, und was sie als Kunden dafür bekommen. Es geht uns nicht alleine um die Darstellung von Erfolgen; wir wollen objektiv Bericht erstatten und auch aufzeigen, wo Land und Unternehmen noch besser werden können.“ Der Verkehrsvertrag zwischen dem Land Berlin und der BVG beinhaltet Vorgaben zu Leistung und Qualität bei Straßenbahn, U-Bahn und Bus. Um die Einhaltung der Vorgaben zu belegen, werden regelmäßig die erforderlichen Daten erhoben und ausgewertet. Zukünftig sollen diese Daten auch dazu genutzt werden, der Öffentlichkeit ein objektives Bild zum Stand und den Entwicklungen im Berliner ÖPNV zu vermitteln. Bei der Umsetzung des Verkehrsvertrags wird das Land Berlin durch das Center Nahverkehr Berlin unterstützt. Dort werden die von der BVG gelieferten Daten regelmäßig geprüft und ausgewertet. Die daraus entstehenden Qualitätsberichte dienen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung als wichtige Arbeitsgrundlage. Die Jahresberichte des Qualitätscontrollings finden Sie auf den Internetseiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung oder auch auf der Homepage des CNB unter www.cnb-online.de. Es ist das Ziel des Senats, den ÖPNV noch attraktiver und noch leistungsfähiger zu machen. Ab dem zum 1. Mai 2011 anstehenden Fahrplanwechsel hat das Land mehr Leistung bei der U-Bahn am Wochenende bestellt. Damit werden nun fast alle U-Bahnlinien sonntags zwischen 12 und 19 Uhr nicht mehr im 10-, sondern im 5-Minutentakt befahren. Senatorin Junge-Reyer: „Gesellschaftlicher Wandel verändert die Mobilitätsansprüche der Berlinerinnen und Berliner. Auf diese Entwicklungen muss auch der ÖPNV reagieren. Bereits in der Vergangenheit haben wir festgestellt, dass sich die Nachfrage im ÖPNV aufgrund veränderter Arbeits- und Ladenöffnungszeiten insbesondere in den Abendstunden und am Wochenende erhöht hat. Daher hat das Land schon im Jahr 2009 mit zusätzlichen Bestellungen Taktverdichtungen in den Abendstunden und am Samstag ermöglicht. Die Erfolge dieser Anpassungen an die Kundenwünsche sind offensichtlich. Immer weniger Bürgerinnen und Bürger nutzen das Auto, um in die Innenstadt zu kommen. Die Berlinerinnen und Berliner nehmen unser Angebot im Nahverkehr an und steigen um. Mit der nun anstehenden Taktverdichtung am Sonntag gehen wir gezielt auf die Bedürfnisse der Fahrgäste ein, die auch am Sonntag schnell und bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln mobil sein wollen. Wir passen die Mobilitätsstruktur der Stadt immer mehr an die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger an. Der abnehmende Individualverkehr erhöht die Lebensqualität für diejenigen, die in der Stadt leben und ohne Auto in die Stadt zu kommen wird immer einfacher. Für beide Seiten ist das ein echter Gewinn.“ Von der Taktverdichtung profitieren zudem nicht nur die Fahrgäste, die direkt am U-Bahnnetz wohnen. Da für die meisten Wege die öffentlichen Verkehrsmittel kombiniert genutzt werden, heißt ein dichterer Takt auch kürzere Umsteigezeiten und insgesamt kürzere Reisezeiten. Dies trägt zu einer flächendeckenden Erhöhung der Attraktivität des ÖPNV bei, auch und vor allem im Vergleich mit dem Pkw. Finanziert werden die Taktverdichtungen über Umbestellungen und Verlagerung von wenig oder gar nicht nachgefragten Angeboten, z.B. im Frühverkehr, sowie aus Rückflüssen aus dem BVG-Vertrag. Folgende Linien werden taktverdichtet: U 1; U 2 von Pankow bis Theodor-Heuss-Platz; U 5 von Alexanderplatz bis Kaulsdorf Nord; U 6; U 7; U 8 von Hermannstraße bis Osloer Straße. Die U 9 fährt heute bereits im 5 Minuten-Takt und wird zeitlich angepasst (Pressemeldung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, 29.04.11).