Von Montag (6. Oktober) an müssen Nutzer der Metrotram-Linie M 1 für mehrere Wochen mit zusätzlichem Umsteigen und längeren Fahrtzeiten rechnen. Grund sind umfangreiche Gleisbauarbeiten in Mitte. Laut den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) werden die Doppelgleise im Weinbergsweg auf einer Länge von 430 Metern ausgetauscht. Verlegt wird das sogenannte Neue Berliner Gleis mit Asphalteindeckung, mit dem sich auch die Lärmbelastung der Anwohner durch die Straßenbahn reduzieren soll. Zudem werden die Haltestellen im Weinbergsweg umgebaut. Das Bauprojekt kostet insgesamt 500 000 Euro und soll bis 17. November abgeschlossen sein. Während der Bauarbeiten fährt die M1 zwischen Rosenthal Nord beziehungsweise Schillerstraße/Niederschönhausen und …
Rund 1,4 Millionen Euro mehr kostet die Verlegung der Straßenbahngleise vor das Empfangsgebäude des Brandenburger Hauptbahnhofes. Davon geht Stadtplaner Thomas Nitsch aus. Er hat in Absprache mit den Grünen eine Variante der Neugestaltung des Areals erarbeitet, die das Umsteigen künftig deutlich erleichtern soll. „Ich halte das für sinnvoller, wenn die Passagiere nicht erst zu Fuß eine viel befahrene Bundesstraße überqueren müssen und lange Wege zurückzulegen haben“, sagte Nitsch in einer von den Grünen zu diesem Thema initiierten Diskussionsrunde am Mittwochabend im Fontane-Klub. Die jetzige Schnittstelle Hauptbahnhof sei aus der „Steinzeit der Planung“, so der Experte. „An der TU Dresden ist das ein Lehrbeispiel dafür, wie man es nicht machen soll“, gab er zu bedenken. Und Nitsch wies darauf hin, dass es für Vorhaben dieser Art bis 2014 noch …
Da quietscht nichts, da wird kein Fahrgast durchgerüttelt. Leise rollt die gelbe Flexity-Niederflurbahn durch die Landsberger Allee. Thomas Czymoch ist beeindruckt: „Das ist ein absolut entspanntes Fahren“, sagt er. Seine Frau lobt die niedrigen Einstiege – „das ist mit Kinderwagen wichtig“ – und Sohn Tom (12) gefällt einfach alles an der neuen Straßenbahn. „Supertoll“, sei die, sagt er, so eine hätte er für seinen Schulweg auch gern. Wie diese Lichtenberger Familie probieren am Wochenende rund dreitausend Berliner die neue Supertram der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) aus. Die BVG hat zu kostenlosen Rundfahrten eingeladen – als Werbung und als Praxistest bevor die erste „Flexity Berlin“ Ende Oktober auf der Linie M 4 eingesetzt wird. Das Unternehmen will hören, wie seine Neuerwerbung bei den Kunden ankommt. Immerhin kostet eine Flexity-Bahn im Durchschnitt etwa drei Millionen Euro, so Straßenbahn-Direktor Klaus-Dietrich Matschke. Bis Ende des Jahres sollen drei weitere Flexity-Züge der Firma Bombardier auf den Linien M 2, M 10 und M 5 rollen. Und wenn alles nach Plan geht, will die BVG …
Am 19.09.08 wurde auf dem Straßenbahnbetriebshof Lichtenberg der BVG die neue Straßenbahn BOMBARDIER FLEXITY Berlin vorgestellt, die die seit 1976 in Berlin fahrenden Tatra-Hochflurfahreuge ablösen soll. „Die neue Berliner Straßenbahn wird den Ansprüchen an modernen, barrierefreien, servicebetonten und attraktiven ÖPNV in hervorragender Weise und zukunftsorientiert gerecht. Modern und dennoch zeitlos, im ausgewogenen Verhältnis zwischen Konvention und Innovation, eben ein Verkehrsmittel, das weitgehend die Bedürfnisse aller Nutzergruppen erfüllt und sich damit nahtlos in unser modernes und leistungsfähiges Nahverkehrsangebot unserer Stadt einfügt und es auf eine neue Art und Weise bereichert.“, so die Berliner Bürgermeisterin Ingeborg Junge-Reyer. In den Jahren 1994 bis 1997 wurden 452 Tatrafahrzeuge für einen weiteren Einsatzzeitraum von 16 Jahren modernisiert. Die Herstellung der Barrierefreiheit war jedoch im Rahmen der Modernisierung nicht möglich. Mit dem Jahr 2010 beginnend erreichen die Tatrafahrzeuge das Ende ihrer Betriebszulassung und eine Lebensdauer von bis zu 30 Jahren. Ohne erneute aufwändige Erneuerungen sind die Tatrafahrzeuge nicht mehr einsatzfähig. Der Ersatz der Tatrafahrzeuge durch neue Niederflurfahrzeuge führt zu Betriebskostensenkungen bei der BVG, einer wesentlichen Steigerung der Attraktivität für die Fahrgäste und stellt mittelfristig eine 100 % Barrierefreiheit im Straßenbahnnetz Berlins her. Andreas Sturmowski, Vorsitzender des Vorstandes der BVG, sagt dazu: „Die Berliner Verkehrsbetriebe sind der Motor, der Berlin bewegt und dies bereits seit fast 80 Jahren. Die Berliner Straßenbahn ist integrierter und unverzichtbarer Bestandteil des erstklassigen Berliner Nahverkehrsangebotes. Die neue Berliner Straßenbahngeneration erfüllt in hervorragender Weise die aus den unterschiedlichen Interessenlagen gestellten Anforderungen der Fahrgastgruppen an Sicherheit, Funktionalität und Nachhaltigkeit. Hier hat die vereinte Fachkompetenz von BVG, Bombardier Transportation und allen anderen Beteiligten bei der Herstellung dieser neuen Straßenbahngeneration in ausgezeichneter Art und Weise gewirkt.“ Grego Peters, Präsident der Business Unit Light Rail Vehicles von Bombardier Transportation, ergänzt: „Die FLEXITY Berlin Straßenbahn basiert auf einem ausgereiften Fahrzeugkonzept und ist richtungsweisend für den modernen öffentlichen Nahverkehr in Metropolen. Sie setzt höchste Standards in den Bereichen Komfort, Sicherheit und Umweltschutz. Wir sind sehr stolz, dass wir mit den neuen Straßenbahnen unsere langjährige Zusammenarbeit mit der BVG fortsetzen und weiterhin einen entscheidenden Beitrag zur zukünftigen Gestaltung des Stadtverkehrs in Berlin leisten können.“ (Pressemeldung Bombardier, Fotos Bodo Schulz, www.album-berliner-verkehr.de, 20.09.08). RechteckNicht irgendeine Straßenbahn, sondern die neue FLEXITY Berlin gibt es am Sonnabend, den 20. September 2008, auf dem Alexanderplatz zu sehen. Von 10 bis 18 gibt es dort Ringelpietz mit Straßenbahn zum Anfassen (Pressemeldung BVG, 20.09.08).
Am Sonnabend, den 20. September 2008, von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr, gibt es auf dem Alexanderplatz Ringelpietz mit Straßenbahn zum Anfassen. Und nicht irgendeine Straßenbahn, sondern die neue FLEXITY Berlin. Berlinerinnen und Berliner sind herzlich zu Sonderfahrten mit der Neuen eingeladen. Um 10:15 Uhr startet die FLEXITY Berlin zu ihrer ersten Sonderrundfahrt von der Straßenbahnhaltestelle am S + U Bahnhof Alexanderplatz/Dircksenstraße. Die Route verläuft von dort über Dircksenstraße – Karl-Liebknecht-Straße – Mollstraße – Greifswalder Straße – Danziger Straße – Landsberger Allee – Otto-Braun-Straße – Alexanderplatz – Dircksenstraße. Anschließend erfolgen die Sonderfahrten dann stündlich. Die Mitfahrt ist kostenlos, die Fahrscheine für die Sonderfahrten bekommt man im BVG-Zelt an der Endhaltestelle der M2 am S + U-Bahnhof Alexanderplatz, die Bahn nimmt jeweils circa 170 Fahrgäste mit. Die Fahrzeit beträgt circa 30 Minuten ohne Zwischenstopp und während der Fahrt erhalten die Gäste Informationen rund um die FLEXITY Berlin. Abgerundet wird die Vorstellung der neuen Berliner Straßenbahngeneration von einem kleinen Bühnenprogramm mit dem Partymusikduo TWO4FUN und dem Zauberkünstler André Kursch. Bei spannenden Quizrunden mit dem Moderator winken attraktive Preise und für die Kleinen wird Schmink- und Bastelspaß geboten. Wer am Sonnabend nicht dabei sein kann, hat am Sonntag, den 21. September 2008, von 10:00 bis 16:00 Uhr, die Möglichkeit die FLEXITY Berlin zu erleben. Dann ist die neue Straßenbahn stündlich ab Dircksenstraße für Sonderfahrten unterwegs (Pressemeldung BVG, 18.09.08).
Die Berliner Verkehrsbetriebe sollen bei der neuen Tram „Flexity“ an nichts gespart haben. Viel mehr wurde offiziell bislang nicht verraten. Erst am Freitag soll die Super-Straßenbahn als große Überraschung präsentiert werden. Doch einiges ist schon durchgesickert. Die letzten Geheimnisse lüftet Morgenpost Online. Die Chinesen waren unzufrieden – außerordentlich unzufrieden. Die Bahnbauer von Bombardier hatten den Stadtoberen der südchinesischen Millionenstadt Guangzhou Pläne für eine neue Metro vorgelegt. Doch die Funktionäre rümpften die Nase über das Design und schickten eine Delegation nach Berlin, um vor Ort auf neue Entwürfe zu drängen. Die Berliner Straßenbahn löste schließlich das Problem. Frau Bürgermeister, die mit nach Deutschland gereist war, entdeckte beim Besuch des Bombardierwerks in Hennigsdorf in einer der Hallen eine Berliner Tram. „Gelb, herrlich gelb. So muss eine Stadtbahn aussehen“, schwärmte die Gattin des Stadtoberhaupts. Seither gibt es in Guangzhou nach Berliner Vorbild eine …
Foto: Das ist sie – die neue Straßenbahn für Berlin, fotografiert von einem Nahverkehrs-Fan auf dem Betriebshof Marzahn an der Landsberger Allee. Offiziell behandeln die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) den Zug derzeit wie ein Staatsgeheimnis, das nicht fotografiert werden darf. Trotzdem kursieren inzwischen Aufnahmen vom ersten Exemplar des Typs „Flexity Berlin“ im Internet. Der 40 Meter lange Zug, der Platz für mehr als 230 Fahrgäste hat, war wie berichtet am Dienstagmorgen per Lkw vom Bombardier-Werk in Bautzen nach Marzahn gebracht worden. Am 19. September feiert die BVG mit geladenen Gästen den …
POTSDAM / BERLIN/POTSDAM – Der Verleumdungsklage gegen den Hamburger Nahverkehrsberater Dieter Doege wurde gestern vor dem Berliner Landgericht stattgegeben. Demnach darf Doege, der lange in Potsdam arbeitete, seinen Betrugsvorwurf gegen den Verein „Historische Straßenbahn Potsdam“ nicht mehr äußern. Bereits Ende Mai hatte der Verein eine entsprechende Einstweilige Verfügung gegen Doege erwirkt. „Der Vorwurf des Betruges geht zu weit“, urteilte Richter Michael Mauck, der wenig Erhellendes zur Sache fragte. Doege hatte behauptet, der Verein habe sich für den 430000 Euro teuren Wiederaufbau einer alten Potsdamer Tram Fördermittel und Spenden erschlichen. Laut Doege handelt es sich dabei aber nicht um die Baugruppe des 1907 hergestellten Lindner-Motorwagens aus Ammendorf, sondern um das Fahrgestell eines Beiwagens, das zuletzt nur noch als Transportlore diente. Im Februar erstattete der Nahverkehrsexperte deshalb wegen Subventionsbetrugs Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Potsdam, die das Verfahren …
Der WM-Effekt ist vorbei / Weniger Schüler Peter Neumann Busse und Bahnen in Berlin und Brandenburg haben im vergangenen Jahr weniger Fahrgäste befördert als 2006. Das geht aus dem neuen Bericht des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) hervor, der gestern publiziert wurde. 2007 wurden die Nahverkehrsmittel in beiden Bundesländern für 1,237 Milliarden Fahrten genutzt. Im Jahr davor waren es noch 1,256 Milliarden Fahrten. Damals hatten die Besucherströme zur Fußball-Weltmeisterschaft die Fahrgastzahlen in die Höhe getrieben. 2007 gab es diesen „WM-Effekt“ nicht mehr. So schlugen Negativentwicklungen im vergangenen Jahr umso deutlicher bei der Nachfrage zu Buche. „In Brandenburg sanken die Schülerzahlen um 4,5 Prozent, in Berlin um 2,1 Prozent. Das sind Werte, die in Deutschland einmalig sind“, sagte VBB-Sprecher Matthias Stoffregen. Auch wurde das Fahrtenangebot in geringem Umfang verringert. Langfristig hätten die Fahrgastzahlen aber zugenommen, hieß es. 2001 wurden nur …
Die Straßenbahn in Berlin boomt. Wegen des großen Erfolges Fahren die Züge der Linie M2 nun im kürzeren 5-Minuten-Takt zum Alexanderplatz. Dem Fahrgastverband Igeb reicht das allein nicht. Er fordert den zügigen Ausbau des Straßenbahnnetzes. Denn trotz der vergleichsweise geringen Kosten liegen viele Tram-Projekte auf Eis . Ein Drittel mehr Fahrgäste in einem guten Jahr – die Tramlinie M2 fährt seit Mai 2007 zum Alexanderplatz und boomt seitdem. Angesichts dieser Entwicklung fahren die Züge seit Montag in der Hauptverkehrszeit im Fünf-Minuten-Takt. Der Fahrgastverband Igeb spricht von einer „Erfolgsgeschichte“ und fordert deshalb den zügigen Ausbau des Berliner Tramnetzes. Obwohl die Ampelschaltung die Tram immer noch benachteilige, hätten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) seit Eröffnung der M2 etwa eine Million Fahrgäste …