Bahnhofsruinen und mangelnde oder fehlende Informationen bei Zugverspätungen: Der Kundenverband der Bahn greift den Konzern scharf an, er vernachlässige die kleinen Bahnhöfe in Brandenburg. Die Deutsche Bahn weist die Vorwürfe von sich. BERLIN – Der Bahnkundenverband Berlin-Brandenburg hat das Bahnhofsmanagement der Deutschen Bahn AG scharf kritisiert. Vor allem an kleineren Bahnhöfen in Brandenburg gebe es keine aktuellen Fahrgastinformationen mehr, sagte Sprecher Frank Böhnke. Das sei ein ernstes Problem. Denn die Kunden würden so nicht mehr über mögliche Zugverspätungen oder -ausfälle informiert. Aus Sicht des Verbandes sollten Ausschilderungen im Bahnverkehr genauso selbstverständlich sein wie im Straßenverkehr. Die Qualität der Fahrgastbetreuung habe im Berliner Raum …
BAD SAAROW. Einst ließ die Bahn in jeder Stadt einen prachtvollen Bahnhof bauen. Selbst in Dörfern sahen die Bauten – meist aus roten Klinkern – repräsentativ aus. Das Motto hieß: Ein Bahnhof ist das Eingangstor zum Ort. Die Zeiten haben sich geändert: Das Auto hat der Bahn den Rang abgelaufen, die Passagierzahlen sinken, die Bahnhöfe zerfallen. Nun will der staatseigene Verkehrskonzern den Großteil seiner Bahnhöfe loswerden. Auch in Brandenburg. Im Dezember 2007 verkaufte die Bahn bundesweit 490 nicht mehr benötigte Gebäude an ein deutsch-britisches Konsortium, davon 42 in Brandenburg. Bisher ist unklar, was aus den Gebäuden wird.
Vorbild Bad Saarow Anders sieht es in Bad Saarow am Scharmützelsee (Oder-Spree) aus. Dort beginnt gerade die Zukunft für den Bahnhof. „Es ist ein wunderschönes …
Voraussichtlich im Frühjahr 2008 wird das neue Umfeld des S-Bahnhofs Petershagen Nord komplett fertiggestellt und offiziell eröffnet. „Bereits jetzt sind die P&R-Stellflächen im nördlichen Bereich an der Lessingstraße und im südlichen Bereich an der Elbestraße mit der Zufahrt neben der Giebelseehalle fertiggestellt und können genutzt werden“, freut sich Kathleen Brandau, für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Mitarbeiterin der Gemeinde Petershagen/Eggersdorf. „Den Bürgern unserer Gemeinde und ihren zahlreichen Gästen stehen damit ausreichend Parkplätze am S-Bahnhof zur Verfügung, so dass der Umstieg zur S-Bahn wesentlich erleichtert wird.“ Der Zugang zum S-Bahnhof kann vom Osten her in …
FALKENSEE – Von mangelhaft bis ungenügend: Die Qualitätsanalyse des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg erteilt den Bahnhöfen im Havelland miserable Noten.
In die Wüste führt ein dunkler, zugiger Tunnel. Die Wände sind hinter Graffiti-Schichten verschwunden, nur jede zweite Leuchtstoffröhre leistet ihren Dienst. Nur noch die Treppe hoch, dann ist man da, in der Wüste von Falkensee. In der Servicewüste namens Bahnhof. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) hat soeben eine Studie veröffentlicht, die den Bahnhöfen der Region ein schlechtes Zeugnis ausstellt: 75 Prozent der untersuchten 66 Stationen weisen Mängel auf. Im Landkreis Havelland fiel das Ergebnis niederschmetternd aus. In Schulnoten gesprochen erhalten Nauen und …
Auch die Schuldfrage über den Trägerabsturz ist noch offen Von Isabell Jürgens Für Rechtsanwälte und Gutachter ist der Berliner Hauptbahnhof, der im Mai sein einjähriges Jubiläum feierte, ein lohnendes Geschäftsfeld. Denn der 1,02 Milliarden Euro teure Glaspalast hat mit einer ganzen Reihe baulicher Unzulänglichkeiten zu kämpfen. Am schädlichsten für das Image des Renommiergebäudes, an dem der Bund sich mit 520 Millionen Euro beteiligt hat, war sicherlich der Absturz eines tonnenschweren Stahlträgers, den der Orkan „Kyrill“ am 18. Januar dieses Jahres aus der Fassade riss. Dass dabei niemand zu Schaden kam, lag vermutlich nur daran, dass das Gebäude in weiser Voraussicht zuvor geräumt worden war. In einem ersten Urteil hatte das Berliner Landgericht zwar im Mai einer …
Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) hat die Fahrgastinformation und den Service an 66 Bahnhöfen und Haltepunkten in Berlin und Brandenburg getestet. Das ernüchternde Ergebnis: An 49 Bahnhöfen (74 %) wurden Mängel festgestellt. Nur 17 Bahnhöfe (26 %) bieten ein sehr gutes oder gutes Informationsangebot. Die Bahnhöfe gehören wie das Schienennetz zur Infrastruktur der Deutschen Bahn AG. Auf die Ausgestaltung der Infrastruktur und damit auf die Abstellung der festgestellten Mängel haben Länder und VBB keinerlei Einfluss. Die DB legt die Ausstattung und die Qualität selber fest. Um den Konzern fit für den Börsengang zu machen, wird die Ausstattung der meisten Bahnhöfe seit einigen Jahren kontinuierlich nach unten gefahren. VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz: „In der Debatte um die Bahninfrastruktur müssen neben den Schienenwegen auch das Erscheinungsbild der Bahnhöfe und der Service berücksichtigt werden. Selbst eine frisch ausgebaute Eisenbahnstrecke hilft dem Fahrgast nichts, wenn er auf dem Bahnsteig nicht erfährt, wann und wohin der Zug fährt, wenn es keine Lautsprecherdurchsagen gibt und auch kein Servicepersonal, das er fragen kann. Unsere Untersuchung zeigt, dass die DB Station und Service GmbH oftmals nicht einmal ihre selbst gesetzten Qualitätskriterien erfüllt, und dass der Service auf vielen Stationen schlechter geworden ist.“ Sollte die Bahn als integrierter Konzern teilprivatisiert werden, sei eine weitere Verschlechterung vorprogrammiert, vor allem auf kleineren Stationen. Kriterien für die Beurteilung von Fahrgastinformation und Service an den Bahnhöfen sind Fahrplanaushänge, Beschallung, Zugzielanzeigen, Info- und Notrufsäulen sowie Uhren an Bahnsteigen, Empfangsgebäuden und Bahnhofsvorplätzen. Die Stationen wurden vorwiegend nach den Mindestanforderungen für Bahnhofskategorien bewertet, die die Deutsche Bahn selbst festgelegt hat. Die Fahrgastinformation wurde sowohl bei reibungslosem Betrieb als auch bei Störungen unter die Lupe genommen. Gegenüber der VBB-Qualitätsanalyse Bahnhöfe 2006 haben sich kaum Verbesserungen ergeben. Viele Mängel wurden bereits 2006 festgestellt und bisher nicht behoben. Beispielsweise zeigten die Zugzielanzeigen am Gleis 2 am Bahnhof Lübben Ende Oktober 2007 genau so unverständlichen Buchstaben- und Zahlensalat an wie bereits im August 2006. Der Anteil der Bahnhöfe ganz ohne Zielanzeigen nahm zu. Im Vergleich zu 2006 wurden auch Fahrplanaushänge (veraltet, unvollständig oder komplettes Fehlen) und Uhren (falsche Uhrzeit) schlechter bewertet. Besonders unerfreulich ist der Abzug von Service-Teams an weiteren drei untersuchten Bahnhöfen (Bernau, Lübbenau und Fürstenwalde). Ein besonders krasses Beispiel für mangelhafte Fahrgastinformation beobachteten die VBB-Tester am Bahnhof Jüterbog: Fünf Minuten vor der geplanten Zugabfahrt des RE 5 Richtung Süden meldete die Zugzielanzeige, dass der Zug ausfalle. Tatsächlich fuhr der Zug, wenn auch mit einer Verspätung von 15 Minuten. Die Anzeige „Zug fällt aus“ blieb aber bis zur Abfahrt stehen. Ein großer der Teil der Fahrgäste hatte den Bahnhof bereits unverrichteter Dinge verlassen. Es gibt deutliche regionale Unterschiede: In Berlin hat sich die Situation mit vier besser bewerteten und nur einem schlechter bewerteten Bahnhof verbessert. Im Land Brandenburg dagegen haben sich die Zustände weiter verschlechtert: Zehn Bahnhöfe schnitten zwar besser, 15 jedoch schlechter ab als im Jahr zuvor. Verbesserungen ergeben sich oftmals dann, wenn der Bahnhof grundlegend saniert wird. Dann werden viele „kleinere“ Mängel gleich mit beseitigt, so am Bahnhof Hennigsdorf (Pressemeldung VBB, 27.12.07).
Bei der aktuellen Bahnhofs-Qualitätsanalyse des VBB schneiden vor allem die Stationen in Brandenburg schlecht ab Peter Kirnich und Peter Neumann
BERLIN. Fehlende Ansagen bei Zugverspätungen, defekte Bahnhofsuhren, veraltete Fahrplanaushänge – die Bahnhöfe in Berlin und Brandenburg weisen erhebliche Mängel auf. Das hat eine Untersuchung des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) ergeben, die der Berliner Zeitung vorliegt. Danach hat der VBB insgesamt 66 Bahnhöfe in der Region Berlin-Brandenburg nach den von der Bahn selbst vorgegebenen Mindestanforderungen untersucht und mit einer ähnlichen Qualitätsanalyse vor einem Jahr verglichen. Fazit: „An 49 von 66 Bahnhöfen wurden Mängel festgestellt“, heißt es in dem Qualitätsbericht. Davon bestehe allein bei 41 Bahnhöfen ein „direkter Handlungsbedarf“.
Brandenburgs Verkehrsminister Dellmann kritisiert Paketverkauf von 42 Stationen an private Investoren
Potsdam – Wer schon immer gern einen alten Bahnhof sein Eigen nennen wollte, der könnte jetzt – passend zu Weihnachten – in Brandenburg fündig werden. Die Bahn-Tochter DB Station&Services will in der Mark möglichst rasch 156 ihrer 176 Empfangsgebäude loswerden. Nur noch 20 Bahnhöfe will der bundeseigene Verkehrskonzern mittelfristig in eigenem Besitz behalten. Neben dem Hauptbahnhof in Potsdam gehören dazu die Bahnhöfe von Angermünde, Frankfurt (O.) und Prenzlau. Auch die zusätzlich als Endhaltepunkte der Berliner S-Bahn – einer Bahn-Tochter – genutzten Stationen in Bernau, Königs Wusterhausen, Hennigsdorf, Oranienburg und Strausberg gehören ins sogenannte Kern-Portfolio. Von den nicht mehr benötigten Bahnhöfen hat die Bahn jetzt 42 …
Benennung des Platzes am Bahnhof Südkreuz in Hildegard-Knef Platz
(Berlin, 17. Dezember 2007) Heute, 16 Uhr werden der ehemalige Manager von Hildegard Knef, Thomas Jost, der Bezirksbürgermeister Ekkehard Band, der für Bürgerdienste, Ordnungsaufgaben, Natur und Umwelt zuständige Bezirksstadtrat Oliver Schworck und der Leiter Bahnhofsmanagement Berlin, Dirk Schulmeyer, im Rahmen einer kleinen Feierstunde den Platz am Bahnhof Südkreuz benennen und laden hierzu alle Interessierten ein.
Die Werbegemeinschaft verteilt aus diesem Anlass 1000 rote Rosen auf dem Platz.
„Das Bezirksamt freut sich sehr, dass die Deutsche Bahn AG als Grundstückeigentümerin dem Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Berlin vom 16. Mai 2006 zugestimmt hat, den Vorplatz des Bahnhofs Berlin Südkreuz in Hildegard-Knef-Platz zu benennen“, so Bezirksstadtrat Oliver Schworck.
Auch im innern des Bahnhofs wird das Wegeleitsystem entsprechend verändert. Hierfür sind am Morgen des 17. Dezember 2007 Industriekletterer im Einsatz.
Am Hauptbahnhof will der Senat Autofahrer mit 1,80 Meter breiten Schildern ins Parkhaus locken Peter Neumann
Heribert Guggenthaler bemühte sich um Höflichkeit. „Vor dem Hauptbahnhof zeigt sich, dass die Disziplin der Autofahrer nicht sehr ausgeprägt ist“, sagte der Mann, der in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung für die Gestaltung der Straßen und Plätze zuständig ist, am Freitag. Er hätte es auch so formulieren können: Auf der Vorfahrt am Europaplatz wird wild geparkt, obwohl dort nur drei Minuten gehalten werden darf (zum Ein- und Aussteigen länger). Nun hat der Senat rund um den Bahnhof noch mehr Hinweisschilder aufgestellt, um Autos ins Parkhaus zu locken. Von Chaos wollen Guggenthaler und der neue Chef-Verkehrsplaner Friedemann Kunst nicht sprechen, wenn es um …