S-Bahn: Neue Fliesen sorgen für sauberen Glanz, aus Punkt 3

http://www.punkt3.de/p3/Punkt3.nsf/
f89cda9362f1398c80256a380044fd3c/
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Wittenau. Nach umfangreichen Maler- und Fliesenarbeiten präsentiert sich jetzt das nördliche Empfangsgebäude in einem sauberen Glanz. So wurden auf insgesamt 280 Quadratmetern Wandfliesen in der nördlichen Empfangshalle und im Treppenabgang angebracht.

Sanierung gemäß dem Denkmalsschutz
Nikolassee. In den Tunnel- und Treppenbereichen sind abgefallene und kaputte Wandfliesen auf einer Gesamtfläche von 480 Quadratmetern erneuert worden. Dabei mussten Auflagen des Denkmalsschutzes eingehalten
werden. Außerdem wurden folgende Arbeiten ausgeführt: Sanierung und Abdichtung des Oberlichtes und der …

Bahnhöfe: Deutsche Bahn und Architektenbüro gmp schließen Vergleich über Berliner Hauptbahnhof

http://www.db.de/site/bahn/de/unternehmen/
presse/presseinformationen/ubh/
h20080124b.html

Mehdorn und Gerkan betonen Gemeinsamkeiten

(Berlin, 24. Januar 2008) Das Architektenbüro „von Gerkan, Marg und Partner“ (gmp) sowie die Deutsche Bahn AG haben ihre Auseinandersetzung um den Berliner Hauptbahnhof beendet und sich auf einen Vergleich geeinigt. Darüber informierten heute in Berlin DB-Vorstandsvorsitzender Hartmut Mehdorn und Architekt Meinhard von Gerkan. Eine Fortsetzung des bisherigen Streits hätte noch Jahre andauern können, beide Seiten wünschten aber eine baldige Einigung; daher sei es ein „Gebot der Vernunft“, sich zu vergleichen, hieß es von beiden.

Mit dieser Einigung werden sämtliche Streitthemen einschließlich der Honorarfragen beigelegt. Kein Gegenstand der Verhandlungen war das Ost-West-Dach; dies wird künftig kein strittiges Thema zwischen den Parteien sein. Zu gegebener Zeit wird das Bundesverkehrsministerium dem Bundestag berichten.

Inhalt der Einigung ist unter anderem, dass der Vergleichsbetrag zur Bereinigung der strittigen Forderungen als eine Zuwendung der DB AG an die gmp-Stiftung „Academy for Architectural Culture“ (AAC) geht. Diese Einrichtung unterstützt die Ausbildung junger Architekten. Meinhard von Gerkan: „Ich bin zuversichtlich, dass wir dank erheblicher Zuwendungen an die ´Academy for Architectural Culture´ einen großen Beitrag für die Gegenwartsarchitektur leisten können.“

Mehdorn begrüßte ebenfalls die Einigung: „Die unterschiedlichen Auffassungen aus den vergangenen Jahren haben sich mehr oder weniger im Bereich von Ausführungs- und Umsetzungsproblemen ergeben. An der großen architektonischen Leistung von Herrn von Gerkan hatte ich nie Zweifel. Der Berliner Hauptbahnhof ist der modernste der Welt und zugleich einer der schönsten und wird von unseren Kunden sehr gut angenommen.“

Herausgeber: Deutsche Bahn AG

Bahnhöfe: Betriebswerk ist Ladenhüter/ Städtischer B-Plan von DB ausgebremst, aus Märkische Allgemeine

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11113738/61299/
Betriebswerk_ist_Ladenhueter_Staedtischer_B_Plan_von_DB.html

WITTSTOCK – Das klärende Gespräch von Verantwortlichen der DB AG und Landes- infrastrukturminister Reinhold Dellmann über leere Bahnhöfe im Land hat für Wittstock kaum etwas gebracht.
Für eines der großen Bahnhofshäuser in preußischer Bahnbauweise in Wittstock wird immer noch nach Interessenten gesucht. Die Bahn ihrerseits erklärte den Verzicht auf eine Wiederingangsetzung als Empfangshalle und Servicestation.
Nur für den sogenannten „neuen“ Bahnhof scheint es eine neue Zukunft zu geben. Der ist längst geschlossen, seit sich die Bahn im Zuge der Prignitz-Express-Streckenrekonstruktion mit einem neugebauten …

Bahnhöfe + Flughäfen: Schönefelder S-Bahn bis 2013 unterbrochen, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
print/berlin/717497.html

Wegen Ostkreuz-Umbau fährt die S 9 nicht in die City

Wenn der Großflughafen Berlin Brandenburg International (BBI) wie geplant Ende 2011 öffnet, wird es von dort keine direkte S-Bahn-Verbindung ins Stadtzentrum geben. Der Umbau des Ostkreuzes führt dazu, dass dessen Südkurve von September 2009 bis mindestens 2013 nicht zur Verfügung steht. Das sagte Projektleiter Mario Wand von der Deutschen Bahn (DB). So lange diese Verknüpfung zwischen dem Ring und der Stadtbahn außer Betrieb ist, kann die S 9 in ihrer jetzigen Linienführung nicht verkehren. Sie verbindet derzeit noch Schönefeld direkt mit dem Ostbahnhof, dem Bahnhof Zoo sowie Spandau.
Zuletzt hieß es, dass die Südkurve 2012 wieder befahren werden kann. Doch weil für einen damit verknüpften Teil des Ostkreuz-Projekts noch keine …

Bahnhöfe: Berlin: Fahrgastinformation in Berlin-Wannsee noch immer nicht komplett

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Vor etwa einem halben Jahr wurde die Sanierung des Fernbahn-Bahnsteigdaches im Bahnhof Berlin-Wannsee abgeschlossen. Es präsentiert sich seitdem wieder in einem sehr schönen Zustand. Was aber nützt den Fahrgästen ein schmuckes Bahnsteigdach, wenn die Fahrgastinformation unzureichend ist. Bahnpersonal ist nicht mehr vorhanden und die am Dach angebrachten Fahrtzielanzeiger fehlen auch. Ärgerlich ist die Situation vor dem Hintergrund, dass in Wannsee drei Regionallinien halten und beide Bahnsteiggleise für alle Linien genutzt werden.
Zu Beginn der Dachsanierung wurden die bis dato vorhandenen Fahrtzielanzeiger abmontiert. Die Zusage, neue anzubringen, steht nicht eingelöst im Raum. Auf Nachfrage des DBV Berlin-Brandenburg Anfang Dezember 2007 wurde zugesichert, die zur Orientierung und Information wichtigen Geräte bis Weihnachten 2007 zu montieren. Die Anmietung von Datenübertragungswegen zur Ansteuerung wurde uns als Grund für die bisher nicht erfolgte Aufhängung genannt. Doch Weihnachten verstrich, auch der Jahreswechsel ging vorbei.
Anfang Januar 2008 eine erneute Nachfrage. Jetzt waren es fehlende statische Berechnungen, die das Anbringen verhinderten. Zitat aus der Antwort: „Die Ausschreibung bzw. die Beauftragung erfolgen demnächst.“ Der DBV Berlin-Brandenburg erwartet von der zuständigen DB-Tochter Station & Service, ihre Zusagen endlich einzuhalten und die Geräte schnellstmöglich zu installieren (Pressemeldung DBV Berlin-Brandenburg e. V., 17.01.08).

Bahnhöfe: Brandenburg: Verfall Brandenburger Bahnhöfe stoppen

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Am 14.01.07 fand in Potsdam eine Fachtagung zur Zukunft der Brandenburger Bahnhofsgebäude statt, die vom Eigentümer, die DB AG, nicht mehr bewirtschaftet werden.
Alle Lösungsversuche der Vergangenheit, den Spagat zwischen einem möglichst hohen Verkaufspreis für die DB AG einerseits und den städtebaulichen und planungsrechtlichen Anliegen der Kommunen andererseits zu vollbringen, sind fast alle gescheitert. Zahlreiche — teilweise auch unter Denkmalschutz stehende Gebäudeensemble — sind seit vielen Jahren und Jahrzehnten ungenutzt; dem Vandalismus und stetigen Verfall preisgegeben. Im besten Falle wurden sie notdürftig vor Jahren gesichert, dennoch scheinen sie — im Sinne des Wortes — abgeschrieben.
Leider wurde der DBV Berlin-Brandenburg trotz zuvor geäußertem Interesse nicht zu der Tagung eingeladen. Wie geht es weiter mit den sehr häufig einstmals repräsentativen Vorzeigeobjekten aufstrebender Gemeinden, mit den Zeugen der Industrialisierung? Denn auch Bahnkunden sind davon betroffen.
Der DBV Berlin-Brandenburg ist der Meinung, dass der Verfall schnellstmöglich gestoppt werden muss. Deshalb ist die Prioritätensetzung umzukehren. An erster Stelle muss die Wiederbelebung durch Nutzung der Gebäude stehen.
Nur ein schnelles Gegensteuern kann die zahlreichen leerstehenden und dem Verfall preisgegebenen Bahnhofsgebäude retten. Der DBV empfiehlt dem Brandenburger Verkehrsministerium, als Pilotprojekt die für die DB AG nicht mehr interessanten Gebäude im Land zu einem symbolischen Preis zu übernehmen, sie mit finanzieller Unterstützung der DB AG und des Bundes zu sanieren und an interessierte Kommunen abzugeben. Diese könnten sie entweder für eigene Aufgaben nutzen oder an gemeinnützige Vereine und Projekte, Künstlergruppen usw. weitervermieten. Auch die Vermietung an Kleinunternehmer ist denkbar. Die bisherige Geschäftspolitik der DB AG jedenfalls, ein Verkauf kleinerer Stationen auf dem Land nur dann zuzulassen, wenn Miet- oder Verkaufserlöse wie in besten Großstadtlagen erzielt werden können, geht bereits seit Jahren nicht auf. Sicherlich ist es so möglich, die Gebäude mit Leben zu erfüllen und dem bürgerschaftlichen Engagement vor Ort neue Impulse zu geben. Der DBV Berlin-Brandenburg ist davon überzeugt, dass sich auf diese Art und Weise fast alle baulich noch einigermaßen intakten Bahnhofsgebäude retten lassen.
Sollte die Wiederherrichtung mit Kosten verbunden sein, die nicht durch Fördermittel abgedeckt oder im Kommunalhaushalt abgebildet werden können, so kann sich der DBV Berlin-Brandenburg auch vorstellen, dass die DB AG einen Teil der Kosten trägt. „Denn“, so der Landesvorsitzende Frank Böhnke, sie hat ja auch in den Jahren des Leerstandes Aufwendungen bei der Instandhaltung gespart. Ansonsten sehen wir die Bundesregierung in der Pflicht. Sie hat als Eigentümerin der DB AG dem Handeln des Konzern stillschweigend zugesehen.“
Nicht aus den Augen verloren werden darf beim Verkauf die Gewährleistung der Zugänglichkeit zum Bahnsteig und die Frage, wo die Fahrgastinformationen angebracht werden (Pressemeldung DBV Berlin-Brandenburg, 15.01.07).

Bahnhöfe: Brandenburg: Ergebnis der Bahnhofskonferenz

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Infrastrukturminister Reinhold Dellmann und die Bahn sind sich einig: Über den Verkauf nicht mehr genutzter Empfangsgebäude an Bahnhöfen in Brandenburg werden die DB AG und der private Investor in Zukunft intensiver mit den Kommunen verhandeln. Das ist das Ergebnis der Tagung am 14.01.07 in Potsdam von Infrastrukturministerium, DB AG, Investoren, dem Städte- und Gemeindebund sowie Vertretern von Kommunen.
Infrastrukturminister Reinhold Dellmann: „Das heutige Treffen eröffnet die Chance für passgenaue Lösungen für nicht mehr genutzte Empfangsgebäude in Brandenburg. Wir sind das erste Bundesland, das eine Bahnhofskonferenz durchgeführt hat und sind damit bundesweit Vorreiter. Die heutige konstruktive Runde brachte für die Kommunen feste Ansprechpartner seitens der DB AG und des Investors. Jetzt müssen individuelle Lösungen für jedes einzelne Gebäude gesucht werden. Die Landesregierung wird hier unterstützen.“
Mit der faktischen Entscheidung, im Zuge der Bahnreform die betriebsnotwendige Eisenbahninfrastruktur im öffentlichen Eigentum zu belassen, gibt es aus Sicht von Minister Dellmann neue Spielräume und Entwicklungsmöglichkeiten.
Es geht um die Zukunft von 174 Empfangsgebäuden der DB AG in Brandenburg, die nach den derzeitigen Planungen aktuell nicht mehr für verkehrliche Zwecke genutzt werden. Davon will die DB AG 20 Gebäude in ihrem eigenen Besitz behalten, 42 wurden an einen Investor verkauft und 112 stehen zum Einzelverkauf an. Viele Empfangsgebäude haben eine grundsätzliche städtebauliche Bedeutung. In solchen Fällen ist auch eine Landesförderung über Stadtentwicklungsprogramme prinzipiell denkbar (Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung, 15.01.08).

Bahnhöfe: Deutsche Bahn zieht positive Bilanz der ersten Bahnhofskonferenz für Brandenburg

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presse/presseinformationen/bbmv/
bbmv20080114.html

Gemeinsame Fachtagung von Bahn, Land, Städte- und Gemeindebund

(Berlin, 14. Januar 2008) Das Land Brandenburg, der Städte- und Gemeindebund Brandenburg und die DB Station&Service AG haben sich heute im Kaiserbahnhof in Potsdam im Rahmen einer Fachtagung über die Neunutzung und Entwicklung von nicht mehr betriebsnotwendigen Bahnhofsempfangs-gebäuden ausgetauscht. Neben Reinhold Dellmann, Minister für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg, Dr. Otto Wiesheu, Vorstand Wirtschaft und Politik der Deutschen Bahn AG, Karl-Ludwig Böttcher, Geschäftsführer Städte- und Gemeindebund Brandendenburg, sowie Rolf Reh, Vorstand Betrieb und Entwicklung der DB Station&Service AG, haben Mitglieder des Landtages, zahlreiche Bürgermeister, Vertreter der Verwaltung und von Verbänden an der Veranstaltung teilgenommen. Ziel der Fachtagung war es, allen Beteiligten ein Forum für den gemeinsamen Erfahrungsaustausch zu bieten und aktuelle Themen wie den Verkauf von Empfangsgebäuden oder die Entwicklung der Bahnhofsumfelder zu diskutieren. Der Bahn war es dabei wichtig, auch über die derzeitigen Fördermöglichkeiten bei der Bahnhofsentwicklung zu informieren. Fördermittel des Bundes können bei Empfangsgebäuden ausschließlich für den Teil des Bahnhofs verwendet werden, der für den Reise- und Zugverkehr notwendig ist. Die zentralen Fragen bei der Sanierung von Empfangsgebäuden, so Wiesheu, seien die wirtschaftliche Nutzung und die Erschließung zusätzlicher Finanztöpfe. Er begrüßte den Vorschlag von Minister Dellmann die Fachtagung künftig regelmäßig durchzuführen: „Wir brauchen einen kontinuierlichen Dialog mit allen Beteiligten, um die Lösung des Themas Empfangsgebäude sachgerecht voranzubringen.“ Reh wies in diesem Zusammenhang daraufhin: „Wir haben in Brandenburg zahlreiche Empfangsgebäude, die wir für den Eisenbahnbetrieb nicht benötigen. Eine Sanierung und Vorhaltung ist deswegen für uns wirtschaftlich nicht darstellbar. Um hier zu Lösungen zu kommen, benötigen wir geeignete Investoren, aber auch die Unterstützung der Partner von Bund, Land und Kommunen“. Reh stellte darüber hinaus klar, dass jedes zu veräußernde Gebäude zuerst den Kommunen und Gemeinden zum Kauf angeboten wird. „Die Gemeinden haben hier, wie bisher, das Erstkaufsrecht. Unser Ziel bleibt es, diese Gebäude und das Umfeld gemeinsam mit allen Beteiligten weiterzuentwickeln.“ Bei der Auswahl eines Investors legt die Bahn besonderen Wert auf eine konzeptionelle Ausrichtung und finanzielle Leistungsfähigkeit. Weiterhin machte er deutlich, dass es mit der Regionalbereichsleitung von Station&Service für Land, Städte und Gemeinden einen zentralen Ansprechpartner gibt.

Herausgeber: Deutsche Bahn AG

Bahnhöfe: Große Bahn kündigt kleiner Bahn, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
print/berlin/716371.html

Die Modelleisenbahnanlagen sollen aus den Berliner Bahnhöfen verschwinden
Eva Dorothée Schmid

Nicht nur kleine Jungen bleiben dort mit großen Augen stehen, vor dem Glaskasten im Bahnhof Alexanderplatz, in dem ein ICE, eine D-Lok, ein Güterzug und ein Doppelstockwagen ihre Runden drehen. Auch erwachsene Männer scheinen fasziniert zu sein von der Modellbahnanlage. Man sieht immer wieder, wie sie dort vor den kleinen Zügen stehen bleiben Wer 50 Cent einwirft, kann die Züge sechsmal fahren lassen, für einen Euro bekommt man 14 Fahrten. Es ist das einzige Angebot, das es für Kinder in Bahnhöfen gibt. Und es ist ein Stück Kindheitserinnerung für Erwachsene. Doch damit ist bald Schluss: Die Bahn hat dem Betreiber in Berlin gekündigt, bis Ende Februar sollen die Modellbahnanlagen verschwinden.
In Berlin wurden seit dem Jahr 2000 fünf aufgestellt, inzwischen sind …

Bahnhöfe + Regionalverkehr: Brandenburg: Defizite in puncto Fahrgastinformation und Service

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Die Ende Dezember 2007 vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) veröffentlichte Qualitätsanalyse zeigte große Defizite in puncto Fahrgastinformation und Service für die Kunden. Von 66 näher untersuchten Stationen wurden alleine an 74 % Mängel festgestellt. Der DBV Berlin-Brandenburg teilt sowohl die Auffassung des VBB als auch von Brandenburgs Verkehrsminister Dellmann. Er hatte vor einigen Tagen vom Bund als Eigentümer der DB AG gefordert, dass dieser den DB-Konzern mehr kontrolliert. Die DB AG ist immerhin per Grundgesetz auch dem Gemeinwohl verpflichtet.
Ganz konkret stellt sich das Problem bei zahlreichen kleineren Stationen. Eine aktuelle Fahrgastinformation über Zugverspätungen oder -ausfälle ist in der Regel nicht mehr vorgesehen. Hierin sieht der DBV Berlin-Brandenburg ein ernstes Problem. So selbstverständlich die Ausschilderung im Straßenverkehr ist, so selbstverständlich ist sie auch im Bahnverkehr. Wie will man neue Kunden für die Bahnnutzung gewinnen, wenn es bereits an den einfachsten Informationen mangelt?
Die Qualität der Fahrgastbetreuung hat, so stellt der DBV Berlin-Brandenburg bedauernd fest, im Berliner Raum durch den fast flächendeckenden Abzug der bisher auf den Bahnsteigen vorhandenen S-Bahn-Aufsichten erheblich gelitten.
Überall, wo keine Mieteinnahmen erzielt werden, werden die Gebäude quasi sich selbst überlassen. Mit Ausnahme der notwendigen Absicherungsarbeiten für die Verkehrssicherung wird, so offenbaren es viele Ruinen im Land, nichts mehr investiert.
Besonders ärgerlich ist das Verhalten der DB Station und Service AG dort, wo sich die Kommunen — teilweise schon seit vielen Jahren — um ein schlüssiges Konzept für eine Aufwertung der nicht mehr benötigten Bahnanlagen bemühen. Ein Beispiel solchen Desinteresses findet sich in Werder (Havel). Die Bemühungen der Stadt zum Erwerb des Bahnhofsgebäudes wurden nach Auskunft der Stadt durch die DB AG jahrelang hinausgezögert. Inzwischen gibt es keine passenden Förderprogramme mehr und die Stadt hat jetzt kein Interesse am Kauf. Auf dem Bahnsteig steht ein Verkaufscontainer und das Gebäude immer noch leer.
Von der zuständigen DB Station und Service erwartet der DBV eine schnellstmögliche Behebung der festgestellten Mängel. Es kann nicht sein, dass die Fahrgastinformation stiefmütterlich behandelt wird und seit langem bekannte Probleme – der VBB führt eine solche Qualitätsanalyse ja nicht zum ersten Mal durch – nicht behoben werden. Und wenn die DB AG kein Interesse mehr an den Gebäuden hat, so fordert der DBV Berlin-Brandenburg als Konsequenz, solle sie schnellstmöglich auch eine Abgabe der Gebäude an Kommunen zu einem symbolischen Preis in Betracht ziehen. Das ist immer noch der bessere Weg als das Leerstehenlassen bis zum unumgänglichen Abbruch (Pressemeldung DBV-Landesverband Berlin-Brandenburg, 10.01.08).